David Icke spricht über die Schattenregierung


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Lynn Aman: „Also, wer nach dem Anhören dieses Videos immer noch nicht begreift, was abgeht, dem ist echt nicht mehr zu helfen!“

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Übersetzung: Dr. Ingo Hagel. http://www.umkreis-institut.de

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„Fuck the EU“… Abgehörtes Telefonat der US-Vize Außenministerin Nuland…dafür sei sie umarmt und geküßt…


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wie auch immer sie das gemeint hat, also welcher Hintergrund bestand, egal: victoria-nuland

allein die Aussage ist höchst lobenswert und wir schließen uns aus vollem Herzen an:

FUCK THE „EU“

vfgfg

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Niall Ferguson: “Kriegseintritt Britanniens war falsch!”…weitere Beweisführung für die englische Kriegsschuld…England = Kriegstreiber weltweit


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«Grösster Fehler der modernen Geschichte»

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Der Historiker Niall Ferguson provoziert mit einer These zum Ersten Weltkrieg: Britannien hätte Deutschland gewähren lassen sollen.

Im Gedenkjahr zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren bleibt von der These der Alleinschuld Deutschlands an der vielzitierten «Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts» nicht mehr viel übrig.

Bei den meisten Historikern hat schon lange ein Umdenken eingesetzt, doch nun nimmt auch ein breiteres interessiertes Publikum davon Kenntnis. Vor allem zwei Wissenschaftler weichen in ihren jüngsten Publikationen von der Kriegsschuldthese ab: Der australische Historiker Christopher Clark und der deutsche Politologe Herfried Münkler.

Verzwickte Bündnismechanismen

Münkler lehnt die These vom gezielt durch Deutschland vorbereiteten Krieg ab. Damit relativiert er das Werk des Hamburgers Fritz Fischer von 1961 mit dem Titel «Griff nach der Weltmacht», in dem der Historiker dem Deutschen Reich «den entscheidenden Teil der historischen Verantwortung» am Kriegsausbruch anlastete. Er meinte sogar, dass «im Juli 1914 ein Kriegswille einzig und allein auf deutscher Seite bestand».

Münkler dagegen argumentiert in seinem Buch «Der Grosse Krieg: Die Welt 1914-1918» Der Große Krieg Die Welt 1914 bis 1918 dass Deutschland zwar eine wichtige Rolle beim Kriegsausbruch zukam, aber nicht generell verantwortungslos oder willkürlich handelte. Auch Clark – der exzellente Experte in deutscher Geschichte hat 2007 mit dem Buch «Preussen»Preußen Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947 ein Standardwerk geschaffen stellt in seinem Weltkrieg-Buch «Die Schlafwandler» Die Schlafwandler Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog die These von einer speziellen Kriegsschuld Deutschlands infrage. Er rückt vor allem die verzwickten Bündnismechanismen in den Vordergrund.

«Ein überraschender Pazifist»

Stark angeheizt hat die Weltkriegsdebatte in Grossbritannien der britische Historiker Niall Ferguson. In einem Interview mit dem «BBC History Magazine» bezeichnete er den Eintritt Grossbritanniens in den Ersten Weltkrieg als «den grössten Fehler der modernen Geschichte». Der «Independent» nannte Ferguson «einen überraschenden Pazifisten».

Dies deshalb, weil der Harvard-Professor alles andere als ein Linker ist. Er hat mehrfach die aussenpolitische Linie des früheren US-Präsidenten George W. Bush unterstützt und die Notwendigkeit eines starken «Weltpolizisten» hervorgehoben. Umstritten ist auch Fergusons These von der Überlegenheit des Westens aufgrund von sechs so genannten Killer-Apps, nämlich Wettbewerb, Wissenschaft, Demokratie, Medizin, Konsum und protestantische Arbeitsethik.

Britannien als Hauptschuldiger

Fergusons Weltkriegs-These ist allerdings nicht neu. Er hat sie bereits 1999 in seinem Buch «Der falsche Krieg») formuliert. Er beweist, nicht Deutschland, sondern die britische Politik trage die Hauptverantwortung für den Kriegsausbruch. Jetzt wiederholt und akzentuiert er seine damalige Sicht.

Dies als Reaktion auf Äusserungen des konservativen britischen Bildungsministers Michael Gove, der Anfang 2014 «Deutschland mit seinen aggressiv expansionistischen Kriegszielen» die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs zugeschoben hatte. Es sei «demokratische Pflicht» gewesen, dagegen vorzugehen. Patriotismus, Ehre und Mut Grossbritanniens seien nötig gewesen, damit Freiheit und Demokratie hätten siegen können.

Deutschland keine Bedrohung

Die Replik Fergusons muss in den Ohren britischer Patrioten ziemlich schrill tönen. Er sagte im Interview unter anderem, Britannien hätte sich aus dem Krieg heraushalten sollen und sogar ganz gut mit einem deutschen Sieg leben können; schliesslich sei das deutsche Kaiserreich demokratischer gewesen als das damalige Britannien. Zudem sei Deutschland keine direkte Bedrohung für Grossbritannien gewesen.

Man hätte viel realpolitischer handeln und die britischen Interessen wahrnehmen sollen, statt die von Deutschland missachtete Neutralität Belgiens zu verteidigen. So sei man unvorbereitet in einen Konflikt hineingestolpert, habe Landstreitkräfte mühsam zusammenkratzen und einen entsprechend hohen Preis mit fürchterlichen menschlichen Verlusten bezahlen müssen, welche die britischen Opferzahlen des Zweiten Weltkriegs massiv überstiegen. Damit stellt sich Ferguson gegen die Vorstellungen des «gerechten Krieges», wie ihn Bildungsminister Gove und auch Premierminister David Cameron mit Bezug auf den Ersten Weltkrieg vertreten.

