Gedenken an den Tod von Prof. Wilhelm Hankel: Hankel zum Euro: Am Ende stehen Diktatur und Armut


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Hankel zum Euro: Am Ende stehen Diktatur und Armut

Zum Gedenken an den Tod von Prof. Wilhelm Hankel hier noch mal eines der wichtigsten Interviews, welches der aufrechte Kämpfer gegen Währungs-Sozialismus und staatliche Willkür gab. Seine Prognose über die Zukunft des Euro: Am Ende stehen Diktatur und Armut. Mit seinen Vorhersagen hatte Hankel bisher stehts Recht bekommen.

Kommentar eines Lesers zu einer Begegnung mir Prof. Wilhelm Hankel:

Dieser Mann hat meine ganze Achtung. Ich habe ihn immer wie einen Vater der Nation empfunden. Ich bin sehr traurig. Zuletzt habe ich mit ihm vor dem Bundesverfassungsgericht gesprochen gegen den ESM. Wir hatten einen Grabstein aufgebaut, als Symbol und er kam gleich auf uns zu. Er mache das nur für seine Enkel, werde das sich abzeichnende Elend ja selbst nicht mehr mitleben. Nun hat das BVerfG das Verfahren so lange rausgeschoben, dass er das Ergebis nicht mehr erleben darf. Gott segne ihn. Die ganze Art wie er war, sich für Andere eingesetzt hat, selbstlos, die gütige und warme Art, so wünsche ich mir auch eines Tages von dieser Welt zu gehen. Weil es war dann ein erfülltes Leben. Nur wenige haben diese Weisheit des Alters. Ich bin traurig.

Prof. Wilhelm Hankel im MMnews-Interview Juli 2013:

Es war von Anfang an klar erkennbar, dass eine Währung für für 17 Länder niemals funktionieren würde. Stabiles Geld und Währungsunion passt nicht zusammen. Es gibt in einer Währungsunion leider immer einige Partner, die sich nicht an die Spielregeln halten. Auch das war von Anfang an klar erkennbar, denn jeder Staat versucht erstmal seine Interessen durchzusetzen.

Einige Südstaaten sind eigentlich Entwicklungsländer. Wenn diese Staaten den Anspruch erheben, einen ähnlichen Lebensstandard zu haben wie in Deutschland, dann kann man diese Brücke nur durch eine Inflationspolitik schließen oder durchs eine Transferpolitik oder durch beides.

„Rettung“ ist nur eine beschönigende Vokabel für Ruin. Denn wenn sie eine Währung retten, dann ist sie bereits ruiniert. Und sie lässt sich vor allem nicht dadurch retten, dass man zu den vorhandenen Schulden noch neue konzipiert.

Der ESM ist genauso wie der Euro komplett fehlkonstruiert. Er kann schon technisch nicht funktionieren. Nach der Sozialisierung der Währungen wird jetzt auch noch der Kapitalmarkt sozialisiert. Das bringt uns in eine „EU“ die eigentlich ein Zerrbild ist von dem, was sich die Gründungsväter einst vorstellten.

Die EU sollte einst das Gegenbild zur Sowjetunion sein – jetzt wird sie ihr Klon. Damit wird unsere Marktwirtschaft vollends ruiniert.


Kapitalflucht und Ende der Demokratie

Hankels Endszenario ist schrecklich: Wenn es nicht gelingt, diese Tendenz zu stoppen, muss dies  jeden Bürger mit Recht beunruhigen. Er muss versuchen individuell seine Lebensersparnisse zu retten – und das bedeutet Kapitalflucht. Diese Kapitalflucht haben wir bereits. Der Euro ist nur noch ein kurzfristiges Tauschmittel, aber kein Geld zum Sparen.

Das schlechte Geld verdrängt das gute. Und das sehen wir heute in Europa: das gute Geld geht in Gold, geht in Betongold, es geht in fremde Währungen – damit fehlt es uns, es fehlt in Europa für die Fortsetzung der Wirtschaftsentwicklung.

Dadurch, dass das Geld in schwarzen Löchern der Südstaaten versickert, werden wir das Problem bekommen, dass wir den Norden gar nicht weiter entwickeln können. Es fehlt das Geld für Investitionen, Innovation, Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze – ja sogar für Kitas.

Kapitalverkehrskontrollen

Deutschland verschwindet im großen schwarzen Euro-Loch und verarmt. Doch es gibt noch einen letzten Schritt nach der Vergemeinschaftung der Währung, der Vergemeinschaftung der Schulden: Kontrolle des Kapitalverkehrs.

Das bedeutet das Ende der Demokratie. Das bedeutet die Einsperrung Europas in ein monetäres Gefängnis – so wie wir es in der früheren DDR und in der UdSSR hatten.

Damit fällt der Euro als Weltwwährung aus und damit erreichen die Retter eigentlich das Gegenteil, was sie ursprünglich erreichen wollten: Ein starkes Gegengewicht auf dem Währungsmarkt zu erzeugen. Man könnte fast den Eindruck haben, dass die USA, welche ja die „Rettung“ vorantreiben, genau das erreichen wollen.

Der Euro wird mit all diesen Maßnahmen zu einer inkonvertiblen Währung. Eine Währung, die keiner haben will, ist keine Weltreservewährung mehr und Europa verliert seine gesamte Attraktivität für Auslandsinvestitionen. Am Ende steht die Verarmung und der Zerfall. Der Untergang des Abendlandes vollzieht sich ökonomisch.

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Der Euro führt zu Kapitalverkehrskontrollen und Untergang des Abendlandes

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/16677-hankel-euro

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Trauer…das Jahr beginnt gleich mit einer bösen Nachricht: Trauer um Prof. Dr. Wilhelm Hankel


Nachruf von Jürgen Elsässer:

Noch ein Großer ist von uns gegangen!

 

Dieses Jahr beginnt ja furchtbar! Nun ist, nach Werner Pirker, auch der Titan Wilhelm Hankel verstorben. Am Donnerstag habe ich noch bei ihm zu Hause angerufen und hörte seine kräftige Stimme auf dem AB, aber da muss er schon tot gewesen sein. Er starb kurz nach Vollendung seines 85. Lebensjahrs.

Hankels Bedeutung für Politik und Volkswirtschaft muss nicht groß erläutert werden. Er machte die Geldpolitik unter Willy Brandt, erfand die Bundesschatzbriefe als sichere Anlagemöglichkeit für den kleinen Mann. Seit Mitte der 1990er Jahre kämpfte er gegen die Gemeinschaftswährung und schrieb unzählige Klagen dagegen für das BVerfG: Er machte den ökonomischen Teil, K.A. Schachtschneider den juristischen. Damit hat er sich ein Denkmal gesetzt, über die Zeiten hinweg.

Zwei Dinge machen ihn einzigartig: Er war der einzige Keynesianer, vielleicht sogar weltweit, der den Euro verdammte. Und er war ein außerordentlich sprühender Charakter, was bei einem Ökonomen selten ist. Nach jedem Vortragsabend bei COMPACT, und es müssen vier oder fünf gewesen sein, war Riesling Pflicht! Und dann ging es los, unendlich viele Geschichten, Anekdoten ohne Ende, und immer neue Pläne… Den anwesenden Damen gegenüber verhielt er sich charmant und galant, ein Gentleman der alten Schule – ohne einen Augenblick seine liebe Frau Uta zu vernachlässigen, das wärmende Zentrum seines Lebens. Das letzte Mal, nach der COMPACT-Geldwerkstatt letzten Juni, spielte er auf seinem Hotelzimmer bis in die Puppen Skat unter anderem mit Peter Feist – da lag ich als Halbsoalter schon längst erschöpft im Bett.

Er hat nie aufgegeben. Er referierte ohne Manuskript, feurig und leidenschaftlich wie ein Zwanzigjähriger (siehe das Video), wanderte zwischen den Zuschauern herum wie ein Talkmaster und machte die kompliziertesten Sachverhalte für einen Laien verständlich, mit viel Witz. Mich betitelte er gern als “mein junger Freund”, er hoffte dass ich noch viel von ihm lerne. Wird gemacht, lieber Herr Hankel!

Mein herzliches Beileid an Uta Hankel und an alle Hinterbliebenen. Er wird uns allen fehlen.

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aus

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/01/19/trauer-um-wilhelm-hankel/

Selbstmörderische Politik


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Momentaufnahmen der Finanz- und Euro-Krise: Die Abschaffung der Zivilisation begann in Maastricht

Wilhelm Hankel

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medien, audio

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Gebildete Europäer wissen, daß der die Welt verändernde europäische Kapitalismus aus Recht und Rechnen hervorgegangen ist. Daß es ohne Verträge und Vertragssicherheit in Europa niemals einen über den Status einer Drittwelt-Ökonomie hinausgehenden wirtschaftlichen Austausch gegeben hätte, war seit der Antike bekannt. Daher das eiserne Beharren der damaligen Philosophen und Juristen auf dem Grundsatz „Pacta sunt servanda“. Ohne dieses Prinzip der Vertragstreue wäre es beim primitiven, aber sicheren „do ut des“ – ich gebe, damit du gibst – geblieben.

Doch ein zweites mußte dazukommen. Das Mittelmeer mochte für die antike Weltwirtschaft eine noch so natürliche wie billige Infrastrukturdrehscheibe bilden und dem Handel zwischen Hispanien und Syrien noch so förderlich sein – die Grenze der antiken wie der spätmittelalterlichen Weltwirtschaft war und blieb das unberechenbare Risiko. Ob und wann ein Schiff mit Ladung verlorenging ging – es ließ sich weder voraussehen noch kalkulieren.

Erst als im 18. Jahrhundert geniale Mathematiker wie Jacob Bernoulli (Gesetz der großen Zahl), Johann Peter Süßmilch (Sterbetafeln) oder Edmond Halley (Versicherungsmathematik) den nicht berechenbaren Einzelfall in den wahrscheinlichkeitstheoretischen Befund seiner Häufigkeit und Wiederholung übersetzten, war die Grundlage für die Berechnung von Geschäftsrisiken geschaffen. Gewagte Geschäfte zu Lande, über See, der Eintritt von Naturkatastrophen oder anderen Formen höherer Gewalt, aber auch der unvorhersehbare Ausfall säumiger Schuldner – das war jetzt kein unübersehbares Geschäftsabenteuer mehr.

Die Abschaffung der Zivilisation Sechs Jahre Finanz- und Europapolitik in Momentaufnahmen

All das erhielt seinen festen Platz in Kostenrechnung, Rückstellung und Bilanz. Der so kalkulierende ehrenwerte Kaufmann war kein Hasardeur. Der Kapitalismus wäre ohne das Aufkommen der Versicherungswirtschaft als kommerziell finanzierte Form privaten Eigentums- und Vermögensschutzes nie das geworden, was er heute ist: ein weltumspannendes Vertrags- und Vertrauenssystem privater Akteure. Selbst kommunistische Reiche wie die Sowjetunion oder das moderne China sahen sich gezwungen, dies zu akzeptieren.

Die Sozialforschung gibt bis heute keine klare Antwort auf die Frage: Womit hat der Kapitalismus seinen Siegeszug besser gesichert – mit der Ausbreitung der privaten Assekuranz oder der vom Staat gebotenen unabhängigen Justiz und dem Schutz der Gesetze?

Um so schockierender muß es für Sparer und die Wirtschaft, aber vor allem für Juristen sein, wenn sie erleben, daß nicht nur der vor genau 20 Jahren in Kraft getretene Maastricht-Vertrag und seine Folgeregelungen im Zuge der Euro-Krise zur Makulatur wurde. Obwohl die „No-Bailout“-Klausel in Artikel 125 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) ausschließt, daß ein Euro-Land für Verbindlichkeiten und Schulden anderer Teilnehmerländer haften muß, ist dies seit drei Jahren Praxis.

