Euro: WIE WÄR’S MAL MIT DER WAHRHEIT? …


Wie wär´s mal mit der Wahrheit? Der haben sich fünf Experten verschrieben. Sie erklären, was beim Euro-Crash auf uns zukommt. Dabei geht es nicht nur ums Geld

Europas Politiker sollten sich an diese Worte halten. Eine Währung ist für den Bürger da. Der Euro steht nicht über den Rechten der Bürger. Doch genau daran arbeiten die Regierungen mit dem Rettungsschirm. Es ist ein dramatischer Appell, den die fünf Experten Wilhelm Hankel, Bruno Bandulet, Bernd-Thomas Ramb, Karl Albrecht Schachtschneider und Udo Ulfkotte in ihrem neuen Buch „Gebt uns unsere D-Mark zurück!“ ausrufen. An die Regierungen: „Beendet das Euro-Abenteuer!“. An die Bürger: „Lasst euch nicht verdummen!“ Sie führen aus, wie groß die Gefahr eines Euro-Crashs ist. Und was bei einer Währungsreform passiert. Ihre Antworten auf die wichtigsten Fragen:1.Ist der Rettungsschirm mit den Grundsätzen des Euro vereinbar?

Für Karl Albrecht Schachtschneider, Professor für öffentliches Recht, ist der Euro-Rettungsschirm ESM schlicht „rechtsstaatwidrig“. Denn es gibt eine eindeutige No-Bailout-Klausel im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, kurz AEUV. Er ist mit dem Vertrag über die Europäische Union (Maastricht-Vertrag) der Gründungsvertrag der EU, also das oberste Regelwerk. In Artikel 125 steht, dass weder die Union noch ein Mitgliedsstaat für die Verbindlichkeiten eines anderen Staates eintritt. Mit einem neuen, vagen Absatz sollen die Staaten künftig den ESM-Vertrag ändern können, ohne sich an die No-Bail-out- Klausel halten zu müssen. Das widerspricht dem Grundsatz des EU-Vertrags: Haushaltsdisziplin als systemische Grundlage für die Stabilität der gemeinsamen Währung.

2. Sind wir auf dem Weg zu einer Haftungs- und Schuldengemeinschaft?

„Die geplante Vertragsänderung verändert die Europäische Währungsunion in ihrem Wesen“, schreibt Schachtschneider. Denn sie wird von der Stabilitätsgemeinschaft zur Haftungs- und Schuldengemeinschaft. Die Neuregelung stellt die Währungsunion über die Haushaltsdisziplin sowie wirtschaftliche und monetäre Stabilität. „Der Stabilitätsmechanismus (ESM) ist ein Risikopuffer, der die Schulden der Euro-Gruppe zu vergemeinschaften erlaubt und das geradezu aufdrängt“, so Schachtschneider.

3.Ist es nicht ethisch geboten, für die Griechen zu zahlen?

Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, formulierte das klar: „Ich habe mehr Mitleid mit den Ärmsten in Afrika als mit den Menschen in Griechenland.“ Die Griechen sollten sich selbst helfen, indem sie alle ihre Steuern bezahlen. „Das Volk ist der Staat, sonst niemand“, so Schachtschneider. Also muss das griechische Volk auch für die Schulden des Staates einstehen. Die Finanzierung fremder Staaten verletzt die Souveränität der Völker. Schließlich wollen die nicht mit ihrer Arbeit fremde Staaten finanzieren. Dieses Recht haben auch die Nehmerländer. Trotz Finanzhilfen wehren sie sich – verständlicherweise – gegen ihre Entmündigung. „Das Kontrollinteresse der Geber ist wohlbegründet, aber unverbesserlich demokratiewidrig, staatswidrig, souveränitätswidrig“, so der Staatsrechtler. Erst wird den Griechen Geld von anderen Staaten aufgezwungen, und dann wird ihnen auferlegt, wie sie ihren Staat zu führen haben. Man nimmt ihnen ihre Souveränität. Also ihre Freiheit.

4.Warum mussten wir die D-Mark aufgeben?

Sie war schlicht zu stark. Der Erfolg der Bundesbank wurde der Mark zum Verhängnis. Der ehemalige französische Präsident François Mitterrand wollte die Wiedervereinigung Deutschlands zunächst verhindern. Aber noch mehr wollte er: die D-Mark loswerden. Also verlangte er für die Zustimmung zur Wiedervereinigung von Kanzler Helmut Kohl die Einheitswährung. „Wäre die D-Mark eine Schwachwährung gewesen, bestünde sie noch heute“, urteilt der Autor Bruno Bandulet. Frankreichs Absichten zeigten sich bei den deutsch-französischen Besprechungen von 1988. Jacques Attali, Mitterrands außenpolitischer Berater, erkärte: „Um eine Balance zu erhalten, möchten wir über die deutsche Atombombe reden.“ Darauf antworteten die Deutschen: „Sie wissen doch, wir besitzen gar keine Atombombe.“ Woraufhin Attali sagte: „Ich meine die Deutsche Mark.“ Kohl wollte partout die Wiedervereinigung. Also opferte er das Stärkste, was Deutschland hatte: die D-Mark.

