Geheimdienste: Türkei verstösst massiv gegen NATO-Gesetze….Türkei arbeitet heimlich an Atomwaffen!!!!!!!!


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Angeblich ist es eine große Bedrohung für den Weltfrieden, dass die Islamische Republik Iran Atomwaffen entwickelt.

Mehrere Geheimdienste informieren die Öffentlichkeit deshalb regelmäßig

Über jeden Schritt des Landes. Ganz anders ist es im Falle des Nachbarlandes Türkei.

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Vor genau einem Jahr hat das Zentrum für wirtschaftliche und außenpolitische Studien (EDAM) in der Türkei 1500 Personen gefragt, ob die Türkei als Reaktion auf eine mögliche nukleare Gefahr aus dem Nachbarland Iran eigene Atomwaffen entwickeln sollte. Eine große Mehrheit befürwortete das. Viele Türken vertreten die Auffassung, der NATO-Schutzschirm sei nicht ausreichend. Ankara müsse vielmehr möglichst schnell eigene Nuklearwaffen Atomwaffenentwickeln.

Die Befragten hatten wahrscheinlich keine Ahnung davon, dass die Türkei längst an Nuklearwaffen arbeitet und dabei schon weit fortgeschritten ist. Das belegt ein faktenreicher aktueller Geheimdienstbereicht des BND. Es ist kein Geheimnis, dass die Türkei trotz Fukushima in Erdbebengebieten Atomkraftwerke atomkraftwerkebauen lässt. Das erste türkische Atomkraftwerk wird 2019 ans Netz gehen. Gebaut wird es vom russischen Rosatom-Konzern in Akkuyu an der Mittel-meerküste im Süden des Landes.

Nukleare Partnerschaft mit Pakistan

Geplant sind vier Reaktoren mit einer Gesamtkapazität von 4.800 Megawatt. Daneben wird es mindestens zwei weitere AKW geben, eines davon in Sinop am Schwarzen Meer. Das alles ist bekannt. Bekannt ist auch, dass der frühere pakistanische Ministerpräsident Nawaz Sharif der Türkei schon 1998 eine »nukleare Partnerschaft« auf dem Gebiet der Erforschung der Atomtech-
nologie angeboten hatte.

Seither studieren türkische Nuklearphysiker in Pakistan, einem Land, welches längst Nuklearmacht ist. Viele Komponenten, welche Pakistan bei der Entwicklung der eigenen Atombombe benötigte, wurden damals über den Umweg Türkei geliefert. Das hat Pakistan den Türken bis heute nicht vergessen. Die Türkei stand Nuklearwaffen lange Zeit ablehnend gegenüber.

Mit dem Umbruch im Nahen Osten und in Nordafrika und den vielen neuen Konfliktherden in der Region hat sich das offenkundig geändert. Nach Angaben des Bundesnachrichtendienstes (BND) hat der türkische Premierminister Erdogan
erstmals im Mai 2010 intern gefordert, insgeheim den Bau von Produktionsstätten für die Anreicherung von Uran vorbereiten zu lassen. Dazu schrieb der BND schon im Mai 2010: »

Die Türkei hatte in der Vergangenheit nicht die erforderliche Infrastruktur für den Bau atomarer Waffen, vor allem fehlten die Möglichkeiten zur Urananreicherung. Doch türkische Physiker sind heute technisch in der Lage eine Atombombe zu bauen, sobald die politische Führung dazu den Auftrag erteilt.« Der türkische Generalstab (Genelkurmay Baskanlari)genelkurmay_baskanligi_havadan_emri_verdi_h26461 hatte nach BND-Angaben schon lange von der Regierung gefordert, insgeheim Atomwaffen zu bauen, weil es in der Region immer mehr Staaten gibt, welche über solche Waffen verfügen (Israel, Iran, Pakistan, Russland) oder an diesen arbeiten. In einem weiteren Bericht aus dem Jahre 2012 berichtet der BND aus Ankara, dass türkische Physiker an einer Nuklearwaffe des »gun-type«Gun-type_fission_weapon_numlabels.svg arbeiten.

Das Gun-Design verwendet als Zündung konventionelle Sprengladungen. Damit werden zwei unterkritische spaltbare Massen aufeinander geschossen. In der Regel werden
dazu zwei Halbkugeln verwendet, in denen sich das Material getrennt voneinander befindet. Als Ergebnis kommt es zu einer Verschmelzung der beiden unterkritischen Massen zu einer überkritischen Masse, wodurch die Kettenreaktion ausgelöst wird. Dieses Verfahren wurde erstmals beim Einsatz der Atombombe Little Boy auf die Stadt Hiroshima am 6. August 1945 angewendet. Das notwendige Uran stammt aus einem Vorkommen in Anatolien.

Lange Erfahrung mit Nuklearwaffen

Nach Angaben des BND hat Ankara schon 2009 mit der Herstellung von Yellowcake begonnen: im MTA-Labor (auch ANRTC genannt) in Ankara und im 1962 eingeweihten nuklearen Militärforschungszentrum Küçükçekmece nahe Istanbul (der Reaktor wurde 1959 gebaut). Eine nicht bekannte Menge von angereichertem Uran wurde nach BND-Angaben zudem mithilfe der Mafia im Kosovo und Bosnien und Herzegovina aus einer früheren Sowjetrepublik in die
Türkei geschmuggelt.

Zwischen dieser und der türkischen AKP-Partei gibt es demnach enge Beziehungen. In Küçükçekmece arbeiten die Türken demnach auch selbst an der Technik zur Urananreicherung. Den Umgang mit Nuklearwaffen müssen türkische Soldaten nicht mehr lernen. Seit mehreren Jahrzehnten schon sind 70 amerikanische Nuklearsprengköpfe auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlikluftwaffe incirlik gelagert. Im Kriegsfall werden 40 von ihnen von amerikanischen F-26-Piloten ins Ziel gesteuert und 30 von türkischen. Das wurde mehrfach geübt.

Die Trägertechnologie

Der BND zitiert den türkischen Militärfachmann Mehmet Kalyoncu mit den Worten, Ankara werde das Projekt zum Bau von Nuklearwaffen so lange wie möglich geheim halten, um weder die Beitrittsverhandlungen mit der EU noch die Partnerschaft mit der NATO zu gefährden. In dieser Einschätzung herrsche Einigkeit zwischen dem türkischen Generalstab und der islamistischen AKP-Regierung.

Die AKP-Regierung will demnach auch die alten Großmachtphantasien des Ottomanischen Reiches wieder auferstehen lassen. Die vielen Unruheherde in der islamischen Welt bieten dazu offenkundig ideale Ausgangsbedingungen. Gregory Copley, Präsident des in Washington ansässigen amerikanischen Forschungsinstituts International Strategic Studies ,Asssociation, weist schon seit Jahren auf die geheimen Bemühungen der Türkei hin, Atomwaffen zu entwickeln.

