Zum Tod von Walter Ruthard


Liebe Frau Rohrbach,

vielen Dank für Ihre Antwort.

 

Als ich als politischer Gefangener der BRD im Gefängnis saß, hatte Walter Ruthardimage mit mir per Brief von Kanada aus Kontakt aufgenommen. Wir schrieben uns dann regelmäßig. Er erzählte mir von seiner aus dem Sudetenland vertriebenen Frau Herta und von ihrem Einsatz um die Erinnerung an die durch den Vertreibungsvölkermord verlorene Heimat nicht nur so vieler Deutscher, sondern des ganzen Deutschen Volkes. Denn dieses Verbrechen wurde dem ganzen Deutschen Volk angetan – und das himmelschreiende Unrecht dauert fort. Bis zu dem Tag, da die uns geraubten Gebiete zurückkehren werden zum Deutschen Reich. – Und dieser Tag wird kommen!

Walter Ruthard hatte sich ganz dem Einsatz für das Heil, das Heilwerden des Deutschen Reiches und Volkes verschrieben, und dieser sein Einsatz soll nicht umsonst gewesen sein. Er ist es auch nicht, denn ein solcher Einsatz trägt seinen höchsten Wert bereits in sich, noch vor dem Erreichen des eigentlichen Ziels – er macht einen Menschen zum Deutschen Menschen, so wie die Blüte die Blume zu dem macht, als das sie gedacht und geschaffen ist, zu sein.

Walter Ruthard war – für sein Deutschland – zu einer solchen Blüte geworden. Diese Blüte trug Frucht und Samen zu weiterem Wirken für Deutschland, mit seiner Tochter Sonja und ihrer Weltnetzseite „Wintersonnenwende“.

Wir werden zusammen sein im heilen Reich, Walter Ruthard!

 

Über Länder, Grenzen, Zonen hallt ein Ruf, ein Wille nur,
Überall wo Deutsche wohnen, zu den Sternen dringt der Schwur:

Niemals werden wir uns beugen, nie Fremdherrschaft für Recht anseh´n.

Deutschland, Deutschland über alles – und das Reich wird neu ersteh´n!

Schlesien uns von Gott gegeben, deutsch-germanisch Heimatland;

Kunst, Kultur und Wirtschaft weben seit Jahrtausenden ein Band.

Der Geschichtslauf wird sie richten, die das Schlesierland geraubt.

Unser Volk wird nie verzichten, weil´s an alte Rechte glaubt.

Deutsch sind Herz und Hirn und Hand, und dennoch ist´s gescheh´n,

Daß Ostpreußen, du deutsches Land, konntest in die Hand des Feindes übergeh´n.

Seit über 70 Jahren geknechtet, verblutest du jeden Tag ein wenig mehr,

Lumpen haben dich entrechtet, doch wir geben dich niemals her!

 

Rechte und Gesetzesbande sind zerstört unter fremdem Joch,

Darum heißt´s im Memellande: Brüder sagt, wie lange noch?

Was auch immer mag geschehen, was auch immer kommen mag:

Laßt uns treu zusammenstehen – Memelland, es naht der Tag!

Ob Breslau, Thorn und Danzig; ob Posen, Gleiwitz und Stettin;

Ob Eger, Bromberg und Karlsbad; ob Bozen, Königsberg und Wien –

Alle sind sie deutsche Städte und sie liegen im deutschen Land,

Geraubt durch Verbrecherhände, geschändet jeder deutsche Stand.

Dieser Krieg ist nicht beendet, er tobt noch immer fort;

Heut´ ist die Waffe unsres Feindes der Überfremdungs-Völkermord.

Doch wir werden kämpfen, bis das Reich wird neu erblüh´n,

Und wir mit unsren Fahnen durch ein wieder deutsches Deutschland zieh´n.