5. Verliert Deutschland sein AAA-Rating?

Die Gefahr ist groß. „Eine Transferunion, vor der jetzt viele warnen, braucht die EU nicht mehr zu werden“, sagt Bandulet. „Sie ist schon eine.“ Seit der Ära Kohl hat es sich eingebürgert, dass Streit in Europa damit gelöst wird, dass Deutschland das Scheckbuch zückt. Zwischen 1976 und 2008 hat ein EU-Mitglied mehr Nettobeiträge an die EU geleistet als alle anderen Nettozahler zusammen: Deutschland. Politiker rechtfertigen die Zahlmeister- Rolle damit, dass Deutschland als Exportnation am stärksten vom Euro profitiert. Tatsächlich ging auch schon lange vor der Gemeinschaftswährung der Großteil der deutschen Ausfuhren nach Europa. Das Regelwerk des ESM sieht vor, dass alle Euro-Länder bürgen und Bareinlagen leisten müssen. Theoretisch. Denn wer kein Geld hat, für den springen die anderen Euro-Länder ein. Je mehr Staaten nicht mehr zahlungsfähig sind, desto mehr bleibt an Deutschland hängen. Die Bundesrepublik wird also zum Kreditgeber der letzten Instanz. Werden die Finanzspritzen immer größer, muss Deutschland irgendwann eine höhere Neuverschuldung eingehen, um die Schulden Europas abzusichern. Damit ist die Top-Bonität dahin.

6. Aber der Euro ist doch zum Dollar stabil?

Beide Währungen sitzen auch im selben Boot. Sie sind ungedeckte Papierwährungen. Sie können beliebig vermehrt werden. Beide operieren außerhalb der Marktwirtschaft. Denn die Notenbanken blähen einfach ihre Bilanzen auf, schaffen also neues Geld. Sie kaufen in großem Stil Staatsanleihen auf, setzen damit die Marktgesetze, also höhere Zinsen, außer Kraft.

7. Steuern wir auf ein Schneeballsystem zu?

Wir sind schon mittendrin. Amerikas Neuverschuldung hat mit zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts längst hellenische Verhältnisse erreicht. Seit die US-Notenbank in großem Stil US-Staatsanleihen aufkauft, avancierte die Fed zu Amerikas größtem Gläubiger. Europa ist nicht viel besser. Die Banken in den Euro-Ländern liehen sich für drei Jahre zu einem Prozent pro Jahr fast eine Billion Euro von der Europäischen Zentralbank. Damit kauften sie hochverzinste Staatsanleihen der Euro-Sorgenkinder und dürfen diese bei der EZB als Sicherheit für neue Kredite hinterlegen. Somit tun die Banken auf Wunsch der Regierungen das, was sie schon in den Jahren vorher an den Rand des Ruins gebracht hat. „Das ist ein Ponzi-Betrug“, sagt Bandulet. Charles Ponzi gilt bis heute als einer der größten Betrüger der US-Geschichte. Er wurde reich durch Schneeballsysteme. Aber dieses Modell funktioniert nur so lange, wie frisches Geld nachgeschoben wird. Oder bis das Vertrauen der Teilnehmer zusammenbricht.

8. Wie kann eine Enteignung durch Inflation erfolgen?

Es ist das Alternativszenario zum Zusammenbruch und der Währungsreform: Volkswirte nennen es „Finanzielle Repression“ – Institutionen wie Rentenkassen leihen dem Staat Geld. Das passiert bereits: Europas Rettungsschirme beinhalten Beiträge von staatlichen Rentenfonds. Die Notenbanken halten die Zinsen für eine lange Zeit künstlich niedrig. Und zwar unter einer steigenden Inflationsrate. Das Ergebnis ist eine schleichende Enteignung der Sparer und die Entschuldung des Staates. Die USA und England praktizierten das Modell nach 1945 drei Jahrzehnte lang, um die Kriegsschulden zu verringern.

9.Was ist eigentlich das Grundproblem des Rettungsschirms?

Das Prinzip des ESM lautet: Wer hilfebedürftig ist, der bekommt Geld und muss keines zahlen. Wenn man das bis zum Ende durchrechnet, dann bleibt als Nettozahler nur einer übrig: Sie! Der deutsche Steuerzahler. Erklärt Wilhelm Hankel: „Ich nenne das die Verwechslung von Dynamik mit Dynamit. Das ist in den ESM eingebaut. Und mit diesem Dynamit wird der Euro gesprengt.“ Die Transferunion kann nicht lange gutgehen. Denn mehrere europäische Staaten können nicht mitmachen. Für kleinere Euro-Länder wie Estland oder die Slowakei ist das schlicht nicht zumutbar. Ihre Pro-Kopf-Einkommen sind niedriger als die von Italien oder Spanien, denen geholfen werden soll.