Unterstützt wird er dabei von israelischen Geheimdiensten, welche ebenfalls entsprechende Unterlagen veröffentlicht haben. Auch der israelische Verteidigungsminister hat mehrfach öffentlich erklärt, dass Ankara insgeheim an Nuklearwaffen arbeitet. Und der türkische Staatspräsident Abdullah Gül hob in einem Interview mit der Zeitschrift Foreign Policy hervor, man werde es nicht zulassen, dass die Islamische Republik Iran Waffen entwickle, über die Ankara nicht verfüge.

Im Klartext: Auch die Türkei wird Atomwaffen bauen. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu unterrichtete den damaligen griechischen Regierungschef Papandreou am 15. Februar 2010 bei einem Treffen mehrerer Regierungschefs in Moskau darüber, dass Ankara jetzt jederzeit zur Atommacht werden könnte.

Und
schon 2006 sagte der türkische Nuklearfachmann Mustafa Kibaroglu Mustafa Kibaroglu-Okan Universitesi-der Zeitung Washington Post, er unterstütze das zivile türkische Atomforschungsprogramm nicht länger, weil ihm nicht mehr klar sei, welche Ziele Ankara damit tatsächlich verfolge. Im Gegensatz zu den oben erwähnten BND-Geheimdienstberichten sind diese Informationen für jeden öffentlich nachprüfbar.

Doch westliche Medien scheinen sich erstaunlicherweise nur für die iranischen Atomanlagen zu interessieren.

Sie berichten auch groß über die Gefahr der iranischen Trägertechnologie, also dem Bau von Mittel- und Langstreckenraketen, mit denen iranische Nuklearwaffen in weit entfernte Ziele gelenkt werden könnten. Völlig ausgeblendet werden die gleichen Rüstungsbemühungen Ankaras, die gut dokumentiert sind. Professor Yücel Altunbaçak, der Leiter des Wissenschafts- und Technologieforschungs-rats der Türkei (TÜBITAK), sagte 2012, die türkische Entscheidung für den Bau eigener Langstreckenraketen sei auf einem Technologietreffen auf Anregung von Premierminister Erdogan gefällt worden.

TÜBITAK tubitak-tan-konya-ya-bilim-merkezi-habe bereits eine Rakete mit einer Reichweite von 500 Kilometern für das türkische Militär hergestellt und getestet. Und nun sollen türkische Raketen mit einer Reichweite von 2.500 Kilometern gebaut und getestet werden. Die Türkei ist Mitglied beim Raketentechnologie-Kontrollregime (MTCR).

Das ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Staaten, welcher die Verbreitung von ballistischen Raketen verhindern soll. Der Bau der neuen türkischen Langstreckenwaffen passt nicht zu den Regeln des MTCR, zu denen sich die Türkei verpflichtet hatte.

Aber es passt zu der oben genannten Ankündigung, so lange wie möglich öffentlich die Entwicklung eigener Nuklearwaffen zu leugnen – bis man dann vollendete Tatsachen geschaffen hat.

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Geheimdienste: „EU“: Schlechte Zeiten für Bargeld…………..


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ln vielen europäischen Staaten können sich die Bürger nicht vorstellen, ohne Bargeld zu leben.

Ein Geheimdienstbericht enthüllt nun, wie Politik und Banken aber genau das vorantreiben.

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Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat mehrfach schon öffentlich erklärt, dass er Bargeld am liebsten abschaffen würde. Er sagte in diesem Zusammenhang, Bargeld sei ein »intransparentes Zahlungsmittel«, welches vor allem »Geldwäschern« zugute komme, die die Herkunft des Geldes verschleiern wollten.

Der deutsche Finanzminister testet mit solchen Äußerungen, wie sy;oß der Aufschrei der Empörung in der Bevölkerung ist. Die Tatsache, dass es keinen Aufschrei gibt, lässt nichts Gutes erwarten. Was da auf uns zukommt, das beleuchtet ein amerikanischer Geheimdienstbericht, der von der Frankfurter CIA-Zentrale verfasst wurde.

Immer weniger Geldautomaten

In Österreich und Deutschland nutzt die Politik die Bankenrettung dazu, um Druck auf die Banken auszuüben. Diese sollen »aus Kostengründen« nach und nach möglichst viele Geldautomaten abbauen, um die Bürger immer stärker zum bargeldlosen Zahlen zu zwingen.

Die CIA zitiert aus einem internen Schreiben des Bundesfinanzministeriums zur Gesprächsführung, in dem Banken dazu ermuntert werden sollen, pro Jahr aus der jeweiligen Stadt- oder Gemeindekasse mehrere 10.000 Euro Gebühren zu verlangen, wenn ein Automat an einem angeblich unrentablen Standort nicht abgebaut
werde.

Weil die Kommunen bankrott seien, könnten sie sich diese Zahlungen nicht leisten. Und so werde das Netz der Geldautomaten immer weiter ausgedünnt. Parallel dazu sollen die Bürger dazu ermuntert werden, völlig neuartige elektronische Bezahlsysteme wie MyWallet zu nutzen. MyWallet ist ein Dienst, der als App auf dem Mobiltelefon läuft und mehrere kontaktlose Bezahlmethoden ermöglicht.

Lästiges Kleingeld, lange Warteschlangen oder kaputte Automaten sollen zukünftig in Deutschland damit keine Rolle mehr spielen. Um das von der Politik in Deutschland und Österreich geförderte Programm nutzen zu können, benötigt man ein Mobiltelefon mit der Funktion NFC (Near Field Communication).

In der aufgespielten App werden dann alle eigenen Kreditkarten hinterlegt (auch EC-Karten). Bis zum Betrag von 25 Euro kann man dann mit dem Telefon bezahlen, indem man dieses beim Händler an der Kasse einfach an eine NFC-Empfangsstation hält. Über 25 Euro muss zusätzlich die PIN der jeweiligen Kreditkarte eingegeben werden.

Die CIA schreibt in ihrem Bericht, dass mit solchen Programmen das vom Bundesfinanzminister gewünschte »transparente Zahlungsmittel« eingeführt werde. Ein weiteres vom Bundesfinanzministerium gefördertes Verfahren ist demnach das Bezahlen per Gesichtserkennung und GPS. Bei dem
neuen System kommen anstelle der beschriebenen NFC-Technik Geodäten zum Einsatz. Wenn ein Kunde ein Geschäft betritt, dann wird sein Bild auf dem als Kasse eingesetzten Tablet-Computer angezeigt. Der Verkäufer rechnet den Einkauf ab, indem er das Gesicht des Kunden mit dem Foto vergleicht. Die Bezahldaten sind dabei im System hinterlegt.

So müssen weder Mobiltelefon noch die klassische Geldbörse die Tasche verlassen. Der Bürger wird dann bei jedem Bezahlvorgang gläsern.

Geldscheine aus Plastik

Unterdessen erwägt die Europäische Zentralbank, die nächste Reihe der Euro-Geld-scheine aus Sicherheitsgründen auf Polymerbasis – also Kunststoff – zu drucken. In Australien und Kanada gibt es diese Plastikgeldscheine schon länger. Allerdings gibt es dort ein gewaltiges Problem: Das Geld klebt bei Wärme zusammen oder verschmilzt.

