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    Julfest --- 21.12. bis 06. 01.

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    Massenmord an mehr als 1.000.000 Deutschen13. Februar 2015
    Gegen Völker- und Kriegsrecht...Dresden war eine Rote-Kreuz-Stadt...nach Internationalem Recht darf so ein Status nicht angegriffen werden....
  • 13.Februar 1945…..Massenmörder Churchill und seine Killertruppe unter Harris ermorden über 1.000.000 Zivilisten

    70. Jahrestag der angloamerikanischen Bombenangriffe, die das historische Zentrum der Großstadt an der Elbe komplett zerstörten und mindestens 1.000.000 Menschen töteten,13. Februar 2015
    ---DRESDEN-- 70. Jahrestag der angloamerikanischen Bombenangriffe, die das historische Zentrum der Großstadt an der Elbe komplett zerstörten und mindestens 1.000.000 Menschen töteten,
  • In Memorium….Todestag: 13.03.2013…..In Kirchweyhe von Türken totgetretene Daniel Siefert

    In Memorium....Todestag: 13.03.2013.....In Kirchweyhe von Türken totgetretene Daniel Siefert

    Von Türken verhöhnt, sein Grab von Türken geschändet, von LINKEN in's Abseits gestellt, als Mensch zweiter Klasse.....

  • Kirchweye Daniel Siefert

    Kirchweye Daniel Siefert

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    persönlich sage ich nichts und behaupte nichts…und leugne nichts… im Sinne des  § 130

Archive for the ‘Kultur’ Category

Theodor Storm über Antideutsche…

Posted by deutschelobby - 10/09/2016


Theodor Storm (1817-1888)

Es gibt eine Sorte

Es gibt eine Sorte im deutschen Volk,
Die wollen zum Volk nicht gehören;
Sie sind auch nur die Tropfen Gift,
Die uns im Blute gären.

Und weil der lebenskräftige Leib
Sie auszuscheiden trachtet,
So hassen sie nach Vermögen ihn
Und hätten ihn gern verachtet.

Und was für Zeichen am Himmel stehn,
Licht oder Wetterwolke,
Sie gehn mit dem Pöbel zwar,
Doch nimmer mit dem Volke.

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Update : Kunst kontra Anti-Kunst…die Diktatur des Häßlichen…

Posted by deutschelobby - 18/10/2013


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ein nicht genügend beachtetes aber hoch-interessantes Thema….die radikale linke Ideologie im Bereich der

Kultur. Hier kann nun jeder vergleichen, was wahre Kunst oder Schmiererei bis hin zur perversen

Darstellung ist…..

In diesem Buch wird abgerechnet mit allen häßlichen Einflüssen von Seiten des Zionismus (Ranicki) und links-grüner

Perversions-Ideologie…….

Damit genügend Hintergrund-Wissen zur Hand ist, um der indoktrinierten Umwelt beim Aufwachen zu helfen,

steht dieses Buch zur Verfügung.

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Diktatur des Häßlichen... - 0001x

Zwischen der Empfindsamkeit für das ästhetisch Schöne und der Erkenntnis des moralisch Richtigen besteht nach den Worten des Nobelpreisträgers Konrad Lorenz ein enger Zusammenhang. Und der Filmemacher Hans-Jürgen Syberberg ergänzte, daß die Abkehr vom Maßstab der Natur in der abstrakten Kunst die Naturzerstörung der Moderne vorweggenommen und erst möglich gemacht hätte. An herausragenden Ereignissen aus den Bereichen Theater, Festspiele, Musik, Bildende Kunst und Literatur macht der Autor den Gegensatz zwischen Kunst und Anti-Kunst exemplarisch deutlich und zeigt die dahinterstehenden Weltbilder und Wertsysteme auf.
Schlingensief und Jelinek, Peymann und die Salzburger Festspiele unter Mortier, Nitsch, Mühl und Arnulf Rainers übermalte Übermalungen, der Streit um den eisernen Vorhang in der Wiener Staatsoper, Einar Schleef, Josef Haslinger und die Auseinandersetzungen um Robert Walser: Kunst und Anti-Kunst bewegen auch heute Publikum, Medien und Öffentlichkeit. Doch nicht nur um mit spitzer Feder vorgetragene Kritik geht es dem Autor, sondern auch darum, positive Beispiele für gute, neue Kunst aufzuzeigen und dem Leser vorzustellen.

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aus Teil 2

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„Sprache unser“oder Eurobabbel?

Emst Jandls 70. Geburtstag feierte man mit großem Pomp bei den Salzburger Festspielen 1995: „Marcel Reich-Ranicki sang das Loblied auf den Dichter… Er wollte ihn nicht im Lager der Avantgardisten wissen, sondern würdigte ihn als einen traditionellen, weil traditionsbewußten und Traditionen weiterführenden Dichter des ,Widerspruchs und der Aufklärung.“1 So ändern sich die Zeiten. Als die „Neuen Wege“, die Zeitschrift des Theaters der Jugend, 1957 erstmals Gedichte von Jandl veröffentlichten, erregten sie einen Skandal. Doch Literaturpäpste wie Reich-Ranicki haben die Begriffe umgepolt und machen aus einem Autor, der den Gesetzen der Form bewußt ins Gesicht schlägt und die Sprache verfremdet, einen „traditionsbewußten“ Klassiker, den sie sogar der Aufklärung zurechnen. Die Literaten haben daraus geschickt ihre Schlüsse gezogen. „Heute“, sagte Jandl, als Reich-Ranicki ihn so überschwenglich feierte, „ist es genau umgekehrt. Es ist praktisch unmöglich, mit Kunst noch wirkliche Skandale zu produzieren: Alle Tabugrenzen sind längst überschritten. Aber wenn Skandal einmal doch gelingen sollte, ist er das beste Mittel, publiziert zu werden.

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als PDF- Teile

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Kunst contra Antikunst

Posted by deutschelobby - 14/10/2013


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Walter Marinovic erläutert hier sehr schön mit Worten, was ein normal empfindender Mensch meist bereits mit einem Blick erkennen kann: Den Unterschied zwischen Kunst und Antikunst. Dieses Erkenntnisvermögen wird in der modernen »Diktatur des Hässlichen« konsequent ignoriert oder verteufelt, um Antikunst und Kunst gleichzusetzen und so die wahre Kunst zu erniedrigen und zu verdrängen. Seine drei Thesen zur Kunst lauten: Kunst vermittelt Werte. Kunst stiftet Sinn. Kunst bindet Menschen zur Gemeinschaft. Dieses Kunstverständnis gilt in der »Diktatur des Hässlichen« als “rechtsextremistisch” und als Sakrileg –

Stattdessen werden Müll und sogar die Schändung des Menschen und des Lebens gepriesen, was Marinovic sehr treffend am Beispiel von Hermann Nitsch (ein sadistischer Schmierfink der besonderen Art) aufzeigt, der regelmäßig “Orgien-Mysterien-Spiele” veranstaltet, die abscheulich-perverse, satanische Rituale zum Inhalt haben.

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http://terraherz.at/2013/10/12/kunst-contra-antikunst/

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Wehrt euch Völker, wenn ihr leben wollt!

Posted by deutschelobby - 10/10/2013


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aa

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  • Was bedeutet eigentlich Heimat!?
  • Was Heimat bedeutet, wirst Du erkennen, wenn Du keine mehr hast!
  • Was bedeutet Dir deine christliche Kultur?
  • Du wirst sie bitter vermissen, wenn Du erst einmal als Christ in einer fremden, nichtchristlichen Kultur leben mußt!
  • Was bedeutet Dir dein Volk!?
  • Du wirst schmerzlich erkennen, daß Du Nichts bist, ohne dein Volk!
  • Jede einzelne Nation und jedes einzelne Volk Europas, ist von seiner unmittelbaren Auslöschung bedroht!
  • Wacht auf, ihr Menschen und Völker Europas, wenn ihr leben wollt!
  • Steht zueinander wie ein einziges großes Volk!
  • Verteidigt eure Lebensweise!
  • Verteidigt eure Freiheit!
  • Und erhaltet euch eure uralte Kultur, denn daraus erwächst eure Identität!
  • Laßt nicht mehr länger zu, daß eure Feinde, die Völkermörder in den Diensten der Finanz-Elite, mit dem Vernichtungsfeldzug gegen eure Nationen, gegen Moral und Anstand, gegen Familie und Gemeinschaft fortfahren!
  • Ihr dürft nicht mehr länger tatenlos mit ansehen, wie innerhalb weniger Jahre, alles wofür ganze Generationen eurer Vorfahren ihr Blut, ihren Schweiß und ihre Tränen vergossen haben, von gewissenlosen Verbrechern in Politik und Wirtschaft zerstört wird!
  • Laßt nicht weiter zu, daß man euch und eure Kinder, um eure Zukunft beraubt!
  • Wacht auf!

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Vor über 70 Jahren schrieb Erich Kästner das Gedicht “Das letzte Kapitel”……….

Posted by deutschelobby - 27/08/2013


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Das letzte Kapitel

(Erich Kästner, geschrieben 1930)

Am 12. Juli des Jahres 2003
lief folgender Funkspruch rund um die Erde:
daß ein Bombengeschwader der Luftpolizei
die gesamte Menschheit ausrotten werde.

Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest,
daß der Plan, endgültig Frieden zu stiften,
sich gar nicht anders verwirklichen läßt,
als alle Beteiligten zu vergiften.

Zu fliehen, wurde erklärt, habe keinen Zweck.
Nicht eine Seele dürfe am Leben bleiben.
Das neue Giftgas krieche in jedes Versteck.
Man habe nicht einmal nötig, sich selbst zu entleiben.

Am 13. Juli flogen von Boston eintausend
mit Gas und Bazillen beladene Flugzeuge fort
und vollbrachten, rund um den Globus sausend,
den von der Weltregierung befohlenen Mord.

Die Menschen krochen winselnd unter die Betten.
Sie stürzten in ihre Keller und in den Wald.
Das Gift hing gelb wie Wolken über den Städten.
Millionen Leichen lagen auf dem Asphalt.


Jeder dachte, er könne dem Tod entgehen.
Keiner entging dem Tod, und die Welt wurde leer.
Das Gift war überall. Es schlich wie auf Zehen.
Es lief die Wüsten entlang. Und es schwamm übers Meer.

Die Menschen lagen gebündelt wie faulende Garben.
Andre hingen wie Puppen zum Fenster heraus.
Die Tiere im Zoo schrien schrecklich, bevor sie starben.
Und langsam löschten die großen Hochöfen aus.

Dampfer schwankten im Meer, beladen mit Toten.
Und weder Weinen noch Lachen war mehr auf der Welt.
Die Flugzeuge irrten, mit tausend toten Piloten,
unter dem Himmel und sanken brennend ins Feld.

Jetzt hatte die Menschheit endlich erreicht, was sie wollte.
Zwar war die Methode nicht ausgesprochen human.
Die Erde war aber endlich still und zufrieden und rollte,
völlig beruhigt, ihre bekannte elliptische Bahn.


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Wagner mit Warnhinweis…wie die Linken versuchen Wagner zu „entdeutschen“ und zu demontieren….

Posted by deutschelobby - 16/08/2013


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Wagner.

medien, audio

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Alle Jahre wieder ist Festspielzeit in Deutschland. Aus allen deutschen Landen und auch aus einigen ausgesuchten Aus-Landen pilgert Jahr für Jahr eine Schar von Musikfreunden und ihr sich ständig regenerierender Nachwuchs mit einem gleichbleibenden Durchschnittsalter von zirka 75 Jahren nach Salzburg und Bayreuth zu den Festspielen. Was seit jeher nur den jeweils Regierenden wie Hitler und Göring, Adenauer und Strauß sowie in den letzten Jahren eben Angela Merkel, Guido Westerwelle und der unvermeidlichen Claudia Roth vorbehalten war und sonst nur als Prominenter, Stammkunde, einer zehn Jahre langen Wartezeit oder einem unmäßigen Schwarzmarktpreis zu besichtigen war, ist heute jedermann zugänglich.

Überall Umdeutung und
Demontage, auch wohl
weil Wagner Patriot war

Durch DVD-Videos oder bei den Minderheits-Sendern Arte und 3sat. Wer will, kann also teilhaben an den Wagner-Festen. Soll er sogar nach dem Willen der beiden Urenkelinnen von Richard Wagner, den heutigen Leiterinnen des Unternehmens, den Halbschwestern Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner. Durch Open-Air-Aufführungen auf Filmleinwand, dummdeutsch „Public Viewing“ genannt, und gekürzte Aufführungen von Wagneropern für Kinder und Jugendliche will Katharina Wagner das Werk ihres Urgroßvaters populär machen. Auch verkaufen die Halbschwestern goldene Festspieleier als Andenken und sogar Stützstrümpfe von „medi“, die „tragen sich wunderbar, sie haben eine ideale Passform und ein tolles Design“, erklärt Urenkelin Katharina Besuchern der oft mehrere Stunden andauernden Inszenierungen.

English: The birthhouse of Richard Wagner in 1...

