Putin und Trump verpassen Zitter-Merkel-Deutschen Super-Klatsche


Ausgabe 110: Freitag, 28. Juni 2019
Die Superklatsche von Trump und Putin für die Merkel-BRD
Die Weltführer Putin und Trump verpassen der Merkel-BRD in Osaka eine Superklatsche!

Putin und Trump verpassen Zitter-Merkel-Deutschen Super-Klatsche

Das körperliche Beben-Zittern der größten Verbrechernatur der Welt-geschichte, die von dem renommierten Menschenrechtsanwalt Wilfried Schmitz wegen „Völkermord am deutschen Volk“ angezeigt wurde, wirft offenbar seine Schatten auf das Schicksal der der sog. Angela Merkel voraus. Zweimal schon, binnen weniger Tage, bebte die „Völkermör-derin“ vor den Augen der Welt.

Die Bilder aus dem Ehrenhof des Kanzleramtes mit dem jüdischen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und vorgestern aus dem Großen Saal im Schloss Bellevue (Video) zeigen eine Gestalt, die mit letzter Kraft versucht, ihren kör-perlichen Verfall zu kaschieren. Den ersten Zitterzerfall wollte sie mit der Lüge verbergen, sie hätte zu wenig getrunken gehabt, was in den SCHLAGZEILEN widerlegt und jetzt offiziell bestätigt wurde. Im Schloss Bellevue (vollgepumpt mit Medikamenten) ließ sie sogar ein sogleich gereichtes Glas Wasser zurückgehen. Der Zitterzerfall dieser Höllengestalt kann nur die Verbrennung im eigenen Feuer symbolisieren.

Das Erscheinungsbild des Zerfalls des absolut Bösen setzte sich jetzt beim G20-Gipfel in Osaka (Japan) fort. Beim letztjährigen G20-Gipfel in Buenos Aires ließ ein Komplott der Sicherheitskräfte Merkels Airbus ausfallen, sodass sie gedemütigt in einer Linienmaschine wie der letzte Negerhäuptling angereist kam und auch so behandelt wurde. In Osaka wurde sie symbolisch beim Gruppenfoto ganz an den Rand gestellt. Bei den Gesprächen der Großen spielte sie keinerlei Rolle mehr.

US-Präsident Donald Trump verspottete sie vor den Kameras als „großartige Freundin“. Merkels Fratze nach dieser zynischen Bemerkung war fast so eindrucksvoll wie ihr Untergangs-Zitter-Beben. Aber dann musste sie auch schon Abseits stehen, denn Trump wandte sich seinem Freund, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, zu. Beide Männer scherzten und lachten, zeigten, dass sie gemeinsam den Kampf gegen die Globalisten führen und diesen Weltkrieg auch gewinnen wollen.

Der Gipfel-Ablauf zeigte diesmal überdeutlich die Arbeitsteilung zwischen Trump und Putin. Wie die beiden Führer der welt-politischen Wende den Angriff auf das humantödliche Weltsystem der Rothschildisten auf dem G20-Gipfel koordinierten. Früher war es Donald Trump, der Merkel für ihren Völkermord am deutschen Volk öffentlich als „geisteskrank“ brandmarkte („Was sie mit Deutschland gemacht hat, ist geisteskrank / „What she’s done in Germany is insane“).

Putin hingegen mischte sich niemals in die globalistische Planung zur Ausrottung der weißen Menschen ein. In Osaka übernahm nun aber Putin die Anklage gegen Merkel und ihres multikulturellen Mordsystems, während er gleichzeitig Trumps anti-migrationistische Politik lobte: „Putin nennt Merkels Migrationspolitik Kardinalfehler“, kläffte die BRD-Lügenpresse voller Hass. „Kardinalfehler“ wird als diplomatischer Code für ein Staatsverbrechen verwendet. Bereits Im Vorfeld des G20-Gipfels gab Präsident Putin der Financial Times ein Interview, in dem er klarstellte, dass das böse Weltsystem der BRD-Kranken mit ihrem multikulturellen Ausrottungssystem, unter dem Etikett „Liberalismus“, erledigt („obsolet“) ist.

Putin am 27.06.2019 in der FT: „Der Liberalismus ist überflüssig geworden. Die liberalistische Idee hat sich und ihren Zweck überlebt. Die Zeit ist vorbei, wo Liberalisten jahrzehntelang jedermann alles diktieren konnten. Die liberale Idee geht davon aus, dass nichts getan werden müsse, wenn z.B. Migranten töten, plündern und vergewaltigen. Sie verleihen diesen Verbrechern sozusagen staatliche Straffreiheit. Da aber jedes Verbrechen bestraft werden muss, ist die liberale Idee obsolet geworden, weil sie mit der übergroßen Mehrheit der Bevölkerungen in Konflikt gekommen ist.“

Die FT kommentierte diese Aussage ernüchtert, indem sie Putins Angriff mit der Zerlegung (Ausweidung) eines erlegten Tieres gleichsetzt. FT: „Putin befindet sich mit der  Ausweidung der seit 1945 dominanten westlichen Ideologie, des Liberalismus, im Gleichklang mit Anti-System-Führern wie US-Präsident Donald Trump, wie Ungarns Viktor Orban, wie Italiens Matteo Salvini und wie mit Britanniens Brexit-Führern.“ (Quelle FT) Darüber hinaus versäumte es Putin im FT-Interview nicht, den mit Trump gemeinsam eingeschlagenen Weg gegen den Globalismus hervorzuheben und Trump persönlich zu loben. Putin: „Präsident Trump ist ein sehr talentierter Mann, der genau weiß, was seine Wähler von ihm erwarten.“

Als die beiden Weltführer nach ihrer Unterredung in Osaka mit fröhlichen Freundschaftsgesichtern vor der globalistischen Lügen-Industrie auftraten, hielt Trump kaum noch hinterm Berg, dass es den beiden um die Tötung des globalistisch-liberalen Anti-Menschheits-Systems geht. Trump: „Wir haben sehr viele Themen besprochen, wie Handel und Abrüstung.“ Dann fügte er mit einem sarkastischen Grinsen hinzu:

„Auch über ein wenig Protektionismus, natürlich in einer positiven Weise. Wir haben eine sehr, sehr gute Beziehung und werden noch sehr viel gute Zeit miteinander verbringen. Sehr viele positive Dinge werden aus dieser Beziehung hervorgehen.“ Das konnte die merkelvergiftete Hass- und Hetzmeute nicht mehr ertragen. Ein weiblicher, verzweifelter giftdrüsenamputierter Medien-Skorpion erregt: „Herr Präsident, werden Sie Russland sagen, sich nicht in die Präsidentschaftswahl 2020 einzumischen.“ Trump grinsend, mit dem Finger auf Putin deutend: „Also, Herr Präsident, mischen Sie sich nicht in die Wahl ein“, und beide Männer lachten herzhaft während die Hassmeute würgend verstummte. (Quelle WP-Video)

Dass Merkel angesichts dieser Weltentwicklung ins Zittern und Beben gerät, darf nicht mehr verwundern, denn sie wird, wenn sie krankheitsbedingt nicht vorzeitig „den Löffel abgibt“, den Rest ihres Lebens hinter Gitter verbringen. Da nützte der BRD-Hass-Elite auch der Systemmord an ihrem Mittäter Lübcke nichts mehr, sie werden die echte AfD und die nationalen Freiheits-bewegungen nicht mehr aufhalten. Dass Stephan Ernst, der sog. Mörder von „Volksfeind“ Walter Lübcke, einer von Merkels Geheimagenten war und für den staatlichen Auftragskiller Temme arbeitete, wird von den höchsten Instanzen des Systems nicht mehr bestritten.

Der Leiter vom ZDF-Heute-Journal, Wulf Schmiese, setzte in seinem Nachrichtenkommentar vom 26.06.2019 voraus, dass Stephan Ernst, der sog. Lübcke-Mörder, Teil von Merkels Geheimdienst ist, da das Gegenteil erst noch zu beweisen sei. Schmiese wörtlich: „Es ist auch noch zu beweisen, dass der Mörder von Regierungspräsident Walter Lübcke kein V-Mann war.“ Dass Temme anwesend war als 2006 in Kassel der türkische Internet-Café-Betreiber Halit Yozgat ermordet wurde ist amtlich. Er will aber weder die „NSU-Mörder“, noch den Ermordeten gesehen haben. Und den Schuss hat er angeblich auch nicht gehört. Zudem hatte Temme Schmauchspuren der Waffe an seiner Kleidung.

Die Videobänder des Internet-Cafés wurden nach der Beschlagnahme geschwärzt und somit die wahren Killer geschützt. Entweder hat Temme Yozgat selbst ermordet, oder einer seiner Unterkiller vom Geheimdienst hat es getan. Deshalb sind die NSU-Akten für 120 Jahre gesperrt. Sollte Ernst den Deutschenhasser Lübcke erschossen haben, handelte er im Auftrag des Systems und wird „sich in der Zelle umbringen“, was breits angedeutet wird. Die Lügen sind einfach geisteskrank: Die angeblichen NSU-Mörder sollen sich im Wohnwagen selbst erschossen haben. Wenn das stimmt, haben sie als Tote die Tatwaffe noch einmal selbst nachgeladen. (NSU-Akte)

Würden wir mehr Einzelheiten zum Lübcke-Mord kennen, würden wir auf denselben geisteskranken Lügenirrsinn stoßen wie beim NSU-Komplex. So wie Zeugen mehrere Leute vom Wohnwagen der ermordeten NSU-Männer (Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt) haben flüchten sehen, so hat ein Nachbar zwei Autos vor dem Haus von Lübcke davonrasen sehen. Wie schon im NSU-Komplex üblich, wird auch im Lübcke-Fall dieser Zeugenaussage nicht nachgegangen.

Die NSU-Morde wurden gebraucht, um die NPD nicht wählbar zu machen. Der Lübcke-Mord wird gebraucht, um die AfD als Partei zu vernichten. Alles ummsonst, der Fall des Weltsystems wird selbstverständlich das wahnsinnig-völkermörderische Merkel-System in der Hölle versenken.

Pence und Salvini WH 17.06.2019
Vizepräsident Mike Pence und Vizepremier Matteo Salvini am 17. Juni 2019 im Weißen Haus. Amerika munitioniert Salvini im Kampf gegen die EU auf

Merkels Angstvisionen, die wahrscheinlich ihre Zitter-Schüttel-Anfälle verursa-chen, sind mehr als berechtigt. Polizei und die Bundeswehr warten auf den „Tag X“, um zuschlagen, die Bande verhaften und wieder rechtsstaatliche Ver-hältnisse herstellen zu können. Beschleunigt wird diese Entwicklung von Donald Trump, denn Matteo Salvini wurde am 17. Juni 2019 im Weißen Haus als Superverbündeter gefeiert.

Der Besuch von Salvini im Weißen Haus wurde von der BRD-Lügenindustrie weitestgehend unterdrückt. Kein Wunder, denn Salvini arbeitet auf Neuwahlen im Herbst hin, um die grässlichen Linkskranken von der 5-Sterne-Bewegung abzuschütteln. Trump sieht Salvini als einsatz-bereiten Flugzeugträger in Europa um Merkels Anti-Menschenprojekt EU zu versenken. Die FAZ bezeichnete Salvinis Besuch im Weißen Haus als „Auf-munitionierung im kommenden Kampf gegen Brüssel.“

In Trumps Wash-ington präsentierte Salvini sein Land und sich selbst als geostrategischen Partner erster Wahl: Bei der Abschottung gegen illegale Migranten, im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus und auch in der nationalistischen Wirt-schaftspolitik teile man Präsident Donald Trumps Weltsicht. Salvini wörtlich: „Ich kann sagen, dass Italien heute für die USA der zuverlässigste, klarste und glaubhafteste Gesprächspartner in Europa ist.

Unsere beiden Länder waren niemals so eng miteinander verbunden wie sie es jetzt sind. Zwischen Italien, Israel, Brasilien, Polen und Ungarn gibt es eine Nähe der Weltsicht und eine Gemeinsamkeit der richtigen Werte.“ Und Vize-Präsident Mike Pence ergänzte auf Twitter: „Großartiges Treffen heute mit Italiens Vizepremier Matteo Salvini. Besprechung der gemeinsamen Prioritäten sowie die Beziehungen zwischen Italien und USA. Die transatlantische Allianz ist stärker als je zuvor.“ (Quelle) Mit Transatlantischer Allianz meinte Pence bestimmt nicht die BRD.

Die FAZ musste einknickend zugeben, dass Salvini die EU sprengen kann, insbesondere durch die „Aufmunitionierung“ durch Trump. FAZ-Globalist Matthias Rüb erschöpft: „Ob die italienische Regierung den beanspruchten Schlüsselposten in der EU bekommt, ist fast schon nebensächlich, denn auch so verfügt sie über erheblichen Einfluss in Brüssel. Es ist ihr Erpressungspotential als drittgrößte Volkwirtschaft in der Eurozone.

Wieder zuhause, bekräftigte Salvini das Recht, nationale Schuldscheine auszugeben, mit denen der Staat Schulden bei Lieferanten bezahlt und Unternehmen ihre Steuern bezahlen können. Ob diese Minibots eine illegale Parallelwährung oder sogar Sprungbrett und Sprungtuch für den Ausstieg Italiens aus dem Euro sind, ist eine eher akademische Frage.

Wenn Salvini nach dem ‚erfolgreichen‘ Alleingang in der Migrationspolitik und der Sperrung aller italienischen Häfen für Schiffe mit Bootsflüchtlingen an Bord nun auch im Haushalts- und Schuldenstreit Brüssel die ’nationale Stirn‘ bietet, dann kann er sich dabei des weiter wachsenden Rückhalts in der italienischen Wählerschaft sicher sein.“ (FAZ, 27.06.2019, S. 1) Die sog. Minibots macht Salvini zur Parallelwährung zum Euro und bringt diesen zu Fall – mit Hilfe von Trump. Ende der Merkellisten.

Kirsten Heisig – der vertuschte Mord


Dokumentation
zum Fall Kirsten Heisig

 

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Wir stel­len bei den Gewalt­tä­tern seit eini­ger Zeit eine unver­blümte Deut­schen­feind­lich­keit fest.“ Der Satz ist bald fünf Jahre alt, er stammt aus einem Inter­view, das Kirs­ten Hei­sig, Ber­li­ner Jugend­rich­te­rin, zusam­men mit ihrem Kol­le­gen Gün­ter Räcke dem TAGESSPIEGEL gege­ben hat­ten: „Scheiß-Christ, Schweinefleisch-Fresser – das sind Begriffe, die rich­tig in Mode sind.“

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es waren libanesische Clans, sogenannte Großfamilien-Clans, kurdisch-libanesischen Clans.

Mhallamiye, Mhallamiye-Clans, Mhallamiye-Großfamilien……..

 Mhallamiye-Clans – parallelwelten

Erklärungen der Züricher Zeitung und der österreichischen Kripo

Stand Januar 2015

An der Feigheit der „deutschen Justiz“ hat sich nichts geändert…im Gegenteil!

Tod der Berliner Jugendrichterin

Wie schwer es ist, sich mit dem Milieu auseinanderzusetzen, zeigte der tragische Tod der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Sie war auf der Straße Neukölln unterwegs, um sich direkt vor Ort mit den kriminellen Clan-Novizen auseinander zusetzen. Am 3. Juli 2010 wurde sie erhängt in einem Berliner Forst gefunden.

Hastig diagnostizierte man von offizieller Seite einen Suizid, „dessen Umstände so fragwürdig sind, dass sich der Verdacht eines vertuschten Mordes nicht aus der Öffentlichkeit entfernen lässt“ (Neue Zürcher Zeitung).

Und die Moral von der Geschichte: „Wir brauchen eine spezielle Ermittlungsgruppe, in der qualifizierte Fahnder schon früh kriminelle Strukturen erkennen und enttarnen können“, forderte im April dieses Jahres der Chef des Berliner Landesverbandes des Bundes deutscher Kriminalbeamter (BdK), Michael Böhl In einer solchen Einheit müssten die verschiedenen Bereiche des Landeskriminalamts gebündelt werden

kripo.at

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Stand 25.03.2013

Kirsten Heisig: Geheimsache Selbstmord

Prof. Michael Vogt befragt Jürgen Wisnewski.
Wurde die Jugendrichterin Kirsten Heisig ermordet?

https://www.youtube.com/watch?v=99JvmAMEKOg

Sie hat aufgeregt, polarisiert und gespalten. Sie wirbelte Staub auf und ließ keinen kalt: die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Jugendliche Straftäter bestrafte sie schnell und hart. Sie war am Ende ihrer Geduld, so der Titel des Buches, an dem sie schrieb. Darin sprach sie aus, was andere nur dachten – und wollte verändern, wo andere nur verwalteten. Doch plötzlich verschwand sie spurlos. Fünf Tage später, am 3. Juli 2010, wurde die 48-jährige Heisig tot in einem Wald in Berlin-Heiligensee aufgefunden.

»Selbstmord — Fremdverschulden ausgeschlossen«, erklärten sofort die Behörden; »erhängt« behaupteten die Medien.

Doch als Kopp-Autor Gerhard Wisnewski zu recherchieren begann, erlebte er eine faustdicke Überraschung: Nirgends waren Beweise für einen Selbstmord von Kirsten Heisig zu finden. Dass sie sich erhängt hatte, wollte die Staatsanwaltschaft Berlin nicht bestätigen. Ja, nicht einmal den genauen Fundort der Leiche wollte sie bekannt geben. Auch eine Klage, die Wisnewski gegen die Staatsanwaltschaft anstrengte, förderte kein Sterbenswörtchen über Heisigs Todesumstände zu Tage. Kurzerhand erklärte die Staatsanwaltschaft den Fall Heisig zur »Geheimsache Selbstmord«.

Bis heute wurden der Öffentlichkeit keine Beweise für Heisigs Suizid vorgelegt.

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Stand 21.12.2012

Ein Artikel mit höchster Brisanz. Es ist viel schlimmer, als bisher angenommen. Bereits jetzt kapituliert die Polizei und Justiz vor kurdischen, libanesischen und arabischen Großfamilien.

So erzählte

Kirsten Heisig nur wenige Tage vor ihrem Tod, dass sie von Libanesen mit dem Tod bedroht wurde, weil sie sich vor Gericht nicht hatte beeinflussen lassen.

Es steht ausser Frage, dass die Polizei und die Justiz weiss, das es eiskalter Mord war.

Kirsten Heisig wurde von Libanesen auf das brutalste ermordet.

Die deutsche Polizei und Justiz erhebt keine Anklage gegen die Täter, weil keine Erfolgsaussichten bestehen.

Ebenso wird die deutsche Öffentlichkeit mit der primitiven, leicht durchschaubaren Ausrede des „Selbstmordes“ belogen.

Die erwähnten Ausländer-Gruppen wissen das.

Sie haben Narrenfreiheit.

https://deutschelobby.com/2012/12/21/migranten-moslems-deutschland-als-beutegesellschaft-kurdisch-libanesische-grosfamilien-und-die-hilflosigkeit-des-rechtsstaates/

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+++ zuletzt bearbeitet: 11.09.2012 +++
Korrekturen, Ergänzungen, Hinweise bitte an


Dokumentation
zum Fall Kirsten Heisig


…damit kein Gras drüber wächst


Kirsten Heisig habe sich selbst getötet. Dies wurde indirekt bereits während der mehrtägigen Suche nach der Vermissten von Polizei und Behörden verlautbart: es gebe „keinen Hinweis auf eine Straftat“. Obwohl die Vorgeschichte Heisigs an sich Hinweis genug war („Wir alle glaubten an einen Racheakt“; siehe unten: 8. März 2011), folgten die Leitmedien unisono in ihren Berichten den amtlichen Vorgaben und informierten nicht einmal über die Verhängung einer totalen Nachrichtensperre, geschweige denn, dass sie deren Aufhebung forderten. Nach einer mehrtägigen Suche, deren Ungereimtheiten nie näher thematisiert wurden, wurde Heisigs Leiche gefunden und die Suizidthese eiligst, innerhalb weniger Stunden, amtlich bestätigt. Zweifel blieben dennoch, sowohl bei Freunden und Bekannten Heisigs als auch bei einigen kritischen Beobachtern. Für die Leitmedien samt Gefolgschaft war der Fall allerdings erledigt, ohne dass naheliegende Verdachtsmomente für einen Mord auch nur erwogen, geschweige denn investigativ untersucht wurden. Das hat die Zweifel eher noch verstärkt. Die sich ergebende Frage, warum Polizei und Justiz – freilich ohne explizite „Verschwörung“ – den Mord an einer prominenten Kollegin vertuscht haben könnten, führte in hochsensible Bereiche unserer ungeschriebenen Staatsdoktrin und wurde deshalb peinlichst vermieden.

Weil eine Aufklärung des Falles vorerst nicht möglich zu sein scheint (Akteneinsicht? „In diesem Fall gewiss nicht!“; siehe unten: 15. Sept. 2010), möge die folgende Zusammenstellung veröffentlichter Texte als Hilfe zur Bildung eines Urteils über den Sachverhalt dienen.


Für einen ersten Überblick empfiehlt sich der
Wikipedia-Artikel „Kirsten Heisig“
Man beachte dort auch
Diskussion (I) und Diskussion (II)
über diese Dokumentationsseite.


Ein Kommentar zu dieser Dokumentation:
Der Tod von Kirsten Heisig
Auch er
„Ein Mord, der keiner sein durfte“
?


23. Nov. 2006, Der Tagesspiegel (Berlin)
Erster Schritt Heisigs in die Öffentlichkeit.
„Zivilisatorische Standards gelten nicht mehr“
Hass und Angst gehören in manchen Bezirken zum Alltag. Vor einer neuen Dimension der Jugendgewalt warnen die Richter Kirsten Heisig und Günter Räcke.Dieses Interview war der erste Schritt zweier Jugendrichter in die Medienöffentlichkeit, an sich schon ein Verstoss gegen ungeschriebene Standesregeln. Besonderes Aufsehen erregte er, weil hier zwei Praktiker Klartext über ein tabuisiertes Problem sprachen.Auszüge:
„[ … ]Interviewer:Im Sicherheitsbericht der Bundesregierung heißt es: Insgesamt nimmt die Jugendkriminalität ab. Außerdem gebe es Hinweise darauf, dass Jugendliche Gewalt als Konfliktlösung zunehmend ablehnen.(Beide lachen auf, schütteln die Köpfe)[ … ]“Während Kirsten Heisig weiterhin die Öffentlichkeit suchte, um institutionelle Erstarrungen im System aufzulösen – was ihr mit der Einführung ihres „Neuköllner Modells“ schließlich auch gelang – zog sich Günter Räcke bald auf seine Richtertätigkeit zurück: „Wir fuhren im gemeinsamen Boot, und irgendwie konnte ich da nicht mehr mithalten, muss ich ganz ehrlich sagen…“ erzählt er in dem Film von Balci/Graef (9. März 2011)
November 2006:
Wie Heisig in die Medien kam.
Nach dem spektakulären Interview im Tagesspiegel nahm die Unternehmens- und Politikberaterin Oda Dridi-Dörffel Kontakt zu Kirsten Heisig auf. Über ihre anschließende Zusammenarbeit berichtete sie am 18. Nov. 2010 in dem Blog http://www.pi-news.net:Auszüge:
„Von ihren Kollegen argwöhnisch beäugt, denn als Richter geht man grundsätzlich nicht an die Öffentlichkeit, so die stillschweigende Vereinbarung unter Richtern. Das gebietet der Status als Richter, da thront man über allen anderen Verfassungsorganen, ist nur sich und dem Gesetz verpflichtet.Die Vorstellung, als Richter zu tagesaktuellen politischen und öffentlichen Debatten über die Medien Stellung zu nehmen, verbietet das Amt, so der informelle Konsens. Daher war ihr Weg in die Öffentlichkeit für ihre Kollegen ein wirklicher Fauxpas. Sie konnte daher nicht mit Zustimmung im Kollegenkreis rechnen, sondern musste mit Argwohn über ihre Motive („Mediengeilheit“, übersteigertes Geltungsbedürfnis, Profilierungssucht etc.) fertig werden. Das ging durch die ganze Gerichtsbarkeit Berlins.[ … ]

Mir war mit meiner Erfahrung mit Politik und Behörden klar, dass Kirsten Heisig abgesichert werden musste, um ihre verfassungsmäßige Position des Richteramtes für Veränderungen nutzen zu können, ohne persönlich in ihrer Position Schaden zu nehmen.

[ … ]

Kirsten Heisig besaß einen so starken inneren Antrieb, eine Zivilcourage und Unerschrockenheit, die nur Revolutionäre/Visionäre haben, die immer zuerst vorangehen und alles Feuer ihrer Gegner unmittelbar erleben müssen. Sie konnte das durchstehen, aber nur mit Hilfe von Mitstreitern. Dazu kam ihr strategisches Geschick, der Mutterwitz und die Kraft von wahren Führungskräften, die über die Maßen erfolgreich werden können.

[ … ] Es kam nur auf ihr Richteramt an, was ihr die Freiheit gab, Dinge zu benennen, die andere durch Weisungsgebundenheit (z.B. Staatsanwälte) nicht aussprechen dürfen. Das sagte ich ihr immer wieder, bis sie es verinnerlicht hatte.

Zum Erfolg war eine erhöhte Medienpräsenz notwendig, die sie als Person der Öffentlichkeit unangreifbar machen würde. Vor allem in den Key-Printmedien und den TV-Nachrichten. Ich zog alle meine Medienkontakte in das Thema hinein, dann gaben sich alle von selbst die Klinke in die Hand.

Ich vereinbarte für sie Termine im Bundestag, damit die Bundestagsabgeordneten ihr Mut machten, ihren Weg weiterzugehen. Der endgültige Durchbruch in der bundesweiten Öffentlichkeit war Kirsten Heisigs Live-Interview im ZDF Heute-Journal am Freitag der ersten Januarwoche 2008 [am 4. Januar] zum Thema des Münchner U-Bahn-Überfalls, den damals ganz Deutschland diskutierte. Das war wesentlich eine Leistung der ZDF-Journalistinnen Melanie Hubermann und Stefanie Gargosch, die das redaktionell durchsetzten.

Darauf reagierte Außenminister Frank-Walter Steinmeier nur einen Tag später mit einem persönlichen Anruf auf Heisigs Handy mit der Bitte um Beratung und Expertise. Danach war die Akzeptanz von Kirsten Heisig als kompetenter Richterin wesentlich höher. Auch der Justizsenat Berlin, Senatorin von der Aue, konnte Richterin Heisig nach der Anfrage von Franz-Walter Steinmeier die Unterstützung nicht mehr versagen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Justizsenat eher skeptisch auf die öffentliche Person Heisig reagiert.

[ … ]

Dass das „Neuköllner Modell“ berlinweit einmal eingesetzt werden würde, hat sie sich nicht träumen lassen. Kam die Entscheidung doch von der Berliner Justizsenatorin selbst, die sich erst nach geraumer Zeit zur Unterstützung von Kirsten Heisig hatte durchringen können. Was für eine Erfolgsstory. Dazu das Buch, die Krönung ihrer Arbeit und Bilanz der Jahre 2006 bis 2010.“

7.-9. Dez. 2007
Tagung Migration ohne Integration? Möglichkeiten zur Wende in der Integrationspolitikim Kloster Banz, veranstaltet von der Hanns-Seidel-StiftungDer Berliner Oberstaatsanwalt Roman Reusch, Leiter der Intensivtäterabteilung, hielt einen Vortrag Migration und Kriminalität (pdf, 24 Seiten), in dem er „auf die seit 1980 kontinuierlich steigende Kriminalität jugendlicher Ausländer verwies und deren soziales Umfeld, nämlich sozial randständige Familien, vor allem mit bildungsfernem Hintergrund.“ Seine Ausführungen und Forderungen nahmen manches von dem vorweg, was Kirsten Heisig dann aus ihrer Erfahrung in ihrem Buch schrieb.Abschließend stellte er fest, dass die Bekämpfung dieser Missstände daran scheitert, dass der politische Wille dazu fehlt und auch nicht in Sicht sei. Dies, hoffte er, „kann sich aber ändern, z.B. dadurch, dass die Größe des Problems in immer weiteren Kreisen der Öffentlichkeit bekannt wird und sich auf diese Weise Druck aufbaut, dem sich die Politik schließlich nicht mehr entziehen kann.“Reusch wurde jedoch so rigoros diszipliniert, dass er gar nicht beginnen konnte, diesen Druck aufzubauen. Als er eingeladen wurde, am 9. Jan. 2008 in Frank Plasbergs Talkshow Hart aber fair über Jugendkriminalität zu diskutieren, wurde ihm die Teilnahme von seinem Vorgesetzten, dem Leitenden Oberstaatsanwalt Andreas Behm (s.u., 15. Sept. 2010), verboten. Auf Veranlassung der SPD-Justizsenatorin Gisela von der Aue – die im Todesfall Kirsten Heisig eine wichtige Rolle spielen wird – wurde ihm seine Zuständigkeit für Jugendkriminalität entzogen und er in eine andere Abteilung versetzt. Der Fall wurde in den Berliner Zeitungen ausgiebig diskutiert.Kirsten Heisig war als Richterin da in einer geschützteren Position; sie konnte nicht, wie der beamtete Staatsanwalt, einfach „weggereuscht“ (so seither der Berliner Volksmund für politisch motivierte Versetzungen) werden. Der Fall Reusch zeigt deutlich, gegen welches ungeheure Potential an ideologisch begründeter Feindseligkeit sie antrat.
4. Januar 2008, ZDF, Heute-Journal
Live-Interview, lt. Oda Dridi-Dörffel (s.o., Nov. 2006, geschrieben am 18. Nov. 2010) Kirsten Heisigs „endgültiger Durchbruch in der bundesweiten Öffentlichkeit“.Es folgten zahlreiche Auftritte und Interviews in Fernsehen, Radio und Presse, beispielsweise:18. Okt. 2008, rbb-Talk, Berliner Abendschau15. Dez. 2008, DER SPIEGEL, „Unbequeme Wahrheiten“10. Jan. 2009, 9:05-11:00, Deutschlandradio Kultur. Studiogespräch: Dieter Kassel mit den Gästen Kirsten Heisig und Güner Balci5. April 2009, 21:45-22:45, ARD, Talkshow „Anne Will“
3. Juni 2009 22:20, rbb-Klartext: „Neuköllner Erfolgsmodell“11. Sept. 2009, SPIEGEL-TV, „Jugendrichterin Gnadenlos“17. Sept. 2009, 22:15-23:15 h, ZDF, Talkshow „Maybrit Illner“ Thema: Der Mord in München-Solln Gäste: Konrad Freiberg (Vors. der Gewerkschaft der Polizei), Kirsten Heisig (Jugendrichterin), Joe Bausch (Gefängnisarzt), Giovanni di Lorenzo (Publizist)

7. Okt. 2009, WDR5, Tischgespräch mit Ulrich Horstmann

10. Okt. 2009, DER SPIEGEL, Interview „Ich bin mit dem größten Macho klargekommen“

10. März 2010, Talkshow Phoenix-Runde: „Ein Jahr nach Winnenden – wird unsere Jugend immer brutaler?“

29. Mai 2010, RTL, stern-TV

26. Juni 2010, SPIEGEL-TV: „Mit der Faust durch die Wand: Jugendgewalt in Deutschland“

10. Juli 2010, ZDF, „Peter Hahne“ (nicht gesendet, s.u. 26.06.2010)

18. Sept. 2008, Berliner Morgenpost
Kirsten Heisig: Wir brauchen Mut zu neuen Wegen.
„‚Die Berliner Kriminalitätsstatistik weist eine sinkende Zahl von Straftaten aus.‘ Diese häufig in den Medien veröffentlichte Aussage ist jedoch nur teilweise zutreffend. Insbesondere bei den Rohheits- und Gewaltdelikten, deren Bekämpfung für die Wahrung des sozialen Friedens am wichtigsten ist, steigt die Zahl der Delikte. Wer sind die Täter, wer sind die Opfer? Bei Delikten der Gewaltkriminalität ist auf der Täterseite die Anzahl junger Männer nicht deutscher Herkunft – es muss hier vorrangig von türkischstämmigen, aber noch deutlicher von arabischstämmigen Tätern die Rede sein – dreimal höher als bei deutschen Jugendlichen und Heranwachsenden. Hinzu kommt nach meinen langjährigen Erfahrungen als Richterin mit derartigen Verfahren, dass bei Gewalttaten, bei denen die Täter Migranten sind, auf der Opferseite zu etwa einem Dreiviertel Personen ohne den auf Täterseite erwähnten Migrationshintergrund stehen.Es ist in meinem Zuständigkeitsbereich zunehmend festzustellen, dass die Opfer von Straßenraubtaten und massiven Körperverletzungsdelikten jetzt nicht lediglich beraubt und zusammengeschlagen werden, sondern sie zudem mit ‚Scheißdeutscher‘, ‚Schweinefleischfresser‘ oder ‚Scheißchrist‘ bedacht werden. Für alle Beteiligten in der Justiz gilt: Oberste Priorität hat die Beschleunigung. Das bedeutet, dass das Familiengericht beispielsweise umgehend anzurufen ist, wenn die betroffenen Eltern keine Hilfe zur Erziehung annehmen. Dabei ist festzustellen, dass die erforderlichen Instrumentarien bereits vorhanden sind. So bestimmt das Sozialgesetzbuch Art und Umfang der Hilfen zur Erziehung. Der Einsatz von Familienhelfern ist hier vor allem ratsam. Das Familiengericht kann danach bei Kindeswohlgefährdung auf bloße Anregung des Jugendamts oder anderer Behörden tätig werden.Hieran fehlt es gegenwärtig zum Teil. Die Jugendämter stellten bislang verhältnismäßig selten Anträge auf Verhängung repressiver sorgerechtlicher Maßnahmen. Es kann hier im äußersten Fall auch zu einer Herausnahme des Kindes aus der Familie kommen. Eine solche hat nach meinem Wissen ohne Einverständnis der zum Teil völlig beratungsresistenten Familien bislang noch nicht stattgefunden.Es hat aber von Rechts wegen ausschließlich das Kindswohl im Zentrum aller Bemühungen zu stehen. Dieses ist nach meiner jugendrichterlichen Erfahrung mit einer Vielzahl von deckungsgleichen Lebensläufen zum Teil massiv gefährdet. Besonders dann, wenn der Schulbesuch seitens der bildungsfernen Elternhäuser nicht gefördert, teilweise schlicht nicht ermöglicht wird und das Kind sich bereits im strafunmündigen Alter in eine kriminelle Richtung zu entwickeln droht. Den Eltern der Jugendlichen müssen die Behörden mehr als bisher deutlich machen, dass das Heraushalten der Kinder aus der hiesigen Gesellschaft eine Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht darstellen kann. Dabei handelt es sich um einen Straftatbestand.Eine Erhöhung der Höchststrafe der Jugendstrafe von 10 auf 15 Jahre bringt aus meiner Sicht nichts, wenn wir am Erziehungsgedanken festhalten wollen, was unstreitig ist. Wer innerhalb von zehn Jahren nicht erzogen wurde, bei dem gelingt das in weiteren fünf Jahren auch nicht. Auch eine Herabsetzung der Strafmündigkeit von 14 auf 12 Jahre halte ich für wenig hilfreich.
Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Wir brauchen den Mut zu neuen Wegen.“
19. Sept. 2008, Berliner Morgenpost
Jens Anker: [Reaktionen auf Kirsten Heisigs Artikel vom Vortag]
SPD und Grüne attackieren Neuköllner JugendrichterinSPD-Integrationsexperte Raed Saleh: „Das sind plumpe Forderungen aus der einseitigen Wahrnehmung ihrer Tätigkeit.“
Grünen-Fraktionschef Volker Ratzmann bezweifelt die behauptete „Abkehr der jugendlichen Straftäter mit ausländischem Hintergrund vom hiesigen Wertesystem“.
1. März 2010
Bürgerinnen-Preis „Liberta“ (2009) der FDP,
verliehen an Kirsten Heisig und Gabriele Minz.
März 2010
„Republikanische“ Kollegen: Kirsten Heisig ist als Jugendrichterin wegen Befangenheit abzulehnen Informationsbrief Nr. 103, S. 30-32
Hg.: Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. Berlin„Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte für Demokratie und Menschenrechte“Rüdiger Jung (Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht): Neues aus Moabit. Über die Jugendrichterin Heisig, den Rassismus und die Integration„Es vergeht kaum ein Monat, in dem die Jugendrichterin Kirsten Heisig nicht in Printmedien oder im Fernsehen neue Horrorszenarien über den Untergang des Abendlandes bzw. über die Abwehrschlacht der Deutschen gegen die unverschämten türkischen und/oder arabischen Jugendlichen in Berlin zum Besten gibt.