Und das schon bei geringen Temperaturen. Zumindest Kanadier und Australier sehnen sich nach dem guten alten Papiergeld zurück. Derweilen wird den Amerikanern, die ohnehin schon extrem viel mit Kreditkarten bezahlen, das Papiergeld mit einer fadenscheinigen Behauptung madig gemacht. Aggressive Pilze zersetzen jetzt angeblich Dollarscheine.

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nachzulesen bei JF 11-2013

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Geheimdienste: EU: Ferngesteuerte Bürger….Smart-Grid-Technologie – Intelligentes Stromnetz


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Es ist bekannt, dass Brüssel den Bürgern in Europa vorschreibt, welche Glühbirnen oder Duschköpfe sie verwenden dürfen.

Weniger bekannt ist, dass man Strom zu bestimmten Zeiten rationieren will.

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Die sozialistische Planwirtschaft ist das Gegenteil der freien Marktwirtschaft. Bei der Planwirtschaft wird nicht nach Bedarf (Nachfrage) produziert, sondern der Bedarf vorgegeben. Der russische Auslandsgeheimdienst SWR hat dazu einen interessanten Bericht verfasst.

Der SWR spioniert in Europa auf den Gebieten Politik, Wirtschaft, Technik und Wissenschaft. An seinem Sitz in Jassenewo im Süden von Moskau wurde Anfang 2013 ein Geheimbericht über die Zukunft der Energieversorgung der EU erstellt, über dessen Inhalt sich EU-Bürger wohl verwundert die Augen reiben dürften. Danach bereitet die EU in aller Stille bei der Stromversorgung der Bürger die Planwirtschaft vor.

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Die modernen Stromzähler, welche derzeit überall eingeführt werden, haben demnach eine geheime Funktion, von der kein Bürger etwas ahnt.

Vorübergehend vom Netz nehmen

Seit vielen Monaten schon werden überall in Europa in die Haushalte intelligente Stromzähler (»smart grid«) eingebaut. Sie dienen angeblich nur dazu, den Stromverbrauch zu senken und den Verbrauch automatisiert aus der Ferne ablesen zu können. Das ist die offizielle Seite. Doch der russische Auslandsgeheimdienst SWR berichtete jetzt über eine völlig andere Variante dieser neuen Technik in der EU.

In Brüssel arbeitet man demnach an einer neuen Energiespar-Richtlinie, wonach Haushaltsgeräte wie beispielsweise Waschmaschinen, Trockner, Gefriertruhen, Kühlschränke, Staubsauger, Warmwasserboiler, Musikanlagen und Heizlüfter mit fernsteuerbaren Schaltern ausgerüstet werden müssen, damit sie in Verbindung mit der Smart-Grid-Technologie vorübergehend ferngesteuert vom Netz genommen werden können.

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Weil die Stromnetze seit mehreren Monaten schon immer wieder durch Höchstlast vor dem Zusammenbruch stehen oder aber in manchen Städten auch schon zusammengebrochen sind, sollen die Netzbetreiber die Netze künftig stabilisieren dürfen, indem sie nicht lebensnotwendige Geräte in Privathaushalten jederzeit vorübergehend vom Netz nehmen können.

Bei der Industrie gibt es solche Vereinbarungen schon länger. Doch im Gegensatz zur Industrie sollen die Bürger weder vorgewarnt noch entschädigt werden, wenn ihre Geräte einfach wie von Geisterhand abgeschaltet werden. Der russische Auslandsgeheimdienst berichtet, dass die Verbraucher in der EU mit diesem Vorhaben künftig durch die »intelligenten Stromzähler« und die Smart-Grid-Technologie in energieintensiven Haushaltsgeräten rund um die Uhr überwacht und kontrolliert werden könnten.

Er weist in seinem Bericht jedoch darauf hin, dass man die neue Technologie auch als Laie relativ einfach austricksen könne. Sowohl die Stromzähler als auch die neue Smart-Grid-Generation der Haushaltsgeräte verfügen demnach über Infrarot-Wartungs-schnittstellen mit optischen Ausleseköpfen, welche man mit leicht im Internet zu beschaffender Software manipulieren könne. In dem Bericht heißt es zudem, dass man die meisten in der EU verwendeten intelligenten Stromzähler mithilfe eines starken Magneten vorübergehend ausschalten könne, ohne Spuren zu hinterlassen.

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Es gibt demnach Menschen da draußen, die ihre Stromkosten erheblich senken, indem sie immer dann, wenn starke Verbraucher wie Staubsauger oder Waschmaschine laufen, einen starken Magneten auf den Stromzähler legen – und ihn danach wieder entfernen. Die Pläne der Europäischen Union, den ferngesteuerten Stromverbraucher zu verwirklichen, scheinen demnach technisch nicht gut durchdacht zu sein. Darauf weist auch der russische Auslandsgeheimdienst in seinem interessanten Bericht hin.

nachzulesen bei Kopp-Exklusiv 09-2013

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Smart-Grid-Technologie = Intelligentes Stromnetz

Technik

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EINLEITUNG

Technik, Bezeichnung für die Menge aller Artefakte, Verfahren, Fertigkeiten, Hilfsmittel sowie theoretischer Kenntnisse, die in vielfacher und unterschiedlicher Kombination und Variation von Menschen angewandt werden, um die übrige Natur für ihre Zwecke zu verändern und umzugestalten und neuerdings auch den Menschen selbst zu verändern. In einer eingeschränkten Bedeutungsvariante versteht man unter dem Begriff Technik spezielle Anwendungen (Maschinentechnik, Bautechnik), oder es sind handwerkliche bzw. professionelle Fertigkeiten (z. B. Maltechnik, Dribbeltechnik, Spieltechnik, Vortragstechnik) gemeint.

Der Begriff stammt aus dem Französischen (technique) und leitet sich von dem griechischen Wort téchne ab, was so viel wie Kunstfertigkeit bedeutet. 1751 erschien der erste Band der Encyclopédie ou Dictionaire raisonné des sciences, des arts et des métiers. Im Titel wurde also noch der bis dahin in allen europäischen Sprachen übliche Ausdruck „Kunst” benutzt (im Deutschen etwa Kunstrad für Wasserrad, Künstler für Techniker, wobei oft eine Überlagerung mit dem Maschinenbegriff festzustellen ist). In den Auseinandersetzungen um die Herausgabe der schließlich weiteren 34 Bände bis 1781 tauchte der Begriff arts techniques auf, um verallgemeinernd die in großer Zahl in diesem Werk dokumentierten Erzeugungsmethoden der Gewerbe (arts) und Handwerke (métiers) zu bezeichnen, die potentiell als angewandte Naturwissenschaften gesehen wurden (science).

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TECHNOLOGIE

Frühe landwirtschaftliche Praktiken

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Dieses altägyptische Grabrelief (etwa 1400 v. Chr.) zeigt Arbeiter, die mit einfachen Hilfsmitteln Feldfrüchte ernten und Vieh hüten.
Brian Brake/Photo Researchers, Inc.

