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Archive for the ‘Wagner’ Category

Richard Wagner am Hochreck

Posted by deutschelobby - 21/06/2013


.

English: The birthhouse of Richard Wagner in 1...

Deutsch: Das Geburtshaus Richard Wagners im Zustand um 1885

.

Rüdiger Jacobs über den Jahrhundertkomponisten als „Konservativen Revolutionär“

AUDIO

Unter den deutschen Musikern des 19. Jahrhunderts gibt es eine Handvoll Giganten. Wagner ist der letzte von ihnen. Das 20. Jahrhundert hat er spielend überstanden, und immer noch sieht es so aus, als könne ihm der aufgeregte Zahn der Zeit wenig anhaben. Politiker und Finanziers huldigen ihm weiterhin ungebrochen. Was für ein grandioser politischer Widerspruch.

Indes: An Richard Wagner scheiden sich die Geister. Viele mögen ihn ablehnen, ohne je einen Ton von ihm gehört haben, andere ihn vergöttern, ohne je eine Zeile von ihm zu lesen. Liest man heute Wagners Schriften, so zeigt sich einer, dem es nicht genügen wollte, ein Nur-Künstler zu sein. Visionär, Revolutionär, Denker, Abschaffer, das sollte es schon auch sein. Ist alles gar nicht so und nicht so schlicht, sagt Autor Jacobs und kündigt an, daß er herausfand, was er denn war und sagen wollte, dieser wortgewaltige Richard Wagner. Forsch bescheidet Jacobs dem Leser, man solle Wagner beim Wort nehmen, fügt aber auch dieses Diktum bei: Er schreibe nur für diejenigen, die Wagners Werk präsent haben. Hier stutzt der Rezensent und macht sich ein paar unfreundliche Gedanken über die akademische Welt von heute.

Doch zum Glück ist es so, daß der Text reich mit Beispielen aus Wagners Wortschaffen garniert ist. So läßt man Wagners Interpretation und seiner Weltsicht Revue passieren und erfreut und erheitert sich an seinen galligen und monumentalen Wortkaskaden. Das sind nachgerade leichte Leseübungen zum Rest des Buches. Um es vorweg zu sagen: Das ist keine Lektüre als Parallelveranstaltung zum deutschen Fernsehen. Hier ist scharfe Konzentration gefragt.

Es gibt indessen eine gute Möglichkeit, diesem Text zu Leibe zu rücken. Man fange von hinten an. Dort befinden sich Jacobs’ Thesen zu seinem Stoff. Sie sind im Vergleich zum übrigen leicht lesbar und vermitteln einen guten Einstieg in die Denkwelt des Autors. Danach erst sollte man den in vier Abschnitte grobgegliederten Hauptteil nach Belieben in Angriff nehmen. Sozusagen Thema und Variationen über ein Grundmotiv von Wagner: (1) der Unpolitische, (2) unpolitisch, aber nicht nichtpolitisch, (3) konservativer Revolutionär und Anarch, (4) Staat und Gesellschaft.

Auf diese Weise von den Anfangsschwierigkeiten befreit, bietet das Buch nun interessante Gedanken, die entdeckt sein wollen. Reinlich unterscheidet Jacobs bei Wagners politischen Schriften jene, die bis zur Revolution von 1848/49 und sie begleitend erschienen, und diejenigen, die danach erst verfaßt wurden. Er macht indessen diesen politischen Schriften das Adjektiv „politisch“ streitig und argumentiert an einem gedanklichen Unterschied des selbstgewählten Begriffspaars unpolitisch bzw. nichtpolitisch entlang.

Man kann das tun, man muß aber nicht. Er sagt es nicht ohne einen Hauch von Schadenfreude, denn der Meister, dem Jacobs zu Leibe rückt, entzieht sich immer wieder dem Seziermesser, das am Schleifstein moderner Philosophen geschliffen worden ist. Ernst Bloch zum Begreifen von Wagner? Wer’s schlichter mag, wird zweifelnd die linke Augenbraue heben. Oder Wagner der konservative Revolutionär? Natürlich war er ein Revolutionär, dieser Wagner, im landläufigen Sinne mehr, als man im Opernhaus ahnt. Dem Erschießungskommando entkam er nur um Haaresbreite.