Inzwische wurden von den Euro-Staaten „als Maßnahme gegen die akute Krise“ sogar beschlossen, den Rechtsschutz für ihre eigenen Gläubiger abzuschaffen. Unter dem Kürzel CAC (Collective Action Clause) behält sich seit diesem Jahr auch der deutsche Staat das „Recht“ vor, Sicherheit, Verzinsung und Tilgung seiner Bundeswertpapiere „wesentlich zu ändern“ (JF 13/13). „Pacta sunt servanda“ ist seither in der Euro-Zone Geschichte. Wie es so weit kommen konnte, zeichnet Wolfgang Philipps neues Buch mit dem treffenden Titel „Die Abschaffung der Zivilisation“ in Einzelbeiträgen nach.

Der Experte für Gesellschafts- und Bankrecht und frühere Syndikus der Dresdner Bank analysiert die Finanz- und Euro-Krise, insbesondere die praktische „Rettung“ überschuldeter Banken und Staaten. Sein Befund: Die EU-Regierungen glauben mit der gegenwärtigen Doppelkrise – der importierten Finanzkrise aus den USA und der vom Euro verursachten inneren Währungskrise – dadurch fertig zu werden, daß sie das geltende Konkursrecht per kollektivem Staatsstreich, genannt „Rettung des Euro“, aufheben. Banken, die sich in den Konkurs manövriert haben, Staaten, die ihre Zahlungsunfähigkeit längst hätten erklären müßten, werden „gerettet“.

Und wie? In einer bizarren Mischung aus Rechtsbeugung, Verschleierung, Rechts- und Vertragsbrüchen. Und mittels schrankenloser Inflationspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Philipp hat speziell das Sündenregister des deutschen Krisenmanagements minutiös zusammengestellt. Er scheut sich auch nicht, diese Politik zu personifizieren: als die Geschichte eines „Trio infernale“ – der Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Wolfgang Schäuble (CDU) sowie ihres gemeinsamen Erfüllungsgehilfen, des Ministerialbeamten Jörg Asmussen (SPD).

Ob „Rettung“ der Mittelstandsbank IKB durch die bundeseigne KfW, „Notverstaatlichung“ der obskuren Bankenholding HRE oder Griechenland-Pakete – innerhalb weniger Jahre gelang es dem Trio, das System des deutschen Sparer- und Anlegerschutzes zum Bestandsschutz für verzockte Banken zu pervertieren. Es waren Asmussen und Steinbrück, die zwei Jahre vor der Lehman-Pleite in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen für „innovative“ Finanzprodukte warben. Noch schwerer wiegt der von dem Trio betriebene „Kurzschluß“ zwischen Banken-, Staaten- und Euro-Rettung, der Asmussens Aufstieg ins EZB-Direktorium bedingte.

Im zwanzigsten Jahr nach Maastricht ist der Euro weit davon entfernt „Europas D-Mark“ zu sein. Er ist das Mittel, die in Griechenland, Portugal, Italien, Spanien und sogar Frankreich drohenden Staatskonkurse vorerst aufzuhalten. Doch wie soll das gelingen? Nicht nur in Deutschland, letztlich in allen Euro-Ländern verlieren Bürger, Sparer, Kinder und Enkel ihre Zukunft. Der alte Kontinent wird um die Früchte seiner bisherigen Integration betrogen, der Hoffnung und des Erbes zweier Generationen. Wenn es ein Thema gibt, das den Bundestag, die Parteien und die Medien in den nächsten Wochen beschäftigen sollte, dann ist es dieses: Wie lange wird diese selbstmörderische Politik noch fortgesetzt?

„Videant consules“ – die Konsuln mögen darauf sehen, rief einst Cicero einem mit sich selbst beschäftigten römischen Senat zu. Diesen Weckruf braucht jetzt die deutsche Politik. Wolfgang Philipps Buch enthält genügend Stoff und Stichworte.

 

Prof. Dr. Wilhelm Hankel war in den siebziger Jahren als Leiter Geld und Kredit im Wirtschaftsministerium oberster deutscher Bank- und Kreditaufseher. Er ist unter anderem Erfinder der Bundesschatzbriefe.

Sein aktuelles JF-Interview zur Euro-Krise:

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Wolfgang Philipp: Die Abschaffung der Zivilisation – Sechs Jahre Finanz- und Europapolitik. Hess Verlag, Bad Schussenried 2013, 184 Seiten, broschiert, 14,95 Euro

Vortrag von Prof. W. Hankel am 9.9. in Berlin: “Wann platzt die Euro-Bombe?”


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Prof. Dr. Wilhelm Hankel, weltweit angesehener Währungsökonom und Euro-Gegner der ersten Stunde, entwickelte ein ebenso einfaches wie überzeugendes Konzept, wie der Euro gerettet und Deutschland und die übrigen EU-Länder trotzdem zu ihren nationalen Währungen zurückkehren können:

Euro-Bombe

Deutschland bekommt seine stabile Mark zurück, Österreich seinen Schilling. Inflation und Währungsreformen werden vermieden und die Krisenländer können sich mit eigener Währung, realistischen Wechselkursen und überfälligen Reformen selbst aus dem Schuldensumpf ziehen.

Die finanzpolitischen Akteure wollen von solchen Maßnahmen freilich nichts wissen. Kurz vor der Bundestagswahl stellt sich damit die Frage: Wann platzt die Euro-Bombe?

Prof. Hankel hält zum Thema „Bundestagswahl 2013 – Wann platzt die Euro-Bombe?“ am Montag, den 9. September um 19 Uhr einen Vortrag in der Berliner “Bibliothek des Konservatismus”

Der Eintrittspreis beträgt 7 Euro (für Schüler und Studenten ermäßigt 5 Euro) zzgl. einer geringen Bearbeitungs- und Transaktionsgebühr. Keine telefonische Bestellung! Keine Abendkasse!

Kartenverkauf nur hier: http://www.fkbf.de/kartenverkauf.html?utm_source=LICHTZEICHEN+Medien+-+Newsletter+System&utm_medium=email&utm_campaign=04-09-2013+JF-Rundbrief+Nr.+32+vom+4.+September+2013&utm_content=Mailing_6521137

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http://charismatismus.wordpress.com/2013/09/05/vortrag-von-prof-w-hankel-am-9-9-in-berlin-wann-platzt-die-euro-bombe/

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Berenbergs Märchen…Euro-Krise: Eine Privatbank blamiert sich mit dem Versuch, der Regierung Wahlkampfargumente zu liefern


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Wilhelm Hankel

Wer derzeit auf Wahlkämpfer aus dem Regierungslager trifft und dabei die Euro-Krise anspricht, dürfte mit Argumenten aus dem Hause Berenberg konfrontiert werden. Die Hamburger Privatbank, zu deren Gesellschaftern der edle Stifter Jan Philipp Reemtsma und die Brüsseler Compagnie du Bois Sauvage zählen, hat in einer „Aufklärungs“-Broschüre Fragen zum Euro gestellt und sie auch selbst beantwortet.

Nur: Die von Chefvolkswirt Holger Schmieding verfaßte Handreichung paßt schlecht zu Berenbergs Werbeversprechen, dem Leser eine Anleitung zu langfristigem Denken und Erfolg zu geben.

Denn ihm werden statt dessen Märchen erzählt, die vom Euro-Risiko ablenken sollen.

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Märchen 1. Der Euro ist stabiler als D-Mark? Das war er nie. Der griechische Euro ist heute um etwa 45 Prozent inflationierter als der deutsche. Der Euro stürzte nach seiner Einführung die deutsche Wirtschaft in eine Schocklähmung: die Wachstumsrate sank, die Investitionsquote sank um ein Drittel, zwei Drittel der Ersparnisse flossen ins Ausland ab, die Arbeitslosigkeit nahm zu. Erst die Euro-Krise brachte Besserung. Seitdem „sanieren“ die Fluchtgelder aus den Krisenstaaten unser Land.

Märchen 2. Der Euro kann nicht „geordnet abgewickelt“ werden? Er kann es. In einem „Zwei-Stufen-Verfahren“ (abgesichert durch Bank-Feiertage) erhält jeder Euro-Besitzer die Möglichkeit, seine Euro (Bargeld, Konten, Kreditverträge) zum Umrechnungskurs vom 1. Januar 1999 in die alte Währung zurückzurechnen. Nach Ablauf der Sperrfrist werden diese Kurse an den neu entstehenden Währungs- und Devisenmärkten freigegeben. Die einen werten ihre neue D-Mark auf, die anderen ihre Lira oder Peseta ab. Der Markt ersetzt die „politischen“ Wechselkurse durch seine nach Nennwert (nominal) und Kaufkraftgehalt (real) richtigen. Der Ausverkauf der stabilen Euro-Länder durch die instabilen hörte auf.

Märchen 3. Die neuen „Parallelwährungen“ funktionieren nicht? Sie funktionieren, solange es Währungs- und Devisenmärkte gibt – sowohl zwischen wie innerhalb der Euro-Zone. Der Euro könnte wie früher das Gold als Verrechnungseinheit weiter bestehen bleiben. Letzteres funktionierte bereits zur Gründungszeit der Berenberg-Bank vor über 400 Jahren. Als sich die Nationalstaaten ab dem 18. Jahrhundert ein staatliches Einheitsgeld zulegten, ging es ihnen um die „geräuschlose“ Finanzierung ihrer Fürsten, Höfe und Kriege. Heute geht es im Euro um die „geräuschlose“ Finanzierung des „besseren Lebens“ in den schwächeren Euro-Ländern. Das erklärte Ziel der EU-Verträge ist es, überall „gleiche Lebensverhältnisse“ herzustellen. Im weniger entwickelten Süden soll dies trotz geringerer Arbeitsleistung, Produktivität und Steuerbelastung geschehen! Der Euro bringt Europa nicht „mehr Marktwirtschaft“, sondern den „monetären Sozialismus“.

Märchen 4. Mit dem Austritt von Euro-Sündern wie Griechenland wird Europa erpreßbar? Berenbergs Begründung ist kurios: Sollte ein Land gezwungen werden, den Euro zu verlassen, müßte die EZB „alle anderen Länder gegen Ansteckungsgefahren abschirmen, indem sie notfalls deren Anleihen ohne vorab festgelegte Grenze kauft“. Nicht der Rausschmiß eines Krisenlandes löst diesen Fall aus, sondern sein Drinnenhalten! Die EZB versucht mit Geldschöpfung und Ankauf von Staatsanleihen die Kapitalflucht aus den Krisenländern zu neutralisieren – ein hoffnungsloses Unterfangen und eklatanter Widerspruch zu ihrem Stabilitätsauftrag.

Märchen 5. Die Schäden wären unbezahlbar, wenn der Euro platzt – und es läge mal wieder ein „deutscher Sonderweg“ vor? Beides trifft nicht zu. Weder löst die geordnete Auflösung der Euro-Zone einen finanziellen Tsunami noch eine zweite Lehman-Krise aus. Sie wäre wie die Währungsreform 1948 der Startschuß in ein Wirtschaftswunder – diesmal für ganz Europa. Die Krisenländer könnten mit richtigen Wechselkursen ihre alte Wettbewerbsstärke zurückgewinnen. Deutschland könnte nach einer Aufwertung seinen Bürgern – dank verbilligter Importe und Vorleistungen – ein höheres Realeinkommen, nach Karl Schiller eine „Sozialdividende“ ausschütten.