Neuerdings wird, vor allem von Politikern und Journalisten, auch der neben „Technik” unscharfe Begriff Technologie verwendet (Technologietransfer, Technologiepark, neue Technologien), um Modernität im Sinne systematischer Anwendung und Neuentwicklung von Technik zu signalisieren. Seitdem der Ökonom und Technologe Johann Beckmann seine Anleitung zur Technologie veröffentlichte (1777), war der Begriff schon einmal im Deutschen (bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts) präsent und bedeutete Gewerbekunde. Im Angloamerikanischen bezeichnet technology die „systematische Wissenschaft von den Techniken, Dinge herzustellen oder in Gang zu setzen” (Encyclopaedia Britannica, 1993). Hinter dieser Definition steckt ein von „Technik” verschiedenes gedankliches und kulturelles Konzept, das mit dem deutschen Begriff „Ingenieurwissenschaft” Überschneidungen aufweist. Technology bezeichnet, ähnlich wie das französische technologie, nicht nur die Summe der techniques, sondern gleichzeitig deren Verknüpfung, wissenschaftliche Überprüfung, Systematisierung, theoretische Durchdringung und Weiterentwicklung, die Wechselwirkung der techniques, von Theorie und Praxis. Im Deutschen interessieren im Begriffszusammenhang „Technik” dagegen stärker die Beziehungen zwischen dem technisch Handelnden, seinen Zwecken und der Veränderung des Objekts (außermenschliche Natur), wobei der Mensch als der Natur gegenüberstehend gedacht und nicht als Bestandteil der Natur betrachtet wird, aus der er letztendlich hervorging.

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TECHNIKGESCHICHTE

Boxkamera Brownie

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1888 brachte George Eastman die KODAK-Kamera auf den Markt, eine speziell für den Rollfilm entwickelte und einfach zu bedienende Boxkamera. Eastman verfolgte das Ziel, eine einfache und effiziente Kamera herzustellen, die für einen US-Dollar verkauft werden konnte. Als Ergebnis folgte 1900 die „Brownie”, ebenfalls eine Boxkamera, von der im ersten Produktionsjahr über 250 000 Stück verkauft wurden.
NMPFT/SSPL/The Image Works

Technisches Handeln war seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte ein wesentliches Element des Seins und Werdens vernunftbegabter Wesen. Zwei einschneidende Vorgänge, die Neolithische und die industrielle Revolution, haben diese Geschichte entscheidend gegliedert. Die Industrialisierung, die im 18. Jahrhundert in England begann, hat einen fundamentalen Wandel von Technik, ihrer Komplexität und des Verhältnisses von Mensch und Technik ausgelöst, die Welt agrarischer Gesellschaft von der Welt industrieller Gesellschaft geschieden. Diese Umwälzung, ihre qualitative Veränderung des Lebens und der menschlichen Gesellschaften, ist in ihrer Intensität und Wirksamkeit nur mit dem Prozess des Sesshaftwerdens der Menschen in der Neolithischen Revolution (5000 bis 3500 v. Chr.) vergleichbar.

Die Haupttätigkeit agrarischer Gesellschaften, Grundlage ihrer Herrschaftsbeziehungen, ihrer Kulturen wie ihres Wirtschaftens war die Bearbeitung und Pflege des Bodens und die Zucht domestizierter Tiere. Die erste wichtige Technikentwicklung sesshafter Gesellschaften seit etwa 3000 v. Chr. war der Pflug, der erhöhte Erträge der Feldarbeit möglich machte. Es folgten die Verbesserung von Faserpflanzen (siehe Fasern: Pflanzenfasern) und der Wollqualität (siehe Schafe: Wollschafe, Produktion) und schließlich – in der zweiten Hälfte 2000 v. Chr. – die Einführung des Webstuhls. Wachsende Kenntnis des Lebensraumes erlaubte das Auffinden und Gewinnen von Tonerden (3000 v. Chr.) und Erzen sowie die Verhüttung Letzterer, zuerst auf Kupfer (siehe Bronzezeit), ab etwa 1000 v. Chr. auf Eisen (siehe Eisenzeit). Die Herstellung von Keramik auf der Töpferscheibe verbesserte die Vorratshaltung, die Verarbeitung von Metallen führte zur Verbreitung elementarer Werkzeuge – Schere, Axt, Säge, Schaufel, Sense, Hacke. Die Handmühle erhöhte den Ausnutzungsgrad pflanzlicher Grundnahrungsmittel (Getreide, Ölfrüchte).

Entkörnungsmaschine für Baumwolle

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Diese 1793 erfundene Entkörnungsmaschine für Baumwolle wurde entwickelt, um die Baumwollfasern von Samen und anderen Fremdstoffen zu trennen.
THE BETTMANN ARCHIVE

Der Rahmen dieser Technikentwicklung waren die Hochkulturen mit großen befestigten Städten an den großen Strömen – zwischen Euphrat und Tigris, entlang Nil, Indus und Huang He (Gelber Fluss) – seit dem Ende des 4. Jahrtausends v. Chr. Die großen Flüsse ermöglichten die Bewässerung der landwirtschaftlichen Nutzflächen und damit eine Verstetigung der Produktion. Die Bewässerungssysteme – Kanalbauten und Wasserhebeanlagen – setzten rechtliche Regelungen voraus, also Schrift und Verwaltung. Als Verkehrswege und über die Bewässerungsanlagen wirkten die großen Ströme herrschafts- und strukturbildend.

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Spinnmaschine

Der Beginn der industriellen Revolution in Großbritannien wurde u. a. durch die Erfindung der Spinnmaschine stark beeinflusst. Das Photo zeigt die um 1767 von Sir Richard Arkwright, einem englischen Baumwollproduzenten, entwickelte Maschine. Arkwright meldete sie 1769 zum Patent an.
Dorling Kindersley

Die antiken Gesellschaften stellen eine Umorientierung der Raumbeherrschung von solchen Fluss-Systemen auf die ausgreifend durch Küstenschifffahrt beherrschbare Umgebung eines großen Binnenmeeres dar, ausgehend von weit fingerartig in die See hineinragenden Landmassen. Die notwendige Entwicklung von Schifffahrt und Militärtechnik führten zum Verständnis wesentlicher Maschinenelemente – Hebel, Schraube, Keil. Doch die Umsetzung derartiger Kenntnisse auf die landwirtschaftliche oder gewerbliche Technik blieb erstaunlich eingeschränkt. Römische Eroberer, die nach Ausbildung einer gesicherten Herrschaftsbasis in Italien tiefer und dauerhafter in das hinter den zunächst eroberten Küstenstrichen des Mittelmeeres liegende Land eindringen konnten als verschiedene noch auf Vorstöße beschränkte griechische Herrscher, ergänzten die Herrschaftstechnik durch ein Netz guter Straßen einschließlich Brücken. Die urbanen Eckpfeiler römischer Macht wurden durch aufwendige Wasserzuführungen und Fortifikationen (Befestigungen) versorgt und geschützt. Ähnlich umfangreich waren Wasserhaltungsmaßnahmen im Bergbau und beim Übergang zum Tiefbau (Edelmetalle und andere Metalle) erforderlich. Hier wurden mit tierischer und menschlicher Kraft Schöpfräder und (selten) bronzene Schwengelpumpen (Spanien) angetrieben.