Drum über Länder, Grenzen, Zonen hallt ein Ruf ein Wille nur;

Überall wo Deutsche wohnen, zu den Sternen dringt der Schwur:

Niemals werden wir uns beugen, nie Fremdherrschaft für Recht anseh´n.

Deutschland, Deutschland über alles – und das Reich wird neu ersteh´n!

Niemals werden wir uns beugen, die BRD für Recht anseh´n.

Deutschland, Deutschland über alles – und das Reich muß neu ersteh´n!

 

(Der Liedtext wurde von mir an wenigen Stellen leicht abgeändert und um eine neue Strophe ergänzt.)

Herzliche Grüße aus Nürnberg nach Kanada!

Gerhard Ittner

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Lieber Herr Ittner,

In Bezug Ihrer Frage an Alfred Schäfer und die e-post Antwort die Sie von „cerberus“ erhielten; nehme ich mir die Freiheit Ihre Frage zu beantworten:

Es war ein Schock als die traurige Nachricht des plötzlichen Tod von Walter Ruthard bekannt wurde. Sein Tod hinterläßt eine große Lücke, er war ein unermüdlicher „Kämpfer“, seine Frau Herta leidet sehr, so wie ich höre waren sie unzertrennlich; „ein Herz und eine Seele“, Herta’s  und Tochter Sonja’s Gedenken in dem unteren Link sagt alles was sie empfinden. Es kommen einem die Tränen wenn man es liest und nachfühlt was sie empfinden.

Herta ist bekannt für ihre tiefsinnigen Gedichte und Artikel,  Tochter Sonja ist auch bekannt für ihre web site.
Leider habe ich Walter, Herta und Sonja nie persönlich kennen gelernt, ich war mit Walter nur ab und zu in e-post Kontakt. Viele meiner gleichgesinnten Freunde kannten sie sehr gut, und alle leiden unter dem Verlust, Walter hinerläßt eine große Lücke.

Ich hoffe ich habe Ihre Frage beantwortet.

Liebe Grüße
Rosemarie

Sonja’s und Herta’s  „Gedenken“
http://www.thomasfuneralhome.ca/obituaries/Walter-Ruthard?obId=1580071#/celebrationWall

Artikel von Herta Ruthard
https://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/english/archives/sginferno/sgi01.html

Gedicht von Herta Ruthard,  es ist herzzerbrechend (mein Mann, Berthold Franz Gabriel, war auch mit seiner Familie aus dem Sudetenland vertrieben, er war 1942 in Deutsch Liebau geboren, und tragisch in 2009 gestorben) Karl Heissler, auch mit seiner Familie aus dem Sudetenland vertrieben, arbeitet momentan an Nr. 6 seines Dokumentarfilmes „Heimat“  in dem er die Entwicklung von Hunderten von Jahren bis zur Vertreibung in historischer Genauigkeit  beschreibt…

Spannende Vortragsveranstaltung mit Ursula Haverbeck durchgeführt


 

Gut gefüllt waren die Plätze am Freitagabend (7. April 2017) bei einer Vortragsveranstaltung in Dortmund, zu welcher die bekannte Revisionistin Ursula Haverbeck   begrüßt werden konnte. Haverbeck steht wegen kritischer Äußerungen zur deutschen Geschichte regelmäßig auf Kriegsfuß mit den Gesinnungsparagraphen, insbesondere § 130 StGB (Volksverhetzung).

Neben Horst Mahler ist die 88-jährige Dame eines der prominentesten Beispiele für die eingeschränkte Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik. Umso erfreulicher war es deshalb, die mutige Kämpferin für das freie Wort, die trotz ihres hohen Alters keine Mühen scheut, für ihre Überzeugungen einzutreten, in Dortmund zu begrüßen.

Vortrag schafft Übergang von historischen Themen zur Gegenwart

In ihrem etwa zweistündigen Vortrag ging Haverbeck zunächst auf ihre Jugend ein und berichtete unter anderem über ihre Erfahrungen im dritten Reich, welches sie als Kind miterlebte – wenig verwunderlich, wichen die Schilderungen von Frau Haverbeck deutlich von der offiziellen Geschichtsschreibung ab, welche bereits Kleinkindern in der Bundesrepublik gebetsmühlenartig eingeimpft werden soll.