Märchen 6. Die interne Nichtabwertbarkeit des Euro ist sein größter Vorteil. Im Gegenteil, erst die Währungsabwertung macht Strukturreformen möglich. Mit marktgerechten Wechselkursen läßt der ruinöse Konkurrenzdruck des Auslandes nach. Die Exporterlöse steigen wieder. Das eigentliche Problem einer Abwertung ist die verteuerte Rückzahlung der aufgelaufenen Auslandsschulden. Doch ohne Moratorium und Schuldenschnitt gelingt der Abschied vom Euro-Abenteuer nicht. Fürchtet Berenberg vielleicht die Abwertung seiner „ungewöhnlich konservativ“ angelegten Euro-Einlagen? Oder ist wegen der Euro-Naivität der „langfristige Erfolg an der Seite ihrer Kunden“ in Gefahr?

Märchen 7. Der Ausstieg aus dem Euro ist volkswirtschaftlicher Selbstmord? Seit wann ist die Rückkehr zu demokratischer Selbstverantwortung „Selbstmord“. Nicht einmal die EU-Verträge gehen so weit, diese aufzuheben.

Märchen 8. Die EZB bleibt mit ihrer Politik gegen die Krise im Rahmen ihres Mandats. Genau das sollen die seit 15 Jahren geführten Prozesse vor dem Bundesverfassungsgericht klären. Die Europaverträge erlauben weder eine Verletzung der deutschen Souveränität und der Rechte des Bundestages noch eine Vermischung europäischer Geldpolitik mit nationalstaatlicher Finanz- und Haushaltspolitik (Artikel 125 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU).

Märchen 9. Die Hilfe für Euro-Krisenländer begründet keine Haftung? Das hat nie gestimmt, erst recht nicht, seit es die Rettungsfonds EFSF und ESM gibt. Deutschland ist mit jeweils 27 Prozent beteiligt. Selbst Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) beziffert den deutschen Haftungsbetrag mit 310 Milliarden Euro. Realistisch kommt mehr als das Doppelte zusammen.

Märchen 10. Die Hilfsgelder werden weder verschwendet, noch geben sie Anreiz zum Schlendrian? Hilfe zur Selbsthilfe ist gut – Eigenanstrengung besser! Nach fünf Dekaden internationaler Entwicklungshilfe bzw. europäischen Hilfsprogrammen stehen vor allem jene Länder besser da, die kaum je gefördert wurden: etwa China oder Südkorea.

Punkt 11 ist kein Märchen: Ja, die angeschlagenen Randländer des Euro-Systems können ihre Krise aus eigener Kraft überwinden. Aber warum tischt Berenberg erst zehn Märchen auf, um zu dieser richtigen Einsicht zu gelangen?

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Prof. Dr. Wilhelm Hankel ist Währungsexperte. In seinem neuen Buch „Die Euro Bombe wird entschärft“ (Universitas 2013) schildert er die Einführung von Parallelwährungen.

Die Handreichung über „Die Denkfehler der Euro-Gegner“ ist bei Berenberg erschienen: www.berenberg.de

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Brüssels Griff nach dem Sparer-Geld


Euro-Krise: Die EU will auch die Mittel der Einlagensicherung von Sparkassen und Volksbanken vereinnahmen

WILHELM HANKEL
In der Euro-Krise stehen nicht nur
Staaten, sondern auch Banken vor
dem Aus. Und auch hier soll das Heil
durch „mehr Europa“ kommen. Um die
gefährdeten Spareinlagen bei südeuropäischen
Instituten abzusichern, plant
die Brüsseler Kommission ein EU-weites
Schutzsystem: Alle Banken im Euro-
System sollen künftig für alle haften –
also auch die Sparkasse am Niederrhein
und die Raiff eisenbank in der Oberpfalz
für Banken auf Kreta und in Andalusien.
Und was kommt als nächstes ins Visier?
Die in der Inventur befi ndlichen
Goldreserven der Bundesbank? Der private
Goldbesitz? Immobilieneigentümer
wurden nach dem Ersten Weltkrieg mit
dem „Reichsnotopfer“ sowie der Hauszinssteuer
und nach dem Zweiten Weltkrieg
mit dem Lastenausgleichsgesetz zur
Kasse gebeten. Zunächst wurde der Steuerzahler
in Haftung genommen, nun
muß off enbar der Sparer sein Scherfl ein
zur Rettung des Euro leisten. Nach dem
schweren Reinfall mit dem Euro braucht
man immer neue Geldquellen, um seine
„alternativlose“ Rettung zu fi nanzieren.
Doch woher nehmen? Der Schlüssel
dafür ist: Wer das meiste hat, der zahlt
auch am meisten. Laut Angaben der
Bundesbank betrug allein das Geldvermögen
der deutschen Privathaushalte im
zweiten Quartal dieses Jahres 4.811 Milliarden
Euro – 1.971 Milliarden Euro
waren Bargeld und Sichteinlagen sowie
Termin- und Spareinlagen. Die Deutschen
müssen daher tief in die Tasche
greifen. Allein der Europäische Stabilitätsmechanismus
(ESM) schlägt mit
190 Milliarden Euro zu Buche. Da das
nicht einmal für Griechenland ausreicht
– demnächst kommen wohl weitere Länder
dazu –, könnten es auch ein paar
hundert Milliarden Euro mehr werden.
Obwohl die Europäische Zentralbank
(EZB) laut Aussagen von ihrem Chef
Mario Draghi bereit ist, das „Äußerste
zu tun“, um den Euro-GAU zu verhindern
und ihre Geldmaschine bereits auf
hohen Touren läuft, müssen die dennoch
alle vorhandenen Rettungsreserven eingesetzt
und ausgeschöpft werden.
Bei Deutschlands großen Privatbanken
ist nichts zu holen. Sie sind, als Folge
der von ihnen mitverursachten Krise,
hoff nungslos unterkapitalisiert. Keine
erreicht die vorgeschriebene Eigenkapitalquote
von neun bis zehn Prozent. Viel
besser stehen die bürgernahen Sparkassen
und Genossenschaftsbanken da. Beide
Säulen des deutschen Kreditgewerbes
verfügen über solide Einlagensicherungen.
Die Volks- und Raiff eisenbanken
haben das älteste, die Sparkassen das
effi zienteste Sicherungsystem. Und sie
mußten ihre Reserven selten angreifen.
Sicherheit von Millionen
deutschen Sparern bedroht
Sollte es zur Pleite einer Sparkasse
kommen – es gab zwei Fälle in einem
halben Jahrhundert, denn Sparkassen
wie Volksbanken halten sich an ihren
Auftrag und spekulieren nicht global wie
Investmentbanken und deren Fonds –,
dann stehen außer der Nachbarschaftshilfe
durch Zusammenlegung (jederzeit
mögliche Fusionen) ein gutes Dutzend
regionaler Feuerwehrfonds (neben je
einem für Bausparkassen und Landesbanken)
bereit, um die Spareinlagen ihrer
etwa 50 Millionen Kunden vor dem
Verfall zu sichern. Diese Sparer haben
in dieser Krise gelernt, was sie an ihren
Sparkassen haben und hatten. Sie wissen,
warum sie sich trotz der Verlockung
durch höhere Zinsen und Renditen anderswo
entschlossen haben, Kunden der
regionalen Institute zu bleiben.
Diese Sicherheit ist bedroht: Mit der
geplanten Euro-Bankenunion – dem
Risikoausgleich zwischen noch gesunden
Banken und den todkranken der
südlichen Euro-Zone – sollen nicht
nur die bestehenden gesetzlichen Sicherungssyteme
europäisiert, sondern
auch die freiwilligen und zusätzlichen
der einzelnen Institutsgruppen in diesen
Lastenausgleich einbezogen werden.
Wenn schon Haftungsunion, dann aber
gründlich, heißt die Parole aus Brüssel.
In der Euro-Krise gelten inzwischen
bekanntlich weder Verträge noch Prinzipien,
auch die „Subsidiarität“ – wer
sich selber hilft, braucht keine Hilfe von
oben – scheint nicht mehr zeitgemäß.
In der Euro-Krise geht es aber nur
noch um eines: genügend Zahler, Bürgen
und Garanten zu fi nden, um deren
Mittel konfi szieren zu können. Die
Totalpleite der Euro-Währung muß
aufgehalten werden, „koste es, was es
wolle“, wie der portugiesische EU-Kommissionspräsident
José Manuel Barroso
formulierte – auch wenn sich das Ende
nicht verhindern läßt.
Doch dieser Kurs bringt den Präsidenten
des Deutschen Sparkassen- und
Giroverbands (DSGV), Georg Fahrenschon,
in ein Dilemma: Als CSU-Politiker
und ehemaliger bayerischer Finanzminister
glaubt er, „es lohnt sich,
für einen stabilen Euro zu kämpfen“.
Andererseits ist er Sachwalter von 600
Instituten und deren Millionen Kunden.
Und daher verteidigt er die gute Sache
der Sparkassen mit den schlechtesten
„Argumenten“. Etwa der von Kanzlerin
Angela Merkel und ihrem Herausforderer
Peer Steinbrück gebetsmühlenhaft
vorgetragenen Mär, Deutschlands
Exportwirtschaft brauche den (abgewerteten)
Euro, um gute Geschäfte zu
machen. Doch das Gegenteil ist richtig:
Die deutsche Volkswirtschaft macht
schlechte Geschäfte, wenn sie „Made
in Germany“ unter Wert verkauft und
gleichzeitig für Importe überhöhte Euro-
Preise zahlen muß.
Es darf auch nicht darum gehen, einen
„Altlastenfonds“ zu gründen, damit
andere als die Sparkassen-Kunden die
Euro-Zeche bezahlen. Europa darf weder
mit dem Heiligen Augustinus zur
„Räuberbande“ entarten, eine Gefahr,
die droht, wenn es Gesetze nicht mehr
beachtet, sondern verhöhnt. Und es
muß Schluß sein, mit der Ausweitung
der Haftung für Fehler, Versagen und
Verluste Dritter, denn sonst kommen
nach den Rücklagen für Sparer ihre eigenen
dran.
Prof. Dr. Wilhelm Hankel war Chef der deutschen
Bank- und Versicherungsaufsicht. Er
leitete unter Minister Karl Schiller die große
Bankenenquete, aus der die deutsche Einlagensicherung
hervorgegangen ist.
http://www.dr-hankel.de

Deutsche Einlagensicherung

Fast zwei Billionen Euro ihres insgesamt
über 4,8 Billionen umfassenden
Geldvermögen halten die Privathaushalte
in Form von Bargeld und Einlagen
bei Sparkassen oder öff entlichen,
genossenschaftlichen und privaten
Banken. Die Sichteinlagen auf Girokonten,
Termingelder, Spareinlagen
und Sparbriefe unterliegen dabei einer
gesetzlichen und einer freiwilligen Einlagensicherung.
Die gesetzliche Sicherung
beträgt 100.000 Euro pro Kunde
und Institut. Privatbanken sichern ihre
Kundengelder über den Einlagensicherungsfonds
des Bundesverbandes

deutscher Banken (BdB), die Höhe ist
institutsabhängig. Alle öffentlichrechtlichen
Sparkassen, Landesbanken
und Landesbausparkassen sowie
die genossenschaftlichen Volks- und
Raiff eisenbanken gehören eigenen
Einrichtungen an. Bislang hat daher
noch nie einer ihrer Kunden einen Verlust
seiner Spareinlagen erlitten.

Einlagensicherung von privaten, genossenschaftlichen
und öff entlichen Instituten:
bankenverband.de/einlagensicherung
http://www.bvr.de/Verband
dsgv.de/de/sparkassen-fi nanzgruppe

aus Junge Freiheit 45-2012

Inflations-„Medizin“…an diesem Gift muß der Euro sterben und wird er sterben.