[…]

Eine solche Richterin ist gegenüber jungen Angeklagten mit einem so genannten Migrationshintergrund jedenfalls keine unbefangene Richterin und sollte daher wegen Befangenheit abgelehnt werden.“

27. März 2010, Stuttgarter Zeitung
Katja Bauer: Die unbequeme RichterinDie Senatorin sprach nicht mit Kirsten Heisig, der personifizierten Kompetenzüberschreitung“Mitte dieses Jahres wird das ‚Neuköllner Modell‘ berlinweit in allen Polizeidirektionen umgesetzt sein. Die Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) notiert sich das in ihrer politischen Erfolgsbilanz. Was nicht heißt, dass sie auch nur ein einziges Mal persönlich mit der Richterin gesprochen hätte. ‚Es war ja keine Erfindung von mir‘, sagt die bescheiden. Das Gesetz sieht beschleunigte Verfahren vor. Aber es gab sie eben bisher nicht. ‚In den eigenen Reihen habe ich am Anfang nichts als irritiertes Schweigen geerntet.‘ Schon allein deshalb, weil es nicht üblich ist, dass einer aus dem Fußvolk einfach Dinge ändert.Aber auch, weil es eben Kirsten Heisig war, die es änderte. Denn diese kleine Frau mit der hellen Stimme stört irgendwie dauernd. Sie sagt den anderen, was bei ihnen falsch läuft. Der Polizei, den Ämtern, der Politik. Sie beklagt die Zustände in den Schulen, sie zürnt über den Berliner Senat, weil er die Meldepflicht für minderschwere Delikte an Schulen aufgehoben hat. Sie ist die fleischgewordene Kompetenzüberschreitung.“
1. Juni 2010
Einführung des von Kirsten Heisig initiierten „Neuköllner Modells“, das seit Anfang 2008 in einigen Bezirken erprobt wurde, in ganz Berlin.
17. Juni 2010, ZDF, heute-journal:
Interview mit Kirsten Heisig
Ausschnitte zitiert im heute-journal vom 26. Juli 2010O-Ton Kirsten Heisig:
[Frage vermutlich, ob sie nach Erscheinen des Buchs weiter als Richterin tätig sein wolle]„Ich übe meinen Beruf eigentlich mit Leidenschaft aus, das habe ich immer getan, das werde ich auch weiterhin tun.“[Frage vermutlich, ob sie denn keine Angst habe]:

„Wovor sollte ich Angst haben? Es gibt arabische Jugendliche, die hassen mich, aber die achten mich.“

26. Juni 2010, Aufzeichnung für die ZDF-Talkshow „Peter Hahne“
Peter Hahne: Kirsten Heisig war „selbstbewusst, klar, engagiert, und kein bisschen resignativ.“
Die für den 10. Juli geplante Ausstrahlung des Interviews Hahnes mit Heisig wurde nach Bekanntgabe von Heisigs Suizid gestrichen. Über die Begründung äußerte sich Hahne in einem Interviewam 27. August 2010:[ … ] Hat es mit Gründen der Religion zu tun, dass Ihr Interview mit der Jugendrichterin Kirsten Heisig, die sich zwei Tage später das Leben nahm, nicht ausgestrahlt wird?
Hahne: Nein. Überhaupt nicht. Es gab in dem Moment, als sie als vermisst gemeldet wurde, eine klare Absprache, auch mit unserer Rechtsabteilung, die lautete: Sollte es ein gewaltsamer Tod sein, mit Fremdeinwirkung, werden wir es ausstrahlen, weil es der Frau auch ein Denkmal setzt. In der Sekunde, wo sich herausstellt, dass es Selbstmord ist, zeigen wir es nicht.Das hat bei mir vielleicht auch etwas mit meinem persönlichen Glauben zu tun – ich hatte aber letzten Endes mit der Entscheidung nichts zu tun. Wir haben den Entschluss immer wieder diskutiert, auch als ihr Buch herauskam und das Interesse immer größer wurde, immer mehr Zeitungen berichteten, weshalb dann auch eine Antwort von ihr – auf meine Frage, ob sie Angst hat – veröffentlicht wurde. Da haben wir gesagt: Den O-Ton geben wir raus, weil er auch ein Beleg dafür ist, wie selbstbewusst und klar und engagiert die Frau war.Den O-Ton – freilich nur eine kleine Probe – hatte Hahne allerdings schon am 6. Juli in einem anderen Interview bekannt gegeben:„Diese Frau wurde ihrem Ruf mehr als gerecht in der Sendung“, berichtet der erfahrene TV-Journalist im Interview mit Quotenmeter.de. Sie sei bei ihm „sehr entschieden, eloquent, konsequent aber auch humorvoll aufgetreten“, beschreibt Hahne die 48-Jährige. „Auf die Frage, ob sie denn nicht Angst hat, meinte sie: Nein, überhaupt nicht. Die arabischen Jugendlichen achten mich“, berichtet Hahne weiter.

In der Sendung vertrat die Jugendrichterin den Standpunkt, je deutlicher man zur Rechtsordnung stehe und zu den Werten, desto mehr Respekt bekäme man von Migranten entgegengebracht. Dies gelte auch für die Jung-Kriminellen. Mit Peter Hahne hatte Kirsten Heisig nach der Aufzeichnung noch ein Wiedersehen vereinbart. Heisig habe sich beim ZDF-Talker mit den Worten ‚Bis zum nächsten Mal‘ verabschiedet.

„Sie erschien mir mutig, tatkräftig, zupackend und kein bisschen resignativ,“ so Peter Hahne.Bei Mord die Sendung ausstrahlen, als „Denkmal“, bei Selbstmord nicht. Versteht sich das von selbst, ohne Begründung? Am 8. April 2011 erinnerte sich Hahne in der Oldenburger Nordwest-Zeitung an die Suizid-Meldung: „Ich habe das damals nicht fassen können.“ Ungefragt fügte er hinzu, dass ihm und der Redaktion sofort klar gewesen sei, dass eine Ausstrahlung nicht in Betracht käme. Die Frage des Interviewers nach der Begründung blieb auch hier aus.

Donnerstag, 1. Juli 2010, ca. 9:00 h (erster Kommentar 9:25 h)
Eilmeldung: Richterin Kirsten Heisig vermisst (*)
Die Berliner Jugendrichterin … wird seit Montag vermisst. [ … ] Die Polizei, die bislang über mögliche Hintergründe des Verschwindens schweigt, begann in der Nacht zu Donnerstag mit einer grossangelegten Suchaktion. UPDATE 13 Uhr: Nach Informationen aus „Ermittlerkreisen“ sind Anhaltspunkte vorhanden, die leider auf einen Suizid schließen lassen. Diese Meinung vertrat die Redaktion von da an, ganz in Einklang mit den „politisch korrekten“ Leitmedien, ohne jede nähere Begründung – was sich so auswirkte, dass Kommentare, die die Suizidthese anzweifelten, oftmals umgehend gelöscht wurden.In einem redaktionellen Kurzhinweis vom 29. Juli auf das gerade erschienene Buch von Heisig heißt es: „Das von der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig geschriebene Buch Das Ende der Geduld erscheint nach ihrem Selbstmord, der übrigens weder von ihrer Familie noch von Freunden angezweifelt wird, wie ein Vermächtnis…“Daraufhin kommentierte Leser/in Marti (Nr. 39, 29.7., 10:42 h):„nach ihrem Selbstmord, der übrigens weder von ihrer Familie noch von Freunden angezweifelt wird…Wieso vertritt PI derart massiv die Selbstmordthese? Wenn PI über bisher unveröffentlichte Stellungnahmen der Familie und des Freundeskreises verfügt, möge PI diese doch bitte veröffentlichen!

Wenn nicht, unterminiert PI damit das Vertrauen seiner Leser.“

Die barsche Antwort:
PI: Weil wir uns an den lächerlichen Verschwörungsszenarien nicht beteiligen.

(*) 6. Juni 2011 (Nachtrag):
pi-news.net nimmt Heisig-Kontroversen aus dem Netz.
Wenige Tage nach dem Einfügen dieses Abschnitts in diese Chronologie führen die beiden angegebenen Links zu dem Ergebnis
„Error 404 – Die Seite, nach der Sie suchen, existiert nicht mehr“.
Die Seiten sind jetzt aber noch aus dem Google-Cache abrufbar, der den letzten Stand vor der redaktionellen Löschung vom 1. Juni 2011 enthält:

Eilmeldung: Richterin Heisig vermisst
Kirsten Heisig: Das Ende der Geduld

16. Juni 2011 (Nachtrag zum Nachtrag):
pi-news.net stellt entfernte Seiten wieder ins Netz.
Wenige Tage nach dem Einstellen des obigen Nachtrags, spätestens seit dem 9. Juni 2011 (vor 16:27 h) bzw. dem 10. Juni 2011 (vor 15:12 h), sind die oben verlinkten Seiten wieder erreichbar.

Donnerstag, 1. Juli, bis Sonntag, 4. Juli 2010Am 1. Juli erschienen die ersten Berichte über die vermisste Jugendrichterin Kirsten Heisig in örtlichen und überregionalen Zeitungen, von nun an täglich, in den Online-Portalen auch mehrmals täglich.

Demnach sei Heisig am Montagabend (28. Juni) das letzte Mal gesehen worden, als sie Verwandte (variierend: Bekannte / einen Onkel) in Berlin-Reinickendorf besucht hatte. Am Dienstag (29. Juni) habe ein Kollege (variierend: ein Bekannter / der Ehemann) die Vermisstenmeldung aufgegeben. Am Mittwoch, gegen 14 h sei Heisigs PKW gefunden worden, ordnungsgemäss geparkt und verschlossen in der Heiligenseestrasse am Tegeler Forst, ohne Hinweis auf ihren Verbleib.

Noch am gleichen Nachmittag begann eine Suchaktion in dem angrenzenden Waldgebiet, die erst um 3 h nachts abgebrochen wurde. Weitere Suchaktionen wurden an den folgenden drei Tagen durchgeführt. Zum Einsatz kamen Hundertschaften von Polizei und Bereitschaftspolizei, mehrere Leichenspürhunde sowie speziell ausgebildete man trailing dogsund ein Hubschrauber mit Wärmebildkameraausrüstung (die aber wegen der herrschenden grossen Hitze keine brauchbaren Ergebnisse lieferte).Kennzeichnend für alle Berichte in den Medien ist, dass die nächstliegende Vermutung, Heisig sei entführt oder gar ermordet worden, auch nicht andeutungsweise erwähnt wurde.

Dies könnte eine Folge davon sein, dass bereits am 1. Juli die Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) vor die anlässlich einer Sitzung des Abgeordnetenhauses versammelten Journalisten getreten war und verkündete, was wie eine Parole wirkte:

„Es gibt keine Hinweise auf eine Straftat. Vermutet wird ein persönlicher Hintergrund.“

Sie fügte dem hinzu:

„Ich hoffe sehr, dass Frau Heisig unversehrt gefunden wird. Ich schätze sie außerordentlich. Sie ist eine sehr engagierte Richterin.“

(Polizei durchkämmt Waldstück nach Richterin, Berliner Morgenpost, 1. Juli 2010)Dies war in der Folge unisono in den Leitmedien und deren publizistischem Tross zu lesen. Man gab sich – aufgrund der Verhängung einer totalen Nachrichtensperre die politische Brisanz des Falles gewiss bemerkend – mit dieser Version zufrieden.Beispiel:Der Tagesspiegel (Berlin):

1. Juli: Rätsel um verschwundene Jugendrichterin.

Durch Untertitel hervorgehoben: „Polizei hat keine Hinweise auf Verbrechen.“

Ein Gerücht, Heisig sei in psychologischer Behandlung gewesen, wurde unter der Versicherung, es habe nicht bestätigt werden können, überhaupt erst einmal lanciert (am nächsten Tag dann doch bestätigt).

2. Juli: Suche nach Neuköllner Jugendrichterin weiter erfolglos.

Durch Untertitel und Zwischentitel hervorgehoben: „Die Hinweise auf einen Suizid verdichten sich.“ Dazu im Artikel nur dies: „Ein ehemaliger Weggefährte der Richterin bestätigte dem Tagesspiegel, dass die Frau in psychologischer Behandlung gewesen sei. Möglicherweise habe sie sich beruflich zu sehr unter Druck gesehen.“

3. Juli, 23:07 h: Jugendrichterin Kirsten Heisig ist tot.

Durch Untertitel hervorgehoben: „Es gibt keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.“

Am Sonnabend, den 3. Juli, wurde also Heisigs Leiche am frühen Nachmittag, gegen 15:45 h, gefunden, wenige hundert Meter von dem Ort entfernt, an dem ihr Wagen geparkt war. An diesem Tag, von 16:00 bis 17:45 h, fand eines der spannendsten Spiele der Fussballweltmeisterschaft statt: Deutschland gegen Argentinien im Viertelfinale. Deutschland gewann sensationell 4:0. Trotz des allgemeinen Siegestaumels berief die Berliner Justizsenatorin Gisela von der Aue, die schon in den Vortagen nachdrücklich die These „kein Verbrechen“ verkündet hatte, um 18:00 h zur Pressekonferenz in die Justizverwaltung. Sie wolle Kirsten Heisig würdigen und „den Spekulationen ein Ende bereiten.“ Um welcherart Spekulationen es sich handelte, sagte sie nicht. Stattdessen verkündete die Senatorin, „die zeitweilig nur schwer ihre Tränen zurückhalten konnte“, folgendes: „Nach bisherigen Erkenntnissen müsse man wohl von einem Suizid ausgehen.“ Staatsanwaltschaft und Polizei freilich wollten noch das rechtsmedizinische Gutachten abwarten. Dies liess nicht lange auf sich warten: schon am nächsten Tag, am Sonntag, den 4. Juli, stand offiziell fest: Es war Suizid. (vgl. Tagesspiegel, 4. Juli: Von unnachgiebiger Freundlichkeit)

Die übergrosse Eile, mit der die Justizsenatorin inmitten der Fussball-WM-Siegesfeiern zur Pressekonferenz lud, um die schon zuvor in den Medien ventilierte Suizidthese zu bekräftigen, war auffällig, wurde aber in den Zeitungsberichten meist übergangen. Ausnahmen waren Emma, 7. Juli („befremdlich“) und Tagesspiegel, 16. Nov. („unprofessionell“) — ohne freilich den Verdacht zu äußern, dass die Senatorin als Adressat nicht die Berliner Bevölkerung im Sinn hatte, die den soeben errungenen Fussball-Sieg feierte, auch nicht die erschienenen Journalisten, sondern primär den ebenso eilig zum Fundort der Leiche bestellten Chef der Berliner Rechtsmedizin, Michael Tsokos (vgl. 23. Sept. 2010, Berliner Zeitung / 5. Nov. 2010, Talkshow „Riverboat“). Tsokos nahm noch am Abend des gleichen Tages die Obduktion vor, so dass am Sonntag, den 4. Juli, die Suizidthese offiziell bestätigt werden konnte.

Vgl. hierzu auch:
Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Justiz Nr. 30/2010 vom 3. Juli 2010:
Berlins Justizsenatorin Gisela von der Aue zum Tod der Jugendrichterin Kirsten Heisig.

* * * * * * * * * * * * * * * *

In einigen Medien wurde am 1. Juli berichtet, dass Suchtrupps der Polizei eine Frauenleiche gefunden haben.
http://www.open-speech.com/fact-fiction/p=4537.html

http://schreibomat.de/jugendrichterin-kirsten-heisig-ermordet

Diese Meldung erschien auch in Online-Ausgaben Berliner Zeitungen, wurde bald aber wieder gelöscht – kommentarlos, so dass offen bleibt, ob es sich um eine Fehlmeldung gehandelt hat. Sie war wohl der Anlass für die folgende Karikatur von Götz Wiedenroth.

Seit dem 4. Juli 2010 ist in den etablierten Medien einmütig zu lesen und zu hören: „Kirsten Heisig hat sich selbst getötet“. Es gab keine genaueren Nachfragen, keine Recherchen investigativer Journalisten (zur Ausnahme Gerhard Wisnewski separat).Die Reaktion auf eine Anfrage bei der Vereinigung netzwerk recherche e.V. netzwerk recherche

die sich den investigativen Journalismus auf die Fahne geschrieben hat (1. Vors. Thomas Leif, 2. Vors. Hans Leyendecker), war enttäuschend, vielleicht aber durchaus erwartbar bei diesem als politisch hochbrisant erkennbaren Fall. So war für deren Preis an den „Informationsblockierer des Jahres“, die Verschlossene Auster, die Berliner Staatsanwaltschaft gewiss nicht unter den Kandidaten.Allein, dass die Behörden eine Nachrichtensperre verhängt haben, hätte aufhorchen lassen müssen, jedenfalls jeden Journalisten, insbesondere jeden investigativen. Aber selbst das Faktum der Nachrichtensperre blieb in den Medien unerwähnt, bis ein einzelner Journalist, der o.g. Wisnewski, auf dem Gerichtsweg ihre Lockerung erzwang (s. 19. Nov. 2010).

5. Juli 2010, 00:01 h
„Hallowach“: Auf Kirsten Heisigs Spuren im Tegeler Forst – Bericht von einer Ortsbegehung„Hallowach“ berichtet von einer Besichtigung des Ortes, wo Kirsten Heisig Presseberichten zufolge gefunden worden war, und über Befragungen von Anwohnern.Der Wald: naturbelassen, kein Wirtschaftswald; Bäume meist gross, glatt, ohne erreichbare Äste, kaum zum Erhängen geeignet; Wald durch ein dichtes Netz von Wegen erschlossen, immer Strassenverkehr in hörbarer Entfernung.Aussagen von Anwohnern (mind. drei): den Fundort können sie nicht genau bezeichnen; manche meinten, Heisig sei doch im nahen Kornfeld gefunden worden, zwei Dreizehnjährige berichteten dasselbe (s.o.: 1. Juli); von der Polizei wurden die befragten Anwohner nicht zur Sache vernommen (etwa, ob sie Heisig, ihr Auto, bemerkt haben, sie dort öfter gejoggt sei, mit Hund oder ohne, etc.); keiner hält es für möglich, dass bei den herrschenden hochsommerlichen Temperaturen Heisigs Leiche dort irgendwo von Montag bis Sonnabend gehangen habe, ohne dass ihre Hunde oder Hunde von Spaziergängern sie nicht sofort erspürt hätten, sogar jeder Anwohner selbst, denn: Vor ein paar Jahren sei dort ein Wildschwein überfahren und der Kadaver nicht sofort entfernt worden – der Gestank in der Gegend sei fürchterlich gewesen.
6. Juli 2010, Berliner MorgenpostKeine Trauerfeier, kein Kondolenzbuch für Kirsten Heisig

Kirsten Heisigs Buch soll ihr Vermächtnis sein

„Die Berliner Justiz plant bislang keine Trauerfeier für Heisig. „Das hat die Familie zu entscheiden“, sagte eine Gerichtssprecherin. Auch ein Kondolenzbuch solle nicht ausgelegt werden, da dies bei anderen verstorbenen Kollegen auch nicht gemacht werde.“Am 7. Juli 2010 schrieb René Stadtkewitz, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, in einem

Offenen Brief an die Justizsenatorin Gisela von der Aue:

„…Nun lese ich in einer Zeitung, dass in Ihrer Verwaltung darum gestritten wird, ob der Gleichbehandlungsgrundsatz der Auslegung eines Kondolenzbuches oder einer öffentlichen Trauerfeier im Wege steht. Aber Kirsten Heisig hat deutlich gezeigt, dass sie mehr als eine Jugendrichterin war. Sie war Sozialarbeiterin und nahm Einfluss auf die Politik.

Ich bitte Sie deshalb, beenden Sie diesen Streit und machen Sie beides. Lassen Sie zu, dass an geeigneter Stelle ein Kondolenzbuch ausgelegt wird und richten Sie eine Trauerfeierstunde ein, damit unzählige Berlinerinnen und Berliner von dieser aufrichtigen und ehrlichen Frau Abschied nehmen können. …“Ein halbes Jahr später kam Stadtkewitz in einem Interview darauf zurück (siehe 8. Januar 2011):

„Bereits kurz nach ihrem Tod sollten offenbar schnell ihre [Heisigs] Spuren verschwinden. Ich habe nie verstanden, warum die zuständige Justiz-Senatorin Gisela von der Aue nicht bereit war, wenigstens ein Kondolenzbuch auszulegen. Mit fadenscheinigen Begründungen wurde diese Mindestwürdigung ihrer Arbei abgelehnt. … In dieser Zeit wäre ich für die Unterstützung dieses Anliegens von manch heute genanntem Weggefährten dankbar gewesen. Lediglich eine enge Freundin schloss sich meinen Fordeurngen an…“

6. Juli 2010
Kirsten Heisigs HundHeisig soll einen Hund gehabt haben, mit dem sie, wie in der Berliner Morgenpost vom 4. Juli 2010zu lesen, regelmässig in den Wald zum Joggen ging.Gerhard Wisnewski versuchte zu recherchieren, ob sie den Hund etwa am Tag ihres Verschwindens bei sich hatte und was aus ihm geworden ist. Er war auf diese Fährte gekommen, weil ihm, wie er am 16. Juli schreibt, ein Spaziergänger mitgeteilt hat, am 6. Juli in der Nähe der in den Medien genannten Fundstelle der Leiche Heisigs eine interessante Entdeckung gemacht zu haben: erstens eine grosse Plastikplane, die starken Verwesungsgeruch verströmte; zweitens einen in eine weitere Plastikplane dicht verpackten und grossteils eingegrabenen Hundekadaver mit rötlich-braunem Fell.Der Spaziergänger habe die Polizei gerufen, die ihm gesagt habe, dass sie die Kriminalpolizei verständigen werde. Als er am nächsten Tag die gleiche Stelle wieder aufgesucht habe, sei nicht nur die Plane beseitigt gewesen, sondern zudem der Fundort mit schweren Baumstämmen abgedeckt, zu deren Bewegung, auch den Spuren nach zu urteilen, ein mobiles Forsthebezeug eingesetzt worden ist.Wisnewski ging zunächst der Frage nach, ob es stimme, dass Heisig einen Hund gehabt habe. Der o.g. Berliner Stadtverordnete René Stadtkewitz, der mit Heisig befreundet war, bestätigte am 17. Juli die Pressemeldung: „Ja, ich weiß, dass sie einen Hund hatte. Sie erwähnte ihn hin und wieder als ihren persönlichen Schutz, wenn sie allein in Parks oder durch den Wald joggen ging. Dass sie dies regelmässig tat, hat man ihr wohl angesehen. Was aus dem Hund geworden ist und ob sie ihn an diesem Tag dabei hatte, weiß ich nicht.“ (ebd.)Die meisten verantwortungsbewussten Hundehalter lassen ihren Hund mit einem Chip versehen, damit er im Falle des Entlaufens vom Finder schnell identifiziert und seinem Halter wieder zugeführt werden kann. Die landesweit zentrale Registrierung der Hunde erfolgt bei der Organisation TASSO (www.tasso.net). Ich fragte deshalb dort an und bekam am 26. Okt. 2010 die Auskunft:
„Ich kann Ihnen mitteilen, dass der Hund [Kirsten Heisigs] bei Tasso e.V. registriert und nicht als verstorben eingetragen ist. Alles andere unterliegt dem Datenschutz!“In einem zusammenfassenden Bericht, den Wisnewski in seinem Buch verheimlicht vertuscht vergessen (Knaur-Taschenbuch Nr. 78399, Januar 2011, S. 220f) gibt, ergänzt er: sein Informant habe sich ein Chip-Lesegerät besorgt, sei am 20. August 2010 noch einmal zu jenem Ort gegangen und habe den – tatsächlich noch vorhandenen – weitgehend eingegrabenen Hundekadaver freigelegt. Dem mittlerweile stark verwesten Tier habe jedoch der Kopf gefehlt, vermutlich mitsamt der Stelle am Hals, an der der Chip meist eingepflanzt wird. Jedenfalls habe das Lesegerät keine Anzeige gegeben.Die Überprüfung dieser Geschichte, die ein entscheidender Ansatzpunkt für die Aufklärung des Todesfalles Heisig sein könnte, war bisher wegen strikter Geheimhaltungspolitik der Staatsanwaltschaft (s. 15. Sept. 2010) und der Polizei (s. 9. März 2011), nicht möglich. Diese Geheimhaltungspolitk aber – und das erscheint mir wichtiger und bezeichnend für diesen Fall – ist nur durchhaltbar, weil „die Öffentlichkeit“ von Beginn an vor einer kritischen Prüfung des Falles zurückschreckte und eilfertig die Suizidthese verbreitete, vielleicht ahnend, dass sich sonst die „private Tragödie“ als hochpolitischer Skandal erweisen könnte, und zwar einer von der Art, die parteiübergreifend zu vermeiden getrachtet wird.
7. Juli 2010, EMMA-online:
Ein sehr befremdlicher SelbstmordAus dem nicht gezeichneten Vorspann zu einem Bericht über Kirsten Heisig von Necla Kelek:
. . . Kirsten Heisig © EMMA
7. Juli 2010, Jürgen Elsässer,
in Fortsetzung seines Blogeintrags vom 5. Juli:
Tod einer Richterin: Weitere MordindizienElsässer nennt kurz einige weitere Punkte, die seiner Meinung nach gegen die Suizidthese sprechen.
Kurz darauf, undatiert, aber nicht später als am 8. Juli, relativiert er seine Einschätzung des Falles, zieht sich aus der Affäre und nennt dafür einen erstaunlichen Grund:„Habe grade mit einem Reporter gesprochen, der Frau Heisig persönlich kannte. Er hält Suizid für plausibel aufgrund der Schicksalsschläge, die die Richterin im persönlichen Bereich zu ertragen hatte. Am Tag des Verschwindens bzw. kurz davor habe sie so durcheinander gewirkt wie nie zuvor. – Also, um es klar zu machen: Die Mordversion ist genauso wenig bewiesen wie die Selbstmordversion!“
9. Juli 2010