Abwarten wäre besser gewesen

Es wäre gemäss Ferguson sinnvoller gewesen, sich statt auf einen Landkrieg auf die hohe Überlegenheit zur See zu konzentrieren. Grossbritannien hätte aus der Geschichte lernen und sich wie zur Zeit Napoleons alle Optionen offenhalten sollen; das heisst, sich entweder mit der kontinentalen Hegemonialmacht zu arrangieren oder später unter günstigeren Bedingungen in den Krieg einzugreifen. Britannien wäre auf den Weltmeeren und punkto finanzieller Potenz auch nach einem allfälligen deutschen Sieg über Frankreich und Russland dem Deutschen Reich immer noch überlegen gewesen. So wie die Dinge dann gelaufen sind, hat Grossbritannien mit seiner Politik faktisch das Ende seines Empire eingeläutet. In seinem Buch «Der falsche Krieg»Der falsche Krieg Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert vertritt Ferguson die These, dass es anders hätte sein können: Ein deutscher Sieg im Ersten Weltkrieg und ein intaktes britisches Empire hätten gar zu einem blühenden und demokratischen Europa geführt.

Umstrittene Methode

Diese geht der Frage nach, was geschehen wäre, wenn einzelne historische Ereignisse anders abgelaufen wären. Damit versprechen sich gewisse Historiker Erkenntnisse über Zwangslagen und Handlungsspielräume in bestimmten geschichtlichen Situationen.  Das vorliegende Beispiel zeigt aber, dass diese Methode auch ihren Reiz hat – und dass sie geschichtspolitisch brisante Debatten auszulösen vermag.

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http://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Niall-Ferguson-Kriegseintritt-Britanniens-war-falsch

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Lügenpresse – Wie die Menschen belogen und manipuliert werden


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Dass die Mainstreampressalien, also die gemeinen Volksverdummungsmedien nicht wie gedruckt lügen, sondern in der Tat gedruckt und virtuell lügen, dürfte vielen Menschen schon wenige Jahre nach dem erscheinen der “BILD(-Zeitung)” klar geworden sein.

Den meisten Menschen ist aber leider noch lange nicht bewusst, wie sehr und in welchem Ausmaß sie vom Presse, Wirtschaft und Politikschauspielern belogen, betrogen und manipuliert werden.

Dieser Artikel soll Ihnen einen Einblick gewähren, was in der Welt tatsächlich los ist und wie groß das Ausmaß der Lügereien und Manipulationen ist.

Sie werden höchst erstaunt und empört sein. Das können wir Ihnen jetzt schon versprechen.

Warnung! Wenn Sie Wahrheit nicht vertragen können und lieber Ihr Scheinweltbildchen aufrecht erhalten möchten, dann sollten Sie sich das nun folgende Video besser nicht anschauen.

Allen anderen wünschen wir erstauntes Aufwachen und gewaltigen Erkenntnisgewinn:

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http://newstopaktuell.wordpress.com/2014/02/07/lugenpresse-wie-die-menschen-belogen-und-manipuliert-werden/

Kurznachrichten 06-14. KW –—– der allgemeine GRÜNE- Globale- “EU”- Wahnsinn


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kurznachrichten - alteundneuezeiten

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■    Ein Thüringer Umweltschützer jagt auf Staatskosten Elefanten in Afrika:

Die Zeitung Thüringer Allgemeine hat ein Foto veröffentlicht, auf dem Udo W., ein leitender Beamter aus dem Umweltministerium, vor einem von ihm erlegten Elefanten zu sehen ist. Der Mann ist im Ministerium für den Artenschutz zuständig und nahm an einer Ar-tenschutzkonferenz in Botswana teil. Nach den Sitzungen schoss er dann geschützte Tiere ab, die auf der Liste des Washingtoner Artenschutzabkommens stehen.

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■    Vitamine fördern Krebswachstum:

Vitamine müssen nicht immer nur gut sein. Schwedische Forscher haben bei Versuchen herausgefunden, dass Lungenkrebstumore durch Vitamin E oder Acetylcystein noch schneller wuchern.

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■    Bodyguards für Flüchtlinge: In dem von

Grünen regierten Berliner Stadtteil Kreuzberg bekommen zweihundert illegale Flüchtlinge, die dort eine Schule besetzt haben, nun auf Kosten der Steuerzahler Leibwächter, damit die Flüchtlinge nicht von Anwohnern bepöbelt werden. Die Kosten: monatlich bis zu 30000 Euro.

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■    Vorsicht bei Demonstrationen:

Die Polizei setzt Wasserwerfer mit Tränengas heute nicht etwa vorrangig dazu ein, um Menschenmengen aufzulösen. Ziel ist es vielmehr, dass die Demonstranten, die meist in Massen in der Nähe bereitstehende Sanitäter aufsuchen, sich dort medizinisch behandeln lassen und dafür im Gegenzug Name und Anschrift hinterlassen. So bekommt die Polizei schnell und unbürokratisch eine Übersicht über jene Menschen,
welche wann und wo an Demonstrationen in vorderster Reihe teilgenommen haben. Enthüllt hat diese Taktik aller europäischen Einsatzkräfte jetzt versehentlich bei einer Konferenz die Wiener Polizeiführung.

