DFB und Löw sind nur noch peinlich…nach Effenberg äußert sich nun Nat-Sp von 88 Uli Borowka


nicht nur das Merkels Bande befohlen hat das es nur noch „Mannschaft“ heißt und keinerlei deutsche Zeichen mehr auf dem Trikot sein dürfen, was nebenbei einzigartig weltweit ist, wird die ehemalige National-Mannschaft auch innerlich weitgehend von „deutsch“ entfernt.

Da sind zwei Typen die offen und ohne jeden Zweifel sich als Türken bezeichnen und sich mit Leib und Seele der Türkei mit Erdogan verschrieben haben…

Da sind Weitere die nichts mit Deutschland zu tun haben, keine Deutschen sind, lediglich ein Stück Papier besitzen, ohne Nachweis deutscher Herkunft und Ahnen.

Da sind Schwarze die keinen Bezug zu unserem Land haben.

Früher waren es Deutsche und deutsch-abstämmige die spielten. Weiß waren alle. Die gleiche Kultur hatten alle. Den nahen Bezug zu Deutschland hatte alle.

Und heute???

Es ist zum kotzen das uns nun auch das stärkste Symbol und der Zusammenhörigkeit genommen wurde.

Das uns die Freude und das Mitfiebern gestohlen wurde.

Da ich aber immer eine WM gerne angesehen habe, konzentriere ich mich nun mit Herz und Seele auf die Mannschaft

von ISLAND……die alten Ur- und Nord-Germanen mit all ihren Traditionen.

Auch der SCHWEIZ drücke ich alle Daumen…Dänemark ist mit auch symphatisch.

Doch der peinlichen Attrappe, dem Abziehbild unserer großen wahren bio-deutschen Mannschaft, wünsche ich ein schnellstmögliches und hoffentlich schmachvolles Aussscheiden…… 

 

Meinolf läßt seine Seele sprechen….

Volkslehrers Wohnmobilgesuch


 

Am 14.06.2018 veröffentlicht

Liebe Freunde, ich bitte Euch um Hilfe: Für meine Arbeit an unserer Freiheit brauche ich ein mobiles Heim. Wenn Ihr mir etwas anbieten könnt, wäre das fantastisch! Das suche ich: WoMo, Bus, Transporter Unverzichtbar: – 4 Schlafplätze (zwei davon 2 Meter lang) – mindestens 120 Km/h schnell – Diesel – Tisch zum Arbeiten Wäre schön: – Integrierter (mit großer Frontscheibe) – Stehhöhe (bin 1,95) – Koch-/Wasch-Gelegenheit Preislimit: 10 000 Euro (weniger wäre natürlich schön) Im Zweifel einfach anbieten. Vielen Dank im Voraus!
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VIELEN DANK IM VORAUS !!!
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Serie Ostdeutschland aktuell: Memelland: Verein der Deutschen in Memel begeht sein 29-jähriges Jubiläum


Konsequenter Einsatz für Deutsche

 

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Stolz auf bisher Erreichtes: Verein der Deutschen in Memel begeht sein 25-jähriges Jubiläum

Der Verein der Deutschen in Memel [Klaipeda] feiert am 26. April sein 25-jähriges Bestehen. Er kann stolz sein auf das im Kleinen und doch grenzüberschreitend Geleistete. Im Mittelpunkt standen stets die Menschen in der Stadt und im Landkreis Memel wie die Besinnung und Pflege der deutschen Kultur.

Alles begann im Jahr 1989 im Schriftstellerhaus in Wilna mit der ersten Zusammenkunft der Deutschen in Litauen. Im selben Jahr fand sich die Initiativgruppe der Deutschen aus dem Memelland, welche die Gründung des Deutsch-Litauischen Kulturverbands in Memel initiierte. Bis 1992 wurde dieser Verband von Jurate Aleksandraviciene, Johanna Jagminiene und Gert Sedelies geleitet, danach übernahm Magdalena Piklaps die Leitung. Eine der Aufgaben des Verbands war die Wiedergründung der Zeitung „Deutsche Nachrichten für Litauen“. Die Zeitung gewann rasch Leser in Litauen, Deutschland und in vielen Republiken der Sowjetunion. Wegen fehlender finanzieller Unterstützung aus der Bundesrepublik musste die Zeitung im April 2005 eingestellt werden.memelland

Bereits 1989 wurde der Vereins-chor gegründet, der mit deutschen Liedern den Verein im In- und Ausland repräsentierte. Der erste offizielle Chorauftritt erfolgte an dem für alle Memelländer wichtigen Tag im Jahr 1989 während der Enthüllung des „Ännchen von Tharau Denkmals“ auf dem Theaterplatz. 1990 gründete der Verein eine allgemein zugängliche deutschsprachige Bibliothek. Sie wird kontinuierlich mit aktuellen Veröffentlichungen ergänzt und deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften gelangen zur Auslage.

