„EU“: Kein Scherz: Dieselfahrer müssen künftig Urin hinzutanken


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Die EU macht Autofahrern das Leben immer schwerer. Der von Brüssel verordnete neue Harnstoffdiesel wird teuer und ärgerlich.

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Ab Herbst 2014 gilt für Dieselfahrzeuge in der EU die neue Norm Euro 6. Dadurch kommen auf all jene Kraftfahrer höhere Kosten zu, die sich in den letzten Jahren Diesel Pkw angeschafft haben, um gesetzlichen Vorgaben für die Senkung des angeblich klimaschädlichen C02-Ausstoßes zu folgen. Im Nachbarland Frankreich gibt es seit 2008 ein Bonus-Malus-System, um Autofahrern Anreize für den Kauf von Modellen mit niedrigem C02-Ausstoß zu bewegen. Käufer von Autos mit einem CO2-Ausstoß unter 140 Gramm je Kilometer bekamen vom Staat einen Zuschuss zum Kaufpreis. Für Autos, die mehr als 140 g/km CO2 ausstoßen, erhob der Staat jedoch einen gestaffelten Aufpreis, der von 100 bis 3600 Euro reichte. Der Erfolg dieses Anreizsystems war durchschlagend. Die Franzosen kauften so viele Wagen mit niedrigem C02-Ausstoß, dass der Staat mit dem Bonus-Malus-System ein Minusgeschäft machte. Vom Run auf C02-arme Pkw profitierten vor allem Dieselfahrzeuge, weil diese bei vergleichbarer Fahrleistung weniger CO2 erzeugen als Benziner. Im ersten Quartal 2012 lag der Dieselanteil bei den Neuwagenzulassungen bereits bei 73 Prozent. Auch in Deutschland ist der Dieselanteil vor allem bei Firmenwagen greifbarer Steuervorteile wegen kräftig gestiegen. Er stieg jedoch insgesamt nicht über die 50-Pr0zent-Marke. Um dem Einnahmenaus-fall des Staates Einhalt zu gebieten, hat die neue französische Regierung unter François Hollande als Erstes die Bonus-Malus-
Regelung verschärft. Ab 1. Januar 2013 ist ein Malus von 100 Euro schon fällig, wenn das Fahrzeug zwischen 135 und 140 g/km CO2 ausstößt. Zwischen 176 und 180 g/km CO2 sind bereits 2000 Euro fällig und ein C02-Ausstoß über 200 g/km kostet nun immerhin einen Aufpreis von 6000 Euro.

Die neue Euro-Norm 6

Der hohe Anteil von Dieselfahrzeugen hat Europa in der Luftreinhaltepolitik im Vergleich zu Amerika zurückgeworfen. Denn Dieselmotoren gelten nur in Sachen CO2 als ökologisch korrekt. Beim Ausstoß von Ruß und Feinstaub, die von den inzwischen vorgeschriebenen Partikelfiltern nur teilweise zurückgehalten werden, und noch mehr bei der Emission giftiger Stickoxide (NOx) liegen sie deutlich vor den Benzinmotoren. Die Euro-Norm 6 soll damit Schluss machen. Aber deren Umsetzung dürfte die wirtschaftlichen Vorteile der Dieselmotoren weitgehend zunichte machen. Stickoxide können mithilfe geeigneter Katalysatoren (SCR-Kats) selektiv unschädlich gemacht werden, indem sie zu Stickstoff und Wasserdampf reduziert werden. Sie nutzen das Ammoniak (NH3), das beim Erhitzen einer Lösung von synthetischem Harnstoff (CH4N2O) in destilliertem Wasser frei wird, als Reduktionsmittel. Solche Katalysatoren werden seit Jahrzehnten in den Rauchgasfiltern von Großkraftwerken eingesetzt. Inzwischen gibt es sie auch für Lkw und Pkw. Die dafür nötige Harnstofflösung wird an Lkw-Tankstellen unter der harmlos klingenden Marke AdBlue® angeboten. Deren Markenrechte liegen beim deutschen Verband der Automobilindustrie (VDA). AdBlue besteht aus einer Lösung von 32,5 Prozent hochreinem Harnstoff in entmine-ralisiertem Wasser. Der Bedarf an AdBlue liegt zwischen vier und sechs Prozent des
Dieselbedarfs. Die Fahrzeuge brauchen dafür einen separaten kleineren Tank (meist zwanzig Liter). Von dort wird die Lösung mithilfe einer Pumpe in den Abgasstrom gespritzt. Bislang bieten die Kfz-Hersteller nur teure Spitzenmodelle mit dem AdBlue-Kat an. Lkw rr\\i AdBlue erhalten in Deutschland eine Vergünstigung von zwei Cent je Kilometer bei der Autobahnmaut.

Harnstoff und giftiges Ammoniak

Weitere Nachteile: Bislang wird AdBlue an den meisten Tankstellen nur in Kanistern angeboten. Einrichtungen für das direkte Betanken von Pkw fehlen weitgehend. Weil sich der Harnstoff bereits bei plus 60 Grad Celsius zu zersetzen beginnt, können beim Nachfüllen hochgiftige Ammoniakdämpfe
entweichen. Autos, die in der prallen Sonne stehen, können sich durchaus auf 60 Grad aufheizen. Im Winter gefriert der Harnstoff hingegen schon bei minus 11 Grad. Auch bei höheren Temperaturen kann es zur Verstopfung der Einspritzpumpe durch Harnstoffkristalle kommen. AdBlue könnte also durchaus dazu führen, den europäischen Autofahrern den Spaß am Diesel zu verderben. Der japanische Hersteller Mazda setzt deshalb statt auf AdBlue auf eine niedrigere Verdichtung des Kraftstoff-Luft-Gemisches. Dabei entstehen von vornherein weniger Stickoxide. Der neue Mazda CX-5 Skyactiv-D kann so nach Angaben des Herstellers die Euro-Norm 6 auch ohne SCR-Kat erfüllen. Die niedrigere Verdichtung geht allerdings mit einer Leistungseinbuße einher.

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nachzulesen bei Kopp-Exklusiv 20-2013

2 Kommentare

  1. Wir werden immer weiter von der „EUDSSR“ diktiert und abgezockt.
    Und alles im Namen des „Umweltschutzes“. Obwohl von seriösen Wissenschaftlern und Klimatologen längst bewiesen ist, das der Mensch nichts, aber auch gar nichts gegen die Klimaveränderung unternehmen kann. Das Klima auf der Erde wird einzig und allein von der Sonne bestimmt und beeinflußt. Das ganze ist eine weltweite riesige Verarschung der Menschen und ein gigantisches Geschäft mit der Angst.
    Angst beim Volk zu erzeugen und Legitimation für die “Klima”-Politik zu erhalten, wie z.B. ständig neue und höhere Umweltsteuern, Ökosteuern, Mauterhöhungen, Dämmrichtlinien, Emissionsabgaben, Umweltsteuern, CO2-Zertifikatehandel…
    http://www.wahrheiten.org/blog/klimaluege/

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