Genetische Pflanzenmutationen töten Menschen


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Genetische Pflanzenmutationen töten Menschen

 

18 Millionen Amerikaner leiden an Krankheiten, welche auf Glutenintoleranz zurückzuführen sind. Laut den jüngsten Forschungen in den USA liege das Problem in den genetisch veränderten Sojabohnen und Maiskörnern, die von Menschen als Nahrungsmittel gebraucht werden. Ärzte vertreten den Standpunkt, dass die Welt kurz vor einer neuen großdimensionalen Epidemie stehe.

Glutenfreie Kost wird immer populärer. Und das ist kein Hauch der Mode. Für die meisten Menschen ist das eine Lebensnotwendigkeit. Der menschliche Organismus weigert sich immer häufiger, Gluten (mit anderen Worten den Kleber), ein Eiweiß, das in Getreidekulturen enthalten ist, zu verwerten. Die Glutenintoleranz führt beim Gebrauch von Nahrungsmitteln, welche dieses Eiweiß enthalten, zu einer Störung der Verdauungsprozesse. Und als Folge dessen hat man ein breites Spektrum von Erkrankungen, von Autismus bis zum Krebs.

Wenn man die Tatsache beachtet, dass die Verbreitung der Glutenempfindlichkeit in den letzten 20 Jahren drastisch gewachsen ist, unterliege der Zusammenhang zwischen dem Ausbruch der Erkrankung und dem Gebrauch von genetisch veränderten Organismen (GVO) keinem Zweifel, meint Irina Jermakowa, Doktor habil. der biologischen Wissenschaften, internationale Expertin für ökologische und die Lebensmittelsicherheit:

„In jenen Gebieten, wo es viel GVO gibt, ist ein Ausbruch von onkologischen Krankheiten bei Menschen zu beobachten. Auch Fälle von Fettleibigkeit und Diabetes wuchsen um ein Vielfaches, nachdem man genetisch veränderte Erzeugnisse in diese Regionen eingeführt hatte. Außerdem wird Unfruchtbarkeit ermittelt. Das ist das Allerschrecklichste. Denn es handelt sich nicht etwa um die Unfruchtbarkeit von Menschen oder Säugetieren, sondern um die Unfruchtbarkeit von praktisch allen lebendigen Organismen. Das kann zur Zerstörung unserer Biosphäre führen, denn sowohl die Insekten als auch die nützlichen Bakterien hören auf, sich zu vermehren, die Pflanzen verschwinden. Überhaupt sind die GVO eine tickende Zeitbombe.“

Das Problem besteht darin, dass bisher keine globalen Untersuchungen des Einflusses von GVO auf die Umwelt und insbesondere auf den Menschen durchgeführt worden sind. Die Wissenschaftler, die mit den transnationalen Unternehmen zusammenarbeiten, welche GVO-Erzeugnisse produzieren, und die unabhängigen Wissenschaftler, welche die Idee von der Gentechnologie nicht unterstützen, können sich nicht einigen. Sie vertrauen nicht den Experimenten, welche von der anderen Partei vorgenommen worden sind. Und da es kommerziell vorteilhafter ist, das GVO-Getreide anzubauen und zu nutzen als das Naturgetreide, hat es eine starke Lobby in verschiedenen Ländern.

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http://german.ruvr.ru/2013_12_07/Genetische-Pflanzenmutationen-toten-Menschen-7163/

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Fukushima: „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Rettung gelingt, geht gegen Null“


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Der deutsche Physiker Sebastian Pfugbeil ist äußerst pessimistisch, dass eine elementare Katastrophe in Fukushima abgewendet werden kann. Die Folgen würden die gesamte Nordhalbkugel der Erde zu spüren bekommen. Pflugbeil: „Die Menschheit könnte bei Scheitern der Versuche, die gebrauchten Brennelemente des KKW Fukushima zu bergen, in einer bisher nicht gekannten Weise durch Strahlen geschädigt werden.“