Prähistorische Werkzeuge

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Menschen begannen vor etwa 12 000 Jahren mit dem Ackerbau. Die hier gezeigten Geräte sind etwa 8 000 Jahre alt. Die Axt (unten) wurde zum Roden verwendet; Feuersteinsicheln (links) dienten zur Getreideernte; mit einem großen flachen und einem runden Stein (Mitte) wurde Mehl gemahlen; und durchlöcherte Tonscheiben (oben rechts) wurden vermutlich genutzt, um Brotöfen zu belüften.

Dorling Kindersley

Besonders auffällig ist die relative Sterilität der Entwicklung antiker Technik, ihre Beschränkung auf Anwendungen, die mit der Beherrschung weitläufiger Räume in Zusammenhang stehen (Bewässerungs- und Kommunikationssysteme, Transport, Verwaltung, Befestigung und Belagerung), wenn sie mit dem produktionstechnischen Formenreichtum des europäischen Mittelalters verglichen wird. Ab dem 11. Jahrhundert mehrt sich das Zeugnis von neuen Werkzeugen und Verfahren zur verbesserten Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte, insbesondere aber nun auch zu deren gewerblicher Weiterverarbeitung. Solche produktivitätssteigernden Neuerungen waren das verbesserte Zuggeschirr, die Kombination von Rad und Trage zur Schubkarre, der Räderpflug, der schwere Pflugformen erlaubte und damit tiefer gehende Durchmischung des Bodens und höhere Erträge ermöglichte. Erst jetzt traten Wassermühlen in großer Zahl auf, die aus römischer Zeit nur vereinzelt aus militärischem Kontext bekannt waren (Barbegal-Mühlen für die Versorgung einer Legion bei Arles). Das Domesday Book verzeichnete 1086 für England südlich des Severn eine Mühle auf 50 Haushalte. Kurbel, Nockenwelle und Kammradgetriebe erlaubten eine breit gefächerte Anwendung der Mühlen (siehe Windmühlen; Wasserkraft), die Verarbeitung unterschiedlichster landwirtschaftlicher Produkte wie auch den Einsatz für gewerbliche Zwecke (Erzaufbereitung und -verhüttung, Metallbereitung und -bearbeitung, Holzzuschnitt, Tuchherstellung und -veredelung). Neben der bemerkenswerten Praxisorientierung und ihrer starken Verallgemeinerung beeindruckt an der mittelalterlichen Technik Europas ihre Fähigkeit, technische Impulse aus anderen Teilen der Welt aufzunehmen und zu adaptieren. Für das ausgehende Mittelalter können keine zwingenden Ursachen dafür ausgemacht werden, dass unbedingt Westeuropa zum Ausgangspunkt entscheidender produktionstechnischer Umwälzungen werden sollte. China (Metallproduktion, Textilgewerbe, Schiffbau) und die islamischen Länder (Wasserbaukunst, Wasserkraftmaschinen, Damaszenerstahl, Papier, Magnetkompass, Mathematik, Medizintechnik) standen in ihrem technischen Potential mitnichten zurück, sie waren in manchen wichtigen Belangen sogar überlegen (Eric L. Jones).

Was die agrarischen Gesellschaften, von den alten Hochkulturen an den großen Strömen, über die klassische Antike bis in das Mittelalter, bei aller kulturellen Vielfalt und Unterschiedlichkeit verband, war die unlösbare Abhängigkeit vom Ertrag ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit. Dadurch wurden fast alle Erwerbsfähigen in die Produktion eingebunden, so dass nur sehr wenige Menschen dauerhaft für die Ausübung anderer Tätigkeiten abkömmlich waren – Herrschen, Verwalten, Analysieren (Ernst Pitz). Landwirtschaftlicher Ertrag und Bevölkerungszahl standen in solchen statischen Gesellschaften in einem engen Zusammenhang. Diese starre Kopplung wird nach dem englischen Ökonom des 18. Jahrhunderts, Thomas Malthus (1766-1834), als malthusianische Konstellation bezeichnet. Deren schrecklichstes äußeres Anzeichen war die häufige Wiederkehr von Hungerkrisen, wenn klimatische oder soziale Katastrophen (z. B. Kriege) den normalen Rhythmus der Nahrungsmittelproduktion unterbrachen.

Laterna Magica

Smart-Grid-Technologie

Die Laterna Magica wurde im 17. Jahrhundert erfunden. Mit ihr ließen sich auf Glas gemalte Bilder auf eine Leinwand projizieren.
Dorling Kindersley

Die Überwindung der malthusianischen Konstellation und der Übergang zu einem sich selbst tragenden Wirtschaftswachstum in Europa bedurften einer Neuordnung der Grundwerte und der Sozialbeziehungen insgesamt, deren Kern die Wirtschaftsform des Kapitalismus war. Erst dieser Neuordnung konnten neue technische Lösungen folgen, die eine Reaktion auf diverse Nachfragestimulationen darstellten. Im Unterschied zu früheren auf den Boden oder auf Personen bezogenen Wirtschaftsformen wurden im Kapitalismus alle verhandelbaren Leistungen und Produkte über den gemeinsamen Nenner des Geldes vergleichbar gemacht (siehe Max Weber). Allgemein waren nun die Effizienz von Herstellungsprozessen, die Qualität angebotener Waren oder Dienstleistungen messbar, wurden Vorausplanung und Erfolgskontrolle wirtschaftlichen und technischen Handelns sowie die Reaktion auf Angebot und Nachfrage möglich. Damit wurde Akkumulation (siehe Karl Marx) zur Triebkraft der wirtschaftlichen Entwicklung, bestimmte den Einsatz und die Entwicklung von Technik. Ort der Akkumulation wurde die Stadt, Nährboden der Gewerbe und des Handels. Handel wurde zum Hauptmittel des Akkumulierens, verbreitete die Mentalität kapitalistischen Wirtschaftens und wies als weiträumiger Agrarhandel erstmals auf Möglichkeiten der Überwindung der malthusianischen Konstellation.

