Alles grün und gut?: Eine Bilanz des ökologischen Denkens


Die Umweltbewegung kann auf eine enorme Erfolgsgeschichte zurückblicken: Alle trennen Müll, fahren Fahrrad und wollen die Welt vor Klimakollaps und Atomverseuchung retten. Doch inzwischen züchten wir Monokulturen für Biosprit, roden unsere Wälder für Stromtrassen und töten Vögel mit Windrädern. Ist es das, was wir wollen?
Mit Maxeiner und Miersch ziehen zwei der profiliertesten Beobachter der Umweltbewegung Bilanz und zeigen, wo ökologisches Denken heute ansetzen muss.

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Lügen und Legenden
Eine Abrechnung mit der Ökobewegung – absolut lesenswert

Ökologisches Denken und Vernunft passen nicht immer zusammen – was vor allem dann der Fall ist, wenn Schwätzer und Karrieristen Umweltthemen für sich entdecken. Das merken inzwischen sogar altgediente Sympathisanten der Öko-Bewegung wie Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Früher schrieben sie für einschlägige Magazine wie „Chancen“ und „Natur“. Jetzt ziehen sie mit ihrem Buch „Alles grün und gut?“ eine „Bilanz des ökologischen Denkens“, so der Untertitel.

Ihre Antwort auf die selbstgestellte Frage lautet deshalb eindeutig Nein. Mittlerweile habe sich ein Ökologismus breitgemacht, dem jedwede Rationalität abgehe: Umweltschutzprämissen würden schon seit längerem nicht mehr hinterfragt und wie quasireligiöse Glaubenssätze gehandhabt. Damit bestehe nun eine neue Form der Frömmigkeit, welche „irgendwo zwischen Dalai Lama und Waldorf-Schule, Greenpeace und Peta“ angesiedelt sei. Dies wiederum resultiere daraus, dass es vielen Leuten hierzulande einfach noch viel zu gut gehe: Für die materiell rundum saturierten Vertreter des „Bionade-Biedermeier“ stelle ein „Dioxin-Ei“ oftmals schon die größtmögliche existenzielle Bedrohung dar, welche sie sich in ihrer Beschränktheit vorstellen können.

Zugleich geißeln Maxeiner und Miersch, die jetzt übrigens gemeinsam mit dem Publizisten Henryk M. Broder die Online-Plattform „Die Achse des Guten“ betreiben, den Fanatismus der ökologisch bewegten Gutmenschen, in dessen Gefolge es zu Gewalt gegen Menschen oder Sachen und zur gezielten Verbreitung von Lügen komme.

In diesem Zusammenhang verweist das Autorenduo auch ganz dezidiert auf die unrühmliche Rolle der Nichtregierungsorganisationen (NGO) mit grünem Anstrich, die zu einem gesellschaftlichen Problem ersten Ranges geworden seien, weil sie immer mehr Macht und Geld in ihren Händen konzentrieren, ohne einer demokratischen Kontrolle zu unterliegen. Als Musterbeispiel hierfür dient Greenpeace, das keine Skrupel hat, die Öffentlichkeit zu manipulieren, um seine Pfründe zu sichern: Obwohl der Walfang seit einer Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes praktisch tot ist und die Bestände der Meeressäuger kontinuierlich anwachsen, geht diese NGO immer noch mit ihrer althergebrachten Rettet-die-Wale-Rhetorik auf Spendenfang.

Des Weiteren befasst sich das Buch mit dem Lügenkartell der „Klimaexperten“: Diese hätten die an sich notwendige Klimaforschung in eine „politisierte Wissenschaft mit aggressiver Rhetorik und absolutem Wahrheitsanspruch“ verwandelt, die als Teil der Meinungsindustrie fungiere, deren Ziel nicht zuletzt darin bestehe, dem Bürger einzureden, er müsse für den „Klimaschutz“ Opfer bringen – zuvörderst natürlich finanzielle.

Dem schließt sich eine Aufstellung der wichtigsten Lügen und Irrtümer der grünen „Untergangspropheten“ an, die bereits zweifelsfrei als solche entlarvt wurden, wie beispielsweise die Legenden vom angeblichen Waldsterben, vom Massentod durch Rinderwahnsinn, und der schrumpfender Ozonschicht.

„Viele Lieblingsprojekte der Grünen und ihres Umfeldes riechen nach Erziehungsdiktatur. Wenn das Volk nicht erkennen will, was gut ist, dann muss das Gute eben von oben vorgeschrieben werden.“

Eigentlich sollte ein Buch wie dieses als Pflichtlektüre an deutschen Schulen dienen, denn es bietet Aufklärung im besten Sinne und das perfekte Kontrastprogramm zu solch verlogenen Machwerken wie Al Gores Klima-„Dokumentation“ „Eine unbequeme Wahrheit“, mit denen unsere Kinder von ideologisierten Pädagogen indoktriniert wurden oder noch immer werden.

Wolfgang Kaufmann

 

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