Zehntausende Kosovaren fliehen nach Deutschland…von Eva Herman


Frei gedacht

Eva Herman
von Eva Herman

Die Meldungen über wachsende Flüchtlingsströme in westliche Staaten reißen nicht ab. Vor allem aus den Nato-Kriegsländern Syrien, Libyen und Irak sowie aus Afrika fliehen die Menschen, zu Millionen haben sie sich aufgemacht in den fernen Kontinent Europa. Denn ihre Länder sind von Bombenhagel und Terrorkrieg unbewohnbar gemacht worden. Und jetzt neue Horrormeldungen: Massenexodus aus dem Kosovo! Zehntausende verlassen das von der westlichen Administration einst als unabhängig erklärte Land und reisen illegal nach Deutschland. Warum? Die offizielle Version deutscher Diplomaten lautet, viele Kosovo-Albaner fühlten sich von unseren langen Abschiebeverfahren angelockt. Klar, das berichten die Medien – da könnte etwas dran sein.

Wir wollen andere Standpunkte als die offiziell erlaubten beleuchten, und so habe ich mit meinem ehemaligen ARD-Kollegen Marko Jošilo gesprochen, der aus dem Jugoslawienkrieg der 90er Jahre für deutsche TV-Anstalten berichtete und ein klärendes Buch über die Kriegsrhetorik der Massenmedien schrieb. Der Exodus ist ein Symptom, doch wo liegen die Ursachen? Zwar werde die Wirtschaftsmisere als Grund dafür genannt, doch in Wahrheit trage die westliche Allianz die Schuld, so Jošilos Feststellung. Wie man die Sache auch drehe und beleuchte, letztendlich lande man immer wieder beim globalen Finanzsystem, das seine Vollstrecker wie die „EU“, die USA, die Nato für ihre Machtinteressen einsetze, egal, um welches Land auf der Welt es sich auch handele.

Aktuelles Beispiel sei das Tauziehen um die Ukraine, die in kurzer Zeit in ein Kriegsland verwandelt wurde, das, ebenso wie Jugoslawien, nun Stück für Stück auseinanderfällt.

Doch zurück in den Kosovo. Der Nato-Bombenkrieg Ende der 90er Jahre war eine Hoffnung der Kosovaren für eine Loslösung von Serbien. Heute sehen sie keine Zukunft in ihrem Staat, denn auch nach 15 Jahren Präsenz von Nato, Kfor und Eulex geht es ihnen nicht besser als noch zu Zeiten unter den Serben.

Die Menschen hier fühlen sich betrogen, denn ihr Land scheint zu einer reinen Kolonie der EU und Nato geworden zu sein, stellt der Journalist fest. Die internationale Gemeinschaft verfolge nur ihre eigenen Interessen. „Da werden „EU“-Millionensummen ins Kosovo gepumpt, doch wo bleiben die Gelder?“ Jošilo nennt eine mögliche Variante für die plötzliche Massenflucht: „Zwar fließt massenhaft Geld hierher, aber vermutlich nicht, um die Region wieder aufzubauen, sondern um die Strukturen der dort anwesenden Nato- und „EU“-Angehörigen zu sichern. Die Bevölkerung hat von den Geldern bislang wenig gesehen!“

95 Prozent der Kosovobewohner sind Muslime, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Jede Familie hat durchschnittlich neun bis zehn Kinder.

Das gehört zur Tradition der Kosovo-Albaner, und seit der ehemalige jugoslawische Staatspräsident Josip Broz Tito die persönliche Patenschaft für das siebte Kind einer jeden Familie angeboten hatte, verstärkte sich der Trend. Die albanische Bevölkerung hatte sich deswegen nach dem Zweiten Weltkrieg explosionsartig vergrößert. „Diesen Leuten gefällt es jetzt natürlich besser, Sozialhilfe im Westen zu bekommen, während sich ihr Asylantrag im langwierigen Verfahren befindet. So geht es ihnen immer noch besser, als im Kosovo für einen Hungerlohn zu arbeiten oder arbeitslos zu sein. Durch ihren Kinderreichtum haben hunderttausende Kosovoalbaner ihre Verwandten in der Schweiz, Deutschland oder Österreich, doch sie brauchen ein Visum. Dass ausgerechnet die Bürger des von den Institutionen der internationalen Gemeinschaft am strengsten überwachten Landes Europas um Visa anstehen, ist im grenzenlosen Europa eigentlich anachronistisch. Neben der Rechtsstaatsmission Eulex mit ihrer Polizeimission stehen nach wie vor Eufor-Truppen im Land. Und trotzdem legt Europa den Kosovaren viele Steine in den Weg. Viele „EU“-Staaten fürchteten einen Massenexodus. Jetzt geschieht das, auf illegale Weise!“