10. Was ist das Grundproblem des Euro?

Mit seiner Einführung schafften die Regierungen den Wettbewerb zwischen den Währungen ab. Stattdessen gibt es falsche Zinsen und falsche Wechselkurse. Denn die 17 Euro-Länder sind wirtschaftlich komplett unterschiedlich und lassen sich nicht auf einen Nenner bringen. Noch vor der Euro-Einführung in den Jahren 1998 und 1999 sanken mit ihrer Ankündigung die Zinsen für Staatsanleihen von Griechenland (18 Prozent), Spanien (18 Prozent) oder Italien (14 Prozent) ruckartig auf sechs bis sieben Prozent. Das entsprach dem Niveau deutscher Papiere. Die Staaten bekamen einen Blankoscheck für das Schuldenmachen in die Hand. Folge: Es wurde auf Pump investiert, statt maßvoll zu haushalten. Nur harte Marktgesetze, sprich risikogerechte Zinsen für Staatsanleihen oder der Druck, die Euro-Gruppe verlassen zu müssen, könnten Haushaltsdisziplin sichern.

11.War der Beitritt Griechenlands von Anfang an geplant?

Dass die Griechen ihre Bilanzen türkten, ist bekannt. Aber interessierte das überhaupt jemanden? „Schauen Sie sich einen 20-Euro-Schein an“, rät Hankel. Unter der lateinischen Inschrift „20 Euro“ steht das griechische „EYPO“. Die Scheine wurden entworfen und gedruckt, bevor Griechenland dem Euro beitrat. Die Hellenen waren also eingeplant. Egal, wie ihr Haushalt aussah.

12. Was passiert im Fall eines Euro-Crashs?

Damit sollten sich die Bürger ernsthaft auseinandersetzen. Was passiert in der Realität, wenn der Euro zusammenbricht? Zunächst einmal gibt es kein Geld am Automaten. Der Warennachschub wird schlagartig gestoppt, weil der Lieferant kein Geld bekommt. Auch der Sozialstaat bricht von heute auf morgen zusammen, er muss seine Leistungen extrem zurückfahren. Was passiert dann? Hankels düsteres Bild: 120 Prozent der Kosovo-Albaner in Deutschland bekommen Hartz IV. 90 Prozent der Libanesen hierzulande beziehen Hartz IV, genau wie 47 Prozent der Afghanen. „Versuchen Sie sich einmal vorzustellen, wie jene Menschen, die heute von Hartz-IV-Leistungen leben und vor allem in der Kriminalstatistik auffallen, reagieren werden, wenn der Sozialstaat nach dem Euro-Crash zusammenbricht.“ Jeder Wutstau entlädt sich irgendwann. Und dann stehen sich Linke und Rechte, Arme und Reiche, Inländer und Ausländer, religiöse und nicht religiöse Gruppen gegenüber. Im Wohlfahrtsstaat ließ sich die Wut mit finanziellen Zuwendungen abmildern.

13. Wie bereitet sich die Schweiz auf einen Euro-Crash vor?

Die Angst vor Unruhen scheint alles andere als abwegig. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso warnte etwa in einer Rede im Juni 2010 vor Gewerkschaftsvertretern im Zusammenhang mit der Euro-Krise vor Bürgerkriegen und dem Ende der Demokratien in mehreren EU-Ländern. Zeitgleich wurde auch der Schweizer Nationalrat von der Armeeführung über mögliche Unruhen informiert. „Auch in Europa können Situationen entstehen, die wir uns heute gar nicht vorstellen können“, sagte der Armee-Chef André Blattman. Die eigene Armee müsse sich auf Kampfeinsätze vorbereiten, da nach einem Euro-Crash gewaltige Flüchtlingsströme innerhalb Europas zu befürchten sind. Im Übrigen entwarf nicht nur die Schweiz Notfallpläne. Auch die Militärs in Großbritannien und den USA sind ganz offiziell vorbereitet. Um ihre Landsleute im Fall der Fälle aus EU-Ländern evakuieren zu können.

14. Gibt es eine Europäische Eingreiftruppe für Unruhen?

Die gibt es tatsächlich. Die Europäische Gendarmerietruppe mit dem Kürzel EUROGENDFOR ist eine bis zu 3000 Mann starke militärische Polizeigruppe mit Sitz im italienischen Vincenza. Die Soldaten können unter EU-Mandat bei Konflikten in europäischen Krisengebieten eingesetzt werden – dabei das Militär oder die Polizei vor Ort unterstützen. Oder ersetzen. Sie sollen innerhalb der EU die Bevölkerung schützen und bei Unruhen die öffentliche Ordnung aufrechterhalten.

15.Stimmt es wirklich, dass in einem Amtsblatt der EU die Todesstrafe wieder eingeführt wird?

So unfassbar es klingt, aber im Vertrag von Lissabon, dem auch der Deutsche Bundestag 2008 zustimmte, wird die Todesstrafe in der EU zwar abgeschafft, aber es gibt Ausnahmen: „(2) Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um (…) c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen.“ Da birgt eine innereuropäische Militärtruppe ein völlig neues Angstpotenzial.

16.Was erwarten Polizei und Geheimdienste?

Immer mehr Experten warnen vor schwersten Unruhen mitten in Europa. Die Straßenschlachten in Athen, brennende Gebäude in London, die angezündeten Autos in Berlin und Hamburg seien ein klares Anzeichen dafür, wie unzufrieden die Menschen in Europa sind. „Natürlich erwartet die Bundesregierung hier schwere soziale Unruhen. Man weiß, was sich da zusammenbraut, aber man verdrängt das in der Öffentlichkeit lieber“, sagt Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Auch der US-Geheimdienst CIA kommt in einer Studie zu dem Schluss: Millionen werden im Zuge der Krise arbeitslos und verarmen. Das birgt das Risiko schwerer sozialer Unruhen und sogar eines Bürgerkriegs.

