Was auf der Kehrseite des Mondes tatsächlich gefunden wurde


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Was auf der Kehrseite des Mondes tatsächlich gefunden wurde

 

Unlängst hat eine sensationelle Nachricht eine Runde durch die weltweiten Nachrichtenagenturen gemacht: Auf dem Mond habe man mit Hilfe der Karte Google Moon ein seltsames dreieckiges Objekt mit leuchtenden Punkten an den Seiten entdeckt.

Was könnte es sein, eine Sinnestäuschung, oder handelt es sich in der Tat um ein Objekt interplanetaren Ursprungs?

Darüber hinaus erörtern Liebhaber des Unerkannten aus der ganzen Welt bereits seit mehreren Tagen, was der Benutzer des Kanals YouTube unter dem Spitznamen Wowforreeel eigentlich gefunden hat, als er die Oberfläche des Erdtrabanten betrachtete?

In einem der Krater auf der erdabgewandten Seite des Mondes sei ihm ein unverständliches formgerechtes dreieckiges Objekt mit sieben hellen Punkten aufgefallen, die einen rechten Winkel von 90 Grad bildeten. Der ungefähre Durchmesser dieses „Dreiecks“ belaufe sich auf 180 bis 200 Meter.

Den Worten des Erstentdeckers selbst zufolge, sei er außerstande, sich vorzustellen, was es sein könnte:

„Ich habe keine Ahnung, was das ist… Nachdem ich dieses Objekt recht lange auf der Karte Google Moon betrachtet habe, kann ich sagen, dass es dieses Objekt dort tatsächlich gibt und es sich ganz genau um keine Fälschung handelt. In den anderen Mondkratern habe ich nichts gefunden, das dem auch nur annähernd ähnlich gewesen wäre.

Schauen Sie selbst hin und sagen Sie, was Sie persönlich aus diesem Anlass denken. Das ist bestimmt, einer der besonders seltsamen Funde auf der Karte Google Moon.“

Für die Skeptiker führt der Benutzer Wowforreeel die Koordinaten des gefundenen Objektes auf der Mondkarte an: 22o42’38.46“N und 142o34’44.52“ E, wodurch er eine groß dimensionale Diskussion zum Thema startet, ob es sich vielleicht um ein außerirdisches Raumschiff oder gar um einen Weltraumstützpunkt handle.

Unter anderem berichtet Wowforreeel, dass ein sehr ähnliches Objekt von ihm auf interaktiven Karten auch in der Antarktis entdeckt worden sei. Es hätte ebenfalls die Form eines Dreiecks aufzuweisen gehabt, ein Winkel hätte 90 Grad betragen und die Dimensionen hätten einen mit ihren 125 mal 90 Metern ebenfalls beeindruckt.

Die Benutzer aus allen Ecken und Enden des Planeten haben nun unverzüglich damit begonnen, die Möglichkeit für die Existenz eines solchen geheimen Weltraumstützpunktes zu erörtern. Mancher behauptete, er gehöre den USA, mancher war sich dessen sicher, dass er Russland gehöre, doch die Mehrheit vertritt den Standpunkt, dass er einen außerirdischen Ursprung habe.

Allerdings gibt es auch solche, die beschlossen haben, anschaulich nachzuweisen, dass es auf der Rückseite des Mondes keinerlei geheimnisvolles Objekt gäbe, sondern dass es sich lediglich um eine visuelle Täuschung handle.

So hat sich der Benutzer von YouTube unter dem Spitznamen Astronomy Live vorgenommen, den sensationellen Fund zu widerlegen, und in seinem Video ausführlich gezeigt, wie man mit Hilfe von allerlei graphischen Masken einen ähnlichen Effekt des „unerkannten Objektes“ selbständig bewirken kann.

Es liegt daran, dass Google bei der Schaffung seiner Mondkarten nicht etwa seine eigenen Bilder verwendet, sondern Aufnahmen des japanischen künstlichen Mondtrabanten Selenological and Engineering Explorer Kaguya, auch als SELENE bekannt, genutzt hat.

Diese Aufnahmen stehen im freien Zugang in einer höheren Qualität im Archiv des Satelliten Kaguya zur Verfügung. Dort kann jeder Interessent das „seltsame Mondobjekt“ im Detail erforschen.

Dabei bleibt die Diskussion dennoch offen, denn es ist nicht klar, wie die Objekte selbst bei Verwendung von Photoredaktoren und Photomasken, von denen der Benutzer Astronomy Live berichtet hat, so richtige geometrische Formen besitzen können.