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Das Kernkraftwerk von Fukushima: Viele Lügen, und wenig Aussicht auf Erfolg bei der Verhinderung einer Katastrophe. (Foto: TBS News)

Der deutsche Physiker Sebastian Pflugbeil hält die Situation in Fukushima für äußerst kritisch. Pflugbeil sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Die Menschheit könnte bei Scheitern der Versuche, die gebrauchten Brennelemente des KKW Fukushima zu bergen, in einer bisher nicht gekannten Weise durch Strahlen geschädigt werden.“ Pflugbeil glaubt zwar nicht, dass die Menschheit durch eine weitere Katastrophe in Fukushima ausgelöscht wird: „Die Menschheit ist sehr robust!“ Doch er ist sehr pessimistisch über die Möglichkeiten, dass die Lage noch unter Kontrolle gebracht werden kann.

Pflugbeil zur Lage in Fukushima:
„Die Lage ist zunehmend kritisch durch den Verfall der Ruinen. Die Brennstäbe sich nicht geborgen. Die Reaktorblöcke sacken ab. Tausende Tonnen verseuchtes Wasser werden in das Meer abgelassen. Der Untergrund, auf dem der Reaktor ruht, ist nicht mehr belastbar – er schwimmt. Es hat sich alles bereits so verschoben, dass über ein Meter Höhenunterschied von einer Ecke zur anderen besteht. Die dadurch hervorgerufenen Spannungen haben bereits zu beängstigenden Rissen in der Gebäudekonstruktion geführt.“

Pflugbeil zu den Gefahren:
„Wenn die Brennstäbe nicht mehr gekühlt werden, dann kommt es zu einer Katastrophe. Dann werden gigantische Mengen an Radioaktivität freigesetzt. Da reicht ein Riss in dem Becken und das Kühlwasser läuft aus. Die Brennstäbe würden sich entzünden. Die Brennstabhüllen bestehen aus Zirkonium. Wenn das brennt, bekommt man es nicht mehr unter Kontrolle. Die Hüllen brechen dann auf. Dann strömt Radioaktivität in großem Umfang aus – gasförmig, leichtflüchtig, mittelflüchtig. Auch die Brennelemente in den anderen Blöcken des Kernkraftwerkes werden dann in absehbarer Zeit zerstört, weil die Mitarbeiter das Gebiet wegen der extremen Strahlenbelastung sofort verlassen müssen. Es genügt ein kleiner Erdbebenstoß oder ein Sturm oder einfach das Versagen der Gebäudestrukturen, um diese Katastrophe in Gang zu setzen.“

Zum Rettungsplan der Japaner:
„Die Japaner wollen zunächst die 1.300 Brennstäbe im Block 4 einzeln herausholen. Wenn auch nur ein einziger zerbricht, müssen die Arbeiter weg. Das ist ein extrem komplizierter und langwieriger Prozess. Wie schwierig das ist, hat man bei einem Test gesehen, den die Japaner mit einem noch unbenutzten Brennstab gemacht haben. Dens haben die mit der Hand beim Herausziehen gelenkt. Mit der Hand! Die aktiven Brennstäbe kann man nicht mit der Hand anfassen, das wäre tödlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Rettung gelingt, geht gegen Null.“

Sebastian Pflugbeil: „Das wird den gesamten Pazifik und die von ihm lebende Bevölkerung treffen.“ (Foto: Flickr/ippnw Deutschland)