Die konservative Wochenzeitung Junge Freiheit, die als eine der ersten am 30. Juni Heisigs Vermisstmeldung brachte, zeigte sich am 4. Juli in einer Online-Meldung Jugendrichterin Kirsten Heisig tot aufgefundenskeptisch: „Mittlerweile steht für die Staatsanwaltschaft fest, dass [sie] sich selbst getötet hat.“ Und zur Justizsenatorin Gisela von der Aue, die sich „erschüttert gezeigt“ habe: „Unklar ist, warum die Politikerin noch vor Bekanntgabe des Obduktionsergebnisses [richtig: vor der Obduktion] verlautbarte, Heisig habe Suizid begangen.“Am 9. Juli folgte ein Bericht Selbstmord einer Richterin, der im Titel – und im Untertitel: „…nun nahm sie sich das Leben“ – klar die Suizidthese übernimmt. Der Autor Ronald Gläser berichtet jedoch ausführlich darüber, dass und mit welchen Zweifeln in vielen Internetforen dieser These misstraut wird, beteuert dann aber wieder, dass trotz mancher unbeantworteter Fragen „die Fakten doch eindeutig“ seien. Die Polizei habe keine Spuren von Fremdeinwirkung gefunden. Und wieder: „Heisig scheint [!] freiwillig aus dem Leben geschieden zu sein.“Man war offenbar in der JF-Redaktion nicht wirklich von der amtlichen Version überzeugt. Am 24. Sept. heißt es in einer mit krk [Felix Krautkrämer] gezeichneten Online-Notiz zur postumen Verleihung des Bul le mérite an Heisig distanziert: „Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll die Richterin Selbstmord begangen haben.“Diese nach wie vor bestehende Skepsis zeigt sich auch in zwei weiteren Berichten (Online-Notiz vom 16. Nov. und Artikel Wisnewski-Urteil gut für Pressefreiheit vom 26. Nov.) von Ronald Gläser, die zu Wisnewskis Klageerfolg gratulieren. Seine Freude darüber, dass es „künftig leichter sein [werde], Akteneinsicht zu erhalten“, war indes voreilig und zerfloss angesichts des faktischen Resultats des OVG-Urteils (siehe 19. Nov. 2010).In der JF-Ausgabe vom 4. März 2011 berichtete Ronald Gläser auf S. 19 von der Pressevorführung des WDR-Films über Kirsten Heisig (siehe 9. März 2011). Die Filmautorinnen hätten sich zwar darüber beklagt, dass ihnen die Polizei jede Auskunft verweigerte, zeigten sich aber trotzdem davon überzeugt, dass Heisig sich selbst getötet hat. Die Fragen der Journalisten indes drehten sich „vorwiegend darum, ob nicht doch Misstrauen gegenüber dieser offiziellen Version angebracht sei.“ (Von diesem Misstrauen ist jedoch in den meisten Berichten der anderen Journalisten nichts zu spüren).
10. Juli 2010, FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung, S. 38:
Traueranzeige für Kirsten Heisig:“In unserem Gesprächskreis war sie uns eine leidenschaftliche und kluge Partnerin, deren Mut und Engagement wir bewundert haben.“
Unterzeichnet von: Monika Maron und Necla Kelek, Nasrin Amirsedghi, Ezhar Cezairli, Güner Balci, Vazrik Bazil, Ingke Brodersen, Gilles Duhem, Ralph Ghadban, Sybille Blomeyer, Andreas Hierholzer, Klaus Hartung, Gabriele Heinemann, Eduard Heussen, Reinhold Jaretzky, Joung-Sook Authenrieth, Marie-Luise Knott, Reinhard Laska, Jutta Laska, Peter Mathews, Sabine Merseburger, Peter Merseburger, Regina Mönch, Eugenie Marquardt, Morus 14 e.V., Mädchenzentrum Madonna, Marie Haller-Nevermann, Knut Nevermann, Timm Paulick, Pia Pollack, Marcella Rehm, Werner Rehm, Jens Reich, Eva Reich, Simone Rothweiler, Hermann Rudolph, Martin Warnach, Marie Wildermann, Michael Wolffsohn, Rita Wolffsohn, Sevil Yildirim, Ali Yildiz.
10. Juli 2010, instock – der börseninformationsdienst: „Niquets Welt“
Bernd Niquet : Auf Unstimmigkeiten achten!:Oft schon habe ich mich gefragt, wie es denn eigentlich ablaufen könnte, wenn der Staat einmal einen harten Schnitt macht? Wie gelingt es dann, dass im Vorfeld nichts bekannt wird? Wie schafft man es, dass alle Entscheidungsträger dichthalten? In Berlin hat man in diesem Zusammenhang möglicherweise gerade eine kleine Generalprobe veranstaltet. Und selbst wenn das keine Generalprobe war, so ergeben sich daraus Impressionen, die man sich merken sollte.[ … ]In Berlin ist also eine ziemlich verhasste Richterin, die am Morgen noch die letzten Änderungen an den Druckfahnen ihres Buches vorgenommen hat, am Abend in den Wald gefahren und hat sich an einem Baum erhängt, was im Übrigen eine typisch männliche Selbstmordart darstellt. Obwohl pädagogisch bestens geschult und täglich im Umgang mit Jugendlichen mit Problemen im Elternhaus, tritt sie aus dem Leben ohne ihren Kindern einen Abschiedbrief mit auf den Lebensweg zu geben.Das alles ist möglich, es ist möglich, dass es so gewesen ist, doch die Wahrscheinlichkeit für so ein Verhalten liegt nahe null. Stutzig macht ebenfalls, dass hier alles bereits im Vorfeld gemeldet wurde, bevor es eigentlich gewusst werden konnte. Und was einem regelrecht Angst einjagt, ist, dass über alle diese Punkte ausschließlich in Internetboards diskutiert wird, jedoch keine einzelne Adresse der etablierten Presse diese Punkte auch nur einmal angesprochen hat.[ … ]
19. Juli 2010, DER SPIEGEL Nr. 29/2010, S. 126-129
Kirsten Heisig:
Angst ist ein schlechter Ratgeber
Einblicke in die Parallelgesellschaft Neuköllns
(pdf)Vorabdruck (leicht gekürzt) des Kapitels Typische Intensivtäterkarrieren aus Kirsten Heisigs Buch Das Ende der Geduld, S. 80-99
21. Juli 2010

Tobias Riegel: Das Ende der Reflexion, S. 10″unwissenschaftlich“, „abenteuerlich“, „anmaßend“
Während alle etablierten Medien (incl. taz, Junge Welt) sich aufgrund der fraglos akzeptierten Suizidthese „pietätvoll“ verhielten und Kirsten Heisigs Ideen positiv besprachen, war dies eine scharfe Polemik gegen das noch nicht erschienene Buch. Sie schließt mit dem Satz: „In der Sache hilft Heisigs Schrift also ebenso wenig weiter, wie die eitlen Rassistenmonologe eines Thilo Sarrazin.“ (so gedruckt; in der online-Version heißt es – am 7.4.2011 – statt RassistenmonologeMonologe)Dazu der Kommentar einer Leserin vom 21. Juli 2010: „Als Neuköllnerin und gesellschaftlich interessierte Mitbürgerin würde mich interessieren, nach welchen Vorgaben die Drogen- und Kriminalpolizei in Neukölln vorgeht. Wann greift sie ein? Warum können auf der Straße harte Drogen von 12- Jährigen verkauft werden? Warum stoppt niemand die Drahtzieher? Und wieso reden alle die Probleme in Neukölln klein? Nur, weil im Norden von Neukölln die gutbürgerliche Mitte aus Kreuzberg herüberschwappt, heißt das noch lange nicht, dass sich das Gesamtbild in Neukölln so mächtig verändert. Übrigens: Die gutbürgerliche Party-Crowd trifft man gerne auch mal zum Drogenkaufen in der Hasenheide…“Der letzte Satz spricht etwas verschämt einen Zusammenhang an, dessen Bedeutung für die Beurteilung des Falles Heisig selten gesehen wird. Was würde aus den usern ohne ihre dealer? Und wer sind konkret die user aus der „gutbürgerlichen Party-Crowd“? Nur mal rhetorisch gefragt.(Vgl. hierzu den Kommentar zu einem Artikel der NZZ vom 15.09.2010, s.u.)
26. Juli 2010, ZDF, heute-journal, 3:05 min
Christhard Läpple: Bericht über Kirsten Heisig und ihr Buch
Aussage: Kirsten Heisigs Leichnam habe in 5 MeterHöhe an einem Baum gehangen.Die Quelle dieser Information wird in dem Fernsehbericht nicht genannt. Bekannt war durch Photos, z. B. in der Berliner Morgenpost vom 4. Juli, dass die Polizei extra Leitern anforderte, um die Leiche zu bergen. Der Karikaturist Götz Wiedenroth stellte das mögliche Szenario so dar:In dem von Wisnewski auf dem Gerichtswege erzwungenen Bericht der Generalstaatsanwaltschaft vom 19. Nov. 2010 (s. u.) heißt es, ohne die Anforderung von Leitern zu erklären:
„Die Tote hat sich anscheinend nach vorne in die um ihren Hals liegende Schlinge fallen lassen und sich vor dem Erhängen nicht auf einen Gegenstand gestellt, eine entsprechende Steighilfe war am Ort nicht vorhanden.“Zitate aus dem Filmbericht:O-Ton Heinz Buschkowsky, SPD-Bürgermeister von Neukölln:„Sie war keine Richterin Gnadenlos. Das ist Unfug. Sie war auch nicht Berlins härteste Richterin. Sie war aber eine Vertreterin der Linie, dass die Gesellschaft, dass der Staat sich nicht der Lächerlichkeit preisgeben darf. — Ich war dabei, als man versuchte, sie öffentlich madig zu machen, das ist alles unnötig, das machen wir alles doch schon längst, die Justiz ist schnell, schneller geht’s nicht, warum macht die Frau denn so’n Wirbel, das ist doch alles nur ein Ego-Trip. Das waren so die Vorwürfe – die sie persönlich übrigens trafen.“O-Ton Güner Balci, Autorin („Arabboy“) und Filmemacherin (s.u. 9. März 2011):
„Immer wieder gab es auch das Gerücht, dass man Kirsten Heisig eigentlich raushaben wollte aus Neukölln, aus Berlin, denn sie war einfach zu laut, sie wollte zu viel, war zu engagiert, und wenn man zu engagiert ist, kann man auch sehr schnell anecken.“
27. Juli 2010, Deutschlandradio Kultur
Der Programmleiter des Herder-Verlags, Initiator und Lektor von Kirsten Heisigs Buchprojekt, Dr. Stephan Meyer, im Gespräch mit Ulrike TimmKirsten Heisigs Buch ist kein „Vermächtnis“
(wie es in den Medien oft genannt wird)[ … ]Timm: Stephan Meyer, Kirsten Heisig hat ein ziemliches Fanal gesetzt: Sie hat Ihnen, dem Lektor, letzte Korrekturen übermittelt und sich dann umgebracht. Insofern liegt es nahe, dieses Buch als Vermächtnis zu lesen. Lesen Sie es auch so?Meyer: Ich lese es nicht als Vermächtnis, weil ich glaube dieser Begriff was anderes bedeutet als jetzt naheliegt. Das hätte bedeutet, dass sie dieses Buch sozusagen auf diesen Punkt ihres Abschieds aus ihrem Leben sozusagen hingeschrieben hat. Dafür gibt es für mich jedenfalls keine erkennbaren Anzeichen…Dass das durch ihren tragischen Tod jetzt im Nachhinein zu einem Vermächtnis geworden ist, liegt leider in der Natur der Sache, aber ist sicherlich, soweit ich das sagen kann, nie von ihr so beabsichtigt gewesen. Und ich möchte es dann so auch nicht lesen. Ihr selber, die sich sehr auf dieses Buch gefreut hat und es gar nicht erwarten konnte, dass das Buch Streit und Diskussion und Engagement hervorruft, war es sehr wichtig, dass dieses Buch pünktlich erscheint. Sie hat sich sehr darauf gefreut und insofern ist, kann ich nur noch mal betonen, ist von einem Vermächtnis in dem strengen Sinne dieses Begriffs, glaube ich nicht die Rede.


Rache aus dem Milieu?

Timm: Hat man als Verlag oder hatte auch Kirsten Heisig Angst vor Rache aus dem Milieu?

Meyer: Also, als Verlagsmensch kann ich Ihnen sagen, dass ich keine Angst habe … hier im beschaulichen Freiburg…
Frau Heisig selbst, glaube ich, hat Grund gehabt, sich nicht immer allzu sicher zu fühlen, aber genaue Hintergründe und Details hat sie mir nie so beschrieben. Und die, die sie beschrieben hat, möchte ich hier jetzt auch nicht nennen.


Juristisch geklärte, stark gekürzte Manuskriptversion

Timm: Sie nennt Namen, sie nennt Details. – Rechnen Sie als Verlag eigentlich noch mit rechtlichem Ärger?

Meyer: Also, es hat verschiedene Manuskriptversionen gegeben. Die Manuskriptversion, die jetzt in dem Buch nachzulesen ist, ist eine [die] juristisch geklärte, persönlichkeitsrechtlich untersuchte Variante; in der ursprünglichen Version, die sehr viel umfangreicher also an Seitenzahlen als auch konkreter in den Zusammenhängen und Namen war, da hätten wir sicherlich Vorgänge, wie Sie sie gerade beschrieben haben, befürchten müssen.

29. Juli 2010, Christoph Hörstel
Warum die Berliner Jugendrichterin Heisig ermordet wurde„Das hanebüchene Verhalten der Berliner Behörden im vermutlichen Mordfall Heisig weist auf ein schlechtes Gewissen dieser Behörden hin. Zu den Gründen dafür muss ein in der Konsequenz ungeheuerlicher Verdacht geäußert werden.
[ … ]Zugespitzt gefragt: Musste Heisig sterben, weil sie unserem Staat auf die Schliche zu kommen drohte? War sie ihm bereits auf der Spur – und stand kurz vor weiteren Veröffentlichungen? Muss deshalb die kaum noch haltbare Selbstmord-Theorie so lange wie möglich aufrechterhalten bleiben?Wenn allerdings ein Selbstmord von Staats wegen vorgetäuscht werden sollte, können wir davon ausgehen, dass wir kaum beweiskräftig dahinterkommen. Natürlich kann auch einmal etwas ’schief gehen‘.

Die Akte Heisig bleibt also ungeklärt auf dem Tisch – die Angelegenheit stinkt gewaltig.“

1. Aug. 2010
In dem libertären Monatsmagazin, das den Anspruch erhebt, „aktuelle Themen aus einer ungewöhnlichen, in den Mainstream-Medien selten oder gar nicht zu findenden Sicht zu kommentieren“, erschien – in einem Online-Beitrag, der nicht in die Druckfassung übernommen wurde – der Artikel
Homo Absolutus: Zum Tod von Kirsten Heisig von Frank Lisson.Der Autor prangert zwar an, dass zu den von Heisig thematisierten Problemen „fast alle Leitmedien [sich] in Beschwichtigungen ergehen“, die Ursachen ignorieren, die Tatsachen nicht sehen wollen. Was er in dem durchgehend kritischen Artikel jedoch völlig unkritisch von den Leitmedien übernimmt, ist ausgerechnet die hervorstechendste Beschwichtigung des Publikums: Heisig habe sich selbst das Leben genommen.Näher wurde der Fall Heisig in der Zeitschrift nicht mehr thematisiert. Zwar wunderte sich der Herausgeber André Lichtschlag noch in einem Kommentar zu einer Maybrit-Illner-Diskussion im ZDF (Thema: „Ausländerangst“, anlässlich des Erscheinens von Sarrazins Deutschland schafft sich ab) am 3. Sept.:„Seltsam, wenn auch in der dritten grossen Talkshow zum Thema der Name ‚Kirsten Heisig‘ nicht einmal fällt.“

Aber er schien sich dabei nicht bewusst zu sein, dass auch in seinem eigenen Blatt Kirsten Heisig – von Lissons Online-Artikel abgesehen – kein Thema war. Verdrängung einer auch diesem oft provokativen Organ zu heißen Sache? Jedenfalls hatte Götz Wiedenroth, der schon hunderte von Karikaturen für ef lieferte, auch zu diesem Thema etwas Passendes im Angebot (siehe oben: 1.-4. und 26. Juli) – das aber nicht gedruckt wurde.

7. Aug. 2010, Neue Zürcher Zeitung
Den Tätern Paroli bietenvon Joachim Güntner“Vor einem Monat fand man die Leiche der schon als vermisst gemeldeten Richterin im Tegeler Forst. Ihr mutmasslicher Selbstmord gibt vielen Berlinern Rätsel auf…“
Hervorhebung BAL, denn schon dieser nur beiläufig angedeutete Zweifel an der offiziellen Suizid-These findet kein Pendant in den deutschen etablierten Medien (s. 11. Nov. 2010).
12. Aug. 2010, Die Achse des Guten Redaktion:

Henryk M. Broder

Dirk Maxeiner

Michael Mierschwww.achgut.com“Erselbstmordet“ und …?In diesem „Online-Tagebuch“, in dem gut drei Dutzend Stammautoren meist kurze, oft ironisch bissige Texte, Fundstücke oder Lesehinweise veröffentlichen, gab es bis zu diesem Zeitpunkt bereits drei kurze Artikel, die sich mit Heisig befassten:Am 5. Juli schrieb Walter Schmidt, damals noch als Gastautor, eine scharfe Polemik gegen einen am gleichen Tag in der WELT erschienenen Artikel von Wolfgang Bergmann, Sie war eine Zweiflerin. Er nannte auch das jahrelange Mobbing der Berliner Justizverwaltung gegen Heisig, das andernorts jetzt meist beschwiegen wurde, beim Namen und schloss:

„Die tote Kirsten Heisig kann sich nun weder gegen die z.T. heuchlerische Trauer ihrer obersten Dienstherrin, der Berliner Justizsenatorin von Aue (SPD) [s.o. 1.-4. Juli, Karikatur], noch gegen eine heuchlerische Solidarisierung von Symbiosepädagogen wie dem Hannoveraner Erziehungswissenschaftler und Kinderpsychologen Bergmann zur Wehr setzen.

Bezeichnend ist auch, dass nahezu alle Kommentatoren im Falle Heisigs von Selbstmord als letzter Konsequenz eines ganz persönlichen, z.T. auch familiären Dramas ausgehen.

Auf einer solchen Grundlage lässt es sich trefflich über ‚Deutschlands strengste Richterin‘ urteilen.“

Einen noch schärferen Ton schlug der Stammautor Bernd Zeller an. Am 19. Juli schrieb er, dass Heisigs Buch (bis dahin nur aus einem SPIEGEL-Vorabdruck bekannt) künftigen Forschern als Quelle dienen werde, um zu erfahren, „wie es kam, dass sich Gesellschaft und Rechtsstaat vor ein paar Banden von Migrazis unterwarfen.“ — Am 25. Juli schrieb er über das Weggucken und Ablenken der Politik: „Aber was ist mit den Hintermännern und Strippenziehern? Gemeint ist das verkommene Pack von nichtsnutzigen Staatsanwälten, Richtern, Politikern, Beauftragten, Edathys, Jugendämtern, Redakteuren, Ströbeles, Wowereits…“ — Und am 27. Juli kommentierte er einen Artikel in der WELT vom 26. Juli, in dem der Autor sich fragt, warum Schwerstkriminalität von Türken und Arabern „relativiert“ werde, denn, so sein Titel, Wer Verbrechen totschweigt, schadet den Migranten. Zeller schloss seinen Beitrag wie folgt: „Die Jugendrichter mit ihren Urteilen, die nichts weiter sind als Anstiftung, die Bande von Beauftragten, die Kriminologen im Pfeifferdauerdienst, sie setzen ihr Programm zur hochbezahlten Verantwortungslosigkeit um.
Die erselbstmordete [Hervorh. BAL] Jugendrichterin Heisig war die einzige, die das nicht mitmachen wollte.“

* * * * * * * * * * *

Die Zitate zeigen, welcher Ton und welcher Jargon in diesem Online-Tagebuch akzeptiert wird; sie zeigen aber auch, in welche sprachlichen Ambiguitäten sich die sonst oft der „political correctness“ ätzend spottenden Autoren zurückziehen, wenn sie spüren, dass das Thema politisch wirklich „heiß“ ist.

Zellers Wortschöpfung „Erselbstmordung“ dient dann als ironisch imposant sein sollende Fassade, die vom Aussprechen der hinter ihr verborgenen Alternativen suspendiert: Ist Heisig in den Selbstmord getrieben worden oder wurde sie von professionellen Killern so getötet, dass es den Ermittlern als Selbstmord erscheint – oder gar: erscheinen kann?

Schmidts Schlusspassage, die mit „Bezeichnend“ beginnt, belässt es bei einem raunenden Andeuten, dass mit der Einhelligkeit der Meinungen „nahezu aller Kommentatoren“ zum Selbstmord Heisigs etwas nicht stimmen kann. Im Text schreibt er vom (Frei-)Tod, dann sogar vom „(Frei-)Tod“ Heisigs, vermeidet aber ebenfalls klare Worte &?uml;ber seine Vermutungen. Auch später schwieg er über das Thema, obwohl es Anlässe gab, es erneut zu kommentieren (siehe 15. Sept.; 23. Sept.; 19. Nov.).

Ich habe die von achgut.com empfohlene Möglichkeit, sich als Gastautor an dem Projekt zu beteiligen, zu nutzen versucht und, anknüpfend an Schmidts Schlusspassage, am 12. Aug. 2010 einen Beitrag  „Das Ende der Geduld“ – Wessen Geduld?  mit Bitte um Veröffentlichung eingesandt.
Die Antwort kam umgehend:
„Leider nein.
Zu viel Vermutungen und Spekulationen.
Danke dennoch.
Dirk Maxeiner.“

Ich ignorierte die Schroffheit der Antwort und bot einen Kompromiss an:
„Ich nehme an, Sie meinen damit den letzten Absatz.
Zugegeben: vielleicht zu starker Tobak, ohne dass aber eine ‚Verschwörung‘ insinuiert wäre, nur ideologische ‚Sachzwänge‘.
Bis dahin ist’s aber doch vorwiegend deskriptiv, eine Zusammenfassung in reputablen Organen publizierter Ereignisse und Aussagen, die den Lesern, die erst durch das Buch auf Heisig aufmerksam wurden, meist nicht präsent sind, und nicht einmal so spekulativ-provokativ wie Bernd Zellers ‚erselbstmordet‘. Würden Sie der um den letzten Absatz gekürzten Fassung Eingang gewähren?“

Maxeiner antwortete nicht mehr.

14. Aug. 2010, Wienerzeitung
Todesumstände „immer noch rätselhaft“Ruth Pauli, die am 5. Sept. 2009 in der Wienerzeitung ein längeres Interview mit Kirsten Heisig veröffentlichte, schrieb in einem Artikel „Rechte, Pflichten und Chancen“:“In der österreichischen Integrationsdebatte fehlt eine realistische Stimme der Vernunft. In Deutschland ist in diesem Sommer eine solche Stimme verstummt. Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ist unter tragischen und immer noch rätselhaften Umständen aus dem Leben geschieden…“
September 2010, Cicero. Magazin für politische Kultur
Christian Pfeiffer: Nicht alle Buben sind so böse
Heisigs Thesen fragwürdig, halten wissenschaftlicher Prüfung nicht stand.Der ehemalige SPD-Justizminister von Niedersachsen und jetzige Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen liefert eine grundsätzliche Kritik an Kirsten Heisigs „kurz vor ihrem Suizid vollendeten“ [sic!] Buch.Im Wikipedia-Artikel „Kirsten Heisig“ (ab 28.02.2010) ist seine Position sowie deren Kritik durch seinen Kollegen Werner Sohn von der Kriminologischen Zentralstelle Wiesbaden wie folgt zusammengefasst:“Pfeiffer … zollt Heisig zwar für ihre Praxis ‚großen Respekt‘, meint aber, sie sei in der Kriminologie nicht hinreichend bewandert und komme deshalb zu Fehleinschätzungen und unangemessenen kriminalpolitischen Forderungen. Ihre Thesen einer ’schleichenden Brutalisierung‘, die ‚primär den Migranten‘ zuzurechnen sei, weist Pfeiffer zurück, ebenso ihre Empfehlung, in gravierenden Fällen kriminelle Kinder zeitweilig in geschlossenen Heimen unterzubringen. Pfeiffer bekennt sich abschließend zu der Einstellung des Kriminologen Wolfgang Heinz: ‚Frühzeitige und einschneidende Eingriffe sind … gefährlich. Eine Strategie des Zuwartens zeitigt bessere Ergebnisse. Milde zahlt sich aus.‘ Heisigs Buchtitel Das Ende der Geduld, resümiert Pfeiffer, sei genau die ‚falsche Botschaft‘. Dieser These widerspricht Werner Sohn von der Kriminologischen Zentralstelle Wiesbaden in einer mit Daten und Statistiken unterlegten Kritik der Position Pfeiffers. Sohn weist außerdem darauf hin, dass Heinz‘ Empfehlung des ‚Zuwartens‘ aus dem Jahre 1989 stammt und somit auf noch weiter zurück liegenden Forschungsergebnissen beruht. Die Art von Jugendkriminalität, etwa die Gruppe der Intensivtäter, mit der wir es heute zu tun haben, habe es damals gar nicht gegeben. Wer heute noch Milde und Zuwarten auch ihnen gegenüber fordere, empfehle ‚als Problemlösung, was das Problem erst zugespitzt hat.'“Vgl. dazu die Replik: Werner Sohn: Kirsten Heisigs „falsche Botschaft“. In: Die Polizei. Fachzeitschrift für die öffentliche Sicherheit, Heft 2/2011, S. 57-61
(siehe hier => Februar 2011)
15. Sept. 2010, Neue Zürcher ZeitungOberstaatsanwalt Andreas Behm:
Akteneinsicht? „In diesem Fall gewiss nicht!“ Erbe einer Richterin. Berlin-Neukölln gedachte Kirsten HeisigsDer Journalist Joachim Güntner, der am 7. Aug., also lange nach Bekanntgabe und allgemeiner Akzeptanz der offiziellen Suizid-These, als einziger Berichterstatter in der Premium-Presse von einem „mutmasslichen Selbstmord“ Kirsten Heisigs geschrieben hatte (Den Tätern Paroli bieten), besuchte am 13. Sept. eine Gedenkveranstaltung für Kirsten Heisig in Berlin-Neukölln. Dort kamen die Umstände des Todes erwartungsgemäss nicht zur Sprache. Güntner ignorierte das Tabu und berichtete in dem Artikel von einem Vieraugengespräch am Rande:
„Die ‚arabische‘ Drogenmafia…
Leser Hans Müller gab in der NZZ zu dem Artikel folgenden Kommentar ab:
„Die Frage nach dem cui bono …
… bei Heisigs Tod erschliesst sich auf Seite 95-99 des Buches.“
Dort schreibt Kirsten Heisig u.a.:
„Nach meiner Einschätzung wird momentan zugesehen, wie die ‚arabische‘ Drogenmafia, die den Erkenntnissen der Polizei und der Staatsanwaltschaft zufolge speziell den Handel mit harten Drogen (wie z.B. Heroin) fest in der Hand hat…“
Auf einen solchen Zusammenhang hat auch eine Leserin des Neuen Deutschland (s.o., 21. Juli 2010) aufmerksam gemacht.Dass Kirsten Heisig es als Jugendrichterin nicht nur mit Schlägern, Dieben und kleinen Ganoven zu tun hatte, sondern auch mit einem Milieu, in dem es an Geld nicht mangelt, erschließt sich aus Buschkowskys Äußerung im Film von Balci/Graef (s.u. 09.03.2011):
„Sie kannte auch alle Schliche der bestbezahlten Anwälte der Stadt.“
23. Sept. 2010, Phoenix-TV, 14:45-16:15
Übertragung der Verleihung des „Bul le Mérite“, einer Auszeichnung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK). Da die bereits Ende 2009 bestimmte Preisträgerin Kirsten Heisig inzwischen verstorben war und offenbar weder ein Familienmitglied noch ein Kollege zur Verfügung stand, wurde der Preis von ihrem Lektor, Dr. Stephan Meyer, mit dem sie in der letzten Zeit eng zusammengearbeitet hatte (s.o.: 27. Juli 2010), in Empfang genommen.Auszüge aus der Laudatio von Heinz Buschkowsky:
„Sie war mit mir in Rotterdam, sie war mit mir in London, sie war mit mir in Glasgow, sie war mit mir in Oslo, oder ich mit ihr, je nachdem, und wir haben uns angeschaut, welche Rezepte haben andere kluge Menschen gefunden, aber sie hat erlebt, dass wenn man nur darüber berichten will, wie es andere machen, dass das schon nicht geht, und dass das schon unerwünscht ist.“[ … ]„Sie hat erlebt, wie jemand, der auch ihr enger Begleiter war, der vielleicht sie auch inspiriert hat, ich weiss es nicht, wie er, von einem Tag auf den andern, nicht mehr da war, weil er unbequem war, weil ihn nicht die richterliche Unabhängigkeit schützte [gemeint ist vermutlich der Fall des Staatsanwalts Roman Reusch, übrigens auch Empfänger des „Bul le Mérite“ – 2005; zu Reusch s.o., 07.12.2007]. Das hat sie sehr bewegt. Und … so blieben dann nur wir beide, auch wenn wir hin und wieder ein Telefonat führten mit dem Satz: wenn uns jetzt einer abhört, dann ist es um uns auch geschehen.“ [Gelächter im Publikum]“Sie hat auch vor 3/4-leeren Sälen gesprochen, weil vorher die Parole ausgegeben wurde: mit dieser Frau redet man nicht. Das hat sie alles weggesteckt.“

Ihr „Neuköllner Modell“, das beschleunigte Verfahren bei bestimmten Fällen der Jugendkriminalität, war eigentlich nur die Anwendung seit langem bestehender Gesetze, die jedoch von den Behörden und Richtern grossteils ignoriert wurden. „Und dass ihr da zu Beginn die Herzen zugeflogen sind, das hört sich heute gut an, war aber nicht so. Das war weiß Gott nicht so. Ich habe daneben gesessen, als sie dafür gescholten wurde, dass das doch alles mehr Befreidigung des Egos ist, und dass man das alles nicht benötigte.“

„…ihr Buch. Das hat sie bewegt in den letzten Monaten. Und sie war fixiert auf den Tag des Erscheinens, er war festgelegt. Und sie freute sich darauf. Und es war eigentlich völlig klar, dass nach diesem [voraussehbaren] Erfolg sie ihr weiteres berufliches Leben nicht als Richterin am Amtsgericht Tiergarten wird beenden. Das schien mir klar.“

Wie auch Buschkowsky unter dem Bann der Suizid-These stand, ist an dem gewundenen Satz zu spüren, den er zwischen die beiden letzen Absätze eingeflochten hat: „Es kam dann die Situation, dass sie in einer unglaublichen Durchbruchssituation, in einem unglaublichen mentalen Hoch, so wie ich sie in den letzten Tagen erlebt habe, dann diesen unfassbaren Entschluss fasste. Weil, sie hatte das, was sie die letzten Monate bewegte, abgeschlossen… ihr Buch.“ [Fortsetzung voriger Absatz]Abschließend vorsichtshalber noch eine etwas verquälte Distanzierung:

„Andere Menschen machen sich Luft mit skurrilsten Erklärungen, Verschwörungstheorien. Wer noch nicht ins Netz, ins Internet, geguckt hat, kann das ja mal tun. Teilweise sind die Theorien recht unterhaltend, aber irgendwo brauchen die Menschen auch Ventile, weil viele es nicht fassen können…“

* * * * * * * * * * *

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), der Kirsten Heisig sehr schätzte und Ende 2009 beschlossen hatte, seine Auszeichnung bul le mérite 2010 an sie zu verleihen und dies dann auch postum tat, hatte zu der entsprechenden Mitteilung auf seiner Website die Möglichkeit zu einer Forumsdiskussion gegeben. Da sie mittlerweile gelöscht ist, hier die Dokumentation, auch wenn die Antwort von Arne Bischoff natürlich nicht als offizielle Stellungnahme des BDK (die es nicht gibt) gelten kann:


