Europa und das kommende Kalifat.: Der Islam und die Radikalisierung der Demokratie.


Emotionale Streitschrift gegen Islamisierung Europas

Hans-Peter Raddatz warnt mit ägyptischer Jüdin vor der Verbreitung des Korans im Westen

Die britische Autorin Bat Ye’or behauptet in ihrem Buch „Europa und das kommende Kalifat. Der Islam und die Radikalisierung der Demokratie“, dass Europa durch islamische Umgarnung und freiwillige Unterwerfung auf ein europäisches Kalifat zusteuere, in dem nicht mehr traditionelle europäische Werte, sondern die im Koran und in der Scharia festgehaltenen Glaubens- und Rechtsgrundsätze gelten würden.

Europa und das kommende Kalifat

Für die Eroberung Europas habe sich der Islam eine Reihe wirkungsvoller Werkzeuge geschaffen, so die 1969 gegründete Organization of Islamic Conference, inzwischen Cooperation (OIC), die der Unesco vergleichbare Bildungsorganisation Ieseco, den zusammen mit der EU gegründeten Euro-Arabischen Dialog (EAD) und – als politische Speerspitze – die Palästinensische Befreiungsfront (PLO).

Die Autorin wurde als Kind jüdischer Eltern in Kairo geboren (Bat Ye’or ist ein Pseudonym und heißt übersetzt „Tochter des Nils“); sie kam 1957 als staatenloser Flüchtling nach Großbritannien. Im angelsächsischen Sprachraum sind mehrere Bücher von ihr zum Schicksal von Nichtmuslimen in islamisch geprägten Staaten, zu den europäisch-arabischen Beziehungen und zu einem globalen Islam erschienen. Dieses Buch hat der Islamwissenschaftler Hans-Peter Raddatz übersetzt und zu ein ausführliches Vorwort beigesteuert.

Der Leser stößt rasch auf eine aggressive und polemische Wortwahl, obwohl gerade bei einem solchen Thema Nüchternheit ratsam wäre. Die Worte sprechen für sich: „Dank der Einwilligung und Rückgratlosigkeit der westlichen Führer erleben wir im

21. Jahrhundert eine Nachbildung beziehungsweise Wiederherstellung des Kalifats aus dem 7. Jahrhundert.“ „Europa hat die islamische Brille aufgesetzt, um der OIC zu schmeicheln, denn heute wirft die EU Israel erbost vor, immer noch zu existieren.“ Und mit Blick auf die im Rahmen des Euro-Arabischen Dialogs gegründete Anna-Lindh-Stiftung: „Mithin wird die Ausrottung der europäischen Kulturidentitäten den muslimischen Kulturimperialismus befriedigen, der vorgibt, so etwas wie die kulturelle Gebärmutter Europas zu sein.“

So geht es über Seiten weiter. Europa „poliert“ selbst die Instrumente der eigenen Unterwerfung. Europas Eliten hätten die Menschen bewusst betrogen, um den Kontinent dem Islam gefügig zu machen. Einmal dem Islam unterworfen – die Autorin benutzt den Begriff „Dhimmitum“ – werden die Europäer „ihre nationale Geschichte, Identität und Kultur aufgeben“.

Die Autorin merkt an, dass der Islam Staats- und Gesetzesreligion zugleich sei, während der Westen Religion und Rechtssystem strikt trenne. So habe das Beharren auf Religion und Recht in einem zu einer inzwischen selbst vom Deutschen Juristentag beklagten „Eigengesetzlichkeit“ unter den in Deutschland lebenden Muslimen geführt. Recht werde untereinander gesprochen, nicht mehr vor ordentlichen Gerichten.

Zudem werde der frühere europäische Kolonialismus für alles Negative in den heutigen Staaten verantwortlich gemacht, während sich alle islamischen Dokumente über selbst getätigte Unterwerfung, Diskriminierung oder gar Liquidierung ganzer Völkerschaften (etwa die Armenier, die Kopten in Ägypten) konsequent ausschwiegen.

Dabei habe es doch durch die Jahrhunderte die islamische Expansion mit Völkermord, Vertreibung oder Versklavung der Unterworfenen gegeben. Und bis heute sei die skandalöse Herabsetzung der Frau als Mensch zweiter Klasse ebensowenig überwunden wie die latente Christenfeindschaft, wie Vorgänge dieser Tage etwa in Syrien oder in Nigeria zeigten.

Über all das lohnt es zu sprechen, ja muss gesprochen werden. Dazu leisten aber weder die Autorin noch der ebenfalls sehr emotionale Herausgeber einen Beitrag. Es ist eine eifernde Streitschrift, die mit drastischen Worten vor einer Islamisierung Europas warnt. Gegen Streitschriften ist an sich nichts einzuwenden; nur soll man sie dann auch so nennen und ihnen nicht das Mäntelchen der Wissenschaft umhängen.

Bat Ye’or: „Europa und das kommende Kalifat. Der Islam und die Radikalisierung der Demokratie“, Duncker & Humblot, Berlin 2013, gebunden, 228 Seiten, 22,90 Euro

Autor: deutschelobby

Eine Lobby für die Deutschen-Österreichischen-Südtiroler-Schweizer Kulturen und Lebensarten – Themen: Heimat, Deutsche Reich, Geschichte

2 Kommentare zu „Europa und das kommende Kalifat.: Der Islam und die Radikalisierung der Demokratie.“

  1. Haben die Juden jetzt Angst, dass mit der Ausbreitung des Islams in Europa die jüdische „Vorherrschaft“ bzw. das parasitäre Aussaugen des Kontinents in Gefahr sein könnte? Ist der Multikulturalismus nicht etwa auch eine jüdische Idee, genau wie die unentwegten Forderungen nach Toleranz etc.?

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