Heute ist es nichts Besonderes, aber 2000 war der vereinseigene Computerraum der erste überhaupt in Memel. Zahlreiche Schüler konnten hier ihre ersten Erfahrungen am Computer sammeln.

Der wichtigste und dauerhafteste Erfolg war 1992 die Gründung einer staatlichen Schule für die deutsche Volksgruppe in Memel. Wie mühsam war der Beginn 1990/91, als Freiwillige von Haus zu Haus gegangen sind und alle Memelländer befragt haben, ob sie ihre Kinder in so eine Schule lassen würden. Das Ergebnis war überwältigend, viele wollten eine solche Schule. Der Anfang mit nur vier Klassen gestaltete sich schwierig. Kein eigenes Schulgebäude, nicht genügend Lehrmittel. memel 9

Doch der Einsatz von Schulleiterin Angele Klitiene führte die Schule an die Spitze der Memeler Lehranstalten. Die heutige Direktorin Jolita Andrijauskiene hat es 2008 geschafft, dass die „Deutsche Hermann-Sudermann-Schule“ zum Gymnasium wurde und dass es mittlerweile zu den besten der Stadt zählt. Besonders aktiv ist die Gesangsgruppe. Die jungen Sänger treten mit ihrem deutschen Programm im In- und Ausland auf und gewannen schon zahlreiche Preise.

Das Jahr 1992 war auch von einem zweiten wichtigen Ereignis gekennzeichnet. Die Stadtverwaltung Memel stellte dem Verein ein eigenes Haus zur Nutzung zur Verfügung. Es war ein heruntergekommenes Gebäude am Rande der Innenstadt, das mit finanzieller Unterstützung der Bundesrepublik saniert und als Begegnungs- und Kulturzentrum des Vereins zu neuem Leben erweckt wurde. Als „Simon-Dach-Haus“ wurde es am 8. Oktober 1996 eröffnet. Damit hatte der Verein endlich seine eigenen „vier Wände“, in denen deutsche Sprachkurse angeboten werden, Konzerte, Seminare, Vorlesungen, Werkstätten und Begegnungen stattfinden. memel

Der Verein der Deutschen ist im heutigen städtischen Leben integriert und trägt zur kulturellen Vielfalt sowie als Brücke zur Vergangenheit und nach Deutschland einen wesentlichen Teil zum Miteinander bei. Mit Stolz blickt man auf die Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit. Seit einigen Jahren werden eine Laternenwerkstätte, ein Martinsumzug durch die Innenstadt sowie Adventskonzerte veranstaltet. Ein kultureller Höhepunkt ist seit 1999 das jährliche Projekt „Deutsche Kulturtage“.

Den Interessierten werden bis zu 20 facettenreiche Veranstaltungen angeboten. Durchschnittlich sind jährlich über 5000 Besucher bei den verschiedenen Kulturmaßnamen des Vereins im Simon-Dach-Haus zu verzeichnen. Zu den emotionalsten Momenten der vergangenen 25 Jahre gehören die drei großen Begegnungstreffen mit Landsleuten aus Deutschland. Sie standen jeweils unter einem prägnanten Motto: „Unvergessene Heimat“ 1995, „Der Heimat treu“ 1996 und „Heimat, ich trage dich im Herzen“ 1998.

Das alles hätte man ohne Hilfe zahlreicher Freunde, Förderer und Unterstützer nicht schaffen können. Dankbar ist man über die Unterstützung durch die Landsmannschaft Ostpreußen und die Arbeitsgemeinschaft der Memellandkreise.

 

Der Verein wird weiterhin mit Energie und Ehrgeiz für den Erhalt des Deutschtums im Memelland eintreten.

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Serie Ostdeutschland aktuell: Königsberg: »Achtung, hier spricht Königsberg«


Vor 90 Jahren nahm in Ostpreußens Hauptstadt die Ostmarken Rundfunk AG den Programmbetrieb auf

 

Firma Zabel Königsberg

 

Am 14. Juni 1924 begann in Ostpreußen mit der Aufnahme des Sendebetriebes durch den Königsberger Rundfunksender „Ostmarken-Rundfunk“ ein neues Medienzeitalter. Das Datum war keineswegs zufällig gewählt, war doch am Vortag der 200. Jahrestag der Vereinigung von Altstadt, Löbenicht und Kneiphof zur Stadt Königsberg feierlich begangen worden.