Pflugbeil zu den Folgen:
„Die Gefahr, die von den alten Brennelementen ausgeht, ist gigantisch. Darüber sind sich alle Experten einig. Wenn es zu diesem schlimmsten Fall kommt, müssen riesige Gebiete evakuiert werden. Wenn der Wind in die Richtung von Tokio zieht, müsste Tokio vollständig evakuiert werden. Aber das geht nicht. Die Folgen würden nicht nur Japan, sondern die ganze Nordhalbkugel der Erde betreffen. Denn die Luftströmungen verlaufen auf der Nordhalbkugel und der Südhalbkugel einigermaßen getrennt voneinander. Tschernobyl war immerhin mehr als 1.000 km weg. Die zuständigen Fachleute und Politiker haben damals versichert, dass wir in Deutschland keine Gesundheitsschäden zu befürchten hätten. Es kam anders: Mehr behinderte Kinder wurden geboren, die Säuglingssterblichkeit stieg, Downsyndrom und Leukämie bei Kindern nahmen zu. Andere Folgen waren noch dramatischer: In Westeuropa, der Tschernobyl-Region und den südlichen Staaten der Sowjetunion wurden etwa eine Million Mädchen wegen der Katastrophe von Tschernobyl nicht geboren. Die Zahl der Opfer allein in Westeuropa geht nachweislich in die Hunderttausenden. Es spricht viel dafür, dass wir das alles nach der Katastrophe in Fukushima noch einmal erleben. Hinzu kommt die Kontamination des Pazifiks, in dem komplizierte und langdauerne Nahrungsmittelketten ablaufen, die eine wichtig Rolle für die menschliche Ernährung spielen. Das wird den gesamten Pazifik und die von ihm lebende Bevölkerung treffen.“

Pflugbeil zur Lethargie vieler Japaner:
„Die Japaner sind jahrhundertelang zu einem extrem angepassten Verhalten erzogen worden. Sie sind immer wieder darauf gedrillt worden, dass sie sich so wie die anderen zu verhalten haben, dass Kritik an Vorgesetzten, an der Politik unanständig ist. Der soziale Druck auf die einzelnen ist enorm. Sie dürfen nicht zugeben, dass sie Angst haben. Unter der Bettdecke haben sie natürlich panische Angst. Aber sie dürfen das nicht zeigen. Mir ist mehrfach berichtet worden, dass jemand, der wegen irgendeiner Erkrankung zum Arzt gehen muss, in seiner Umgebung davon nichts erzählt. Er fürchtete, dass man denken könnte, er ginge wegen Fukushima zum Arzt. Das ist aber nicht erwünscht.“

Zur Realitätsverweigerung:
„In Fukushima bekommen die Kinder in den Kantinen der Schulen immer noch die Lebensmittel aus der Region. Wenn jetzt ein Kind sein Lunchpaket von zu Hause mitnimmt, weil sich seine Eltern Sorgen machen, dann wird das Kind nach vorn zitiert. Es wird gerügt, weil es sich nicht patriotisch verhält. Das erinnert mich sehr an die Zeit in der DDR nach Tschernobyl: Die Kinder, deren Eltern Bescheid wussten, haben in der Schule ihre Milch nicht getrunken. Darauf bekamen diese Eltern Ärger an ihren Arbeitsstellen. Die Eltern wurden gefragt, welchen Unsinn sie denn ihren Kindern erzählen.“

Zur bisherigen „Rettung“:
„Es ist unglaublich, dass die japanische Regierung mehr als zwei Jahre ins Land hat streichen lassen, ohne die internationale Gemeinschaft um Hilfe zu bitten. Es ist ja nicht der Fall, dass man systematisch Schritt für Schritt die defekte Anlage in Ordnung bringt.. Es sind viele Firmen vor Ort, jeder will irgendetwas machen – aber es gibt keinen Generalplan, wie das Problem gelöst werden soll. Bis vor kurzem haben die Japaner nicht einmal Messgeräte gehabt, mit denen sie die Strahlung der hochbelasteten Flüssigkeiten messen konnten, die in den großen Tanks auf dem Gelände des Kernkraftwerks notdürftig aufbewahrt werden. Dadurch wurden alle Arbeiter, die damit zu tun hatten, einer viel zu hohen Strahlenbelastung ausgesetzt.“