Und warum sich dieses „Objekt“ gerade auf der Rückseite des Mondes befindet, die wir von der Erde aus nicht sehen können?

Im Hinblick darauf, dass mit dem Erdtrabanten eine Vielzahl von Fragen verbunden ist, kann man nicht leugnen, dass alles so einfach sei, wie einige es darstellen möchten…

Wenn es sich um eine Photomontage handelt, so fragt es sich, warum die Menschen nach der Mission von Apollo 17 alle ihre Mondprogramme stillgelegt haben? Was haben sie dort gesehen, so dass sie es vorgezogen haben, nicht mehr dorthin zu fliegen?

Warum sind wir dazu bereit, den Mars zu erforschen, der von uns viel weiter entfernt ist und dessen Weltraumprogramme weitaus kostspieliger sind, statt die Erforschung des Mondes fortzusetzen?

Das lässt einen in der Tat nachdenklich werden.

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http://german.ruvr.ru/2014_02_03/Was-hat-man-auf-der-Ruckseite-des-Mondes-tatsachlich-gefunden-4252/

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Zurück in die Steinzeit? Wissenschaftler warnen vor einer galaktischen Superwelle


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Kaum hat die NASA Entwarnung gegeben, was die Aktivität der Sonnenflecken betrifft, da melden die Astronomen neue Bedenken an: Eine Explosion im Zentrum unserer Milchstraße stehe unmittelbar bevor. Die dabei entstehende Strahlungswelle könnte die Erde treffen und unsere Zivilisation in die Steinzeit zurück katapultieren.

Michael Morris hat bereits im Juli auf Kopp Online von der Welle geschrieben. Inzwischen kommen immer mehr Erkenntnisse – die zum Teil schon Jahre zurückliegen – ans Tageslicht. Hier ein kurzer Überblick:

 

Durch die nunmehr seit Jahren anhaltende außerordentlich geringe Sonnenaktivität wird der Schutzschild der Erde, der so genannte Van-Allen-Gürtel, geschwächt. Hier drängt sich der Vergleich mit dem menschlichen Immunsystem auf: Indem es immer wieder Bakterien und Viren abwehrt, gewinnt es an Stärke und Abwehrkraft. Muss es dagegen nicht aktiv werden, wird es

nicht gefordert, mobilisiert also nicht seine Kräfte.

 

Der Van-Allen-Gürtel hat die Form eines riesigen Schwimmreifens und umgibt die Erde in 700 bis 6000 Kilometern Höhe mit einer Zone hochenergetischer Protonen, die aus kosmischer Strahlung und von Sonnenwinden stammt. Lassen diese nach – wie im derzeitigen Sonnenflecken-Minimum – dann verliert er seine Schutzkraft und lässt mehr Teilchenstrahlung aus dem Kosmos auf die Erde durch. Diese Strahlung ist derzeit so hoch wie in den letzten 50 Jahren nicht, berichtet die NASA (1).

 

Der Druck des Sonnenwindes sei seit Mitte der 1990er Jahre um ein Fünftel gesunken, so die NASA. »Die Messungen der Ulysses-Sonde deuten darauf hin, dass der Druck des Sonnenwinds zur Zeit der niedrigste ist, der jemals seit Beginn des Raumzeitalters registriert worden ist«, sagt Dave McComas, leitender Wissenschaftler beim Ulysses-Projekt (2). Richard Mewaldt vom California Institute of Technology hat zeitgleich einen Anstieg der kosmischen Strahlung um etwa 19 Prozent beobachtet (3).

 

Diese Entwicklung hat die Theorien eines Wissenschaftlers wieder populär gemacht, der 1983 die Fachwelt aufhorchen ließ: Er heißt Paul LaViolette und er hat im August 1983 an der Portland State University in Portland im US-Bundesstaat Oregon seine Doktorarbeit abgegeben mit dem Titel »Galactic Core Explosions, Cosmic Dust Invasions, and Climatic Change« (Explosionen im galaktischen Kern, das Eindringen kosmischen Staubs und der Klimawandel). Darin hat er den Nachweis geführt, dass die Klimaveränderungen in der Erdgeschichte von kosmischen Strahlen ausgelöst worden sind – genau genommen von einer kosmischen Strahlensalve, die etwa alle 10 000 Jahre auf die Erde einprasselt. Ausgelöst wird dieser Beschuss dadurch, dass der Kern unserer Milchstraße explodiert.