Zu Beginn der 1920er Jahre war in Deutschland ein regelrechtes „Funkfieber“ ausgebrochen. Aus dem Ausland konnte man die ersten Rundfunkstationen empfangen und außerdem gab es eine ganze Reihe leicht empfangbarer Funkdienste. Zehntausende Bastler experimentierten mit selbstgebauten Empfängern; viele Zeitschriften berichteten laufend über die Fortschritte im Funkwesen. Angesichts dieser Situation setzten die Behörden, vor allem die Reichs­post, alles daran, das Ganze zu kanalisieren und einen staatlich kontrollierten „Unterhaltungsrundfunk“ aufzubauen. Schließlich verständigte man sich darauf, dass Land in neun Sendebezirke zu unterteilen, in denen jeweils eine privat finanzierte „Sendegesellschaft“ eine Rundfunkstation betreiben sollte. Für Ostpreußen war Königsberg als Standort vorgesehen.

Nun wurden innovationsorientierte Investoren gesucht – und gefunden. In Königsberg besaß der Ingenieur Walter Zabel eine Maschinenfabrik mit einem Holverarbeitungsbetrieb; das Firmengelände lag etwas außerhalb der Stadt an den Pregelwiesen. Einen weiteren Geschäftszweig hatte er sich mit der Elektrifizierung der großen landwirtschaftlichen Güter in der Region aufgebaut. In diesem Zusammenhang war er mit dem Funkwesen in Berührung gekommen und hatte bei seinem Hauptbüro in der Königsberger Hufenallee ein Ladengeschäft für den Handel mit Rundfunkapparaten eingerichtet. Nachdem am 29. Oktober 1923 die Berliner „Funk-Stunde“ A.G. als erste deutsche Station den Betrieb eröffnet hatte, sah Zabel auch in Königsberg die Zeit für eine solche Einrichtung gekommen: Mit mehreren Mitstreitern gründete er am 2. Januar 1924 die „Ostmarken-Rundfunk AG“ (ORAG).

Anschließend beauftragte Zabel die damals bekannte Firma Huth damit, auf seinem Betriebsgelände einen Sender zu bauen. Weithin sichtbar, wurden drei, jeweils 50 Meter lange Kabel aus Kupferbronze zwischen dem Firmenschornstein und einem neuen, 35 Meter hohen Gittermast gespannt.

Als Sendestudio wurde der Chorprobensaal im Dachgeschoss des Königsberger Stadttheaters angemietet und umgestaltet. So wurden die Wände des rund 100 Quadratmeter großen Raums zur Schalldämmung mit Seegrasmatten verhängt und eine Ecke als Ansage- und Sprecherkabine abgeteilt. Die Verwaltung des „Ostmarkenrundfunks“ saß in zwei winzigen Büros, ebenfalls im Gebäude des Stadttheaters, der wohl bedeutendsten Musikbühne Ostpreußens.

Die Herrichtung des Chorprobenraums erfolgte bereits unter der Aufsicht von Joseph Christean, dem neuen „Künstlerischen Leiter“. Mit ihm hatte Zabel eine außerordentlich kreative wie seriöse Persönlichkeit für das neue Medium gewinnen können. Der aus Wien stammende Regisseur und Operntenor verfügte über eine reichhaltige Berufserfahrung. Und auch die übrigen Schlüsselpositionen wurden mit Kräften des Stadttheaters besetzt: Klaus Nettstraeter als Erster Kapellmeister und Kurt Lesing als Spielleiter und Erster Sprecher. Schließlich gelang es Christean auch noch, ein vierköpfiges Musikensemble zu verpflichten.

Alles schien nach Plan zu laufen, als im April 1924 die Maschinenfabrik Zabels in Liquiditätsschwierigkeiten geriet. Der Geschäftsmann war gezwungen, die Investitionen in den Rundfunk zurückzuziehen. Er bot der Stadt Königsberg seine Rundfunkanteile an. Und diese griff zu, übernahm mit Hilfe der „Messeamt Königsberg i. Pr. GmbH“, einem Unternehmen in städtischen Händen, Ende Mai sämtliche Anteile der Rundfunkgesellschaft. Nun nannte sich die Gesellschaft im Untertitel „Rundfunk der deutschen Ostmesse“.