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■    Gesundheitsgefährdende Energiesparhäuser:

Passivhäuser sind Häuser, die keine klassische Heizung haben. Sie setzen Stattdessen auf die überdurchschnittliche Wärmedämmung. Das führt allerdings auf Dauer zu extrem trockener Luft. In Frankfurt haben Arbeitsmediziner nun bestätigt, dass in den dortigen Passivhaus-Feuerwehrge-bäuden Gesundheitsgefahren für die dort arbeitenden Menschen drohen. Der Politik, welche solche Häuser bislang gefördert hatte, ist das Thema peinlich. Die Veröffentlichung der Messungen der Arbeitsmediziner wurde deshalb erst einmal untersagt.

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■    Maulkorb:

Die Dortmunder Polizei darf nicht mehr über einen elf Jahre alten Marokkaner sprechen, der als Schwerstkrimineller Frauen ausraubt und ihnen die Zähne ausschlägt. Weil das Kind nicht ausbruchsicher eingesperrt werden darf und nach jedem Aufgriff sofort eine neue schwere Straftat verübt, wurde der Fall nun durch einen »Maulkorb« für die Polizisten »gelöst«.

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■    CDU-Politiker hingerichtet:

In Nidda ist der 54 Jahre alte CDU-Politiker Wolfgang Potinius mit zwei Kopfschüssen hingerichtet worden. Potinius hatte früher in der Verwaltung des Friedberger Bürgerhospitals gearbeitet und dort einen Mitarbeiter des Betrugs und der Unterschlagung bezichtigt. Der Mann wurde entlassen und hat den Politiker nun erschossen.

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■    Ende der Sargpflicht:

Im GRÜN-terrorisierten Baden-Württemberg wird Muslimen zuliebe die Sargpflicht abgeschafft. Tote dürfen demnächst nach islamischer Tradition im Leinentuch bestattet werden. Auch die Mindestwartezeit von 48 Stunden bis zur Bestattung soll abgeschafft werden, weil Muslime ihre Toten innerhalb von 24 Stunden beerdigen sollen.

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■    Führerscheinentzug:

Wer Medikamente verschrieben bekommt, welche die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, der soll nach dem Willen des Deutschen Verkehrsgerichtstages künftig den Führerschein abge-
ben müssen. Die ärztliche Schweigepflicht soll in dieser Hinsicht eingeschränkt werden. Zudem sollen Menschen, die sich trotz einer Krankheit wie Herzleiden oder Epilepsie ans Steuer setzen, künftig strafrechtlich belangt werden. Menschen, die Medikamente verschrieben bekommen, sollen sich demnach künftig zudem regelmäßig einer Art »TÜV« unterziehen, um Risiken für den Straßenverkehr zu minimieren.

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■    EU-Geheimdienst will mehr Daten: Der

EU-Geheimdienst Europol sammelt schon jetzt von EU-Bürgern Daten wie »Rasse« oder »ethnische Herkunft«, »politische Ansichten«, »religiöse oder philosophische Überzeugungen«, »Gewerkschaftsmitgliedschaften«, »Gesundheit« und »Sexualleben«. Das ist bekannt. Während die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit derzeit von den Aktivitäten amerikanischer Geheimdienste gelenkt wird, versucht Europol diskret, Befugnisse für das Erheben von noch mehr Daten zu bekommen.

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■    Muttermilch-Gesetz:

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben alle Frauen des Landes ab sofort per Gesetz dazu verpflichtet, ihren Babys zwei Jahre lang die Brust zu geben. Das Muttermilch-Gesetz soll nach Angaben der Regierung die Rechte der Kinder schützen. Männer können ihre Ehefrauen nun verklagen, wenn diese ihre »mütterliche Pflicht« nicht erfüllen.

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■    Kein Deutsch:

Schon etwa ein Drittel der ausländischen Ärzte in Deutschland spricht kaum noch Deutsch. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, sieht deshalb die Sicherheit der Patienten in deutschen Kliniken gefährdet.

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Nachricht aus Kanada: die insgeheime Militarisierung


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Unser Leser Markus Gärtner lebt in Kanada und beobachtet von dort die Vereinigten Staaten. Dabei fällt ihm eine unschöne Entwicklung auf, welche auch nach Europa zu kommen scheint.

medien, audio

Im Ausnahmefall darf die Bundeswehr auch im Inland militärische Kampfmittel einsetzen. Das haben die Verfassungsrichter in Karlsruhe im Herbst 2012 entschieden. Die USA haben nicht den Umweg über das Gesetz genommen. Seit Jahren wird die amerikanische Polizei überall im Land rasant mit militärischen Mitteln aufgerüstet. Tonnenschwere gepanzerte Fahrzeuge, schwere Waffen, Tarnanzüge, Kampfhubschrauberubschrauber-Mi17 und sogar Drohnen der Grenzschützer, die sonst Drogenbarone und illegale Einwanderer jagen:

Das ist nur ein kleiner Teil des umfangreichen Militärarsenals, das sich im ganzen Land zunehmend in den Lagerhallen von Bezirkssheriffs, städtischen Drogeneinheiten und Staatspolizei auftürmt. Selbst das ansonsten auf die Börse fokussierte Wall Street Journal beklagt jetzt aber »den Aufstieg der Soldaten-Cops«.