17.Gewährt die Bundesbank Griechenland nahezu unbegrenzt Kredit?

Sie hat keine andere Wahl. Obwohl die Bundesbank gegen den Aufkauf von Staatsanleihen der Krisenländer und gegen immer neue Finanzspritzen ist. Denn neben dem EZB-Geld bekommen Griechenland & Co. auch noch Kredit von der Deutschen Bundesbank: die sogenannten Target2-Kredite. Sie fallen an, wenn etwa in Griechenland ein deutsches Produkt gekauft wird. Ein Überziehungskredit wie der Dispo auf dem Girokonto. Mit dem Unterschied, dass kein Bankberater kommt und sagt: Jetzt ist Schluss. Die Bundesbank darf diese Kredite nicht verweigern und auf Rückzahlung pochen. Das steht im Vertrag zur Währungsunion. Bis 2007 waren die Target2-Kredite auch kein Thema – es wurden nur rund 30 Milliarden Euro ausgeschöpft. Auf Grund der Ungleichgewichte innerhalb Europas schoss die Kreditsumme bis Januar 2012 aber auf fast 500 Milliarden Euro.

18.Explodiert die Geldmenge in Deutschland?

Der Wirtschaftswissenschaftler und Mathematiker Bernd-Thomas Ramb hat dazu eine Grafik erstellt: Die Entwicklung des BIP und der Geldmenge in Deutschland seit dem Jahr 2000. Bis 2010 stieg die Wirtschaftsleistung hierzulande um insgesamt knapp zehn Prozent. Das Geld, das die Zentralbank in den Wirtschaftskreislauf pumpte, stieg dagegen um mehr als 80 Prozent.

19.Wir haben zu viel Geld und zu viele Schulden. Was ist die Gefahr?

Die Lücke zwischen Geld und Gütern ist das Inflationspotenzial. Europaweit sieht die Bilanz noch düsterer aus: Die Geldmenge stieg um 160 Prozent, der Wert der produzierten Waren und Dienstleistungen nur um rund elf Prozent. Das endet für den Wissenschaftler zwangsläufig in der Hyperinflation oder im Währungsschnitt. Da sich kein Land Preissteigerungsraten von zehn Prozent und mehr pro Jahr leisten kann, bleibt am Ende wohl nur der Währungsschnitt.

20. Wie könnte ein Währungsschnitt aussehen?

Vereinfacht gesagt, gibt es ein neues Gesetz, in dem steht, dass in allen privaten Verträgen das Wort Euro durch Neue Mark ersetzt wird. Wie im Jahr 1948. Für den Währungsschnitt müsste noch ein zweiter Absatz hinzugefügt werden. Etwa: Alle Geldvermögen werden beschnitten. Beispielsweise erhält jeder, der 100 000 Euro auf dem Sparbuch hat, 10 000 Neue Mark. Um die Staatsschulden zu beschneiden, kann der Staat Schatzbriefe oder Schuldverschreibungen in gleichem Verhältnis umschreiben: Aus 1000 Euro Nominalwert werden dann 100 Neue Mark.

21.Welches Ziel verfolgt der Staat bei einem Währungsschnitt?

Er will einen möglichst großen Teil der Euro-Geldmenge loswerden. Schließlich steht sie in krassem Unverhältnis zum Wert der Waren und Dienstleistungen. Das geht nur mit dem Währungsschnitt. Würden einfach alle staatlichen Verträge und Geldguthaben in Neue Mark umgeschrieben werden, wäre nichts gewonnen. Da sich so weder Schulden noch Geldmenge reduzieren würden.

22.Was passiert bei einem Währungsschnitt mit Geldvermögen?

Staatspapiere und Bargeldvermögen verlieren an Wert. Schließlich wird der Wechselkurs festgeschrieben. Selbst wenn Deutschland eine Parallelwährung einführen würde, wäre eine massive Abwertung des Euro zu erwarten.

23.Was sind Sachanlagen und was die Vor- und Nachteile?

Gold, Immobilien und Aktien sind die klassischen Sachwerte. Selbst Devisen wie Schweizer Franken sind Sachanlagen, wenn auch mit Kursrisiken behaftet. Vorteil von Gold oder Edelsteinen: Sie können bei einer Flucht ins Ausland mitgenommen werden. Außerdem kann der Staat zum Abbau seiner Schulden eine Sondersteuer auf Immobilien erheben. Bei der Währungsreform 1948 wurden sie mit einer Zwangshypothek belegt, die ihre Besitzer über Jahre hinweg abbezahlen mussten. Aktien bergen im Fall eines Währungsschnitts zumindest kurzfristig enorme Kursrisiken, wie eine aktuelle Studie von Goldman Sachs zeigt. So verlor der Aktienmarkt während der Argentinien-Krise in lokaler Währung 48 Prozent an Wert. In Dollar waren es 86 Prozent. Der Kursrutsch dauerte insgesamt 28 Monate. In den zwölf Monaten danach stiegen die Kurse um 130 Prozent. Ramb rät daher: Wenn Aktien, dann von sehr soliden Konzernen mit hohem Bestand an Produktionskapital wie Maschinen und Gebäude.