Deutsch: Das Geburtshaus Richard Wagners im Zustand um 1885

Aber irgendwas stimmt mit den Wagner-Erben nicht. Irgendwo ist das Verhältnis zu dem genialen Komponisten und Autor, auf den sie ihre ganze Existenz stützen, seit sie leben, auf penetrante Weise verklemmt und verkorkst. Es gibt keinen Zweifel: Sie hassen den in der ganzen Welt berühmten Urahnen. Wie Kinder, die ein Spielzeug kaputt machen, um auf sich aufmerksam zu machen, beschäftigen sich die Wagner-Erben schon seit Jahren damit, Richard Wagners Werk zu demolieren. Anfangs nannte sich das „modernisieren, entstauben, neu interpretieren“. Dann begann man, das ganze Werk umzufummeln und ins Gegenteil „umzudeuten“ und mit immer fragwürdigeren Bundesgenossen das Lebenswerk ihres Ahnherrn abzuwracken. Kein Urheberrecht hindert sie daran. Die Musik ist (noch) sakrosankt und wird auf den Ton genau seit mehr als einem Jahrhundert Note für Note von den besten Dirigenten der Welt zwar immer neu interpretiert und entdeckt, aber nie verändert. Die Zertrümmerung des Gesamtwerks Wagners ist nur möglich, indem man den Text seiner Opern bis zum Grotesken ins Gegenteil verkehrt und verballhornt, also verspottet und verächtlich macht. Diese Tendenz hatte schon vor der Herrschaft der unseligen Urenkelinnen unter Wieland Wagner begonnen und mit der Darstellung Lohengrins als Rattenkönig 2010 einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Auch diesmal, bei der Neuinszenierung des „Rings“ zu Ehren des 200. Geburtstags seines Verfassers, behalten die Wagnerianer die Augen vorsichtshalber gleich geschlossen. Zu viel haben sie in den Jahren schon an missglückten Regieeinfällen gesehen. Doch mit der Beauftragung des gelernten Ostberliner Eisenbahnmechanikers, Volksarmisten, Skandal-Regisseurs und heutigen Intendanten der Berliner Volksbühne Frank Castorf mit der Inszenierung des „Rings“ hat der Kampf gegen Richard Wagner einen neuen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Castorf gab sich nicht einmal die Mühe einer Neuinterpretation der Tetralogie, wie es einst Patrice Chéreau in seiner umjubelten und unvergesslichen Jahrhundert-Inszenierung von 1976 getan hatte, sondern begnügte sich damit, die Opern sozusagen als Kasperle- und Porno-Theater zu produzieren, mit dem erkennbaren Ziel, das ganze Drama als läppisch, lächerlich und unfreiwillig komisch darzustellen.

Die Rheintöchter sind Prostituierte, die Götter mafiöse Ganoven, die sich wie Zuhälter benehmen. Wotan lässt sich an einer Tankstelle am Alexanderplatz einen Blowup von Erda verpassen. Wenn Siegfried am Ende zusammen mit Brünnhilde in den Schlussjubel ausbricht, lässt Castorf zwei Gummikrokodile auf die Bühne kriechen. Sie begatten sich und eines frisst danach einen Sonnenschirm, dann den Waldvogel. Und Siegfried baut sich eine Kalaschnikow zusammen und erschießt Fafnir ohrenbetäubend und mit Salpeterschwaden, die durch den Saal ziehen, so dass die Theaterärztin einem Zuschauer zur Hilfe eilen muss. Castorf will dem Premierenpublikum sagen „Wagner, die olle Musik, der Ring mit seinen 16 Stunden, die heilige Bayreu-ther Akustik – das alles geht mir am Arsch vorbei“, schreibt die „Zeit“. Wollen wir Wagner, fragt Castorf. Er meint Nein.

Die Geduld des in der brütenden Sommerhitze (in Bayreuth gibt es aus akustischen Gründen keine Klimaanlage) festlich gekleideten Publikums war am Ende. Ein Sturm von eindeutigen Buhs – ein wahres Buh-Gewitter – prasselte am Ende der vier Aufführungstage auf den mit einer Gage von schätzungsweise 100000 Euro – vorwiegend vom Staat Bayern und der Bundesregierung – bezahlten „Künstler“ herunter, der zwölf Minuten in diesem Shitstorm badete, dumm herumstolzierte und dem Publikum den Vogel zeigte.

War das noch Kunst oder doch nur Wulst? Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schrieb: „Frank Castorf ist zum spektakulärsten Werk der Operngeschichte keine Botschaft eingefallen.“ Das stimmt, aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Sprechen wir einmal aus, worum es geht: Wagner war Antisemit. Zu seiner Zeit eher eine Geschmacks-Aversion als eine Aufforderung zum Holocaust. Wagner starb 1883. Hitler wurde erst sechs Jahre später geboren. Aber Wagner liebte Deutschland, das für ihn als Teilnehmer der Revolution von 1848 immer nur ein demokratisches sein konnte. Das zeigt er besonders in seinen „Meistersingern“. Dieses Stück wurde deshalb das erste Objekt einer wüsten Anti-Inszenierung von Katharina Wagner, als sie noch nicht die ganze Macht hatte, 2007 in Bayreuth.

Der Sänger Stolzing, nach Wagner ein Lyriker in der Tradition des Walther von der Vogelweide, ein Außenseiter, der bei den Handwerksmeistern seine Anerkennung sucht und seine Liebe findet, ist bei ihr ein wüster Punker und Maler, der die ganze Bühne mit einem scheußlich kleb-rigen Farbbrei überschüttet, und natürlich bleibt von dem Hoch auf Nürnberg und die deutschen Meister nichts übrig als die Musik, die völlig beziehungslos und also hilflos im Raum steht.

Ausgerechnet die „Meistersinger“ wurden diesmal bei den Salzburger Festspielen von Stefan Herheim ohne jeden Antifa-Warnhinweis inszeniert.

Die Theaterkritikerin Eleonore Büning schrieb darüber in der „FAZ“: „Es ist dies, seit undenkbar langer Zeit, wieder die erste ‚Meistersinger‘-Inszenierung, die nicht mit einem politisch-didaktischen Zeigefinger winkt. Das ist wunderbar, wir fühlen uns im Festspielhaus, als hätten wir diesmal schulfrei.“

Danke, Frau Büning, danke Stefan Herheim. Wir, die wir diese Inszenierung sehen durften, fühlten uns auch wie in den Ferien.

Ferien vom verfluchten linksradikalen politisch korrekten deutschen Alltag.

Kontakt unter klausrainer@gmx.de.

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nachzulesen bei preussische-allgemeine-zeitung 33-2013

 

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Theodor Storm starb vor 125 Jahren kurz nach Vollendung seiner »Schimmelreiter«-Novelle

Posted by deutschelobby - 27/06/2013


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Am 14. April 1838 erschien in dem Monatsblatt „Danziger Dampfboot“ eine Geschichte mit dem Titel „Der gespenstige Reiter. Ein Reiseaben­teuer“. Einen Nachdruck dieser westpreußischen Wiedergänger-Sage über einen Reiter, der an der Weichsel bei Gefahr herumgeis­tert, las ein junger Advokat noch im selben Jahr in den „Hamburger Lesefrüchten“. Genau 50 Jahre später ließ er sich von dem Stoff zu seinem bedeutendsten Werk inspirieren: dem „Schimmelreiter“.

Theodor Storm

Die Novelle kennt nahezu jedes Kind. Als Schullektüre und durch mehrere Verfilmungen ist die Geschichte von dem Deichgraf Hauke Haien, der statt an der Weichsel nun an der Nordseeküste bei Sturmfluten mit seinem Schimmel als Gespenst wiederaufersteht, zum zeitlosen Klassiker geworden. Die Novelle war zugleich das letzte Werk Theodor Storms. Nur zwei Monate nach ihrer Veröffentlichung starb ihr Autor am 4. Juli 1888 in dem holsteinischen Hademarschen un­weit des damals gerade mit dem Bau begonnenen Nord-Ostsee- beziehungsweise Kaiser-Wilhelm-Ka­nals, wie er bis 1948 hieß.

Ähnlich wie bei seinem Zeitgenossen Theodor Fontane brachte Storm erst das Spätwerk dauerhaften Ruhm ein. Mit ein Grund dafür war, dass sich beide erst praktisch als „Rentner“ voll auf ihre dichterischen Neigungen konzentrieren konnten. Nach seinem Studium in Kiel und Berlin, wo er sich mit seinem nordfriesischen Landsmann und Altertumsforscher Theodor Mommsen an­freundete, trat der am 14. September 1817 in Husum geborene Storm in die Fußstapfen seines Vaters und wurde Jurist. Seine eigene Anwaltskanzlei in der Heimatstadt konnte er aber nur zehn Jahre lang betreiben, da ihm wegen seiner kritischen Haltung gegen­über Dänemark, dessen König auch Landesherr über die beiden Herzogtümer Schleswig und Holstein war, seine Zulassung entzogen wurde. Nun begann seine zwiespältige „preußische Zeit“. 1852 fuhr er nach Berlin, um sich dort als Anwalt zu bewerben. Es verging allerdings ein Jahr, ehe er – zu Beginn noch ohne Gehalt – als Assessor beim Preußischen Kreisgericht in Potsdam angestellt wurde.

Ohne seinen Vater, der ihn und seine rasch auf sieben Kinder anwachsende Fa­milie finanziell unterstützte, wäre er in dem „Militärkasino“, wie er Potsdam abschätzig nannte, rasch gescheitert. Denn von seinen literarischen Ergüssen konnte er nicht leben. Zwar war er ein emsiger Gedichteschreiber – einige seiner Ge­dichte wie „Knecht Ruprecht“ („Von drauß’ vom Walde komm ich her; / Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!“) gehören zu den schönsten in deutscher Sprache –, aber außer Anerkennung brachten sie ihm nicht viel ein. Ganz dem lyrischen Ton verfallen war auch eine seiner ersten Novellen, die er in jenen Jahren schrieb und die immerhin mehrere Auflagen erlebte: „Immensee“, in der sich ein älterer Mann an eine unerfüllte Jugendliebe erinnert.

Die Rahmenhandlungen, die viele Novellen Storms kennzeichnen, sind auch für dessen Leben charakteristisch. Das Berufliche und Politische haben stets den Rahmen um Storms Werk gebildet. Den Preußen war er zum einen dankbar dafür, dass sie ihn zum Kreisrichter im thüringischen Heiligenstadt beriefen, und zum anderen dafür, dass sie im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 bei den Düppeler Schanzen endgültig die Dänen besiegten und er als Landvogt zurück nach Husum gehen konnte. Als Patriot und Republikaner hatte er aber auf die Unabhängigkeit seiner Heimat gesetzt. Nach der Schlacht von Königgrätz wurden stattdessen Schleswig und Holstein vom preußischen König als neue Provinz einverleibt.

„Wir können nicht verkennen, daß wir lediglich unter der Gewalt leben“, klagte Storm in einem Brief, „das ist desto einschneidender, da es von denen kommt, die wir gegen die dänische Gewalt zu Hülfe riefen.“

Neben der politischen musste Storm nun auch eine private Krise überstehen. Seine Frau starb 1865. Doch nur ein Jahr später heiratete er eine frühere Liebschaft. Von jetzt an und erst recht in seinem Ruhestand ab 1880 in Hademarschen blühte er schriftstellerisch auf. Mit „Pole Poppenspäler“, „Viola tricolor“, „Carsten Curator“, „Die Söhne des Senators“ und seiner längsten und letzten Novelle, dem „Schimmelreiter“, blühte er im Rentenalter richtig auf. Ein Magenkrebs zerstörte 1888 dieses kraftvolle dichterische Leben aus dem Norden.

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nachzulesen bei preussische-allgemeine-zeitung 26-2013

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Richard Wagner am Hochreck

Posted by deutschelobby - 21/06/2013


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English: The birthhouse of Richard Wagner in 1...

Deutsch: Das Geburtshaus Richard Wagners im Zustand um 1885

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Rüdiger Jacobs über den Jahrhundertkomponisten als „Konservativen Revolutionär“

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Unter den deutschen Musikern des 19. Jahrhunderts gibt es eine Handvoll Giganten. Wagner ist der letzte von ihnen. Das 20. Jahrhundert hat er spielend überstanden, und immer noch sieht es so aus, als könne ihm der aufgeregte Zahn der Zeit wenig anhaben. Politiker und Finanziers huldigen ihm weiterhin ungebrochen. Was für ein grandioser politischer Widerspruch.

Indes: An Richard Wagner scheiden sich die Geister. Viele mögen ihn ablehnen, ohne je einen Ton von ihm gehört haben, andere ihn vergöttern, ohne je eine Zeile von ihm zu lesen. Liest man heute Wagners Schriften, so zeigt sich einer, dem es nicht genügen wollte, ein Nur-Künstler zu sein. Visionär, Revolutionär, Denker, Abschaffer, das sollte es schon auch sein. Ist alles gar nicht so und nicht so schlicht, sagt Autor Jacobs und kündigt an, daß er herausfand, was er denn war und sagen wollte, dieser wortgewaltige Richard Wagner. Forsch bescheidet Jacobs dem Leser, man solle Wagner beim Wort nehmen, fügt aber auch dieses Diktum bei: Er schreibe nur für diejenigen, die Wagners Werk präsent haben. Hier stutzt der Rezensent und macht sich ein paar unfreundliche Gedanken über die akademische Welt von heute.