Die Ablaufzeit für den Euro wieder etwas zurückgedreht: Kein wirksamer Rechtsschutz für die deutschen Steuerzahler und Sparer

hören statt lesen

WILHELM HANKEL

Die Bundesverfassungsrichter,
den Ephoren des antiken Sparta
vergleichbar, die dort die Letzt-
Aufsicht über Könige und andere Staatsinstanzen
innehatten, unterscheiden sich
von diesen in einem wesentlichen Punkt:
Sie strafen nicht, sie zeigen Wege auf,
wie man diesen Strafen entgeht.
Das vom Bundesverfassungsgericht
am 12. September gefällte Voraburteil
über den Europäischen Stabilisierungsmechanismus
(ESM) und die anderen
mit ihm verbundenen Rettungsmaßnahmen
zum Schutze des Euro (Fiskalpakt,
Staatsanleihekäufe der Europäischen
Zentralbank/EZB) rügt nicht etwa die
damit verbundenen und bereits begangenen
Rechtsbrüche und Verletzungen
des Europarechts (JF 38/12). Das
Karlsruher Urteil zeigt auf, wie diese mit
dem deutschen Grundgesetz in Einklang
gebracht und damit ex post legalisiert
werden können.
Das offizielle Europa hat darin zu
Recht die Beseitigung der den Euro-

Rettern aus Deutschland drohenden
Einwände und Zahlungsverweigerungen
gesehen – auch denjenigen der Deutschen
Bundesbank. Fast die gesamte
deutsche Medienlandschaft hat pflichtgemäß
mitgejubelt und applaudiert.
Doch was unterscheidet diese „Rechtshilfe“
des höchsten deutschen Gerichts
von Tips an geübte Rechtsbrecher: Wenn
ihr es etwas anders angeht und ein paar
formale Dinge ausräumt, dann wird die
Sache schon klappen. Von uns habt ihr
dann nichts mehr zu befürchten!
Nicht nur sind die von den Verfassungsrichtern
genannten „Bedingungen“
für Deutschlands Beteiligung
am Euro-Rettungsprogramm leicht
zu nehmende Hürden, es handelt sich
um unter Vertragspartnern übliche
Selbstverständlichkeiten. Die bislang
unklaren Haftungsgrenzen für den Bundeshaushalt
müssen präzisiert und von
den Partnern respektiert werden. Die
Manager im sogenannten dauerhaften
Euro-Rettungsfonds ESM sind nicht der
Pflicht enthoben, ihre Maßnahmen und
Absichten vor dem deutschen Parlament
zu rechtfertigen. Die deutschen Vertreter
in diesem Gremium (sprich der Bundesfinanzminister)

darf nicht so einfach
und folgenlos von den Geldempfängern
überstimmt werden wie zum Beispiel
der Bundesbankpräsident in den entsprechenden
Gremien der EZB.
Nein: Ein wirksamer Rechtschutz für
Deutschlands Steuerzahler und Sparer
sieht anders aus! Er hätte zu überprüfen,
ob der Einsatz von 190 Milliarden Euro
– etwa zwei Drittel von Deutschlands
jährlicher Steuerkraft bei guter Konjunktur
– und die sie begleitende Inflationsgefahr
(nachdem sich die EZB im Zuge
dieses Programmes statutenwidrig als
Staatsfinanzierer betätigt) überhaupt
gerechtfertigt werden kann.
Wahl zwischen Inflation
und Schuldenschnitt
Was wiegt denn schwerer: eine
Europa-Währung mit permanenter
Infarkt-Gefahr (sein Eintritt ist inzwischen
berechenbar geworden) oder der
Erhalt von Europas größten und für die
Welt vorbildlichen Errungenschaften:
Rechtsstaat, Parlamentarismus und einer
bürgerlichen Gesellschaft, deren Kapitalismus
inzwischen der weltweit sozialste
geworden ist? Ein Verfassungsgericht hat
den Auftrag, den Status quo und die
Zukunft der Gesellschaft, ihrer Bürger
sowie ihrer Kinder und Erben zu sichern.
Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts
unter seinem Präsidenten
Andreas Voßkuhle hat sich diesem
Auftrag mit der salvatorischen (Pontius
Pilatus)-Klausel konsequent verweigert –
nach dem Motto: man sei für Inhalt und
Folgen der Euro-Rettungspolitik „nicht
zuständig“. Dafür, so führte Voßkuhle
auch dieses Mal in seiner Urteilsbegründung
aus, seien einzig und allein Bundestag
und Bundesregierung „als gewählte
Vertreter des Volkes“ verantwortlich,
nicht das Bundesverfassungsgericht.
Wirklich? Der Staatsrechtler Karl Albrecht
Schachtschneider hatte dies schon
früher als „Verweigerung des Rechts auf

Recht“ kritisiert und beklagt. Aber jetzt
kommt es weit schlimmer: Das Gericht
verurteilt den Euro zur Rettung, obwohl
es diese weder geben kann noch wird.
Wieder einmal wird lediglich weiter
„Zeit gekauft“ – doch für wie lange und
wofür? Offenkundig – und auch den
Richtern einsichtig – für eine weitere
Periode der Rat- und Hilflosigkeit und
des längst unberechenbar gewordenen
Aufhäufens neuer Schäden zu den alten.
Was seit Phönizier Tagen jeder Kaufmann
weiß, daß Verluste, die längst
eingetreten sind, ausgebucht und abgeschrieben
werden müssen, damit nicht
neue entstehen, wird von den Regierungen
der Euro-Zone und dem deutschen
Präsidenten des Europaparlaments als
„unpolitisches Ökonomen-Gewäsch“
abgetan und vom Bundesverfassungsgericht
nach Korrektur einiger belangloser
Formfehler für rechtens erklärt. Sieht so
der im Grundgesetz verankerte Amtseid
aus: „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“?
Eine Frage, die auch ein allzu
eilfertig unterschreibender Bundespräsident
seinem Volk beantworten müßte.
Die Rettungspolitiker der Euro-Zone
haben nur die Wahl zwischen Inflation
und Schuldenschnitt („haircut“). Weil
sie letzteres ausschließen, um Staaten
und Banken zu schonen, deren Konkurse
längst eingetreten sind, aber nicht
öffentlich gemacht werden dürfen, vergiften
sie mit ihrer Inflations-„Medizin“
(unter offenenem Beifall der größten
deutschen Bank) den Euro tödlich. An
diesem Gift muß der Euro sterben und
wird er sterben. Und Deutschlands
höchstes deutsches Gericht erklärt diesen
Tod sogar für verfassungskonform.

Prof. Dr. Wilhelm Hankel war Leiter der Währungsabteilung
des Wirtschaftsministeriums
und Chef der Bank- und Versicherungsaufsicht.
Er klagte mit Fachkollegen vor dem
Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenlandhilfe
und die Euro-Rettungsschirme.
http://www.dr-hankel.de

Euro-Rettungsfonds ESM

Das Bundesverfassungsgericht hat am
12. September alle Anträge auf Erlaß
einer einstweiligen Anordnung gegen
die Ratifikation des Europäischen Stabilisierungsmechanismus
(ESM) abgelehnt.
Bundespräsident Joachim
Gauck unterzeichnete einen Tag danach
die Gesetze zum ESM und zum
Fiskalpakt. Der unbefristete Euro-Rettungsschirm
soll im Okober starten.
Der befristete Euro-Rettungsfonds
EFSF (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität)
wird zunächst parallel
weitergeführt. Die ESM-Darlehenskapazität
für überschuldete Euro-Länder

und ihre Banken beträgt 500 Milliarden
Euro. Um die höchste AAA-Bonität
zu erreichen, hat der ESM ein Stammkapital
von 700 Milliarden Euro. Dieses
setzt sich zusammen aus 80 Milliarden
Euro eingezahltem echtem Kapital
und 620 Milliarden Euro aus abrufbarem
Kapital und Bürgschaften.
Der deutsche ESM-Anteil beträgt 190
Milliarden Euro (27,15 Prozent). Dieser
setzt sich zusammen aus 22 Milliarden
Euro eingezahltem und 168 Milliarden
Euro abrufbarem Kapital. Deutschland
hat in diesem Jahr bereits 8,7 Milliarden
Euro in den ESM eingezahlt.

Quelle

Junge Freiheit online Nr. 39-2012

Prof. Dr. Wilhelm Hankel: ESM-Kläger, Euro(pa)-Kritiker, Reaktionär [06.07.12]


Prof. Dr. Wilhelm Hankel im Gespräch mit Michael Vogt und Andreas Popp am 06.07.12 über diese Themen:
► I. Die ESM-Klage
a) Recht und Wirtschaft sind nicht zu trennen
b) Forderung, die eigenen Ressourcen behalten zu dürfen
c) Das Greshamsche Gesetz („Schlechtes Geld verdrängt gutes.“, http://tinyurl.com/c8xdwyf): Rettung einer bankrotten Währung durch neue Schulden unsinnig
► II. Politik
a) Politiker als Selbstdarsteller: Eigene Karriere oftmals wichtiger als Volksvertretung
b) Schäuble erwartet baldiges Europa-Referendum: Notausgang für Deutschland? (http://tinyurl.com/85jq8fd)
► III. Die Europa-Problematik
a) Unterschiedliche Rechtsgrundlagen: Römisches vs. Germanisches Recht
b) Die USA: Kein Vorbild für Europa
c) Contra EU-Erweiterung: Nicht Größe, sondern Produktivität entscheidend
d) Europa von 1958 bis 1999 zeigt: Integration besteht in Handelsverdichtung, nicht in einer Währungsunion
► IV. Die Euro-Problematik
a) 1999: Das Motiv der Euro-Einführung
b) Die Spanne zwischen Nord- und Südeuropa
c) Wie kam diese gigantische Verschuldung (8-10 Bill.€) zustande?
d) Gegenwärtige Folge der Überschuldung: Andere müssen die Schulden übernehmen
e) Fehlender Währungswettbewerb
► V. Was ist zu tun?
a) Die weltweit 71. Währungsreform steht bevor: Was lehrt die Geschichte?
b) Reaktion statt Revolution: Rückkehr zum alten Zustand

► Komplette Diskussion:
Auf Alpenparlament.TV: http://tinyurl.com/dy59qnh
Auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=oN3-SogkgN8

► Websites:
Prof. Dr. Wilhelm Hankel: http://www.dr-hankel.de
Wissensmanufaktur: http://www.wissensmanufaktur.net
Alpenparlament: http://www.alpenparlament.tv
Kolumne Euroschau – Das Projekt Euro ist gescheitert: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/euroschau138.html

Prof. Wilhelm Hankel im Interview mit RT: Europa wie einst die Sowjetunion


in einem heute veröffentlichten Interview bei RT sagte Prof. Wilhelm Hankel, dass der Euro ein sehr wichtiges Element des freien Marktes ausschaltet: den fairen Wettbewerb.

Prof. Wilhelm Hankel im Interview mit RT

Die EU habe als ein sehr liberales Projekt angefangen. Doch nun sei daraus immer mehr ein sozialistisches Projekt geworden „wie die frühere Sowjetunion“, erklärte Hankel.

„Eine gemeinsame Währung bedeutet, dass es keinen Wettbewerb mehr unter den Währungen geben kann. Gemeinsame Schulden bedeuten, dass keine Verantwortung über die eigenen Schulden mehr bestehen.“

In Russland sei die Idee des Sozialismus gescheitert, doch in Europa komme jetzt mit der Eurokrise wieder diese unsinnige Politik auf. „Aber ich glaube wir werden die gleiche Bestimmung haben wie die Sowjetunion. Sozialistische Konzepte können nicht überleben,“sagte Hankel.

http://de.ibtimes.com/articles/25879/20120710/prof-wilhelm-hankel-im-interview-mit-rt-europa-wie-einst-die-sowjetunion.htm

Ermächtigungsgesetz des Bundestags für die EU-Finanzdiktatur


„Ermächtigungsgesetz des Bundestags für die EU-Finanzdiktatur“

Der Wirtschaftswissenschaftler und Eurokläger, Prof. Dr. Wilhelm Hankel, und der Leiter der Wissensmanufaktur, Andreas Popp, im Gespräch mit Michael Vogt über ESM, Fiskalpakt und den Ausverkauf von Grundgesetz, Demokratie und Freiheit und die Chancen zum Neubeginn.

