Die Angst der deutschen Obdachlosen: Berliner Winternotplätze gehen an Asylbewerber


Chaos bei der Unterbringung von Deutschen:

obdach

Berlins Senat verwaltet selbstgeschaffene Engpässe: Kaum noch Winterplätze für Obdachlose, geballte Einquartierungen, Container für Zuwanderer und anhaltende Besetzungen.

Bis Ende Oktober sollen die Zuwanderer, die seit Monaten die Kreuzberger Gerhart-Hauptmann-Schule besetzt halten, den Bau räumen. Doch sie wollen bleiben. Einer von ihnen steht nun vor Gericht, weil er einen anderen Zuwanderer erstach.

Politik und Medien kapitulieren vor der „humanitären Herausforderung“. Noch vor Weihnachten soll daher das erste Containerdorf für Zuwanderer in Berlin öffnen.

Wie der Senat sich die vorstellt, wird nun in Köpenick publik. Dort soll erstmals ein Containerdorf für 400 Zuwanderer aufgestellt werden. Czaja plant insgesamt sechs solcher Quartiere für Berlin. Die bisherigen Anwohner des für die Unterbringung ausersehenen Köpenicker Salvador-Allende-Viertels erfuhren am 21. Oktober von den Plänen aus den Medien. Rund 7000 Menschen wohnen in dem Viertel.

Viele von ihnen äußern Kritik an dem Plan. So verweisen sie unter anderem auf rund

300 Zigeuner, Rumänen und Bulgaren, die seit Juni nur fünf Minuten entfernt vom jetzt geplanten Standort vom Senat in ein Altenheim einquartiert wurden. Nachbarn berichten seither von spürbar vermehrten Einbrüchen und aufgebrochenen Schlössern.

Die nun zusätzlich vorgesehenen Wohnschachteln sollen auf einem Brachgelände abgestellt werden. Damit droht nicht nur das Verhältnis der eingesessenen Bevölkerung zu den Zugewiesenen endgültig in Schieflage zu geraten, es sind auch rein infrastrukturell kaum Bedingungen für die Unterbringung vorhanden. „

Die Ballung nährt in den Augen der Skeptiker den Verdacht, dass der Senat den von Czaja erst Tage zuvor bekräftigten Integrationsgedanken tatsächlich aufgibt, beziehungsweise längst abgeschrieben hat. Der Ausländeranteil würde sich für das Salvador-Allende-Viertel binnen weniger Monate um rund zehn Prozent erhöhen.

In anderen Teilen Berlins ist die Lage nicht entspannter. Die von 45 Zuwanderern besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule bleibt unabhängig von dem jüngst von den Besetzern ausgerufenen „Tag der offenen Tür“ ein Brennpunkt. Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen und Polizeieinsätzen, so auch am 25. Oktober.

Bei einer Demonstration verlangten einige Hundert Zuwanderer und linke Unterstützer, das Gebäude nicht, wie vom Bezirk von ihnen gefordert, bis zum 31. Oktober verlassen zu müssen. Die Besetzer wollen mit ihren Aktionen ein Bleiberecht unter Umgehung geltender Gesetze erzwingen.

Am Oranienplatz hatten Besetzer einst erfolgreich Sondergespräche und Quartiere vom Senat erpresst. Das lockte noch zusätzliche Zuwanderer an den Ort.

Erst die Justiz machte vielen der ohnehin längst in individuellen Asylverfahren zu 95% abgelehnten Ausländer einen Strich durch die Rechnung. Seither steht der Senat dem derart selbst zugespitzten Problem ohnmächtig gegenüber.

Die Frage der Unterbringung von Zuwanderern spitzt sich aus jahreszeitlichen Gründen nun zusätzlich zu: Berlins Obdachlose müssen um Schlafplätze fürchten.

Die Plätze für Bedürftige werden zur kalten Jahreszeit knapper, denn auch „Asylbewerber“ und Zuwanderer suchen Hilfe bei den verschiedenen Berliner Einrichtungen. So verfügt die „Berliner Kältehilfe“ nur über 500 Schlafplätze in unterschiedlichen Einrichtungen, teilweise wurden die Plätze vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) aber mit Syrern belegt – angeblich nur vorübergehend.

Wenn sich nun die Realisierung der Containersiedlungen auch nur ein wenig verzögert, sind die Obdachlosen die Leidtragenden. Hilfseinrichtungen befürchten zudem, dass abgelehnte Asylbewerber beispielsweise aus Serbien „trotzdem kommen.

Sie werden dann aber nicht mehr als „Flüchtlinge“ vor dem Lageso Schlange stehen, sondern bei uns vor den Notunterkünften“, so eine Mitarbeiterin der Berliner Stadtmission.

Sverre Gutschmidt paz 44-14

Autor: Wiggerl

Eine Lobby für die Deutschen-Österreichischen-Südtiroler-Schweizer Kulturen und Lebensarten – Themen: Heimat, Deutsche Reich, Geschichte