Aus der Demokratie wird ein Polizeistaat

Die Militarisierung der Polizei in den USA hat ungeahnte Ausmaße angenommen. Sie bedroht die Freiheit ihrer Bürger, verwässert Gesetze, die den Einsatz militärischer Mittel im Inland verbieten. Und sie macht aus lokalen Polizeistationen ganze Grenadier-Bastionen. Sie droht, aus den USA einen unkontrollierbaren Polizeistaat zu machen und die
Demokratie zu zerstören.

Die AufklärungsdrohnenUS-Drohne-MQ-9-Reaper der US-Grenz-schützer wurden allein 2012 insgesamt 248 Mal eingesetzt, um im Inland Verdächtige zu überwachen, Marihuana-Plantagen auszuspähen und Personenkontrollen zu unterstützen. Der Sheriff von Nelson County in North Dakota setzte zehn Stunden lang Drohnen ein, um eine Farm nach sechs gestohlenen Kühen zu durchsuchen. Weil er von bewaffneten Bauern vom Betreten des Hofes abgehalten wurde, rief der Ordnungshüter gleich noch aus drei Nachbarbezirken Terrorkommandos, Bombenspezialisten und die Highway Patrol herbei.
Jahrelange Aufrüstung hat die frühere traditionelle Doktrin vom Schutz der Bürger durch das Mantra der schnellen
Überwältigung ersetzt, koste es, was es wolle. Der Sheriff von Richland County in South Carolina legte sich ein gepanzertes Fahrzeug mit aufgesetztem Sturmgewehr zu und nannte es »Friedensstifter«. Die Polizei von Cobb County im Staat Georgia zählt ein amphibisches Fahrzeugamphibisches Fahrzeug zu ihrem Inventar, obwohl die Küste mehrere Autostunden entfernt ist.

Die klare Linie zwischen Polizist und Soldat, so der Sicherheitsexperte Radley Balko, wird in den USA in bedenklichem Maße verwässert. »Angetrieben von martialischer Rhetorik und der enormen Verfügbarkeit von Militärgerät haben sich Amerikas Polizisten eine Mentalität wie auf dem Schlachtfeld angeeignet«, kritisiert Balko.

In den 1960er-Jahren, so illustriert er die Aufrüstung von Amerikas Polizei, habe sich die Großstadt Los Angeles das erste SWAT-Team zugelegt. Das ist eine Eingreiftruppe, die für schnelles Zuschlägen mit militärischer Ausrüstung und Taktik trainiert wird.

Immer mehr Spezialeinheiten

Diese Spezialeinheiten waren für besonders gefährliche Einsätze gedacht, darunter Geiselnahmen, das Stürmen von Drogenlaboren oder das Beenden von Banküberfällen. Zehn Jahre nach Los Angeles – Mitte der 1970er-Jahre – gab es jedoch bereits 500 solcher SWAT-Teams. Von ein paar hundert Einsätzen in den 1970er-Jahren stieg die Zahl der SWAT-Operationen nach Angaben des Kriminologen Peter Kraska inzwischen auf 50000 im Jahr an. Viele Bundesbehörden, auch die NASA und selbst das Innenministerium der USA, halten jetzt SWAT-Teams für den Einsatz bereit. Kraska, der an der Eastern Kentucky University lehrt und forscht, ermittelte, dass bis Anfang der 1980er-Jahre nur 13 Prozent der US-Städte mit 25000 bis 50000 Einwohnern ein SWAT-Team SWAT4unterhielten. Mitte des vergangenen Jahrzehnts war deren Zahl schon auf 80 Prozent angestiegen.

Absurde Übergriffe gegen die Bürger

Der erste Schub in der Militarisierung der US-Polizei kam während der Protestbewegung der i96oer-Jahre. Richard Nixon führte neue Gesetze, unter ihnen die sogenannten »no-knock-raids« ein. Von da an durften die SWAT-Teams auch einrücken, ohne vorher anzuklopfen. Unter dem späteren Präsidenten Ronald Reagen wurde der Krieg gegen die Drogen erklärt. Polizei und militärische Kommandos begannen zusammenzuarbeiten. Spionageflugzeuge und Hubschrauber der Nationalgarde spähten schwer bewaffnete Drogenlabore aus. Ein Rüstungswettlauf zwischen immer besser bewaffneten Drogengangs und Polizei setzte ein. Nach den Anschlägen vom September 2001 auf das World Trade Center in New York kam dann auch noch der Kampf gegen den Terror hinzu.

Das Heimatschutz-ministerium (Department of Homeland Security) hat seit 2002 allein für umgerechnet 30 Milliarden Euro schwere Waffen an lokale Polizeieinheiten ausgegeben. Absurde Übergriffe hochgerüsteter Sicherheitskräfte werden offenbar zum Normalfall, darunter das Erstürmen einer Bar in New Haven, Connecticut, wo Minderjährige Alkohol tranken.

Oder der Einsatz eines SWAT-Teams gegen tibetanische Mönche in Iowa, die im Rahmen einer Friedensmission gekommen waren und ihre Visa überzogen hatten. Experten nennen verschiedene Gründe und Treiber für die Militarisierung von Amerikas Polizei. Darunter ausgezehrte Budgets der Kommunen. Es gibt ein wenig bekanntes
Beschlagnahmegesetz, das die Konfiszierung von Bargeld und Geräten erlaubt, die im Zusammenhang mit vermeintlichen Straftaten stehen.