Später ließ er sich von den verachteten Fürsten huldigen und bezahlen. Jeder wird mal älter. Weitere Hinweise auf den Antagonismus von Wagners Anti-Staats-Denken und dem Aufstieg des Staats, jedoch des Nationalstaats, zu Wagners Lebzeiten sollen an dieser Stelle nicht vertieft werden.

Wagner der Denker? Der Autor bejaht dies aus vollem Herzen, indem er das Füllhorn der modernen Philosophen über dessen Werk ausschüttet. Zu Recht erwähnt er, daß dies nur eine der möglichen Herangehensweisen ist. Viele vor ihm haben anderes versucht. Auch das bleibt nicht unerwähnt. Wie wäre es mit einer weiteren, gänzlich unrationalen Sicht: Der geniale Kapellmeister, dem der durchgeschwitzte Rock zu eng wurde? Man sollte, um mit Jacobs zu sprechen, Wagner beim Wort nehmen. Der Rezensent versteht dies vielleicht etwas anders, als der Autor es verstanden wissen wollte, nämlich als Aufforderung, Wagner zu lesen. Und er empfiehlt dem Leser, sich mit Jacobs zu streiten.

Rüdiger Jacobs: Richard Wagner. Konservativer Revolutionär und Anarch. Ares Verlag, Graz 2013, broschiert, 323 Seiten, 29,90 Euro

———————

nachzulesen bei JF 26-2013———

 

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Kultur – deutsch – Richard Wagner der Urdeutsche – 3

Posted by deutschelobby - 04/09/2012


Teil 1    https://deutschelobby.com/2012/08/21/kultur-deutsch-richard-wagner-der-urdeutsche/

Teil 2   https://deutschelobby.com/2012/08/21/kultur-deutsch-richard-wagner-der-urdeutsche-2/

Eine neue Welt entsteht
Richard Wagner, JF-Serie Teil III (Schluß): Moderner Staat,

Pessimismus und die Wiederkehr der
politischen Utopie / „Meistersinger“ sowie „Tristan und Isolde“ als zwei Seiten einer Münze

 hören statt lesen

THOMAS BARGATZKY

Die Vorarbeiten zum „Ring“ reichen
in den Spätsommer des
Jahres 1848 zurück. Am 4. Oktober
des Jahres legte Wagner den Entwurf
zu „Die Nibelungensage (Mythos)“
vor; aber bereits am 28. April 1848 hatte
er die Partitur zum „Lohengrin“ beendet.
Eine gedankliche Nähe zum Drachenkampf-
Motiv des „Ring“-Zyklus
ist also schon rein chronologisch plausibel;
durch die Analyse des Verhältnisses
Ortrud-Lohengrin im Lichte der vergleichenden
Mythenforschung wird sie zur
Gewißheit. Nach dem Sieg des Helden
über ein oft auch weibliches drachenartiges
Urzeit-Wesen entsteht nämlich
etwas Neues: die gegenwärtige Weltordnung.
So auch in „Lohengrin“: Der Tod
Ortruds, der Vertreterin der archaischen
Ordnung der vorchristlichen Götter,
läutet das Heraufkommen einer neuen
Staats- und Gesellschaftsordnung ein.
Lohengrins Sieg begründet eine neue,
nicht-archaische Ordnung. Anders als
im Mythos, in dem alles dem Gesetz der
Wiederkehr unterliegt, muß Lohengrin
für immer in die Welt des Grals zurückkehren.
Anders auch als im Mythos, in
dem das Sakrale innerweltlich wirksam
ist, bleibt das Numinose – der Gral –
von nun an außerweltlich, jenseitig: „In
fernem Land, unnahbar euren Schritten“
(„Lohengrin“ III, 3).
Die neue Welt, die der Sieger im Drachenkampf
hinterläßt, ist die Welt des
modernen, säkularisierten Staates ohne
Wunder und Mythos, in der Religion
Privatsache ist. Das Numinose kann
in dieser Welt nur noch sakramental,
durch die Vermittlung wirksam werden,
beispielsweise durch Ring, Horn
und Schwert, die Lohengrin dem Gottfried
schenkt, dem Herzog von Brabant.
Die Menschen bleiben unter sich, kein
Gralsritter kommt ihnen mehr zu Hilfe.
Die letzten Worte in „Lohengrin“ sind
daher „Ach“ und „Weh“, denn die neue
Welt der Moderne bietet keine unhinterfragte
Gewißheit einer Erlösung in der
göttlichen Geborgenheit mehr, die noch
Holländer und Senta miteinander teilten.
Es ist eine Welt, in der den Menschen,
als nunmehr aus den alten Gewißheiten
entlassenen „freigesetzten“ Individuen
der Kompaß abhanden kommen kann,
so wie es Tristan und Isolde widerfährt.
Der Nationalstaat
als ideelle Klammer
Tristan und Isolde – das sind Holländer
und Senta noch einmal, freilich ohne
die Tröstungen eines quasi-christlichen
Jenseits. Kaum ein Werk Wagners ist
daher moderner als „Tristan und Isolde“,
nirgendwo schafft Wagner der „Geworfenheit“
des modernen Menschen
so illusionslosen Ausdruck wie in dieser
1859 vollendeten „Handlung in drei
Aufzügen“.
Aber auch in der Geworfenheit seiner
Existenz ist das moderne Individuum
nicht alleine: Nach der Auflösung
des Lehnswesens formierten sich die
aus den alten Bindungen „freigesetzten“
Individuen neu unter kapitalistischem
Vorzeichen in Bürgertum und Arbeiterschaft