24. Wie viel Zeit bleibt noch?

Jetzt auf keinen Fall das ganze Geld vom Konto abheben und blind die erstbeste Immobilie kaufen, rät Ramb. Der Mathematiker entwarf eine Wahrscheinlichkeitskurve für eine Währungsreform. Sie basiert auf der demografischen Entwicklung Deutschlands. Denn der Druck auf die nachfolgenden Generationen, die Schulden loszuwerden, wächst. Im Jahr 2031 erreicht Rambs Kurve 100 Prozent. Bis dahin wird der Euro aus seiner Sicht auf jeden Fall abgelöst. 2017 erreicht die Kurve 50 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass im Folgejahr die Währungsreform kommt, ist dann größer als die, dass sie nicht kommt.

25. Gibt es Notfallpläne für den Zusammenbruch des Euro?

Deutsche Konzerne bereiten sich längst vor. Metro verkündete jüngst, dass der Plan fertig in der Schublade liegt. Banken, Versicherer und Unternehmen wie TUI ergänzen Verträge um einen Nach-Euro-Passus. Etwa, dass das Geschäft „in Euro oder in der zum Zeitpunkt der Transaktion in Deutschland gültigen Währung“ erfolgt. Als Gerichtsstand wird explizit Deutschland festgeschrieben. Siemens holte sich 2011 eine Banklizenz, um das Geld bei der EZB anlegen zu können. Auch EADS denkt darüber nach.

„Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen“ Abraham Lincoln, US-Präsident von 1860 bis 1865

„Ich habe mehr Mitleid mit den Ärmsten in Afrika als mit den Menschen in Griechenland. Sie sollten sich selbst helfen, indem sie alle ihre Steuern bezahlen“ Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds

Euro: WIE WÄR’S MAL MIT DER WAHRHEIT? – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/boerse/euro-wie-waers-mal-mit-der-wahrheit_aid_766365.html

Deutschland im Jahr 2083


Wenn es in Deutschland zu keinem Politikwechsel kommt und weiterhin von Monat zu Monat Tausende Kulturfremde durch Asyl und Familiennachzug importiert werden und Abermillionen von arbeitslosen islamischen Gebärmaschinen mit Hilfe unsere Steuern neue Mohammeds und Achmeds produzieren, werden sie uns einholen und das Land islamisieren. Wir werden so enden wie die Kopten im Irak oder die Armenier in der Türkei.

Warnung:

an einigen Stellen treten „GRÜNE“ auf. Bitte Kotztüten bereit-halten:

Kirsten Heisig: Ja, sie wurde gemordet, ja, der Staat hat seine Pfoten im Spiel, ja, die Medien deckten und verschleierten es.


 
 

Neues zum Menü-Punkt

https://deutschelobby.com/kirsten-heisig-der-vertuschte-mord/

Ja, sie wurde gemordet, ja, der Staat hat seine Pfoten im Spiel, ja, die Medien deckten und verschleierten es. Wie auch im Falle des Boris Floricic, TRON:

http://www.freegermany.de/morde/boris-f/boris-f.html

und in vielen anderen Fällen. Die Gesamtzahl staatlich gewollter Morde dürfte vermutlich 5-stellig pro Jahr sein, dabei werden die Morde an politischen Unruhestiftern (wie auch im Falle Heisigs) nur einen eher kleinen Teil ausmachen. Weitaus größer dürfte längst die Zahl derer sein,
die man in Altenheimen, Krankenhäusern usw. unauffällig beseitigt, weil sie bestimmten Finanzinteressen im Wege stehen oder nur noch als nutzlose, aber Kosten verursachende “Esser” betrachtet werden.

Experimente mit neuartigen Mikrowellenwaffen werden häufig von Leuten berichtet, bei denen man sich sagen muss: Einen konkreten Grund kann es gar nicht geben. Insofern sind solche Opfer natürlich prädestiniert für unauffällige Experimente mit Waffen, deren Einsatz man schwer nachweisen kann, siehe u.a.:

http://belljangler.wordpress.com/2011/08/24/khk-thomas-hauck-ein-mutmaslicher-madchenmorder-polizei-hagenpolizeiprasidentin-ursula-steinhauerregierungsdirektor-dr-dirk-gretepolizeicccanon-berlin-wienhamburg-munchen-frankfurt-gie/

An alle Türken: Ihr nennt uns Schlampen, Huren und Schweinefleischfresser…


Artikel von  am 15 Juni 2012, 8:11

Wir lassen uns unseren Stolz und unsere Freiheit nicht nehmen!

und erwartet von uns, dass wir Euch mit Respekt begegnen sollen?

Ihr fordert überall Moscheen mit meterhohen Minaretten und dem Ruf des Muezzin.

Der Staat investriert Milliarden für Eure Sprach- und Integrationskurse, doch selbst nach Jahren, in denen Ihr hier lebt, haltet Ihr es nicht für nötig, Deutsch zu lernen.