Der Wirtschaftswissenschaftler und Eurokläger, Prof. Dr. Wilhelm Hankel, und der Leiter der Wissensmanufaktur, Andreas Popp, im Gespräch mit Michael Vogt über ESM, Fiskalpakt und den Ausverkauf von Grundgesetz, Demokratie und Freiheit und die Chancen zum Neubeginn.

Dieses Datum muß man sich merken: Der 29. Juni 2012 ist ein Schwarzer Freitag für das Grundgesetz der BRD, für Demokratie und Freiheit in Deutschland. Carlo Schmid, einer der Väter des Grundgesetzes, würde sich im Grab herumdrehen, wenn er wüßte, daß seine SPD – zusammen mit einer Zweidrittelmehrheit von 491 «Volksvertretern» im Bundestag dem Ermächtigungsgesetz der EU-Finanzdiktatur ESM und Fiskalpakt und der faktischen Abschaffung von GG und Freiheitlich-demokratischer Grundordnung (FDGO) zugestimmt haben.

ESM namentliche Abstimmung als PDF downloaden

Und niemand kann diesmal nachher sagen, er habe es nicht gewußt, was auf uns zukommt und wohin die Reise geht. Warner gab und gibt es genug. Und sicher ahnen die Abgeordneten, daß sie für diesen Hochverrat, wie es manche nennen, einst zur Rechenschaft gezogen werden.

Nach der Absegnung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und des Fiskalpakts durch Bundestag und Bundesrat am Freitag hat das Bundesverfassungsgericht eine Reihe von Verfassungsbeschwerden gegen die Beschlüsse erreicht, darunter auch die der vier Eurokritiker Wilhelm Hankel, Bruno Bandulet, Karl Albrecht Schachtschneider und Wilhelm Nölling. Sie wollen klar machen, daß mit den Beschlüssen der linientreuen Bundestagsabgeordneten die rote Linie überschritten ist. Nun liegt es an Karlsruhe, daß der ESM-Vertrag doch noch gestoppt wird. Immerhin hat das Bundesverfassungsgericht den Bundespräsidenten gebeten, den Vertrag nicht zu unterschreiben. Der saß ja schon mit gezücktem Füllerfederhalter da und hatte in einer unglaublichen Desavouierung des höchsten BRD-Gerichtes schon im April kundgetan, daß Karlsruhe sicherlich keine Bedenken haben werde. Jetzt findet am 10. Juli die erste Anhörungstermin statt.

Der ESM bedeutet das Ende der Prosperität Europas. Das Gericht müsse sich klar machen, daß mit dem ESM am deutschen Volk und seinen Interessen vorbei regiert werde und die unzulässige Grenze zum europäischen Staat überschritten ist. Damit sind ESM und Fiskalpakt eindeutig verfassungswidrig.

Fiskal- und Bankenunion erweisen sich ebenfalls als Irrweg, da nach ihrer Rettung die EU-Gemeinschaftswährung nur noch eine Binnenwährung ist. Weder die professionellen Euro-Retter noch die Kritiker vom Dienst beantworten die Frage, wie der Euro nach seiner «Rettung» dastehen wird: als harte Weltwährung, die schwächelnde Konkurrenten wie den Dollar weit hinter sich läßt – oder als Währungskrüppel, der zwar in der Euro-Zone (soweit sie noch existiert) als «gesetzliches Zahlungsmittel» umläuft, aber seine eigentliche Währungsqualität (in dem der Bürger spart, Vermögen bildet und hält) verloren hat. Dabei ist die Zukunft des Euro, wenn man ihn weiter so rettet wie bisher, absehbar. Das jeder ökonomischen Einsicht und politischen Verantwortung Hohn sprechende Konzept der Euro-Retter lautet: Wir ertränken die Schulden der Staaten und ihrer Banken (die ihnen dazu verholfen haben) in Inflation. Wir drucken immer neue Euro, um die alten (geschuldeten) Euro zu retten. Die Europäische Zentralbank (EZB) bekennt sich offen dazu: Sie bekämpft nicht mehr die Inflation (wozu die Statuten verpflichten); sie bekämpft die Krise (wozu sie nicht befugt ist), indem sie bankrotte Staaten mit frischem Geld ausstattet (durch Kauf von deren Anleihen), den Zentralbanken der Krisenländer die bei ihnen abfließenden Euro ersetzt (Target-2) und die Banken in Billionenhöhe zum Ein-Prozent-Tarif mit Liquidität versorgt, damit sie möglichst viele der alten und neuen Staats- und Privatschulden übernehmen – sprich: weiter finanzieren und dabei auch noch gut verdienen, denn die Marge zwischen ihrem Bankkredit- und dem EZB-Zins war noch nie so hoch wie in dieser Krise.

Nichts scheut die BRD-Politik und ihre gleichgeschalteten Helfershelfermedien so stark wie die Meinung des Volkes. Alles Bisherige ging gegen den eindeutigen Volkswillen: EU-Verfassung, Euroeinführung, Lissabon, Bailout, Rettungsschirme, ESFS, ESM. Jetzt, als der Bundestag mit den Stimmen der «Kapitalistischen Einheitspartei» das Grundgesetz abgeschafft hat, fabuliert Finanzminister Schäuble plötzlich von Volksabstimmung und einer neuen Verfassung. Man glaubt es kaum: Will er wirklich echte Demokratie einführen und das Volks abstimmen lassen? In Griechenland wurde das von der alten Regierung geplante Plebiszit erfolgreich nicht zuletzt auf BRD-Druck hin verhindert. Oder deutet sich da ein «katalytisches Ereignis», mit dessen Hilfe man die Deutschen auf Linie bringen will? Braucht das Ermächtigungsgesetz noch einen Reichstagsbrand, um dann panische Deutsche auf Linie zu bringen? Stehen uns – in einem Spiegelinterview drohte Schäuble mit Gefahren – eine false flag operation à la 9/11 und Maßnahmen des Staatsterrorismus’ ins Haus?

Und wie soll es weitergehen nach dem Ende des Euros. Wilhelm Hankel und Andreas Popp mit unterschiedlichen Visionen – aber einig darin: Die Eurokrise bis hin ggf. zur Hyperinflation beinhaltet auch Chance wie Notwendigkeit zum Neuanfang. Aber dann nur ohne die alten «Eliten», die komplett versagt und am 29. Juni 2012 dann auch noch ihre Verantwortung abgegeben haben.

Rettung unmöglich: Euro kommt jetzt auf die Intensivstation


Interview mit Prof. Wilhelm Hankel

In Griechenland herrscht Chaos und womöglich bald auch die linken Extremisten.

Frankreichs neue Regierung mit François Hollande ist künftig ebenfalls links.

 Plötzlich spekulieren auch die linientreuesten Mainstreammedien über ein nahes Euro-Ende. Einer der vehementesten Gegner der »Gemeinschaftswährung« seit der ersten Stunde ist der Währungsexperte und Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Wilhelm Hankel.  Er warnt seit langem vor einem neuen europäischen Sozialismus.

Herr Prof. Hankel, im Februar spekulierten Sie auf ein Euro-Ende in der zweiten Jahreshälfte 2012. Es sieht so aus, als ob Sie Recht behalten würden. Was bedeutet der Linksruck in Griechenland und Frankreich für Europa?


Er bedeutet den Anfang der Auflösung der Euro-Zone. Staaten mit Linksregierungen können sich den Euro nicht leisten. Er ist ein Anschlag auf jeden Sozialstaat (auch den deutschen), was von Beginn an klar war. Richtiger: allen Europa-Politikern hätte das klar sein müssen.

Welche Spielräume für eine eigenständige, an den nationalen Interessen Frankreichs orientierte Politik hat Hollande eigentlich?

François Hollande


Frankreich ist so wenig autark wie jeder andere Industriestaat in Europa oder der Welt. Es muss wettbewerbsfähig sein oder es wieder werden. Das geht im Euro nur durch Lohnverzicht oder ein rüdes Sparprogramm à la Griechenland. Wenn Hollande im Euro-Verbund bleibt, riskiert er einen inneren Bürgerkrieg. Und den umgekehrten Gesichtsverlust wie Frau Merkel, die als Europas Sparkommissarin antrat und nun zu Europas Spendiertante mutiert. Hollandes einzige Alternative besteht darin, den Euro-Verbund zu verlassen, zum Franc zurückzukehren und diesen kräftig abzuwerten. Nur so kann das Land seine Exportstärke zurückgewinnen und der Präsident den Kampf gegen links (und den Verrat an seinen Wahlversprechen) vermeiden.

Wie beurteilen Sie die Situation insbesondere mit Blick auf die Euro-Zone und die bisherigen so genannten Rettungsmaßnahmen?


Die so genannten Rettungsmaßnahmen sind gleichermaßen unglaubwürdig für die Menschen wie die Finanzmärkte. Die Menschen fürchten die Folgen: Inflation und eine nicht mehr zu bewältigende Schulden- und Steuerlast. Die Finanzmärkte registrieren gnadenlos den Pfusch. EZB und (leider auch) die Bundesbank mit ihren TARGET2-Krediten (Überbrückungshilfen für ihre klammen Schwestern) retten nicht den Euro, sondern die Schuldenstaaten und ihre Banken vor dem Bankrott. Aber nur auf Zeit! Denn kreditwürdiger werden diese dadurch nicht. Die Defizite in den Staatshaushalten bleiben! Der geplante ESM ist zwar größer als EZB, Bundesbank und Deutsche Bank zusammen, aber deswegen kein besserer Schuldner. Er stützt sich auf Garantien von Staaten, die – noch während der Laufzeiten seiner Anleihen! –  entweder austreten oder zusammenbrechen. Schon der Vorgänger (EFSF) ist gezwungen, seine Langfristkredite aus Kurzgeld zu refinanzieren und sorgt dafür, dass Lehman Brothers demnächst auch Europa besuchen werden.

Was wird Frau Merkel jetzt tun mit dieser neuen Situation? Und was müsste sie Ihrer Ansicht nach unternehmen?

Merkel-citronpresser


Frau Merkel sollte mit ihrem neuen Partner in Frankreich die Beendigung des Euro-Abenteuers beschließen.

Ist der Euro im finalen Stadium seiner Existenz angekommen? Was erwarten Sie für die kommenden Wochen und vielleicht Monate?


Der Euro kommt jetzt auf die Intensivstation. Europas Völker haben Anspruch auf Sterbehilfe für ihn – denn eine Rettung ist nicht mehr möglich. Und: die damit verbundenen Kosten sollte man sich sparen!

Deutschland hat mehrstellige Milliardensummen an Griechenland und weitere europäische Länder »gespendet«. Ist der Erhalt der deutschen Marktwirtschaft und unseres Wohlstands angesichts der bereits verpufften Milliarden noch sicher?


Die Gelder muss man abschreiben. Das trifft vor allem die Bundesbank, die über ihr TARGET 2 (versteckt unter »Sonstiges«) die »Kleinigkeit« von gut 20  Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (des BIP) verpulvert hat. Die Politiker, die das zu verantworten haben (alle Bundeskanzler ab der Zeitrechnung Helmut Schmidt samt ihren Finanzministern) sollten wenigstens die Größe haben, das öffentlich einzugestehen. Der Euro ist Europas teuerstes Experiment seit dem Zweiten Weltkrieg. Gleichwohl: Ein Ende mit Schrecken ist zu verkraften, ein Schrecken ohne Ende nicht!