Das Gesetz wird vornehmlich bei Drogenrazzien angewandt und hat sich zu einer wichtigen Einkommensquelle für lokale Polizeieinheiten entwickelt. Denn das beschlagnahmte Gut geht in den meisten US-Staaten in das Eigentum der zuständigen Polizei über. In Tulsa, Oklahoma, Tulsa, Oklahomafahren Streifenpolizisten einen Cadillac Escalade mit der Aufschrift »dies war ein Drogenauto, jetzt gehört es uns.« Und in Monroe, North Carolina, beantragte die Polizei das komplette Geld, das bei einer Drogenrazzia beschlagnahmt worden war, für die Anschaffung einer eigenen Drohne auszugeben.

Als Treiber der Aufrüstung erweist sich auch ein bislang wenig bekanntes Programm mit dem Namen »1033«. Es erlaubt dem Pentagon, überschüssiges Kriegsgerät an Polizeidienststellen im ganzen Land auszuteilen.
Das Gesetz war vom Kongress 1997 verabschiedet worden. Doch erst vor wenigen Jahren wurde eine zusätzliche Dienststelle eingerichtet, welche Militärgerät im Rahmen von »1033« systematisch verteilt. »Der
Trend zur Militarisierung der Polizei war schon vor 9/11 gut sichtbar«, sagt der Kriminalistikfachmann des Cato Instituts, Tim Lynch. »Doch die Vergabe von überschüssigem Militärgerät hat erst richtig Benzin auf das Feuer gegossen.« Es zeigt sich auch, dass die NSA mit ihrem massiven Späh-programm nicht allein wirkt. Mit zusätzlichen Budgets ausgestattet und mit billigem Pentagon-Gerät versorgt, setzen städtische Polizeieinheiten immer öfter flächendeckende Überwachungssysteme ein.

Wozu die flächendeckende Aufrüstung?

Die schwer verschuldete Stadt Oakland beschloss 2013 die Einrichtung eines Domain Awareness Center; ein Überwachungs-Zentrum, das die Installierung Tausender Kameras erlaubt, die Anschaffung von Waffendetektoren vorsieht und das Montieren automatischer Lesegeräte für Nummernschilder auf Dienstwagen der Polizei vorsieht. Die Polizei in New York hat ein Datensystem aufgebaut, das 3000 Überwachungskameras mit Lesegräten für Nummernschilder, Strahlenmessgeräte,KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA Fahndungsraster und Listen von Terrorverdächtigen vernetzt. Die Kritik an der flächendeckenden Aufrüstung nimmt zu.

In Oakland haben wütende Proteste der Bürger eine Einschränkung des Spähprogramms erzwungen. Das Parlament von Maryland verdonnerte alle Behörden, zwei Mal im Jahr die Einsätze aller SWAT-Teams offenzulegen. Vor allem die Überwachung mit Drohnen gerät in die Kritik.

»Es steht außer Frage, dass wir dies eines Tages bereuen werden«, sagt die ehemalige demokratische Abgeordnetè Jane Harman.

»Es zeugt doch nur von Einfallslosigkeit und fehlender Kreativität, wenn die Antwort auf jedes Problem noch mehr Hochrüstung ist«, sagt der Ex-Polizeichef von Seattle, Norm Stamper.
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nachzulesen bei Kopp-Exklusiv 06-2014

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Gesundheit: Mit Rinder-Urin gegen Krebs und Diabetes


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Die indische Partei Rashtriya Swayamsevak Sangh wirbt für ein Destillat aus Rinder-Urin. Es soll das neue Nationalgetränk werden und als Limonade Cola Konkurrenz machen. Vor allem ist es angeblich gesund und wirkt gegen Diabetes und Krebs. Was ist dran?

medien, audio

Haben Sie schon einmal von Gomutra Ark gehört? Was ein wenig nach einem Fantasy-Schurken klingt, ist in Wirklichkeit ein für Europäer noch eher ungewöhnliches Getränk. Denn der Inhaltsstoff von Go Ark ist Rinder-Urin. Von der in Indien heiligen Kuhheiligen Kuh kann ja angeblich nichts Schlechtes stammen, im Gegenteil.
Und auch der Urin müsste nach dieser Auffassung vor allem rein und gut sein. Diese Verehrung führt zu interessanten Handlungen. Da besprühten Lehrer im indischen Bundesstaat Maharasch-tra ihre Schüler mit Rinder-Urin. Es war ein Reinigungszeremonial für die aus einer niedrigen Kaste stammenden Kinder. Diese Diskriminierung ist zwar in Indien verboten, aber es gibt sie eben immer noch.

Früher war es Tierquälerei

Auch die nationalistische Partei Rashtriya Swayamsevak Sangh zeigt sich von den angeblichen positiven Effekten des Urins indischer Kühe vollends überzeugt. Schließlich verwendeten zu früheren Zeiten südasiatische Kunstmaler das berühmte Indischgelb, das auch nach Europa exportiert wurde.

Diese hochgeschätzte Farbe war ebenfalls ein Produkt aus dem Urin indischer Rinder, die hierzu allerdings unter Flüssigkeitsentzug mit Mangobaumblättern gefüttert wurden, bis ihr Urin die begehrte, charakteristische Färbung annahm.
Bei näherer Betrachtung war das Tierquälerei. Der getrocknete Urin wurde zu Kugeln gepresst, genannt Piuri. Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurde diese Praxis dann offiziell untersagt und der Originalfarbstoff nicht mehr hergestellt. Wenn heute Indischgelb auf die Palette kommt, handelt es sich um ein synthetisches Produkt.