 

Zwei Jahre nach LaViolettes Dissertation entdeckten Astronomen, dass Cygnus X-3 die Erde mit Hochenergiepartikeln beschießt. Cygnus ist so weit von der Erde entfernt wie das galaktische Zentrum, nämlich 25 000 bis 30 000 Lichtjahre. Die Teilchen von Cygnus erreichten die Erde mit Lichtgeschwindigkeit auf exakt geradem Kurs (4). Im Jahr 1988 fanden Wissenschaftler heraus, dass die Erde von dem Röntgenstrahlenpulsar Hercules X-1 beschossen wurde. Die Quelle dieser Energiestrahlung lag etwa 12 000 Lichtjahre von der Erde entfernt (5). Auf einem Treffen der American Astronomical Society im Januar 2000 kam erneut Bestätigung für LaViolettes Thesen: Radioastronomen berichteten von ihren Beobachtungen, dass aus dem Zentrum unserer Galaxie Synchrotonradiowellen spiralförmig ausströmten (6).

 

Heißt das, dass das Zentrum bereits explodiert ist und die Galaktische Superwelle schon mit Lichtgeschwindigkeit auf die Erde zurast?

 

Der Physiker und Astronom LaViolette, der nach seiner Dissertation für die UN als Berater sowie für die griechische Regierung und den Club of Rome (Goals for Mankind Project ) arbeitete und heute die Starburst Foundation, ein interdisziplinäres wissenschaftliches Forschungsinstitut (7), leitet, glaubt es: »Die Polareisdaten zeigen, dass die letzte große Superwelle ihren Höhepunkt vor 14 500 bis 11 500 Jahren hatte – bei einem Zyklus von 11 500 Jahren wäre die nächste große Superwelle derzeit überfällig.« (8) Ein weiteres Indiz sieht LaViolette in den Gasausstößen. Astronomen haben bereits im Jahr 1977 darauf hingewiesen, dass das galaktische Zentrum in den vergangenen 5300 Jahren 14 Wolken ionisierten Gases ausgestoßen hat und zwar im Abstand von weniger als 500 Jahren (9). Seit der letzten Eruption sind jedoch bereits 700 Jahre vergangen. »Auch hier kommen wir also wieder zu dem Schluss, dass ein derartiges Ereignis überfällig ist.« (8)

 

Die Auswirkungen einer Galaktischen Superwelle

 

Das Erdmagnetfeld wäre einer Superwelle nicht gewachsen. Niederfrequente Radiowellen, sichtbares Licht, ultraviolettes Licht, Röntgenstrahlung, Gammastrahlung und die alles durchdringende Teilchensalve würden ungebremst auf die Erde treffen. LaViolette prophezeit: »Bei Ankunft einer solchen Superwelle wäre unser vorrangiges Problem der elektromagnetische Impuls (EMP), der vor der Welle herläuft. Die hochintensive elektromagnetische Schockwelle würde jedes elektrisch leitende Objekt unter Hochspannung setzen.« (8)

 

Der EMP würde für Überspannungen im Stromnetz sorgen und sämtliche Transformatoren kurzschließen oder durchschmoren lassen, über die Strom ins Hochspannungsnetz eingespeist oder wieder entnommen wird. Stromausfälle wären die Folge. Jedes an das Stromnetz angeschlossene Gerät würde ebenfalls durchschmoren – einschließlich aller Computer. Kurzum: Die industrialisierte Welt käme zum Stillstand. Im Januar 2009 haben die amerikanische National Academy of Sciences und das National Research Council LaViolettes Warnungen bestätigt. In ihrem Bericht Severe space weather events: Understanding societal and economic impacts (Heftige Ereignisse im Weltraumwetter und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft) sorgen sich die Forscher vor allem darum, dass es bis zu einem Jahr dauern könnte, bis neue Transformatoren zur Verfügung stünden. Insgesamt rechnen sie, dass die westlichen Staaten vier bis zehn Jahre brauchen würden, um sich von den Schäden des EMP zu erholen (10).

 

Aber das Schlimmste kommt noch: LaViolette rechnet damit, dass die Superwelle von einer Gravitationswelle begleitet wird, die Erdbeben und Vulkanausbrüche auslösen könnte. Und er befürchtet, dass der Wind, der durch die kosmische Strahlung der Welle entsteht, die gefrorenen Kometentrümmer auftaut. Diese umgeben derzeit unser Sonnensystem wie eine Wolke, würden dann aber als Staub und Gas ins Innere treiben und das Sonnenlicht mit einem Nebel verschleiern. Die Sonnenstrahlung würde daher in der oberen Atmosphäre bleiben. Damit käme es zu einer deutlichen Abkühlung der Erdoberfläche, wenn nicht gar zu einer neuen Eiszeit.