Merkel und Medien betonen immer, Deutschland sei derzeit noch nicht in diesem Maße gefährdet, »da wir eine starke Wirtschaft haben«. Aber der Mittelstand ist schwer angeschlagen. Sind die Deutschen noch zu retten?


In Deutschland sind nur die DAX-Unternehmen stark. Sie profitieren von ihrer Stärke am Weltmarkt und davon, dass sie ihre eigenen Banken sind. Sie sind kaum auf teure Bankkredite angewiesen wie der nicht an der Börse gelistete Mittelstand. Nur: dieser ist und bleibt das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft; er stellt die Mehrheit der Arbeits-, vor allem aber der Ausbildungsplätze für den Nachwuchs. Er ist die Wirtschaftsfachschule der Nation. Wenn er verkümmert, ist es mit der Weltmarke »Made in Germany« vorbei. Das bekommen dann eher früher als spät auch die Großen zu spüren.

Kritiker werfen immer häufiger den Begriff des Hochverrats der Regierung Merkel am deutschen Volk in die öffentliche Diskussion.


Ich würde nicht von Hochverrat sprechen, aber von inzwischen unverzeihlicher Inkompetenz. Ich weiß nicht, von wem sich Frau Merkel und Herr Schäuble beraten lassen, aber ganz sicher nicht von den Kritikern ihrer Politik. Wer keine Kritik verträgt, weiß oft nicht, wie gemeingefährlich er möglicherweise handelt!

Wie beurteilen Abgeordnete im persönlichen Gespräch das eigene Handeln beziehungsweise das der europäischen Institutionen sowie der Bundesbank?


Mir persönlich begegnen immer wieder Abgeordnete, die voller Zweifel sind, ob diese Politik zu verantworten ist. Nur, was mich verstört: es sind ausnahmslos Abgeordnete der Regierungsparteien – kein einziger aus der Opposition von SPD und Grünen war je darunter, lediglich die »Linken« ausgenommen. Auch kein Pirat!

Wie sehen Sie die Politik der Bundesbank unter Präsident Weidmann?

Auch der neue Bundesbankpräsident hat bisher bei TARGET2 noch kein Machtwort gesprochen.

Wie beurteilen Sie das große Schweigen des Bundesverfassungsgerichts zu den so genannten Rettungsmaßnahmen?


Das Bundesverfassungsgericht wäscht wie Pontius Pilatus seine Hände in Euro-Unschuld. In seiner Antwort auf meine und meiner Kollegen Klage zu Griechenland-Hilfe und Euro-Rettung hat es den Deutschen Bundestag für letzt- und allein verantwortlich an allem erklärt, aber immerhin ihn daran erinnert, dass es in Sachen Transferhilfen aus Steuergeld oder Staatsgarantieen weder einen »Automatismus« (Euro-Bonds) noch Pauschalermächtigungen für den Finanzminister (ein Abgehen vom Prinzip der Einzelermächtigungen) geben darf. Nicht viel, aber etwas: dieser wie auch der nächste Bundestag wären somit frei, ESM und Fiskalpakt abzulehnen!

Wie beurteilt die akademische Welt die Entwicklung der Gemeinschaftswährung?


Erstaunlich kritiklos. Deutsche Ökonomen sind entweder »Höflinge«: arbeiten für ein Unternehmen, eine Bank, eine Zeitung oder einen Sender. Oder sie verwechseln »objektiv« mit »politisch ohne Meinung«. Das gilt aber auch für das Ausland. In den USA befürchtet man ein europäisches Chaos, in den Schwellenländern einen Einbruch im Exportgeschäft. Und in Afrika und im Nahen Osten hat man andere Sorgen.

Wie beurteilen Sie den Status Spaniens, Italiens und Portugals im Lichte der Wahlen? Müssen Athener Verhältnisse in der gesamten »Südkurve« Europas erwartet werden?


Griechenland und Frankreich sind die Trendsetter für diese Länder. Ihre Probleme sind dieselben und die Stimmung ihrer Menschen ist es auch.

Was ist von der Arbeit Mario Draghis bei der EZB zu halten?

Kein Kommentar. Der Mann kommt von Goldman Sachs.

Welche Erfahrungen machen Sie derzeit mit den öffentlichen Medien? In zahlreichen Internetforen wird behauptet, dass Sie von den Mainstreammedien boykottiert würden.


Deutschlands öffentliche Medien sind wie Hunde, die nur apportieren. Ein Schild wie im alten Pompeji: cave canem! (hüte dich vor dem Hund) ist nicht nötig. Sie bellen weder bei Gefahr, noch beißen sie, wenn der Einbrecher bereits seine Arbeit verrichtet. Als ich kürzlich nach Einladung zu einer bekannten Talkshow (»hart, aber fair« ) bei der vom Showmaster vorgeschriebenen Vorabkontrolle der Ansichten seiner Gäste nicht ausschloss, mich kritisch zum Thema »Griechenland« zu äußern, wurde ich prompt wieder ausgeladen. Die Ausrede lautete: man habe das Thema gewechselt. Hinterher konnte ich sehen, dass man nicht das Thema, sondern den Gast gewechselt hatte. Es war nicht das erste, sondern nur das letzte Mal. Ich bin froh, dass es die Internetforen bemerken.

Euro-Kritiker Hankel: Der Kampf um den Euro ist verloren


Folgendes Interview mit dem deutschen Euro-Kritiker Wilhelm Hankel wird wohl bei den Damen und Herren unserer Bundesregierung und all den anderen EU-Bürokraten bei dem einen Ohr hinein und beim anderen Ohr hinaus gehen.

Deshalb wollen wir es unseren Lesern nicht vorenthalten:

Herr Hankel, wie beurteilen Sie die Rettungsversuche für den Euro?
Wilhelm Hankel:
 Wenn Frau Merkel so weitermacht, versinkt Europa in Stag­flation. In den Retter-Ländern gibt es mehr Inflation, in den zu rettenden eine verheerende Deflation. Innerhalb einer Währungsunion lässt sich dieses Dilemma nicht lösen. Auch nicht durch den Fiskalpakt. Entweder löst sich im Zuge dessen die Eurozone unkontrolliert auf oder Frau Merkel findet noch die Alternative, die sie bisher ausschloss.

Den Austritt Griechenlands?
Hankel:
 Nein, es gibt noch viele andere Griechenlands, potenziell bis zu zwölf, inklusive Frankreich und Belgien. Die Gefahr eines unkontrollierten Endes der Eurozone bleibt.

Was schlagen Sie stattdessen vor?
Hankel:
 Der Kampf um den Euro ist verloren. Die einzig vernünftige Lösung ist seine geordnete Abwicklung, die Liquidation der Währungsunion. Das verursacht die geringsten Kosten und es gibt historische wie aktuelle Modelle dafür. Auf dem Balkan, in Albanien etwa, hat man nationale Währungen und den Euro als Parallelwährung. Der Markt regelt das Umtauschverhältnis. Auch nach dem Ersten Weltkrieg, nach Auflösung des Habsburger Reiches, wurden nationale Währungen eingeführt und die alte Kronenwährung eine Zeit lang fortgeführt.

Sie plädieren dafür, D-Mark, Franc und Lira wieder einzuführen?
Hankel:
 Ja, genauer gesagt für die Rückkehr ins Europäische Währungssystem, das in Wahrheit ein Wechselkurssystem war. Der Euro wäre keine abstrakte Recheneinheit wie der ECU, sondern parallel umlaufendes Geld. Daneben hätte jedes Land eine eigene Wäh­rung mit flexiblem Wechselkurs zum Euro.

Was würde das bringen?
Hankel:
 Verschuldete Länder könnten kräftig abwerten und so ihre Wettbewerbs- und Kreditfähigkeit wieder herstellen. Statt Geld von Staatsfonds bekämen sie wieder Geld vom Markt. Das ist zugleich das beste Rezept gegen künftige Schuldenexzesse. Wenn diese Länder die alte Politik fortsetzen und Abwertungsgefahr besteht, bekommen sie kein Geld aus dem Ausland. Kein Investor riskiert, durch Abwertung einen Teil seines Kapitals zu verlieren.

Die D-Mark würde aber wohl aufwerten. Deutsche Unternehmen fürchten, dass darunter ihre Exporte leiden.
Hankel:
 Dieses Getöse gab es vor jeder D-Mark-Aufwertung — doch danach war Schweigen. Die deutschen Exporte ­haben durch keine D-Mark-Aufwertung ­gelitten, sie sind sogar gestiegen. Die ­Erklärung ist einfach, damals wie heute: Im deutschen Exportsortiment stecken bis zu 50 Prozent importierte Vor­leistungen, Rohstoffe, Energie, vorgefertigte Teile. Diese verbilligen sich bei ­einer Aufwertung. Deswegen würde ­eine Aufwertung eher die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken als zu großen Verlusten führen. Der große Gewinner wäre der deutsche Finanzminister: Er könnte seine Euro-Altschulden mit der aufgewerteten neuen D­­-Mark billig tilgen.

Quelle….

Vorsicht! Dieser Hankel ist ein böser Rechts-Populist!

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http://sosheimat.wordpress.com/2012/02/27/euro-kritiker-hankel-der-kampf-um-den-euro-ist-verloren/

Europa vor dem Crash: KOPP-Kongress ein voller Erfolg


Um es gleich vorwegzusagen: Dieser Kongress war ein Riesenerfolg. Fast tausend Menschen waren dem Aufruf des KOPP-Verlags am vergangenen Samstag gefolgt, pünktlich um neun Uhr morgens strömten die Gäste in die Filderhalle im schwäbischen Leinfelden-Echterdingen. Sie alle wollten sich aus erster Hand darüber informieren, wie es derzeit um Deutschland, um Europa und vor allem um den Euro steht und wie sie ihr Vermögen jetzt schützen können.

Die paar zähneklappernden Linksextremisten, die zuvor im Internet lautstark zu einer »antifaschistischen Kundgebung« aufgerufen hatten, und dort in der Morgenkälte nun von einem Fuß auf den anderen hüpften, wurden von den Kongressteilnehmern kaum beachtet und hatten schon kurz darauf genug vom Demonstrieren: Mit blaugefrorenen Gesichtern zogen sie unverrichteter Dinge wieder ab.

(Bekanntlich ist jede Meinung, die dem sozialistischen Weltbild nicht bequem ist, als rechtsradikal zu werten und gehört somit bekämpft! Wenn die keinen Sprung in der Schüssel haben, wer dann?)

 

Derweil ging es in der Halle mit dem ersten Vortrag des renommierten Staatsrechtslehrers Karl Albrecht Schachtschneider bereits richtig zur Sache.

Karl-Albrecht Schachtschneider: »Deutschland muss raus aus dem Euro, je früher, desto besser«

Der berühmte Professor, unter anderem bekannt durch seine prominente  Verfassungsbeschwerde, die er gemeinsam mit vier weiteren Professoren  gegen die deutschen Hilfszahlungen an Griechenland eingelegt hatte, warf zunächst einen Blick zurück in die Euro-Geschichte und stellte

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dabei fest, dass dieser »Staatsstreich« schon vor längerer Zeit begonnen habe, als viele heute wüssten, nämlich im Jahr 1963, als der Europäische Gerichtshof das Völkerrecht in Staatsrecht umwandelte. Dies habe schließlich dafür gesorgt, dass die Wirtschaftsverhältnisse Stück für Stück völlig verändert wurden: Der EuGH erhielt die Macht und begann, in die nationalen Rechte einzugreifen und diese zu beschneiden: »Alle feierten, doch niemand legte Widerspruch ein«.