Der säkulare oder auch laizistische
Rechtsstaat trat an die Stelle der
religiös legitimierten Feudalordnung und
lieferte als Nationalstaat auf der Grundlage
einer als eigenständig wahrgenommenen
und geförderten Kultur eine neue
ideelle Klammer für die unterschiedlichen
Interessen verpflichteten Bürger,
die nicht länger Untertanen eines Souveräns
waren, sondern nunmehr selber
der Souverän sind.
Dies ist die Welt, die uns voller Optimismus
in den „Meistersingern“ entgegentritt.
Hier formiert sich das Volk als
souveräner Demos; der Adel hat keine
Legitimation zur Herrschaft mehr, es sei
denn, er schafft sie sich – zum Beispiel,
wie Stolzing, durch Leistungen in der
Kunst, der neuen identitätsstiftenden
Säkularreligion der bürgerlichen Gesellschaft.
Kirche und Religion kommen
in den „Meistersingern“ nicht vor. Das
heißt nicht, daß sie nicht mehr existierten,
aber sie sind eben Privatsache geworden,
spielen keine Rolle mehr für die
ideologische Legitimation des modernen
politischen Gemeinwesens.
Nirgendwo sonst in seinen Musikdramen
ist Wagner so demokratisch, so
republikanisch, so säkular, ja so links –
denn die Nation betritt ja als Ausdruck
der politischen Linken die Bühne der
Geschichte, was man heute in Deutschland
vergessen hat. Und wenn das Volk
am Schluß Hans Sachs „Heil!“ zuruft,
dann ist das keine vorauseilende Huldigung
an den künftigen GröFaZ, wie die
schlichteren Gemüter unter den Wagner-
Verächtern glauben, sondern es ist inmitten
all der Fahnen, Lobpreisungen und
Gesänge auf der Festwiese die säkulare
Selbstfeier des bürgerlichen Souveräns,
der sich in seinem Vertreter selber beglückwünscht.
„Meistersinger“ sowie „Tristan und
Isolde“ gehören zusammen wie die zwei
Seiten einer Münze, denn sie sind Wagners
modernste Bühnenwerke, in denen