Prähistorische Gegenstände

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Eine Auswahl prähistorischer Gegenstände: Links oben im Bild Getreidekörner und dunkle Beeren, darunter ein gezacktes Messer aus Knochen sowie verschiedene Pfeile. In der Mitte zwei Steinäxte, die wahrscheinlich unterschiedlichen Zwecken dienten. Im rechten Bildbereich sind verschiedene Werkzeuge zur Erzeugung von Feuer zu sehen.
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Agrarhandel wurde im ausgehenden Mittelalter vor allem eine Sache der Anrainer der befriedeten nordeuropäischen Hausmeere, der Nord- und Ostsee, wo er mit kontinuierlich verbesserten Lastschiffen abgewickelt werden konnte (günstiges Verhältnis von Nutzlast, Besatzung und Baukosten). In den nordwesteuropäischen Küstengebieten erlaubte die Ernährung eines großen Teiles der Bevölkerung aus den baltischen Kornkammern (mehr als ein Viertel des in Holland verbrauchten Getreides stammte gegen Ende des 16. Jahrhunderts aus Polen) eine stärkere Konzentration auf intensivere Formen der Agrarwirtschaft und außerlandwirtschaftliche Tätigkeiten. Hierzu zählten vor allem das Textilgewerbe (Spinnrad, Trittwebstuhl) und im Anschluss daran die Seifenproduktion (Kochen von Tierfett in einer stark alkalischen Lösung) für die Gewebereinigung (erster in England ausschließlich mit Steinkohle betriebener Produktionszweig), die Drahtzieherei, die mit dem Seehandel zusammenhängende Gewerbe des Schiffbaues, die Seilerei und die Herstellung von Fässern sowie anderer Transportbehälter aus Holz. Dadurch entstanden in Holland, Flandern und Südengland Spielräume für eine dynamische Entwicklung von Handel und Gewerbe, den Grundlagen frühkapitalistischen Wirtschaftens. Ähnliche Ansätze zeigten sich in den norditalienischen und oberdeutschen Städten. Letztere investierten die im Textilverlag und -handel erwirtschafteten Erträge seit Mitte des 15. Jahrhunderts mit außerordentlichem Erfolg in die Produktion von Metallen (Übergang zum Tiefbau mittels Wasserkraftmaschinen, Gebläse-Hochofen). Im 17. Jahrhundert gingen die oberdeutschen Städte, spektakuläre Beispiele frühkapitalistischer Akkumulation immensen Reichtums (Fugger, Welser), in der Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) unter. Dies isolierte auch Norditalien von der Entwicklung in Nordwesteuropa.

Funktionsweise einer Dampfmaschine

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Erste Dampfmaschinen wurden zwar schon um 1690 entwickelt, doch erst 70 Jahre später gelang es James Watt, ein für den industriellen Einsatz verwendbares Modell vorzustellen.
Dorling Kindersley

Seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde Europa also mit einem Netzwerk frühkapitalistischer Inseln – Städte, montane und textilgewerbliche Regionen (siehe Textilindustrie) – und Beziehungen überzogen, in dessen Gewebe die kommerziellen Instrumente kapitalistischen Wirtschaftens entstanden: Versicherungen (im holländischen Seehandel), Aktiengesellschaften (Bergbau, Fernhandel), Banken zur Sammlung und Zwischenlagerung von Geldkapital. Die Verbreitung der Techniken der Papierherstellung und des Buchdruckes (siehe Drucktechnik: Buchdruck) waren die Reaktion auf den Zwang zur Schriftlichkeit. Wichtigste Voraussetzung wurde ein verlässliches, durch eine starke Staatsgewalt geschütztes Rechtssystem.

Auf der Basis hoch entwickelter Schiffskonstruktion (hochseetüchtiger Rumpf und Takelage, die ein Kreuzen gegen den Wind erlaubte – siehe Segeln), Schiffsausrüstung (Kompass, Quadrant) und Geschütztechnik (überlegen vor allem im Küstengefecht) wandten sich quasistaatliche Unternehmen aus den frühkapitalistischen Regionen im 15. Jahrhundert dem Fernhandel zu. Die Ladekapazität der schwer bewaffneten, größtenteils mit Proviant und Wasser für lange Seereisen voll gestopften Karavellen (siehe Schiff und Schiffsbau) war gering. Wirtschaftlich sinnvoll ließen sich mit ihnen nur hochwertige Güter transportieren (Edelmetalle, Gewürze), die aber meist nur mit Waffengewalt zu beschaffen waren. Der Überseehandel mit Amerika und Asien erhielt daher ein für die betroffenen Regionen verheerendes Gepräge, nahm die Form von Raubzügen an. Aufwand und Ertrag dieser Expeditionen wurde von vornherein in Geld gemessen. Zeitgenossen schätzen den Profit der ersten Indienfahrt Vasco da Gamas auf 600 Prozent. Amerikanische Edelmetalle wurden gegen südostasiatische Luxusgüter getauscht (Seide, Porzellan, Gewürze): Der von den Spaniern geprägte mexikanische Silber-Real war an den chinesischen Küsten um 1600 ein anerkanntes Zahlungsmittel.

Computergesteuerte Spinn- und Webmaschine

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Computer überwachen und steuern heute moderne Spinn- und Webmaschinen, in denen aus den Fasern Faden und Stoffe entstehen.
Mark Antman/Phototake NYC

Die Wegbereiter der Kolonisation (siehe Kolonien und Kolonialismus) schufen, ausgehend von den ersten Handelsstationen, Exklaven kapitalistischer Wirtschaft, in die Menschen strömten, die den Besitz- und Personenverhältnissen des europäischen Feudalismus den Rücken kehren wollten. Effiziente Ausbeutung der vorgefundenen Reichtümer war ihr Ziel. Konnte man sich nicht direkt in den bereits fließenden Edelmetallstrom einschalten, so nahm man sich Land, um es so intensiv wie möglich landwirtschaftlich zu nutzen. Fehlten dafür die Arbeitskräfte, wurden sie als Sklaven herbeigeschafft (siehe Sklaverei). Damit entwickelte sich ein neues Feld frühkapitalistischen Handels. Die intensive, zuerst karibische, dann amerikanische Plantagenwirtschaft mit neuen Pflanzenarten (Zuckerrohr aus Asien, Tabak, Baumwolle), die so entstand, wurde Erprobungsfeld und Vorbild des Agrarkapitalismus, der wenig später in Europa den endgültigen Übergang in das Industriezeitalter ermöglichte. Es ist umstritten, warum dieser Übergang gerade in England begann. Einer der wesentlichen Gründe dafür dürfte gewesen sein, dass hier die Kontinuität zwischen den im 16. und 17. Jahrhundert herausgebildeten Formen kapitalistischen Wirtschaftsformen in Handel, Gewerbe und Landwirtschaft nicht aufgelöst wurde, anders als in Kontinentaleuropa, das sich im Dreißigjährigen Krieg selbst zerfleischte.

Die Entwicklung des Agrarkapitalismus im 17. Jahrhundert in Nordwesteuropa setzte eine wachsende Zahl von Arbeitskräften frei, was diese meist in große persönliche Not stürzte. Der Agrarkapitalismus löste alte Besitzverhältnisse auf, führte zu einer Spezialisierung der Produktion (Einhegungen, Schafszucht, Weizen, Gerste, Hafer) auf der Basis von Lohnarbeit und erlaubte England die Entwicklung zum Getreideexporteur. Anknüpfend an lange Traditionen im Textilsektor (siehe Textilindustrie), entwickelte sich in Gegenden starker ländlicher Arbeitslosigkeit ein Verlagswesen, das jenen Beschäftigung gab, die in der Landwirtschaft keine Lebensgrundlage mehr fanden. Ländliches Verlagshandwerk und kommerzialisierte Landwirtschaft stützten sich gegenseitig. Fruchtwechselwirtschaft und intensivere Bodennutzung durch Einführung außereuropäischer Pflanzen (Mais, Kartoffel) gaben der Rationalisierung des Landbaues zusätzliche Impulse. Der starre Zusammenhang zwischen Agrarfläche und Bevölkerungszahl schien erstmals gebrochen. Die Landwirtschaft war zum ersten Mal in der Lage, mehr Menschen zu ernähren, als sie Arbeitskräfte benötigte – in England um 1650 etwa doppelt so viele.