23. Sept. 2010, Berliner Zeitung
Zukunft der Rechtsmedizin: Obduktion ohne Skalpell
„…Michael Tsokos [der Gutachter im Todesfall Heisig] hofft auf ein entsprechendes Computer-Tomografie-Gerät: ‚Der Raum ist schon für 70.000 Euro vorbereitet. Das Gerät kostet 250.000 Euro.‘ Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD): ‚Wir prüfen die Finanzierung.'“Über die enge Zusammenarbeit des obersten Berliner Rechtsmediziners mit den Behörden der Senatsverwaltungen für Justiz sowie für Inneres informieren zahlreiche Artikel der lokalen Presse, die über Suchmaschinen leicht auffindbar sind. Vgl. a. die Website des Vereins der Berliner Polizeireporter.
27. Sept. 2010, Die Welt:
Monika Maron: Kirsten Heisig starb „unter mysteriösen Bedingungen“
„Es herrscht immer noch Gedankenfeigheit“.
Interview zur Sarrazin-Debatte von Andrea Seibel mit Necla Kelek und Monika Maron.Monika Maron, die mit Kirsten Heisig befreundet gewesen ist, formuliert darin einen bemerkenswerten Satz:
„Kirsten Heisig musste unter mysteriösen Bedingungen sterben … um ein Klima zu schaffen, in dem unzensiert gesprochen werden kann.“Den Satz kann man nur als performativen Selbstwiderspruch verstehen, denn unter dem Bann der amtlichen und von den Medien unbefragten und einmütig kolportierten Suizid-These führt Maron den Zensurzwang vor. Fehlleistung oder Raffinesse?
Oktober 2010, Emma [Herbstausgabe]
„Aus der Einigkeit von Justiz und Medien muss nun geschlossen werden…“[Red.:] Heisigs Vermächtnis lebt.
„Die Umstände des Todes [von Kirsten Heisig] waren befremdend. Und da die Jugendrichterin längst bundesweit bekannt war für ihren engagierten Kampf gegen repressive Muslim-Familien, Islamisten und libanesische Großclans, lag die Frage nahe, ob es bei diesem Tod mit rechten Dingen zugegangen war. Aus der Einigkeit von Justiz und Medien muss nun geschlossen werden, dass es sich offensichtlich um Selbstmord gehandelt hat. Es wäre allerdings einer so hochpolitischen Persönlichkeit wie Kirsten Heisig angemessener gewesen, dieses auch zu belegen statt ihren so überraschenden Tod in den Bereich des privaten Taktgefühls zu verweisen.“
5. Nov. 2010, MDR, Talkshow „Riverboat“, 22:00-24:00 h
Gute Tatortarbeit erleichtert dem Obduzierenden die Diagnose.
Einer der Gäste war Prof. Dr. Michael Tsokos, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin an der Berliner Charité. Tsokos war anwesend, weil er Autor zweier erfolgreicher Bücher ist, in denen er die Aufgaben der Rechtsmedizin populär darstellt. Bei seiner Vorstellung durch den Moderator wurde m.W. erstmals öffentlich bekannt, dass Tsokos Gutachter zum Todesfall Heisig war. Im Gespräch wurde der Fall jedoch nur kurz erwähnt. Nicht mit direktem Bezug darauf, aber assoziativ verknüpft, meinte Tsokos, dass die Arbeit des Rechtsmediziners sehr erleichtert wird, wenn – wie im Fall Heisig? – die Mordkommission zuvor gute Tatortarbeit geleistet hat. Am Tatort im Fall Heisig – man legte hier die bezweifelbare Annahme zugrunde, dass der Auffindeort der Leiche auch der Tatort gewesen sei – waren keine Hinweise auf Fremdeinwirkung als Todesursache gefunden worden.In diesem Zusammenhang sei noch das Zitat eines Beamten erwähnt, das der Tagesspiegel vom 4. Juli 2010 überlieferte:
„Die haben die Mordkommission geholt, um ja keinen Hinweis zu übersehen und ein Verbrechen auszuschließen … auch, damit es hinterher keine Verschwörungstheorien gibt.“
11. Nov. 2010, Die Weltwoche (Zürich), S. 56-59 (59)
Frauen, die aufs Ganze gehen, von Dagmar Just (Berlin)Nachdem die Autorin „vier Heldinnen aus 500 Jahren“ porträtiert hat, kommt sie auf „eine aus der Gegenwart“ zu sprechen: auf Kirsten Heisig und ihren „Kampf gegen die Laisser-faire-Zyniker“.“… fand man sie erhängt im Tegeler Forst. Angeblich von eigener Hand, aber die Spekulationen über einen möglichen Mord reissen nicht ab.“
Hervorhebung von BAL, denn ein solcher Satz ist in der deutschen Presse nicht zu finden. Die offizielle Suizid-These wurde in keiner etablierten deutschen Zeitung auch nur so andeutungsweise wie hier in Frage gestellt, nur noch in einem weiteren Schweizer Blatt, in der Neuen Zürcher Zeitung durch das Wort „mutmasslich“ (s. 7. Aug. 2010). Auch die genannten Spekulationen fanden nur in Netzfornen etc. statt und wurden von der Presse inhaltlich nicht einmal referiert, allenfalls mit einem Seitentritt als „Verschwörungstheorien“ abgetan.„Sie sprach öffentlich über die Gewaltkarrieren von Zwölf- bis Fünfzehnjährigen aus deutschen, vor allem aber arabisch- und türkischstämmigen Familien und hatte von da an die Wahl zwischen ihren Feinden. Nicht nur, dass sie das selbstauferlegte Schweigegebot der eigenen Branche brach. Indem sie tatsachen klar und polemisch benannte, die es offiziell nicht zu geben hatte, sagte sie auch der P.-C.-konformen Konsenskuschelei aller Besitzstandswahrer, Laisser-faite-Zyniker und Status-quo-Maurer den Kampf an.“
16. Nov. 2010, Der Tagesspiegel (Berlin)
Verschwörungstheorien um den Tod von Kirsten Heisig
Einzig die Justizsenatorin wirkte unprofessionell.“Schlampigkeit kann man den Behörden wohl nicht vorwerfen. So wurde die Mordkommission an den Fundort gerufen. … Sogar der Leiter der Berliner Rechtsmedizin, Michael Tsokos, wurde nach Heiligensee gerufen. … Nur eine wirkte für Beobachter unprofessionell: Ausgerechnet Heisigs Chefin, Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) wartete nicht das Ergebnis der Obduktion ab, sondern verkündete wenige Stunden nach dem Fund der Leiche ihr ‚vorläufiges Ergebnis: Suizid‘ – für Verschwörungstheoretiker ein Indiz mehr.“
18. Nov. 2010, ZEITmagazin, Nr. 47, S. 34-39
Jana Simon: Ihr letztes UrteilWer es schafft, dieses lifestyle-Magazin bis zur S. 35 durchzublättern, stößt – nach einem längeren Beitrag Der Dackel ist wieder in Mode. Wir haben uns nach den passenden Männerschuhen umgeschaut– auf ein ganzseitiges bearbeitetes Portraitphoto von Kirsten Heisig, das den leicht gruseligen Auftakt zu einem Essay darstellt, der wie folgt beginnt:“Dieses Lächeln. Da ist immer dieses Lächeln. Auf fast jedem Foto – egal ob sie… Stets sieht Kirsten Heisig aus, als müsse sie beweisen, wie gut es ihr gerade geht. Auch wenn ihr übriges Gesicht [sic!] etwas anderes erzählt, tiefe Ringe haben sich unter ihre Augen gegraben, der Blick ist verschleiert…“ (für den Rest s. Link)Der in eine denkbar unpassende Umgebung gestellte Text wird auf S. 1 der ZEIT als „Erinnerung“ – offenbar an eine erledigte Geschichte – angekündigt. Zugute halten kann man der ZEIT, dass in ihr fünf Wochen später (s. u.: 22. Dez. 2010) ein seriöser Artikel erschien, dessen Autoren zwar mehrfach ein Bekenntnis zur Suizid-These ablegen, aber explizit und zwischen den Zeilen durchaus Bedenkenswertes bringen.
19. November 2010, Der Generalstaatsanwalt in Berlin
übermittelt per Fax an die von Gerhard Wisnewski beauftragte Berliner Kanzlei Raue LLP die laut Beschluss des Oberverwaltungsgerichts vom 11. Nov. 2010 die auferlegte
Auskunftserteilung in dem Todesermittlungsverfahren Kirsten HeisigInhalt in Kurzfassung:Zur konkreten Todesursache: Erhängen zu Lebzeiten.
Zum Todeszeitpunkt: Die Leichenliegezeit sei a) aufgrund starker Fäulnis nicht auf wenige Stunden einzugrenzen und b) mit der angenommenen Dauer von einigen Tagen – zuletzt gesehen: 28. Juni, 21:50 h; aufgefunden: 3. Juli 13:30 – „in Einklang zu bringen“.Zum Fundort: ca. 500 m vom geparkten PKW entfernt; folgt man der Straße Elchdamm bis zu einem Wegzugang zum Wald, so lag die Leiche von dort aus ca. 70 m waldeinwärts.Zur Auffindesituation: Der Kopf befand sich in der Schlinge eines Seils, das in etwa 2,30 m Höhe an einem Ast befestigt war; die Knie direkt über dem Erdboden; die Arme seitlich herabhängend.

Ausführliche Beschreibung von Details (z.B. Seil: weiss, Ø=1,2 cm…).

Am Fundort anwesend: Staatsanwalt, sechs Angehörige einer Mordkommission; als angeforderte Kräfte u.a. der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin [Michael Tsokos, s. 5. Nov.] mit einem Assistenten.

Zu Fakten, die Fremdverursachung des Todes ausschließen: Keine Zeichen von Gewalteinwirkungen. Verschiedenen Anzeichen, dass die Verstorbene zum Zeitpunkt des Erhängens noch lebte. Weder am Fundort noch am PKW, auf dem Handy oder in der Wohnung der Verstorbenen fanden sich Hinweise auf Fremdverschulden des Todes.

Zu objektiven Anhaltspunkten für ein planvolles Vorgehen von Frau Heisig in Bezug auf den eigenen Tod: Am 28. Juni habe Frau Heisig ihre Rechtsanwältin aufgesucht und die von ihr im Falle ihres Todes gewünschte Grabstelle bestimmt; außerdem habe sie ein auf sie ausgestelltes Rezept für ein Anti-Depressivum eingelöst, das „als Überdosis in ihrem Leichnam festgestellt wurde.“Vgl. hierzu den Kommentar eines anonymen Kriminalbeamten vom 8. Dez. 2010, den dieser an Gerhard Wisnewski geschickt hat, der ihn am 10. Januar 2011 veröffentlichte.

„Mein Fazit:

Vorausgesetzt, die Zitate aus dem Bericht der MK [Mordkommission] sind echt, dann nehme ich zur Kenntnis, dass am Fundort von Frau Heisig eine voreingenommene Polizei, die nur einen Suizid vorfinden wollte, spurenvernichtend unprofessionell gearbeitet hat (auf Anordnung? Von wem?). Die Fakten aus dem Bericht der StA, die ich hier jetzt nicht wiederholen möchte, begründen den dringenden Tatverdacht, dass Frau Heisig am Abend des 28. Juni ermordet wurde und ihr Leichnam kurz vor der Auffindung an den Fundort verbracht wurde.“

19. Nov. 2010, Pressereaktionenauf den Bericht der GeneralstaatsanwaltschaftGerhard Wisnewski war wirklich der einzige Journalist, der die Nachrichtensperre der Behörden nicht verschwieg oder, wie manche Kollegen, unter dem von der Justizsenatorin Gisela von der Aue wie eine Parole ausgegebenen Vorwand der Pietät akzeptierte, sondern auf gerichtlichem Weg versuchte, mehr als nur die knappe Auskunft „Suizid“ zu erhalten. Seine Kollegen, insbesondere die „investigativen“ (s.o. 4. Juli), hätten allen Grund gehabt, nun beschämt zu sein ob ihrer kollektiven Haltung (Leichtgläubigkeit / perfektes ideologisches „embedment“); sie taten aber so, als wären die weiteren Auskünfte überflüssig und jene „Pietät“ störend. Entsprechend wird die Sache – die ja eigentlich als längst erledigt gilt, eher beiläufig gemeldet.Als Beispiel sei die Frankfurter Allgemeine Zeitung zitiert:

1) Am 19. Nov. schreibt „jau“ [Marcus Jauer] auf S. 35 in einer Notiz, einspaltig, ca. dreißig Zeilen:

„… Kurz vor Erscheinen ihres später sehr erfolgreichen Sachbuches hatte sie [Heisig] sich im Juli dieses Jahres das Leben genommen. – Aus Rücksicht auf die Familie verbreitete die Staatsanwaltschaft damals trotz großen öffentlichen Interesses keine Details. Daraufhin hatte der Autor Gerhard Wisnewski die Behörde verklagt und sich in zweiter Instanz durchgesetzt.“

Gut ein Drittel der Kurznotiz dient der Charakteristik des Autors:

„Wisnewski ist bisher vor allem mit Büchern über Angebliches aufgetreten. So legte er in Berichten nahe, dass die Mondlandung nicht stattgefunden und die RAF die Anschläge der Jahre 1985 bis 1991 ebenso wenig verübt habe wie Al Qaida den Anschlag vom 11. September 2001. Das Verhalten der Staatsanwaltschaft beim Tod von Kirsten Heisig hatte er als Versuch der Vertuschung gewertet und über den angeblich mysteriösen Suizid spekuliert.“ (vgl. seine Artikelserie)

Die Notiz schließt süffisant:

„In der nächsten Woche wird er vermutlich Auskunft bekommen.“Der von Wisnewski auf eigene Kosten erstrittene Bericht der Berliner Generalstaatsanwaltschaft wurde von dieser „aus Gründen der Gleichbehandlung“ auch anderen Journalisten zur Verfügung gestellt. (Pressemitteilung PM 53/2010 vom 19.11.2010)Die Frankfurter Allgemeine Zeitung konnte deshalb der Kurzmeldung vom 19. eine weitere am 22. November, S. 27, folgen lassen. Darin heißt es:

„Ein Münchner Autor, der mit bizarren Verschwörungstheorien hervorgetreten war, erzwang die Veröffentlichung der ‚objektiven Umstände des Todes‘ vor dem Oberverwaltungsgericht. Seinen Spekulationen dürfte damit der Boden entzogen sein.“Tatsächlich erwies sich Wisnewskis erstrittener Erfolg letztlich als ein Pyrrhusssieg. Der Bericht bekräftigte zum einen die Suizidthese durch Detailbeschreibungen (die allerdings kritisierbar sind – siehe den vorigen Eintrag hier); zum anderen wartet er jedoch mit zwei neuen Behauptungen auf, die die Suizidthese nahezu unbezweifelbar machen sollen. War ein Suizid der aktiven, lebenslustigen und erfolgreichen Frau im Zenit ihrer Karriere bisher allenfalls als unerklärliche Kurzschlusshandlung denkbar, so wird in dem Bericht ihr „planvolles Vorgehen“ behauptet:

1) Kirsten Heisig habe am 28. Juni 2010 bei „ihrer Rechtsanwältin“ niedergelegt, wo sie im Falle ihres Todes begraben werden wolle.

2) Sie habe am gleichen Tag „ein auf sie ausgestelltes Rezept für ein Medikament gegen Depressionen“ eingelöst, „das als Überdosis in ihrem Leichnam festgestellt wurde.“

Da auch der OVG-Beschluss die Generalstaatsanwaltschaft nicht verpflichtet, eine vollständige Akteneinsicht zuzulassen (vgl. 15. Sept. 2010), werden trotz des Berichts weiterhin Zweifel an der offiziellen Darstellung bestehen bleiben.

19. Nov. 2010, Legal Tribune Online
„Der Fall kann Presserechtsgeschichte schreiben“

Wie die Formulierung, Heisigs „plötzlicher Tod wurde als Selbstmord deklariert“ zeigt, geht die Redaktion der LTO, jedenfalls deren hier gesprächsführende Leiterin Pia Lorenz, nicht davon aus, dass die von den Behörden verlautbarte Version, bei Heisigs Tod sei – durch Mordkommission und Obduktion bestätigt – „keine Fremdeinwirkung festgestellt worden“, unhinterfragbar ist. Sie kommt deshalb im Verlauf des teilweise recht interessanten Interviews auch wieder auf diesen Kernpunkt zurück, dass „die Presse nicht recherchieren kann, ob eine Selbsttötung vorlag, weil die Behörden ihr Informationen vorenthalten, weil angeblich eine Selbsttötung vorlag.“ Da beiße sich die Katze in den Schwanz, denn „die eigentlichen Ermittlungen sollen ja von der Staatsanwaltschaft getätigt werden“ — die die komplette Nachrichtensperre verhängt hat.In diesem Fall ist die komplette Nachrichtensperre schwer verständlich.
„Körner: Die Nachrichtensperre ist natürlich das härteste Mittel. Eine solche kann verhängt werden aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Beispielsweise, wenn es um Leib und Leben geht oder etwa darum, dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen nicht weiterführen kann, weil die Information dann allgemein bekannt ist oder eben gerade durch ihre Veröffentlichung der ein Risiko für Leib oder Leben von Beteiligten einträte. In solchen Fällen ist eine Nachrichtensperre natürlich möglich, dies aber nur im absoluten Ausnahmefall.“ Ein bereits vollzogener Suizid einer öffentlichen Person sei schwerlich als solcher zu erkennen.Der „an sich“ auffälligste Punkt an der ganzen Affaire, nämlich, dass die gesamte Presse die komplette Nachrichtensperre stillschweigend akzeptiert hat und nur ein einziger „freier“ Journalist dagegen vorging, blieb in diesem sich auf das Juristische beschränkenden Gespräch unerwähnt.Das Interview fand vor Bekanntwerden des Inhalts des Berichts der Generalstaatsanwaltschaft statt. Danach wurde der Fall Heisig in der LTO nicht mehr thematisiert.
20. November 2010, Berliner Zeitung
Bericht über die Neuköllner Jugendrichterin Dietlind Biesterfeld
„Eine dankbare und schöne Aufgabe“
von Sabine Deckwerth…Neukölln. Dietlind Biesterfeld „ist für diesen Bezirk zuständig. Ebenso, wie es Jugendrichterin Kirsten Heisig war, die sich im Juli das Leben nahm. Von steigender Jugendgewalt hat Heisig in ihrem Buch Das Ende der Geduld geschrieben. Von Raubüberfällen, Vergewaltigungen und kriminellen Großfamilien, die den Alltag bestimmen. Von hilflosen Behörden und überlasteten Jugendrichtern.
Wie einst Heisig kümmert sich auch Biesterfeld um den Norden Neuköllns, wo viele Familien arabischer und türkischer Herkunft leben. Es ist das bekannteste Problemviertel Deutschlands, mit seinem hohen Migrantenanteil, der hohen Arbeitslosigkeit und der hohen Kriminalitätsrate. Biesterfeld ist zudem zuständig für Rudow und Britz, für Gegenden in Neukölln also, in denen viele einfache deutsche Familien leben. Sie sagt, sie habe sich die Mischung ihrer Zuständigkeiten so gewünscht, um ihren Blick nicht einzuengen. Sie sagt auch, ‚aus meiner Sicht stimmt es einfach nicht, dass mehr Migrantenkinder vor Gericht stehen als Kinder deutscher Herkunft. Bei mir ist das total gemischt.‘An die brutale Welt, wie sie Kirsten Heisig schildert, erinnert an diesem Verhandlungstag kaum etwas in Saal B 235…Richterin Biesterfeld wirkt so gar nicht wie eine strenge Lehrerin. Sie hört jedem aufmerksam zu. Ihre Fragen sind sachlich, mit Ermahnungen geht sie sparsam um…

Sie kennt Neukölln, sie hat als Studentin dort gewohnt. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie am Stadtrand von Berlin…

Bei ihrer Arbeit merkt Biesterfeld deutlich, dass auch für Neukölln die Verfahren weniger werden. [ … ] [Deshalb] werden ab kommendem Januar am Amtsgericht Tiergarten die Stellen von vier Jugendrichtern gestrichen. [ … ] Einen Nachfolger für Kirsten Heisig gibt es nicht, ihre Aufgaben wurden aufgeteilt.

[ … ]

Biesterfeld: ‚Ich bin erfolgreich, wenn ein Angeklagter nicht wiederkommt.‘ Und das passiere oft. ‚Mit 25 ist es mit den Straftaten bei den meisten vorbei, nur ein kleiner Teil macht weiter.‘ Sie sagt auch, das[s] sie gern Jugendrichterin ist. ‚Das ist eine dankbare und schöne Arbeit.‘ „

5. Dez. 2010, Transatlantic Forum
Berliner Taxifahrt, von Heinz EggertDer ehemalige CDU-Staatsminister des Innern von Sachsen kleidete seine Einschätzung des Todesfalls Kirsten Heisig in eine Geschichte:
„[ … ] In der letzten Woche fuhr mich ein sympathischer älterer Deutsch-Iraker, der schon 19 Jahre in Berlin wohnt. Neben ihm lag aufgeschlagen das Buch der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, die sich mit der Kriminalität jugendlicher Migranten in Berlin auseinandersetzte und sich vor Monaten selbst das Leben genommen haben soll. Diese These glaubte mein Fahrer nicht. Er und seine Familie seien der Meinung, dass diese engagierte Frau umgebracht worden sein solle.Um diese These zu untermauern, erzählte er mir, dass er vor Monaten von zwei Jugendlichen überfallen worden sei… er wisse ganz genau wer sie wären… [Mitglieder einer arabischen Grossfamilie, die] an jedem Rache nahm, der eine Straftat zur Anzeige brachte. Der Taxifahrer hatte lange darüber nachgedacht und sich mit seiner Frau und den älteren Söhnen besprochen. Sie rieten ihm dringend von einer Anzeige ab, damit er sich und sie nicht in Gefahr brächte.Man merkte es diesem stolzen Mann sehr an, wie schwer für ihn die Entscheidung war. Immerhin war er sehr froh, dass er und seine Familie – nach der Flucht aus dem Irak – jetzt in einem Rechtsstaat leben durften…. Er hatte auch mit einem Richter, der der bei ihm oft Fahrgast ist, darüber gesprochen. Als Richter hatte er ihm geraten, die Täter anzuzeigen, um ihm im gleichen Atemzug wieder davon abzuraten, weil er die Reaktionen darauf? und die Folgen solcher Anzeigen kannte.

So wurde langsam die Frage des Taxifahrers zu meiner eigenen. Wenn in einem Rechtsstaat Recht bleiben soll, dann darf man doch nicht hinnehmen, dass andere einschüchternde Angstbarrieren errichten, die geltendes Recht blockieren. Oder?“

22. Dez. 2010, DIE ZEIT, S. 4
Das Ende der Ungeduld.
Eine Spurensuche, von Christian Denso und Heinrich WefingSPD-Justizsenatorin Gisela von der Aue, noch immer wortkarg: „aus Rücksicht auf die Familie der Toten“. (vgl. 09.03.3011: Polizei verweigert nach wie vor Auskunft)
Politiker, sagt sie, haben Kirsten Heisigs Themen gemieden, „weil sich keiner den Vorwurf machen lassen wollte, ausländerfeindlich zu sein.“Fazit Denso/Wefing: „Langsam fällt das System zurück in den alten Trott. Die Antreiberin ist tot.“ (vgl. unten, 01.04.2011: Bayern beginnt, das „Neuköllner Modell“ einzusetzen)Ein halbes Jahr nach Kirsten Heisigs Tod fragen die Autoren:„Was wird aus den Vorschlägen, die sie gemacht hat? Wer kümmert sich um ihr Erbe? Wie reagiert ein System, das von einer einzelnen Amtsrichterin herausgefordert wird, auf eine solche Provokation?“ Ignorieren, das geht nicht, dazu sind 350000 Exemplare zu viel. Also reagiert das System, indem es Kirsten Heisig umarmt.“ [ … ]„Kirsten Heisig ist mittlerweile fast so etwas wie eine Heldin. Eine tote Heldin. Das macht es fast unmöglich, sie zu kritisieren. In Berlin tut das niemand mehr. Niemand schimpft sie mehr eine Rassistin, nennt sie impertinent, ehrgeizig, mediensüchtig, zumindest nicht öffentlich. Alle loben Kirsten Heisig jetzt für das „Neuköllner Modell“, auch die Senatorin [der Justiz, Gisela von der Aue, SPD].“

Die Autoren bemühten sich um ein Gespräch mit ihr.

„Es dauert eine Weile, bis die Berliner Justizsenatorin zu einem Gespräch über Kirsten Heisig bereit ist. Gisela von der Aue wolle das Thema ruhen lassen, heißt es, aus Rücksicht auf die Familie der Toten. Aber dann nimmt sie sich doch eine Stunde. Die Senatorin ist in einer schwierigen Situation. Politisch trägt sie in der Stadt die Verantwortung für die Justiz, die Heisig so deutlich kritisiert hat. Und seit Jahren schon gibt es Gerüchte, die Richterin sei der SPD-Politikerin lästig gewesen, sei ihr zu forsch und selbstbewusst aufgetreten. Ja, sagt von der Aue, anfangs ‚war ich etwas irritiert über das öffentliche Auftreten von Kirsten Heisig, sie hat mir gar keine Chance gegeben, sie zu unterstützen‘.“

Kirsten Heisig, sagt von der Aue, habe ‚gezeigt, dass durch persönliches Engagement unheimlich viel bewegt werden kann.‘

„Aber es ist schon merkwürdig“, fragen die Autoren: „Warum braucht es eine Jugendrichterin, um so etwas wie das Neuköllner Modell zu erfinden? Warum muss eine Einzelkämpferin der Justiz vorführen, welche Möglichkeiten das Gesetz bietet?

Die Justizsenatorin braucht eine Weile, um die Frage zu beantworten. Sie spricht von dem Dialog, der immer nötig sei zwischen Politik und Praxis, von den vielen Gedanken, die man sich auch in ihrer Behörde gemacht habe. Sie räumt sogar ein, dass Kirsten Heisig ‚Themen angesprochen hat, die von manchen Politikern lange gemieden wurden. Weil sich keiner den Vorwurf machen lassen wollte, ausländerfeindlich zu sein.‘

Aber dann sagt sie auch: ‚Ein derartiges Modell von oben, von der Spitze der Behörde her, einzuführen ist viel schwieriger, als wenn das jemand tut, der in der Praxis steht. Hätte ich solche Vorschläge gemacht, wäre ich schnell in den Verdacht geraten, in die Unabhängigkeit der Richter eingreifen zu wollen.‘

Es ist eine erstaunliche Antwort. Sie bedeutet in letzter Konsequenz, dass die Politik, dass eine Senatorin nichts verändern kann. Dass es Menschen wie Kirsten Heisig braucht, um Reformen in Gang zu setzen. Und sie besagt, dass es ohne solche Menschen kaum vorangeht.“

„Wer setzt ihr Werk heute fort?“ fragen die Autoren den Jugendrichter Stephan Kuperion, den engsten Mitstreiter Kirsten Heisigs. „Kuperion zuckt mit den Achseln.“

[ … ]

„Langsam, so scheint es, fällt das System zurück in den alten Trott. Die Antreiberin ist tot.“

Nicht nur das: „Nächstes Jahr wird es in Berlin vier Jugendrichter weniger geben. Vier von 38. Die Stellen werden dem Familiengericht zugeschlagen.“ Begründet wird das mit dem Rückgang der Jugendkriminalität.

30. Dezember 2010, DIE WELT
Härte hilft, von Freia Peters
„Im brandenburgischen Bernau verteidigt der Jugendrichter Andreas Müller das Erbe der verstorbenen Berliner Richterin Kirsten Heisig. Seine strengen Urteile zeigen Wirkung: Die Kriminalität sinkt.
[ … ]
Müllers entschlossener Kampf gegen Rechtsextremismus war parteiübergreifend erwünscht. Kirsten Heisig jedoch hatte in Berlin-Neukölln vor allem mit kriminellen Migranten zu tun. * Heisig kritisierte Kollegen und Jugendämter für ihren laxen Umgang mit auffälligen arabischen und türkischen Familien. In einem zähen, über mehrere Jahre andauerndem Kampf für die Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht hatte die Richterin für die Einführung des sogenannten Neuköllner Modells gesorgt.
[ … ]
[Müller:] ‚Normalerweise wäre das die Aufgabe der politisch Verantwortlichen: der Innen- und Justizminister von Bund und Ländern, der Polizeipräsidenten, der Leitenden Oberstaatsanwälte.'“ **Erkennbar ist, dass an den markierten Stellen die Autorin etwas unterdrückt bzw. nur indirekt gesagt hat:
* Gegen kriminelle Migranten ist solch entschlossener Kampf parteiübergreifend nicht erwünscht;** Aber die Amtsrichterin Heisig musste das Neuköllner Modell gegen jene politisch Verantwortlichen durch Mobilisierung der Öffentlichkeit durchsetzen.
31. Dezember 2010:
In den zahlreichen Jahresrückblicken, die in den meisten Medien in den beiden letzten Wochen erschienen, wurde Kirsten Heisig trotz ihrer Prominenz als Bestsellerautorin und Anregerin einer politischen Debatte nur kurz, oft auch gar nicht, erwähnt.
8. Januar 2011
Fall Kirsten Heisig. René Stadtkewitz im Interviewmit Torben Grombery.Anlass des Interviews war ein Bericht im SPIEGEL vom 3. Januar 2011 („Der deutsche Geert“, S. 44-51), in dem der ehemalige Berliner CDU-Abgeordnete und Gründer der Partei Die Freiheitberichtete, er sei mit Kirsten Heisig einig gewesen, dass sie beide die neue Partei aufbauen: „Sie sollte das Gesicht werden, ich der Organisator.“Kirsten Heisig und die Partei Die Freiheit.
Stadtkewitz bekräftigte seine Behauptung, die von dem Neuköllner SPD-Bürgermeister Heinz Buschkowsky und von Heisigs Richterkollegen Stephan Kuperion bestritten wurde (in: Tagesspiegel, 3. Januar 2011: „Weggefährten: Heisig wollte nicht in die Politik“):Kirsten Heisig habe anfangs gezweifelt, ob sie für die Politik geeignet sei. Er habe ihr erklärt, „dass sie längst in die Politik eingestiegen sei … nach drei Jahren intensiver Arbeit gegen den Widerstand des Senats … ihre Auftritte im Fernsehen, ihre Interviews, ihr sozialer Einsatz, das alles war längst Politik.“ Sie habe auch schon Angebote erhalten, sowohl von der CDU als auch von der SPD, und beide ausgeschlagen. Da sie ohnehin wenig Lust gehabt habe, noch 19 Jahre als Amtsrichterin tätig zu sein, habe sie ihm gesagt: „Wenn du was Eigenes aufbaust, René, dann sage ich nicht nein.“ (zit. n. SPIEGEL)Todesumstände? Stadtkewitz rudert zurück.In seinem offenen Brief an die Justizsenatorin Gisela von der Aue (siehe 7. Juli 2010) hatte Stadtkewitz durch Hinweis auf deren „sehr frühen Hinweis, die Gründe für ihren [Heisigs] Freitod liegen im ‚familiären Bereich'“ und die Wendung „wenn es sich allem Anschein nach um einen Freitod handelt“ dezent seine Zweifel an der Suizid-Version durchscheinen lassen. Jetzt, direkt gefragt, ob er an die Selbstmord-Version glaube, formulierte er anders:

„Auch für mich war ein Suizid zunächst unvorstellbar. … Der magere Informationsfluss und gerade die voreilige ‚Schuldzuweisung‘ der Senatorin noch vor Abschluss der Ermittlungen haben sehr viel Raum für Spekulationen gelassen. Ich habe deshalb auch Verständnis dafür, dass es viele Menschen gibt, die der offiziellen Version nicht glauben wollen. Dennoch, nach allem, was ich inzwischen erfahren habe, gerade aus dem familiären privaten Umfeld, denke ich heute – trotz vieler offener Fragen – ein wenig anders über diese schreckliche Tragödie. [ … ] Wie soll man auch die Motive für einen Suizid nachvollziehen? [ … ] Auch kenne ich einige Leute bei der Berliner Polizei. Kirsten Heisig war dort sehr beliebt. Wir können absolut sicher sein, dass gerade die Berliner Polizei ihre Arbeit hervorragend getan hat.“

Februar 2011, Die Polizei (Fachzeitschrift)
„…eines nicht natürlichen Todes gestorben…“
Werner Sohn von der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden beginnt einen Artikel – eine Replik auf Christian Pfeiffers Attacke auf Kirsten Heisig (Cicero, Sept. 2010, s.o.) – mit den Worten: „Das Buch der im Juni 2010 eines nicht natürlichen Todes gestorbenen Jugendrichterin Heisig…“ (Kirsten Heisigs „falsche Botschaft“. In: Die Polizei. Fachzeitschrift für die öffentliche Sicherheit, Heft 2/2011, S. 57-61).
Die etwas ungelenke, offenbar aber sorgfältig abgewogene Formulierung liest sich, als sei sie einer durch das amtliche Verdikt geknebelten Skepsis des Autors gegenüber der Suizid-These geschuldet.
8. März 2011, Der Tagesspiegel (Berlin)
Kerstin Decker: Mauer aus Glas„Alle glaubten an einen Racheakt“
(aber keiner wagte dies öffentlich auch nur anzudeuten, geschweige denn, die nach der amtlichen Feststellung eines Suizids verhängte Nachrichtensperre auch nur zu benennen, geschweige denn ihre Aufhebung zu fordern – außer Gerhard Wisnewski)Kerstin Decker, Philosophin, Schriftstellerin und eine der „Kulturjournalistinnen des Jahres 2010“, schreibt:„Als sie [Heisig] plötzlich im letzten Sommer unauffindbar war und alle — ja, sagen wir ruhig ‚alle‘ — an einen Racheakt derer glaubten, denen sie so unbequem war…“Wer aber sind die, denen sie „unbequem“ war? Cui bono?Vgl. dazu Güner Balci am 09.03.2011, Süddeutsche Zeitung, s.u.: „Als sie [Heisig] verschwunden war, dachte ich: Die tut sich was an. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass Jugendliche sich an ihr rächen wollten oder so.“
9. März 2011
Im ersten Programm ARD, 22:45-23:30 h,
lief der Film von Güner Balci und Nicola Graef,
„Tod einer Richterin. Auf den Spuren von Kirsten Heisig“.
Die ARD gab das Manuskript zum Film mit der Transkription sämtlicher Wortbeiträge heraus. Der Film wurde danach von mehreren ARD-Sendern ausgestrahlt
und ist seit dem 19. Mai 2011 in der ARD-Mediathek verfügbar. Der am 26. Januar 2011 angekündigte Film wurde am 27. Februar 2011 im ARD-Hauptstadtstudio vorab für Journalisten gezeigt und vor der Ausstrahlung in mehreren Zeitungen besprochen.Zweifler an der Suizid-These unerwünschtDas Konzept des Films vermeidet eine Problematisierung des Todesfalls und setzt den Suizid als erwiesen voraus. Der Journalist Ronald Gläser, der die Pressevorführung besuchte, zitiert die dort anwesende Leiterin der Redaktion „Menschen hautnah“ beim WDR, Ulrike Schweitzer, die, angesprochen auf die Suizid-These, sagte: „Es war von der Redaktion her wichtig, dass niemand Zweifel äußert.“ (Junge Freiheit, 4. März 2011, S. 19). Da stellt sich die Frage, ob dies ein Grund war, weshalb einige Personen in dem Film nicht mitwirkten: etwa der Ehemann Kirsten Heisigs, ihre beiden Töchter, der Jugendrichter Stephan Kuperion, dem sie in ihrem Buch (S. 204) als „Freund [der] mir in schwierigsten Zeiten beigestanden“ habe, dankt, oder der Initiator und Lektor ihres Buches, Stephan Meyer, der zuletzt eng mit ihr zusammengearbeitet und an ihrer Stelle den postum verliehenen Orden Bul le Mérite entgegengenommen hat.Polizei verweigert nach wie vor Auskunft
(vgl. 15. Sept. 2010: „Akteneinsicht? In diesem Fall gewiss nicht!“)In mehreren Berichten über den Film wird erwähnt, dass die Behörden auch diesen Autorinnen, die die amtliche Suizid-These als „zu 100 Prozent sicher“ voraussetzen, mit grosser Vorsicht begegnen:
„Erstaunt bis empört kritisierten sie [die Autorinnen] die Berliner Polizei. Trotz zahlreicher Interviewanfragen über Monate hinweg habe die Polizei abgeblockt und Terminschwierigkeiten vorgeschoben.“
(dpa-Meldung vom 28. Feb. 2011, gedruckt z.B. im Hauptstadtportal www.berlin.de)„Wir haben über Suizid gesprochen, über Tabletten nehmen…“
„… Im Nachgang war sie suizidal, aber im Nachgang ist jeder schlauer.“

Dieser Satz, der Schlusssatz des Films, sozusagen sein Fazit, kommt aus dem Munde von Andreas Müller, einem befreundeten Richterkollegen von Kirsten Heisig. Müller hatte sich vorher mehrmals in Zeitungen zum Fall Heisig geäußert, dies aber nie erwähnt. War diese neue „Erinnerung“ möglicherweise das Ergebnis eines langen Ringens um eine Reduktion kognitiver Dissonanz (Leon Festinger) ? In einem früheren Interview, in dem auch Persönliches angesprochen wurde („uns war sofort klar, wir sind seelenverwandt“), war von einer Suizidalität Kirsten Heisigs auch nicht andeutungsweise die Rede. (Die Welt, 30.12.2010: Härte hilft)

Ein ähnlicher psychischer Prozess könnte den neuen „Erinnerungen“ der Filmautorin Güner Balci zugrunde liegen, die sie ebenfalls erst mit grosser Verzögerung in einem Interview der Öffentlichkeit bekannt gab.