Doch zum Glück ist es so, daß der Text reich mit Beispielen aus Wagners Wortschaffen garniert ist. So läßt man Wagners Interpretation und seiner Weltsicht Revue passieren und erfreut und erheitert sich an seinen galligen und monumentalen Wortkaskaden. Das sind nachgerade leichte Leseübungen zum Rest des Buches. Um es vorweg zu sagen: Das ist keine Lektüre als Parallelveranstaltung zum deutschen Fernsehen. Hier ist scharfe Konzentration gefragt.

Es gibt indessen eine gute Möglichkeit, diesem Text zu Leibe zu rücken. Man fange von hinten an. Dort befinden sich Jacobs’ Thesen zu seinem Stoff. Sie sind im Vergleich zum übrigen leicht lesbar und vermitteln einen guten Einstieg in die Denkwelt des Autors. Danach erst sollte man den in vier Abschnitte grobgegliederten Hauptteil nach Belieben in Angriff nehmen. Sozusagen Thema und Variationen über ein Grundmotiv von Wagner: (1) der Unpolitische, (2) unpolitisch, aber nicht nichtpolitisch, (3) konservativer Revolutionär und Anarch, (4) Staat und Gesellschaft.

Auf diese Weise von den Anfangsschwierigkeiten befreit, bietet das Buch nun interessante Gedanken, die entdeckt sein wollen. Reinlich unterscheidet Jacobs bei Wagners politischen Schriften jene, die bis zur Revolution von 1848/49 und sie begleitend erschienen, und diejenigen, die danach erst verfaßt wurden. Er macht indessen diesen politischen Schriften das Adjektiv „politisch“ streitig und argumentiert an einem gedanklichen Unterschied des selbstgewählten Begriffspaars unpolitisch bzw. nichtpolitisch entlang.

Man kann das tun, man muß aber nicht. Er sagt es nicht ohne einen Hauch von Schadenfreude, denn der Meister, dem Jacobs zu Leibe rückt, entzieht sich immer wieder dem Seziermesser, das am Schleifstein moderner Philosophen geschliffen worden ist. Ernst Bloch zum Begreifen von Wagner? Wer’s schlichter mag, wird zweifelnd die linke Augenbraue heben. Oder Wagner der konservative Revolutionär? Natürlich war er ein Revolutionär, dieser Wagner, im landläufigen Sinne mehr, als man im Opernhaus ahnt. Dem Erschießungskommando entkam er nur um Haaresbreite.

Später ließ er sich von den verachteten Fürsten huldigen und bezahlen. Jeder wird mal älter. Weitere Hinweise auf den Antagonismus von Wagners Anti-Staats-Denken und dem Aufstieg des Staats, jedoch des Nationalstaats, zu Wagners Lebzeiten sollen an dieser Stelle nicht vertieft werden.

Wagner der Denker? Der Autor bejaht dies aus vollem Herzen, indem er das Füllhorn der modernen Philosophen über dessen Werk ausschüttet. Zu Recht erwähnt er, daß dies nur eine der möglichen Herangehensweisen ist. Viele vor ihm haben anderes versucht. Auch das bleibt nicht unerwähnt. Wie wäre es mit einer weiteren, gänzlich unrationalen Sicht: Der geniale Kapellmeister, dem der durchgeschwitzte Rock zu eng wurde? Man sollte, um mit Jacobs zu sprechen, Wagner beim Wort nehmen. Der Rezensent versteht dies vielleicht etwas anders, als der Autor es verstanden wissen wollte, nämlich als Aufforderung, Wagner zu lesen. Und er empfiehlt dem Leser, sich mit Jacobs zu streiten.

Rüdiger Jacobs: Richard Wagner. Konservativer Revolutionär und Anarch. Ares Verlag, Graz 2013, broschiert, 323 Seiten, 29,90 Euro

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nachzulesen bei JF 26-2013———

 

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Bindungen an Familie und Heimat schützen

Posted by deutschelobby - 13/06/2013


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Er war nie ein Schreibstubengelehrter: Zum 85. Geburtstag des Verhaltensforschers Irenäus Eibl-Eibesfeldt

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Irenäus Eibl-Eibesfeldt.

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Eibl-Eibesfeldt während eines Interviews am 8. Mai 2013 in Wien: Die Zuwanderung von Fremden führt zu Konflikten

Folgendes Experiment: Man lege einer Gruppe aufgeweckter Jugendlicher einen Text des Verhaltensforschers Irenäus Eibl-Eibesfeldt und einen zweiten von dem CDU-Politiker Heiner Geißler vor, die anläßlich der Debatte über die Änderung des Asylrechts Anfang der 1990er Jahre entstanden. Man lasse beide lesen und frage die Jugendlichen, wessen Einschätzung der kommenden Entwicklung einer multikulturellen Gesellschaft überzeugender erscheine, bedenke man die heutigen Erfahrungen. Das Ergebnis wird eindeutig sein.

Die Vorstellung Geißlers von einem fröhlichen Miteinander der verschiedenen Ethnien kann bestenfalls wohlgemeinter Unsinn sein, die skeptische und sorgenvolle von Eibl-Eibesfeldt wirkt demgegenüber wie eine zielsichere Prognose. Denn Eibl-Eibesfeldt hat immer wieder betont, daß der Mensch aufgrund seiner Natur der Bindung an überschaubare und bekannte, relativ homogene Gruppen bedürfe, daß ihn das Gefühl, bedroht zu werden, unberechenbar und aggressiv mache, weshalb die Zuwanderung von Fremden sicher zu Konflikten führe, die mit dem Untergang der Autochthonen oder der Neuankömmlinge enden werde.

Die Kernsätze in dem erwähnten Aufsatz lauten „Menschen sind territorial“ und „Es besteht (…) eine Bereitschaft der Ethnien, sich anderen gegenüber zu öffnen, solange die eigene Identität und Sicherheit dadurch nicht gefährdet wird.“ Diese Argumentation ist typisch für die Denkweise Eibl-Eibesfeldts als Humanethologe: Es gibt eine biologische Basis – hier: die Bindung an den Lebensraum – und es gibt einen kulturellen Aufbau – hier: die Fähigkeit zum Miteinander verschiedener Gruppen – und wer das erste vernachlässigt oder für unbegrenzt manipulierbar hält, wird in bezug auf das zweite immer nur zu Fehlschlüssen kommen und in der Praxis mit furchtbaren Rückschlägen rechnen müssen.

Humanethologie ist für Eibl-Eibesfeldt „Die Biologie des menschlichen Verhaltens“ (so der Titel seines zuerst 1984 erschienenen Hauptwerks). Sie übernimmt zwar die Methoden der Verhaltensforschung, die sich mit Tieren befaßt, achtet aber die „Sonderstellung“ des Menschen und untersucht „sowohl das stammesgeschichtlich evoluierte Verhalten als auch die individuelle und kulturelle Modifikabilität des Menschen“.

Das ganze Leben des Wissenschaftlers Eibl-Eibesfeldt war von dieser doppelten Aufgabenstellung bestimmt, sie fand ihren Niederschlag in seinen zahlreichen Büchern, vom Frühwerk bis zu dem zuletzt erschienenen Band „Weltsprache Kunst“ (2007) über die natürlichen Grundlagen des ästhetischen Empfindens.

Vor fünfundachtzig Jahren, am 15. Juni 1928, wurde Irenäus Eibl-Eibesfeldt in Döbling, einem Vorort Wiens, geboren, wuchs in Österreich auf und begann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein Studium der Zoologie und Botanik an der Universität Wien. 1950 zum Dr. phil. promoviert, ging er an das private Institut für Verhaltensforschung von Konrad Lorenz, des Altmeisters der Ethologie. Mit seinem Lehrer wechselte er kurz darauf an die Max-Planck-Forschungsstelle für Vergleichende Verhaltensforschung nach Buldern in Westfalen, dann an das neu gegründete Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie im bayerischen Seewiesen. Seit 1963 lehrte Eibl-Eibesfeldt an der Universität München, 1969 erhielt er dort auch eine Professur. Ein Jahr später übernahm er in Seewiesen die Arbeitsgruppe für Humanethologie, ab 1975 eine selbständige Forschungsstelle.

Wichtig ist zu betonen, daß Eibl-Eibesfeldt alles andere als ein Schreibstubengelehrter war. In den fünfziger und sechziger Jahren nahm er an zahlreichen Expeditionsreisen (unter anderem mit Hans Hass auf die Galápagosinseln) teil und lebte mit jenen primitiven Völkern in Übersee, die noch möglichst wenig Kontakt mit Europäern hatten. Dabei nutzte er auch die neuen Möglichkeiten der Filmaufnahme, die eine sehr viel genauere Registrierung der Verhaltensweisen ermöglichte als die traditionelle Feldforschung.

Im Ergebnis führte diese Arbeit zur Entdeckung einer unerwartet großen Zahl von Universalien: Vor allem in bezug auf die Ausdrucksformen elementarer Gefühle wie Wut, Trauer oder Angst, aber auch bei Erstaunen, Verlegenheit oder Freude zeigen alle Menschen ähnliche Reaktionen, die sich in Mimik und Gestik äußern, jedenfalls nicht an den sprachlichen Ausdruck gebunden sind. Eibl-Eibesfeldt betrachtet diese Verhaltensweisen deshalb als „natürlich“, was seiner Meinung nach auch der Vergleich mit dem Verhalten von Tieren – Verwandten des Menschen, den Primaten etwa, oder in bezug auf die soziale Organisation ähnlichen, Wölfen zum Beispiel – nahelegt.

So empathisch Eibl-Eibesfeldt über die Stammesgesellschaften berichtet hat, er idyllisierte ihre Existenzweise nicht und betont, daß es in bezug auf die kulturelle Entwicklung selbstverständlich so etwas wie Fortschritt gibt. Die Entstehung menschlicher Großverbände, der Nationen etwa, rechnet er dazu. Allerdings müsse man im Blick behalten, daß die in modernen Gesellschaften andauernde „Neuanpassung“ rasch zu Überforderungen führe, weil die biologische Basis des Menschen darauf nicht angelegt sei.

Das erklärt hinreichend die konservativen Implikationen seines politischen Denkens, die Forderung, den Raubbau an der Natur zu beenden und die elementaren Bindungen des einzelnen an Familie, Heimat, Kultur zu schützen und nicht im Namen irgendwelcher Sozialtechnologien zu zerstören.

Der Nichtnaturwissenschaftler stellt sich gerne vor, daß die Naturwissenschaftler verschont sind vom Streit der Weltanschauungen. Bei genauerer Betrachtung stellt man aber fest, daß das nicht so ist. Das erklärt wohl hinreichend, warum Eibl-Eibesfeldt mit seinen Auffassungen keinen Nachfolger innerhalb der eigenen Disziplin gefunden hat. Mit veränderten Forschungsinteressen oder neuen Einsichten ist das kaum zu erklären. Es hängt wohl auch mit dem Einflußfaktor „Ideologie“ zusammen, von Eibl-Eibesfeldt stets als der Feind jeder Erkenntnis betrachtet, der aber in seinem eigenen Haus mehr Macht gewonnen hat, als er haben sollte.

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Eibl-Eibesfeldt, Irenäus

Eibl-Eibesfeldt, Irenäus (*1928), österreichischer Verhaltensforscher. Der in Wien geborene Zoologe, Botaniker und enge Mitarbeiter von Professor Konrad Lorenz war ab 1949 am Institut für vergleichende Verhaltensforschung (siehe Verhalten von Tieren) in Altenberg tätig, ab 1951 am Max-Planck-Institut für vergleichende Verhaltenspsychologie in Buldern (Westfalen) und leitet seit 1975 die Forschungsstelle für Humanethologie am Max-Planck-Institut in Seewiesen (Oberbayern). 1963 habilitierte er an der Universität München und bekam 1969 einen Lehrauftrag.

Eibl-Eibesfeldt befasste sich zuerst mit der Kommunikation innerhalb von Arten und der stammesgeschichtlichen Entwicklung von Verhaltensweisen im Tierreich, bevor er sich nach dem Studium „primitiver Kulturen” Fragen angeborener und kulturell erworbener Verhaltensweisen beim Menschen zuwandte und die Humanethologie als neue Disziplin begründete. Einige seiner zahlreichen Publikationen wurden zu Bestsellern: Liebe und Haß. Zur Naturgeschichte elementarer Verhaltensweisen (1970), Der vorprogrammierte Mensch (1973), Krieg und Frieden aus Sicht der Verhaltensforschung (1975) und Der Mensch – das riskierte Wesen. Zur Naturgeschichte der menschlichen Unvernunft (1988). Im letzteren Werk befasst er sich mit den Anpassungsschwierigkeiten des Menschen in einer technisierten Massengesellschaft. Teilweise umstritten sind seine Thesen zum Fremdenhass und zur Rolle der Frau in der Gesellschaft, die er aus dem archaisch-biologischen Erbe der Menschheit herleitet.