Über die internationalen Atom-Behörden:
„Die Gremien von UN, IAEA und WHO, die eigentlich dafür da sein sollten, die Menschen zu schützen, stehen nahezu ausschließlich im Dienst der Atom-Industrie. Die Leute in den Behörden kommen aus dem Uran-Bergbau, von Kernenergie-Betreibern, aus der Atomwaffenindustrie oder der Nuklearmedizin. Es gibt nur ganz wenige unabhängige Leute in diesen Gremien. Die UN wird demnächst einen Bericht herausbringen, verantwortlich ist das Wissenschaftliche Komitee der Vereinten Nationen für die Wirkung Atomarer Strahlen UNSCEAR: Der Bericht ist ein glattes Lügengebäude. Er wird die Lage in Fukushima total verharmlosen. Er wird so tun, als sei alles unter Kontrolle und es würde keinerlei Strahlenschäden in der Bevölkerung geben. Wir kennen die entsprechenden Einschätzungen zu den Folgen von Tschernobyl. In Japan ist es leider auch Brauch, dass Politiker, wenn sie aus dem Amt scheiden, einen gut dotierten Posten in der Atom-Industrie bekommen, bei dem sie nicht zu arbeiten brauchen. Diese Posten wollen sie nicht gefährden. Daher wagen sie es nicht, die Wahrheit zu sagen.

Über die Angst der internationalen Experten, in Fukushima zu helfen:
„Es gibt nur eine Handvoll Experten, die bei diesem Problem wirklich Expertise haben. Diese Leute verhalten sich jetzt ganz ruhig und ducken sich weg. Sie beten, dass die Welt mit einem blauen Auge davon kommt. Keiner reißt sich darum, nach Fukushima zu fahren und zu helfen. Denn alle wissen: Diese Arbeit ist lebensgefährlich und der Erfolg ist mehr als fraglich.

Sebastian Pflugbeil wird am Donnerstag nach Japan reisen. Nach einem Kongress wird er auch in die Präfektur Fukushima fahren. Er will sich selbst ein Bild von der Lage machen. Er wird versuchen, trotz der aktiven Behinderung durch die Betreiber und die Regierung an Informationen zu kommen, wie die Lage wirklich ist.

Dr. rer. nat. Sebastian Pflugbeil ist Präsident der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Pflugbeil arbeitete bis zur Wende als Medizinphysiker im Zentralinstitut für Herz-Kreislauf-Forschung der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin-Buch und befasste sich ehrenamtlich mit Problemen der Atomenergieverwertung, insbesondere den Strahlenfolgen in den Uranbergwerken der Wismut. Er war Mitbegründer der DDR-Bürgerbewegung Neues Forum und vertrat dieses als Sprecher am Berliner und am Zentralen Runden Tisch. 1990 wurde er Minister ohne Geschäftsbereich in der Übergangsregierung unter Modrow. In dieser Funktion setzte er sich für die sofortige Stilllegung der Atomreaktoren in der DDR ein. Danach war er bis 1995 Abgeordneter im Berliner Stadtparlament. 2012 erhielt er den Nuclear-Free Future Award für sein Lebenswerk.

Immer wieder treten in den Tanks von Fukushima Lecks auf. Auch diese Woche wurden wieder zwei gefunden. Die Betreiber-Firma Tepco versucht, die Löcher zu stopfen. (Foto: Tepco)

Immer wieder treten in den Tanks von Fukushima Lecks auf. Auch diese Woche wurden wieder zwei gefunden. Die Betreiber-Firma Tepco versucht, die Löcher zu stopfen.

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http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/09/fukushima-die-wahrscheinlichkeit-dass-die-rettung-gelingt-geht-gegen-null/

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Lyme-Borreliose: Eine Krankheit aus dem Waffenlabor der Armee?


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Borreliose gilt den einen als Modekrankheit, andere haben panische Angst davor. Die moderne Form stammt wahrscheinlich aus einem geheimen militärischen Forschungslabor an der US-Ostküste.