Heute bestimmen wir längst nicht mehr selbst, was gut ist für uns und was nicht, die Order kommt stets aus Brüssel, so Schachtschneider: »Wenn Spanien zum Beispiel billige Äpfel auf den Markt wirft und behauptet, diese seien gesund, dann sind sie verkehrsfähig, und wir müssen das auch in Deutschland akzeptieren. Das Ganze nennt man dann das Herkunftsland-Prinzip!«

Schachtschneider stellte besorgt fest, dass der Großstaat Europa mit über einer Milliarde Menschen nicht im Geringsten dem Wohl der Völker entspreche und sich für niemanden lohne außer für ein paar wenige, die sich mächtig bereicherten. Grundsätzlich habe es nie die Möglichkeit der Homogenität der verschiedenen Volkswirtschaften Europas gegeben: Die Voraussetzungen für die Einführung des Euro bestanden demnach nicht: »Sie war verfassungswidrig und vertragswidrig, das Scheitern des Euro war vorhersehbar!«

Die Aussichten für Großeuropa klingen aus dem Mund des Staatsrechtslehrers und mutigen Kämpfers für die Freiheit der Menschen alles andere als zuversichtlich: »Es wird keine Freiheit geben, keine finanzielle, keine politische und keine persönliche«.

Auch die drängende Frage vieler Menschen nach einem möglichen Ausstieg Deutschlands aus dem Euro wurde von Schachtschneider klar beantwortet. Das Europarecht gelte nur, weil wir dem zustimmten. Deutschland könne jederzeit raus, ohne juristische Nachspiele: »Je früher, desto besser«.

Fassungslos zitierte der Experte Bundeskanzlerin Angela Merkel, die mit großem Pathos gewarnt hatte: »Unsere Währung muss gerettet und verteidigt werden«. Knapper Kommentar des Rechtswissenschaftlers: »Unsere Währung ist die D-Mark!«

Wilhelm Hankel: »Das Verwechseln von Dynamik mit Dynamit«

Als nächsten Redner kündigte die ehemalige Tagesschausprecherin Eva Herman den Wirtschaftswissenschaftler Wilhelm Hankel an. Dieser lieferte ein flammendes Plädoyer für den Erhalt der deutschen Marktwirtschaft, des deutschen Wohlstands und des Geldes: »Das alles wird gerade vernichtet!« Auch Hankel warnte vor fehlender Freiheit in den europäischen Ländern und vor den Daumenschrauben, die vom mächtigen Brüssel aus immer fester gezogen würden: »Wer gegen den Rechtsstaat kämpft, kämpft gegen Wahrheit und Freiheit!« Die Transferunion sei der Anfang vom Ende, so Hankel, man verwechsle Dynamik mit Dynamit.

Der Währungsexperte schaute besorgt nach Griechenland: Dort seien bereits über sechzig Prozent der Sparguthaben abgezogen worden. »Damit wird die Regierung gezwungen, den Kampf aufzugeben.« Es sei nur noch eine Frage der Zeit, wann die letzte Stunde des Euro geschlagen habe, so Hankel. Er rechne eventuell Mitte August oder kurz vor Weihnachten mit dem Totalcrash, denn nach Griechenland stünden ähnliche grauenvolle Szenarien in Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und Belgien bevor.

Deutschland sei derzeit noch nicht in diesem Maße gefährdet, »da wir eine starke Wirtschaft haben«. Auch wenn die europäischen Banken sich derzeit in einem Kreditgeberstreik befänden, so treffe es uns noch nicht, denn etwa 85 Prozent des Wirtschaftsaufkommens würden derzeit von den Unternehmern selbst finanziert, nur fünfzehn Prozent liefen über Kredite. Doch warnte Hankel vor einem schwer angeschlagenen Mittelstand, der nun einmal auf Kredite angewiesen sei: »Dem Mittelstand geht es dreckig – doch keiner redet darüber: weder die Politiker noch die Medien«.

Der Euro-Kritiker monierte den neuen, europäischen Sozialismus: Mit der Einrichtung eines Politbüros in Brüssel habe dieser seinen Anfang genommen, durch die Vergemeinschaftung der Währung und durch die Übernahme der Schulden. Ebenso warnte Hankel vor dem gigantischen Posten im Bundesbankbericht mit einem Kostenfaktor von 500 Milliarden Euro: Target2 (Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System). Diese Waffe wird offiziell als Verrechnungssystem von Zahlungsströmen zwischen den Euro-Zentralbanken bezeichnet.

Hankels Plädoyer: »Wir brauchen den Wettbewerb der Währungen« blieb nicht ohne Reaktion: Tosender Applaus, der sich übrigens immer dann erneut einstellte, wenn es um die deutsche Währung D-Mark oder Neue Mark ging.

Bruno Bandulet: »Gold ist die einzige Chance«

Als der »Goldpapst« Dr. Bruno Bandulet die Bühne betrat, wurde es mucksmäuschenstill. Zahlreiche Zuschauer hatten schon im Vorfeld drängende Fragen bei der Verlagsleitung eingereicht, wie sie sich denn für die bevorstehenden Krisenzeiten am besten wappnen könnten: Durch Gold- und Silberkauf? Der Wissenschaftler und Verleger, der früher auch Mitglied der Welt-Chefredaktion war, blieb die Antwort nicht lange schuldig: »Gold ist die einzige Chance«. Man solle den Markt gut beobachten, ein- bis zweimal im Jahr böten sich durch die Schwankungen gute Kaufgelegenheiten.

An dieser Stelle sei übrigens auf eine neue KOPP-DVD hingewiesen, auf welcher sowohl Bruno Bandulet als auch weitere Goldexperten wie Johann Saiger, Dimitri Speck, Martin Siegel, Hans Bocker, Gerald Celente und Marc Faber in über zwei Stunden zahlreiche Anlagetipps rund um die Themen Gold, Goldkauf, -handel und -aufbewahrung geben, ein »Muss« für jeden Edelmetallanleger.

Doch zurück zum »Goldpapst«: Mit schwarzem Humor und britisch-eleganter Distanz bügelte der wortgewandte Journalist die deutsche Kanzlerin und ihre Marionettentruppe ab: »Jeder Streit auf Europakonferenzen wurde beigelegt, indem Deutschland das Scheckbuch zückte«. Die Voraussetzung der menschlichen Intelligenz sei es, sich wundern zu können, sagte er in Bezug auf die hochfliegenden ESM-Beschlüsse vom 30. Januar 2012. Die Aussage von EU-Kommissionspräsident Barroso, die von Merkel gebetsmühlenartig wiederholt werde, »der Euro muss gerettet werden, koste es, was es wolle«, sei wie der Glaube an den Endsieg.

Und auch Bandulet rechnet mit einem baldigen Euro-Crash: »Die Währungsunion beruhte von Anfang an auf Betrug und Unwahrheit«. Die Gefahren, dass auch Deutschland sein AAA-Rating verliere, drohe dem »Zahlmeister« ebenso, was dann den Zusammenbruch der Banken bedeuten würde. Merkels Aussage: »Scheitert der Euro, dann scheitert Europa«, erteilte Bruno Bandulet eine klare Absage. Doch gleichzeitig sieht er darin auch eine Chance. Es müsse uns allen erst richtig schlecht gehen, damit es wieder aufwärts gehen könne: »Nur aus der Krise kann Europa reformiert werden«.

Udo Ulfkotte: »EUROGENDFOR soll europäische Aufstände niederschlagen«

Kopp-Autor Dr. Udo Ulfkotte zeigte als nächstes die umfangreichen Medienmanipulationen und Falschmeldungen auf, die systematisch eingesetzt werden, damit die Bürger bloß nicht merken, was sich derzeit wirklich in Deutschland und Europa abspielt und wie dramatisch sich die Situation schon zugespitzt hat. Nicht nur, dass die Bundesregierung deutsche »Qualitätsjournalisten« in regelmäßigen Abständen einlädt, um ihnen vorzuschreiben, was berichtet und was auf keinen Fall gemeldet werden darf, gibt es noch ganz andere Manipulationsmechanismen, um nur keinen Unmut bei der deutschen Bevölkerung aufkommen zu lassen.

Ulfkotte erläuterte unter anderem, dass derzeit zum Beispiel die Hartz-IV-Statistiken umfangreich frisiert und gefälscht würden, um drohendes Wutpotenzial der deutschen Bürger zu vermeiden. Oder wer wisse schon davon, dass 120 Prozent der Kosovo-Albaner die Leistungen von Hartz IV bezögen (manche Landsleute kassieren die monatliche Unterstützung, obwohl sie gar nicht existieren), 90 Prozent der Libanesen und 45 Prozent der Iraker, um nur einige zu nennen, diese aber seit Januar 2012 aus den Statistiken komplett herausgestrichen worden sein sollen? Ulfkotte, der auf das bevorstehende Ende der deutschen Finanzreserven abzielte, erläuterte, dass damit auch künftig derartige Sozialleistungen drastisch gekürzt beziehungsweise zusammengestrichen würden: »Wenn man bei diesen Bevölkerungsgruppen Einschnitte vornehmen will, was passiert dann?«

Ulfkotte warnte vor unmittelbar bevorstehenden Unruhen in Europa, mit denen offenbar auch schon bald in Deutschland zu rechnen ist. Vielen Besuchern in der Filderhalle stockte der Atem, als der Geheimdienstexperte berichtete: Von Medien und Öffentlichkeit unbemerkt »werden jetzt überall in Europa Sondereinsatzkräfte darauf vorbereitet, erwartete soziale Proteste mit Gewalt niederzuschlagen«. Nicht einmal die mit der Kontrolle der Geheimdienste befassten deutschen Abgeordneten hätten bis vor wenigen Tagen gewusst, dass es seit mehreren Jahren schon einen europäischen Geheimbund von Spitzeln gebe, deren Ziel vor allem EU-Gegner und Euro-Kritiker sind, berichtete der Ex-Korrespondent der FAZ. »Die Arbeitsgruppen bilden länderübergreifend Teams, die beispielsweise potenzielle mutmaßliche Rädelsführer von inneren Unruhen beobachten und Kontaktpersonen in deren Umfeld einschleusen sollen«.

Nach den schweren Krawallen der vergangenen Monate in Griechenland, Spanien, Italien, Portugal, Bulgarien, Rumänien und den gewalttätigen Unruhen im August 2011 in britischen Ballungsgebieten würden antimilitaristische und anarchistische, globalisierungs- und bankenkritische Gruppen ebenso wie Bündnisse von Euro- und EU-Gegnern als potenzielle Gefahr für die innere Sicherheit betrachtet. Während die Infiltration der vorgenannten Gruppen durch Anwerbung von Informanten Erkenntnisse über geplante Aktionen aus dem Protestspektrum liefern solle, würden parallel Dossiers über Bürger angelegt. In diesen würden Euro- und EU-Kritiker beispielweise nach zukünftiger »Gefährlichkeit« farblich (rot, gelb und grün) in elektronischen Akten nach ihrem »umstürzlerischen« Potenzial eingestuft. Parallel dazu finanziere die Europäische Union Projekte zur Handhabung größerer politischer Proteste.

Ulfkotte schilderte weiter, dass im italienischen Vincenza der Führungsstab einer geheimen 3.000 Mann starken europäischen Sondereingreiftruppe namens »EUROGENDFOR« sitze. Sie sei auf Initiative der früheren französischen Verteidigungsministerin Alliot-Marie eingerichtet worden, nachdem es in Frankreich immer öfter innere Unruhen zugewanderter muslimischer Jugendlicher mit Straßenschlachten und Plünderungen gegeben habe.