Ihr wollt, dass in Kindergärten, Schulen, Universitäten, Krankenhäusern und Firmen islamkonformes Halalfleisch eingeführt wird und Schweinefleisch möglichst ganz aus dem Speiseplan verschwindet.

Ihr steckt Eure Töchter unter ein Kopftuch und lasst sie nicht am Sport- und Schwimmunterricht teilnehmen. Manchmal nehmt Ihr sie auch einfach von der Schule, um sie mit einem Verwandten zu verheiraten und verwehrt ihnen somit den Weg auf Bildung und auf ein eigenständiges Leben, während Ihr Euren Testosteron gesteuerten Söhnen jegliche Freiheiten gewährt.

Ihr tötet Eure Töchter, weil  sie Euch “zu westlich” geworden sind und dabei wollten sie doch nur ein Leben in Freiheit und Selbsbestimmung leben. Ihr nennt das das “Wiederherstellung der Ehre”, doch dabei wisst Ihr nicht mal, was Stolz und Ehre überhaupt bedeuet! Ihr habt nichts, aber auch rein gar nichts, auf das Ihr stolz sein könnt, außer vielleicht Eurem komischen Koran und das ist etwas, auf das Ihr nun wirklich nicht stolz sein könnt!

Ihr wollt nach islamischem Ritus beerdigt werden und verlangt islamische Friedhöfe mit “unbefleckter, jungfäulicher” Erde, in der vorher kein “Ungläubiger” begraben war.

Ihr nennt uns Schlampen, Huren, Schweinefleischfresser, Ungläubie oder Kuffar. Ihr verhöhnt sogar andere, moderat lebende Muslime, die eben nicht wie Ihr, jeden Tag fünfmal beten, nicht fasten oder nicht regelmäßig in die Moschee gehen.

Hochmütig trägt die stolze Muslima ihr Kopftuch und zeigt somit den anderen, wie minderwertig sie sind, doch schaut man genauer hin, ist ihr Gesicht voller Schminke und auch ihre Kleidung ist alles andere als islamisch korrekt.

Ihr erwartet mehr Toleranz von den Arbeitgebern und fordert einen islamkonformen Arbeitsplatz, bei dem Ihr nicht mit “verbotenen Dingen”, wie Schweinefleisch und Alkohol, in Kontakt kommt und bei dem islamische Regeln eingehalten werden (Trennung von Mann und Frau).

Ihr wollt, dass wir Verständnis haben, wenn Eure Frauen ein Kopftuch oder Niqab tragen oder Eure Männer einen Bart, fühlt Euch aber gleichzeitig diskriminiert und ausgegrenzt, wenn Ihr keinen Job findet.

Ihr klagt für die Einrichtung eines muslimischen Gebetsraum in einer Schule, aber nutzt ihn anschließend nicht.

Ihr fordert ein muslimisches Frauenschwimmen, bei dem die Fenster des Schwimmbades abgehängt werden müssen, nur weibliches Personal und nur männliche Kinder bis 6 Jahre anwesend sein dürfen. Wie verklemmt ist das denn? Wovor schämt Ihr Euch? Habt Ihr Angst, dass Euch einer was abguckt?

Ihr seht Eure eigenen Fehler nicht ein, stattdessen macht Ihr den bösen Westen und die Mehrheitsgesellschaft für Eure Fehler verantwortlich.

Ihr fühlt Euch in den Medien und der Presse nicht repräsentiert und beschwert Euch, dass Euer Glauben stereotyp und negativ dargestellt wird.

Ihr beteiligt Euch kaum am gesellschaftlichen Leben, sondern lebt lieber weiter abgeschottet in Eurer Parallelwelt, mit eigener Infrastruktur, in der es alles gibt, angefangen vom Autohändler bis hin zum Zahnarzt.

Ihr eröffnet islamkonforme Kaufhäuser, Muslimtaxis, Social Networks, Auktionshäuser, muslimische Jobbörsen uvm.

Wenn Ihr etwas “Gutes” tun wollt, dann tut Ihr es meist ausschließlich für Eure Glaubensbrüder- und -schwestern. Ihr sammelt Spenden für eine neue Moschee oder irgendein Krisengebiet, aber nur selten für eine Kinder-Krebsstation oder für den örtlichen Fußball-Verein.

Ihr behauptet, Ihr hättet Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut, obwohl jeder weiß, dass die Trümmerfrauen Deutschland wieder aufgebaut haben, aber wenn Euch jemand kritisiert, sagt Ihr, Ihr wärt die Juden von morgen.

Ihr verflucht den Westen und möchtet leben, wie einst Euer Prophet, aber die Vorzüge des 21. Jahrunderts, wie Telefon und Internet, wollt Ihr dann doch nicht missen.

Ihr seid humorlos und vertragt keine Kritik, schon gar nicht, wenn es um Eure Religion oder Euren geliebten Propheten geht.

Ihr droht anderen und schreckt sogar vor einem Mord nicht zurück, wenn jemand Euren geliebten Propheten oder Euren heiligen Koran beleidigt hat.

Ihr verbrennt Fahnen und sprengt Euch in die Luft, weil Euer Leben im diesseits sowieso nichts wert ist.