uns das Schicksal des modernen Menschen
unverhüllt in seiner komplementären
Doppelgestalt als Vereinzelt-Einzelner
einerseits und im Kollektiv aufgefangener
citoyen andererseits präsentiert
wird. Es ist interessant, daß Wagner den
ersten Prosaentwurf der als Partitur erst
1867 vollendeten „Meistersinger“ bereits
am 16. Juli 1845 vorlegte, also ein knappes
Vierteljahr nach der Vollendung der
Partitur des „Lohengrin“. Dieses Werk
will mit seinem Optimismus so gar nicht
zum melancholischen und pessimistischen
Schluß des „Lohengrin“ passen,
wo die Heraufkunft der neuen Ordnung
mit Wehklagen begrüßt wird.
Hoffnung nach
dem Weltenbrand
Der Pessimismus des zwischen 1854
und 1859 entstandenen „Tristan“ schlägt
sich ja auch in dem gewaltigen „Ring“-
Zyklus nieder, aber er hat auf die ganze
lange Schaffenszeit von der Vollendung
des „Lohengrin“ an bis zur Vollendung
der „Götterdämmerung“ im Jahre 1874
einen Schatten geworfen. Auch Siegfried
scheitert, der moderne Mensch, der seine
Waffe ohne die Hilfe der Götter hergestellt
hat und daher frei von den vertraglichen
Bindungen ist, die deren Handlungsfreiheit
beschränken. Auch er versinkt
ja im Sumpf aus Egoismus, Habgier
und Intrigen, der Wotan das Ende herbeisehnen
läßt. In der kosmischen Katastrophe
des Weltenbrandes lösen sich
Natur und moderne Menschenwelt auf,
aber am Schluß der „Götterdämmerung“
entfaltet die Musik jenes Motiv, das zum
ersten Mal im dritten Akt der „Walküre“
zu Sieglindes Ruf „O hehrstes Wunder“
erklingt, nach Brünnhildes Verheißung
der Geburt Siegfrieds. Es bleibt Hoffnung.
Was wird folgen?
„Erlösung dem Erlöser“: Mit den letzten
Worten in „Parsifal“ wird die Moderne
entlassen, denn sie ist alt geworden

und hat sich überlebt. Milde und
versöhnlich verklingen ein Leben, ein
Werk und eine Welt. Auf die „Erlösung
in den Kommunismus“ durch das Volk
(„Das Kunstwerk der Zukunft“) folgt
die gegenseitige Erlösung von Gralsgemeinde
und Gralskönig; auf den modernen
säkularen Bürgerstaat der meistersingerlichen
Festwiese folgt, nach dem
Weltenbrand, die postmoderne Utopie
der Wiederaufrichtung des sakralen Königtums
der Gralsgemeinde.
„Staatendämmerung“ findet indessen
heute nicht mehr nur im Feuilleton
und auf der Bühne statt. Jenen, die den
modernen Staat, der überall vor dem
Scheitern steht, gar nicht erst errichtet
haben, gehört die Zukunft. Und während
Wagner in Bayreuth an der Partitur
des „Parsifal“ arbeitete, schrieb sein Pendant
Ende Februar/Anfang März 1881
in London im ersten Entwurf des Briefes
an Vera Sassulitsch, daß der Kapitalismus
sich in einer Krise befinde, „die erst mit
seiner Abschaffung, mit der Rückkehr
der modernen Gesellschaften zum ‘archaischen’
Typus des Gemeineigentums
enden wird“. Übereinstimmung in der
Tendenz und zeitliche Nähe geben der
Forschung ein weiteres Rätsel auf.
Die Rätsel begleiten uns bis zum Ende:
In Wagners Musikdramen sterben die
Helden, wenn sie ihr Werk vollbracht
haben. Richard Wagner starb am 13.
Februar 1883. Einen Monat später, am
14. März, folgte ihm Karl Marx.

++++++++++++

Prof. Dr. Thomas Bargatzky lehrte bis 2011
Ethnologie an der Universität Bayreuth. Von
ihm stammen mehrere, zum Teil auch im Ausland
erschienene Aufsätze über das Werk
Richard Wagners. Dieser Text hier beendet
seine dreiteilige Wagner-Serie in der JF.
Literatur- und Quellenverweise sind in folgendem
Beitrag des Autors zu finden: Lohengrins
Drachenkampf. Programmheft IV, Bayreuther
Festspiele 1993, S. 5-27; Nachdruck in Mythologica.
Düsseldorfer Jahrbuch für interdisziplinäre
Mythosforschung 8 (2002), S. 11-24.

