Gesundheit: Schlank und fit mit Fett?


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Fette wurden in Ben vergangenen Jahren von den Medizinern verteufelt. Auf einen Schlag ist alles anders. Fett gilt plötzlich als gesund.

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Als erstes Land des Westens empfiehlt Schweden Übergewichtigen und Diabetikern nicht mehr, auf Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren wie Butter, Vollfettkäse, Eisbein, Bauchspeck, Ölsardinen, Oliven- oder Kokosöl zu verzichten. Es gibt dort also offenbar noch Politiker, die lernfähig sind.

Fett erzeugt Sättigungsgefühle

Ausschlaggebend für die Totalrevision der schwedischen Diätrichtlinien war der Ende Mai 2013 vorgelegte Bericht »Dietary Treatment for Obesity« des unabhängigen Swedish Council on Health Technology Assessment (SBU). Das ist ein zehnköpfiges Medizinergremium, welches in zweijähriger Arbeit insgesamt 16000 Studien über den Zusammenhang zwischen der Ernährungs-
weise und der Häufigkeit von Herz-Kreis-lauf-Erkrankungen ausgewertet hat. Auf der Basis dieses Berichts hat das SBU kürzlich eine Diät mit wenig Kohlehydraten und viel gesättigtem Fett (bekannt als LCHF-Diät [Low Carb High Fat]) als wirksamstes Mittel gegen Fettleibigkeit empfohlen.

Denn die Aufnahme von Fett erzeuge ein Sättigungsgefühl, während der Konsum von Zucker den Appetit anrege. Professor Dr. Fredrik Nystrom von der Universität Linköping, ein Mitglied des Gremiums, bringt auf den Punkt, was die Auswertung der 16000 Studien ergab: »Ich selbst habe mich schon früher mit der in Schweden durchaus populären LCHF-Diät beschäftigt und sie meinen Patienten empfohlen. Aber ein Teil der Mitglieder des Gremiums stand dem sehr skeptisch gegenüber.

Diese Skepsis ver-
flog im Zuge unserer gemeinsamen Arbeit zusehends. Wenn wir die Ergebnisse aller verfügbaren wissenschaftlichen Studien auflisten, dann springt ins Auge, dass unsere tief sitzende Angst vor Fett völlig unbegründet ist. Wir werden nicht fett von fettem Essen – genauso wie wir durch die Aufnahme von Calcium keine Atherosklerose bekommen oder durch den Verzehr von grünem Gemüse grün werden.«

Zwei Zahlen machen deutlich, dass Nystrom damit wohl richtig liegt: Die Schweden, die sich, bedingt durch das kühle Klima, eher fett ernähren, gelten nur zu 14 Prozent als übergewichtig. Die Amerikaner jedoch, die 

ihren Fettkonsum reduziert haben, weil ihnen die Werbung eingetrichtert hat, dass Fett dick macht, gelten zu über einem Drittel als fettleibig. Das komme wohl vor allem daher, dass die Nahrungsmittelindustrie in den letzten Jahrzehnten Fett durch Zucker und künstliche Süßstoffe ersetzt hat, schreibt der bekannte amerikanische Medizinkritiker Malcolm Kendrick auf seinem Blog. Denn fettarme Fertiggerichte schmecken in der Regel fad. Man braucht Zucker

und andere Geschmacksverstärker, um sie einigermaßen schmackhaft zu machen. So sei kaum zu erwarten, dass die zuständige US-Behörde USDA dem schwedischen Beispiel folgt. Denn die mächtigen amerikanischen Agro-Business-Konzerne wie Archer Daniels Midland oder Cargill verdienen Milliarden mit der (subventionierten) Massenproduktion von Weizenmehl und Maisstärke sowie dem daraus hergestelltem Süßstoff High-Fructose-Sirup.

Ein weiteres Ziel der Antifettpropaganda ist wohl die Ankurbelung des Verkaufs von Cholesterinsenkern (Statinen). Seit den i97oer-Jahren wird behauptet, es gebe einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme gesättigter Fette und dem Gehalt des Blutes an »bösem« LDL-Cholesterin. Dieser korreliere mit der Höhe des Herzinfarktrisikos.

Doch der Kardiologe Aseem Malhotra vom Croydon University Hospital in London hat in einem Beitrag im renommierten British Medical Journal (BMJ) darauf hingewiesen, dass drei Viertel der Infarktpatienten normale Cholesterinwerte aufweisen. Der zitierte schwedische Bericht komme zum Schluss, dass die Aufnahme von Fettsäuren zum Sinken des Blutzuckerwerts und zum Anstieg der Konzentration des »guten« HDL-Cholesterin führt, während sie keinen Einfluss auf die Konzentration von LDL-Cholesterin hat.

Leicht verdauliche Kohlehydrate könnten Herz und Kreislauf stärker belasten als gesättigte Fettsäuren. Diese könnten die Arterien sogar schützen. Eine andere Studie habe nachgewiesen, dass der Umstieg auf die sogenannte Mittelmeerdiät mit fettem Lammfleisch, Olivenöl und Mandeln die Lebenserwartung von Infarktpatienten deutlicher verlängert als die Einnahme von Statinen.

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Autor: Wiggerl

Eine Lobby für die Deutschen-Österreichischen-Südtiroler-Schweizer Kulturen und Lebensarten – Themen: Heimat, Deutsche Reich, Geschichte

3 Kommentare zu „Gesundheit: Schlank und fit mit Fett?“

  1. Fett ist ein Geschmacksträger. Was ich aber von Fatima Clauida Rothz nicht sagen kann. Die ist nur ein fettes Ekelpaket.
    Nein, im Ernst. Ich habe mich nie um den Fettgehalt gekümmert. Ich habe alles gegessen, was lecker ist. Dicke fette Eisbeine, dicke gute Butter aufs Brot, fetten Speck in den Bratkartoffeln usw. Und mir ist es wunderbar bekommen. Bei einer Größe von mittlerweile nur noch 1,84 m wiege ich ungefähr 102 kg. Und dadüber kann ich nicht klagen. Zumal mein Cholesterinspiegel im grünen Bereich liegt.

    Herr Ober: Bitte ein fettes Eisbein!

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