Im zweiten Teil ihres Vortrages setzte sich Haverbeck mit den aktuellen Justizpossen gegen Nationalisten, in diesen Tagen insbesondere die traurigen Ereignisse um Horst Mahler, der erneut wegen Meinungsdelikten eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren antreten soll, auseinander.

Jene Repressionen sind es aber, so Haverbeck, die zeigen, wieviel Angst die Herrschenden vor Menschen haben, die sich ihre Stimme nicht verbieten lassen. Haverbeck selbst weiß wohl am besten, wie es sich anfühlt, für eine Gesinnung verfolgt zu werden: Trotz ihres hohen Alters, sind zahlreiche Gerichtsverfahren gegen die Dame anhängig, auch Haftstrafen wurden bereits ausgesprochen.

Ihr „Verbrechen“: Ein positiver Bezug zur Heimat und ein Verständnis von Meinungsfreiheit, dass eben auch das Behandeln von kritischen Themen, insbesondere zur deutschen Geschichte, einschließt.

Doch diese Themen sollen, so der Wille der Herrschenden, tabuisiert werden, um abweichende Meinungen bereits präventiv mit der Verbotskeule zu bekämpfen.

Eine fadenscheinige Doppelmoral eines Staates, der sich regelmäßig mit einer angeblichen Meinungsfreiheit brüstet.

http://www.dortmundecho.org/2017/04/dortmund-spannende-vortragsveranstaltung-mit-ursula-haverbeck-durchgefuehrt/

Kommentar von braunfuchs

„Wir machten aus Hitler ein Monstrum, einen Teufel. Deshalb konnten wir nach dem Krieg auch nicht mehr davon abrücken. Hatten wir doch die Massen gegen den Teufel persönlich mobilisiert. Also waren wir nach dem Krieg gezwungen, in diesem Teufelsszenario mitzuspielen. Wir hätten unmöglich unseren Menschen klarmachen können, dass der Krieg eigentlich nur eine wirtschaftliche Präventivmaßnahme war.“

Zitat, US-Außenminister James Baker III, 1992 bei der Pariser Außenministerkonferenz am 17. Juli 1990. Dort wurde der Artikel 23 des Grundgesetzes „für“ die Bundesrepublik Deutschland auf seine Forderrung hin gestrichen. Damit entfiel der Geltungsbereich der besatzungsrechtlichen Ordnung (Art 79 GG). Ursprünglich im SPIEGEL 13/1992 veröffentlichtz aber ab 1994 wurde der Artikel „Überblendet“! Im Original zB in Zeitungsarchiven – nicht online, da dort „angepasst“ – verfügbar.

„Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: dass der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde“

Zitat, Eugen Gerstenmaier, Bundestagspräsident ab 1954, während des Krieges Mitglied der „Bekennenden Kirche“
im „Widerstand“ , 21. März 1975 in der „Frankfurter Allgemeinen“ veröffentlicht.

Und: „Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen, so dass er nicht mehr auf friedlichem Wege ein Stück des Versailler Vertrages nach dem anderen aufheben kann“.
Lord Halifax, englischer Botschafter in Washington, 1939 (vgl. „Nation Europa“, Jahrg. 1954, Heft 1, S. 46)

Es gibt halt immer mehrere Realitäten: Die banale Realität oder auch reale Realität, die mediale Realität, die Realität der Einfältigen, die postulierte Realität etc ….. Frau Haverbeck zumimndest weiss, wovon sie redet!