++++++++++++++++++++++++++++

aus Junge Freiheit online Ausgabe 35-2012

Posted in Allgemein, Audio, Kultur, Wagner | Verschlagwortet mit: | Leave a Comment »

Kultur – deutsch – Richard Wagner der Urdeutsche – 2

Posted by deutschelobby - 21/08/2012


Ein uralt menschliches Gedicht

JF-Serie, Teil II: Richard Wagners Romantik und Erlösungssehnsucht / „Lohengrin“ eröffnet neue Weltsicht

hören statt lesen

Wagners Werk und Leben

sind ineinander verwobene

Variationen des Weges zum

„Kunstwerk der Zukunft“. Dieser Weg

ist nicht geradlinig, es gibt Bruche, uberraschende

Volten und Selbstinterpretationen,

in denen Leben und Theorie

in Ubereinstimmung gebracht werden

sollten. So hat Wagner oft seine fruheren

Werke auf eine Weise umgedeutet,

die erst aus einer spateren Warte heraus

plausibel war.

Dennoch liegt Leben und Werk eine

Folgerichtigkeit zugrunde, eine Logik

der Entwicklung der Person und des

Denkens des Menschen Richard Wagner,

in der nicht nur ein individuelles

Kunstlerdrama sichtbar wird, sondern

in der sich auch der historische Wandel

des Ubergangs von den geschlossenen

kollektiven Institutionen der Agrarwirtschaft

mitsamt allen daran geknupften

Rechten und Pflichten in die offene Gesellschaft

der freien Konkurrenz spiegelt.

Erst vor diesem Hintergrund ist ja Wagners

„Kommunismus“ denkbar.

In Wagners Leben, Schriften und

Musikdramen findet die Herausbildung

dieser Moderne ihren Niederschlag, wird

reflektiert und kommentiert und schafft

sich zuletzt, in „Parsifal“, die hochaktuelle

Utopie ihres eigenen postmodernen

Endes. Wagners Werk ist eine Signatur

der Gegenwart, sein Schopfer unser

Zeitgenosse.

Das Individuum nimmt im Denken

der westlichen Moderne eine Zentralstellung

ein. Nirgendwo auserhalb des

christlich gepragten Kulturkreises wird

es als Monade aufgefast, als Ebenbild

Gottes einzigartig und unersetzlich. In

der Romantik gewann die Figur des weltverlassenen

und die Welt verlassenden

Vereinzelt-Einzelnen neues Interesse,

selbstverstandlich auch als Ausdruck der

Resignation angesichts der politischen

Verhaltnisse. Insbesondere in Deutschland

feierte das von den Nachsten und

der Gemeinschaft abgeschnittene, der

Welt gleichsam abhanden gekommene

Individuum, wie es in Friedrich Ruckerts

Gedicht heist, sein melancholisches Debut

als Zentrum der Kulturschopfungen.

Mythische Weltsicht aller

Völker durch die Zeiten

Schon in „Hollander“ und „Tannhauser“

spielt Wagner die Themen Odyssee

und Erlosung durch. Der Grundzug des

Mythos vom Fliegenden Hollander, so

schreibt er in „Eine Mitteilung an meine

Freunde“ (1851), fand in Gestalt des

herumirrenden Odysseus einen fruhen

Ausdruck. So tritt uns der Vereinzelt-

Einzelne auch in der 1841 vollendeten

„romantischen Oper“ „Der Fliegende

Hollander“ entgegen. „Erlosung“ findet

der moderne Ahasver mitsamt seiner

kongenialen, ihrem gesellschaftlichen

Umfeld gleichfalls entfremdeten Partnerin

Senta in diesem Drama noch in

einem Jenseits, dessen christlicher Charakter

indessen nicht allzu deutlich ist.

Im „Tannhauser“, der 1845 vollendeten

„grosen romantischen Oper“,

kehrt der Abweichler jedoch wieder in

den Schos der Kirche und der Feudalordnung

zuruck und findet seine christlich-

himmlische Erlosung. Im Rahmen

des musikdramatischen Gesamtwerkes

erscheint „Tannhauser“ wie eine Regression,

denn bereits im folgenden

Musikdrama „Lohengrin“ ereignet sich

ein thematischer Qualitatssprung, geschieht

etwas Revolutionares. Auch dieses

1848 vollendete Werk firmiert noch

als „Romantische Oper“, aber unter den

Chiffren der Romantik verbirgt sich ein

Drama der Moderne. „Lohengrin“ offnet

den Zugang zu Gedankenwelten, denen

keine der Gestalten in Wagners folgenden

Werken mehr entkommen kann.