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Mit der nun doch noch beginnenden warmen Jahreszeit erreichen uns wieder Warnungen vor Stichen des Gemeinen Holzbocks (Ixodes ricinus). Dieser ist bei uns der wichtigste Überträger der nur schwer behandelbaren, weil multisystemischen Infektionskrankheit Lyme-Borreliose (LB). Ihren Namen hat die lang anhaltende Entzündung des Nervensystems, der Gelenke und verschiedener innerer Organe von einem Massenausbruch in den Orten Lyme und Old Lyme im Bundesstaat Connecticut an der amerikanischen Ostküste im Jahre 1975. Interessant ist die Frage, warum es erst in den letzten Jahrzehnten zu epidemischen Ausbrüchen der Borreliose gekommen ist. Kritische US-Mediziner wie Dr. James Howenstine vermuten, es sei kein Zufall, dass Borrelia burgdorferi zuerst in Lyme von sich reden machte.

Kennen Sie Plum Island?

Zwischen der Küste vo»n Connecticut und Long Island liegt die nur Eingeweihten zugängliche kleine Insel Plum Island (früher Fort Terry genannt), auf der sich ein Hochsi-cherheitslabor der US-Regierung für biologische Kriegsforschung befindet. Dort kam es im August 2002 infolge eines Streiks der Leiharbeiter zu einem kompletten Stromausfall und damit verbunden zu einem Undichtwerden der Unterdrucksicherheits-schleusen. Es scheint dort auch früher schon Unregelmäßigkeiten gegeben zu haben. Dr. Howenstine weist auch darauf hin, dass im Auftrag der US-Army arbeitende Wissenschaftler um Dr. Shyh-Ching Lo die Herstellung eines kristallisierten Mycoplasmas (Mycoplasma fermentans) zum Patent angemeldet haben. Die Kristalle können intravenös injiziert, als Aerosol versprüht, mit stechenden Insekten oder über-Nahrungsmittel und das Trinkwasser verbreitet werden und sollen Krankheiten
wie AIDS, LB, das Chronic Fatigue Syndrom (CFS), Lupus und Alzheimer auslösen können. In der Stadt Wilton in Connecticut haben 56 Prozent der Familien Angehörige mit LB-Symptomen zu kämpfen. Dr. Howenstine hält es deshalb für denkbar, dass das kristalline Micoplasma durch Möwen von Plum Island zum Festland verschleppt wurde. Und dann trat die schwere Krankheit rasend schnell ihren Zug um die Welt an.

Auch Ötzi hatte Borreliose

Die durch das spiralförmige Bakterium Borrelia burgdorferi (Bb) ausgelöste Infektion scheint allerdings auch schon früher eine Rolle gespielt zu haben, denn selbst in der Gletschermumie Ötzi wurden Spuren davon gefunden. Heute gilt die Lyme-Borreliose (nicht zu verwechseln mit der durch Viren übertragenen Frühsommer-Meningoenze-phalitis, FSME) als die am schnellsten um sich greifende Infektionskrankheit. Bereits eine Milliarde Menschen sollen weltweit mit LB infiziert sein. Es wird vermutet, dass LB bei der Hälfte aller Patienten mit chronischen Leiden eine mehr oder weniger bedeutende Rolle spielt. Gesichert scheint, dass die Krankheit innerhalb von Familien auch von Mensch zu Mensch beziehungsweise von Schwangeren auf Föten und durch die Muttermilch auf Säuglinge übertragen wird.