Dortmund: Türkenmob greift Plakatierer von DIE RECHTE an / Polizei nimmt Angreifer in Schutz


 

In der Nacht auf Sonntag (9. April 2017) ist es gegen 23:50 Uhr an der Rheinischen Straße zu einem Angriff auf eine Gruppe nationaler Aktivisten gekommen, die im Rahmen des Landtagswahlkampfes Wahlplakate der Partei DIE RECHTE am aufhängen.

Dies missfiel offenbar mehreren Männern mit augenscheinlichem Migrationshintergrund, die zunächst gegen die Plakatierer pöbelten, anschließend erfolglos versuchten, ein Mitglied des fünfköpfigen Plakatierertrupps anzufahren und letztendlich Verstärkung holten, neben den Plakatierern hielten und diese u.a. mit zusätzlich beschwerten Eisenketten angriffen.

Doch wer glaubt, dieser bezeichnend Übergriff wäre die Spitze des Eisberges, irrt sich: Die Nationalisten verteidigten sich in einer mehrminütigen Auseinandersetzung gegen immer neue Angriffe der entfesselten Bande, die teilweise unter Drogeneinfluss stand – als die Polizei eintraf, ging diese jedoch nicht etwa gegen die Kriminellen vor, sondern setzte augenblicklich die fünf Plakatierer von DIE RECHTE fest.

Während Teile der Angreifergruppe, nebst dem als Tatwerkzeug eingesetzten PKW, die Flucht ergriffen, wurden die Aktivisten, die lediglich von ihrem Notwehrrecht Gebrauch machten und die Angreifer mit Pfefferspray, sowie einem Lattenrost eines Sperrmüll-Bettes, das griffbereit am Straßenrand stand, festgenommen und bis Sonntagvormittag ohne Angabe von Gründen festgenommen, Stand 9.00 Uhr, befindet sich eine Person immernoch in Gewahrsam.

Doch damit nicht genug: Als Freunde und Parteikameraden der Plakatierer, die auf den mehrminütigen Angriff aufmerksam wurden, aus Richtung Dorstfeld herbeieilten, reagierten die eingesetzten Polizisten panisch und attackierten diese ohne Grund mit Pfefferspray, sowie massivem Schlagstockeinsatz, auch aus dieser Gruppe wurden mehrere Personen ohne Angabe von Gründen zur Polizeiwache verfrachtet und bis zum Morgen festgehalten. Sämtliche Personen aus dem Mob der kriminellen Ausländer konnten dagegen nach Überprüfung ihrer Personalien den Weg fortsetzen, keine einzige Person wurde abgeführt.

Kriminelle Ausländerbanden und die Dortmunder Polizei Hand in Hand

Es ist erschreckend, dass kriminelle Ausländerbanden und die deutsche Polizei Hand in Hand zusammenarbeiten, wenn es darum geht, den Wahlkampf einer zugelassenen Partei zu behindern, die nicht nur in ganz NRW mit einer Landesliste antritt, sondern auch in allen Dortmunder Wahlkreisen mit Direktkandidaten.

Während kriminelle Banden die „Drecksarbeit“ machen, greift die Dortmunder Polizei offen und massiv in den Wahlkampf, sowie allgemein in das Parteienprivileg, ein. Gesetze, vor allem das Neutralitätsverbot, scheinen für diese Behörde nicht mehr zu gelten.

Der Plakat-Wahlkampfauftakt zur Landtagswahl 2017 wurde überschattet von einer Gewalt- und Willkürorgie der Dortmunder Polizei, die sicherlich schon eifrig überlegt, wie sie diesen neuerlichen Angriff auf Grundrechte begründen kann. Weitere Informationen zu dem Vorfall, bei dem eine zweistellige Zahl von Nationalisten in Gewahrsam genommen (und z. T. durch massive Polizeigewalt verletzt) wurden, folgen!

www.dortmundecho.org

Facebook

widerstand.info Topliste.

Robin Alexander: Sehenden Auges in die Katastrophe


In Kurz: Merkel ist verantwortlich. Für alles. Für die, die keine Zeit haben zum Lesen, hier das wichtigste in Kürze…aber Schulz ist schlimmer und dümmer: was bleibt dem Wähler?

