Prozess Daniel Seifert: Türken bedrohen Zeugen bis hin zur Ermordung…..


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„Ich bin tot, wenn die rauskommen“

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Kriminalität: Im Prozeß um den Mord an Daniel S. werden Zeugen unter Druck gesetzt

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.Gedenkstein für Daniel S. am Tatort in Kirchweyhe: Kritik an politischer Instrumentalisierung

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Ich habe keine weiteren Fragen“, sagt Jürgen Meyer zum Ende seiner Befragung der Zeugin Annika L. Entspannt beugt sich der Rechtsanwalt nach vorn, die Lippen zusammengepreßt. Er weiß: Soeben hat er für seinen Mandanten Cihan A. einen Punktsieg errungen. Der 20 Jahre alte Türke ist vor der Jugendstrafkammer des Landgerichts Verden wegen Mordes angeklagt. Er soll am 10. März dieses Jahres den 25 Jahre alten Deutschen Daniel S. siefert danielam Bahnhof des niedersächsischen Ortes Kirchweyhe zu Tode geprügelt haben.

Doch ist Cihan A. tatsächlich der Täter? Er bestreitet die Tat und belastet stattdessen über seinen Anwalt seinen türkischen Freund Cahit A. (JF 41/13). Der sollte in der vergangenen Woche gemeinsam mit seinem Bruder Tahir als Zeuge vernommen werden.

Beide machten jedoch von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, das ihnen zusteht, wenn sie sich selbst belasten könnten. Die Freundinnen der beiden Brüder, Annika L. und Bianca H., mußten hingegen als Zeugen erscheinen.

Und jenen Sitzplatz in der Mitte des Gerichtssaals 104 einnehmen, der immer mehr zum Stuhl der Tränen wird.

Schon Ken P. war hier am zweiten Verhandlungstag zusammengebrochen. Die Angst, den oder die Täter zu belasten, war ihm anzumerken.

Einem 17 Jahre alten Mädchen, das sich zur Tatzeit in der Nähe von Cihan A. befunden hatte, ergeht es ähnlich. Nachdem sie in ihren Aussagen erstaunliche Erinnerungslücken offenbart, hält ihr der Vorsitzende Richter Joachim Grebe ein Protokoll ihres Mobiltelefons vor.

Die Aufzeichnungen erhärten den Verdacht, daß die Jugendliche bereits kurz nach der Tat bedrängt worden war, nicht gegen Cihan A. und seine Freunde auszusagen.

„Wenn die rauskommen, bin ich tot“, habe sie einem Bekannten anvertraut. Eine Geste des Angeklagten habe sie eingeschüchtert, gesteht die junge Frau unter Tränen.

Bei Annika L., der Freundin von Tahir A., wird die Stimme ebenfalls brüchig, als sie von Verteidiger Meyer befragt wird. Die 20 Jahre alte Krankenpflegerin sagt zunächst aus, ihr Freund und dessen Bruder Cahit hätten zur Tatzeit neben ihr gestanden, seien nicht an der Schlägerei beteiligt gewesen.

Stuhl der Tränen
im Saal 104

Verständnislos schüttelt der Verteidiger den Kopf. „Sowohl Cahit als auch Tahir haben bei ihrer Vernehmung zugegeben, an der Schlägerei beteiligt gewesen zu sein“, hält der Jurist Annika L. vor. „Haben Sie sich mit Bianca H. abgesprochen, falsch auszusagen?“, will Meyer wissen. Richter Grebe interveniert, weist die 20jährige darauf hin, daß sie nicht aussagen müsse, wenn sie sich dadurch belaste. „Sie können aber auch reinen Tisch machen, es ist Ihre Entscheidung“, erklärt der Richter und unterbricht die Verhandlung.

L. soll noch einmal in sich gehen. „Meine Aussagen waren nicht ganz korrekt“, gibt sie schließlich zu. Sie habe Tahir und Cahit nicht die ganze Zeit im Auge gehabt, könne nicht ausschließen, daß sie nicht doch an der Schlägerei beteiligt waren. Warum sie das nicht gleich gesagt habe? „Ich wollte die beiden nicht belasten“, erklärt L. „Ich habe Angst vor Cihan“, sagt sie mit zittriger Stimme.

Gelächter im Publikum. Auf die Frage, ob sie sich mit Cahits Freundin Bianca H. zur Falschaussage abgesprochen habe, will sie nicht antworten.

„Die Zeugen stehen unter großem Druck“, ist der Chef eines Bistros am Bahnhof von Kirchweyhe überzeugt. Der Laden befindet sich unmittelbar neben dem Tatort. An der Bushaltestelle sind noch immer Kerzen für Daniel S. aufgestellt. Auf einem kleinen weißen Gedenkstein befindet sich ein Foto des Opfers. „Wir vermissen Dich so sehr“, steht dort geschrieben.