Das es sich bei alldem um etwas Politisches

handeln mus, last die zeitliche

Nahe von Wagners Schriften zu „Lohengrin“

erahnen, die Titel tragen wie

„Die Revolution“ oder „Der Mensch und

die bestehende Gesellschaft“, beide aus

dem Jahr 1849, wie auch die bereits im

ersten Teil dieses Aufsatzes (JF 33/12)

angefuhrten „sozialistischen“ Schriften

„Das Kunstwerk der Zukunft“ und „Das

Kunstlertum der Zukunft“.

Zunachst fuhlte sich Wagner nicht zur

Lohengrin-Sage hingezogen. Das anderte

sich aber schon bald, denn in in seiner

„Mitteilung an meine Freunde“ (1851)

schreibt er, das er im Mythos des Schwanenritters

„kein eben nur der christlichen

Anschauung entwachsenes, sondern ein

uralt menschliches Gedicht“ erkannte.

Die Kategorie „christlich-romantisch“ sei

nur eine Auserlichkeit, denn im Grunde

bringe der Mythos die Sehnsucht des

Menschen nach dem Gotte und Gottes

nach den Menschen zum Ausdruck.

Diesen Kern mythischer Weltsicht hatten

alle Volker durch die Zeiten in ihren

Mythen bewahrt.

Im Mythos von Zeus und Semele erkennt

Wagner die Grundgestalt der Lohengrin-

Erzahlung: Der Gott liebt ein

menschliches Madchen und nahert sich

ihr als Mann in menschlicher Gestalt,

aber Gott und Mensch konnen nicht

von gleich auf gleich miteinander umgehen,

der Mensch ertragt die Unmittelbarkeit

der Gottheit nicht. Als Zeus

sich der Konigstochter in seiner wahren

Gestalt zeigt, vergluht sie.

Wie jeder genuine Mythos ist auch

der Kunstmythos vieldeutig, daher kann

Shaws „sozialistische“ Erklarung des

„Ring“ erganzend und gleichberechtigt

neben Robert Doningtons psychologische

und Lynn Snooks symbolgeschichtliche

Deutungen treten. „Lohengrin“ ist

oft als Drama des modernen Kunstlers

verstanden worden. Diese Deutung ist

nicht falsch, greift aber zu kurz. „Lohengrin“

ist auch eine politische Dichtung,

ein Ausdruck der Ara zwischen

den beiden Revolutionen von 1830 und

1848. Die Anspielung auf den Sieg Konig

Heinrichs I. uber die Ungarn an der

Unstrut im Jahr 933 wurde von Wagners

Zeitgenossen als Appell zur deutschen

Einigung und zum Widerstand gegen

das Zarenreich als Hauptstutze der restaurativen

Bestrebungen der deutschen

Fursten verstanden.

Um aber die politische Aussage des

„Lohengrin“ noch besser zu verstehen,

mussen wir uns der Gestalt der Ortrud

zuwenden. Sie ist die „politische Frau“

(Hans Mayer), die machtige Gegenspielerin

des Schwanenritters. Elsa ist

fur Wagner nur der „andere Teil“ von

Lohengrin, nicht, wie Ortrud, der ihm

fern liegende, absolute Gegensatz. So

wie die Geschichte von Zeus und Semele

der Beziehung von Elsa und Lohengrin

mythische Tiefe verleiht, so

gestaltet Wagner auch das Verhaltnis

Lohengrins und Ortruds zueinander

durch ein mythisches Motiv: das Motiv

des Drachenkampfes. Es bleibt zwar in

seinen Reflexionen uber „Lohengrin“

ungenannt, im „Ring des Nibelungen“

greift er es aber ganz bewust in der Gestalt

des Fafner auf. Erst wenn man dieses

Motiv zur Deutung des „Lohengrin“

heranzieht, wird deutlich, welch neue

Weltsicht Wagner sich in diesem Musikdrama

erschliest.