Unterdessen waren am 10. Mai die Sendeversuche angelaufen. Sie standen unter der Leitung des Ingenieurs Erich Geissler, den Zabel von der Firma Huth abgeworben hatte. Der Probebetrieb verlief so erfolgreich, dass einer baldigen Stationseröffnung nichts im Wege stand.

Am 14. Juni 1924 war es schließlich so weit. Vormittags um 10 Uhr versammelten sich die geladenen Gäste im Stadttheater. Hans Bredow, der für das Rundfunkwesen zuständige Post-Staatssekretär, hielt die Eröffnungsansprache. Er sagte dem Rundfunk eine große Zukunft voraus. Anschließend bedankte sich der Königsberger Oberbürgermeister Hans Lohmeyer für die Unterstützung der Postbehörden beim Aufbau des Senders. Nun wurde den im Senderaum wartenden Musikern das Zeichen gegeben, mit dem Premierenkonzert zu beginnen. Der Festakt war beendet.

Für Joseph Christean und seine Mitstreiter begann der Programmalltag. Der Schwerpunkt lag auf dem Abendprogramm ab 19.30 Uhr. Dabei wurden „gehobene Unterhaltung“ und „Heimatverbundenheit“ großgeschrieben. Die Gestaltung eines ansprechenden Angebotes für die noch wenigen Hörer stellte eine tägliche Herausforderung dar. Improvisation und Flexibilität waren gefordert; sämtliche Mitarbeiter hatten in den unterschiedlichsten Funktionen mitzuwirken, schließlich wurde alles „live“ gesendet.

Christean übernahm neben seinen Leitungsfunktionen zahlreiche Sprechereinsätze in den verschiedensten Programmberei­chen. Auch das Aufgabengebiet von Lesing war weit gespannt und reichte vom Regisseur bei literarisch-musikalischen Veranstaltungen bis zum Märchenerzähler und Ansager. Und wenn es die Situation erforderte, stürzte er sich unmittelbar nach der Ansage an sein Schlagzeug, um den Einsatz der nächsten Musiknummer nicht zu verpassen.

Christean erwies sich schließlich als Glückgriff für den Rundfunk in Ostpreußen. Es gelang ihm, für fast jeden Programmtag ausgezeichnete Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Bereichen der Königsberger Kulturszene für den Ostmarkenrundfunk zu gewinnen: musikalische Solisten und Schriftsteller ebenso wie Wissenschaftler oder Pädagogen. Und es gelang ihm auch, den Rundfunk in Ostpreußen allmählich bekannt zu machen.

Dennoch dauerte es mehrere Jahre, bis sich der Rundfunk fest etablieren konnte. Wichtige Fortschritte waren der Umzug von Verwaltung und Studiobetrieb in eine der Hallen auf dem Gelände der Ostmesse im Jahre 1926 sowie die Inbetriebnahme des Senders auf dem Veilchenberg ein Jahr später. Als weitere Meilensteine erwiesen sich die Inbetriebnahme des Großsenders Heilsberg im Jahre 1930 wie die Fertigstellung des großen „Funkhauses“ am Hansaplatz im Jahre 1933. Die meisten Ostpreußen kennen die ostpreußische Rundfunkstation unter der Bezeichnung „Reichssender Königsberg“, die von den Nationalsozialisten im April 1934 eingeführt wurde.

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paz 24-14

Serie Ostdeutschland historisch: Wir sind die Wolfskinder – Verlassen in Ostpreußen


Als Kind überlebt

Wolfskinder-Schicksale 

Bei Kriegsende ist die in Königsberg geborene Christel Scheffler sechs Jahre alt. Aber die Schrecken der Nachkriegszeit haben sich ihr unauslöschlich eingeprägt: „Was ich erlebt habe, was mir angetan wurde, ist zu viel für ein Menschenleben. Ich wünsche das meinem schlimmsten Feind nicht. Die letzte Mahlzeit zum Beispiel in Königsberg. Ich erinnere mich mit Grausen: Kartoffelschalen vom Misthaufen, schon ganz schwarz, ich konnte es nicht …“

Die alte Dame gehört zu den noch lebenden „Wolfskindern“, die heute entweder in Litauen oder in Deutschland leben. Wolfskinder, das waren jene Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, die bei Kriegsende ihre Eltern und andere Angehörige verloren hatten und sich unter unsäglichen Strapazen nach Litauen durchschlugen, wo sie in vielen Fällen von barmherzigen Menschen, meist Bauern oder kleine Handwerker, aufgenommen wurden.