Die Geschichte des Kosovo ist nicht unkompliziert, seit der Westen in den 90er Jahren ohne Mandat gewaltsam eingriff: „Status ist, dass der Kosovo heute in die „EU“ will, doch Serbien muss zustimmen, und Kosovo als eigenständigen Staat anerkennen. Aber das funktioniert nicht, weil Serbien den Kosovo immer noch als Teil des eigenen Staatsgebiets ansieht. Die Nato hatte den Serben 1999 im Zuge des Bombenkrieges den Kosovo weggenommen. Die Albaner haben sich 2008 ohne Referendum für unabhängig erklärt. Die USA, Europa und die Nato-Länder hatten das anerkannt, doch viele Länder, unter anderem Serbien, nicht.“

Die Gründe, warum Jugoslawien 1999 mit einem Bombenkrieg überzogen wurde, klingen nach Jošilos Worten anders als die amtliche Version: „Offizieller Vorwand der Amerikaner war es damals, die Kosovo-Albaner vor einer ethnischen Säuberung durch die Serben zu beschützen. Doch der damalige deutsche Verteidigungsminister Scharping hatte die Unwahrheit gesagt, diese Pläne hatten nie existiert. Sein sogenannter Hufeisenplan von 1998 war vielmehr eine Erfindung des deutschen Verteidigungsministeriums. Warum? Weil es vor allem darum ging, die Global-Interessen der Finanzmacht durchzusetzen, um im Kosovo, im Zuge der Nato-Osterweiterung, einen US-Militärstützpunkt zu errichten: Serbien war das einzige Land gewesen, das nicht bereit war, Nato-Truppen dort zu dulden.“

Die „EU“ müsste durch den Krieg und die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo Verantwortung tragen. Was tut man jetzt für die Bevölkerung dort? „Sie tun gar nichts. Die Menschen sind ihnen gleichgültig“, so der Reporter aus Sarajevo. „Es mag auch mit an der Mentalität liegen, denn die Menschen dort arbeiten nicht gerne. Ursprünglich lebten die meisten in den Bergen, von der Viehhaltung, ein bisschen Landwirtschaft und Kleinkrämerei. Sie handeln gerne, kaum jemand dort ging je schwerer Arbeit nach.

Deswegen blüht auch der Drogenhandel heute üppig. Für die Finanzmacht kommt das alles sehr gelegen: Seit die US-Administration den widerspenstigen Serben den Kosovo entriss, nutzt sie das Gebiet für eigene Interessen, so ist das Gebiet der Umschlagplatz für Drogen. Die US-Maschinen können, aus Afghanistan kommend, direkt im Kosovo landen – in Bondsteel, dem größten US-Stützpunkt Europas. Auf der Militärbasis in Ferizaj bei Pristina sind zirka 5000 Soldaten westlicher Kräfte stationiert.“

Es gebe noch eine zweite Variante, um den Massenexodus zu erklären, erläutert der ARD-Journalist. So heißt es, die Kosovo-Albaner wollten die noch verbliebenen Serben im nördlichen Kosovo vertreiben. Weil das ohne größere Kriegshandlungen nicht vonstattengehen könne, so glaubten die Serben, dass die Kosovaren ihre Familien zuvor noch in Sicherheit bringen wollten.

Das menschenverachtende Spiel geht weiter: Teile und herrsche! Im Kosovo, in der Ukraine, in Europa …

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Eva Herman

Es soll weitergehen… Gute Laune beim Pegida-Spaziergang vergangenen Montag


Der schrille Jubel über ein vermeintliches Nachlassen des Drucks von der Straße lässt vermuten, dass dort weiterhin Mut und Unbeirrbarkeit gebraucht werden, um die Wende unumkehrbar zu machen.