Mit wachsender Nachfrage geriet das Verlagswesen mit sich selbst in ökonomischen Konflikt. Mit zunehmender räumlicher Ausdehnung der in die Verlagsproduktion einbezogenen Landstriche kehrten immer weniger vom Unternehmer gelieferte Vorprodukte in die Manufaktur zurück, ließen sich Subunternehmer und die Qualität des Endprodukts immer schwieriger kontrollieren. Der Unternehmer verlor die Kontrolle über den Produktionsprozess. Als einzige Lösung bot sich die Konzentration der Herstellung an. Muster hierfür waren die seit dem 15. Jahrhundert entstandenen Manufakturen zur Herstellung von Luxusartikeln und Waffen. Ergab sich deren Wirtschaftlichkeit aus dem hohen Wert des Endprodukts, musste die Textilmanufaktur ihre Wirtschaftlichkeit über die Massenproduktion ihres Erzeugnisses suchen, zum Maschinenbetrieb übergehen und so die zuvor von vielen Arbeitskräften erbrachte Arbeitsleistung auf kleinsten Raum konzentrieren (siehe Automatisierung). Eine Maschine, die so filigrane Tätigkeiten wie das Drehen und Nachfüllen der Spindel, das Einstellen der richtigen Fadenspannung, die Bewegung des Webstuhls und das Durchschießen des Weberschiffchens übernahm, erledigte diese Aufgaben nicht nur immer schneller, sondern erbrachte auch noch bessere Resultate als die Handarbeit (siehe Webmaschine). Die Spirale der Industrialisierung begann sich mit wachsender Geschwindigkeit zu drehen.

Wirtschaftliches Handeln wurde im Verlauf der industriellen Revolution mit technischen Mitteln so grundlegend umgestaltet, dass nun ein Durchbrechen der malthusianischen Konstellation möglich wurde. Es kam zu einer welthistorisch einmaligen Dynamisierung des Wirtschaftswachstums. Ein zwar nicht quantitativ, aber strategisch entscheidender Schritt war die Entwicklung von (Werkzeug-)Maschinen zur Herstellung von Maschinen (Akos Paulinyi). Mit diesen Vorrichtungen konnten nicht nur die Dinge des alltäglichen Bedarfs schneller und billiger hergestellt werden. Insbesondere die maschinelle Produktion von Werkzeugmaschinen verhinderte Fehler, die bei manueller Fertigung entstanden. Da in Maschinen rotierende Bewegungen eine Schlüsselrolle spielen, wurde die Drehmaschine zum entscheidenden Instrument für die Maschinisierung der industriellen Revolution.

Thermische Kraftmaschinen lösten die geographischen Fesseln der gewerblichen Produktion an den Ort der Wasserkraft; Verhüttung von Eisenerzen mit Koks erlaubte eine rasche Steigerung der Eisenproduktion (siehe Eisen und Stahl). Wiederum brachte England hier besonders anregende geographische Voraussetzungen mit. Seine Waldarmut hatte schon früh staatliche Verordnungen bewirkt, die zum Brennen, Backen, Brauen, Schmieden und zur Glasherstellung auf Steinkohle als Brennmaterial verwiesen. Da die englischen Steinkohlelagerstätten relativ oberflächennah sind und an zahlreichen Stellen Flöze zutage traten, war auch die Förderung relativ einfach zu bewerkstelligen. Als bei wachsender Nachfrage der Steinkohlebergbau zum Tiefbau überging, benötigte er zur Wasserhaltung Kraftmaschinen. Der Bergbau entwickelte sich so zum ersten „Nachfrager” nach Dampfmaschinen und konnte wegen der fast kostenfreien Brennstoffversorgung (Abfallkohle) auch mit zunächst sehr wirkungsarmen atmosphärischen Maschinen etwas anfangen. Er wurde so zum Exerzierfeld für die Entwicklung der industriellen Dampfmaschine und zum größten Ansatzfeld für eiserne maschinelle Ausrüstungen. Kunstwasserstraßen sowie (zu zwei Drittel hölzerne) Schienenwege (2 000 Kilometer in England um 1800, siehe Eisenbahn) als lokale Zubringer vermittelten in Großbritannien seit dem 17. Jahrhundert den Austausch und Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse, gewerblicher Waren und schließlich industrieller Produkte. 700 Kilometer öffentliche „iron railways” waren Voraussetzung für die Einführung der Dampfmaschine auf Rädern. Seit etwa 1800 verbreitete sich der Begriff Eisenbahn in allen europäischen Sprachen für das Rad-Schiene-System.

England wurde im 19. Jahrhundert zur Werkstatt der Welt, Ziel der staatlich organisierten Industriespionage Kontinentaleuropas (Frankreich, Preußen, Österreich-Ungarn). Mit der industriellen Revolution begann eine grundsätzlich neue Epoche der Kulturgeschichte der Menschheit. Der Ausbruch aus der malthusianischen Konstellation (siehe oben) zeigte sich tatsächlich in einer noch nie dagewesenen drastischen Bevölkerungszunahme, die mit massenhafter Landflucht einherging. Beides zusammen verursachte eine revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft und ihrer Reproduktionsformen. Eisenbahnen, Seeschifffahrt und neue Kommunikationssysteme (Telegraphie, Telefon, Funk) ließen die geographischen Räume in der Wahrnehmung der Menschen schrumpfen (Wolfgang Schivelbusch). Die nationale Orientierung der Kommunikations- und Transportnetze unterstützte die Herausbildung von Nationalstaaten, die gleichsam als Holdinggesellschaften die Randbedingungen der eigenen Industrialisierung steuerten. Wirtschaftliches Wachstum und industrielle Stärke wurden zur Bedingung und Gewähr politisch souveräner Staatlichkeit.

Mit der zunehmenden Bedeutung der Chemie und der Elektrotechnik traten gegen Ende des 19. Jahrhunderts großtechnische Prozesse in den Vordergrund der Entwicklung der Produktionstechnik. Mit dem 1. Weltkrieg erlahmte die Schubkraft der Schwerindustrie für die Dynamik des Wirtschaftswachstums. Mechanisierung und Automatisierung, Massenproduktion mit austauschbaren Teilen, Normierung und Typisierung erlaubten in der Zwischenkriegszeit einen außergewöhnlichen Rationalisierungsschub. Dieser Schub machte sich zuerst in den USA bemerkbar, wo die Produktion im 1. Weltkrieg einer schonungslosen Analyse unterworfen wurde (Waste in Industry). In der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre war der Schub auch in Europa zu verzeichnen. Damit verbilligten sich viele Güter und Dienstleistungen und wurden immer größeren Bevölkerungsgruppen zugänglich. Diese Entwicklung offenbarte sich vielleicht am deutlichsten in der Automobilisierungswelle in Europa nach dem 2. Weltkrieg.