Die finnisch-schwedische Journalistin Sonya Winterberg hat mittels intensiver Archivarbeit den Lebensweg zahlreicher Wolfs­kinder verfolgt und ihnen dieses im doppelten Sinne berührende Buch gewidmet: Zum einen zeigt es die Not, der die deutsche Bevölkerung nach der Eroberung Ostpreußens durch die Rote Armee ausgesetzt war; zugleich aber ist es ein Zeugnis dafür, dass auch in finstersten Zeiten Humanität und Mitgefühl nicht versiegen.

Die Autorin erzählt in ihrem erstmals als TaschenbuchWir sind die Wolfskinder erschienen Titel „Wir sind die Wolfskinder. Verlassen in Ostpreußen“ nicht einzelne Schicksale nacheinander, sondern ruft historische Situationen in Erinnerung und fügt in sie die einzelnen Lebensläufe. Not, das bedeutete, in Ruinen und Erdlöchern zu hausen, Vergewaltigungen und Erschießungen ausgesetzt zu sein und kaum etwas zu essen zu haben.

Viele Kinder erlebten, wie die Mütter misshandelt wurden und starben. Die auf sich gestellten Kinder folgten fast instinktiv dem Gerücht, jenseits der Memel sei es besser; in Scharen und unter Lebensgefahr versuchten sie, dorthin zu gelangen. Zerlumpt, krank und ausgemergelt bettelten sie sich durch die Dörfer.

Wie viele Kinder dabei umkamen, ist heute nicht mehr zu klären. Jene Kinder, die aus Barmherzigkeit oder Berechnung, sie als Hirtenjungen oder Haushaltshilfen zu nehmen, Aufnahme fanden, überlebten, wurden in die Familien integriert, teilweise adoptiert (unter Verlust des deutschen Namens) und konnten ab etwa 1949/50, als die sowjetischen Behörden das Problem endlich angingen, entweder in die DDR ausreisen oder als Litauer ein geregeltes Leben führen.

Die Autorin bleibt nicht bei den Nachkriegsjahren stehen, sondern verfolgt viele Lebensläufe weiter; sie rühmt die freundliche Aufnahme vieler Jugendlicher im brandenburgischen Kyritz, zeigt, wie durch jahrelange Suchdienste Familien und Geschwister wieder zusammenfanden (auch die PAZ war daran beteiligt), und schildert schließlich, wie nach der Wende 1990/91 viele nun alt und krank gewordene Wolfskinder in die Bundesrepublik ausreisen konnten und hier eine Minimalrente erhielten.

Zwei Anmerkungen: Eine Karte der Region hätte dem Leser die Orientierung etwas leichter gemacht. Und es sei daran erinnert, dass der große Dokumentarfilmer Eberhard Fechner den Wolfskindern schon 1990 ein Denkmal gesetzt hat.

Sonya Winterberg: „Wir sind die Wolfskinder. Verlassen in Ostpreußen“, Piper Taschenbuch, München/Zürich 2014, broschiert, 336 Seiten, 9,99 Euro.

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Serie Ostdeutschland aktuell: Auf nach Allenstein!


Am 21. Juni feiert die deutsche Volksgruppe ihr Sommerfest

 

Allenstein

Kaum ist das Deutschlandtreffen der Ostpreußen vorbei, steht auch schon das Sommerfest der Landsmannschaft Ostpreußen vor der Tür.

Ein Termin, den sich die Ostpreußen unbedingt in ihren Terminkalender eintragen sollten, ist der Sonnabend, 21. Juni. Dann findet im Amphitheater von Allenstein das große Sommerfest statt.

Um 10 Uhr beginnt das Sommerfest mit einem musikalischen Vorprogramm, gestaltet vom Blasorchester Osterode. Um 10.30 Uhr wird der Ökumenische Feldgottesdienst gefeiert, mit dem Domherrn André Schmeier, als dem offiziellen Seelsorger für die deutsche Volksgruppe im katholischen Ermland, und dem evangelischen Bischof der masurischen Diözese, Rudolf Bazanowski.

Ab 11 Uhr folgen die Festansprachen von Stephan Grigat, dem Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, und Hernyk Hoch, dem Vorsitzenden des Verbandes der Deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren.

Gegen 12 Uhr startet das Kulturprogramm mit Tanz und Musik.

Nach einer Mittagspause geht es um 14 Uhr mit dem kulturellen Nachmittag los, bei dem unter anderem auch Ritterkämpfe gezeigt werden, bis dann gegen 17 Uhr das Sommerfest endet.

Seien Sie also herzlich eingeladen, am 21. Juni in Allenstein mit der Landsmannschaft Ostpreußen und den deutschen Vereinen im südlichen Ostpreußen zu feiern.

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