Viele Menschen wollen »Kuhwasser«Kuehe

Keineswegs synthetisch aber ist die Grundlage von Gomutra Ark. Vermengt mit Kräutern wird es bereits als Getränk zum Erhalt der Gesundheit angepriesen, preiswert und schmackhaft. Die Anbieter sprechen von »Kuhwasser«. Und schon vor Jahren sagte der Erfinder Om Prakash gegenüber der Zeitung Indian Express: »Machen Sie sich keine Gedanken, es wird nicht nach Urin riechen und sogar sehr gut schmecken.«

Die Nachfrage nach diesem Softdrink der besonderen Art sei bereits größer als das Angebot. Seit mehr als zehn Jahren schon bemüht sich der Erfinder des indischen Softdrinks darum, Kuh-Urin »salonfähig« zu machen.

Er weist auf alte Traditionen und den Gesundheitsfaktor hin. Die bereits 5000 Jahre alte Ayurveda-Medizin kennt ebenfalls die Behandlung von Erkrankungen mit Arzneien, welche den Urin von Kühen enthalten. Für Prakash und seine Anhänger gerät das Naturprodukt, das er als »Gabe der Kuh« bezeichnet, zum Allheilmittel, das neben Sexual- und Hautleiden auch schwere Erkrankungen in den Griff bekommen soll, vor allem Diabetes und Krebs.

Indischer Rinder-Urin heilt angeblich 70 bis 80 Prozent aller offenkundig unheilbaren Krankheiten, so Prakash. Das ist aus europäischer Sicht kaum zu glauben. Ist das »Kuhwasser« nun Wundermittel oder Quacksalberei?
 Die doch eher gewöhnungsbedürftige Therapieform erinnert an verschiedene abstoßende Heilverfahren im Europa früherer Jahrhunderte. Berühmt ist die Dreckapotheke des Christian Franz Paullini aus dem Jahr 1696.

Der barocke Arzt beschreibt in diesem Werk »wie nemlich mit Koth und Urin fast alle/ja auch die schwerste/Krankheiten, und bezauberte Schäden … glücklich curiret worden«. Hierzu finden sich dann abstoßende Rezepturen. Später wurde vor allem auch die Eigen-Urin-Therapie verfochten, nicht nur von indischen Heilem, sondern ebenso von westlichen Autoren, wie der deutschen Journalistin Carmen Thomas, die Bestseller zum Thema schrieb und darin angebliche spektakuläre Heilerfolge auflistet. Ganz abgesehen vom »Ekelfaktor« bleibt die Frage nach der Effizienz.

Und hier klaffen die Meinungen weit auseinander. Auch bei Therapeuten, die Naturheilverfahren offen gegenüberstehen, findet sich häufig kaum Verständnis für den Einsatz von Urin. Denn das steht im absoluten Widerspruch zum gesunden Menschenverstand und zur Entschlackung und Reinigung des Körpers, der sich unter einiger Mühe derjenigen Substanzen entledigt, die mit dem Urin wieder aufgenommen werden sollen.

Bei Ratten wirkt der Rinder-Urin

Andreas Michalsen ist Professor für Naturheilkunde an der Berliner Charité. Er weist auf den Mangel an wissenschaftlichen Studien hin, welche positive Wirkungen von Urinmedizin belegen könnten. Pancha-kavya, »Mischufig aus fünf Essenzen«, so bezeichnen die Inder im Sanskrit eine rituell verwendete Heilmixtur aus Kuhprodukten, die neben Quark und Fett noch Kuhmilch, -dung und -urin enthält. Vom Therapeutikum bis zu kosmetischen Anwendungen verläuft das breite Spektrum. Nur wie ist es um nachweisbare Erfolge bestellt?

Liegt im Urin wirklich das Geheimnis der Heilung schwerer Leiden? Viele Mediziner halten nichts davon. Genau wie Professor Michalsen weist Dr. Donald Hensrud von der amerikanischen Mayo-Klinik auf die mangelnde Datenlage hin. Aber es gibt auch aktuelle Forschungen, die anders klingen. Im Journal Ancient Science of Life veröffentlichten Forscher 2012 eine Studie, nach der an Diabetes erkrankte Ratten nach Verabreichung von Gomutra Ark deutlich niedrigere  Glukosewerte im Blut aufwiesen als eine Kontroll-gruppe.
Die Forscher sprachen von einem »hohen therapeutischen Index« und der »Sicherheit für andauernden Gebrauch«. Und 2013 erschien im International Brazilian Journal of Urology ein Beitrag, dessen Autoren behaupteten, destillierter Kuh-Urin könne die Entwicklung von Nierensteinen bei Ratten verhindern.

Auch aus dem Orient sind seit Langem heilende Wirkungen der eher wenig Vertrauen erweckenden Flüssigkeit überliefert. Hier sind es die Kamele, Kamelderen Urin alle möglichen Krankheiten heilen soll. Oder hilft diese Quelle lediglich als letzte
Bastion gegen die Dehydrierung?

Die saudische Wissenschaftlerin Dr. Faten Ab-del-Rahman Khorshid ist anderer Meinung. Sie glaubt, positive therapeutische Effekte des Kamel-Urins bestätigen zu können.

Die Inhaltsstoffe von Kamel-Urin seien zytotoxisch und in der Lage, Krebszellen im Körper zu reduzieren. Sie sollen die maligne Zeüproliferation eindämmen. Dr. Korshid ist Fakultätsmitglied der King Abdul Aziz University (KAU) in Riad. Und sie will bewiesen haben, dass Nanopartikel im Kamel-Urin Krebszellen erfolgreich angreifen.
Die Wissenschaftlerin überprüft ihre Aussagen auf Grundlage moderner Forschung und strikt nach den Richtlinien des International Cancer Institute. Sie arbeitete mit Kamelmilch und -urin sowie menschlichen Lungenkrebszellen und injizierte leukämische Krebszellen in Mäuse, um daraufhin die Wirkstoffe von Kamel-Urin auf ihren Nutzen gegen Krebs zu überprüfen. Aus ihren klinischen Versuchen geht demnach hervor, dass eine entsprechende Therapie keine Nebenwirkungen zeigt und wirksam ist.