 

Der deutsche Biophysiker Dieter Broers erwähnt in seinem viel beachteten Blog Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching bei München, die Beobachtungen mit dem europäischen Gammateleskop Integral durchführten. Dieses Teleskop umkreist die Erde oberhalb der Atmosphäre, damit die Gammastrahlung gemessen werden kann. Bereits im Jahr 1967 entdeckte der amerikanische Satellit OSO-3 die ersten Gammastrahlenemissionen in unserer Galaxie. Es stellte sich heraus, dass die Strahlungsquellen entlang des galaktischen Äquators dabei besonders rund um das Zentrum der Milchstraße konzentriert sind – ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es im »Herzen unserer Galaxie« nicht eben ruhig zugeht. Woher kommt die Strahlung aus dem Zentrum unserer Heimatgalaxie?

 

Broers zitiert dazu eine Meldung der Deutschen Presse Agentur vom 30. April 1997:

»Geheimnisvolle Entdeckung: 3000 Lichtjahre von der Milchstraße entfernt fanden US- Astronomen eine gewaltige Anti-Materie-Wolke. Sie ist 4000 Lichtjahre (38 Billiarden Kilometer) breit. Bislang galt dieser Weltraumabschnitt als leer.

›Der Ursprung der Wolke ist mysteriös‹, sagt Mit Entdecker William Purcell. Anti-Materie hat dieselben Eigenschaften wie herkömmliche Materie, nur entgegengesetzte elektrische Ladungen. Wenn die aufeinandertreffen, vernichten sie sich gegenseitig. Ihre gesamte Masse wird zu Energie.« (11)

In einem weiteren Beitrag weist Broers auf Alexander Presman und Fritz Popp hin. Beide hatten entdeckt, dass kybernetische Informationsverbindungen zwischen biologischen Kernstrukturen existieren, die hierarchisch aufgebaut sind. Das Verhältnis zwischen den 200 Milliarden Sonnenkernen, welche zu unserer Galaxis gehören, und dem Kern unserer Galaxis kann als eine entsprechende hierarchisch-kybernetische Struktur im astronomischen Bereich angesehen werden. Es ist naheliegend, dass die Aktivität der Sonnen vom Kern der Galaxis her mit kybernetischen Mitteln derart geregelt wird, dass das Gesamtniveau der Aktivität der Sonnen dem Entwicklungsziel der Galaxis entspricht. Sollte dieses zutreffen, so muss sich der Regulierungsprozess auch in der Einzelbeziehung zwischen unserer Sonne und dem Zentrum der Galaxis nachweisen lassen. Dies setzt jedoch voraus, dass sich alle Elemente eines Informationssystems wie Sender, Empfänger, Informationskanal in einem solchen astronomischen Informationsmodell definieren lassen (12).

 

Der galaktische Kern kommt nach Broers auch als Sender von Gravitationswellen in Betracht. Gerade die Massenkonzentration im galaktischen Zentrum ist für die Entstehung von Gravitationsstrahlung günstig. Nach neuesten Beobachtungen mit der Technik der Radio-, Infrarot- und Gammaastronomie befindet sich im Milchstraßenzentrum ein Schwarzes Loch, dessen Masse etwa 4,31 Millionen Sonnenmassen erreicht. Ist dies richtig, so ist damit zu rechnen, dass die auf das Schwarze Loch zustürzenden Massen Gravitationswellen aussenden (12).

 

Fazit

Wann die Superwelle kommt, wissen wir nicht. Denn die kosmischen Strahlen einer solchen Welle sind nicht zu sehen. »Ihre lange, 23 000 Lichtjahre dauernde Reise vom galaktischen Zentrum bis zu uns würde gänzlich unentdeckt bleiben«, schreibt LaViolette (8). Die einzige Warnung bestünde im Aufblitzen der Explosion kurz zuvor. »Wir leben am Fuße eines galaktischen Vulkans und kennen weder den Zeitpunkt noch die Stärke des nächsten Ausbruchs« (8).

Fussnoten:

(1) spiegel.de vom 02.04.09

(2) astronews.de vom 30.10.09

(3) ebd.