Verfasst von:
Roland Detsch
Microsoft ® Encarta ® 2007. © 1993-2006 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

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Deutschland über Alles

Posted by deutschelobby - 14/05/2013


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Karl Simrock

. Karl Simrock

Deutschland, Deutschland über Alles,
Nur für Deutschland in den Streit.
Feinde freun sich unsres Falles,
Sehn sie Fürst und Volk entzweit.
Greift zur Wehr und laut erschall es:
Deutschland, Deutschland über Alles!
Selbst der Freiheit bleicht der Glanz,
Darben wir des Vaterlands.

Neider drohen unsern Marken,
Deutscher Macht und Herrlichkeit,
Ungern sehn sie uns erstarken,
Stiften Zwietracht, Haß und Neid.
Greift zur Wehr und laut erschall es:
Deutschland, Deutschland über Alles!
Selbst der Freiheit bleicht der Glanz,
Darben wir des Vaterlands.

Schlaue Netze sind gewoben,
Manchem ward der Sinn berückt,
Doch der Trug ist bald zerstoben,
Wenn ihr rasch die Schwerter zückt.
Greift zur Wehr und laut erschall es:
Deutschland, Deutschland über Alles.
Selbst der Freiheit bleicht der Glanz,
Darben wir des Vaterlands.

Ist der äußre Feind geschlagen,
Ward uns Ehr und Siegesruhm,
Weh dann allen, die sich wagen
An des Volkes Eigenthum.
Greift zur Wehr und laut erschall es:
Deutschland, Deutschland über Alles.
Selbst der Freiheit bleicht der Glanz,
Darben wir des Vaterlands.

Deutschland, Deutschland über Alles,
Schönes altgesprochnes Wort!
Tief im Tiefsten Widerhall es,
Tön in Thaten fort und fort.
Greift zur Wehr und laut erschall es:
Deutschland, Deutschland über Alles.
Selbst der Freiheit bleicht der Glanz,
Darben wir des Vaterlands.

Karl Simrock, 1846
Aus der Sammlung Mancherlei

Karl, Germanist und Schriftsteller, * Bonn 28. 8. 1802,  ebenda 18. 7. 1876; ab 1852 Professor ebenda, übertrug ins Neuhochdeutsche: »Nibelungenlied« und »Kudrun« sowie Werke von Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach, Gottfried von Straßburg;  } Herausgeber der »Deutschen Volksbücher« (54 Teile, 1839-66); volkstümliche Gedichte.

(c) wissenmedia GmbH, 2010

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karl simrock haus

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Kultur: Kinderbücher: Ein Nachruf auf Otfried Preußler, dessen Geschichten alle Moden überdauern werden

Posted by deutschelobby - 02/03/2013


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otfried preussler

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Geläuterter Räuber, sympathische Hexe

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Nein, zu sprechen war er für uns nicht mehr. Seit Wochen hatten wir uns um einen Gesprächstermin mit Otfried Preußler bemüht – vergebens. Sein Gesundheitszustand erlaube das nicht mehr, ließ uns seine Familie wissen. Vergangene Woche starb Otfried Preußler. Sämtliche Nachrufe – und es wurden viele Dutzend publiziert – würdigten Preußler als Stern am Himmel der Kinderliteratur. Zu recht!

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Nein, keiner wagte es nachträglich, Preußler einen Reaktionär oder gar Rassisten zu schimpfen. Der Großteil der Nachrufe ging nicht einmal ein auf die wenige Wochen alte Riesendebatte, die sich um die „sprachlichen Anpassungen“ in den Neuauflagen seiner Bücher, vor allem in der „Kleinen Hexe“ (1957) drehte. Nein, auch da hatte keiner die Person Preußler angegriffen – nur eben Teile seiner Sprache. Die sei aus heutiger Sicht rassistisch.

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Die Diskussion zeigte, daß man dies, gar aus der Warte der linksliberalen Zeit, auch anders sehen konnte. Einerlei: Die Entscheidung des Verlags – angestoßen vom Wutschreiben des gebürtigen Eritreers Mekonnen Mesghena, in der Heinrich-Böll-Stiftung das Referat Migration & Diversity leitend – für sprachliche Bereinigungen war unumstößlich. Herr Mesghena hatte als „deutscher Staatsbürger“ die Verwendung des „Negerlein“-Wortes für ausgrenzend gehalten und war damit auf offene Ohren des Thienemann-Verlegers Klaus Willberg gestoßen, der selbst eine dunkelhäutige Adoptivtochter hat.

Otfried-Preussler-Krabat

Seltsam, denn Preußler hatte sich zeitlebens gegen derartige Eingriffe in sein Werk gewehrt, vehement! Nun hieß es, „die Familie“ habe den Änderungswünschen zugestimmt. Wir können nicht wissen, wie Otfried Preußler selbst dazu stand, ob und wie ihn die mit harten Bandagen geführte Debatte über seine Bücher bewegte. Er lebte zuletzt in einem Altersheim in seiner zweiten Heimat Oberbayern; seine Geschäfte führte seine Tochter Susanne Preußler-Bitsch.

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Geboren wurde Otfried Preußler am 20. Oktober 1923 im nordböhmischen Reichenberg. Seine Eltern waren beide Lehrer, der Vater zudem Heimatforscher. Nach Kriegsteilnahme und fünfjähriger sowjetischer Gefangenschaft heiratete er seine Annelies, bekam mit ihr drei Töchter, ging in den Schuldienst und arbeitete nebenbei für den Kinderrundfunk. Sein erstes Kinderbuch, „Der kleine Wassermann“ erschien 1956. Seine 32 Bücher wurden in 55 Sprachen übersetzt und erschienen bislang in einer Gesamtauflage von mehr als 50 Millionen. Allein „Der Räuber Hotzenplotz“ wird noch heute jährlich rund 60.000mal verkauft.

Raeuber Hotzenplotz wird 50

Im Mai 1999 hatte Preußler der JUNGEN FREIHEIT ein umfängliches Interview gegeben, das die Humanität und zugleich die Widerborstigkeit des begnadeten Geschichtenerzählers vortrefflich aufzeigte. Er, Preußler, sei früh erwachsen geworden, habe „mit knapp einundzwanzig eine Kompanie im Feld geführt.“ Der kleine Junge, der er einmal gewesen ist, schaue ihm aber „beim Schreiben immer über die Schulter“, er habe „sehr gute Verbindungen“ zu seiner Kinderzeit: „Das mag auch daran liegen, daß man uns aus unserer deutsch-böhmischen Heimat vertrieben hat und ich mich schreibend dorthin zurück erinnere.“ Die Vertreibung der Deutschen, für Preußler „ein himmelschreiendes Unrecht“!

-otfried preussler - Das-kleine-Gespenst

Preußler war keineswegs immer beliebt, er beklagte einmal, „Opfer der politischen Meinungsführer nach ’68“ gewesen zu sein. Im Anschluß an 1968 geißelte die Kulturelite die „Verpreußlerung der Kinder“, die preußlersche „Kindertümelei“, die – siehe Hotzenplotz – „Kriminalität nicht als gesellschaftspolitisches Problem“ behandle. Christine Nöstlinger beschrieb erst jüngst die Zornausbrüche des Schriftstellers, wenn ihm die auf Autorentreffen vorherrschende Gesinnung als „allzu links“ erschien.

otfried preussler - winterzeit_tief_verschneit

„Man darf nicht meinen“, sagte Preußler 1999 der JF-Interviewerin Irmhild Boßdorf, „daß man Kinderbücher mit der linken Hand schreiben kann. Ein Kinderbuchautor muß mit Leib und Seele dabei sein, Lebenskraft darangeben. Das kann eigentlich nur jemand, der bedächtig schreibt. Ich bin glücklicherweise nicht gezwungen gewesen, viel zu produzieren, weil ich meinen Beruf als Schulmeister hatte. Da konnte ich es mir leisten, auch einmal gegen den Trend zu schreiben.“ Er gehöre „zu den wenigen, die nach ’68 diese ‘Kindsein ist mies’-Welle nicht mitgemacht haben.“ Es gäbe eine „‘Bitterkitsch’-Literatur, wo den Kindern zugemutet wird, die Probleme der Erwachsenen zu lösen, indem man diese auf sie überwälzt, ob das Ehekrisen sind oder die Frage des Atomkriegs. Ich halte es schlicht für infam, Kinder mit Problemen zu konfrontieren, die man als Erwachsener selbst nicht lösen kann.“

otfried preussler -Der-Engel-mit-der-Pudelmuetze--

Mit einer „rechtschaffenen Erziehung“ und der „Vermittlung grundlegender Tugenden“ – zuvörderst der „Herzensbildung“ – gäbe man Kindern mehr für die Zukunft mit als durch „die literarische Konfrontation mit gesellschaftspolitischen Schreckensszenarien“.

Preußlers Geschichten spielen großteils in heilen Welten, in Idyllen, ihre Poesie ist fröhlich, aber nicht bruchlos, es sind kleine Entwicklungsromane. Ihren Protagonisten stehen Mentoren zur Seite – der Rabe Abraxas als Stimme der Vernunft, der Karpfen Cyprinus, der weltweise Uhu Schuhu –, die den kindlichen Rebellen auf den rechten Pfad helfen. Daß Preußlers so grandioses wie unheilvolles (und beeindruckend verfilmtes) Jugendbuch „Krabat“ eine Parabel „auf Hitler“ sein soll, hat man ihm stets in den Mund legen wollen. Der Autor hingegen schrieb nicht als Volkserzieher, folgerichtig war ihm nie an Vermarktungsstrategien gelegen. Es gibt keine Hotzenplotz-Basecaps und keine Kleine-Hexen-Schlüpfer.

otfried preussler preussler-o-mein-ruebezahl-buch

Durch die weltanschauliche Brille betrachtet, saß Preußler zwischen den Stühlen. Als Schriftsteller fungierte er gleichsam als „konservativer Revolutionär“. Die Kinderbuchforschung goutiert, daß Preußler mit seinen phantastischen Büchern (der Doppelsinn trifft zu!) Bereiche eröffnet habe, die zum damaligen Zeitpunkt nicht als „kindheitskompatibel“ galten. Außerhalb der streng normierten Märchen- und Sagenwelt hatte es vorher weder Wasserwesen noch geläuterte Räuber gegeben, von einer sympathischen Hexe ganz zu schweigen.

So wird gerade „Die kleine Hexe“ (die ja erfolgreich an der Macht der verbohrten Vorgängergenerationen rüttelt!) aufgrund ihrer „radikal antiautoritären Entmachtungsphantasie“ gelobt. Vor zwanzig Jahren hatte es tatsächlich einen kleinen Skandal um Preußlers Hexe gegeben: Katholische Kreise in Franken hatten damals gefordert, das Buch aus der Kindergartenbibliothek zu entfernen. Lehrer und Pfarrer wetterten gegen die Darstellung einer Hexe als Identifikationsfigur.

Otfried-Preussler 2-

Von dergleichen Anfechtungen hat sich Preußler nicht beirren lassen. Im Jahr 2000 erhielt er für sein Lebenswerk den Konrad-Adenauer-Preis für Literatur der CDU-nahen Deutschland-Stiftung – zugleich mit dem Berliner Historiker und Geschichtsphilosophen Ernst Nolte, der mit dem Preis für Wissenschaft ausgezeichnet wurde. Fotos zeigen beide einträchtig nebeneinander, jeweils im Buch des anderen lesend.

Preußlers Titel verkaufen sich bis heute blendend, ihr Erfolg wird die saisonal angesagten, modisch gehorsamen Hits-für-Kinder überdauern.

Otfried Preußer ist tot, seine Bücher leben hoch!

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nachzulesen bei JF 10-2013

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Neue Folge unter “Historische Bilder” – Preussensieg…1745: Grenadiergarde greift an

Posted by deutschelobby - 08/02/2013


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unter

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https://deutschelobby.com/deutschland-deutsches-reich/historische-bilder/

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neues Menü-Thema: Kriegsmalerei

Posted by deutschelobby - 20/01/2013


Pinsel und Granaten – Haus der Deutschen Kunst

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voller Artikel unter

https://deutschelobby.com/deutschland-deutsches-reich/kriegsmalerei/

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Die Führung des Dritten Reiches verstand den Zweiten
Weltkrieg nicht zuletzt auch als Auseinandersetzung
um die Rettung der deutschen Kultur vor dem
Anspruch des russischen Bolschewismus. Kunstschaffen
und Fronteinsatz waren unter diesem Gesichtspunkt zwei
Seiten ein und derselben Medaille.
Die zirka 200 an allen Frontabschnitten den kämpfenden
Truppen zugeteilten Künstler sollten dort den Erlebniseindruck
des Krieges nicht mehr nur als Beobachter
und aus einer gewissen Distanz, sondern unmittelbar aus
ihrer eigenen soldatischen Erfahrung künstlerisch verarbeiten.
Die hieraus entstandenen Kunstwerke wurden dabei
nicht lediglich als persönliche Dokumente des einzelnen
Künstlers, sondern als künstlerischer Ausdruck einer
Erfahrung, die die ganze Nation betraf, gewertet. Die
herrschende Kunstauffassung sah in Kriegsbildern eine

Bestätigung dafür, daß der wahre Künstler durch das praxisnahe,
eigene starke Erleben reife und nicht etwa durch
den Schul betrieb einer Kunstakademie.