Veröffentlicht am 11.04.2017
Das Buch zum Wahljahr: „Die Getriebenen“ von Robin Alexander. Sachlich und akribisch. Muss man lesen.

Heiko Maas…Netzwerkdurchsetzungsgesetz… schlimmer als erwartet…Kontrolle von Facebook und von allen Plattformen wie Twitter, YouTube, WhatsApp, Skype usw. Alle werden vom neuen Wahrheitsministerium überprüft und zensiert.


 

www.zivilekoalition.de  www.buergerrecht-direkte-demokratie.de   www.freiewelt.net

Bald ein chinesisches Internet in Deutschland

die gesamte Tragweite des von Heiko Maas geplanten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes wird im

kompletten Entwurf deutlich – hier nachzulesen

oder mein Video-Kommentar dazu.

Es geht nicht mehr nur um die Kontrolle von Facebook, sondern von allen Plattformen wie Twitter, YouTube, WhatsApp, Skype usw. Alle werden vom neuen Wahrheitsministerium überprüft und zensiert. Am Mittwoch hat das Bundeskabinett die „fakenews“- Gesetzesvorlage beschlossen, so dass sie noch vor Sommerpause und Wahlkampf beschlossen werden kann.

Wenn sich jetzt nicht der Widerstand formiert, werden wir in Deutschland ein Internet nach chinesischem Vorbild bekommen. Es wird dann nichts mehr zu lesen sein, was in kritischen Bereichen grundsätzlich regierungskritisch sein könnte.

Die privaten Zensoren können nicht wissen, was genau dem Zensurminister missfällt, so dass sie zur Meidung einer drohenden 50-Mio-Euro-Strafe natürlich alles löschen (müssen), was nicht 100 % angepasst ist. Beweislastumkehr. Meinungsfreiheit nur noch da, wo man 100 % zuverlässig auf Regierungskurs liegt. Deutschland legt sich hier ins Bett mit China, Nord-Korea oder Saudi-Arabien.

Bitte nehmen Sie daher auch in dieser Woche an unserem aktuellen Abgeordnetencheck „Stoppt die digitale Zensur!“ teil. Fast 49.000 Petitionen haben Sie schon an verschiedene Abgeordnete verschickt.

Eine Teilnahme ist mit einem Klick hier möglich.

Es muss ein Aufschrei durch das Netz gehen. Wir brauchen ein Erdbeben, denn es sind genau unsere Kampagnen und Nachrichten, die unterdrückt werden sollen. Machen Sie mit. Hinterher fragen, wie das alles passieren konnte, das kann es nicht sein.

Mit den besten Grüßen aus Berlin Ihre

Beatrix von Storch 

PS: Unsere Meinungsfreiheit ist hierzulande bedroht, wie schon lange nicht mehr. Mit Stasi-Methoden versucht die Regierung, ihre Kritiker mundtot zu machen. Helfen Sie uns in unserem Kampf für die Meinungsfreiheit mit Ihrer besten Spende von 5, 10, 25 oder….Euro hier. Vielen herzlichen Dank.

 

Serie Ostdeutschland aktuell: OSTPREUSSISCHE FAMILIE: Unter dem Ostermond


Die Erde haben sie uns genommen, den
Himmel konnten sie uns nicht nehmen

 

ost

»Am Himmel ist aber schon Frühling«, sagte unsere Tschotka

Wenn bei uns zu Hause die Seen noch halb zugefroren waren und zwischen den braunen Ackerfurchen noch Schneestreifen von schmutzigem Weiß lagen, sagte unsere Tschotka schon: „Am Himmel ist aber schon Frühling.“

Man musste es ihr glauben, denn sie war die gewichtigste Persönlichkeit auf unserm Hof. Gern möchte ich über sie die allerschönste Geschichte schreiben, aber da muss ich noch ein wenig zuwarten und hoffen, dass mir etwas von ihrer Weisheit wird und ich mich so auskenne in den Herzen der Menschen wie sie, der Menschen auf der Erde unter dem Himmel! Wer aus unserer Gegend ist, wird sie sowieso kennen, denn weit und breit war sie ja „die Tschotka“.