Prof. Dr. Thomas Bargatzky lehrte bis 2011

Ethnologie an der Universität Bayreuth. Den

dritten und letzten Teil der Wagner-Serie lesen

Sie nächste Woche in der JF-Ausgabe 35/12

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Kultur – deutsch – Richard Wagner der Urdeutsche

Posted by deutschelobby - 21/08/2012


Erster Teil von drei

Erlösung in den Kommunismus
Richard Wagner und das Ende der Moderne: Der durch Besitzgier und Eigennutz entfremdete Mensch
schafft sich eine neue Ordnung / Das Kunstwerk der Zukunft als Lebensform / Erster Teil einer JF-Serie

hören statt lesen

THOMAS BARGATZKY

In einem Artikel vom 7. Januar 2012
unter dem Titel „Staatendämmerung“
in der FAZ behandelt Rainer
Hank die europäische Schuldenkrise
der Gegenwart. Hank spielt auf
„Götterdämmerung“ an, den vierten
und abschließenden Teil von Richard
Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“.
Schon George Bernard Shaw
hat in seinem Buch „The Perfect Wagnerite“
(1898; dt. „Ein Wagner-Brevier“)
Wagners Dramenzyklus als Kapitalismuskritik
gedeutet. Der Ring spiele
nicht in einer fernen Vergangenheit,
sondern handle von der gegenwärtigen
Krise des modernen Kapitalismus und
seinen zerstörerischen Einwirkungen auf
Staat und Gesellschaft.
Shaws Gegenwart ist auch die unsere.
Daß Hank ausgerechnet auf Wagners
„Götterdämmerung“ anspielt, das Musikdrama,
in dem sich der Weltuntergang
vollzieht, ist kein gutes Zeichen, denn
damit deutet er an, daß der Wandel, den
die moderne Staatenwelt zur Zeit erfährt,
mythisch ist, also nicht zu neuen Lösungen
führen wird. Der Mythos zeigt „den
Zusammenhang der Dinge, indem er
eine Geschichte erzählt“ (Carl Friedrich
von Weizsäcker), und die Geschichte des
Mythischen endet nie (Kurt Hübner);
mythische Geschehnisse wiederholen
sich. Jede Morgenröte ist Eos, jeder Lorbeer
ist Daphne. Alternativlosigkeit ist
das Wesen des Mythos, insofern besitzt
auch das Handeln von Deutschlands
Kanzlerin mythische Qualität. Ob das
Ergebnis davon Untergang ist oder „Erlösung“,
läßt sich derzeit aber noch nicht
vohersagen. „Erlösung“ ist jedoch bei
Wagner immer auch Untergang.
Wagners Musikdramen und seine
Schriften gehören zusammen, sie sind
gleichsam eine Doppelgestalt; sein musikdramatisches
Schaffen erschließt sich
erst vollständig durch die Lektüre seiner
Schriften. Daher sind jene im Irrtum,
die meinten, Wagner hätte lieber noch
ein weiteres Musikdrama schreiben sollen,
als sich an seine Schriften zu verschwenden.
Gerade am Begriff der „Erlösung“
wird dies deutlich, einem Schlüsselbegriff
im Werk des Bayreuther Meisters.
Die moderne Wagner-Forschung hat unseren
Blick auf Wagners Weg als lebenslangen,
unlösbaren Konflikt zwischen
seiner Existenz als moderner Künstler,
der von seinem künstlerischen Schaffen
leben muß, und der Unvereinbarkeit des
Kunstwerkes mit der durch den Markt
bedingten Warenform gerichtet.
Der Abhängigkeit
vom Markt suchte Wagner
durch den Appell an bürgerliche
und adlige Mäzene
zu entkommen. Daß er sich
buchstäblich in letzter Minute
gern vom jungen bayerischen
König retten ließ –
wer kann es ihm verdenken?
Karl Marx’ herablassende
Bemerkungen im August/
September 1876, in
einem Brief an seine Tochter
Jenny Longuet über den
„neudeutsch-preußischen
Reichsmusikanten“ (MEW 34: 193),
sind nicht nur aus diesem Grunde ungerecht,
denn ein Blick in Wagners Schriften
enthüllt Parallelen im Denken beider,
die geradezu atemberaubend sind.
Das wird am Begriff „Erlösung“ deutlich,
der sich wie ein roter Faden durch
Wagners Werk zieht

Wagners
Schriften von
1849 lassen
keinen Zweifel
daran, daß es
ihm um eine
„Erlösung in
den Kommunismus“
geht.