Wie es sich angefühlt hätte, wenn eine unvermutet wiedererstarkte DDR-Obrigkeit im Dezember 1989 nach wenigen Wochen die runden Tische wieder aufgelöst hätte, das war ansatzweise am 3. Februar in Meißen zu erahnen. Die Evangelische Akademie und der stellvertretende Ministerpräsident Martin Dulig hatten zum Bürgergespräch „Vier Monate ,Pegida‘ – was nun?“ ins Rathaus eingeladen. Weil aber auch die Initiatoren der Pegida-Abspaltung DDfE dazu erscheinen wollten, wurde die Veranstaltung kurzerhand abgesagt.

Die „Direkte Demokratie für Europa“ hat sich dann am Sonntag in Dresden als eine leichtwegtolerierbare Erscheinung erwiesen.

Ganz offensichtlich hat man sich trotz Meinungsverschiedenheiten im Guten getrennt und den ausgetretenen Mitgliedern wurde von Freunden nahegelegt, entsprechend ihrer Haltung weiter zu machen.  René JahnRené Jahn betonte immerhin: „Wir wissen, dass heute viele da sind, die morgen bei Pegida sind und das ist gut so.“ Man wolle sich gegenseitig nichts streitig machen, denn „Montag ist Pegida-Tag!“ Es ist eine Abschiedsveranstaltung auf dem sonnigen Neumarkt.

Der Wille, sich nicht
auseinanderdividieren
zu lassen, ist spürbar

Am Abend darauf zeigte sich dann auch trotz scheußlichen Nieselwetters gute Laune im Fahnenmeer. Offenbar ist jetzt der Weg frei, um mit größerer rhetorischer Brillanz eine Haltung zu beweisen. Die Stärke dieser Bewegung war ihre Unerschrockenheit.

Ein Rückzug von Lutz Bachmann hätte damit gebrochen und die Glaubwürdigkeit entscheidend eingeschränkt. Nun hat er sich als geschickter Moderator einer stationären Kundgebung zurückgemeldet.

Während in der Vergangenheit manches Mal geschimpft wurde um dem berechtigten Verdruss ein kurzzeitiges Ventil zu verschaffen, haben die Hauptbeiträge von Tatjana Festerling und Götz Kubitschek diesmal dazu beigetragen, dass die Versammelten ihrer Situation besser inne werden.

So begnügte sich Festerling Tatjana Festerling AfDmit ihren scharfen Worten nicht mit einer allgemeinen Politikerschelte. Sie schilderte, wie eine verhängnisvolle Negativ-Auslese der Parteihierarchien die Politik zum Stillstand bringt.

Sie empfahl denen, welche die Demonstranten verunglimpfen, eine Therapie um ihre „Nazi-Obsesession in den Griff zu bekommen“. Götz Kubitschek Götz Kubitschekveranschaulichte den Zuhörern die Vision eines neuen Menschen, der den alten Adam wieder einmal ersetzen soll.

Den Mitteln zum Zweck, der Verwischung der Geschlechter, der Auflösung von Bildung und Kultur sowie der Veränderung der Gesellschaft, ließ er durch die Versammelten dreimal ein tausendstimmiges „Nein“ entgegen schallen. Zuletzt erglänzte die Kuppel der Frauenkirche von den Lichtern der emporgehaltenen Mobiltelefone.

Am nächsten Montag soll dann wieder durch Dresden spaziert werden.

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Sebastian Hennig  Preußische Allgemeine Zeitung Ausgabe 07/15 vom 14.02.2015
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Nachtrag

DDfE……..“für Europa“…..

also, ganz ehrlich gesagt, für Europa oder andere Staaten rühre ich keinen Finger.
Ob andere Länder eine was auch immer Staatsform haben, ist mir völlig schnuppe.

Die Bezeichnung „für Europa“ kann ich nicht unterstützen, obwohl ich die Forderung „direkte Demokratie“ als solches
voll und ganz für richtig halte….aber eben nur für Deutschland und Österreich… wohlgemerkt….die Schweiz hat sie ja schon.

Das stört mich auch bei PEGIDA und Co…..dieser ständige Hinweis „Europa“……im Kampf gegen den Islam
und eine Überflutung von nicht westlichen Geburtenüberschüssen…sicher. Aber auch da kämpft jedes Land
nur für sich.
Das Ausland würde ohne zu zucken sämtliche Zuwanderungen und „EU“-Kosten zu 100% auf Deutschland abladen…
und würden trotzdem weiter an ihrer Geschichtsfälschung festhalten.

ES GIBT KEINE EUROPÄER::::ES GIBT NUR BEWOHNER DES EUROPÄISCHEN KONTINENTS:::::::

Wiggerl