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nachzulesen bei Kopp-Exklusiv 06-2014

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Briefe aus Australien: Märchenstunde in deutschen Medien


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Einer unserer Leser lebt im fernen Australien. Unlängst wunderte er sich über reißerische Medienberichte über eine angebliche »Hitzewelle« in Australien.

Doch das war erst der Anfang, heute schreibt er weiter.

Das Wetter in Rockingham ist schön und keinesfalls zu heiß, abends eher etwas kühl. Das Gesellschaftsleben ist durch den Lions-Club und andere Kontakte, Einladungen, Gäste, Meetings und Barbecues inzwischen schon recht stressig und wir haben uns deshalb vorgenommen, nun etwas kürzer zu treten. Bei all diesen Treffen der letzten Zeit stand ein Thema im Vordergrund: die Jagd auf gefährliche Haie haitauchen-11gund die Proteste in Westaustralien dagegen, über die in den deutschen Medien umfänglich berichtet wurde.

An »unserem« Strand in Cottesloe waren es gestern etwa 6000 Protestler, die in den internationalen Medien den Eindruck
 erwecken wollten, fast alle Einwohner von Perth (1,8 Millionen) seien gegen die Haijagd. Das aber ist eine grobe Verzerrung der Realität. .

In der hitzigen Debatte um die Jagd auf den weißen Hai müssten Fakten berücksichtigt werden, die in Westaustralien bei den Älteren allgemein bekannt sind, die aber von den Protestlern, WWF und Greenpeace ungern gehört und schon gar
nicht berücksichtigt werden. Das Verbot Haie zu jagen, wurde in Australien 1998 Gesetz. Bis dahin hatte es in den einhundert Jahren davor an der westaustralischen Küste nur einen dokumentierten Todesfall durch einen Haiangriff gegeben.

Haie als Raubfische

Die uns plausibelste Erklärung für die dramatische Zunahme der Haiangriffe kommt von alterfahrenen Berufsfischern der Region: Seit der Besiedelung Westaustraliens wurde der Hai an der Küste aus wirtschaftlichen Gründen gejagt. Durch das Verbot von 1998 hörte das auf. Und eine neue Haigeneration Haieverlor die Angst vor den Fischern und kam immer näher an die Küste heran  (es wurde sogar ein Jogger, der direkt am Wasser lief, in Cottesloe von einem Hai angegriffen und getötet).
 Die Fischer berichten, dass es früher mühselig war, überhaupt einen Hai zu finden. Heute sind die Haie überall zu sehen, so als ob sie wüssten, dass sie nicht gejagt werden dürfen.

Ein Leser fragte, weshalb es keinen Protest dagegen gibt, dass in Australien tausende Kamele und zigtausende Kängurus erschossen werden, aber keiner geht deswegen auf die Straße. Auf den Punkt aber brachte es ein Leser, indem er sagte, dass es den Protestlern überhaupt nicht um die Haie gehe.

Es sind die üblichen Verdächtigen, die bei allen Protesten immer dabei sind, sei es gegen den Bau der neuen Autobahn oder die Erweiterung eines Kohlekraftwerks.

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nachzulesen bei Kopp-Exklusiv 06-2014

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unser Brauchtum wird wegen Immigranten Stück für Stück verboten… deutsche Politiker verhindern Schutz von deutschem Brauchtum und fördern massiv türkisches Kaffeetrinken…


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Weltweit wird kulturelles Brauchtum geschützt und auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gesetzt. Nur in Deutschland wehren sich unsere Politiker derzeit mit aller Macht dagegen.

Bei den Vereinten Nationen gibt es eine UN-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes. Seitdem Deutschland der Konvention 2003 beigetreten ist, könnten in Deutschland auch ideelle Kulturgüter wie Handwerkstechniken, Volkstänze, Volksmusik oder regionale Traditionen von den UN als Weltkulturerbe ausgezeichnet werden. Sie würden dann finanziell und ideell gefördert. Deutsche Steuerzahler zählen immerhin zu den größten Geldgebern dieses weltweiten Projekts.

Ihre eigene Kultur erfährt dafür im Gegenzug vor allem eines: Verachtung. Das liegt allerdings nicht an der UNESCO, sondern an deutschen Politikern. Denn in keinem anderen Land der Welt stehen Politiker der eigenen Kultur so ablehnend gegenüber wie in Deutschland.

Flamenco ist Weltkulturerbe

Während in Spanien Politiker aller Parteien erfolgreich dafür gestimmt haben, dass der Flamenco immaterielles Weltkulturerbe wird, verhindern deutsche Politiker mit allen Mitteln, dass deutsches Brauchtum UNESCO-Weltkulturerbe wird. Man kann das mit erschreckenden Zahlen belegen: Dreißig Mal haben deutsche UNESCO-Vertreter allein im Dezember 2013 mit ihrer Stimme dafür gesorgt, dass kulturelles Brauchtum in anderen Ländern Weltkulturerbe wurde. Die Deutschen stimmten im Dezember 2013 beispielsweise dafür, dass die türkische Kaffeezeremonie in den Männern vorbehaltenen türkischen Kaffeehäusern Weltkulturerbe wird. Nein, das ist kein Scherz.