Ja, sie kannte sich aus, nicht nur auf der Erde, sie war auch auf dem Himmelsgewölbe zu Hause. Sie teilte unser Jahr und unsere Jahre nach den Monden ein. Es standen ihr aber auch andere Hilfsmittel der Zeitrechnung zur Verfügung: „Der Hansche wurde jeboren, wie der Flachs jedengelt wurde, und der Tante llsche ihre Hochzeit, das war jleich nach Kartoffelgraben.“

Aber natürlich besaß sie zum Vergleich und zur Bestätigung auch einen Kalender. Dieser Kalender wiederum war auch sehr bedeutsam, weil sie in ihm richtig zu lesen verstand. Und was in Tschotkas Kalender stand, das hatte Hand und Fuß.

Und weil „am Himmel schon Frühling war“, wenn auf der Erde noch der Schnee lag, war es für mich leicht, zu behalten, dass Ostern am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert wird. Da hatten meine Lehrer keine Plage, mir das beizubringen.

Weißglänzend beschien er das weite Land, wenn wir auf unserm Hof standen, wie ich eben jetzt hinter unserm Häuschen stand. Ich sehe genau, dass Jupiter damals auch im Süden stand, aber unter ihm lief nicht die Asphaltstraße, unter ihm begann der große Wald. Ein Wald, der nie und nirgends ein Ende hatte. Und der Orion, unsere Tschotka nannte ihn „den großen Jäger“, er stand damals auch im Norden, ja, gerade über unserer Scheune. Und wo der Hofhund lag, gerade darüber zeigte sie uns den „Kleinen Hund“, der rannte natürlich hinter dem großen Jäger über den Himmel. Hunde müssen ja immer rennen, manchmal sah es auch aus, als würde er ihn einholen. Aber am meisten liebte ich schon damals das W-förmige Sternbild der Kassiopeia, auch sie sehe ich im Norden über unserer Scheune.

Ich glaube, ich war in den schönen Namen Kassiopeia verliebt. Wie das klingt! Da lebt unser ganzes ostpreußisches Ei.

Und über uns stand der Große Bär, genau wie heute auch. Wir nannten ihn den großen Wagen. Na ja, wir kennen den Bärenfang und erzählen von ihm allerlei Geschichten, aber mit Bären selbst hatten wir in unserer Gegend wenig zu tun.

Wir kannten sie nur aus dem Tiergarten in Königsberg und vom Jahrmarkt natürlich. Aber wie man auch verglich und verglich, ein Bär wollte sich aus diesem wunderbaren Sternenbild nicht formen. Aber der große Wagen, das war er! Die Räder da, die Deichsel vorn, ein wenig gebogen, als wollten wir gerade um die Ecke kutschieren. Ja, mit Wagen, da wussten wir Bescheid.

Deshalb sage ich heute auch noch großer Wagen zum Großen Bären und ich möchte ihn jetzt besteigen können und durch die Nacht, diese helle Osternacht, zur Heimat fahren können. Von ferne schon würde uns der Giebel unseres weißen Hauses entgegen leuchten, denn darüber steht ja noch genau wie damals unser Abendstern, und er würde uns wieder grüßen, wie er uns immer grüßte, wenn wir durch die helle Mondnacht einer Osterfahrt nach Hause fuhren. Unser Stern!

Die Erde haben sie uns genommen, den Himmel konnten sie uns nicht nehmen. Der Himmel wird uns helfen, dass wir wieder auf der Erde unserer Heimat stehen können, wenn wir zum Himmel hinaufsehen wollen.

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aus paz 16-14