(4) Marshak u.a.: »Evidence for muon production by particles from Cygnus X-3«, in : Physical Review Letters, 1985, 54:2079

(5) Dingus, B.L. u.a.: »High-energy pulsed emission from Hercules X-1 with anomalous air-shower muon production«, in: Physical Review Letters, 1988, 61:1906

Und: Schwarzschild, B.: »Are the ultra-energetic cosmic gammas really photons?«, in: Physics Today, Nov. 1988, 17

(6) AAS.org (Session 62)

(7) Etheric.com

(8) LaViolette, Paul: »Droht eine galaktische Superwelle?«, in: Nexus Magazin Nr. 24

(9) Zook, H.A.; Hartung, J.B., und Storzer, D.: »Solar flare activity: evidence for large-scale changes in the past«, in: Icarus, 1977, 32:106

(10) NAP.edu (US National Research Council: Severe space weather events: Understanding societal and economic impacts)

(11) Revolution-2012.com

(12) Revolution-2012.com

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http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/peter-orzechowski/zurueck-in-die-steinzeit-wissenschaftler-warnen-vor-einer-galaktischen-superwelle.html

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Deutsche Gedenktage: Wirken und Werden unseres Volkes – 20.09. bis 02.10.2013


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Deutsche Gedenktage
Wirken und Werden unseres Volkes

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20.9.1863
Jakob Grimm †, Begründer der
Germanistik, nationalfreiheitlicher
Politiker

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21.9.1558
karl V. †; als deutscher könig, kaiser
und spanischer könig Herrscher
über ein gewaltiges Weltreich

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22.9.1158
Otto i. Bischof von Freising †,
bedeutendster Geschichts –
schreiber des Mittelalters

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23.9.1933
Erster Spatenstich
für die reichs autobahn
(Frankfurt a. M. – Heidelberg)

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24.9.1688
Beginn des dritten raubkrieges
des französischen „Sonnenkönigs“
gegen das schwer von den türken
bedrängte Deutsche reich

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25.9.1963
Generaloberst kurt Zeidler †,
Chef des Generalstabes des Heeres
ab 1942, Eichenlaubträger

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26.9.1963
Österreich bringt die
Südtirol-Frage vor die UNO

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27.9.1958
Rückkehr der restaurierten
Quadriga aufs Brandenburger tor

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28.9.1858
Gustaf Kossinna *,
genialer Vorgeschichtsforscher

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29.9.1938
Münchner Abkommen unterzeichnet;
Durchsetzung des Selbst –
bestimmungsrechtes für die
Sudetendeutschen

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30.9.1943
Johann Deisenhofer *, Biophysiker,
chemie-Nobelpreisträger

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1.10.1858
Alois Negrelli Ritter von Moldelbe †,
Erbauer der ersten Schweizer
Eisenbahn (Zürich – Baden), Planer
des Suezkanals

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2.10.1818
Konrad Wilheln Hase *, Architekt,
Erbauer von mehr als 100 Kirchen,
Restaurator der Marienburg
in Westpreußen

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3.10.1990
Vereinigung der Bundesrepublik
mit den Ländern der DDR
offiziell vollzogen
Aus Deutscher Kalender 2013

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Deutsche Gedenktage: Wirken und Werden unseres Volkes – 13.09. bis 19.09.2013


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Deutsche Gedenktage
Wirken und Werden unseres Volkes

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13.9.1938
Luftschiff LZ 130 „Graf Zeppelin“
wird der Öffentlichkeit vorgestellt

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14.9.1958
Zum 10. Tag der Heimat betonen
alle Bonner Parteien: „Niemals
Verzicht auf ostgebiete!“

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15.9.1913
Johannes Steinhoff *, Jagdflieger-
Ass im Zweiten Weltkrieg,
Schwerter träger, Inspekteur der
Bundesluftwaffe

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16.9.1813
Sieg der Lützower im Gefecht an
der Göhrde; Heldenmädchen Eleonore
Prochaska tödlich verwundet

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17.9.1883
Käthe Kruse*, „Puppenmutter“

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18.9.1978
Rudolf Nebel †, Pionier der Raketentechnik
und Weltraumfahrt

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19.9.1993
Quedlinburger Domschatz, 1945
von US-Soldaten geplündert, in die
Stiftskirche der Stadt zurückgekehrt

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Deutsche Gedenktage: Wirken und Werden unseres Volkes – 06.09. bis 12.09.2013


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Deutsche Gedenktage

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Deutsche Gedenktage
Wirken und Werden unseres Volkes

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6.9.1813
Die Preußen siegen über die
Franzosen in der Schlacht bei
Dennewitz