 
Zur Begründung führten die Deutschen an: »Die türkische Kaffeetradition umfasst zum einen spezielle Zubereitungstechniken und ist zum anderen ein Ausdruck von Gemeinschaftlichkeit. Kaffee wird in der Türkei hauptsächlich in Kaffeehäusern getrunken, wo sich die Menschen treffen, um sich zu unterhalten (…) Die türkische Kaffeekultur spielt eine wichtige Rolle bei gesellschaftlichen Anlässen wie Verlobungen, Zeremonien und Feiertagen.« Die Deutschen stimmten zugleich dafür, dass die islamische Pilgerreise zum Mausoleum von Sidi Abd el-Qader Ben Mohammed (Sidi Cheikh) in Algerien Weltkulturerbe und damit finanziell gefördert wird.

 
Sie stimmten auch dafür, dass die Tuareg-Zeremonien zum Vertreiben von »bösen Geistern« in Algerien, Mali und Niger Weltkulturerbe wurden. Und zeitgleich setzten sich die Deutschen im Dezember 2013 auch erfolgreich dafür ein, dass die »mediterrane Esskultur« Weltkulturerbe wurde. Begründung: »Die mediterrane Ess-kultur steht in Verbindung mit einer Reihe von Fertigkeiten, Ritualen, Symbolen und Traditionen rund um Saat, Ernte, Fischerei, Tierhaltung, Konservierung, Verarbeitung, Zubereitung und insbesondere des Teilens von Essen.

Gemeinsames Essen ist eine Grundlage der kulturellen Identität und der Kontinuität von Gesellschaften im gesamten Mittelmeerraum. Die mediterrane Esskultur betont die Werte der Gastfreundschaft, des gutnachbarschaftlichen Verhaltens, interkulturellen Dialogs und Kreativität. Sie spielt eine entscheidende Rolle bei Feiern und an Festtagen, indem sie Menschen jedes Alters und unterschiedlicher sozialer Schichten zusammenbringt.« Griechen, Italiener, Franzosen, Spanier und Portugiesen freuen sich nun darüber, dass die Deutschen Fördermittel für die Esskultur in ihren Ländern bereitstellen.

Ist Fasnet/Karneval etwa keine Kultur?

Die entsprechende Liste der im Dezember 2013 mit deutscher Unterstützung neu aufgenommenen immateriellen Weltkulturgüter und Bräuche ist lang, sehr lang. Umso verwunderlicher ist es, wie sehr sich die gleichen deutschen Vertreter dagegen wehren, deutsches Brauchtum auf die Liste setzen zu lassen.
Derzeit stehen 327 Projekte auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes – nur kein einziges aus Deutschland.

Dabei gäbe es doch vieles, was es mit der türkischen Kaffeekultur ganz sicher aufnehmen könnte: der deutsche Karneval oder die schwäbischalemannische Fasnet, das Reinheitsgebot für Bier, das Skatspiel, das Brauchtum der Volksgruppe der Sorben oder auch Bergmannskapellen, die Genossenschaftsidee nach dem Westerwälder Friedrich-Wilhelm Raiffeisen, das Westerwälder Töpferhandwerk oder das Jahrhunderte alte Brauchtum der deutschen Schützenvereine.

570000 Schützen aus Nordrhein-Westfalen wollten im Januar 2014 endlich erreichen, dass ihr Brauchtum auch zum Weltkulturerbe wird. Doch der Schuss ging nach hinten los. Der nordrhein-westfälische Landtag lehnte mit einer Mehrheit aus SPD, Grünen und Piraten das Ansinnen ab, einen Antrag zur Aufnahme des Schützenwesens in die UNESCO-Liste zu unterstützen. In NRW sind 3000 Schützen-Bruderschaften aktiv und leisten bürgerschaftliches Engagement.

Man mag zu deren Ansinnen nach Aufnahme in die UNESCO-Liste stehen, wie man will. Aber man sollte wissen, dass unsere Politiker zeitgleich die Schirmherrschaft für die Ausstellung von ugandischem Rindentuch
auf der vom 13. bis 19. Januar 2014 in Köln stattgefundenen Messe »Living Interiors« übernommen haben. Und die deutsche UNESCO-Kommission finanzierte die Ausstellung des ugandischen Rindentuchs, weil dieses afrikanische Brauchtum schließlich zum Weltkulturerbe gehöre.

Afrikanischer Lendenschurz

Die deutsche UNESCO-Kommission teilte zu der wie selbstverständlich durchgeführten Werbeaktion für afrikanische Rindentuch-Lendenschurze mit: »Das Rindentuch wird für Lendenschurze, Röcke, Vorhänge und Wandbekleidungen verwendet; mehrere dicke Lagen ergeben eine ausgezeichnete Schlafunterlage. Die Kunst dieser Tuchherstellung nimmt einen festen Platz im religiösen und festlichen Leben Ugandas ein.«

Aus Sicht der Schützenvereine, Karnevalisten, Skatspieler und vieler anderer Brauchtumsvereine war das wohl ein Tritt in den Hintern.

Aber sie sollten dafür Verständnis haben.

Schließlich dürfen die Deutschen jetzt die »mediterrane Esskultur« und die »türkische Kaffeehauskultur« mitfinanzieren, weil die kulturell wertvoll sind.

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nachzulesen bei Kopp-Exklusiv 06-2014