„Freunde und Familie von Cihan A. sind mit zehn bis 15 Leuten vor den Wohnungen der Zeugen aufgetaucht und haben Druck ausgeübt, nicht gegen Cihan auszusagen“, weiß der Bistroleiter zu berichten. Er erfahre viel von seiner Kundschaft über die Gewalttat, die die Bürger noch immer bewege.

„Ein Nazi weniger“, sei dagegen aus dem Umfeld von Cihan A. zu vernehmen gewesen.

Die Familie des Opfers habe eine Mahnwache für Daniel S. abhalten wollen. „Aber dann hat sich die Politik eingeschaltet“, erinnert sich der Mann. Bürgermeister und ein „Runder Tisch“ hätten sich an die Spitze des Protests gesetzt.

„1.500 Leute sind da zur Mahnwache gekommen.“

Die meisten hätten auf ein Machtwort von Bürgermeister Frank Lemmermann (SPD) gehofft. Als der dann aber was von „bunt statt braun“ und „Kampf gegen Rechts“ geredet habe anstatt die Gewalttat zu problematisieren, hätten viele die Veranstaltung kopfschüttelnd verlassen.

„Zu verhindern, daß Rechtsextremisten die Tat für sich politisch ausschlachten, halte ich auch für sinnvoll“, meint der Bistroleiter. Daß andererseits die linksextreme Antifa Flugblätter am Tatort verteile und beim Runden Tisch mitwirke, stoße dagegen unangenehm auf.

Unterdessen ist die Frage, ob Cihan A. der Täter ist, nach den Zeugenaussagen unklarer denn je. Waren seine beiden Freunde Cahit und Tahir A. an der Tat beteiligt? War möglicherweise sogar Cahit der alleinige Täter, wie Cihan A. behauptet?

Der Prozeß wird voraussichtlich bis Mitte Dezember andauern.

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nachzulesen bei Junge Freiheit 44-2013

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https://deutschelobby.com/2013/10/04/daniel-seifert-prozes-gegen-den-turkischen-morder-von-kirchweye-zeuge-bedroht-er-konne-sich-nun-nicht-mehr-erinnern/

Daniel Seifert: Prozeß gegen den türkischen Mörder von Kirchweye — Zeuge bedroht…er könne sich nun nicht mehr erinnern…


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daniel opfer türken

Foto: Die Mutter des Ermorderten Daniel S., Ruth S.: Ein Zeuge kann sich plötzlich nicht mehr erinnern

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„Der Mann hat Angst“

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Mit hängenden Kopf und Schultern sitzt Ken P. in der Mitte des Gerichtssaals. „Brauchen Sie eine Pause?“ fragt ihn der Vorsitzende Richter Joachim Grebe. Der Zeuge nickt schluchzend. Gut drei Stunden lang ist er von Richtern, Staatsanwälten, Nebenklägeranwälten und Verteidigern befragt worden. Schließlich bricht er weinend zusammen.

Der 19jährige ist einer der ersten, die den Saal verlassen. Mit rot unterlaufenen Augen eilt er raus aus dem Gebäude des Landgerichts Verden, auf die Straße, nur weg von dieser Verhandlung. Der Druck muß enorm für ihn sein. Er ist Zeuge im Mordprozeß gegen den Hauptverdächtigen Cihan A. Der 20 Jahre alte Türke soll im März dieses Jahres am Bahnhof des im Landkreis Diepholz in Niedersachsen gelegenen Ortes Kirchweyhe den 25 Jahre alten Deutschen Daniel S.daniel siefert zu Tode geprügelt haben.

Ein Vorfall, der in dem Ort die Emotionen hochgehen ließ. Vergleiche zum von Türken auf dem Berliner Alexanderplatz totgeprügelten Jonny K. wurden laut, während sich die politischen Verantwortlichen im Ort bemüht zeigten, religiöse oder deutschenfeindliche Motive für die Tat zu dementieren. Die Tragödie beginnt mit einer Fahrt in die „Fun Factory“, einer Diskothek in Wildeshausen, westlich von Bremen. Ken P. will seinen 19. Geburtstag nachfeiern, hat dafür eine Busfahrt in die Disko organisiert. 38 Mitfahrer melden sich. Weil noch 14 Plätze frei sind, startet er einen Facebook-Aufruf.