Ihr verlangt immer mehr und wenn Euch der Staat diese Wünsche nicht erfüllt, gebt Ihr ihm die Schuld an der misslungenen Integration.

Ihr gebt der Mehrheitsgesellschaft, den Medien und der Presse die Schuld, warum immer mehr Jugendliche vom Pfad der Tugend abkommen und sich radikalen Gruppen anschließen, die den Dschihad predigen.

Ihr distanziert Euch “offiziell” von den radikalen Gruppen, doch das sind alles nur Lippenbekenntnisse, denn sind es doch gerade diese “radikalen Gruppen”, die den wahren, echten und unverfälschen Islam predigen. Wenn Ihr Euch wirklich von den Salafisten hättet distanzieren wollen, wärt Ihr gemeinsam auf die Demos in Bonn, Köln oder Solingen gegangen und hättet ihnen die Stirn geboten! Sagt Ihr nicht selber, dass nur die guten Taten zählen? Hier hättet Ihr eine gute Tat verrichten können, aber da alles nur eine Lüge ist, und das wisst Ihr, konntet Ihr Euren Glaubensbrüdern natürlich nicht in den Rücken fallen!

Nein, liebe Muslime! Wir haben Euch schon lange durchschaut! Ihr versucht uns wegen unserer Vergangenheit ein schlechtes Gewissen einzureden und erinnert uns tagtäglich daran, was damals geschah. Doch wir, die heutige Generation, kann nichts für die Verbrechen von damals! Außerdem solltet Ihr den Ball mal ganz flach halten, denn auch Ihr habt genug Dreck am Stecken!

Leider findet Ihr auch heute noch Menschen, die auf Eure Lügen hereinfallen und Euch unterstützen. Menschen, die sich selber hassen, die Deutschland hassen und die Deutschland am liebsten gestern wie heute abschaffen möchten!

Schon in der Schule wird den Kindern eingetrichtert, dass das Leben bunt sein muss, wie toll ein Leben in Vielfalt ist, dass es keinen Unterschied zwischen schwarz und weiß gibt, doch dabei seid Ihr es doch, die die Welt in Gläubige (Muslime) und Ungläubige (Christen, Juden usw.) einteilt!

Ihr fühlt Euch als die Auserkorenen! Als die besseren Menschen, die der einzig wahren Religion folgen und dass alle anderen in der Hölle schmoren werden und das lasst Ihr uns auch Tag für Tag spüren!

Ihr erwartet von uns Verständnis und Toleranz, obwohl Ihr uns immer wieder beleidigt, diskriminiert und uns für Dinge verantwortlich macht, für die wir nichts können! Dinge, die nur Ihr allein ändern könnt!

Wir alle hier, die hier leben, können uns durchaus ein Leben in Vielfalt vorstellen. Allerdings zu unseren Spielregeln!

Wir haben Freunde aus allen Nationen der Welt, mit denen wir super zurecht kommen. Unabhängig, woher sie kommen oder welchem Glauben sie angehören. Diese Freunde, die uns inzwischen ans Herz gewachsen sind und die wir nicht mehr missen möchten, haben aber eins was ihr nicht habt: Ihre Religion ist Privatsache! Sie belästigen niemanden mit ihren ständigen, absurden Forderungen! Sie haben die nötige Distanz zu ihrem Glauben und ihrer Religion gefunden und haben gelernt zu trennen, denn sie haben neben der Spirualität der Religion auch noch ein reales Leben, ein Leben, das nicht durch Ge- und Verbote bis ins kleinste Detail geregelt ist.

Wenn Ihr auch ein Teil dieser Gemeinschaft werden wollt, dann passt Euch einfach unseren Regeln an und stellt Eure Religion ausnahmsweise mal hinten an, denn wir sind Euer ewiges Gejammer leid! Wir haben die Schnauze voll von Euren ewigen Forderungen und dem anschließendem beleidigt sein, wenn mal was nicht so funktioniert, wie Ihr es gerne hättet!

All diese Dinge, die ich oben aufgeführt habe, sind keine Klischees, das ist die bittere Wahrheit! Lernt damit umzugehen und ändert was oder geht dahin, wo ihr all diesen “Diskriminierungen und Ausgrenzungen” nicht ausgesetzt seid, wo ihr Euren Glauben ohne Einschränkung ausleben könnt…und nehmt am besten die ganzen linken und grünen Gutmenschen, die Euch immerzu den Bauch pinseln, gleich mit!

Wir lieben unsere Kultur,

unsere Werte und unser Land,

genauso wie Ihr,

aber wir lassen uns von Euch nicht umkrempeln!

 Wir lassen uns unseren Stolz und unsere Freiheit nicht nehmen!

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http://www.zukunftskinder.org/?p=23857

SZ: Gauck wird Gesetze zu Fiskalpakt und Rettungsschirm vorläufig nicht unterschreiben


Keine Euphorie: wir wurden zu-oft getäuscht. Alles nur, weil das BVG nun mal nachdem Grundgesetz entscheiden muss und sollte.