Weil die Symptome der chronischen Lyme-Borreliose unspezifisch sind, ist es nicht leicht, sie von anderen chronischen Nervenleiden wie Multiple Sklerose, Parkinson, Alzheimer und Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) abzugrenzen. So gut wie alle Parkinson- und Alzheimerpatienten sind Träger von Bb-Antikörpern. Ob es einen direkten Zusammenhang zwischen den Bb-Infektionen und den genannten Degenerationen des Zentralnervensystems gibt,

ist aber schwer auszumachen. In Deutschland gibt es nur in Berlin, in Bayern und in den östlichen Bundesländern eine gesetzliche Meldepflicht für Bb-Infektionen. So ist es nicht leicht, sich ein Bild über die Höhe und die regionale Verteilung des Gefährdungspotenzials zu machen. Klar ist aber, dass es ein starkes Süd-Nord-Gefälle gibt. Im Süden und im Osten des Landes können bis zur Hälfte der Holzböcke mit Bb infiziert sein, im Norden nur fünf bis zehn Prozent. Neben Zecken kommen auch Stechmücken, Milben und Pferdebremsen als Überträger der Infektion in Frage. Nicht alle Zeckenbisse führen zu einer Infektion, sondern nur drei bis elf Prozent. Aus Österreich werden zwischen 135 bis 300 Fälle je 100000 Einwohner gemeldet. In der Schweiz zwischen 25 und 130. 70 Prozent der Meldungen entfallen auf die Monate Juni bis September. Erstes Symptom einer Infektion ist die sogenannte Wanderröte um die Einstichstelle. Sie tritt aber nur in etwa der Hälfte der Fälle auf. Daneben macht sich die Infektion nach zehn bis 14 Tagen durch grippeähnli-che Ermüdungs- und Erschöpfungsgefühle bemerkbar. So fällt es sehr schwer, eine Bb-Infektion im Frühstadium zu erkennen, zumal dann im Blut noch keine Antikörper nachweisbar sind. Bei Verdacht auf eine Bb-Infektion verabreichen deshalb viele Ärzte vorsorglich Antibiotika. Die oft nicht leicht verträglichen Antibiotika müssen aber über einen längeren Zeitraum einge-
nommen werden, um mehrere Generationen von Bb bekämpfen zu können. Denn der Vermehrungszyklus von Bb dauert sieben Tage, was für Bakterien ungewöhnlich lang ist. Gelingt es nicht, die Infektion in der Anfangsphase zu stoppen, dann breiten sich die Erreger nach etwa vier bis 16 Wochen im ganzen Körper aus. Es kommt dann zu starken Schweißausbrüchen und anderen grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen. Borrelien treten schnell vom Blut ins Bindegewebe über und sind dann sowohl dem körpereigenen Immunsystem als auch dem Angriff von Antibiotika weitgehend entzogen, denn Bb kann unter bestimmten Bedingungen im Körper lange als Mycoplasma ohne Zellwand überleben. Die meisten Antibiotika greifen aber nur die Zellwände an. Zudem
kann Bb dann jahrelang im Latenzzustand bleiben, bis es, von einer Stresssituation profitierend, zu wachsen beginnt. Mycoplasmen brauchen für ihr Wachstum unbedingt Cholesterin. Dieses entziehen sie den Zellwänden der Gliazellen, die die motorischen Nerven umgeben.

Die tropische Katzenkralle

Gehen die Gliazellen ein, dann wird viel Glutamat frei. Überschüssiges Glutamat wird in Harnstoff umgewandelt. Durch die Abgabe eines Ammonium-Ions wird aus
dem Harnstoff hochgiftige Blausäure. Diese legt die Mitochondrien, die Kraftwerke der Nervenzellen, lahm. Das erklärt Müdigkeit und Erschöpfung, die nicht nur bei LB-, sondern zum Beispiel auch bei ALS-Patien-ten beobachtet werden. Schneller als die oft unangenehmen und folgenreichen Antibiotika wirkt offenbar die innere Rinde der tropischen Katzenkralle (Uncaria tomentosa) gegen Bb-Infektionen. Viele amerikanische Naturmediziner schwören auf das von den Indianern in Peru entdeckte heilsame Nahrungsergänzungsmittel.

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nachzulesen bei Kopp-Exklusiv 24-2013