Eine Aktion, deren verhängnisvolle Folgen P. damals nicht ahnen kann. Nur drei Leute melden sich. Es sind Cihan A.Täter Türke Coskun daniel und seine beiden Freunde. Auf der Rückfahrt kommt es zum Streit zwischen den drei türkischen Mitfahrern und dem Rest der Gruppe. Die Auseinandersetzung artet aus, wird handgreiflich. Einer von Cihans Freunden blutet an der Hand. „Ihr werdet noch sehen, was ihr davon habt“, schreit er. Cihan A. ruft, daß einer diese Busfahrt nicht überleben werde. Er telefoniert, ruft Freunde aus Bremen als Verstärkung herbei. Der Fahrer sieht sich genötigt, den Bus zwischenzeitlich anzuhalten. „Hätten wir bloß diese Kanaken nicht mitgenommen“, habe jemand aus dem hinteren Teil des Busses gerufen, erinnert er sich bei seiner späteren Zeugenaussage.

Als der Bus den Bahnhof von Kirchweyhe erreicht, kommt es vor dem Fahrzeug zur Schlägerei. Cihan A. läßt durch seinen Anwalt Jürgen Meyer vor dem Verdener Landgericht erklären, daß er nur schlichten wollte. „Ich war sauer auf meine Freunde, nicht auf die anderen.“ Er sei während der Schlägerei festgehalten worden, habe sich losgerissen und dabei im Schnee das Gleichgewicht verloren. „Und da bin ich dann mit ausgestrecktem Bein in den am Boden liegenden Daniel S. reingerutscht.“ Auf das Opfer eingeprügelt habe jedoch sein Freund Cahit.Täter Türke Shadid

Im Gerichtssaal gibt sich A. demütig. Kurzes, gepflegtes schwarzes Haar, glattrasiertes Kinn, gekleidet in einem knitterfreien dunkelblauen Oberhemd. Äußerlich sieht man ihm nicht jene Brutalität an, die ihm zur Last gelegt wird. Als er von seiner Kindheit redet, spricht er leise, fast schüchtern, mit gesenktem Haupt. Mehrfach ist er wegen seiner Gewalttätigkeit von der Schule geflogen. Details darüber möchte er nicht preisgeben.

daniel und der mörder

Mit treuem Hundeblick schaut er in den mit Journalisten und Zuhörern gutgefüllten Saal. Während der Anwalt seine Erklärung verliest, wandert dieser treue Hundeblick immer wieder zum Vorsitzenden Richter. Können diese Augen lügen? Sie können, ist die Staatsanwaltschaft überzeugt. Sie hat Cihan A. des Mordes angeklagt. Auf menschenverachtende Art und Weise habe dieser auf Daniel S. eingeprügelt, ihm ins Gesicht geschlagen, dem wehrlos am Boden liegenden Opfer gegen den Kopf getreten. Ist er schuldig, drohen A. nach Jugendstrafrecht bis zu 15 Jahre Gefängnis. Im Krankenhaus konnte das Leben von Daniel S. nicht mehr gerettet werden.

Im Gerichtssaal sitzt auch seine Familie. Mutter Ruth S. sowie seine Brüder Christian und Tobias, die als Nebenkläger auftreten. Der kräftig gebaute blonde Tobias S. hat seine Ellenbogen auf den Tisch gestützt, die Hände ineinander gefaltet. Mit seinen beiden Daumen streicht er sich immer wieder die Unterlippe, ohne den Angeklagten dabei aus den Augen zu verlieren.

Dann wird Ken P. als Zeuge aufgerufen. Er könnte maßgeblich zur Aufklärung des Falles beitragen. Bei seiner polizeilichen Aussage hatte er sich noch an zahlreiche Details erinnern können, hatte geschildert, wie Daniel S. durch die Luft flog und gegen den Bus knallte. Doch als ihn der Vorsitzende Richter dazu befragt, schweigt der Auszubildende zum Groß- und Außenhandelskaufmann.

Der Richter hakt nach, immer wieder, hält ihm mehrere von ihm bei der polizeilichen Vernehmung getätigte Aussagen vor. Stille. Er könne sich an nichts mehr erinnern, sagt er immer wieder.

„Der Mann hat Angst“, ruft eine Männerstimme aus der Zuhörerschaft in den Saal. Und spricht damit das aus, was viele im Publikum zu denken scheinen. „Daß Sie sich jetzt plötzlich nicht mehr erinnern können, ist schon seltsam“, meint der Vorsitzende Richter. „Werden Sie unter Druck gesetzt?“ fragt er. Energisches Kopfschütteln beim Zeugen. „Nein“, sagt er auffällig laut und schnell. So recht glauben mag ihm das kaum jemand. Der Prozeß wird fortgesetzt.
nachzulesen bei Junge Freiheit 41-2013

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https://deutschelobby.com/2013/09/11/justiz-prozesbeginn-im-fall-daniel-s-aus-kirchweyhe/

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daniel türken mord


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