Aber: uns können sie nicht täuschen! Im GG steht eindeutig, dass „EURO“ und sämtliche diesbezügliche Regelungen und Verträge zu seiner Erhaltung, 

gesetzwidrig sind. Das bedeutet:

das BVG hätte genau wie Gauck erklären müssen, dass sie diesen Pakt und „Schirm“ niemals unterschreiben werden, wenn deutsche nationale Souveränitäten an Fremde, sprich „EU“ abgegeben werden.

Jedoch dieses klare unwiderrufliche „NEIN“ wurde nicht erklärt!

So werden einige Floskeln am Rande geändert und letztendlich der Pakt mit Teufel wie von den „EU“-Dämonen gewollt, unterschrieben…….

Wer ist da anderer Meinung? Bitte kommentieren…….


Joachim Gauck /

Bundespräsident Joachim Gauck wird das die Gesetze zum Fiskalpakt und dem Euro-Rettungsschirm ESM, die am Freitag nächster Woche im Bundestag verabschiedet werden sollen, vorläufig nicht unterschreiben. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe). Der Europäische Stabilitätsmechanismus kann daher nicht wie geplant, zum 1. Juli in Kraft treten.

Gauck entspricht einer Bitte des Bundesverfassungsgerichts, das zunächst über die Anträge auf einstweilige Anordnung gegen diese Gesetze entscheiden will. Es gehört zu den üblichen Verfahrensweisen, dass der Präsident in einer solchen Situation mit der Unterschrift und der Ausfertigung der Gesetze zuwartet. Der Absichtserklärung des Präsidenten war laut SZ ein heftiges Gezerre hinter den Kulissen vorausgegangen. Das hätte einen in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie dagewesener Verfassungskonflikt heraufbeschworen, einen Streit zwischen den höchsten Institutionen des Staates. Offenbar wollte der Bundespräsident auf Drängen der Kanzlerin die einschlägigen Gesetze und Ratifikationserklärungen noch am Abend des 29. Juni, unmittelbar nach der Abstimmung im Bundestag und Bundesrat unterzeichnen. Dagegen wehrte sich das Bundesverfassungsgericht – das dann keine Möglichkeiten mehr gehabt hätte, die Gesetze im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes zu prüfen. Das höchste Gericht wäre ausmanövriert gewesen – ein Affront, wie es ihn bisher noch nicht gegeben hat. Dem Bundesverfassungsgericht sind zahlreiche Klagen und Verfassungsbeschwerden angekündigt worden, die unmittelbar nach Verabschiedung von Fiskalpakt und Rettungsschirm am Freitag nächster Woche eingereicht werden sollen. Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung – die Vertragswerke vorläufig bis zu einem Urteil des Gerichts zu stoppen – sind zum Teil schon eingegangen. In einem solchen Fall entspricht es den Gepflogenheiten, dass der Bundespräsident die Gesetze vorläufig nicht unterschreibt und so dem Gericht die Möglichkeit der vorläufigen Prüfung gibt – die üblicherweise nur wenige Wochen dauert. Judith Blohm, die Sprecherin des Bundesverfassungsgerichts, äußerte die Erwartung, dass „sich der Bundespräsident nach den Verfassungstradition verhält und vor einer Prüfung durch das Gericht nicht unterschreibt.“ Das Gericht habe ihn zu diesem „üblichen Verhalten“ gebeten. Das Bundespräsidialamt hatte nach SZ-Informationen auf diese Bitte zunächst verhalten bis ablehnend reagiert. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte dieser Zeitung, er könne „nicht bestätigen“, dass es Absprachen zwischen der Kanzlerin und dem Bundespräsidenten gebe. „Bestimmte Abläufe“ ergäben sich aber „aus dem erhofften Inkrafttreten der Gesetze am 1. Juli von selbst“. Bundestag und Bundesrat haben äußerst wenig Zeit zur Beratung. Die einschlägigen Zustimmungsgesetze sind noch nicht einmal ganz ausformuliert. Die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin, die gemeinsam mit dem Leipziger Staatsrechtler Christoph Degenhart die über 12000 Verfassungsbeschwerden der Initiative „Europa braucht mehr Demokratie“ vertritt, sprach gegenüber der SZ von „absurder Hektik“. Es gehe nicht an, dass der Bundespräsident „mit gezücktem Federhalter“ darauf warte, das ihm die Gesetze zur schnellen Unterschrift vorgelegt werden. Der Staatsrechtler Hans-Peter-Schneider, der zusammen mit dem Bielefelder Ordinarius Andres Fisahn die Organklagen und Verfassungsbeschwerden  schreibt, sieht in dem Zeitplan einen manifesten Verstoß gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Dienstag dieser Woche, in dem Karlsruhe „eine breite öffentliche Diskussion“ der europäischen Pakte im Bundestag gefordert hat. Peter Gauweiler, der eine Organklage angekündigt hat, sprach von einer Beleidigung des Parlaments und von Zuständen „wie beim Sonnenkönig Ludwig XIV“. Es wird erwartet, dass das Bundesverfassungsgericht in eine äußerst gründliche Prüfung von Fiskalpakt und ESM eintritt. Es hat in zahlreichen Urteilen zu erkennen gegeben, dass die Möglichkeiten zur Abgabe von staatlicher Souveränität auf dem Boden des geltenden Grundgesetzes für erschöpft hält.

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