Die mit geheimdienstlichen Kompetenzen ausgestattete Truppe solle in enger Zusammenarbeit mit europäischen Militärs die »Sicherheit in europäischen Krisengebieten« gewährleisten, berichtete Ulfkotte. Ihre Aufgabe sei es, als Polizeitruppe Aufstände niederzuschlagen. EUROGENDFOR sei nichts anderes als eine paramilitärische Gendarmerie, die im Krisenfalle mitten in Europa anstelle von regulären Militärs eingesetzt werden soll, um den Eindruck abzuwenden, die Armee eines Landes schieße auf die eigenen Bürger. EUROGENDFOR könne theoretisch überall dort eingesetzt werden, wo die EU eine Krise sehe – beispielsweise auch, wenn ein EU-Land den Vertrag von Lissabon nicht ratifiziere oder aus dem EU-Staaten- oder Währungsverbund gegen den Willen der Brüsseler Zentralregierung ausscheren wolle.

Puh, der Vortrag von Udo Ulfkotte war schwere Kost, und die anschließende Kaffeepause war für die tausend Besucher des KOPP-Kongresses dann auch mehr als nötig.

Thomas Ramb: »Alle vorhandenen Geldvermögen umwandeln in Sachwerte!«

Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler und Universitätsprofessor Prof. Dr. Bernd-Thomas Ramb beendete als letzter Redner den spannenden Vortrags-Tag, bevor sich alle Referenten in einer Schlussrunde den Fragen des Publikums stellten. Rambs Vortragsthema lautete: »Der Euro vor dem Zusammenbruch, wie rette ich mein Vermögen?« Der Diplom-Mathematiker rechnete vor, was uns der ganze Euro-Spaß kostet und wie wir unsere Schäfchen noch rechtzeitig ins Trockene bringen können.

Zunächst stellte er fest, dass es derzeit fast nur zwei Alternativen gebe: die Hyperinflation und den Währungsschnitt. Da Deutschland aus Sicht des Experten ein dauerhafter Störenfried in der EU sei, weil das Land im Gegensatz zu allen anderen Pleitestaaten immer noch recht stabil sei, gebe es deswegen nur einen einzigen Ausweg: Deutschland müsse sofort aus der Währungsunion ausscheiden, dann könnte es zu einer klassischen Währungsreform kommen mit anschließender Einführung der Neuen Mark (NM).

Ramb rief die Sparer dazu auf, auf jeden Fall alle vorhandenen Geldvermögen abzubauen beziehungsweise umzuwandeln in Sachwerte: Gold und andere Edelmetalle, Immobilien sowie Unternehmensanteile zu kaufen. Auch Ackerland käme in Betracht, auch Auslandseinlagen und Devisen wie der Schweizer Franken: »Je länger man wartet, desto teurer wird es«.

Die Grundregeln für jeden Bürger lauteten jetzt: »Man muss sich informieren, Selbstvertrauen wahren, eine Risikostreuung des Vermögens vornehmen und die Kontrolle behalten durch ständige Informationsaktualisierung«.

Wichtig sei ferner ein gesundes Misstrauen gegen die Banken, und man solle sich vor einseitigen »Spezialisten« und vor »kostenloser« Beratung hüten. Besser sei es, den kommenden Krisenzeiten mit Humankapital vorzubeugen, so der Volkswirtschaftslehrer: Investment in die Gesundheit, Bildung, die sozialen Kontakte in einer kälter werdenden Welt zu stärken und das innere und seelische Gleichgewicht aufzubauen, um zu Weisheit zu gelangen. Vor allem im täglichen Miteinander zeige sich, welche Qualitäten jetzt täglich wichtiger würden als alles Gold und Geld der Welt: Der Glaube an etwas Höheres.

Das war ein gelungenes Schlusswort, und nachdem die knapp tausend Kongress-Teilnehmer noch weitere neunzig Minuten mit den Rednern diskutiert hatten und dabei ihre wichtigsten Fragen losgeworden waren, erkundigten sich viele schon nach dem nächsten Kongress des KOPP-Verlags.

Es gab wohl kaum jemanden, der am Ende des Tages noch weiter dem Irrglauben angehangen hätte, unsere Welt sei doch prima in Ordnung. Das ist sie eben leider nicht mehr, und je eher das erkannt wird von so vielen Menschen wie möglich, desto größer die Chance, aus dieser zweifellos schweren Krise irgendwann auch wieder herauszukommen. Doch scheint es noch eine Weile bis dahin zu dauern, und es steht zu befürchten, dass Bruno Bandulet Recht behalten könnte mit seiner Prognose, es müsse uns allen erst richtig schlecht gehen, damit es wieder aufwärts gehen kann: »Nur aus der Krise kann Europa reformiert werden!«

Deutschlands größte Lüge – Teil 2


Deutschlands größte Lüge – Teil 2

Michael Grandt

Man kann es schon fast nicht mehr hören, was diese politisch korrekten Politiker, Ökonomen und »Finanzexperten« allenthalben in Talkshows oder Interviews von sich geben: Der Euro sei gut für Deutschland, denn ohne ihn würde es unserer heimischen Industrie viel schlechter gehen. Oder: Ohne die Gemeinschaftswährung wäre die D-Mark so stark geworden, dass unsere Exporteure große Schwierigkeiten hätten, ihre Produkte ins Ausland zu verkaufen. Oder: Deutschland sei ein Profiteur des Euro. Aber genau das Gegenteil ist der Fall!

Andere EU-Länder haben profitiert:

  • Bereits kurz vor der EU-Gründung kam es zu einem erhöhten ausländischen Kapitalzufluss in die künftigen Euro-Währungsländer, weil Investoren erwarteten, dass die ausstehenden Staatsanleihen, die nach Einführung des Euro fällig werden würden, nicht in den nationalen Währungen, sondern in Euro ausbezahlt werden würden. Das Wechselkursrisiko entfiel. Auch die Zinsen wurden in Euro ausbezahlt.[11]

  • Neu-EU-Länder mit bisher zweistelligen Zinsen konnten damit rechnen, dass sie bei Neuverschuldung nur die niedrigen Zinsen zahlen mussten, was ihre Haushalte stark entlastete.[12]

  • Die niedrigen Zinsraten entlasteten die Länder auch bei der Begebung von Staatsanleihen oder bei betrieblichen Investitionen. Diese »Euro-Dividende« bzw. dieses Zinsgeschenk ist aber NICHT zur Tilgung der jeweiligen Staatsschulden verwendet worden, sondern zu einer weiteren exzessiven Verschuldung.[13]

  • OHNE die Exportüberschüsse und Leistungsbilanzstärke Deutschlands, was es zum größten europäischen GEBERLAND macht, wäre die Konstruktion der Währungsunion NICHT möglich gewesen.

Was aber wäre die Alternative?

Viele namhafte Experten, darunter die Professoren Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider, Dieter Spethmann und Joachim Starbatty sehen sie in einem europäischen Staatenbund konkurrierender und wachsender Volkswirtschaften mit jeweils eigenen Währungen als Leistungsmaßstab und Erfolgsbarometer, der den Brüsseler Moloch ersetzt. Die europäischen

 Länder könnten ihre alte Währung samt Wechselkurs wiedereinführen. Die Folgen wären keinesfalls ein Zusammenbruch unserer Wirtschaft, wie uns immer wieder suggeriert wird, sondern das Gegenteil:

Zunächst einmal würden wir mehr für unser Geld im Ausland bekommen. Importgüter würden billiger. Betriebswirtschaftlich gesehen: Im Einkauf gewinnt man mehr, als man später im Verkauf (vielleicht!) verliert, oder, anders gesagt: Man kauft die Güter viel billiger ein als den Verlust, den man später wegen der stärkeren Währung (vielleicht) erleidet. Schließlich verkaufen wir keine Tomaten, sondern Know-how, Technologieinnovationen und kluge Köpfe, die man überall auf der Welt braucht, gerade jetzt! Beweis dafür sind wir selbst, denn trotz »starker« D-Mark nahmen unsere Exportstärke und Exportüberschüsse immer mehr zu. Deutschland gehörte schon IMMER zu den Aufwertungsländern und war seit jeher eine der exportstärksten Nationen der Welt.

Zudem würden jährlich gigantische Milliardenüberweisungen nach Brüssel sowie Garantien von Hunderten von Milliarden für de facto zahlungsunfähige EU-Staaten entfallen. Dieses Geld könnte man in unsere Sozialsysteme und in die Realwirtschaft investieren und so durch Steuerentlastungen mehr Konsum generieren, der sich wiederum im Wirtschaftswachstum niederschlagen würde. So aber hängen wir am EU-Tropf und geben mehr, als wir erhalten. Die von uns erwirtschafteten Leistungsbilanzüberschüsse FINANZIEREN den GRÖSSTEN Teil der EU.

Oder wie der britische Europa-Investmentchef von Allianz Global Investors sich einmal ausdrückte: »Europa ist ein einfaches Spiel: 27 Nationen sind dabei, am Ende zahlen immer die Deutschen.«[14]

Die Wahrheit ist also: Der Euro ist weniger wert als damals die D-Mark, was Kaufkraft und Vermögensverluste für die Deutschen bedeutet – und: OHNE Deutschlands Exportüberschüsse und Leistungsbilanzstärke wäre der Euro schon längst Geschichte![xv] Einen Rettungsschirm für Deutschland wird es niemals geben, dazu ist die Volkswirtschaft zu groß. Wir werden also IMMER das größte Geberland bleiben, und das ist schlecht für Deutschland.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-grandt/deutschlands-groesste-luege-teil-2.html

Wirtschaftswissenschaftler: Deutschland kann Euro-Gelder abschreiben


Wirtschaftswissenschaftler Wilhelm Hankel im ARD-Nachtmagazin

Der deutsche Staat tut alles für Europa, aber nichts mehr für seine eigenen Bürger. Das sagte Wirtschaftswissenschaftler Wilhelm Hankel im ARD-Nachtmagazin. Geld, das der Staat für andere Länder ausgebe, fehle hier in Deutschland. Es sei so gut wie ausgeschlossen, dass jemals etwas davon zurückgezahlt würde, da die Nehmer-Länder mitten im Bankrott stünden und nicht einmal mehr deren eigene Politiker an ihre Sanierung glaubten. Dieses Geld könne man abschreiben. Es sei traurig, so Hankel, dass Politiker nicht auf die Ratschläge der Fachwelt hörten. Es sei ein schwerer Fehler gewesen, sich auf den Euro einzulassen.

Eine Währung sei jeweils der Maßanzug einer Nation gewesen.

So habe Deutschland eine starke Mark gehabt, weil es gut gewirtschaftet habe. Der Maßanzug Euro werde nun allerdings aus allen Nähten platzen. Hankel forderte jene Länder, die den Euro-Bedingungen nicht genügten, auf, die Euro-Zone zu verlassen. Das sei keine Ausgrenzung aus Europa, sondern gelte nur in Bezug auf die Währung. Hankel klagt vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den EU-Rettungsschirm.

Derzeit stellt er sein Buch Das Euro-Abenteuer geht zu Ende vor.

Quelle: aktien-boersen

Mein Kommentar:

Auch habe schon bei der 1. Hilfszahlung an Griechenland zu meiner Frau gesagt, dass wir dieses Geld nicht mehr wieder sehen werden. Obwohl unsere Regierung es uns anders verkauft hat.

Wir hatten eine schöne, starke Deutsche Mark gehabt. Solange, bis der fette Kohl, dem ein gefüllter Saumagen wichtiger ist wie das Leben des deutschen Volkes, hat ja bekannter Weise die DM auf dem Opfertisch der Wiedervereinigung geopfert. Sonst wären wir nicht zusammengekommen. Doch zu welchem Preis?

Die EU ist kaputt! Der Euro ist kaputt! Deutschland ist kaputt! Vielen Dank Herr Kohl! Fressen Sie weitehin Ihren ach so geliebten Saumagen!