Filmautorin Güner Balci über die Person Kirsten Heisig

Güner Balci tritt selbst in dem Film nicht auf. Sie äußerte sich aber über die eigenen Eindrücke, die sie aus Begegnungen mit Kirsten Heisig bekommen hat, in einem Interview, das am gleichen Tag veröffentlicht wurde:

————————————————

9. März 2011, Süddeutsche Zeitung
„Die tut sich was an“
Auszüge:
[ … ]
sueddeutsche.de: Wie haben Sie Kirsten Heisig kennengelernt?
Güner Balci: Es war im Winter und sie trug offene Sommerschuhe, obwohl es richtig kalt war. So, als ob sie sich einfach irgendwie angezogen hätte, ohne zu wissen, was sie macht. Ich hatte vorher schon viel über sie gelesen und war erstaunt, dass das gar nicht die taffe Frau war, die ich mir vorgestellt hatte. Sie wirkte auf mich eher unsicher. Erst in der Recherche für den Film habe ich erfahren, dass das in der Phase nach ihrem ersten Selbstmordversuch war. [Die Quelle dafür ist bisher nirgendwo genannt]

sueddeutsche.de: Haben Sie sie denn später anders erlebt?
Balci: Kirsten Heisig war immer sehr adrett und sehr kontrolliert. Ich fand sie immer unnahbar. Man merkt ja, wenn jemand nicht nur zurückhaltend ist, sondern die Distanz möchte. Und dieses traurige Gesicht: Sie war ja sehr erfolgreich, aber sie sah nie richtig glücklich aus. Wenn andere erzählen, dass sie oft fröhlich war – das habe ich auch gesehen, aber abgenommen habe ich es ihr nicht.

sueddeutsche.de: Die Menschen, die im Film von ihr erzählen, sind vor allem Kollegen. Angehörige, richtige Freunde kommen nicht zu Wort.
Balci: Ich hätte mir sehr gewünscht, einen Menschen zu treffen, der Kirsten Heisig nahestand. Für die Familie war es zu heftig, dass wir einen Film über sie gemacht haben – über jemanden, der gerade ein frisches Grab bekommen hat. Da kamen wir nicht weiter, es war wie eine Mauer. Und ich glaube, auch sonst waren da keine engen Vertrauten, das blieb alles an der Oberfläche. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass sie ganz schön einsam ist. Wir haben dann alles durchrecherchiert und niemanden gefunden. Ich glaube, sie hatte gar keine Freunde.

sueddeutsche.de: Erinnern Sie sich an Ihre letzte Begegnung?
Balci: Es war einen Monat vor ihrem Tod. Ich war total geschockt, weil sie mich umarmt hat. Das hätte ich nie von ihr gedacht. Sie hatte gehört, dass ich Mutter geworden bin. Als sie mich umarmte, waren da nur Haut und Knochen, eine verschwindend geringe Frau.

sueddeutsche.de: An einem Montagmorgen kam sie nicht zum Dienst, vier Tage lang suchte die Polizei nach ihr.
Balci: Als sie verschwunden war, dachte ich: Die tut sich was an. Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass Jugendliche sich an ihr rächen wollten oder so.

sueddeutsche.de: Die Gerüchte über ein Fremdverschulden sind nie völlig verstummt, auch nicht, nachdem ihr Obduktionsbericht freigegeben wurde. Warum?
Balci: Es ist die Tatsache, dass jemand, der so auf dem Höhepunkt ist, so im Mittelpunkt steht, sich einfach das Leben nimmt. Wenn die Leute das an sich ranlassen würden, müssten sie sich selbst fragen, wie weit es bei ihnen gehen könnte.
Die Menschen wollen außerdem ihre Phantasie spielen lassen, sie wollen eine richtige Geschichte. Ich kenne aber das Milieu zu gut und weiß, dass schon einiges passieren muss, bis sich Jugendliche dort dazu entschließen, jemanden planmäßig umzubringen. Die hätten sich sofort verraten.
[ … ]

Anmerkung zum letzten Absatz: Jugendliche wie der im Film befragte 16-jährige Gibran („Wir haben sie gehasst. Sie wurde richtig gehasst. Sie war für uns schlimmer als der Teufel“) wären gewiss nicht in der Lage, einen professionellen, perfekt als Suizid getarnten Mord auszuführen. Kam Balci ein anderes Motiv als das der Rache gar nicht in den Sinn?

1. April 2011, Süddeutsche Zeitung (dpa)
Bayern übernimmt „Neuköllner Modell“.Merk will raschere Strafen für JugendlicheNach einer Probephase in Bamberg wird ab 1. April 2011 das beschleunigte Jugendstrafverfahren „auf die Staatsanwaltschaften Ansbach, Ingolstadt, München II und Würzburg ausgeweitet.“Vgl. dazu den Bericht vom 22. Dezember 2010 aus Berlin, s.o.:
„Langsam fällt das System zurück in den alten Trott. Die Antreiberin ist tot.“
10. April 2011, Die Welt
Anwendung des „Neuköllner Modells“? „Man drückt sich.“„Die Nationalität der Täter sollte erfasst werden.“
Interview mit Klaus Jansen, dem Chef des Bundes Deutscher KriminalbeamterJansen: „Wir haben nun alle Justizministerien der Länder angeschrieben, weil wir wissen wollten: Wie häufig wird das genutzt? Wir haben nur sehr spärliche und hinhaltende Rückmeldungen bekommen. Man drückt sich.Die Quoten des vereinfachten Verfahrens liegen fast nirgendwo über fünf Prozent. Wir sagen: Wir hätten die Zahlen gerne mindestens im zweistelligen Bereich – und zwar bundesweit.“
29. April 2011, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Regina Mönch: Eben mal einen Tritt vor den KopfRegina Mönch, eine Mitunterzeichnerin der Traueranzeige für Heisig in der FAZ (s. 10. Juli 2010), schrieb in einem Bericht über einen aktuellen skandalträchtigen Fall von Täterschonung durch die Berliner Justiz folgende denkwürdige Sätze:
„Beschleunigt werden immer noch nur die wenigsten Verfahren, drei bis vier Prozent. Ist das so, weil alle anderen Jugendstrafverfahren, es sind Tausende, dies gar nicht zulassen? Oder blockiert hier ein schwerfälliger Apparat eine Reform, die noch von der in höheren Polizei- und Justizkreisen so ungeliebten Richterin Kirsten Heisig angeschoben wurde? Vielleicht war das Ende der Ungeduld, die sie für viele Kollegen symbolisierte, mit ihrem tragischen Tod schon erreicht.“Klingen da Zweifel an, Justiz und Polizei bzw. ihre weisungsgebundenen Organe Staatsanwaltschaft und Mordkommission könnten nicht allzu motiviert gewesen sein, den Todesfall Heisig aufzuklären?
3. Mai 2011, Mitteldeutsche Zeitung
[TV-Richterin] Barbara Salesch feiert ihre 2’000. Sendung
von Tatjana SchäferTV-Richterin Barbara Salesch:
Kirsten Heisig war „leider zu sehr auf sich allein gestellt“Bewunderung für Jugendrichterin Heisig
„Obwohl die frühere Richterin bereits seit zwölf Jahren nicht mehr im Gericht aktiv ist, verfolgt sie die aktuelle Diskussion über eine härtere Bestrafung jugendlicher Gewalttäter interessiert. ‚Man kann durchaus über eine weitere Verhängung von Arresten diskutieren. Aber eigentlich gibt es bereits genug Sanktionsmöglichkeiten. Sie müssten nur schneller angewendet werden können, wie es die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig versucht hat‘, gibt Salesch zu bedenken. Von Heisig, die im Juli 2010 Selbstmord beging, ist sie beeindruckt. ‚Eine faszinierende Persönlichkeit, die leider zu sehr auf sich allein gestellt war‘, sagt die Juristin.“
28. Juni 2011: Jahrestag des Todes von Kirsten HeisigDer Jahrestag war Anlass für eine Reihe von Artikeln.

Die größte Verbreitung fand, wie meist, ein dpa-Artikel (von Jutta Schütz), der ganz, gekürzt oder erweitert in zahlreichen Presseorganen abgedruckt wurde, z.B. unter dem Titel Die Idee von Richterin Heisig lebt weiter in der Berliner Zeitung vom 27. Juni 2011. Die Umstände ihres Todes, die offenen Fragen zu den Ermittlungen wurden nicht thematisiert. Einem zweiten Artikel dort, am Folgetag, Was bleibt von Sabine Deckwerth, in dem ebenfalls nur lapidar steht, Heisig habe „sich erhängt“, wurde – vermutlich als pauschale Antwort an Leser, die gegen die nach wie vor praktizierte Aussparung der offenen Fragen zum Tod der Kirsten Heisig protestiert haben – ein eingerahmtes Textfeld angefügt, das den Titel trägt:

Gerüchte um ihren Tod.

Nach der Wiederholung der Behauptung, Heisig habe „sich erhängt“, heißt es dort:

„Über ihren Tod gab es wilde Spekulationen. Heisig war als Richterin für den Problembezirk Neukölln zuständig, manche nannten sie ‚Richterin Gnadenlos‘. Befürchtungen wurden laut, dass sie ermordet wurde.

Per Gericht wurde die Staatsanwaltschaft zur Veröffentlichung des Obduktionsberichts gezwungen. Dieser schloss ein Fremdverschulden eindeutig aus.“

(Anm.: 1. „Das Gericht“ musste bemüht werden, weil tatsächlich alle Medien die Nachrichtensperre zum Fall stillschweigend hinnahm. Ein einzelner unabhängiger Journalist, Gerhard Wisnewski, klagte und musste bis zur obersten Instanz gehen. 2. Das Ergebnis war dennoch nicht eine Offenlegung des Obduktionsberichts, sondern ein Bericht der Generalstaatsanwaltschaft über diesen Bericht — siehe oben: 19. Nov. 2010). Heinz Buschkowsky, der Bürgermeister von Neukölln, der Heisig aus jahrelanger enger Zusammenarbeit gut kannte (siehe oben: 15., 23. Sept. 2010), veröffentlichte auf seiner Homepage einen Gedenkartikel: „Sie fühlte sich manchmal recht einsam“, der etwas modifiziert in einigen Blättern nachgedruckt wurde. Er wäre in seiner Ambivalenz sorgfältig zu analysieren. Eine Passage sei hier zitiert:

„Um ihren Tod ranken sich bis heute noch wilde Spekulationen. Selbst meine ersten Gedanken gingen in die Richtung eines Fremdverschuldens. Hatte sie sich doch immer wieder mit bekannten Großfamilien angelegt. Aber ich denke, der Suizid wird inzwischen nicht mehr wirklich in Zweifel gezogen.

Natürlich bleiben Fragen. Wieso laufen Hunderte von Polizeibeamten mehrfach an ihr vorbei, obwohl sie doch so dicht bei ihrem Auto am Waldesrand zu finden gewesen wäre? Wieso konnten speziell ausgebildete Hunde sie mehrere Tage lang nicht wahrnehmen? Ihr Tod wird immer mit einem gehörigen Schuss Mystik verbunden bleiben.“

Dann eine Spitze gegen Heisigs Kollegen und speziell die Justizsenatorin:

„…habe ich Kullertränen nach ihrem Ableben als scheinheilig empfunden.“

Und erneut der Hinweis auf das Milieu eines Teils ihrer Klientel:

„…die besten und teuersten Anwälte der Stadt als Vertreter der angeblich völlig verarmten Familie.“Buschkowsky schloss seinen Beitrag mit dem Satz: „Irgendwann sollte man dieser außergewöhnlichen Person ein kleines Denkmal setzen. Und sei es nur das Namensschild für einen Platz oder eine Straße.“

Die Justizsenatorin Gisela von der Aue, die den Fall Heisig am liebsten als erledigt betrachtet sehen will (siehe oben: 22. Dez. 2010), griff Buschkowskys etwas ungeschickte Wortwahl für ihre Ablehnung des Vorschlags auf: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Heisig für sich ein Denkmal [sic!] gewünscht hätte…“ (zitiert in: Tagesspiegel, 5. Juli 2011)In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 6. Juli 2011 geht Regina Mönch auf dieses Thema ein und ruft nebenbei oft Vergessenes ins Gedächtnis: „Berlins Justizsenatorin Gisela von der Aue, die Heisig zu Lebzeiten als Störenfriedin empfand und auch so behandelte, reagierte sogleich und wie erwartet mit einer verschwurbelten Stellungnahme…“ Es gäbe aber Menschen, die Heisigs Andenken durchaus sichtbar bewahren wollten, gegen „jene Welt der Ämterbürokraten und Schönredner, die mit ihrer Rechenkunst glauben machen wollen, die Lage habe sich beruhigt.“ Sie regt deshalb an (wie auch Monika Maron, die im Tagesspiegel vom 3. Juli 2011 zitiert wird), um „den falschen Frieden ihrer [Heisigs] Feinde nachhaltiger zu stören“, dass „man sich einmal im Jahr zu einem Symposion zusammenfände. Dort wäre über Heisig-Themen zu streiten, etwa über die Ursachen für immer brutalere Übergriffe im öffentlichen Raum, über borniertes Ressortdenken, das die Rettung gefährdeter Jugendlicher verhindert, oder den ausgeprägten Deutschenhass junger Migranten, der im schlimmsten Fall das Leben willkürlich ausgewählter Opfer gefährdet.“Wenn ausnahmsweise in einem der Artikel die Frage der Umstände von Heisigs Tod angesprochen wird, steht dies nach wie vor unter dem Bann – dem von den Medien erstaunlich willfährig akzeptierten Bann -, der mit der ersten behördlichen Mitteilung, dass Heisig vermisst werde, verfügt wurde: es sei „keine Straftat“ zu erwarten. Die Berichterstattung während der fünftägigen Suche nach der Vermissten stimmte das Publikum auf „Suizid“ ein; der wurde dann auch amtlich bestätigt und, nachdem die Justizsenatorin die Presse nachdrücklich an Pietätspflichten erinnert hatte, weder angezweifelt noch nach Motiven befragt.

Dennoch zeigt sich sogar in den publizierten Äußerungen von Leuten, die Heisig gut kannten, gelegentlich, dass sie die offizielle Suizidthese nicht wirklich für wahr halten. So z.B. in der oben zitierten Passage aus dem Gedenkartikel von Buschkowsky, der in einer anderen Version (Berliner Morgenpost, 26. Juni 2011) den Todesfall Heisig wegen seiner politischen Dimension und wohl nicht mehr möglichen Aufklärbarkeit mit den Todesfällen John F. Kennedy und Uwe Barschel assoziiert. Auch Arnold Mengelkoch, als Migrationsbeauftragter von Neukölln einst enger Mitarbeiter von Heisig, kann „auch heute noch nur schwer akzeptieren, dass [sie] freiwillig aus dem Leben schied. Wie so viele hat Mengelkoch bei der Nachricht von ihrem Verschwinden zunächst an ein Verbrechen gedacht. Nur zu gut kennt er die Milieus, in denen sich Kirsten Heisig bewegte: vom kriminellen Familienclan bis zu den Kids, die von ihren drogensüchtigen Eltern weder Liebe noch Werte mit auf den Weg bekommen. [ … ] Außerdem kannte Heisig die mafiösen Strukturen in Neukölln und benannte sie auch in der Öffentlichkeit. Ein Mord wäre also nicht völlig abwegig gewesen. Aber Selbstmord? Bei einer Frau, die als das reine Energiebündel galt?“ (Tagesspiegel, 3. Juli 2011). Dennoch: Mengelkoch sagt nicht, was ihn von seinen Vermutungen abgebracht hat und ob er jetzt von der Suizidthese überzeugt ist.

Auch Werner Becker deutet in einem Beitrag, in der Heisig nur am Rande erwähnt wird, seine Skepsis gegenüber der offiziellen Suizidthese nur vorsichtig an, wenn er formuliert, Heisig habe einen „mysteriösen Tod“ gehabt, sei vor einem Jahr „tot aufgefunden worden“. (Junge Freiheit, 11. Juli 2011, S. 1)

Auf der Netzseite der von René Stadtkewitz gegründeten Partei DIE FREIHEIT erschien am 3. Juli 2011 der Beitrag
Kirsten Heisig: Ihr Mut ist uns Verpflichtung. Darin:
„Bis kurz vor ihrem Selbstmord hatte er [Stadtkewitz] mit Kirsten Heisig in engem Kontakt gestanden. Die Richterin hatte erwogen, nach dem Erscheinen ihres Buches Das Ende der Geduld. Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter für DIE FREIHEIT als Spitzenkandidatin in Berlin anzutreten.
Von der Berliner Politik wurde die mutige Richterin an ihrem Todestag nicht gewürdigt.“ (Hervorhebung im Original)

12. Juli 2011, Partei DIE FREIHEIT, Netzseite
465 Verfahren gegen jugendliche Drogensüchtige – aber kaum Verurteilungen„Zwischen dem 1. Dezember 2010 und Ende Mai 2011 wurden wegen Drogendelikten insgesamt 465 Verfahren gegen Jugendliche und 49 gegen Kinder unter 14 Jahren eingeleitet. Das teilte Justizsenatorin von der Aue auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten René Stadtkewitz, 46, mit. Allerdings wurden nur sieben der Jugendlichen verurteilt. In nur sechs Verfahren wurde die Durchführung nach dem Kirsten-Heisig-Modell beantragt. [Hervorh. Ref.] Überhaupt führten nur 23 der 465 Verfahren zu einer öffentlichen Anklage vor einem Jugendrichter.
Immer wieder sind Polizei und Justiz machtlos, wenn Straftäter sich als Kinder ausgeben, um so einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen. Bei keinem der 49 Verfahren, die gegen Kinder [ein]geleitet wurden, konnte ein Arzt das wirkliche biologische Alter feststellen.“
23. August 2011, Berliner Morgenpost
Eine Jugend hinter Gittern, von Jens AnkerJugendgewalt „rückläufig … stark rückläufig … noch stärker rückläufig“ – seit 2009.Um Kirsten Heisig und die von ihr aufgeworfenen Probleme ist es still geworden. Aber anlässlich spektakulärer Fälle von Jugendgewalt in Berlin bringen die lokalen Blätter natürlich immer wieder Berichte, in denen dann, wie hier, die „verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig“ am Rande auch erwähnt wird. Wenn im Artikel lang und breit ausgeführt wird, dass die Jugendgewalt seit 2009 rückläufig sei, kann sich jeder denken, was von dem Ende Juli 2010 erschienenen Alarmruf Kirsten Heisigs zu halten ist. Diese sanfte und gerade deswegen wirksame Diffamierung begann, nach einer „Pietätsfrist“ wegen des tragischen Todes, im September 2010 (siehe oben) mit einem Artikel des in allen Medien präsenten Kriminologen Christian Pfeiffer in der Zeitschrift Cicero, gestützt auf diverse Statistiken. Den Tenor dieses Artikels, zu dem gehört, dass der „Migrationshintergrund“ von Tätern außer Acht gelassen oder bagatellisiert wird, findet man in zahlreichen seither erschienenen Artikeln in allen Berliner Zeitungen. Im obigen Artikel liest sich das so:“Es sind diese [spektakulären] Fälle von Jugendkriminalität, die die Menschen in Berlin verunsichern. Und wieder Angst machen. Kann man überhaupt noch am Abend oder nachts U- und S-Bahn fahren? Ist das nicht viel zu gefährlich geworden? Immer brutaler, immer rücksichtsloser gingen die jungen Straftäter vor, heißt es. Polizei und Justiz seien im Kampf gegen Jugendkriminalität machtlos, und immer weniger in der Lage, die innere Sicherheit auf Berlins Straßen und in den U- oder S-Bahnen zu gewährleisten. Ist das soziale Gefüge in der Stadt also in Gefahr?Susanne Bauer kann das so nicht bestätigen. Die Präventionsbeauftragte der Berliner Polizei breitet in ihrem Büro am Flughafen Tempelhof mehrere Tabellen vor sich aus. „Die Zahl der Straftaten geht seit 2009 zum Teil stark zurück“, sagt sie. „Auch die Zahl der Tatverdächtigen ist rückläufig.“ Aber werden die jugendlichen Straftäter nicht immer brutaler? … „Auch das geben die Zahlen nicht her“, sagt Susanne Bauer. … Auch die Jugendgruppengewalt ist in Berlin rückläufig. … Noch stärker rückläufig – um 23,5 Prozent auf 1618 Fälle – war die Anzahl von Raubdelikten.
[ … ]Susanne Bauer hat im Lauf der Jahre eine weitere Beobachtung gemacht: Sind die Täter erst Anfang 20 und haben eine Freundin, hören die allermeisten mit den Straftaten auf.“Diese Mentalität, die sich in einer Strategie des Zuwartens mit dem Motto „Milde zahlt sich aus“ ausprägt und erst bei sogenannten Intensivtätern, „nachdem nichts anderes geholfen hat“, empfindlichere Gefängnisstrafen verhängt, scheint noch immer vorzuherrschen (siehe Kritik des Kriminalisten Werner Sohn an Pfeiffer, oben, Sept. 2010).
24. August 2011
Kirsten Heisig wäre heute 50 Jahre alt geworden.Dieser Tag wurde in den Berliner Medien nicht zum Anlass genommen, an Kirsten Heisigs Wirken zu erinnern oder eine (Zwischen-)Bilanz zu den Ergebnissen des mit ihrem Namen verbundenen „Neuköllner Modells“ zu ziehen. Wie schon bei dem Vorschlag, ein Kondolenzbuch für sie auszulegen (siehe oben, 6. Juli 2010), blieb der Abgeordnete René Stadtkewitz auch diesmal der Einzige, der ein öffentliches Gedenken an Kirsten Heisig für geboten hielt.Auf der Netzseite der Partei DIE FREIHEIT erschien folgende Mitteilung: Stadtkewitz: „Wir dürfen Kirsten Heisig nicht vergessen.“
„Heute wäre Berlins bekannteste Jugendrichterin Kirsten Heisig 50 Jahre alt geworden. Die Mitglieder der Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT werden am Amtsgericht Tiergarten einen Kranz niederlegen.‚Wenn wir Kirsten Heisig nicht gedenken, ist sie schon vergessen‘, stellte René Stadtkewitz, Vorsitzender der Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT fest. ‚Diese mutige Frau hätte es verdient, dass Berlin sich ihrer erinnert. Aber der Regierende Bürgermeister ignoriert ihre Verdienste, weil sie seiner Politik der Kuschel-Justiz widersprechen.‘Kirsten Heisig sollte als Spitzenkandidatin für DIE FREIHEIT ins Abgeordnetenhaus Berlin einziehen. Sie brachte sich aber im Juli 2010 um. Das von ihr initiierte Kirsten-Heisig-Modell zur schnelleren Verurteilung von jugendlichen Straftätern stellt einen der zentralen Wahlkampfpunkte der Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT dar.“In einem bei http://www.youtube.com aufrufbaren Video sagt Stadtkewitz, dass man die Kranzniederlegung im Foyer des Gerichtsgebäudes untersagt habe, sie deshalb auf der Straße vor dem Gebäude erfolgte.

In dem Video ist auch zu sehen, wo Kirsten Heisig beerdigt wurde (was bisher nicht öffentlich bekannt war): auf dem Friedhof Lübars in Berlin-Reinickendorf, Zabel-Krüger-Damm 176-186, in der Grabstätte des Ehepaars Dr. theol. Friedrich Weichert, Pfarrer i.R. (1913-1988) und Elli Weichert, geb. Determann (1908-1989).

3. September 2011, BZ – News aus Berlin
Heisigs Erbe wird leise zerschlagen
Bewahrt das Erbe von Kirsten Heisig!“ Kommentar von Uwe Steinschek
„… Zum Heisig-Prinzip gehörte auch das Team der Jugendgerichtshilfe. Das soll jetzt umstrukturiert, die Kompetenz auf verschiedene Ämter verteilt werden. So weit darf es aber nicht kommen! Weder aus finanziellen noch aus anderen Gründen.“


3. September 2011, Stern-online
Hans Peter Schütz: Wowereits blinder Fleck
„Das Thema Integration ist ein extrem heißes Eisen in Berlin. Und was sagt der amtierende Bürgermeister dazu? Nichts.“
Schütz zum neu erschienenen Buch des ARD-Journalisten Joachim Wagner über die islamische Paralleljustiz: Richter ohne Gesetz. Islamische Paralleljustiz gefährdet unseren Rechtsstaat:
„Wagner zitiert die ehemalige Jugendrichterin Kirsten Heisig, einst Staatsanwältin und Richterin in Berliner Problembezirken, bevor sie vor einem guten Jahr im Tegeler Forst an einem Baum aufgehängt gefunden wurde. [!, meine Hervorh.] ‚Mich beschleicht (…) ein ungutes Gefühl‘, hatte Heisig kritisiert, ‚denn das Recht wird aus der Hand gegeben und auf die Straße verlagert oder in ein paralleles System verschoben, in dem dann ein Imam oder andere Vertreter des Korans entscheiden, was zu geschehen hat.‘
[ … ]
[Schäuble und] auch die Kanzlerin haben schon so getönt: ‚Es gilt das Grundgesetz, und nicht die Scharia.‘ Doch das spiegelt eher den Wunsch als die Wirklichkeit, wie Wagner belegt. ‚Die Polizisten wissen alles‘, sagt er im Gespräch mit stern.de. ‚Die Richter, etwa an den Berliner Gerichten, ebenso. Aber die Justiz guckt weg.‘ So offenbar auch die Berliner Senatorin fürs Justizwesen, Gisela von der Aue (SPD). Auf einen Brief Wagners, in dem er um Stellungnahme bat, reagierte sie nicht. Ehrhard Körting, Berliner Innensenator, antwortete immerhin – und verwies auf die Zuständigkeit der Kollegin von der Aue.“

5. September 2011, Der Tagesspiegel (Berlin)

Der Fall des Kronzeugen Buschkowsky

Ein Kommentar von Jost Müller-Neuhof“[ … ]

Deutschland schafft sich nicht ab, obwohl Thilo Sarrazin dies mit seinem Taschenrechner ermittelt zu haben glaubte, Richter sind keine Schwachmaten, obwohl Heinz Buschkowskys Bauchgefühl anderes sagt, der Rechtsstaat ist nicht gefährdet, und es entsteht keine islamische Paralleljustiz [Joachim Wagner], wenn in einzelnen Verfahren Akteure auftauchen, die Zeugen beeinflussen.

Deutsche und Nichtdeutsche leben gut miteinander, die Justiz funktioniert auch mit [islamischen] Friedensrichtern und ohne Kirsten Heisig. Jemand muss es Buschkowsky sagen. Bei Sarrazin ist es zu spät.“

15. November 2011

WDR – Politikum – Das Meinungsmagazin

Was bleibt vom Neuköllner Modell? – Das Erbe der Richterin Heisig in der Politikum-Wiedervorlage„Mittlerweile gehen auch die Staatsanwälte in Norderstedt und Bamberg nach dem Berliner Muster vor. Allerdings vermisst Falko Lieke, der CDU-Jugendstadtrat von Berlin-Neukölln, in seiner eigenen Stadt den Heisig-Effekt:

Es darf nicht einschlafen, unsere Richterschaft muss sich diesem Thema mehr zuwenden, dieses Engagement, diese Power, die Frau Heisig reingebracht hat, war eine sehr gute Initialzündung, die wir auch nicht versanden lassen wollen.

22. November 2011, Der Tagesspiegel (Berlin)

Ende der rot-roten Ära in Berlin, S. 2

Wie es mit den scheidenden Senatoren weiter geht…“[ … ]

GISELA VON DER AUE

Wer ihren Namen bei Google eingibt, bekommt drei Suchvorschläge: SPD, Berlin und Kirsten Heisig. Der Tod der streitbaren – und mit von der Aue streitenden – Richterin im Juni 2010 hatte die 62-jährige Justizsenatorin zuletzt etwas in Bedrängnis gebracht.“

So? Inwiefern? Der Autor belässt es bei der Andeutung und schließt mit dem Satz ab:

„Aber Ärger war von der Aue von ihrem ersten Amtstag an gewöhnt… „

10. Mai 2012, Pressemitteilung des WDR:

[Deutscher] CIVIS-Fernsehpreis 2012 [der Sparte ‚Information‘] für die WDR-Dokumentation Menschen hautnah: Tod einer Richterin – Auf den Spuren von Kirsten Heisig.Zu diesem Film siehe oben, 9. März 2011. Zitate:“Es war von der Redaktion her wichtig, dass niemand Zweifel [an der Suizid-These] äußert.““Erstaunt bis empört kritisierten sie [die Autorinnen] die Berliner Polizei. Trotz zahlreicher Interviewanfragen über Monate hinweg habe die Polizei abgeblockt und Terminschwierigkeiten vorgeschoben.“Im Begleittext fehlt jeder Hinweis auf diese massiven Beschränkungen, unter denen der Film entstand. Stattdessen wird die offizielle Darstellung wiederholt, die auch die Medien von Anfang an ohne kritische Nachfrage — kolportierten:

„Plötzlich war sie verschwunden, von Entführung und Mord wurde gemunkelt. Als man ihre Leiche fand, lautete das Obduktionsergebnis: Eindeutig Suizid.“

26. Juli 2012, Frankfurter Allgemeine Zeitung:

Bushido und seine Freunde

von Mechthild Küpper, Berlin“Das Praktikum des Rappers Bushido im Büro des Baden-Württemberger Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten (CDU) hat den Blick auf ein besonderes Milieu gelenkt: das der türkisch-kurdisch-libanesischen Clans. Mit dem unter Jugendlichen berühmten Bushido zeigen sich die Politiker gerne, ob von Stetten, Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) oder Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Mit den Halbwelt-Typen aus seinem Bekanntenkreis würden dieselben Politiker jedoch nicht gerne posieren.

[ … ]

Raub, Drogen, Waffen, Zuhälterei: Wer aber unbedacht in flamboyanten Geschichten Ùber die Burschen aus den ‚arabischen Clans‘ schwelgt, erlebt, dass sie gute Anwälte kennen und bezahlen können. Die Mitarbeiter der Ermittlungsbehörden wägen daher jedes Wort, das sie über ‚die Familien‘ sagen. Die Faustregel aus dem wirklichen Leben gilt auch in diesem Milieu: Je einflussreicher einer ist, desto weniger Straftaten sind ihm nachzuweisen.