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7.9.1958
Als erster Mensch läuft Armin Hary
die 100 Meter in 10,00 Sekunden

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8.9.2003
Leni Riefenstahl †, Tänzerin, Schauspielerin,
Regisseurin, Fotografin

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9.9.1583
Fürstbischof Julius Echter von
Mespelbrunn gründet die Julius-
Maximilian-Universität in
Würzburg

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10.9.1898
Elisabeth („Sisi“), Kaiserin von
Österreich, wird in Genf von einem
italienischen Anarchisten ermordet

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11.9.1273
Wahl Rudolfs von Habsburg zum
deutschen König

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12.9.1683
Schlacht am Kahlenberg; Reichsheer
unter Herzog Karl von
Lothringen befreit Wien aus
türkischer Umklammerung

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Deutsche Gedenktage: Wirken und Werden unseres Volkes – 30.08. bis 05.09.2013


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Deutsche Gedenktage
Wirken und Werden unseres Volkes

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30.8.1938
Fritz Opel †, Bahnbrecher moderner
Automobilfabrikation

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31.8.1928
Beginn der 5. Deutschen Funk –
ausstellung in Berlin mit der ersten
öffentlichen Fernseh-Vorstellung

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1.9.1938
Deutsche Lufthansa stellt Transozean-
Flugboot „Do 26“ in Dienst

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2.9.1873
Einweihung der Siegessäule
in Berlin zur Erinnerung an die
Einigungskriege

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3.9.1978
Sigmund Jähn aus der DDR,
Deutschlands erster Weltraum –
fahrer im All, landet nach erfolg –
reicher Mission

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4.9.1853
Hermann von Wissmann *, Pionier
der Afrikaforschung, Kämpfer
gegen die Sklaverei, Gouverneur
von Deutsch-Ostafrika

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5.9.1938
Feierliche Überführung der Reichskleinodien
von Wien nach Nürnberg,
an historisch rechte Statt

Mars One: Einmal und nie wieder?


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Der niederländische Unternehmer Bas Lansdorp hat derzeit wahrhaft ehrgeizige Pläne.

Bis zum Jahr 2023 will er die ersten Menschen zum Roten Planeten Mars fliegen, um dort eine Kolonie zu errichten.

mars total

Das soll zum größten Medienereignis der Weltgeschichte werden, ein unglaublicher Triumph der privaten Raumfahrt.

Die Sache hat nur einen Haken: Es gibt nämlich keine Zusicherung für einen Rückflug.

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AUDIO

Der bemannte Flug zum Mars dürfte das größte Abenteuer des 21. Jahrhunderts werden. Möglicherweise steht die Menschheit tatsächlich kurz davor, Zeuge genau dieses Abenteuers zu werden, wenn einige wenige Auserwählte die Reise zum rätselhaften Roten Planeten anbrechen werden. Derzeit kursieren immerhin mehrere Pläne, das noch utopisch anmutende »Fernziel« sogar recht bald in die Tat umzusetzen.

Geht es nur um den Kommerz?

Schon im Jahr 2018 sollen zwei Menschen zum Mars fliegen. Ihr Raumschiff Raumschiffsoll zwar nicht auf der Oberfläche landen, sondern »lediglich« in einen Orbit einschwenken, um anschließend wieder die Erde anzusteuern. Doch schon das wäre sensationell. Ins Leben gerufen wurde diese ehrgeizige Projektidee vom amerikanischen Multimillionär Dennis Tito.

Er wurde als erster Weltraumtourist bekannt. Allerdings gibt es auch noch ehrgeizigere Konzepte, die durchaus eine Landung und sogar erste Schritte zur baldigen Kolonialisierung des MarsKolonialisierung des Mars in Erwägung ziehen. Bisher waren derart hochtrabende Ziele der Raumfahrt stets alleinige Domäne der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA.

Dort wurden die Maßstäbe gesetzt. Mittlerweile gestaltet sich die Sachlage jedoch anders und auch private Unternehmen drängen immer stärker ins Feld. Vielleicht werden sie wieder zu den effektiven Motoren für Pioniergeist und waghalsige Unternehmungen, wie sie von staatlichen Behörden nie umgesetzt würden.

Sofort stellen sich allerdings einige fundamentale Fragen – beispielsweise danach, wie realistisch solche privaten Projekte sind, wie weit sie lediglich der Publicity und dem Kommerz dienen mögen und nicht zuletzt, wie weit sie überhaupt noch ethisch vertretbar sind.