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Kriegsmalerei Bild Krieg

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Richard-Wagner-Jubiläumsjahr

Posted by deutschelobby - 15/01/2013


AUDIO

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Tapfer, deutsch, weise!

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Richard Wagner

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Richard Wagner (1813–1883)

war Musiker, Philosoph, Dichter,

Rebell und Kulturpolitiker

und hat sich in keiner dieser Stellungen

länger verschanzt gehalten. Viel ist vom

defekten Charakter eines begnadeten

Künstlers die Rede. Dabei hatte er gar

keinen Charakter. Solche Mätzchen hat

er sich abgewöhnt, wie ein Fakir, und

damit ein Grundproblem der abendländischen

Kunstmisere an sich erfolgreich

therapiert.

Anders als Goethe, den seine Weltschau

en gros und en detail zuletzt jeder

Menschelei enthob, ist es bei Wagner

das Schaupielergeblüt, die professionelle

Unaufrichtigkeit und Verstellungskunst,

die ihn zur Entwerdung seiner

selbst im Heiligtum der Kunst geleitete.

Er ist nicht spätromantisch, sondern die

erfolgreiche und folgenreiche Überwindung

einer regressiven Romantik.

Seine Kulturrevolution ist

noch nicht abgeschlossen

Wagner beginnt ja nicht bei Wagner.

Die rauschende Krone seines Werkes

wurzelt tief und fein verzweigt. Über

Gluck, Mozart, Beethoven und Weber

äußert er sich apologetisch. Er begründet

eine Sakralkunst und Kunstsakralisierung,

die noch, oder gerade heute,

nachvollziehbar ist. Ein allesverzehrender

Feuerball ist mit seiner dramatischen

Musik, seinem musikalischen Drama

aufgestiegen. Musik und Theater stehen

fortan im glühenden Schatten dieses

glasklaren Wahnsinns. Richard Wagner

ist Ressentiment, Heroismus, Raffinesse,

Naivität und Durchtriebenheit. Er ist listenreicher

Odysseus, weiser Nestor und

tollkühner Ajax in einer Person.

Die technische Seite der Wagnerschen

Kunstausübung ist bedeutungsvoll. Er

hat Orchester und Sänger so ertüchtigt,

daß diese Stimme die Eisenbahnen,

Flugzeuge, das Kino, selbst Atomwaffen,

Bombenterror und Vernichtungslager

übertönt. Alle propagandistischen Vereinnahmungen

und Zurückweisungen

würden zersplittern an der heroischen

Humanität von Wagners Werk, sofern

sich diesem unverstellt begegnen ließe.

Wenn sich eine Katharsis wieder auf

der Bühne ereignet, würde damit unzweifelhaft

dem wirklichen Terror die

Spitze gebrochen werden – oder andersherum.

Im zweiten Fall bliebe „Das

Kunstwerk der Zukunft“ (1849) eine

unerfüllte messianische Verheißung und

das Theater weiterhin eine öffentliche

Verziehungsanstalt.

Wagners permanente Kulturrevolution

ist noch lange nicht abgeschlossen.

Zum Verhältnis, das die Theaterleute

zu diesem Vermächtnis pflegen, könnte

man sagen: Was sich neckt, das liebt sich.

Wagner wird verdreht und verwüstet,

aber verzichten kann und will man nicht

auf dieses schärfste Mittel der Bühnenverzauberung.

Zwischen die tragenden

Säulen moderner Kakophonie und barockem

Gefistel schieben sich in diesem

Jubiläumsjahr Wagners Werke gewaltig

auf die deutschen Bühnen.

Da aber die Einsichten gefürchtet

werden, die das dramatische Genie nahelegt,

wenn sich sein Zauberreich lükkenlos

über das Publikum senkt, ist eine

Kreativindustrie damit beschäftigt, die

Wirkung zu brechen. Man ist bestrebt,

die negative Absicht der Deformation

zu verschleiern. Also wird das Stück

nur geistreich perforiert. Der frivole

Zuschauer soll es knicken. Man kann

zwischen vergewaltigten oder verdrehten

Inszenierungen wählen.

Doch zu den Richard-Wagner-Tagen

in Wels finden seit 24 Jahren sogar

die Regieanweisungen Wagners Berücksichtigung.

Aber die Kapazitäten

dieses Privatfestivals sind bemessen. In

Chemnitz machte im ersten Jahrzehnt

des neuen Jahrtausends ein „Ring“-Zyklus

von sich reden, der ernst genommen

werden wollte. Mannheim offeriert

als Karfreitags-Zauber „Parsifal“ in der

unveränderten Inszenierung von 1957.

Die aktuelle Berliner Inszenierung präpariert,

freiwillig oder nicht, einige bemerkenswerte

Details heraus.

Hilfe kommt von anderswo. Das renommierte

Opernfestival Glyndebourne

bei Brighton brachte im vergangenen

Jahr zum ersten Mal „Die Meistersinger

von Nürnberg“ auf die Bühne. In

Paris wird im Juni seit sechzig Jahren

wieder einmal ein kompletter „Ring“

aufgeführt. Die Oper Erfurt preßt die

vier Abende des „Rings“ in einen und

läßt dazu Puppen tanzen.

„Parsifal“ am

Völkerschlachtdenkmal

Der Internationale Richard-Wagner-

Verband geht auf den 1871 in Mannheim

gegründeten Wagner-Verein zurück.

Eine Neujahrsgala hat das Festjahr

zum 200. Geburtstag des Patrons im

Nationaltheater Mannheim eröffnet. Im

Mai wird in der Geburtsstadt Leipzig ein

Kongreß stattfinden. Entsprechend der

zeitlichen Übereinstimmung wird am

Völkerschlachtdenkmal Leipzig dessen

Anlaß und Einweihung mit Ausschnitten

aus „Parsifal“ gedacht. Zum ersten

Mal außerhalb Bayreuths erklang 1913

dort diese Musik in der Öffentlichkeit.

Mit der Wiederholung wird zugleich das

Wave-Gotik-Treffen (17. bis 20. Mai)

eröffnet.

Die fruchtbarste Periode seines Schaffens

verbrachte Wagner als Kapellmeister

in Dresden. In böhmischen Bädern

entstand der Textentwurf zu „Der Ring

des Nibelungen“, und während einer

dreimonatigen Sommerfrische im Dorf

Graupa am Eingang zur Sächsischen

Schweiz skizzierte er die Musik zum

„Lohengrin“. Das wird am 13. Januar

auch die erste Wagner-Oper sein, die

Christian Thielemann in Dresden dirigiert.

Im Liebethaler Grund bei Graupa

befindet sich das größte Wagner-Denkmal

überhaupt. Dessen Zustand und die

verwilderte Umgebung sind symptomatisch

für die zeitgenössische Stellung von

Richard Wagners Vermächtnis.

Wagners Sterbehaus in Venedig ist die

kommunale Spielhölle des ersterbenden

Venedig. Bayreuth wurde künstlerisch

so kastriert, daß die DGB-Bonzen und

BRD-Funktionäre dort ohne anzustoßen

paradieren können. Das Museum

im Haus Wahnfried ist wegen Umbau

geschlossen. Damit befindet sich die

größte authentische Wagner-Sammlung

in der Reuter-Wagner-Villa in Eisenach.

Und die sächsische Kleinstadt Pirna beweist

Mut und Unternehmungsgeist mit

der Neueröffnung eines Richard-Wagner-

Museums im Jagdschloß Graupa

am 13. Januar.

————————————————

nachzulesen bei 03-2013 Junge Freiheit

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Friedrich der Große – Wegbereiter des modernen Rechtsstaats

Posted by deutschelobby - 06/11/2012


Friedrich II. beobachtet die Urbarmachung sumpfiger Ländereien, kolorierter Holzstich nach dem Gemälde von C. Koch, um 1890: Mit Paragraphen, die festlegten, daß „auch Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Oberhaupt
des Staates und seinen Untertanen bey den ordentlichen Gerichten entschieden werden sollen“, wird die völlig veränderte Staatsidee des aufgeklärten Herrschers dokumentiert

Gleichheit aller staatlichen Glieder vor dem Gesetz: Friedrich der Große und das „Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten“

JOST BAUCH

Das „Friedrichjahr“ anläßlich
des dreihundertsten Geburtstags
von Friedrich dem
Großen, der am 24. Januar
1712 in Berlin geboren wurde, neigt sich
dem Ende zu. Entsprechend groß war
die Zahl der Würdigungen und Veröffentlichungen,
die aber zumeist nur
einen Teilausschnitt der Wirkungsgeschichte
dieser komplexen Persönlichkeit
wiedergeben. Im Fokus steht der
„Alte Fritz“ als Kriegsherr, seine innenpolitischen
Leistungen werden zumeist
nur beiläufig erwähnt.
Dabei sind seine innenpolitischen
Reformen für den preußischen Staat
genauso beachtens- und bewundernwert
wie seine militärischen Erfolge. So
wurde in seiner Regierungszeit das „Allgemeine
Landrecht für die Preußischen
Staaten“ erarbeitet, ein Gesetzeswerk,
das im Übergang vom altständischen
Patrimonialstaat zum institutionellen
Flächenstaat die Grundlagen für eine
rechtsstaatliche Entwicklung in Preußen
legte. Zwar setzten die Bemühungen
um eine Gesamtkodifikation für
die Preußischen Staaten bereits unter
Friedrich Wilhelm I. im Jahre 1714 ein,
doch erst unter Friedrich II. setzten ab
1746 neue Anstrengungen ein, um ein
juristisches Gesamtwerk zu schaffen.
Friedrich forderte ein „deutsches allgemeines
Landrecht, welches sich bloß
auf die Vernunft und Landesverfassungen

gründet“ und beauftragte den Chef
der Justiz Samuel Freiherr von Cocceji
mit dem Projekt des „Corporis Juris
Fridericiani“, das dann von den Reformern
Johann Heinrich Casimir Graf
von Carmer und Carl Gottlieb Svarez
weitergeführt wurde. Die Arbeiten zogen
sich hin, so daß Friedrich die Vollendung
des Werkes nicht mehr erleben
konnte. Das „Allgemeine Landrecht für
die Preußischen Staaten (ALR)“ trat unter
Friedrich Wilhelm II. am 1. Juni
1794 in Kraft. Die Arbeiten am Landrecht
dauerten lange, weil immer wieder
Kompromisse mit dem Adel und
der „altständischen societas“ gesucht
werden mußten. Für ein Gesetzeswerk
ungewöhnlich, hatte das Landrecht
einen erzieherischen und edukativen
Charakter, geradezu dialektisch sollte es
die alte Ordnung teilweise anerkennen,
um diese dann aber sukzessive so zu
verändern, daß der Weg für die Schaffung
eines modernen Staates und einer
Staatsunmittelbarkeit der Untertanen
frei wurde.
Es gab keine dem König
zufallende Staatsräson
Um „das Revolutionäre“ des Landrechts
verstehen zu können, muß man
wissen, daß die frühabsolutistische Gesellschaftsordnung
noch ganz auf die
persönliche Lehnsordung zwischen Vasall
und Lehnsherr ausgerichtet war.
Wie Hagen Schulze schreibt: „Nicht
Staaten auf territorialer Basis kannte das
mittelalterliche Europa, sondern Personenverbände

auf der Grundlage des
persönlichen Lehnseids.“ Diese patrimonialgesellschaftliche
Ordnung sollte
durch das Landrecht in eine institutionelle
staatliche und gesellschaftliche
Ordnung transformiert werden. Man
fing an, den Staat als Anstalt zu begreifen,
der unabhängig von persönlichen
Lehnsbeziehungen dauerhaft existiert.
Dieses alte Lehnsrecht bedingte, daß
die Gesellschaft ständisch durchgliedert
war und die preußische Gesellschaft als
Aneinanderreihung von relativ unabhängigen
adligen eingesessenen Gutsherrschaften
anzusehen war. Die erbuntertänigen
Bauern waren so primär
Untertanen des jeweiligen lokalen Gutsherren,
der über seine eigene Patrimonialgerichtsbarkeit
und herrschaftliche
Unabhängigkeit verfügte und nur locker
mit anderen Gutstellen über die provinzielle
Ständeversammlung verbunden
war. Durch das „Indigenatsrecht“ war
sichergestellt, daß alle Ämter und Positionen
der ständischen Repräsentation
durch Landeseingeborene zu besetzen
waren. Preußen war also zu diesem Zeitpunkt
ein Flickenteppich von relativ autonomen
Provinzen und gutsherrlichen
Kleinstherrschaften.
Der König war in dieser Konstellation
nichts weiter als ein großer Grundbesitzer
unter anderen Gutsbesitzern,
darüber hinaus gab es keine dem König
zufallende Staatsräson, er hatte kaum
ein Durchgriffsrecht auf die Untertanen.
Das Landrecht verfolgte nun die
Intention, diesen traditionsgeleiteten
Ständestaat langsam, aber kontinuierlich