[ … ]

Etwa zwölf dieser Großfamilien sind der Polizei bekannt, einige bemühen sich aktiv um ein besseres Image.

[ … ]“Der insgesamt ambivalente Artikel schließt mit einem merkwürdig gewundenen Absatz:“Als die populäre Jugendrichterin Kirsten Heisig vor zwei Jahren vermisst wurde, wurde zunächst vermutet, einer ihrer ‚Kunden‘, ein durchgeknallter Jugendlicher, habe sie entführt. Die Leser ihres Bestsellers ‚Das Ende der Geduld‘ lernen etliche Figuren aus dem kriminellen Neuköllner Milieu kennen. Doch Frau Heisig war nicht entführt worden; sie hatte sich das Leben genommen. Aus bisher ungeklärten Gründen sinkt die Jugendkriminalität, deren Bekämpfung sie sich leidenschaftlich widmete, über den demographischen Trend hinaus. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Jugendabteilung verkleinert, die Zahl der Jugendrichter wurde verringert – sogar die Belegung der Jugendstrafanstalten ging zurück.“Allerdings wurde, als Kirsten Heisig vermisst wurde, allenthalben das Nächstliegende vermutet: dass die Richterin von professionellen Killern jener Clans entführt und ermordet wurde; denn sie hatte nicht nur mit Kleinkriminellen zu tun, sondern störte offenbar massiv eine Szene, in der Kriminalität und öffentliche Reputiertheit eine Symbiose bilden (s. oben 15. Sept. 2010, Zitat Buschkowsky: „Sie kannte auch alle Schliche der bestbezahlten Anwälte der Stadt“). Der Vorschlag, in Richtung ‚arabische Clans‘ zu ermitteln, konnte obendrein aus Gründen unserer kläglichen Staatsraison nicht laut werden. Das konnte und kann man aber nur außerhalb der etablierten Medien lesen, in Blogs und Internetforen. Jeder wusste, wie gefährdet Heisig war. Polizei, Politik (voran die Justizsenatorin) und Behörden verkündeten jedoch so eindringlich wie stereotyp und kurz angebunden: „Wir haben keinen Hinweis auf ein Verbrechen.“ Und genau dies verkündete auch unisono (die wenigen Ausnahmen sind hier dokumentiert) die Presse; bald auch das Ergebnis, auf die dies von Beginn an hinauslief: Suizid. Die totale Nachrichtensperre akzeptierte die Presse, ohne sie auch nur zu nennen.
Dies alles weiß Küpper, seit 1999 Berlin-Korrespondentin der FAZ, ganz genau – und schreibt trotzdem, ja deshalb, diesen gequält „politisch korrekten“ Schlussabsatz über eine Frau, die „leidenschaftlich“ gegen ein Phantom (steigende Kriminalität) gekämpft und sich dann umgebracht hat.


+++ zuletzt bearbeitet: 11.09.2012 +++
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Gerhard Wisnewski

Am 6. April 2012 wurde die Leiche des Schauspielers Michael Dorn aus der Glienicker Lake bei Berlin gefischt. Dorn und die 2010 ebenfalls durch Erhängen gestorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig hatten einen gemeinsamen Freund. Dorns Leiche war stark verwest, um den Hals trug er ein Seil. Die Hände waren auf dem Rücken gefesselt, enthüllte die Berliner Staatsanwaltschaft jetzt gegenüber Gerhard Wisnewski. Suizid, erklärten die Ermittler.

Man schreibt den 6. April 2012. Gegen 14.15 Uhr sind in der Glienicker Lake bei Berlin zwei Freizeitsportler mit ihrem Kanu unterwegs. Etwa 40 bis 50 Meter vom Ufer entfernt sehen sie plötzlich etwas, das sie zunächst für eine Schildkröte halten: eine runde Form, die aus dem Wasser ragt. Beim Näherkommen stellen sie jedoch fest: Es handelt sich nicht um den Panzer

einer Schildkröte, sondern um das Schädeldach eines im Wasser treibenden Menschen. Es ist der seit dem 10. März 2012 vermisste Schauspieler Michael Dorn (»Gute Zeiten, Schlechte Zeiten«).

Spurlos verschwunden…

Dorn verschwand auf ganz ähnliche Weise wie die 2010 verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig. Am 10. März 2012 wurde er zuletzt gesehen, am 13. März wurde Vermisstenanzeige erstattet. Genau wie bei Heisig wurde sein Auto verlassen aufgefunden, und zwar an der Glienicker Brücke, unweit des späteren Leichenfundorts. Genau wie bei Heisig ergab eine im Umfeld des Autofundorts eingeleitete Suchaktion nichts. Obwohl »das Gebiet rund um die Brücke… mit Spürhunden, Tauchern und Beamten der Wasserschutzpolizei …. weiträumig abgesucht wurde« (bild.de, 25.3.12) und das Wasser hier nur ein bis zwei Meter tief ist, fanden die Beamten nichts.  Auch die Leiche der Jugendrichterin war zunächst nicht gefunden worden, obwohl die Polizei exakt am späteren Fundort suchte. Genau wie die Jugendrichterin wurde auch Dorn erhängt beziehungsweise mit einem Seil um den Hals aufgefunden. Das andere Ende des Seils fand sich an der Glienicker Brücke. In seiner Wohnung entdeckte die Berliner Polizei angeblich einen Abschiedsbrief.

Der verlassene Wagen von Michael Dorn an der Glienicker Brücke im März 2012

Fotos: Riedel

Jede Menge Fragen

Doch genau wie bei Heisig gibt es auch bei diesem Selbstmord einige Fragen. In diesem Fall:

  • Warum hat Dorn sich erhängt, obwohl er mit Schusswaffen vertraut war?
  • Warum waren die Hände der Leiche mit Kabelbindern auf dem Rücken gefesselt?

Wer Zugang zu Schusswaffen hat, wählt normalerweise kaum den quälenden Erhängungstod. Auf der anderen Seite ist ein fingierter Selbstmord durch Erhängen mit anschließendem Fall ins Wasser die ideale Methode, um jemanden aus dem Weg zu räumen ohne Spuren zu hinterlassen. Kugeln und Patronenhülsen gibt es nicht; Fasern, DNS und andere Anhaftungen werden abgewaschen. Eine längere Liegezeit sorgt für weitgehende Verwesung. Das Wichtigste ist aber wohl, dass Dorn und Heisig einen gemeinsamen Bekannten hatten. Was umgekehrt bedeutet, dass im Umfeld dieses Bekannten zwei Menschen in kurzer Zeit auf ganz ähnliche Weise verschwanden und »Selbstmord« begingen. Ein seltsamer Zufall. Oder steckt mehr dahinter? Wenn ja, dann wird jede Heisig-Spur auch zur Dorn-Spur und umgekehrt. Und nachdem der Selbstmord von Frau Heisig im Grunde widerlegt ist, stellt sich nun die Frage nach den wirklichen Todesumständen von Michael Dorn.

Blick ins Innere des Dorn-Wagens

Foto: Riedel

Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft Berlin vom 19. September 2012 war Dorns Leiche stark verwest, die Beurteilbarkeit des Leichnams »aufgrund der weit fortgeschrittenen Fäulnisveränderung der inneren Organe stark erschwert«. In der Lunge fand sich ein Lungenödem, am Hals eine Strangmarke mit Knoten, aber »keine Hinweise auf eine stumpfe oder scharfe Gewalteinwirkung durch fremde Hand«. Als Todesursache gilt ein so genanntes »atypisches Erhängen« – »atypisch« wegen der gefesselten Hände auf dem Rücken. Und diese geben denn auch zu denken – genau wie die Frage, warum sich der angebliche Waffennarr Dorn nicht lieber mit einem Kopfschuss das Leben nahm als sich einer komplizierten und quälenden Prozedur an einer Brücke zu unterziehen. Tatsächlich ist eine Fesselung der Hände mit mehreren Kabelbindern auf dem Rücken schwer vorstellbar. Dazu müsste zunächst die Halsschlinge angelegt werden, um dann die Handgelenke hinter dem Rücken aneinander zu legen und blind mit den Kabelbindern zu hantieren. Dabei müsste ein Kabelbinder um die Handgelenke gelegt, das eine Ende in die kleine Öse am anderen Ende eingeführt und der Kabelbinder anschließend festgezurrt werden. Die weiteren Kabelbinder müssten dann auf dieselbe Weise eingefädelt und festgezurrt werden – und zwar blind und mit bereits gefesselten Händen. Etwas einfacher wäre die Sache vielleicht mit einem Doppelkopfkabelbinder, mit dem sich zwei Schlaufen für die Handgelenke bilden lassen. Allerdings ist im Obduktionsbericht explizit von »Kabelbindern« im Plural die Rede.

Fesseln sind immer verdächtig

»Finden sich an der Leiche Fesselungen, so ist dies zunächst immer verdächtig auf eine Fremdeinwirkung«, schreiben die Gerichtsmediziner Brinkmann und Madea in ihrem Handbuch gerichtliche Medizin.  Fesselungen werden demnach »sowohl beim Homizid als auch beim Suizid und Unfall (zum Beispiel spielende Kinder, autoerotische Betätigung) beobachtet«. Tatsächlich gibt es auch Erhängungs-Selbstmorde mit auf dem Rücken gefesselten Händen, wobei die Selbstmörder offenbar große Mühen darauf verwenden, die Hände unbeweglich zu machen, um sich später nicht mehr selbst retten zu können. Inwieweit dabei auch die in dieser Situation schwierig zu handhabenden Kabelbinder benutzt werden, ist fraglich. Sicher dagegen ist, dass Kabelbinder bei Polizei, Sicherheitsbehörden und Sondereinsatzkommandos zum täglichen Handwerkszeug gehören, um Personen schnell, unkompliziert und sicher zu fesseln (»Plastikfesseln«).

Wie geht es nun im Fall Dorn weiter? Gar nicht: Angeblich hatte Dorn vor seinem Verschwinden Probleme, die für einen Suizid sprechen. Der von der Berliner Polizei gefundene Abschiedsbrief gilt als echt, laut Obduktion steht ein »suizidales Geschehen … im Vordergrund.« Eine hundertprozentige Sicherheit besteht damit allerdings nicht.

Weitere Informationen:

www.kirsten-heisig.info/

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Bananenstaat Deutschland: Vor 2 Jahren wurde Kirsten Heisig ermordet

Gerhard Wisnewski

Vor 2 Jahren, am 28. Juni 2010, verschwand die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Fünf Tage später, am 3. Juli 2010, wurde sie tot aufgefunden. Selbstmord, behaupteten die Behörden. Doch von Anfang an gab es Ungereimtheiten in dem Fall: Es gab keinen Abschiedsbrief, Berichte über eine angeblich letzte SMS mussten zurückgezogen werden. Trotz eindeutiger Hinweise auf einen Mord wird die Sache nicht weiterverfolgt. Gerhard Wisnewski blickt zurück …

Montag, der 28. Juni 2010, muss für die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ein besonderer Tag gewesen sein. Am Tag zuvor hat Deutschland bei der Fussball-WM 4:1 gegen England gewonnen; sie ist ein glühender Fußballfan. Am Montagvormittag erscheint sie laut Berliner Kurier wie immer zur Arbeit im Amtsgericht Tiergarten. Außerdem liefert sie an diesem Montag bei ihrem Verlag die letzten Korrekturen für ihr Buch Das Ende der Geduld – konsequent gegen jugendliche Gewalttäter

ab. Sie fiebert der Veröffentlichung entgegen; Berichten zufolge hat sie sich »diebisch« darauf gefreut. Konsequent wirft die Richterin denn auch die PR-Maschine an. Um 13.48 Uhr akzeptiert sie per SMS die Einladung zu einer Talkshow: »Alles klar und schöne Ferien«, simst sie an Stern TV, »liebe Grüße KH«. Zwei Tage vor ihrem Verschwinden hat sie einen Termin mit dem B.Z.-Reporter Ole Krüger ausgemacht: »Tschüss, Herr Krüger, wir sehen uns dann in zehn Tagen.« Das wäre dann der 6. Juli 2010. »Dann reden wir auch über mein Buch«, habe sie am Telefon gesagt. Das Buch, »auf das sie sich so sehr gefreut hat«, so Krüger am 5. Juli 2010.

Zwei Wochen zuvor zeichnete das ZDF mit Kirsten Heisig eine Folge der Talkshow Peter Hahne auf. Sie sei »entschieden, eloquent, konsequent, aber auch humorvoll aufgetreten«, wird Hahne später zitiert: »Sie erschien mir mutig, tatkräftig, zupackend und kein bisschen resignativ«, meinte Hahne gegenüber Quotenmeter.de.

Die Buchveröffentlichung wäre der Treibsatz für eine noch steilere Medienkarriere geworden. Kirsten Heisig wäre in den Talkshows herumgereicht worden. Ihr Einfluss auf die Justiz in ganz Deutschland hätte weiter zugenommen.

Doch dazu kommt es nicht. Denn am Abend dieses 28. Juni 2010 wird Kirsten Heisig gegen 21.30 Uhr zum letzten Mal lebend gesehen. Laut offizieller Version fährt sie mit ihrem Auto in den Berliner Stadtteil Heiligensee, stellt ihren Wagen vor dem Haus »An der Schneise 14« ab und geht etwa 500 Meter weiter direkt neben der Straße »Am Elchdamm« in den Wald. Ihr Handy habe sich zum letzten Mal um 21.51 Uhr in das Netz eingeloggt, erklärt die Staatsanwaltschaft später. Also 20 Minuten nach Sonnenuntergang. Schon in etwa 60 Metern Entfernung vom nächsten Haus sucht sich die Mutter von zwei Kindern einen Ast, windet einen Strick oder ein Seil darum, schlingt es sich um den Hals und lässt sich hineinfallen.

Bei sommerlichen Temperaturen zwischen 36 und 40 Grad im Schatten hängt die Leiche die

Hier ging Kirsten Heisig angeblich wohl ganz freiwillig in den Wald.

nächsten fünf Tage unbemerkt im lichten Wald. Die Kniee der Toten befinden sich direkt über dem Erdboden. Der Gestank muss enorm sein und den gesamten Stadtteil einhüllen, schlimmer als damals, als hier einmal ein Wildschwein verweste und die ganze Nachbarschaft aufrüttelte. Während Berlin unter einer Hitzewelle schwitzt, bemerkt jedoch niemand etwas von der verwesenden Leiche – nicht die Anwohner, nicht die Spaziergänger, nicht die Hunde der Spaziergänger und auch nicht die Suchhunde der Polizei. Während die Tote noch unentdeckt im Wald hängt, schließt die Berliner Polizei bereits »eine Entführung, überhaupt eine Straftat« aus (Berliner Kurier, 02.07.2010). Also ohne die Leiche gesehen zu haben und die Todesumstände zu kennen.

Erst am Samstag, den 3. Juli 2010, wird die Tote gefunden. Allerdings nicht von Anwohnern mit ihren Hunden, sondern von einer Polizistin. Diese scheint eine bessere Nase zu haben, als die Vierbeiner. Und sogar eine bessere Nase als die »Galgenvögel«: Normalerweise würden sich über einem derartigen Leichnam Hunderte von Aaskrähen versammeln und die ganze Umgebung alarmieren. Aber auch die Aaskrähen bekommen von der Toten nichts mit. Noch bevor es über die Identität der stark verwesten Leiche Gewissheit gibt, weiß die Berliner Justizsenatorin von der Aue, dass es sich um Kirsten Heisig handelt.

Einen Abschiedsbrief hat die Frau, die ihre Entscheidungen sonst ausführlich schriftlich begründete, nicht hinterlassen. Die Medien gehen stattdessen mit einer letzten SMS von Kirsten Heisig hausieren. »Ich habe bei Euch alles falsch gemacht«, soll sie laut B.Z. darin an ihre Kinder geschrieben haben. Angeblich antwortet eine Tochter: »Bitte tu’ es nicht.« Ende September 2010 streicht die B.Z. diese Passage auf eine Beschwerde beim Deutschen Presserat hin aus ihrem Bericht. Daraufhin steht die Sache mit der SMS nicht mehr in dem Artikel – was andere Medien nicht davon abhält, sie immer wieder aufzutischen.

Lage des Todesbaumes von Kirsten Heisig

Am 5. Juli 2010 beginne ich mit meinen Recherchen zu dem Fall Heisig. Überall wird auf Teufel komm raus gemauert. Gehört das letzte Interview mit einem kurz darauf verstorbenen Prominenten normalerweise zu den Highlights der Medienlandschaft, hält das ZDF die Peter-Hahne-Talkshow mit Heisig unter Verschluss. Stattdessen produziert der WDR später lieber eine andere Dokumentation, die die Selbstmord-Version festzuklopfen versucht (siehe unten).

Die Berliner Staatsanwaltschaft mauert. Absolute Nachrichtensperre. Die »Auskünfte« des Justizsprechers sind geradezu aseptisch frei von Informationen. Während Obduktionsergebnisse und sogar Krankheiten von Todesopfern sonst freimütig diskutiert werden (Love Parade, Dominik Brunner), will die Staatsanwaltschaft über die Todesumstände von Kirsten Heisig nicht das kleinste Detail herauslassen. Schließlich verklage ich die Staatsanwaltschaft auf Auskunft nach dem Berliner Pressegesetz. Am 9. August 2010 weist das Verwaltungsgericht Berlin die Klage ab. Ich gehe in die nächste Instanz. Am 11. November 2010 verpflichtet das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg schließlich die Staatsanwaltschaft Berlin, über die Todesumstände von Kirsten Heisig Auskunft zu geben (OVG 10 S 32/10). Damit die Auskunft auch wirklich eintrifft, muss ich dem Generalstaatsanwalt via Anwalt noch mit der Beantragung eines Zwangsgeldes drohen.

Am 19. November 2010 trifft die Auskunft endlich ein. Danach hat sich Kirsten Heisig im Wald am Elchdamm selbst erhängt. Die Leichenliegezeit sei »aufgrund der starken Fäulnisveränderungen« nicht auf wenige Stunden einzugrenzen, aber mit einer Leichenliegezeit von mehreren Tagen zu vereinbaren. Demnach müsste Heisig also wirklich so lange offen im Wald verwest sein. Ein Kriminalhauptkommissar erstellt mir eine Analyse des Papiers. Ergebnis: Die Auskunft der Staatsanwaltschaft ist ein Dokument der Schlamperei und Unprofessionalität. Und der Beweis für einen Mord. Denn der Kriminalist hält es für »undenkbar«, dass Heisigs verwesende Leiche mitten im Hochsommer fünf Tage in unmittelbarer Nähe einer Wohnsiedlung hing:

Die von der Staatsanwaltschaft angegebene »Leichenliegezeit von mehreren Tagen« bei hohen Außentemperaturen sei »mit enormer Geruchsentwicklung verbunden«. »Ich halte es für undenkbar, dass ein verwesender Leichnam so nahe bei der Wohnbebauung schon alleine wegen des Geruchs über mehrere Tage unbeachtet bleibt.« Damit sei eigentlich schon klar, »dass an der ganzen Sache etwas nicht stimmt. Man hätte den Leichnam nach kurzer Zeit finden müssen.«

Obwohl in der Auskunft der Staatsanwaltschaft von den »starken Fäulnisveränderungen« an der Leiche die Rede ist, werden keine Biss- und Fraßspuren von Tieren erwähnt. Tatsächlich müssten beispielsweise Aaskrähen die Tote regelrecht zerlegt haben. »Wenn es hier keine Spuren von Tierfraß gab, hat die Leiche dort nur kurz gehangen«, schreibt der Kriminalbeamte. »Da es aber wie oben beschrieben deutliche Verwesungsanzeichen gab, muss sie vorher woanders gewesen sein. Also hat sie jemand an der Fundstelle dort hingehängt. … Ich sehe nur Fakten, die gegen einen Suizid sprechen.«

Wo – wenn nicht an dem Baum – war die Leiche von Kirsten Heisig also wirklich? Etwa drei Tage nach der Bergung der Toten (am 3. Juli 2010) findet ein Spaziergänger mit einem Hund etwa 200 Meter von dem angeblichen Todesbaum entfernt eine grüne Plastikplane mit einer bräunlichen Flüssigkeit. Sie stinkt nach Verwesung. Der Hund wälzt sich darin; er muss ihn hinterher stundenlang schrubben. Die Plastikplane liegt am kurzen Ende einer grabähnlichen Anlage mit den ungefähren Maßen von 70 mal 200 Zentimetern. Sein Blick fällt flüchtig auf einen aus dem Waldboden ragenden Hundekadaver. Der Spaziergänger ruft die Polizei. Ein paar Tage später liegen mehrere schwere Baumstämme über der grabähnlichen Anlage. Im Waldboden erkennt man die Reifenspuren eines schweren Waldfahrzeuges. Die tonnenschweren Baumstämme wurden der Länge nach über die grabähnliche Bodenveränderung gelegt.

20. August 2010. Wenn man die Baumstämme an der grabähnlichen Anlage beiseite rollt, kann man immer noch das dunkle Rechteck von etwa 70 mal 200 Zentimetern erkennen. Nach kurzer Grabung stößt man auf ein stinkendes Bündel – den Hundekadaver. Bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass der Kopf fehlt. Der Chip und Tätowierungen sind damit weg. Ein Chiplesegerät (RM INDEXL) zeigt keine Reaktion.

Am 19. November 2010, demselben Tag, an dem die Auskunft der Staatsanwaltschaft bei mir eintrifft, heißt es in den Medien: Die Richterstelle von Kirsten Heisig werde 2011 nicht mehr besetzt. Die Abteilung werde abgewickelt, zitiert eine Zeitung einen Gerichtssprecher. Angeblich geht die Jugendkriminalität in Berlin immer weiter zurück – was Heisig immer wieder bestritten hatte. »Insgesamt will die Berliner Justiz im kommenden Jahr vier von derzeit 38 Jugendrichterstellen streichen«, so die Zeitung. Mit Heisig wäre das wohl nicht gegangen.

Am 9. März 2011 behauptet die WDR-Dokumentation Tod einer Richterin: »Kirsten Heisig hat Selbstmord begangen.« Deutschland darf kein Bananenstaat sein. Eine Banane ist ja auch eine viel zu edle Frucht.

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Kirsten Heisig

 

Bananenstaat Deutschland: Vor knapp 2 Jahren wurde Kirsten Heisig ermordet……………..

 

Jugendrichterin Heisig: »So jemand bringt sich doch nicht um«

 

Familienrichterin Heisig _ komplett………10.01.2011.Kripobeamter sieht Mordverdacht im Fall Heisig…..Komplett mit allen Heisig – Teilen und Berichten Aktuell bis 10.01.2011


Kirsten Heisig wollte in die Politik_ Motiv für einen Mord

Die Hintergründe von Kirsten Heisigs »Selbstmord« werden immer dubioser. Jetzt brachte sie der Berliner Stadtverordnete René Stadtkewitz als geplante Galionsfigur für seine neue islamfeindliche Partei ins Spiel. Doch wollte sie das wirklich werden? Oder eben gerade nicht? Lesen Sie den Bericht von Gerhard Wisnewski …


Kirsten Heisig Teile 1 bis 4

Teil 1: Die Suche…..Teil 2: Merkwürdig….Teil 3: Andere kritische Stimmen…..Teil 4: Portrait einer Richterin


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Kirsten Heisigs Buch ist ihre aktuellste und letzte öffentliche schriftliche Äußerung. Noch am Tag ihres Verschwindens konnte sie auf den Inhalt einwirken, indem sie letzte Korrekturen beim Verlag ablieferte. In ihrem Buch gibt Kirsten Heisig auf die Frage nach dem angeblichen Selbstmord eine eindeutige Antwort, und zwar in ihrem Nachwort, das sie ausdrücklich mit »Etwas Persönliches« überschreibt. Es sei notwendig, »eine ehrliche Debatte jenseits von Ideologien zu führen«, schreibt sie da. »Sie wird kontrovers, wahrscheinlich auch schmerzhaft sein. Deutschland wird sie aushalten – und mich auch.«

Ein tragischer Irrtum.


Auskunft der Generalstaatsanwaltschaft 19.11.2010

Kopie von Beschluss des OVG Berlin-Brandenburg vom 11.11.2010

Danach wird die Staatsanwaltschaft Berlin

»… im Wege der einstweiligen Anordnung

verpflichtet, dem Antragsteller Auskunft zu erteilen über die

konkrete Todesursache und den Todeszeitpunkt der Jugendrich-

terin Kirsten Heisig, den genauen Fundort und die

Auffindesituation der Leiche, darüber, welche Fakten eine

Fremdverursachung des Todes ausschließen, und welche ob-

jektiven Anhaltspunkte für ein planvolles Vorgehen von Frau

Heisig in Bezug auf den eigenen Tod sprechen.


Familienrichterin Heisig _ komplett bis 8 .

Sie hat aufgeregt, polarisiert und gespalten. Sie wirbelte Staub auf und ließ keinen kalt: Die

Bedeutung der am 3. Juli 2010 angeblich in einem Wald bei Berlin tot aufgefundenen
Familienrichterin Kirsten Heisig, die jugendliche Straftäter schnell abzuurteilen pflegte,
ging weit über Berlin hinaus – oder sie stand kurz davor, weit über Berlin hinauszugehen.
Doch kurz vor der Veröffentlichung ihres mit Sicherheit Aufsehen erregenden Buches ist
die Frau plötzlich mausetot – ja, was ist denn da passiert? Ganz ruhig: »Selbstmord«,
sagen die Behörden. Wie bei einem Mord gibt es aber auch bei einem Selbstmord ein
Motiv. Aber wo ist dieses Motiv im Fall Heisig? Alle bekannten sozialen Umstände sprechen
gegen einen Selbstmord.

 Das Vermächtnis der Richterin

…ändern kann, müssen Politiker und Medien endlich ihrer unerträglichen politischen Korrektheit ein Ende setzen. Ja, die Probleme werden vor allem von Arabern und Türken verursacht.

 In Berlin kann ein Mensch verschwinden und ohne jeden Beweis gegenüber der Öffentlichkeit zum Selbstmörder erklärt werden. Das geht jetzt aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hervor. Es wies eine Klage des Journalisten Gerhard Wisnewski auf konkrete Auskunft über die Todesumstände der Jugendrichterin Kirsten Heisig ab. Für das »Eilverfahren« brauchte das Gericht drei Wochen, vergaß aber nicht, den Streitwert zu erhöhen, wodurch die Kosten des Verfahrens stiegen.

Ermittlungen zu einem mysteriösen Todesfall – DVD
DVD, Laufzeit ca. 45 Minuten………Vor dem Hintergrund der bundesweiten Bekanntheit Heisigs sei »von einem breiten öffentlichen Interesse an Informationen über die Umstände des Todes von Frau Heisig auszugehen«, wobei es dem Antragsteller Wisnewski darum gehe, die Einschätzung der Staatsanwaltschaft, »dass es sich um einen Suizid gehandelt habe, nachvollziehen zu können«. Das öffentliche Interesse gehe also »über die allgemeine Neugierde wegen des Todes einer bekannten Persönlichkeit hinaus, weil auch die Frage im Raum steht, ob der Tod der Richterin möglicherweise im Zusammenhang mit ihrem beruflichen, rechtspolitischen oder publizistischen Engagement stehen könnte«.

Im vorliegenden Fall gehe es ja nicht darum, »die näheren Umstände und Hintergründe eines Selbstmords darzustellen«, sondern darum, »die Bewertung als Selbsttötung überhaupt nachvollziehen zu können«. Der postmortale Persönlichkeitsschutz gehe nicht so weit, dass »die Öffentlichkeit sich mit der bloßen Mitteilung des Todes und einer zusammenfassenden Bewertung – Ausschluss von Fremdeinwirkungen – begnügen müsste. Dies würde weder dem Informationsinteresse der Öffentlichkeit noch der Kontrollfunktion der Presse gerecht.«

Wisnewskis Berliner Anwalt Dr. Wolfram Hertel hat der Staatsanwaltschaft nunmehr eine Frist bis zum 18. November 2010 gesetzt, die begehrten Auskünfte zu erteilen.

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SWR: Junge „Flüchtlinge“ klauen, prügeln, randalieren | Zur Sache Baden-Württemberg!


Alternative

https://vk.com/video356447565_456240906

Die tanzen uns auf der Nase rum“, sagt Mannheims Oberbürgermeister Kurz über eine Gruppe unbegleiteter minderjähriger „Flüchtlinge“. Er ruft in einem Brandbrief das Land um Hilfe bei den Flüchtlingen an. Unsere Vor-Ort-Reporterin Alix Koch hakt in Mannheim nach, was es mit den Flüchtlingen auf sich hat.

Nikolai: Die BRD gedenkt der Opfer des Stalinismus


und hier

https://vk.com/video356447565_456240903

 

und hier: https://volkslehrer.info

Am 28.06.2019 veröffentlicht

Ich schlendere mal wieder über den Steinplatz in Berlin und bin angenehm überrascht, was dort seit meinem letzten Besuch passiert ist. Wie es scheint hat die BRD endlich erkannt, welche Sauereien im Namen des Kommunismus passiert sind.

Folgen des Klimawandels? Negroide verprügeln Bademeister


Etwa acht „junge Männer“ haben am Montagabend zwei Bademeister im Essener Schwimmzentrum Oststadt verprügelt. Außerdem schlugen sie einem zwölfjährigen Mädchen in den Bauch. Die Polizei sucht wieder einmal Zeugen.

der Vorfall ereignete sich am Montagabend, nachdem ein 22-jähriger Bademeister im Schwimmzentrum Oststadt eine Männergruppe ermahnt hatte, ihn nicht mit Wasser anzuspritzen.

Sie kamen dann raus aus dem Becken und fingen zunächst einen Streit mit dem 22-Jährigen an“, so eine Sprecherin der Essener Polizei. Dann habe einer der Männer den Bademeister aufs Ohr geschlagen. Daraufhin sei ein zweiter Bademeister seinem Kollegen zur Hilfe geeilt, der ebenfalls geschlagen wurde. Daraufhin seien die Männer geflüchtet. „Dabei schlug einer von ihnen einem zwölfjährigen Mädchen in den Magen“, so die Polizeisprecherin weiter.

Die Polizei fahndet nun nach der Männergruppe. Altersangaben über die Täter liegen derzeit nicht vor. „Sie hatten aber kurze dunkle Haare. Zwei von ihnen hatten Spitzbärte. Einer trug eine orangefarbene Badehose, ein weiterer hatte ein weißes Pflaster über dem Schlüsselbein, und ein dritter Mann trug ein weißes Feinripp-Unterhemd“, so die Polizeisprecherin laut der RP.

Die WAZ wird bei der Täterbeschreibung konkreter und spricht mit Bezug auf eine Polizeisprecherin von einer „Gruppe südländisch aussehender Jugendlicher“. (SB)

.

der Begriff „Negroide“ bezeichnet nicht nur Schwarze…die Hautfarbe ist sogar nur sekundär.

Negroide sind gegenüber andere Menschen-Arten(Rassen?) deutlich verschieden.

Die Kieferform, Augenbrauen, vorgewölbte Stirn, vorgeschobenes Kinn bzw untere Gesichtshälfte.

Andere Kopfform im Gegensatz zu Weißen.

Längere Arme und auch Beine.

Unterschiede auch im Geschlechtsbereich.

Andere Blut-Zusammensetzung….mehr rote Blutkörper die zu höherer z.B sportlicher Leistung führen.

Haare immer schwarz und lockig…ohne Ausnahmen!

Es gibt noch wesentlich mehr…all das macht deutlich, dass Negroide nicht nach Europa passen.

Auch der IQ liegt etwa in der Höhe von Linken und Anti-Hörigen…so bei 80…wobei es im Durchschnitt bei der

Antifa schon ein Traum ist, die Quote 80 zu erreichen…oder?

Wer es nicht glaubt kann die Informatioen über Negroide selber nachlesen.

So auch bei dem Friedens-Nobel-Preisträger Albert Schweitzer über die afrikanische Herrenrasse…“Nie Sie als sozial Gleichgestellte akzeptieren, oder sie werden Dich fressen. Sie werden Dich zerstören.“

Das sind Original-Sätze von einem Mann, der große Teile seines Leben unter Schwarzen verbrachte.

Damals wurde sein Buch noch veröffentlich…freie Meinungsäußerung…hier sogar bestätigt durch Nachweise.

Naja…wer den Linken/Grünen nachhängt ist entweder ungebildet, verfügt über keine Allgemeinbildung

oder…ist radikal bis hin zum Mord an unliebsamen Menschen…

.