Mit der Errichtung großflächiger Stromversorgungsnetze wurde anderen Energieträgern als der Steinkohle der Absatzmarkt eröffnet. Der Bau leistungsfähiger Straßenverkehrsnetze beendet die monopolistische Stellung der Eisenbahnen auf dem Transportsektor (siehe Verkehr). Solche infrastrukturellen Netzwerke wurden im 20. Jahrhundert entscheidend und gestaltend für die weitere Technikentwicklung (Internationalisierung, Teamwork) sowie zur Voraussetzung der „Industrialisierung” des Dienstleistungssektors. Die absehbare Integration von Telekommunikation, Informationsverarbeitung und Unterhaltungselektronik wird diese Tendenzen weiter verstärken.

In der Landwirtschaft wurden die Voraussetzungen für die Entkopplung von Bevölkerungswachstum und Arbeitsaufwand geschaffen, ohne die ein wachsender und schließlich dominierender Einsatz der frei werdenden Arbeitskräfte in industrieller Tätigkeit nicht möglich gewesen wäre. Mussten in der vorindustriellen Gesellschaft über 80 Prozent der Erwerbstätigen die Ernährung der Gesellschaft sichern, vollbrachten dies 1995 in den westeuropäischen Industriestaaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Beneluxländer etwa 2,5 Prozent der arbeitenden Bevölkerung. Die verbleibende Anzahl der Bevölkerung ist jedoch nicht in der Güterproduktion tätig und war dies auch während der gesamten Phase der Industrialisierung nicht. Je produktiver die industrielle Güterherstellung wurde – und dazu ist sie unter den Bedingungen des Weltmarktes bei Strafe des Untergangs am jeweiligen Standort verurteilt –, desto mehr Menschen konnten sich dem Dienstleistungssektor zuwenden. Hinsichtlich der Strukturprobleme der alten schwerindustriellen Reviere ist daher von De-Industrialisierung die Rede. Es darf aber bezweifelt werden, ob mit der unbestrittenen Verschiebung der gesellschaftlichen Arbeit aus der Güterproduktion in die Dienstleistungen tatsächlich eine De-Industrialisierung verbunden ist. Denn inzwischen haben doch fast alle Dienstleistungen selbst industriellen Charakter angenommen, insofern sie industrielle Güter, Vorleistungen und Infrastrukturen einsetzen (Ulrich Wegenroth).

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TECHNIKPHILOSOPHIE

Arnold Gehlen

Smart-Grid-Technologie

Die anthropologische Grundannahme des Soziologen und Philosophen Arnold Gehlen basiert auf der Annahme, dass der Mensch aufgrund seiner „Instinktausstattung” ein „Mängelwesen” sei. Um sozial leben zu können, müsse daher der Mensch sich Institutionen schaffen, die ihn lenken und führen. In seinem Spätwerk untersuchte Gehlen die moderne Industriegesellschaft unter sozialpsychologischen Aspekten.
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Komplexität (etwa von Kernkraftwerken, siehe Kernenergie), die Internationalität (z. B. beim Bau einer Ariane-Rakete oder des Airbusses; siehe Europäische Weltraumorganisation; Luftfahrt) und die Vernetzung technischer Systeme (Telekommunikation, Transportwesen, Verkehr) greifen seit der industriellen Revolution und heute stärker den je in die Privatsphäre des Einzelnen und in die wirtschaftlichen Interessenlagen verschiedener Industriezweige ein, so dass Technik, ihre Anwendung und Entwicklung immer stärker unter Rechtfertigungs- und Erklärungsdruck geraten sind.

Die wichtigsten Philosophen der industriellen Revolution, Karl Marx, Max Weber und Émile Durkheim (von denen sich keiner als Technikphilosoph bezeichnet hätte), hatten sich vor allem für die Aspekte der Aneignung der außermenschlichen Natur mittels Technik, der Vergegenständlichung des handelnden Menschen in den Produkten seiner Arbeit, das Eigentum an den technischen Produktionsmitteln und die gesellschaftliche Teilung der Arbeit mit technischen Maßnahmen interessiert. Aus der Totale des Positivismus (an den exakten Naturwissenschaften orientiertes Methodenideal, das die Gültigkeit menschlicher Erfahrungen auf ihre Messbarkeit an überprüfbaren Tatsachen beschränkt), dessen wichtigster Theoretiker, Auguste Comte, glaubte, dass mit ihm endlich ein sicheres, naturwissenschaftlich-technisches Fundament menschlicher und gesellschaftlicher Entwicklung gefunden sei, war es nur ein kurzer Schritt, Technik als Vehikel des „Willens zur Macht” auszumachen (siehe Friedrich Nietzsche). Der 1. Weltkrieg, von den Zeitgenossen als erster technischer Krieg der Menschheitsgeschichte bezeichnet, setzte der ungebrochenen Technikeuphorie der Industrialisierung ein Ende. Kritische Fragen nach dem Sinn und den Grenzen von Technik, wie sie etwa Walter Benjamin stellte, wurden sowohl von kommunistischer Seite (wo solche Überlegungen der forcierten Industrialisierung der Sowjetunion und der Zwangskollektivierung der Landwirtschaft im Weg standen) als auch vor allem aus den Reihen der sich formierenden konservativ-nationalistischen Bewegungen der Zwischenkriegszeit verdrängt.

Letzteren galt Technik als identitätsstiftende nationale Kulturleistung und Medium irrationaler völkischer Selbsterlösung (Oswald Spengler), als übermächtiges Seinsgeschick (Martin Heidegger, Gabriele D’Annuzio), als biologisch notwendige Überlebensstrategie des menschlichen Mängelwesens (Arnold Gehlen) oder als überflüssiger Luxus des menschlichen Kulturwesens (José Ortega y Gasset). Wesentliche Kritik an solchen Positionen kam von der Frankfurter Schule, die zum einen die ideologischen Zielsetzungen industriekonservativer und faschistischer Technikphilosophie herausarbeitete (Jürgen Habermas) und verdeutlichte, dass die konkrete Phantasie des Menschen die in der Natur und seiner jeweiligen technischen Tradition angelegten Potentiale je nach den umgebenden gesellschaftlichen Zielsetzungen sehr verschiedenartig ausschöpfen kann (Ernst Bloch).

Mit dem Ende des schwerindustriellen Zeitalters begannen englischsprachige Autoren in den sechziger Jahren erneut die Ziele und Grenzen von Technik aus historischer Perspektive zu hinterfragen (Bertrand Russell, Lewis Mumford, David S. Landes). Das Entstehen der Anti-Atomkraftwerk-Bewegungen in Westeuropa, in denen sich ein neuer Technik-Skeptiszismus offenbarte, löste Mitte der siebziger Jahre eine starke Reaktion der akademischen Philosophie aus (Friedrich Rapp, Walter Zimmerli, Günter Ropohl). Gleichzeitig entstand um die Nichtgleichgewichts-Thermodynamik und die naturwissenschaftliche Chaostheorie (Ilya Prigogine, Manfred Eigen) herum erstmals eine populärwissenschaftliche Technikphilosophie-Bewegung, die sich über Volkshochschulkurse, alternative Arbeitsgruppen und das Internet ausbreitete.

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