in einen rationalistisch organisierten
absolutistischen Flächenstaat umzubauen.
Wie Reinhart Koselleck betonte,
galt es zunächst eine „Staatsunmittelbarkeit“
der Untertanen zu schaffen,
der Staat, nicht der lokale eingesessene
Gutsherr sollte den primären Zugriff auf
den Untertan erhalten. Dies erreichte
das Landrecht, „indem es die Eigenständigkeit
der Stände in staatlichen
Auftragsdienst verwandelte“.
Der Adel behielt zwar seine privilegierte
Stellung, dieser aber wurde „funktionalisiert“,
er hatte besondere Rechte,
nur weil er die Würde des Staates repräsentierte
und der Staat hatte Priorität:
„Die Pflichten der Unterthanen gegen
ihre Herrschaft müssen jedoch den
Pflichten gegen den Staat, wenn beyde
nicht zusammen bestehen können, weichen“
(ALR, Paragraph 136). Als Folge
der Staatsunmittelbarkeit mischte sich
das Landrecht sogleich in die Beziehung
zwischen eingesessenem Adel und den
erbuntertänigen Untertanen ein. Immerhin
in 16 Paragraphen regelte es die
Pflichten der Herrschaft, wozu gehörte,
dem Gesinde Nahrung bis zur Sättigung
zu reichen und es im Krankheitsfall zu
versorgen, Zeit für den Gottesdienstbesuch
zu gewähren und ihm nicht mehr
Dienste zuzumuten, als mit seiner Gesundheit
verträglich war.
Gesinde und bäuerliche Untertanen
waren nach Auffassung des Landrechts
keine Leibeigenen oder persönliche
Sklaven des Gutsherren. Der „Preußische
Sekretär“, eine kommentierende
Schrift zum Landrecht, differenziert

zwischen „Leibeigenschaft“ und „Erbuntertänigkeit“.
Die Erbuntertänigkeit
sei durch das Landrecht fixiert worden,
die Dienstpflicht beziehe sich qua Landrecht
nicht mehr auf den Leib des Gutsherren,
sondern auf das Gut. Der Bauer
sei verpflichtet, jene Dienste zu verrichten,
die zum Erhalt des Gutes notwendig
seien, darüber hinaus bestehe keine
auf die Person des Gutsherren zentrierte
Dienstpflicht.
Der Staat wird zur
„juristischen Person“
Den Staat als Anstalt zu begreifen,
heißt, auch die Rolle des Königs, als
Staatsoberhaupt neu zu definieren. Das
Landrecht spricht nicht vom König sondern
vom „Oberhaupt im Staat“. Hier
kündigt sich eine Staatsauffassung an,
die zwischen dem König als fleischlicher
Person und dem Amt unterscheidet.
Der Staat wurde unabhängig von
seinen Repräsentanten zu einer „juristischen
Person“. Friedrich der Große
hat die Vorstellung des Staates als einer
juristischen Person vorangebracht, als er
die staatlichen Domänen nicht mehr als
privaten Fideikomiß des Hauses Hohenzollern
auffaßte, sondern unmittelbar
als Staatsgüter.
Friedrich verstand sich als Repräsentant
des Staates, niemals als Staat
selbst, wie etwa Ludwig XIV. (L’ etat,
c’est moi). Und so bekommt das Landrecht
einen „metakonstitutionellen Charakter“,
indem es auch das Oberhaupt
des Staates an die Rechtsordnung bindet

und die Willkür seiner Machtsprüche
einschränkt, denn „auch Rechtsstreitigkeiten
zwischen dem Oberhaupt des
Staates und seinen Untertanen sollen
bey den ordentlichen Gerichten (…)
entschieden werden“ (ALR, Paragraph
80). So stellt Richard Dietrich in seiner
„Kleinen Geschichte Preußens“
fest, daß das Landrecht die bürgerliche
Rechtsgleichheit aller Glieder des
„einheitlichen Untertanenverbandes“
brachte, aber nicht die sozialen Schranken
zwischen den einzelnen Ständen
aufhob. Auch hier zeigt sich der Kompromißcharakter
des Landrechts, denn
der Versuch, eine Staatsunmittelbarkeit
der Untertanen zu initiieren, konnte nur
bis in den genuin politischen und rechtlichen
Bereich vordringen, die soziale
Differenzierung blieb nolens volens der
alten ständischen Ordnung überlassen.
Gleichwohl muß betont werden, daß
mit dem Landrecht rechtsstaatliche Elemente
Eingang in die Staatsauffassung
gefunden haben. Die rationale Staatsidee
der Aufklärung mit ihren vertragstheoretischen
Komponenten, die
Ausrichtung der Staatszwecke auf das
Glück der Untertanen, die Auffassung
vom Staat als juristischer Person und
die Unabhängigkeit der Justiz waren
allesamt Bestandteil des Landrechts.
Mit dem Landrecht wurde in Preußen
und Deutschland die Idee des Rechtsstaates
in politische Praxis umgesetzt.
Der „Alte Fritz“ hat somit nicht nur die
politische Landkarte in Europa verändert,
er war auch Wegbereiter der modernen
Rechts- und Staatsauffassung

———————————

aus Junge Freiheit 45-2012

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Christsozialen deutlich vor einem möglichen Bündnis aus SPD, Grünen und Freien Wählern.

Posted by deutschelobby - 14/10/2012


Jawohl, Gott sei Dank!!!

Bayern wehren deutlich Linkstrend ab!!!

CSU im rasanten Aufwind. Einschließlich der Stimmen für Republikaner und weiterer

rechts-konservativer Parteien, liegen die Rechten deutlich über 50 Prozent und benötigen diese Freie-Dämliche-Partei, FDP, nicht mehr.

—————–

CSU kann mit Wahlsieg rechnen

Mehr als vier Jahrzehnte regierte die CSU in Bayern allein. Seit 2008 ist sie auf die FDP als Koalitionspartner angewiesen. Nach der kommenden Landtagswahl könnte wieder alles beim alten sein: Ein Umfrage sieht die Christsozialen deutlich vor einem möglichen Bündnis aus SPD, Grünen und Freien Wählern.

Knapp ein Jahr vor der Landtagswahl in Bayern führt die CSU einer Umfrage zufolge mit deutlichem Abstand und hat beste Aussichten, das Land wieder alleine regieren zu können. Nach der Emnid-Umfrage für das Magazin „Focus“ kommt die Partei von Ministerpräsident Horst Seehofer derzeit auf 48 Prozent. Damit wäre sie mit großem Abstand stärkste Partei und hätte auch deutlich mehr Stimmen als ein mögliches Bündnis aus SPD, Grünen und Freien Wählern mit derzeit zusammen 39 Prozent.

Horst Seehofer, (former) German Federal Minist...

Horst Seehofer

Wie die Partei liegt auch Ministerpräsident Seehofer im Vergleich mit seinem SPD-Herausforderer Christian Ude klar vorn. Könnte er direkt gewählt werden, würden sich demnach 51 Prozent der Bayern für Seehofer entscheiden. Dem Münchner Oberbürgermeister Ude würden 35 Prozent ihre Stimme geben. Vor einem Jahr lagen Seehofer und Ude in einer Emnid-Umfrage dem „Focus“ zufolge jeweils 39 Prozent noch gleichauf.

http://www.n-tv.de/politik/CSU-kann-mit-Wahlsieg-rechnen-article7466161.html

————————-

Zwar würden wir eine wesentlich stärker nach rechts orientierte CSU benötigen, wie weiland unter Franz-Josef.

Auch wäre eine Mit-Regierung der Republikaner

The Republicans (Germany)

wünschenswert, um eben dieses o.g. Manko auszugleichen.

Doch bleibt am Ende immer noch die CSU als die Einzige unter den Regierungsparteien, die im Querschnitt gesehen, am Konservativsten ist und somit im Akzeptablen Bereich liegt.

Je stärker die CSU, um so stärker auch die CSU-Vertreter in Berlin und diesem verdreckten Brüssel.

Bayern, die letzte Rettung aller Werte- Kultur- Brauchtum liebenden Menschen.

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Arthur Schopenhauer…………

Posted by deutschelobby - 22/09/2012


150th day of birth of Arthur Schopenhauer (178...

Zitat: Arthur Schopenhauer über Islam:

Man betrachte z.B. den Koran. Dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfnis zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Übersetzungen verloren gehen; aber ich habe keinen einzigen wertvollen Gedanken darin entdecken können.”

Arthur Schopenhauer – unter Freunden auch mal „Schopi“ genannt – war ein Philosoph von echtem Schrot und Korn. Er vertrat als einer der Ersten die Meinung, dass die Welt irrational ist. Neudeutsch würde man sagen: Die Welt ist völlig bescheuert und das ist kein Zufall sondern Methode…

Datei:Schopenhauer.jpg

Da ja nun schon unser Bundesbankpräsident anfängt Faust und Goethe zu zitieren (jajajaja, Goethe geht in deutschen Bürgerkreisen immer, absolut immer), was wir im Übrigen großartig finden, schließlich beziehen wir uns selbst laufend und mit großer Begeisterung auf die Zeit der Aufklärung, des Abwerfens und Zertretens von Diktatoren, wollten wir einmal ein wenig bei Schopi nachschauen, der uns irgendwie sympathischer daherkommt, als der superglattgebügelte heilige Johann W. von Goethe: Was hätte Schopi wohl zur heutigen Situation zu sagen? Nun, die folgenden Zitate erscheinen uns doch recht informativ…

“Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man.”

Eindeutig Mario „Ponzinoccio“ Draghi und die Drückerbande von der EZB.

“Alle Formen nimmt die Geistlosigkeit an, um sich dahinter zu verstecken: sie verhüllt sich in Schwulst, in Bombast, in den Ton der Überlegenheit und Vornehmigkeit und in hundert anderen Formen.”

Passt auf alle Euro-Fanatiker von Merkel bis Barolo… 

“Wer sich die Teufel mit Hörnern und die Narren mit Schellen vorstellt, wird stets ihre Beute.”

Da fallen uns die Bankster, EZB-Rat und ESM-Gouverneure ein!

“Die Perfektion der Mittel und die Verwirrung der Ziele – das scheint unsere Zeit zu charakterisieren.”

Laufend zu beobachten seit mindestens 2,5 Jahren, skrupellos, charakterlos.

“Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, daß man ihm ein Darlehen abschlägt, aber sehr leicht dadurch, daß man es ihm gibt.”

Großartig! Siehe Griechenland! Siehe alle die anderen Länder, denen wir angeblich “helfen” (helfen, sich selbst zu erschießen).

“Viele verlieren den Verstand deshalb nicht, weil sie keinen haben.”

Da denken wir an die versammelte “Opposition” – auch Linksflügel der großen Blockpartei genannt.

Aber am wichtigsten:

“Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen.”

Das richtet sich an uns. Wir spielen. Wir müssen nur einfach die Karten aufnehmen. Und dann rechnen wir einfach mit der ganzen Bande ab.