Folgen des Klimawandels? „Südländer“ verprügeln Bademeister

Eva Herman zur Grünen – Klimahysterie in Deutschland


und hier

https://vk.com/video356447565_456240899

 

Am 27.06.2019 veröffentlicht

Die Grünen befinden sich derzeit im Höhenflug. Seit der Europawahl 2019 und den zuvor „zufällig“ erfolgten Wahlhilfen von „Qualitätsjournalisten“ und Influencern geben sie den politischen Ton in Deutschland an. Themen wie der „menschengemachte“ Klimawandel werden seitdem täglich in den Mainstreammedien weitflächig ausgebreitet. Deutschland scheint wieder einmal auf dem Vormarsch zu sein, auch anderen Ländern mit erhobenem Zeigefinger vorgeben zu wollen, wieviel CO2 jeder Mensch dieser Erde abgeben darf, Deutschland zeigt, wo es langgeht.

Nikolai: Links und Rechts damals wie heute


und hier

https://vk.com/video356447565_456240898

 

auch hier

https://volkslehrer.info

Am 26.06.2019 veröffentlicht

Dem Wunsch eines Briefeschreibers nachkommend erläutere ich noch einmal, was ich unter rechts und links verstehe. Vieles mag bekannt sein, doch alles sicher nicht.

Nikolai: volkslehrer Jasus oder Neinsus??? VL gibt Antwort!


und hier

https://vk.com/video356447565_456240897

 

auch hier

https://volkslehrer.info

Am 27.06.2019 veröffentlicht

Zu Beginn des letzten Postvideos verführt mich ein Brief dazu, etwas ausführlicher über Gott, Jesus und die Welt zu sprechen. Dabei gehe ich der Frage nach, welche Rolle das Christentum in unserer Bewegung spielen darf und ob das Böse irgendwie auch gut ist. Was ich sage ist aber eher als Rohentwurf zu verstehen. Ein ausführlicheres Video folgt möglicherweise noch.
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youtube reinigt brav…aber löschen aus dem Netz kann es nicht…


Servus zusammen,

schon seit Jahreen weise ich auf die kommenden Lösch-Aktionen u.a. bei youtbe hin.

Gleichzeitig zeige ich eine erprobte Alternative auf.

Nicht bitchute oder Instagram oder…..nein, all das unterliegt letztendlich dem westlichen Einfluß.

Einzig und allein bei VK.Com herrscht eine im Vergleich zum Westen kaum noch zu glaubende Freiheit.

https://vk.com/video

Von bisher 1300 Videos und zahlreichen Schrift- und Audio-Dateien und tausenden Kommentaten

wurde auch nur eines beanstandet…..die Regeln die einzuhalten sind sollten jedem schon aus eigenem Interesse

klar sein. Wer bei VK.COM bisher gelöscht wurde, der hatte es zwecks krasser Überteibung auch verdient.

Nun, mein youtube-Konto beinhaltete viele aufklärende Videos…mit tausenden Abonnenten und rund 2 Millionen

Zugriffen…..lange hielten sich rein aufklärende Videos ohne jedwede Anzüglichkeiten gegen Andere.

Jetzt aber werden sogar Musik-Videos gelöscht die niemanden angreifen oder beschuldigen, sondern nur

an die Deutsche Geschichte, Heimat und Ahnen erinnern…..

Wie auch immer:

alle Videos die auf youtube gelöscht werden sind weiterhin zugänglich.

alle sind bzw werden auf VK.COM abgelegt.

https://vk.com/video

Übersichtlich nach Alben aufgeteilt und auch nach Stichpunkten auffindbar.

Die „Nachteile“ die VK.COM gegenüber youtube hat, in Bezug auf Gewohnheiten und auch Schnelligkeit,

sind kein Grund. Ob ich 1 Minute länger warte…was soll’s.

Auch „herunterladen“ ist kein Problem!

https://www.tubeoffline.com/download-VK-videos.php

https://vk.com/video

wer endlich wieder Ruhe haben will, der kommt nach VK.COM…….

Wiggerl

Ein Prozent – ein_prozent – nun auch auf „Telegram“…


https://t.me/ein_prozent/7

Das Problem: In Kooperation mit Facebook und der Bundesregierung können „Faktenchecker“ die Reichweite von Posts und Blog-Artikeln massiv einschränken.

Das ist nur einer der Gründe, warum wir jetzt hier auf Telegram aktiv sind. Bis später!

Bitte nochmal kräftig teilen diesen Kanal!

Gestern hat das linke Netzwerk „Correctiv“, das bei Facebook den „Faktenchecker“ betreibt, einen unserer Beiträge „bewertet“. Wir hätten bei unseren Zahlen zur Ausländerkriminalität nicht ausreichend differenziert. Gemeint war z.B. „Tötung auf Verlangen“.

Wir haben es uns daher nicht nehmen lassen, den „Faktenchecker“ einer patriotischen Prüfung zu unterziehen:

https://www.einprozent.de/blog/recherche/correctiv-faktenchecker-im-faktencheck/2493

https://t.me/ein_prozent/3

https://t.me/ein_prozent/2

 

Zum Andenken an Kirsten Heisig…ermordet und verraten…


Der Todestag von Kirsten Heisigkarte trauer …28.Juni 2010…wiederholt sich zum neunten Male…

heisig kirsten

Mittlerweile sollte jedem denkenden Menschen klar sein, dass sie brutal ermordet wurde und das die Täter der deutschen Justiz bekannt sind.

Aus politischen Hintergründen wurde der Mord verschwiegen und das schon abgedroschene „Selbstmord“ …als Erklärung veröffentlicht.

Dieses „Selbstmord“ ist gerade bei Kirsten Heisig so widersprüchlich zur Realität, dass die Polizei/Justiz und Politik den Bürger als absolut dumm einstufen müssen.

 Kirsten Heisig – der vertuschte Mord

Sie geben sich gar nicht mehr die Mühe, bessere oder alternative „Gründe“ zu ersinnen.

Selbstmord…oder wie im „NSU-Verfahren“ tödliche Verkehrsunfälle, plötzlicher Herztod bei noch nie herzkrank gewesenen Personen…

das wird uns immer wieder als Vertuschung aufgetischt….

Jede auch nur halbwegs freie Medie würde sich auf die Aufklärung stürzen, sind doch gerade solche Fälle für einen wahren Journalisten regelrechte „Glücksfälle“…aus journalistischer Sicht.

Doch die Medien bleiben stumm…..außer Magazine wie „Compact“ und auch „Zuerst“.

Wofür brauchen wir dann noch Medien? Richtig, möchte ich vermuten, darauf können wir verzichten, wir müssen darauf verzichten.

Verstärken wir lieber die letzten Hoffnungsträger…jeder muss selber herausfinden, welcher für ihn der richtige ist.

Wiggerl

.

natürliche-typische Hitze: Netzwerk fällt aus….


 

und hier

https://vk.com/video356447565_456240894

 

Am 25.06.2019 veröffentlicht

Gestern war der erste wirklich warme Tag in diesem Jahr. In den Niederlanden viel plötzlich das digitale Netz aus – Zufall ?

Nikolai: Berliner Werbewahn gegen die guten Sitten – und gegen Deutsche


und hier

https://vk.com/video356447565_456240893

auch auf

https://volkslehrer.info

Am 25.06.2019 veröffentlicht

Beim Schlendern durch Berlin begegnen mir mal wieder ein Paar schöne Plakate. Das erste ist ein guter Anfang – die zweiten sind ekelhaft – das dritte ist total bescheuert!
Doch höret und sehet selbst!
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auf youtube gelöscht…CDU trägt Mitverantwortung am BREITSCHEIDPLATZ-Terroranschlag!


so geht es voran…der Mord an Lübke, von wem auch immer, war der von linker Seite „erhoffte End-Startschuss“

für den Kampf gegen…nein…nicht gegen Gewalt und Mord und Vergewaltigungen, Beeinflussungen

und Zwangsmaßnahmen z.B. gegen Kinder…nein…nur gegen Rechts…was immer ein jeder darunter versteht.

Bisher sind mir die linken Gewalten im Verhältnis 90 zu eins bekannt…übrigens laut Bundes- und Polizeistatistik,

wie jeder selbst überprüfen kann…

auch auf

Telegram

https://t.me/Wiggerl_88

Nikolai: Die Berliner Volksfeindebank windet sich


und auch hier

https://vk.com/video356447565_456240889

Am 23.06.2019 veröffentlicht

Nachdem mich die Berliner Volksbank wie einen räudigen Hund aus der Genossenschaft geworfen, und zeitgleich sämtliche Konten gekündigt hat, wollte ich über meinen Anwalt die Hintergründe für dieses schändliche Tun erfahren. Zwar waren sie mir bereits bekannt, aber nun liegen sie Schwarz auf Weiß vor. Doch höret und sehet selbst!
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Tim: ICH VERABSCHIEDE MICH! (schon mal vorab)


zur Information

sollte das Konto von Tim gesperrt werden….ein guter Teil seiner bisherigen Beiträge

befindet sich auf einem VK.COM-Sicherungs-Konto…auf dem noch nie ein Video gelöscht wurde:

https://vk.com/videos356447565?section=album_43

.

und hier

https://vk.com/video356447565_456240888

Am 23.06.2019 veröffentlicht

Es fängt bereits an und ich gehe davon aus, dass ich auf diesem Portal irgendwann abgeschaltet werde.

Nikolai: Positive Post – aber nicht nur!…wichtig!


und hier

https://vk.com/video356447565_456240886

 

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Essay/Polemik „Überlebenstipp in Zeiten der Dauerpropaganda unter reiner debilen Frauschaft“


Von Maria Schneider

Im folgenden Essay möchte ich zunächst auf ein Zitat aus Herrn Erwin Röwers Essay „Der deutsche Sonderweg“ und dem dazugehörigen Kommentar der Floristin Freya eingehen.

Zunächst werde ich eine Ansicht zum deutschen Sonderweg und ihrer Erinnerungskultur erläutern.

Danach werde ich Maßnahmen aufführen, um der absichtlich herbeigeführten Massenmigration Herr zu werden. Diese müssen immer wieder genannt und ausgesprochen werden, um im Bewußtsein zu bleiben, damit sie sich manifestieren können, denn nichts anderes praktizieren die Grünen mit ihrer Dauerpropaganda, bis sie endlich Tatsachen schaffen können (siehe E-Auto, etc.).

Schließen werde ich mit Tipps, wie man auch in heutigen Zeiten bei Verstand bleiben kann und nicht verzagen sollte.

Es geht um folgendem Abschnitt von Herrn Röwers sehr lesenswertem Artikel:

„… Denn ohne auch nur rechts und links zu blicken, fabulieren unsere sog. Eliten vom Exportweltmeister und vom reichen Land, in das jedermann hochwillkommen einreisen darf, um dann mit Vollversorgung hier zu bleiben. Wir ignorieren selbstverliebt, dass unsere Nachbarn diesen Wahnwitz nicht schätzen.“

Außerdem um den Kommentar der geschätzten Foristin Freya:

„Wenn ich mich aber seit einiger Zeit mit polnischen Bekannten über unsere Politik unterhalte, stehe ich jetzt wieder alleine da und bin in „die Aufgabe gestellt“ den deutschen Sonderweg erklären zu müssen und mich schlecht zu fühlen und wie eine aufgeregt schnatternde Ente mich zu distanzieren, so schnell und so gut ich nur kann. Schließlich will ich ja in guter Nachbarschaft bleiben und ich verstehe sehr gut, wenn die Polen nun bald aufgrund unserer Freizügigkeit hinsichtlich der neuesten arabischen kulturellen Einflüsse, will ich es mal nennen, die Grenzen wieder schließen.“

Ich möchte hier den Denkrahmen (neudeutsch: Framing), der unser Gehirn einsperrt, sprengen.

Warum will überhaupt jeder in das Land der bösen Nazideutschen kommen?

Ja, es gab und gibt wohl immer einen deutschen Sonderweg. Ja, unsere Nachbarn hatten und haben wohl Probleme mit uns. Eines ist mir jedoch nicht begreiflich – vielmehr, es wurde ja extra als Tabu durch die Verunglimpfung des deutschen Volkes und mit emotionaler Erpressung genau so hingebogen – also, es ist mir unbegreiflich, warum jeder immer nach Deutschland will, wenn die Deutschen doch so ein mordlustiges, gefährliches Volk sind.

Warum dann überhaupt nach Deutschland kommen und sich dem Risiko hingeben, jederzeit von einem tobenden Teutonen getötet zu werden? Da wir aber seit Jahrzehnten überrannt werden und Deutschland quasi auf dem Ramschtisch liegt, kann man nur eines folgern, nach dem Motto „Quod erat demonstrandum“:

An die Greuelpropaganda und die Erinnerungskultur glauben nur noch manche wirklich bedauernswerte Deutsche oder (vordergründig und strategisch) jene Deutschen, die mit der Erinnerungskultur und der daran angehängten Massenmigration großes Geld verdienen.

Erinnerungskultur = Erpressung von Vorteilen

Erinnerungskultur und Propaganda haben also lediglich den Zweck, dass der Deutsche kuscht und den Faulen der Welt ein angenehmes Leben finanziert. NIEMAND anderes glaubt doch sonst noch diesen Mist der bösen Deutschen, denn sonst käme niemand hierher.

Wenn nun also die Nachbarn – allen voran unsere Freunde in Polen, die mit den ehemals deutschen Gebieten doch wahrhaftig genug Platz hätten, ihr Land in blühende Landschaften zu verwandeln, nun irritiert wegen des erneuten, deutschen Sonderwegs der Massenmigration sind, dann bleibt den Polen, wie auch den Rumänen, Bulgaren, Tschechen, Russen etc. nur eines übrig: Sie müssen es in Zukunft unterlassen, den 2. Weltkrieg als Rechtfertigung zu benutzen, um die Deutschen emotional zu erpressen.

Das hieße also, dass unsere lieben, östlichen Nachbarn auch davon ablassen müßten, unsere Kriegsschuld zu ihrem Vorteil zu nutzen. Statt dessen könnten sie einfach einmal die Deutschen verteidigen, denn das wäre schon einmal ein Anfang und stände ihnen (gerade eingedenk der Vertreibungen nach dem 2. Weltkrieg, die seltsamerweise nie als Schuldkeule genutzt werden) gut zu Gesicht.

Unsere Nachbarn leben gut von unserer Erinnerungskultur

Käme es also zu so einer Verteidigung der Deutschen durch unsere lieben östlichen und sonstigen Nachbarn, dann könnten auch die anderen Länder und Politiker der Welt diese moralische Keule nicht mehr verwenden. Zumindest wäre dies ein guter Anfang und der UN-Migrationspakt wäre dann wieder genau das, was sonst auch alle UN-Resolutionen sind: Klopapier.

Was wäre der Preis für diese Ehrlichkeit? Rückkehr in die eigenen Länder (gerne auch mit beidseitiger Grenzschließung), um dort endlich einmal etwas aus dem eigenen Land zu machen. Dies ist nämlich ein weiteres Tabu: „Alle haben sich lieb und alle sind gleich in der EU. Jeder darf überall hin.“ Stimmt nicht. Die Richtung geht von Ost nach West auf Kosten der Deutschen (die es ja – wie oben erwähnt – seit jeher verdient haben, ausgeplündert zu werden).

Die Völker der reichen EU-Staaten profitieren nicht von der EU

Das Wohlstandsgefälle der EU wurde von Anfang an vermutlich bewußt ignoriert – zum Nachteil der reichen Länder und zum Vorteil der armen Länder. Oder anders ausgedrückt: Zum Vorteil der internationalen Konzerne in den reichen Ländern, jedoch zum Nachteil ihrer arbeitenden Bevölkerung. Sowie zum Vorteil der Armen aus den armen Ländern. Die arbeitenden Deutschen wurden also erst gemästet und werden nun schon seit mindestens 20 Jahren von allen Seiten geschröpft.

Ich stimme daher dem Argument nicht zu, dass wir uns irgendwie vor unseren Nachbarn rechtfertigen müßten o.ä. Vielmehr – wenn wir schon von Schuldgefühlen sprechen – schulden uns unsere lieben Nachbarn um Längen mehr, als wir ihnen. Denn wir ermöglichen tagtäglich, von Monat zu Monat die Transfers unserer Gelder in osteuropäische Länder, weil deren Einwohner hier als moderne Sklaven noch immer mehr verdienen als in ihren Ländern.

Ich bin egoistisch, na, und? Die anderen sind es auch.

Ist das schlimm? Ja, das ist es. Interessiert es mich? Nein, es interessiert mich nicht (mehr). Genauso wenig, wie es den Polen, Rumänen, Ungarn, Bulgaren interessiert, dass er durch seine Arbeit hier die Löhne ruiniert und die Wohnungsknappheit erhöht. Bin ich egoistisch? Meinetwegen. Aber was ist dann der Osteuropäer, der sein Land und seine Familie im Stich läßt und dadurch das Leben für mich und meine Familie hier erschwert?

Der arme, kleine Osteuropäer kann nichts dafür? Es liegt an der Korruption in seinem Land? Jeder bedauernswerte Tropf hat doch (natürlich mit Ausnahme der Deutschen) das Recht auf ein besseres Leben! Kann schon sein. Interessiert mich aber nicht. Diese Zeit krankt daran, dass jeder entgrenzt einfach dorthin geht, wo man gerade am meisten absahnen kann.

Im übrigen bleiben die echten Armen ohnehin zurück, was Beleg dafür ist, dass wir eben nicht im real existierenden, besten Sozialismus aller Zeiten leben, sondern im Raubtierkapitalismus, der sich als Humanismus und Sozialismus tarnt.

Tipps für unsere Nachbarn, die mit dem deutschen Sonderweg nicht einverstanden sind

Wenn also unser Nachbarn meinen, sauer auf uns sein zu müssen, dann sollten sie zunächst einmal:

  1. In ihre Länder zurückkehren und dort selbst etwas aufbauen, statt sich hier ins gemachte Nest zu setzen
  2. Aufhören, in den Griechischen Chor der ewigen Tragödie der bösen Deutschen einzustimmen, um sich Vorteile zwecks Aufenthalt, Wohnung und Geld in Deutschland zu verschaffen
  3. Sich entschuldigen, dass sie jahrzehntelang im Diffamierungs-Chor mitgesungen haben und,
  4. Vor ihrer eigenen Türe kehren. Denn ich verurteile schließlich auch nicht die Volksangehörigen von Polen, Ungarn, Tschechien, Russland usw. und so fort wegen ihrer Massenmörder und Tyrannen wie Lenin, Stalin, Trotzki, Ceauscesu, um mir dann im jeweiligen Land zahlreiche Vorteile zu verschaffen.

Maßnahmen für Deutschland, die immer wieder ins Bewußtsein geholt werden müssen

Selbstverständlich haben auch die Deutschen diese Misere mit verschuldet. Daher stehe ich mit folgenden Maßnahmen sicherlich nicht alleine da:

  1. Stellenausschreibungen vorrangig für Deutsche
  2. Wohnungsverkauf und –vermietung vorrangig an Deutsche
  3. Erhöhung der Löhne und Gehälter in den sozialen Berufen ohne Aufstockermodell
  4. Sozialhilfe und Kindergeld für EU-Ausländer erst nach 10 Jahren. Generell Einschränkung der Freizügigkeit
  5. Keine Sozialhilfe / kein HarztIV für gesunde, arbeitsfähige Menschen. Falls doch, dann muss die Person nach dem ungarischen Modell der Gesellschaft etwas zurückgeben. Die Gesellschaft bin ganz konkret ich, die ich eine arbeitsfähige Person mit 2 gesunden Händen finanzieren soll. Warum eigentlich?
  6. Zwangseinquartierung von Flüchtlingsfamilien bei Parteimitgliedern der Grünen, SPD und der Linken, sowie die Bezahlung deren Lebenshaltungskosten durch die genannten Parteimitglieder
  7. Null Toleranz schon bei kleinsten Vergehen der Migranten analog dem Modell „Zero Tolerance“ des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters Rudolph Giuliani
  8. Konsequente Abschiebung nicht aufenthaltsberechtiger Migranten und straffälliger Asylbewerber. Auslesen der Handys der Migranten zur Feststellung des Herkunftslandes.

    Bei Weigerung der entsendenden Länder, ihre Landsleute zurückzunehmen, die Beendigung jeder Art von Entwicklungshilfe und finanzieller Unterstützung, sowie Inhaftieren der Migranten in Abschiebezentren. Das sollte kein Problem sein, wird doch auch die Beugehaft ganz entspannt bei GEZ-Verweigerern eingesetzt. Und es sollte doch gleiches Recht für alle im Eierkuchenland gelten, oder etwa nicht?

  9. Grenzen dicht mit strengsten Grenzkontrollen

Es ist außerordentlich wichtig, diese Maßnahmen immer wieder auszusprechen, zu schreiben und zu fordern, damit sie wieder in das Bewußtsein kommen. Als Beispiel sei der Slogan „Grenzen dicht“ genannt. Er ist mittlerweile fast vollständig aus dem Sprachgebrauch und damit aus dem Bewußtsein verschwunden. Gleiches gilt für Aufkleber mit ähnlichen Slogans, die mit blockwarthafter Akribie fast ebenso schnell entfernt werden, wie sie angebracht wurden.

Aufgeben ist keine Option

Wer nun meint, das ginge nicht, man müsse resignieren, die Deutschen seien Schlafschafe etc., dem kann ich nur sagen, dass er der Propaganda auf dem Leim gegangen ist und es erlaubt hat, dass sein göttliches, fantastisches Gehirn in einen Denkrahmen gesperrt wurde. Das macht aber nichts. Denn man kann sich jederzeit von den Ketten befreien, wenn man nur will.

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert

Wer Angst vor den Folgen hat, wenn er wieder anfängt, eigenständig zu denken, kann ich folgendes raten: Gehen Sie alle Folgen bis zur letzten Konsequenz durch. Sie werden merken, dass die Angst größer ist, als die tatsächlichen Folgen eines Lebens in Freiheit. Oder schauen Sie sich die alten Damen in den Konditoreien an: „Ist die Figur erst ruiniert, ißt es sich ganz ungeniert“.

Die Szenarios

Sie sprechen sich also vor Freunden und Arbeitskollegen für obige Maßnahmen aus oder äußern sich auf anderen Weise non-konformistisch. Spielen wir das mal durch:

  • Manche oder alle Freunde wenden sich ab. Will man solche Freunde? Hatte man sie ohnehin nicht nur aus Langeweile, Angst vor der Einsamkeit? Hat man vielleicht jetzt sogar Zeit für das, was man schon immer machen wollte?
  • Die Familie wendet sich ab. Wirklich alle? Das ist schlimm, aber besser, als ein falsches Leben zu leben. Ist denn überhaupt auf die Familie in anderen Dingen Verlass, oder hatte man ohnehin nur eine Pro-Forma-Beziehung? Vielleicht ist man zunächst einsam. Vielleicht eröffnen sich aber auch ganz neue Möglichkeiten oder die Familienmitglieder besinnen sich wegen Ihres Muts als Pionier?
  • Bei Festanstellung: Die Kollegen schneiden einen. Schwer auszuhalten. Braucht man wirklich das Geld? Könnte man vor der Meinungsäußerung vielleicht einen neuen Job in einem offeneren, konservativeren Unternehmen suchen? Gibt es vielleicht ähnlich denkende Kollegen, die sogar bereit sind, gemeinsam ihre Meinung zu äußern? Hat man Rücklagen, um eine eventuelle Kündigung zu überbrücken? Falls nein, besser noch ein bißchen abwarten und ansparen bzw. neuen Job suchen.
  • Als Selbstständiger: Im Grunde ähnlich wie oben. Wenn man aber ohnehin schon länger von Kollegen oder Kunden genervt war, kann man ja mal austesten, was passiert, wenn man seine Meinung äußert. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, die Welt geht nicht unter. Meine Kollegen und ich reden – mit einer Ausnahme – immer noch miteinander, obwohl ich gerne und ständig meine nicht-konforme Meinung in die Welt trompete.
  • Das ganz Viertel wendet sich gegen Sie. Schwierig, aber nicht unlösbar. Vielleicht schon vorher umziehen oder vor der Meinungsäußerung Allianzen suchen. Sie sind mit Sicherheit nicht der Einzige, der anders denkt. Stinknormale Menschen wie Verkäufer und Rentner sind hier die richtigen Ansprechpartner. Im schlimmsten Falle muss man wegziehen. Ich persönlich finde, das sollte einem der aufrechte Gang wert sein.

Jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung zu äußern

Eines ist sicher. Man kann nach wie vor seine Meinung sagen. Die Angstmache und der Konformitätsdruck gaukeln schlimmere Folgen vor, als jene Folgen, die dann tatsächlich eintreten. Daher sollte man nicht nachgeben, aber auch nicht zu unbedacht sein. „Sanft wie die Taube und listig wie die Schlange“ ist mein Motto.

Die Grünen = Maulhelden, aber nichts dahinter

Zudem ist meiner Meinung nach die Realität auf unserer Seite. Tatsächlich kommen mir die Grünen und ihre Komplizen wie der Zauberer von Oz vor. Großes Gewese und Tamtam. Wenn man aber den Vorhang aufmacht, kommt ein unscheinbarer, größenwahnsinniger Wicht zum Vorschein. Das sollten wir immer im Hinterkopf behalten, wenn wir wieder einmal einem Gespräch mit einer 50-jährigen, dürren, veganisierten, altjüngferlichen, grünen Großstadtpflanze in infantilen Pippi-Langstrumpf-Ringelstrumpfhosen nicht entkommen können, die beim Schlürfen ihres 4-Euro-Sojalattes meint, dass jeder Mensch im überteuerten Prenzlauer Berg wohnen kann.

Mein Fazit: Der hypnotische Propagandanebel ist in der Tat stark, aber sie haben mehr Verbündete als Sie meinen. Lassen Sie sich nicht einschüchtern, schmieden Sie Allianzen, rufen Sie wirklich Unbelehrbaren ein fröhliches „Leck’ mich am A…“ zu und machen Sie sich dann einen gemütlichen Abend mit Ihren Lieben.

PS: An alle beleidigten Veganer*nnen. Die Beschreibung des Veganismus ist überspitzt als Gesamtpaket einer bestimmten Personengruppe mit vielen Merkmalen gemeint. Wenn Sie sich betroffen fühlen, sind Sie selber schuld, nach dem Motto „Eigenverantwortung“. Statt sich also zu beschweren, kümmern sie sich doch einfach mal um flaschensammelnde Rentner – natürlich nur, wenn Sie es aushalten, Ihre Aura mit der Ausstrahlung von Nicht-Veganern zu verunreinigen.

Besonders liegen ihr die Opfer der importierten Gewalt am Herzen. Sie schreibt ihre Geschichten auf, um ihnen eine Stimme zu geben. Kontakt für Opfergeschichten und Anregungen:

Maria_Schneider@mailbox.org

Farbdruckermarkierung – Totalüberwachung der Bürger


Die Farbdruckermarkierung, im englischen Machine Identification Code (MIC) genannt, ist der Aufdruck eines geheimen digitalen Wasserzeichens in Form von mikroskopisch kleinen und zumeist gelben Punkten durch die meisten modernen Farblaserdrucker und -kopierer, da die Gerätehersteller geheime Abkommen mit Nachrichtendiensten zur Totalüberwachung der Bürger unterzeichnet haben. Der mit bloßem Auge nicht sichtbare Code – auch „tracking dots“ (engl. | dt.: Punkte zur Nachverfolgung) oder auch „secret dots“ (engl. | dt.: geheime Punkte) genannt – auf jedem Ausdruck beinhaltet mindestens das Druckdatum, den Gerätetyp, die Seriennummer des Farbdruckers bzw. -kopierers sowie Daten zur Fehlerkorrektur. Neuere Techniken ermöglichen es, weitere Parameter unsichtbar abzubilden.

Farbdruckermarkierung eines HP Color LaserJet 3700

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

Die ehemalige NSA-Mitarbeiterin Reality Leigh Winner und die Farbdruckermarkierung, welche sie des Geheimnisverrats überführte

Durch das Auslesen des geheimen Codes mittels verschiedener Methoden ist es nicht nur Geheimdiensten, sondern auch der Staatsanwaltschaft ein leichtes, das verwendete Gerät zu identifizieren und somit auch Rückschlüsse auf den Ersteller eines Ausdruckes zu erhalten. Diese Art der geheimen Überwachung kann für politische Aktivisten zu einer großen Gefahr werden – so geschehen bei einer russischen Geheimnisverräterin, welche im Jahre 2017 einen streng geheimen Bericht[1] der NSA über „russische Hackerangriffe“ kurz vor Donald Trumps Präsidentschaftswahl an die publizistische Weltnetzseite The Intercept weiterleitete. Die von ihr eingescannten Dokumente enthielten jedoch noch die hier beschriebene geheime Farbdruckermarkierung, welche sie letztendlich identifizierte und zu ihrer Inhaftierung führte.[2]

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ausführlicher Artikel bei

https://de.metapedia.org/wiki/Farbdruckermarkierung

Tim – Die Dämonisierung Deutschlands – ES REICHT!


und hier

https://vk.com/video356447565_456240885

Nikolai: Deutsch sein trotz 70 Jahren Umerziehung


auch auf

https://vk.com/video356447565_456240884

Am 19.06.2019 veröffentlicht

In den Räumlichkeiten der großartigen Gedächtnisstätte in Guthmannshausen halte ich wieder einen Vortrag. Diesmal geht es um die leidige Umerziehung, die uns Deutschen seit Jahrzehnten angetan wird. Doch auch damit wird bald Schluss sein.
▶▶ TELEGRAM-KANAL https://t.me/Der_Volkslehrer

verfügbar auch auf volkslehrer.info

wer das Tier nicht ehrt….


 

https://www.tierrechte.de/ueber-uns/kontakt

http://www.tierschutzbund.de

http://www.vier-pfoten.de

http://www.tasso.net

http://www.giftkoeder-radar.com
http://www.peta.de
http://www.bundestieraerztekammer.de
http://www.erste-hilfe-beim-hund.de
http://www.mein-haustier.de

und viele mehr….

 

Nikolai – Für Deutsche Natur und Kultur in Deutschland – Demo 14.7. in Berlin!


alternativ

https://vk.com/video356447565_456240883

 Telegram
https://t.me/Wiggerl_88

Am 19.06.2019 veröffentlicht

Die Deutsche Natur ist dieses Jahr geradezu fantastisch entwickelt! Damit das für die Deutsche Kultur auch gilt, lade ich Euch ein am 14.7. nach Berlin auf den Breitscheidplatz zu kommen und ab 14 Uhr mit mir zusammen unsere Kultur zu feiern!
▶▶ TELEGRAM-KANAL https://t.me/Der_Volkslehrer
▶▶ DU KANNST MEINE ARBEIT AUCH UNTERSTÜTZEN Überweisung
(Neues Konto seit dem 23.5.2019):
Nikolai Nerling IBAN: LT403500010005371755 BIC (Swift): EVIULT21XXX

Zensur, Löschungen..der verschiedensten Themen…auch Lieder, wenn sie denn deutsch sind…youtube – wir lieben es


ein Beispiel in welche Richtung und Akzeptanz youtube seine Befehle zur Löschung hat…

bereits seit vielen Monaten hatte ich mich darauf vorbereitet und nur darauf gewartet….ich mußte mich

entscheiden…ich wählte VK.COM….bei wachsender Nutzerzahl sind mittlerweile rund 1800 Videos

mit Inhalten über die verschiedensten Themen-Bereiche, bis hin zum Dritten Reich gespeichert!

Noch nie wurde eines beanstandet oder gar gelöscht.

Weder bitchute, noch Instragram können dise Werte erreichen!

Daher sind alle auf youtube gelöschte Filme auf vk.com zu erreichen…..wie ich mittlerweile gemeldet bekam,

soll auch bei bitchute die Zensur strenger werden.

Im Übrigen ladet VK.COM wesentlich schneller hoch als die sonstigen Alternativ-Platformen…..

https://vk.com/wiggerl

unter Video und Musik und Dokumente mit Audio

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In unseren Community-Richtlinien wird beschrieben, welche Inhalte auf YouTube erlaubt sind und welche nicht. Dein Video EU will 300 Millionen Afrikaner holen! Erklärung von Marrakesch! HD wurde zur Überprüfung gemeldet. Bei der Überprüfung haben wir festgestellt, dass dein Video gegen unsere Richtlinien verstößt. Daher wurde dieses Video aus YouTube entfernt.

Dein Konto hat keine Verwarnung wegen der Verletzung unserer Community-Richtlinien oder sonstige Strafe aufgrund dieser Entfernung erhalten.

In unseren Community-Richtlinien wird beschrieben, welche Inhalte auf YouTube erlaubt sind und welche nicht. Dein Video Deutsche Lieder 1 wurde zur Überprüfung gemeldet. Bei der Überprüfung haben wir festgestellt, dass dein Video gegen unsere Richtlinien verstößt. Daher wurde dieses Video aus YouTube entfernt.

