Tagesausblick: Ist Deutschlands Goldschatz noch da?


Griechenland, Draghi, Spanien und Goldbarren

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● THEMEN:
➤ Spanien wieder im Fokus: Anhaltende Rezession, Defizit für 2012 bei 7,3% (Maximalziel: 6,3%) → gleiche Entwicklung wie in Griechenland
➤ Griechenland bekommt (anscheinend) 32 Mrd.€-Hilfskredit und 2 Jahre mehr Zeit zur Haushaltssanierung (bis 2016): Anstatt die Sparpakete auszusetzen um die Konjunktur anzukurbeln, werden die dringend benötigen Arbeitsmarktreformen aufgeschoben
▬► http://tinyurl.com/9x2a6tt
➤ EZB-Präsident Draghi stellt sich heute dem Bundestag (geschlossene Sitzung)
➤ Deutschlands Goldreserven:
▬► 3400 Tonnen (ca. 133 Mrd.€) liegen (angeblich) großteils bei der Fed in New York, der französischen Nationalbank in Paris und der Bank of England in London → Bundesrechnungshof fordert regelmäßige Inventur
▬► http://tinyurl.com/93ytzwp
▬► Geschichtliche Hintergründe der Goldreserven-Aufstockung zw. den 50er und 70er Jahren: Außenhandelsüberschüsse in den 50er/60er Jahren → Man ließ sich zum Ausgleich mit Gold bezahlen (anstatt Target-Kredite zu vergeben wie heute) bis Nixon 1971 die Golddeckung aufhob
➤ Gute Zahlen von SAP (Softwarehersteller) und Krones (Getränkeabfüllmaschinenhersteller)
➤ Deutschlands Maschinenbau mit Rekordumsätzen, Chemiebranche im Minus

Ein Kommentar

  1. Geld – wie es ist und wie es sein soll

    Das heutige Papiergeld ist deshalb Zinsgeld (fehlerhaftes Geld mit parasitärer – der wesentlichen Tauschfunktion widersprechenden – Wertaufbewahrungsfunktion), weil es gänzlich unreflektiert dem Goldgeld der Antike nachgeäfft wurde! Und noch heute gibt es Äffchen, die – wie die Vertreter der „Österreichischen Schule“ – den „Goldstandard“ anbeten und sich von diesem Unsinn die Lösung aller Menschheitsprobleme versprechen. Gold kann in der Natur gefunden oder durch Neutronenbeschuss von Quecksilber künstlich erzeugt werden. Und nur weil das zweite Verfahren noch viel zu teuer ist, stellt sich der im Altertum verhaftete, unbewusste Mensch das Gold als ein „natürliches Geld“ vor, dem er wegen seiner Seltenheit einen „besonderen Wert“ beimisst. Die Abstraktion vom Gold über das Goldgeld bis zum Papiergeld kann der noch unbewusste Mensch nicht nachvollziehen.

    Das bewusste Denken beginnt mit der Feststellung, dass in einer Volkswirtschaft die Waren das Angebot sind und das Geld die Nachfrage bildet. Der Gegenwert allen umlaufenden Geldes ist also immer der Wert aller gegenläufig umlaufenden Waren, die aktuell dagegen getauscht werden, und nicht „beliehene Sachwerte“, eingelagerte Goldklötzchen oder sonst irgendetwas. Damit das Geld seine Aufgabe als Tauschmittel erfüllen kann, muss lediglich sichergestellt sein, dass es als „gesetzliches Zahlungsmittel“ definiert, dass es fälschungssicher ist, und dass es umläuft. Allein die Art und Weise, wie die letzte Bedingung erfüllt werden kann, entscheidet über das Schicksal der ganzen Volkswirtschaft:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/10/geld.html

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