Biografie und Werke

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=arthur%20schopenhauer&source=web&cd=8&cad=rja&ved=0CEUQFjAH&url=http%3A%2F%2Fwww.arthur-schopenhauer-studienkreis.de%2F&ei=TuFcUIy8DojNsgbzzYHwCA&usg=AFQjCNEcMcrRwOE7phHJ-Vy8k3UBDmkbXA

Zitate

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=arthur%20schopenhauer&source=web&cd=9&cad=rja&ved=0CEsQFjAI&url=http%3A%2F%2Fzitate.net%2Farthur%2520schopenhauer.html&ei=TuFcUIy8DojNsgbzzYHwCA&usg=AFQjCNE4RSvDLOXWYesAn2nEFLYgKDMyXA

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Kultur – deutsch – Richard Wagner der Urdeutsche – 3

Posted by deutschelobby - 04/09/2012


Teil 1    https://deutschelobby.com/2012/08/21/kultur-deutsch-richard-wagner-der-urdeutsche/

Teil 2   https://deutschelobby.com/2012/08/21/kultur-deutsch-richard-wagner-der-urdeutsche-2/

Eine neue Welt entsteht
Richard Wagner, JF-Serie Teil III (Schluß): Moderner Staat,

Pessimismus und die Wiederkehr der
politischen Utopie / „Meistersinger“ sowie „Tristan und Isolde“ als zwei Seiten einer Münze

 hören statt lesen

THOMAS BARGATZKY

Die Vorarbeiten zum „Ring“ reichen
in den Spätsommer des
Jahres 1848 zurück. Am 4. Oktober
des Jahres legte Wagner den Entwurf
zu „Die Nibelungensage (Mythos)“
vor; aber bereits am 28. April 1848 hatte
er die Partitur zum „Lohengrin“ beendet.
Eine gedankliche Nähe zum Drachenkampf-
Motiv des „Ring“-Zyklus
ist also schon rein chronologisch plausibel;
durch die Analyse des Verhältnisses
Ortrud-Lohengrin im Lichte der vergleichenden
Mythenforschung wird sie zur
Gewißheit. Nach dem Sieg des Helden
über ein oft auch weibliches drachenartiges
Urzeit-Wesen entsteht nämlich
etwas Neues: die gegenwärtige Weltordnung.
So auch in „Lohengrin“: Der Tod
Ortruds, der Vertreterin der archaischen
Ordnung der vorchristlichen Götter,
läutet das Heraufkommen einer neuen
Staats- und Gesellschaftsordnung ein.
Lohengrins Sieg begründet eine neue,
nicht-archaische Ordnung. Anders als
im Mythos, in dem alles dem Gesetz der
Wiederkehr unterliegt, muß Lohengrin
für immer in die Welt des Grals zurückkehren.
Anders auch als im Mythos, in
dem das Sakrale innerweltlich wirksam
ist, bleibt das Numinose – der Gral –
von nun an außerweltlich, jenseitig: „In
fernem Land, unnahbar euren Schritten“
(„Lohengrin“ III, 3).
Die neue Welt, die der Sieger im Drachenkampf
hinterläßt, ist die Welt des
modernen, säkularisierten Staates ohne
Wunder und Mythos, in der Religion
Privatsache ist. Das Numinose kann
in dieser Welt nur noch sakramental,
durch die Vermittlung wirksam werden,
beispielsweise durch Ring, Horn
und Schwert, die Lohengrin dem Gottfried
schenkt, dem Herzog von Brabant.
Die Menschen bleiben unter sich, kein
Gralsritter kommt ihnen mehr zu Hilfe.
Die letzten Worte in „Lohengrin“ sind
daher „Ach“ und „Weh“, denn die neue
Welt der Moderne bietet keine unhinterfragte
Gewißheit einer Erlösung in der
göttlichen Geborgenheit mehr, die noch
Holländer und Senta miteinander teilten.
Es ist eine Welt, in der den Menschen,
als nunmehr aus den alten Gewißheiten
entlassenen „freigesetzten“ Individuen
der Kompaß abhanden kommen kann,
so wie es Tristan und Isolde widerfährt.
Der Nationalstaat
als ideelle Klammer
Tristan und Isolde – das sind Holländer
und Senta noch einmal, freilich ohne
die Tröstungen eines quasi-christlichen
Jenseits. Kaum ein Werk Wagners ist
daher moderner als „Tristan und Isolde“,
nirgendwo schafft Wagner der „Geworfenheit“
des modernen Menschen
so illusionslosen Ausdruck wie in dieser
1859 vollendeten „Handlung in drei
Aufzügen“.
Aber auch in der Geworfenheit seiner
Existenz ist das moderne Individuum
nicht alleine: Nach der Auflösung
des Lehnswesens formierten sich die
aus den alten Bindungen „freigesetzten“
Individuen neu unter kapitalistischem
Vorzeichen in Bürgertum und Arbeiterschaft

Der säkulare oder auch laizistische
Rechtsstaat trat an die Stelle der
religiös legitimierten Feudalordnung und
lieferte als Nationalstaat auf der Grundlage
einer als eigenständig wahrgenommenen
und geförderten Kultur eine neue
ideelle Klammer für die unterschiedlichen
Interessen verpflichteten Bürger,
die nicht länger Untertanen eines Souveräns
waren, sondern nunmehr selber
der Souverän sind.
Dies ist die Welt, die uns voller Optimismus
in den „Meistersingern“ entgegentritt.
Hier formiert sich das Volk als
souveräner Demos; der Adel hat keine
Legitimation zur Herrschaft mehr, es sei
denn, er schafft sie sich – zum Beispiel,
wie Stolzing, durch Leistungen in der
Kunst, der neuen identitätsstiftenden
Säkularreligion der bürgerlichen Gesellschaft.
Kirche und Religion kommen
in den „Meistersingern“ nicht vor. Das
heißt nicht, daß sie nicht mehr existierten,
aber sie sind eben Privatsache geworden,
spielen keine Rolle mehr für die
ideologische Legitimation des modernen
politischen Gemeinwesens.
Nirgendwo sonst in seinen Musikdramen
ist Wagner so demokratisch, so
republikanisch, so säkular, ja so links –
denn die Nation betritt ja als Ausdruck
der politischen Linken die Bühne der
Geschichte, was man heute in Deutschland
vergessen hat. Und wenn das Volk
am Schluß Hans Sachs „Heil!“ zuruft,
dann ist das keine vorauseilende Huldigung
an den künftigen GröFaZ, wie die
schlichteren Gemüter unter den Wagner-
Verächtern glauben, sondern es ist inmitten
all der Fahnen, Lobpreisungen und
Gesänge auf der Festwiese die säkulare
Selbstfeier des bürgerlichen Souveräns,
der sich in seinem Vertreter selber beglückwünscht.
„Meistersinger“ sowie „Tristan und
Isolde“ gehören zusammen wie die zwei
Seiten einer Münze, denn sie sind Wagners
modernste Bühnenwerke, in denen

uns das Schicksal des modernen Menschen
unverhüllt in seiner komplementären
Doppelgestalt als Vereinzelt-Einzelner
einerseits und im Kollektiv aufgefangener
citoyen andererseits präsentiert
wird. Es ist interessant, daß Wagner den
ersten Prosaentwurf der als Partitur erst
1867 vollendeten „Meistersinger“ bereits
am 16. Juli 1845 vorlegte, also ein knappes
Vierteljahr nach der Vollendung der
Partitur des „Lohengrin“. Dieses Werk
will mit seinem Optimismus so gar nicht
zum melancholischen und pessimistischen
Schluß des „Lohengrin“ passen,
wo die Heraufkunft der neuen Ordnung
mit Wehklagen begrüßt wird.
Hoffnung nach
dem Weltenbrand
Der Pessimismus des zwischen 1854
und 1859 entstandenen „Tristan“ schlägt
sich ja auch in dem gewaltigen „Ring“-
Zyklus nieder, aber er hat auf die ganze
lange Schaffenszeit von der Vollendung
des „Lohengrin“ an bis zur Vollendung
der „Götterdämmerung“ im Jahre 1874
einen Schatten geworfen. Auch Siegfried
scheitert, der moderne Mensch, der seine
Waffe ohne die Hilfe der Götter hergestellt
hat und daher frei von den vertraglichen
Bindungen ist, die deren Handlungsfreiheit
beschränken. Auch er versinkt
ja im Sumpf aus Egoismus, Habgier
und Intrigen, der Wotan das Ende herbeisehnen
läßt. In der kosmischen Katastrophe
des Weltenbrandes lösen sich
Natur und moderne Menschenwelt auf,
aber am Schluß der „Götterdämmerung“
entfaltet die Musik jenes Motiv, das zum
ersten Mal im dritten Akt der „Walküre“
zu Sieglindes Ruf „O hehrstes Wunder“
erklingt, nach Brünnhildes Verheißung
der Geburt Siegfrieds. Es bleibt Hoffnung.
Was wird folgen?
„Erlösung dem Erlöser“: Mit den letzten
Worten in „Parsifal“ wird die Moderne
entlassen, denn sie ist alt geworden

und hat sich überlebt. Milde und
versöhnlich verklingen ein Leben, ein
Werk und eine Welt. Auf die „Erlösung
in den Kommunismus“ durch das Volk
(„Das Kunstwerk der Zukunft“) folgt
die gegenseitige Erlösung von Gralsgemeinde
und Gralskönig; auf den modernen
säkularen Bürgerstaat der meistersingerlichen
Festwiese folgt, nach dem
Weltenbrand, die postmoderne Utopie
der Wiederaufrichtung des sakralen Königtums
der Gralsgemeinde.
„Staatendämmerung“ findet indessen
heute nicht mehr nur im Feuilleton
und auf der Bühne statt. Jenen, die den
modernen Staat, der überall vor dem
Scheitern steht, gar nicht erst errichtet
haben, gehört die Zukunft. Und während
Wagner in Bayreuth an der Partitur
des „Parsifal“ arbeitete, schrieb sein Pendant
Ende Februar/Anfang März 1881
in London im ersten Entwurf des Briefes
an Vera Sassulitsch, daß der Kapitalismus
sich in einer Krise befinde, „die erst mit
seiner Abschaffung, mit der Rückkehr
der modernen Gesellschaften zum ‘archaischen’
Typus des Gemeineigentums
enden wird“. Übereinstimmung in der
Tendenz und zeitliche Nähe geben der
Forschung ein weiteres Rätsel auf.
Die Rätsel begleiten uns bis zum Ende:
In Wagners Musikdramen sterben die
Helden, wenn sie ihr Werk vollbracht
haben. Richard Wagner starb am 13.
Februar 1883. Einen Monat später, am
14. März, folgte ihm Karl Marx.

++++++++++++

Prof. Dr. Thomas Bargatzky lehrte bis 2011
Ethnologie an der Universität Bayreuth. Von
ihm stammen mehrere, zum Teil auch im Ausland
erschienene Aufsätze über das Werk
Richard Wagners. Dieser Text hier beendet
seine dreiteilige Wagner-Serie in der JF.
Literatur- und Quellenverweise sind in folgendem
Beitrag des Autors zu finden: Lohengrins
Drachenkampf. Programmheft IV, Bayreuther
Festspiele 1993, S. 5-27; Nachdruck in Mythologica.
Düsseldorfer Jahrbuch für interdisziplinäre
Mythosforschung 8 (2002), S. 11-24.

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aus Junge Freiheit online Ausgabe 35-2012

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Kultur – deutsch – Richard Wagner der Urdeutsche – 2

Posted by deutschelobby - 21/08/2012


Ein uralt menschliches Gedicht

JF-Serie, Teil II: Richard Wagners Romantik und Erlösungssehnsucht / „Lohengrin“ eröffnet neue Weltsicht

hören statt lesen

Wagners Werk und Leben

sind ineinander verwobene

Variationen des Weges zum

„Kunstwerk der Zukunft“. Dieser Weg

ist nicht geradlinig, es gibt Bruche, uberraschende

Volten und Selbstinterpretationen,

in denen Leben und Theorie

in Ubereinstimmung gebracht werden

sollten. So hat Wagner oft seine fruheren

Werke auf eine Weise umgedeutet,

die erst aus einer spateren Warte heraus

plausibel war.

Dennoch liegt Leben und Werk eine

Folgerichtigkeit zugrunde, eine Logik

der Entwicklung der Person und des

Denkens des Menschen Richard Wagner,

in der nicht nur ein individuelles

Kunstlerdrama sichtbar wird, sondern

in der sich auch der historische Wandel

des Ubergangs von den geschlossenen

kollektiven Institutionen der Agrarwirtschaft

mitsamt allen daran geknupften

Rechten und Pflichten in die offene Gesellschaft

der freien Konkurrenz spiegelt.

Erst vor diesem Hintergrund ist ja Wagners

„Kommunismus“ denkbar.

In Wagners Leben, Schriften und

Musikdramen findet die Herausbildung

dieser Moderne ihren Niederschlag, wird

reflektiert und kommentiert und schafft

sich zuletzt, in „Parsifal“, die hochaktuelle

Utopie ihres eigenen postmodernen

Endes. Wagners Werk ist eine Signatur

der Gegenwart, sein Schopfer unser

Zeitgenosse.

Das Individuum nimmt im Denken

der westlichen Moderne eine Zentralstellung

ein. Nirgendwo auserhalb des

christlich gepragten Kulturkreises wird

es als Monade aufgefast, als Ebenbild

Gottes einzigartig und unersetzlich. In

der Romantik gewann die Figur des weltverlassenen

und die Welt verlassenden

Vereinzelt-Einzelnen neues Interesse,

selbstverstandlich auch als Ausdruck der

Resignation angesichts der politischen

Verhaltnisse. Insbesondere in Deutschland

feierte das von den Nachsten und

der Gemeinschaft abgeschnittene, der

Welt gleichsam abhanden gekommene

Individuum, wie es in Friedrich Ruckerts

Gedicht heist, sein melancholisches Debut

als Zentrum der Kulturschopfungen.

Mythische Weltsicht aller

Völker durch die Zeiten

Schon in „Hollander“ und „Tannhauser“

spielt Wagner die Themen Odyssee

und Erlosung durch. Der Grundzug des

Mythos vom Fliegenden Hollander, so

schreibt er in „Eine Mitteilung an meine

Freunde“ (1851), fand in Gestalt des

herumirrenden Odysseus einen fruhen

Ausdruck. So tritt uns der Vereinzelt-

Einzelne auch in der 1841 vollendeten

„romantischen Oper“ „Der Fliegende

Hollander“ entgegen. „Erlosung“ findet

der moderne Ahasver mitsamt seiner

kongenialen, ihrem gesellschaftlichen

Umfeld gleichfalls entfremdeten Partnerin

Senta in diesem Drama noch in

einem Jenseits, dessen christlicher Charakter

indessen nicht allzu deutlich ist.