In unseren Community-Richtlinien wird beschrieben, welche Inhalte auf YouTube erlaubt sind und welche nicht. Dein Video Sommerhit 2018 ANGIE, DU LUDER! EIN MIR REICHTSBÜRGERLIED NEUE VERSION wurde zur Überprüfung gemeldet. Bei der Überprüfung haben wir festgestellt, dass dein Video gegen unsere Richtlinien verstößt. Daher wurde dieses Video aus YouTube entfernt.

In unseren Community-Richtlinien wird beschrieben, welche Inhalte auf YouTube erlaubt sind und welche nicht. Dein Video Kommt nach München für Monika und Alfred Schäfer wurde zur Überprüfung gemeldet. Bei der Überprüfung haben wir festgestellt, dass dein Video gegen unsere Richtlinien verstößt. Daher wurde dieses Video aus YouTube entfernt.

 

Tim: WILLKOMMEN in der DDR 2.0! JETZT ERST RECHT!!!


und hier

https://vk.com/video356447565_456240875

Am 17.06.2019 veröffentlicht

Was müssen sie alle schon für eine Angst haben?! Politik und Privatwirtschaft gehen Hand in Hand wenn es darum geht unliebsame Meinungen zu unterdrücken und auszumerzen.
Aber nicht mit mir!
JETZT ERST RECHT!
PROMETHEUS DEUTSCHLAND wird in jedem Fall kommen!
Wer dieses neue Portal unterstützen möchte oder das zurücküberwiesene Geld erneut an die richtige Stelle zur Unterstützung senden will, der überweist es bitte auf:
Kontoinhaber: Timm Kellner IBAN: DE08 4765 0130 0111 0076 70
Sparkasse Paderborn-Detmold
Verwendungszweck: Prometheus

Tim – neue Info-Platform – Unser Kampf für die Meinungsfreiheit! PROMETHEUS DEUTSCHLAND! Startschuss!


UND HIER

https://vk.com/video356447565_456240874

Am 16.06.2019 veröffentlicht

Die Meinungsfreiheit wird jeden Tag mehr in Deutschland abgeschafft! Es scheint, als könnten wir nichts dagegen tun. Aber wir können etwas dagegen tun!
Unterstützt uns:

http://www.gofundme.com/prometheus-deutschland

gamesoftruth: Schon wieder – Video gelöscht !!!


UND HIER

https://vk.com/video356447565_456240871

Die Zeitabstände werden kleiner – schon wieder wurde ein Video gelöscht. Es war eins, welches so harmlos war, dass es sogar für das Monetarising akzeptiert wurde, also gut recherchiert, keinerlei Dinge die nicht gehen, dann aber die Wende……sie merken in diesem Video wie es mir damit geht….

Merkels Ideologie: „Liebe den Gehorsam und die Lüge …?“


Ausgabe 103: Mittwoch, 12. Juni 2019
IM Erika

Merkels Ideologie:
„Liebe den Gehorsam und die Lüge …“

Als Merkel am 30. Mai 2019 von der Cambridge Universität (USA) für ihr Lebenswerk zur Unterjochung der Menschen mit der Ehrendok-torwürde ausgezeichnet wurde, log sie in ihrer Dankesrede erneut frei drauflos, sie sei quasi in der DDR verdeckte Widerstandskämpferin gewesen.

„Auf dem Heimweg vom Institut ging ich täglich auf die Berliner Mauer zu. Dahinter lag West-Berlin, die Freiheit. Jeden Tag musste ich kurz vor der Freiheit abbiegen. Wie oft habe ich gedacht, das halte ich nicht aus.“

Welch eine dreiste Lüge, denn sie war ganz oben im DDR-Verbrechersystem verankert und erfreute sich täglich dieses menschenverachtenden Systems. Dieser Unterdrücker- und Menschenmordstaat bedeutete ihr alles, sie verinnerlichte alles und wollte alles verkörpern, was diesen Staat ausmachte, auf welchen Prinzipien er errichtet und geführt wurde. Die Prinzipien des DDR-Kommunismus definierte Walter Ulbricht am 1. Mai 1945, nachdem Stalin die deutschen Kommunisten zur Schaffung eines kommunistischen Staates auf deutschem Boden nach Ostberlin eingeflogen hatte, so:

„Es ist doch ganz klar: Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“ (FAZ, 11.06.2019, S. 5)

Alles was diesen Terror-Staat ausmachte verinnerlichte Merkel nicht nur, sondern wollte dieses Staatsmodel durch sich selbst verkörpern. Nur 28 Monate vor dem DDR-Zusammenbruch feierte Merkel am 22. Juni 1987 in der ersten Reihe mit den DDR-Staatsgrößen in Berlin auf der Ehrentribüne ein FDJ-Treffen. Um zwischen den Staatslenkern stehen und mit ihnen die DDR besingen zu dürfen, musste man ganz oben im System verankert gewesen sein.

Wir müssen uns immer und immer wieder in Erinnerung rufen, dass die beiden schlimmsten Lügen- und Unterjochungssysteme – „Sozialismus“ und „Kapitalismus“ – Teil der globalistischen Terror-Idee sind. Mit der menschenverachtenden Weltsozialismus-Idee konnten die Globaljuden alle Geisteskranken und Killertypen vereinnahmen. Mit der Kapitalismus-Idee brachten sie die mehr Geldgierigen und Feigen hinter sich.

Vom 26. bis 30. August 1938 fand in Paris ein Treffen der führenden neoliberalistischen Persönlichkeiten statt, das als Walter Lippmann Colloquium in die Geschichte eingegangen ist. Die Teilnehmer diskutierten den Entwurf der Neoliberalistischen Weltordnung (Globalismus). Der Jude Walter Lippmann war der Lügenarchitekt der Kriegspropaganda gegen das Deutsche Reich im Ersten Weltkrieg und entwarf zur Erlangung der deutschen Waffeniederlegung die berühmten 14-Friedenspunkte Wilsons. 15 Teilnehmer des Lippmann-Kolloquiums gründeten 1947 mit anderen die Mont Pèlerin Society (MPS), um zukünftige Generationen von wirtschaftsliberalen Ideen zu überzeugen. Die MPS fungiert heute als zentraler Knotenpunkt neoliberaler Netzwerke.

Diese neoliberalen Netzwerke, die heute die Politiker lenken und steuern, benutzen die Demokratielüge, wie einst Ulbricht für den Kommunismus, für das heutige globalistische System. Denn diese jüdischen Machtpotentaten, denen die Lüge heimisch

und heilig ist, verstehen darunter Terror und Unterjochung. Lippmann gab diese Leitidee, nach der Merkel agiert, bereits 1927 aus:

„Ein falsches Demokratie-Ideal kann nur zur Desillusion und zu einer sich einmischenden Tyrannei führen. Die Masse muss in die Schranke gewiesen werden. Die öffentliche Meinung funktioniert gleichgeschaltet, sie ist lästig und irrelevant. Es besteht ein kongenialer Unterschied zwischen den herrschenden Wenigen und den Dummen vielen. Nur der Insider kann Entscheidungen fällen. Die Öffentlichkeit ist Außenseiter, ist notwendigerweise dumm, irrelevant und oft nur lästig. Deshalb ist die öffentliche Meinung parteiisch, verkrampft, oberflächlich; sie ist für die Einfältigen.“

(Walter Lippmann, Das Phantom Öffentlichkeit, S. 138 ff.) Ulbricht befolgte diese Philosophie ebenso wie Merkel und die anderen der BRD. Denn wer etwas sagt, dass dem System „lästig“ ist, rauscht sofort hinein in die Kerker der Demokratie-BRD.

Andreas Petersen studierte Osteuropäische Geschichte und promovierte an der Universität Zürich. Jetzt erschien sein Buch Die Moskauer. Wie das Stalintrauma die DDR prägte, (Fischer Verlag), das gemäß FAZ

„dem Leben hinter den DDR-Erzählungen auf der Spur ist. Nach der Lektüre dieses klugen Buches, wird man wahrscheinlich über die Gründerväter der DDR anders sprechen als bisher“,

so die FAZ. Jörg Baberowski schreibt in seiner Buchbesprechung über die „Moskauer“, die zurückkehrten Kommunisten, wie Ulbricht, Pieck usw.:

„Sie setzten ihren autoritären, stalinistischen Stil gegen alle Widerstände durch.“

Lippmanns Lehre also! Petersen im Buch weiter:

„Terror, Furcht und Schrecken waren für die Einrichtung der Macht in der DDR entscheidend. Im Moskauer Exil lernten die deutschen Kommunisten in wenigen Wochen, worauf es im Überlebenskampf ankam. Schon bald kam ihnen die Lüge automatisch über die Lippen.“

D.h., im Westen hatten wir das neoliberalistische Lippmann-Lügensystem, im Osten das kommunistische Stalin-System. Petersen enthüllt, wie nach den Moskauer Schauprozessen gesäubert wurde, an denen die deutschen Kommunisten aktiv beteiligt waren und dieses System dann in ihrer DDR fortsetzten. Peteresen:

„Die Kaderabteilungen der KPD und NKWD lieferten Informationen über ‚Verräter und Spione‘ in den eigenen Reihen. In der deutschen Parteipresse hysterische Aufrufe: ‚Der menschliche Abschaum muss ausgerottet und alle vorhandenen Überreste des Gesindels unschädlich gemacht werden‘. Alle deutschen Kommunisten die 1937 in Moskau überlebt hatten, verinnerlichten diese eine Lehre: Liebe den Gehorsam und die Lüge, denn sie retten dir das Leben. Schon bald kam ihnen die Lüge automatisch über die Lippen, sie wurde zu ihrer zweiten Natur. Man pries die Mörder ihrer eigenen Kinder und besang den Diktator Stalin, der für die Mordexzesse verantwortlich war. Walter Ulbricht war ein höriger Vasall Stalins. In Moskau lernte er, wie man Konkurrenten ausschaltete.“

Petersen im Buch:

„Diese Lektion nahm Ulbricht vollständig in sich auf. Seine Härte, sein Dogmatismus und seine Gefühlskälte verfestigten sich in den Moskauer Jahren zu jenem Funktionärstypus, den Stalin zur Terrorherrschaft brauchte, für den neuen Staat auf deutschem Boden. Zehntausende verschwanden in den Lagern der sowjetischen Besatzungsmacht, wurden erschossen oder in die Sowjetunion deportiert. In der DDR wurde die Sprache des Terrors gesprochen. Man solle ‚Schädlinge ausrotten‘. Im Stahlbad des Terrors verwandelte sich die SED in eine stalinistische Kaderpartei. Das Fegefeuer, das den stalinistischen Funktionär hervorbrachte. Im Angesicht der Wahrheit, wäre das System zusammengebrochen.“ Dem setzte die DDR gemäß Petersen „die Gewalt als reinigendes Gewitter entgegen, das als Purgatorium, die Sünder in Erlöste verwandelte.“ (Buchbesprechung, FAZ, 11.06.2019, S. 5)

Dass Merkel dieses DDR-Terrorsystem verinnerlicht hat, geht aus einem anderen FAZ-Beitrag selbigen tags hervor. Dr. Hubertus Knabe verfasste den Beitrag Was ist dran an „IM Erika“? und erklärt, warum die Legende, Merkel sei „IM-Erika“ gewesen, absolut haltlos sei. Aber diese Einschränkung schmälert keinesfalls die Sprengkraft des Beitrags, denn schließlich seien

„wichtige IM-Vorgänge in großem Stil beseitigt worden. Ein Teil davon dürfte in den mehr als 15.000 Säcken mit geschredderten Stasi-Dokumenten verschwunden sein.“

Und das, was noch vorhanden ist, darf in Bezug auf Merkel nicht eingesehen werden. Knabe:

„Wenn es keine IM-Akte Merkel gibt, so heißt das nicht, dass es nie eine gegeben hat. Wenn man diese Dokumente einsehen will, muss die betroffene Person dem zustimmen. Da das Stasi-Unterlagen-Gesetz auch Bundeskanzler nicht dazu verpflichtet, Informationen, die die Stasi über sie gesammelt hat, anderen zugänglich zu machen, bleibt das Dossier Merkel eine Blackbox.“

Es gab eine verhinderte WDR-Dokumentation, die Merkel als FDJ-Anführerin bei der Belagerung des Hauses des Systemkritikers Robert Havemann mit Foto überführte. Dazu Knabe:

„Merkel hat es damals abgelehnt, das Bild zur Veröffentlichung freizugeben. Daraus wird oft der Schluss gezogen, dass sie ‚um 1980‘ zu den ‚Jugendlichen‘ gehört hätte, die für die Observation des Havemann-Grundstücks zuständig gewesen seien. Manche behaupten auch, sie hätte das Foto beseitigen lassen.“

Jedenfalls könnte sie, wenn sie nichts mit der Stasi zu tun gehabt hätte, sämtliche Dokumente einsehen lassen, anstatt die Sichtung zu verbieten. Wovor fürchtet sie sich?

Merkel und Ulbricht eine Ideologie
Merkels Ulbricht-Ideologie: „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“

Knabe führt aus, dass Merkels Vater, Horst Kasner, 1954 frei-willig von Hamburg in die DDR übersiedelte und dort Leiter des Pastoralkollegs wurde. Er war Mitglied des Stasi-gesteuerten „Weißenseer Arbeitskreises“ und an der Zerschlagung der gesamtdeutschen Ev. Kirchenorganisation beteiligt. Ebenfalls aktiv war Kasner in der kommunistisch gelenkten Christl. Frie-denskonferenz (CFK). Knabe:

„Als Angela Merkel während der Friedlichen Revolution 1989 zum Demokratischen Aufbruch (DA) stieß, traf sie auf einen weiteren Stasi-Informanten, den DA-Chef Wolfgang Schnur (IM ‚Torsten‘ und ‚Dr. Ralf Schirmer‘). Im April 1990 wurde sie stell-vertretende Regierungssprecherin unter dem letzten DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maiziere, der in MfS-Unterlagen als IM ‚Czerny‘ erfasst ist.“


Schnur war Jude und hat Merkel zur globalistischen Aspen-Stiftung (USA) vermittelt. Weiter im Knabe-Beitrag:

„Fest steht, dass Merkel schon als Schülerin den Pionieren der FDJ angehörte und am Ende ihrer Schulzeit an den FDJ-Aktivitäten führend mitwirkte. Auch während ihres 1973 begonnenen Studiums betätigte sich Merkel in der FDJ. Bezüglich ihrer Funktion in der FDJ sagte sie, sie hätte sich nur ‚um die Bestellung von Theaterkarten gekümmert‘. Diese Beschreibung ihrer Aktivitäten erscheint reichlich euphemistisch, denn die FDJ betrachtete es ihrem Statut zufolge als ihre Hauptaufgabe, der SED ‚zu helfen, standhafte Kämpfer für die Errichtung der kommunistischen Gesellschaft zu erziehen‘. An der Akademie der Wissenschaften, wo Merkel nach Abschluss ihres Studiums arbeitete, war sie ebenfalls in der FDJ aktiv. Zwei der Ersten Sekretäre haben unabhängig voneinander zu Protokoll gegeben, dass Angela Merkel ab 1980 der FDJ-Leitung als Sekretär für Agitation und Propaganda angehörte. Beide erklärten zudem, sie sei für die Organisation des sogenannten ‚Studienjahres‘ also des marxistisch-leninistischen Lehrprogramms für die FDJ-Mitglieder verantwortlich gewesen. Tatsächlich gehörte dies zu den Aufgaben eines Agitprop-Sekretärs. Dass sie nur Theaterkarten besorgt habe, erscheint nicht besonders glaubwürdig. Eher wirkt es, als wollte sie ihr Engagement in der FDJ als unpolitisch erscheinen lassen. Für diese Vermutung spricht auch, dass sich eine Reihe früherer Weggefährten von ihrem Weg in die CDU sehr überrascht zeigte. Vieles spricht also dafür, dass Merkel an ihrem Institut an führender Stelle in den DDR-Politbetrieb eingebunden war. Das ist deutlich mehr, als Gruppenratsvorsitzender der FDJ in einer Schulklasse gewesen zu sein.“ (Quelle: FAZ, 11.06.2019, S. 6)

Wasser tötet Kinder in Afrika – Und DU! Bist! Schuld!….die Absurdität des alltäglichen Völkermordwahnes an uns Deutschen treibt immer stinkendere Blüten.


Völkermordwahnes an uns Deutschen

 

UND

https://vk.com/video356447565_456240870

Am 14.06.2019 veröffentlicht

Die Absurdität des alltäglichen Völkermordwahnes an uns Deutschen treibt immer stinkendere Blüten. Hier können nur ein erhöhter Wasserverbrauch und jede Menge Pommes mit Milchkaffee und Eis im Stadion helfen.
▶▶ TELEGRAM-KANAL https://t.me/Der_Volkslehrer
▶▶ DU KANNST MEINE ARBEIT AUCH UNTERSTÜTZEN
Überweisung (Neues Konto seit dem 23.5.2019):
Nikolai Nerling IBAN: DE24 7001 1110 6056 6268 65 DEKTDE7GXXX Bitcoin: 19Q8oDiu2ZAr7DfL18oUQiVWaUvNriPCeU
VIELEN DANK IM VORAUS !!!
▶▶ DU MÖCHTEST MIR SCHREIBEN? E-Post: der-volkslehrer@protonmail.com

PRÄCHTIG! Reist jeder 3. flüchtige Uni-Absolvent mit dem Flugzeug ein?


 

Am 13.06.2019 veröffentlicht

Das sind beruhigende und tolle Nachrichten! (Ironie aus) Ca. ein Drittel aller illegal eingereisten Migranten sollen mit dem Flugzeug kommen. Warum will die Bundesregierung die offiziellen Zahlen verschweigen?

Serie Ostdeutschland historisch: Wir sind die Wolfskinder – Verlassen in Ostpreußen


Als Kind überlebt

Wolfskinder-Schicksale 

Bei Kriegsende ist die in Königsberg geborene Christel Scheffler sechs Jahre alt. Aber die Schrecken der Nachkriegszeit haben sich ihr unauslöschlich eingeprägt: „Was ich erlebt habe, was mir angetan wurde, ist zu viel für ein Menschenleben. Ich wünsche das meinem schlimmsten Feind nicht. Die letzte Mahlzeit zum Beispiel in Königsberg. Ich erinnere mich mit Grausen: Kartoffelschalen vom Misthaufen, schon ganz schwarz, ich konnte es nicht …“

Die alte Dame gehört zu den noch lebenden „Wolfskindern“, die heute entweder in Litauen oder in Deutschland leben. Wolfskinder, das waren jene Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, die bei Kriegsende ihre Eltern und andere Angehörige verloren hatten und sich unter unsäglichen Strapazen nach Litauen durchschlugen, wo sie in vielen Fällen von barmherzigen Menschen, meist Bauern oder kleine Handwerker, aufgenommen wurden.

Die finnisch-schwedische Journalistin Sonya Winterberg hat mittels intensiver Archivarbeit den Lebensweg zahlreicher Wolfs­kinder verfolgt und ihnen dieses im doppelten Sinne berührende Buch gewidmet: Zum einen zeigt es die Not, der die deutsche Bevölkerung nach der Eroberung Ostpreußens durch die Rote Armee ausgesetzt war; zugleich aber ist es ein Zeugnis dafür, dass auch in finstersten Zeiten Humanität und Mitgefühl nicht versiegen.

Die Autorin erzählt in ihrem erstmals als TaschenbuchWir sind die Wolfskinder erschienen Titel „Wir sind die Wolfskinder. Verlassen in Ostpreußen“ nicht einzelne Schicksale nacheinander, sondern ruft historische Situationen in Erinnerung und fügt in sie die einzelnen Lebensläufe. Not, das bedeutete, in Ruinen und Erdlöchern zu hausen, Vergewaltigungen und Erschießungen ausgesetzt zu sein und kaum etwas zu essen zu haben.

Viele Kinder erlebten, wie die Mütter misshandelt wurden und starben. Die auf sich gestellten Kinder folgten fast instinktiv dem Gerücht, jenseits der Memel sei es besser; in Scharen und unter Lebensgefahr versuchten sie, dorthin zu gelangen. Zerlumpt, krank und ausgemergelt bettelten sie sich durch die Dörfer.

Wie viele Kinder dabei umkamen, ist heute nicht mehr zu klären. Jene Kinder, die aus Barmherzigkeit oder Berechnung, sie als Hirtenjungen oder Haushaltshilfen zu nehmen, Aufnahme fanden, überlebten, wurden in die Familien integriert, teilweise adoptiert (unter Verlust des deutschen Namens) und konnten ab etwa 1949/50, als die sowjetischen Behörden das Problem endlich angingen, entweder in die DDR ausreisen oder als Litauer ein geregeltes Leben führen.

Die Autorin bleibt nicht bei den Nachkriegsjahren stehen, sondern verfolgt viele Lebensläufe weiter; sie rühmt die freundliche Aufnahme vieler Jugendlicher im brandenburgischen Kyritz, zeigt, wie durch jahrelange Suchdienste Familien und Geschwister wieder zusammenfanden (auch die PAZ war daran beteiligt), und schildert schließlich, wie nach der Wende 1990/91 viele nun alt und krank gewordene Wolfskinder in die Bundesrepublik ausreisen konnten und hier eine Minimalrente erhielten.

Zwei Anmerkungen: Eine Karte der Region hätte dem Leser die Orientierung etwas leichter gemacht. Und es sei daran erinnert, dass der große Dokumentarfilmer Eberhard Fechner den Wolfskindern schon 1990 ein Denkmal gesetzt hat.

Sonya Winterberg: „Wir sind die Wolfskinder. Verlassen in Ostpreußen“, Piper Taschenbuch, München/Zürich 2014, broschiert, 336 Seiten, 9,99 Euro.

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Serie Ostdeutschland aktuell: Königsberg: »Achtung, hier spricht Königsberg«


Vor 90 Jahren nahm in Ostpreußens Hauptstadt die Ostmarken Rundfunk AG den Programmbetrieb auf

 

Firma Zabel Königsberg

 

Am 14. Juni 1924 begann in Ostpreußen mit der Aufnahme des Sendebetriebes durch den Königsberger Rundfunksender „Ostmarken-Rundfunk“ ein neues Medienzeitalter. Das Datum war keineswegs zufällig gewählt, war doch am Vortag der 200. Jahrestag der Vereinigung von Altstadt, Löbenicht und Kneiphof zur Stadt Königsberg feierlich begangen worden.

Zu Beginn der 1920er Jahre war in Deutschland ein regelrechtes „Funkfieber“ ausgebrochen. Aus dem Ausland konnte man die ersten Rundfunkstationen empfangen und außerdem gab es eine ganze Reihe leicht empfangbarer Funkdienste. Zehntausende Bastler experimentierten mit selbstgebauten Empfängern; viele Zeitschriften berichteten laufend über die Fortschritte im Funkwesen. Angesichts dieser Situation setzten die Behörden, vor allem die Reichs­post, alles daran, das Ganze zu kanalisieren und einen staatlich kontrollierten „Unterhaltungsrundfunk“ aufzubauen. Schließlich verständigte man sich darauf, dass Land in neun Sendebezirke zu unterteilen, in denen jeweils eine privat finanzierte „Sendegesellschaft“ eine Rundfunkstation betreiben sollte. Für Ostpreußen war Königsberg als Standort vorgesehen.

Nun wurden innovationsorientierte Investoren gesucht – und gefunden. In Königsberg besaß der Ingenieur Walter Zabel eine Maschinenfabrik mit einem Holverarbeitungsbetrieb; das Firmengelände lag etwas außerhalb der Stadt an den Pregelwiesen. Einen weiteren Geschäftszweig hatte er sich mit der Elektrifizierung der großen landwirtschaftlichen Güter in der Region aufgebaut. In diesem Zusammenhang war er mit dem Funkwesen in Berührung gekommen und hatte bei seinem Hauptbüro in der Königsberger Hufenallee ein Ladengeschäft für den Handel mit Rundfunkapparaten eingerichtet. Nachdem am 29. Oktober 1923 die Berliner „Funk-Stunde“ A.G. als erste deutsche Station den Betrieb eröffnet hatte, sah Zabel auch in Königsberg die Zeit für eine solche Einrichtung gekommen: Mit mehreren Mitstreitern gründete er am 2. Januar 1924 die „Ostmarken-Rundfunk AG“ (ORAG).

Anschließend beauftragte Zabel die damals bekannte Firma Huth damit, auf seinem Betriebsgelände einen Sender zu bauen. Weithin sichtbar, wurden drei, jeweils 50 Meter lange Kabel aus Kupferbronze zwischen dem Firmenschornstein und einem neuen, 35 Meter hohen Gittermast gespannt.

Als Sendestudio wurde der Chorprobensaal im Dachgeschoss des Königsberger Stadttheaters angemietet und umgestaltet. So wurden die Wände des rund 100 Quadratmeter großen Raums zur Schalldämmung mit Seegrasmatten verhängt und eine Ecke als Ansage- und Sprecherkabine abgeteilt. Die Verwaltung des „Ostmarkenrundfunks“ saß in zwei winzigen Büros, ebenfalls im Gebäude des Stadttheaters, der wohl bedeutendsten Musikbühne Ostpreußens.

Die Herrichtung des Chorprobenraums erfolgte bereits unter der Aufsicht von Joseph Christean, dem neuen „Künstlerischen Leiter“. Mit ihm hatte Zabel eine außerordentlich kreative wie seriöse Persönlichkeit für das neue Medium gewinnen können. Der aus Wien stammende Regisseur und Operntenor verfügte über eine reichhaltige Berufserfahrung. Und auch die übrigen Schlüsselpositionen wurden mit Kräften des Stadttheaters besetzt: Klaus Nettstraeter als Erster Kapellmeister und Kurt Lesing als Spielleiter und Erster Sprecher. Schließlich gelang es Christean auch noch, ein vierköpfiges Musikensemble zu verpflichten.

Alles schien nach Plan zu laufen, als im April 1924 die Maschinenfabrik Zabels in Liquiditätsschwierigkeiten geriet. Der Geschäftsmann war gezwungen, die Investitionen in den Rundfunk zurückzuziehen. Er bot der Stadt Königsberg seine Rundfunkanteile an. Und diese griff zu, übernahm mit Hilfe der „Messeamt Königsberg i. Pr. GmbH“, einem Unternehmen in städtischen Händen, Ende Mai sämtliche Anteile der Rundfunkgesellschaft. Nun nannte sich die Gesellschaft im Untertitel „Rundfunk der deutschen Ostmesse“.

Unterdessen waren am 10. Mai die Sendeversuche angelaufen. Sie standen unter der Leitung des Ingenieurs Erich Geissler, den Zabel von der Firma Huth abgeworben hatte. Der Probebetrieb verlief so erfolgreich, dass einer baldigen Stationseröffnung nichts im Wege stand.

Am 14. Juni 1924 war es schließlich so weit. Vormittags um 10 Uhr versammelten sich die geladenen Gäste im Stadttheater. Hans Bredow, der für das Rundfunkwesen zuständige Post-Staatssekretär, hielt die Eröffnungsansprache. Er sagte dem Rundfunk eine große Zukunft voraus. Anschließend bedankte sich der Königsberger Oberbürgermeister Hans Lohmeyer für die Unterstützung der Postbehörden beim Aufbau des Senders. Nun wurde den im Senderaum wartenden Musikern das Zeichen gegeben, mit dem Premierenkonzert zu beginnen. Der Festakt war beendet.

Für Joseph Christean und seine Mitstreiter begann der Programmalltag. Der Schwerpunkt lag auf dem Abendprogramm ab 19.30 Uhr. Dabei wurden „gehobene Unterhaltung“ und „Heimatverbundenheit“ großgeschrieben. Die Gestaltung eines ansprechenden Angebotes für die noch wenigen Hörer stellte eine tägliche Herausforderung dar. Improvisation und Flexibilität waren gefordert; sämtliche Mitarbeiter hatten in den unterschiedlichsten Funktionen mitzuwirken, schließlich wurde alles „live“ gesendet.

Christean übernahm neben seinen Leitungsfunktionen zahlreiche Sprechereinsätze in den verschiedensten Programmberei­chen. Auch das Aufgabengebiet von Lesing war weit gespannt und reichte vom Regisseur bei literarisch-musikalischen Veranstaltungen bis zum Märchenerzähler und Ansager. Und wenn es die Situation erforderte, stürzte er sich unmittelbar nach der Ansage an sein Schlagzeug, um den Einsatz der nächsten Musiknummer nicht zu verpassen.

Christean erwies sich schließlich als Glückgriff für den Rundfunk in Ostpreußen. Es gelang ihm, für fast jeden Programmtag ausgezeichnete Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Bereichen der Königsberger Kulturszene für den Ostmarkenrundfunk zu gewinnen: musikalische Solisten und Schriftsteller ebenso wie Wissenschaftler oder Pädagogen. Und es gelang ihm auch, den Rundfunk in Ostpreußen allmählich bekannt zu machen.

Dennoch dauerte es mehrere Jahre, bis sich der Rundfunk fest etablieren konnte. Wichtige Fortschritte waren der Umzug von Verwaltung und Studiobetrieb in eine der Hallen auf dem Gelände der Ostmesse im Jahre 1926 sowie die Inbetriebnahme des Senders auf dem Veilchenberg ein Jahr später. Als weitere Meilensteine erwiesen sich die Inbetriebnahme des Großsenders Heilsberg im Jahre 1930 wie die Fertigstellung des großen „Funkhauses“ am Hansaplatz im Jahre 1933. Die meisten Ostpreußen kennen die ostpreußische Rundfunkstation unter der Bezeichnung „Reichssender Königsberg“, die von den Nationalsozialisten im April 1934 eingeführt wurde.

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paz 24-14

Dr. Joachim Mutter – 5G – Wir werden alle verstrahlt – Die Gefahren aus Sicht eines Mediziners


 

Dr. med. Joachim Mutter ist einer der führenden Umweltmediziner. Im Anschluss seines Vortrages beim 5G-Wissenskongress am 2. Juni 2019 in Owingen am Bodensee, führte unser Kollege Ekke noch ein Interview mit Dr. Mutter. Der Mediziner ist spezialisiert auf das Thema Gifte und Entgiften, sowie auf das Thema Elektromagnetische Störfelder im Zusammenhang mit unserem Organismus. Auch die Zunahme von Krebserkrankungen hat er erforscht. Wie extrem er die 5G-Strahlenbelastung erwartet ist in diesem Ausschnitt zu erkennen. Das sehenswerte, kurze Interview möchten wir als Vorgeschmack auf weitere Dokumentationen des 5G-Wissenskongresses liefern.

BIOGRAFIE VON DR. MUTTER IM DETAIL:

Dr. med. Joachim Mutter arbeitete nach Ausbildung und Tätigkeit als Energiegeräteelektroniker, nachträglichem Abitur und Medizinstudium (Uni Freiburg) seit Januar 2000 als Arzt, zuerst in der Inneren Medizin. Von 2001 bis 2008 arbeitete er an der Universitätsklinik Freiburg und absolvierte dort die Ausbildung zum Facharzt für Hygiene- u. Umweltmedizin sowie Zusatzbezeichnungen für Naturheilverfahren u. Akupunktur. Seit 2009 führt er eine Arztpraxis für Ursachenmedizin in Konstanz. Seit 2016 ist er zusätzlich stellv. Chefarzt der Paracelsus Clinica Alronc, Schweiz. Er ist Dozent mit Vortrags- und Seminartätigkeit im In- und Ausland, u.a. auch an der Universität Warschau (zu Autismus), Europa-Universität Frankfurt (Oder), im Landtag Bayern (zu Mobilfunk) oder vor Europapolitikern in Luxemburg und Brüssel (zu Amalgam und Mobilfunk). Er hat wissenschaftliche Studien veröffentlicht und ist auch als Gutachter für Gerichte und wissenschaftliche Zeitschriften sowie durch Interviews in Zeitschriften, Radio und Fernsehen bekannt geworden. Hauptziel ist effektive Prävention und Behandlung der häufigsten Krankheiten sowie Verbesserung der Leistungsfähigkeit, auch bei Spitzensportlern. Hier betreut er u.a. die zwölfmalige Deutsche Mountainbikemeisterin und fünfmalige Olympiateilnehmerin (8. Platz 2000, Bronze 2004, Gold 2008, Silber 2012, August 2016 auf Weltrangliste Platz 2, nach Sturz und Operation des Knies unmittelbar vor dem Rennen noch Platz 19) Sabine Spitz. Seit 2013 bildet er Therapeuten aus in „Ursachentherapie“. https://www.detoxklinik.de/