Vor allem das Projekt des Niederländers Bas LansdorpBas Lansdorp dürfte die Meinungen polarisieren. Sein Geisteskind heißt Mars One. Er will erste Siedler zum Mars transportieren, ohne ihnen eine Rückkehrmöglichkeit zuzusichern. Trotzdem liegen mittlerweile bereits tausende Bewerbungen für dieses »One-Way-Ticket« vor. Wissen die hoffnungsvollen Aspiranten auch wirklich, worauf sie sich da einlassen? NASA-Astronaut Stan Love, der kürzlich erst von einer Expedition in die Antarktis zurückkehrte und in seinem Berufsleben durchaus mit erheblichen »Risiken und Nebenwirkungen« konfrontiert wurde, begrüßt private Raumfahrtinitiativen wie Mars Onemars-colony zwar grundsätzlich.

Denn sie sorgten für eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit und könnten zur Entwicklung neuer wesentlicher Raumfahrttechnologien beitragen. Auch sei der Mars seit rund fünfzig Jahren ein Traumziel der Menschheit. Doch im Vergleich zum Mars sei die Antarktis nicht mehr als »ein nettes Picknick«. Dennoch sei bisher eben niemand permanent dorthin gezogen.

Was erwartet die Mars-0ne-Astronauten auf dem Roten Planeten? Bevor man sich dieser Frage nähert, wäre erst einmal zu klären, was die Astronauten zuvor noch auf der Erde erwartet. Natürlich müssen aus den vielen tausend Bewerbern erst einmal jene aussortiert werden, die für einen derartigen Horrortrip geeignet sind.

Sie müssen anpassungs- und teamfähig sein, ebenso wie von kaum vorstellbarer physischer und psychischer Belastbarkeit selbst unter extremsten Bedingungen. Noch in diesem Jahr beginnt die Auswahl. Eine erste Trainingsgruppe soll dann aus vierzig Personen bestehen, die ab 2014 in
einer irdischen Testkolonie irgendwo auf US-amerikanischem Wüstengebiet für ihre Flugtauglichkeit geprüft werden.

Mars One

Dabei wird diese Phase ständig von Kameras begleitet. Es wird eine Reality Show der ganz besonderen Art, ein ungeahntes Medienspektakel im Format »Big Brother hoch zwei«. Da geht es natürlich auch um viel Geld. Nicht wenige sehen ohnehin ein enormes Problem in der Finanzierbarkeit des Ganzen. Denn insgesamt werden für Mars One mehr als vier Milliarden Euro veranschlagt. Lansdorp macht sich allerdings angesichts der Bedeutung und Publicity dieses Weltereignisses offenbar keine größeren Gedanken um finanzielle Probleme.

Eine riskante Expedition

Worum geht es bei Mars One nun wirklich? Um Wissenschaft, um Abenteuer, um Kommerz? Wahrscheinlich um alles. Wie weit aber kann man gehen, wenn das Leben von Menschen auf dem Spiel steht? Wohin wird die Übersteigerung von Reality Shows führen? Da werden Menschen schließlich in eine letztlich unmenschliche Situation gebracht. Dazu gezwungen wird zwar niemand, doch der Ehrgeiz über humane Grenzen hinaus deutlich angefacht.

Gewiss werden sich die ersten Mars-Kolonisten ein ewiges Denkmal setzen. Und immer schon gab es Abenteurer und Entdecker, die sich auf riskante Expeditionen begaben, ohne jegliche Garantie auf Wiederkehr. Hier nun wollen Menschen auf einem kaum wirklich bekannten Planeten siedeln und versuchen, den Rest ihres Lebens dort zu verbringen. Sie treffen auf einer Welt ein, deren Oberfläche nach heutigem Wissen kein leicht zugängliches Wasser aufweist.

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Die Temperaturen wechseln über große Bereiche, die nicht atembare Atmosphäre ähnelt mehr einem Vakuum und die Gravitation ist im Vergleich zur Erde sehr gering, was auf Dauer unbekannte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann. Auch eine Wiedergewöhnung an die höhere Erdgravitation (sollte denn eine Rückkehr doch noch möglich werdén) ist nach Meinung von Fachleuten fraglich. Nicht zu vergessen: Sonnenwind und kosmische Strahlung.

Das starke Magnetfeld der Erde schirmt uns erfolgreich davor ab. Doch der Mars kennt keinen solchen Schutz. Damit steigt in jedem Fall das Risiko einer Immunschwäche und eines Auf-
tretens von Krebserkrankungen. Natürlich sollen bereits Jahre früher etliche Vorkehrungen getroffen werden, um den später eintreffenden Siedlern ein Mindestmaß an Versorgung zu gewährleisten.