Im „Tannhauser“, der 1845 vollendeten

„grosen romantischen Oper“,

kehrt der Abweichler jedoch wieder in

den Schos der Kirche und der Feudalordnung

zuruck und findet seine christlich-

himmlische Erlosung. Im Rahmen

des musikdramatischen Gesamtwerkes

erscheint „Tannhauser“ wie eine Regression,

denn bereits im folgenden

Musikdrama „Lohengrin“ ereignet sich

ein thematischer Qualitatssprung, geschieht

etwas Revolutionares. Auch dieses

1848 vollendete Werk firmiert noch

als „Romantische Oper“, aber unter den

Chiffren der Romantik verbirgt sich ein

Drama der Moderne. „Lohengrin“ offnet

den Zugang zu Gedankenwelten, denen

keine der Gestalten in Wagners folgenden

Werken mehr entkommen kann.

Das es sich bei alldem um etwas Politisches

handeln mus, last die zeitliche

Nahe von Wagners Schriften zu „Lohengrin“

erahnen, die Titel tragen wie

„Die Revolution“ oder „Der Mensch und

die bestehende Gesellschaft“, beide aus

dem Jahr 1849, wie auch die bereits im

ersten Teil dieses Aufsatzes (JF 33/12)

angefuhrten „sozialistischen“ Schriften

„Das Kunstwerk der Zukunft“ und „Das

Kunstlertum der Zukunft“.

Zunachst fuhlte sich Wagner nicht zur

Lohengrin-Sage hingezogen. Das anderte

sich aber schon bald, denn in in seiner

„Mitteilung an meine Freunde“ (1851)

schreibt er, das er im Mythos des Schwanenritters

„kein eben nur der christlichen

Anschauung entwachsenes, sondern ein

uralt menschliches Gedicht“ erkannte.

Die Kategorie „christlich-romantisch“ sei

nur eine Auserlichkeit, denn im Grunde

bringe der Mythos die Sehnsucht des

Menschen nach dem Gotte und Gottes

nach den Menschen zum Ausdruck.

Diesen Kern mythischer Weltsicht hatten

alle Volker durch die Zeiten in ihren

Mythen bewahrt.

Im Mythos von Zeus und Semele erkennt

Wagner die Grundgestalt der Lohengrin-

Erzahlung: Der Gott liebt ein

menschliches Madchen und nahert sich

ihr als Mann in menschlicher Gestalt,

aber Gott und Mensch konnen nicht

von gleich auf gleich miteinander umgehen,

der Mensch ertragt die Unmittelbarkeit

der Gottheit nicht. Als Zeus

sich der Konigstochter in seiner wahren

Gestalt zeigt, vergluht sie.

Wie jeder genuine Mythos ist auch

der Kunstmythos vieldeutig, daher kann

Shaws „sozialistische“ Erklarung des

„Ring“ erganzend und gleichberechtigt

neben Robert Doningtons psychologische

und Lynn Snooks symbolgeschichtliche

Deutungen treten. „Lohengrin“ ist

oft als Drama des modernen Kunstlers

verstanden worden. Diese Deutung ist

nicht falsch, greift aber zu kurz. „Lohengrin“

ist auch eine politische Dichtung,

ein Ausdruck der Ara zwischen

den beiden Revolutionen von 1830 und

1848. Die Anspielung auf den Sieg Konig

Heinrichs I. uber die Ungarn an der

Unstrut im Jahr 933 wurde von Wagners

Zeitgenossen als Appell zur deutschen

Einigung und zum Widerstand gegen

das Zarenreich als Hauptstutze der restaurativen

Bestrebungen der deutschen

Fursten verstanden.

Um aber die politische Aussage des

„Lohengrin“ noch besser zu verstehen,

mussen wir uns der Gestalt der Ortrud

zuwenden. Sie ist die „politische Frau“

(Hans Mayer), die machtige Gegenspielerin

des Schwanenritters. Elsa ist

fur Wagner nur der „andere Teil“ von

Lohengrin, nicht, wie Ortrud, der ihm

fern liegende, absolute Gegensatz. So

wie die Geschichte von Zeus und Semele

der Beziehung von Elsa und Lohengrin

mythische Tiefe verleiht, so

gestaltet Wagner auch das Verhaltnis

Lohengrins und Ortruds zueinander

durch ein mythisches Motiv: das Motiv

des Drachenkampfes. Es bleibt zwar in

seinen Reflexionen uber „Lohengrin“

ungenannt, im „Ring des Nibelungen“

greift er es aber ganz bewust in der Gestalt

des Fafner auf. Erst wenn man dieses

Motiv zur Deutung des „Lohengrin“

heranzieht, wird deutlich, welch neue

Weltsicht Wagner sich in diesem Musikdrama

erschliest.

Prof. Dr. Thomas Bargatzky lehrte bis 2011

Ethnologie an der Universität Bayreuth. Den

dritten und letzten Teil der Wagner-Serie lesen

Sie nächste Woche in der JF-Ausgabe 35/12

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Kultur – deutsch – Richard Wagner der Urdeutsche

Posted by deutschelobby - 21/08/2012


Erster Teil von drei

Erlösung in den Kommunismus
Richard Wagner und das Ende der Moderne: Der durch Besitzgier und Eigennutz entfremdete Mensch
schafft sich eine neue Ordnung / Das Kunstwerk der Zukunft als Lebensform / Erster Teil einer JF-Serie

hören statt lesen

THOMAS BARGATZKY

In einem Artikel vom 7. Januar 2012
unter dem Titel „Staatendämmerung“
in der FAZ behandelt Rainer
Hank die europäische Schuldenkrise
der Gegenwart. Hank spielt auf
„Götterdämmerung“ an, den vierten
und abschließenden Teil von Richard
Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“.
Schon George Bernard Shaw
hat in seinem Buch „The Perfect Wagnerite“
(1898; dt. „Ein Wagner-Brevier“)
Wagners Dramenzyklus als Kapitalismuskritik
gedeutet. Der Ring spiele
nicht in einer fernen Vergangenheit,
sondern handle von der gegenwärtigen
Krise des modernen Kapitalismus und
seinen zerstörerischen Einwirkungen auf
Staat und Gesellschaft.
Shaws Gegenwart ist auch die unsere.
Daß Hank ausgerechnet auf Wagners
„Götterdämmerung“ anspielt, das Musikdrama,
in dem sich der Weltuntergang
vollzieht, ist kein gutes Zeichen, denn
damit deutet er an, daß der Wandel, den
die moderne Staatenwelt zur Zeit erfährt,
mythisch ist, also nicht zu neuen Lösungen
führen wird. Der Mythos zeigt „den
Zusammenhang der Dinge, indem er
eine Geschichte erzählt“ (Carl Friedrich
von Weizsäcker), und die Geschichte des
Mythischen endet nie (Kurt Hübner);
mythische Geschehnisse wiederholen
sich. Jede Morgenröte ist Eos, jeder Lorbeer
ist Daphne. Alternativlosigkeit ist
das Wesen des Mythos, insofern besitzt
auch das Handeln von Deutschlands
Kanzlerin mythische Qualität. Ob das
Ergebnis davon Untergang ist oder „Erlösung“,
läßt sich derzeit aber noch nicht
vohersagen. „Erlösung“ ist jedoch bei
Wagner immer auch Untergang.
Wagners Musikdramen und seine
Schriften gehören zusammen, sie sind
gleichsam eine Doppelgestalt; sein musikdramatisches
Schaffen erschließt sich
erst vollständig durch die Lektüre seiner
Schriften. Daher sind jene im Irrtum,
die meinten, Wagner hätte lieber noch
ein weiteres Musikdrama schreiben sollen,
als sich an seine Schriften zu verschwenden.
Gerade am Begriff der „Erlösung“
wird dies deutlich, einem Schlüsselbegriff
im Werk des Bayreuther Meisters.
Die moderne Wagner-Forschung hat unseren
Blick auf Wagners Weg als lebenslangen,
unlösbaren Konflikt zwischen
seiner Existenz als moderner Künstler,
der von seinem künstlerischen Schaffen
leben muß, und der Unvereinbarkeit des
Kunstwerkes mit der durch den Markt
bedingten Warenform gerichtet.
Der Abhängigkeit
vom Markt suchte Wagner
durch den Appell an bürgerliche
und adlige Mäzene
zu entkommen. Daß er sich
buchstäblich in letzter Minute
gern vom jungen bayerischen
König retten ließ –
wer kann es ihm verdenken?
Karl Marx’ herablassende
Bemerkungen im August/
September 1876, in
einem Brief an seine Tochter
Jenny Longuet über den
„neudeutsch-preußischen
Reichsmusikanten“ (MEW 34: 193),
sind nicht nur aus diesem Grunde ungerecht,
denn ein Blick in Wagners Schriften
enthüllt Parallelen im Denken beider,
die geradezu atemberaubend sind.
Das wird am Begriff „Erlösung“ deutlich,
der sich wie ein roter Faden durch
Wagners Werk zieht

Wagners
Schriften von
1849 lassen
keinen Zweifel
daran, daß es
ihm um eine
„Erlösung in
den Kommunismus“
geht.

„Erlösung“ hat bei Wagner niemals
nur eine individuelle religiöse oder psychologische
Bedeutung. Seine Schriften
von 1849 „Das Kunstwerk der Zukunft“
und „Das Künstlertum der
Zukunft“ lassen keinen
Zweifel daran zu, daß es
ihm um eine „Erlösung in
den Kommunismus“ geht,
um die Aufhebung der Entfremdung
des Menschen als
Folge von Eigennutz und
Besitzgier durch die Schaffung
einer neuen Ordnung,
die den „Egoismus“ durch
den „Kommunismus“ überwindet.
Die Welt der „öden
Sorge für Gewinn und Besitz,
der einzigen Anordnerin
alles Weltverkehrs“
(„Vorspiel zu Lohengrin“, 1853) ist ein
unnatürlicher „Zusammenzwang Ungleichbedürftiger“;
der Staat ist aus einem
„wohltätigen Schutzvertrage aller“
zu einem „übeltätigen Schutzmittel der
Bevorrechteten“ geworden.
Im gemeinsamen „Kunstwerk der
Zukunft“ wird nicht mehr der Luxus

herrschen, die „Seele“ einer „Industrie,
die den Menschen tötet, um ihn als Maschine
zu verwenden“. In dieser neuen
Lebensform wird das Volk der große
„Wohltäter und Erlöser“ sein, „denn
im Kunstwerk werden wir Eins sein“.
Hier wird im Medium der abstrakten
Begrifflichkeit vorweggenommen, was
fast zwanzig Jahre später, in „Die Meistersinger
von Nürnberg“ wenigstens als
bürgerliche Gesellschaft Bühnenrealität
wird, nachdem das Revolutionsjahr
1848 zwar nicht den Kommunismus
brachte, aber das „Manifest der Kommunistischen
Partei“!
Tatsache ist, daß Wagners „Kommunismus“
kein „Unfall“ in der Biographie
des Meisters war, sondern daß er bis in
seine letzten Jahre ein „Kapitalismuskritiker“
blieb. Dies wird unter anderem
durch eine Tagebucheintragung Cosima
Wagners vom 25. Mai 1877 belegt.
Der Londoner Osten erinnerte Richard
Wagner an seinen „Ring des Nibelungen“:
„Der Traum Alberich’s (sic!) ist
hier erfüllt, Nibelheim, Weltherrschaft,
Tätigkeit, Arbeit, überall der Druck des
Dampfes und Nebel.“

Was wußte Wagner von Karl Marx?
Diese Frage ist berechtigt. Sein Verhältnis
zu Marx bleibt vorläufig ein Rätsel,
denn obwohl Wagner 1849 Freundschaft
mit Michail Bakunin schloß, der
zuvor in Paris Proudhon, George Sand
und Marx kennengelernt hatte, kommt
der Name Marx nirgendwo bei Wagner
vor. Und Wagners Freund, der Revolutionsbarde
Georg Herwegh, war seinerseits
eng mit Marx befreundet. „Kamen
die Gedanken Wagners über den Kommunismus
etwa doch über den Umweg
Herwegh von Marx?“ mutmaßt Martin
Gregor-Dellin in seiner großen Richard-
Wagner-Biographie (1980). Die Forschung
zu dieser Frage ist noch nicht zu
Ende. Eine Klärung wäre nicht folgenlos
für eine Deutung des Gesamtwerkes.

Prof. Dr. Thomas Bargatzky lehrte bis 2011
Ethnologie an der Universität Bayreuth.
Von ihm stammen mehrere, zum Teil auch
im Ausland erschienene Aufsätze über das
Werk Richard Wagners, darunter einer im Programmheft
IV der Bayreuther Festspiele 1993.
Den zweiten Teil lesen Sie nächste Woche in
der JF-Ausgabe 34/12.

entnommen aus Junge Freiheit online 33-2012

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