„Erlösung“ hat bei Wagner niemals
nur eine individuelle religiöse oder psychologische
Bedeutung. Seine Schriften
von 1849 „Das Kunstwerk der Zukunft“
und „Das Künstlertum der
Zukunft“ lassen keinen
Zweifel daran zu, daß es
ihm um eine „Erlösung in
den Kommunismus“ geht,
um die Aufhebung der Entfremdung
des Menschen als
Folge von Eigennutz und
Besitzgier durch die Schaffung
einer neuen Ordnung,
die den „Egoismus“ durch
den „Kommunismus“ überwindet.
Die Welt der „öden
Sorge für Gewinn und Besitz,
der einzigen Anordnerin
alles Weltverkehrs“
(„Vorspiel zu Lohengrin“, 1853) ist ein
unnatürlicher „Zusammenzwang Ungleichbedürftiger“;
der Staat ist aus einem
„wohltätigen Schutzvertrage aller“
zu einem „übeltätigen Schutzmittel der
Bevorrechteten“ geworden.
Im gemeinsamen „Kunstwerk der
Zukunft“ wird nicht mehr der Luxus

herrschen, die „Seele“ einer „Industrie,
die den Menschen tötet, um ihn als Maschine
zu verwenden“. In dieser neuen
Lebensform wird das Volk der große
„Wohltäter und Erlöser“ sein, „denn
im Kunstwerk werden wir Eins sein“.
Hier wird im Medium der abstrakten
Begrifflichkeit vorweggenommen, was
fast zwanzig Jahre später, in „Die Meistersinger
von Nürnberg“ wenigstens als
bürgerliche Gesellschaft Bühnenrealität
wird, nachdem das Revolutionsjahr
1848 zwar nicht den Kommunismus
brachte, aber das „Manifest der Kommunistischen
Partei“!
Tatsache ist, daß Wagners „Kommunismus“
kein „Unfall“ in der Biographie
des Meisters war, sondern daß er bis in
seine letzten Jahre ein „Kapitalismuskritiker“
blieb. Dies wird unter anderem
durch eine Tagebucheintragung Cosima
Wagners vom 25. Mai 1877 belegt.
Der Londoner Osten erinnerte Richard
Wagner an seinen „Ring des Nibelungen“:
„Der Traum Alberich’s (sic!) ist
hier erfüllt, Nibelheim, Weltherrschaft,
Tätigkeit, Arbeit, überall der Druck des
Dampfes und Nebel.“

Was wußte Wagner von Karl Marx?
Diese Frage ist berechtigt. Sein Verhältnis
zu Marx bleibt vorläufig ein Rätsel,
denn obwohl Wagner 1849 Freundschaft
mit Michail Bakunin schloß, der
zuvor in Paris Proudhon, George Sand
und Marx kennengelernt hatte, kommt
der Name Marx nirgendwo bei Wagner
vor. Und Wagners Freund, der Revolutionsbarde
Georg Herwegh, war seinerseits
eng mit Marx befreundet. „Kamen
die Gedanken Wagners über den Kommunismus
etwa doch über den Umweg
Herwegh von Marx?“ mutmaßt Martin
Gregor-Dellin in seiner großen Richard-
Wagner-Biographie (1980). Die Forschung
zu dieser Frage ist noch nicht zu
Ende. Eine Klärung wäre nicht folgenlos
für eine Deutung des Gesamtwerkes.

Prof. Dr. Thomas Bargatzky lehrte bis 2011
Ethnologie an der Universität Bayreuth.
Von ihm stammen mehrere, zum Teil auch
im Ausland erschienene Aufsätze über das
Werk Richard Wagners, darunter einer im Programmheft
IV der Bayreuther Festspiele 1993.
Den zweiten Teil lesen Sie nächste Woche in
der JF-Ausgabe 34/12.

entnommen aus Junge Freiheit online 33-2012

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