Medizinisch wäre man dort allerdings schnell am Ende der Möglichkeiten angekommen. Das sind keine schönen Aussichten.

2016 soll eine Versorgungsmission rund 2,5 Tonnen Ausrüstung zum Mars befördern, 2018 wird ein Mars-Rover auf Suche nach einem geeigneten Standort für die Kolonie gehen. 2021 sollen dann automatisierte Module eine bewohnbare Siedlung schaffen.

Mars-Kolonie

Und im Jahr 2022 schließlich soll die erste Astronautengruppe starten, um nach einer sieben- bis achtmonatigen Reise beim Mars einzutreffen. Allein ein derartiger Langstreckenflug im All, der Menschen immer weiter von der Erde wegführt, ist ein Novum voller physischer und psychischer Unwägbarkeiten. Das ist kaum zu vergleichen mit einem Aufenthalt im Erdorbit. Und wenn diese Flugphase überwunden ist, dann erwartet die Siedler auf dem Mars eine eiskalte, karge Welt voller Gefahren.

Um vor der kosmischen Strahlung geschützt zu werden, müssen sie in Modulen ausharren, die von meterdicken Erdschichten bedeckt sind. Draußen erwartet sie eine tödliche Umwelt. Wenn die klirrend kalte Marsnacht hereinbricht, wird über den ersten Kolonisten und der sonst menschenleeren roten Wüste ein funkelnder blauer Stern aufgehen: unsere Erde.

Mars

Und dieser Planet, auf dem sich alles befindet, was sie je gekannt und geliebt haben, ist dann in unerreichbarer Ferne. Höchstwahrscheinlich aber betreten ihn die Kolonisten nie wieder. Diese Aussicht könnte aus den einst hoffnungsvollen Astronauten bald verzweifelte Desastronauten werden lassen.

Eine Frage des Überlebens

Wer nur ein wenig Fantasie besitzt, kann sich ausmalen, was bei der Mission von jenen Menschen verlangt wird. Wie weit das noch menschenmöglich oder menschlich ist, auch bei freiwilliger Teilnahme, darf wohl als noch offene Frage gelten. Ebenso, ob das längerfristige Überleben auf dem Mars überhaupt sichergestellt werden kann und wie vertretbar ein Programm ist, bei dem ein Rückflug nicht fest eingeplant
ist. Planetenexpertin Dr. Veronica Bray vom Mond- und Planetenlaboratorium der Universität Arizona kommentiert: »Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir Menschen physisch zum Mars bringen können.

Ob sie aber für eine ausgedehnte Zeitspanne dort fähig sein werden zu überleben, ist weit zweifelhafter.« Auch Wissenschaftler unterstützen das Mars-One-Pro\ekt Zu ihnen zählen der Physik-Nobelpreisträger Gerardus ’t Hooft sowie der amerikanische NASA-Forscher Christopher McKay.

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Tatsächlich soll die Mission vor allem wissenschaftlichen Charakter haben und wesentlich zur Kolonisation des Mars beitragen, wobei laut Versicherung von Lansdorp alle erdenklichen Maßnahmen ergriffen wurden, um die Risiken in akzeptablen Grenzen zu halten. Diese Grenzen scheinen durch das Grundkonzept in Frage gestellt.

Der Kaffee von gestern

Im Abstand von zwei Jahren sollen dann noch weitere Kolonisten folgen und auch Lebensmittel sowie den anderen nötigen Nachschub heranschaffen. Einige Apparaturen müssen dann ohnehin gewartet oder gänzlich ausgetauscht werden. So auch ein Gerät, das »den Kaffee von gestern in den Kaffee von morgen verwandelt«, wie Astronaut Love es umschreibt.

Gemeint ist damit ein Gerät, das den Urin der Siedler recycled, um daraus wieder Wasser zu gewinnen. Das Projekt scheint auch in den Details bereits gut vorbereitet. Eine gewisse Fragwürdigkeit haftet ihm dennoch an. Natürlich werden die Astronauten dabei rechtzeitig über alle Risiken informiert. Die Gefahren dürften jedem bewusst sein. Und wie sich zeigt, gibt es bereits jetzt genügend Menschen, die offenbar von sich selbst überzeugt sind, genau die Richtigen für ein solches extremes Wagnis zu sein.

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