DIE GRÜNEN – Gender Mainstreaming, Multikulturalismus, Homoehe und Pazifismus – Mehrteiler Nr. 4


Die zersetzende Kraft der Emanzipation

 

4. Vergangenheitsbewältigung bei den Grünen: Die Pädophilie-Debatte

 

4.1 Cohn-Bendit

 

 

Daß es in der Frühphase der Grünen Versuche von pädophilen Gruppen gab, Einfluß auf das Programm der Partei zu nehmen, ist keine neue Erkenntnis. Dazu zählen sowohl das Auftreten sogenannter »Stadtindianer« als auch diverse Äußerungen einzelner Grünen-Politiker. Prominentester Fall ist hierbei der Grünen-Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit. Dieser hatte 1975 in dem Buch Der große Basar33 geschrieben: »Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen.« An anderer Stelle heißt es: »Es ist mir mehrmals passiert, daß einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: >Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?< Wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.«34 Cohn-Bendit distanzierte sich Jahre später von dem Text. Er habe »zuspitzen« und »provozieren« wollen. »Einige Zeilen dieser Reflexion sind, heute gelesen, unerträglich und falsch. Hätten wir damals mehr über sexuellen Mißbrauch gewußt, hätte ich sie nicht geschrieben«, antwortete er dem FDP-Politiker Klaus Kinkel 2001 in einem Brief.35 Zugleich versicherte er, daß ein sexueller Mißbrauch niemals stattgefunden habe. Ob es aber zu gar keinen sexuellen Kontakten zwischen ihm und Kindern kam, die er – wie in der damaligen Zeit unter Pädophiliebefürwortern nicht unüblich – als »einvernehmlich« interpretierte, klärte Cohn-Bendit bis heute nie wirklich. Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Äußerung des Grünen-Politikers über erotische Phantasien mit Kindern. In einer französischen Fernsehsendung sagte Cohn-Bendit 1982 unter dem Einfluß von Marihuana über seine Arbeit in einem sogenannten Kinderladen: »Die Sexualität eines Kindes ist etwas Phantastisches. Man muß aufrichtig sein, seriös, bei den ganz Kleinen ist es etwas anderes, aber bei den Vier- bis Sechsjährigen, wenn ein kleines fünfjähriges Mädchen beginnt Sie auszuziehen. Es ist großartig, weil es ein Spiel ist, ein wahnsinnig erotisches Spiel.«36

Von 1976 an war Cohn-Bendit zudem für das linksradikale Frankfurter Blatt Pflasterstrand tätig. Zuerst als leitender Redakteur und später, bis 1990, als Herausgeber. In einer Ausgabe von 1978, für die Cohn-Bendit redaktionell verantwortlich war, erschien ein Text, in dem ein unbekannter Autor vom Sex mit einer Sechsjährigen schwärmte: »Letztes Jahr hat mich ein 6jähriges Genossenmädchen verführt. Es war eines der schönsten und sprachlosesten Erlebnisse, die ich je hatte. Vielleicht war es so schön, weil es so sprachlos war. Es war das einzige Mal, wo es mir nicht zu früh kam. Aber das war nicht wichtig in dem Moment, und es ist auch jetzt nicht wichtig, ein Traktat über das Für und Wider von Päderastie zu schreiben.

 

4.2 Volker Beck

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Cohn-Bendit ist jedoch nicht der einzige prominente Grünen-Politiker, dessen früheres Verhältnis zur Pädophilie bereits für Aufsehen sorgte. So geriet in der Vergangenheit mehrfach ein Aufsatz des Parlamentarischen Geschäftsführers der Grünen-Bundestagsfraktion und engagierten Homosexuellenaktivisten, Volker Beck, in die Schlagzeilen. In dem 1988 erschienenen Buch Der Pädo-sexuelle Komplex38 fand sich auch ein Beitrag Becks mit dem Titel »Das Straf-recht ändern? Plädoyer für eine realistische Neuordnung der Sexualpolitik«. Zudem wurde Beck als Mitverfasser des Werkes angegeben. In dem Aufsatz heißt es u.a.: »Als strafrechtliche Perspektive wäre z.B. eine Novellierung ins Auge zu fassen, die einerseits das jetzige >Schutzalter< von 14 Jahren zur Disposition stellt«. (S. 263) »Eine Entkriminalisierung der Pädosexualiät ist angesichts ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich, nicht zuletzt weil sie im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen aufrechterhalten wird.« (S. 266) »Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich im Gegensatz zur Pädosexualität völlig unproblematische Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität durch die Streichung des § 175 StGB und für die Rechte der Homosexuellen wird das Zementieren eines sexual-repressiven Klimas verhindern können – eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können.« (S. 268)

Beck betont heutzutage, sein damaliger Text sei verfälscht und ohne Auto-risierung durch ihn abgedruckt worden. Auf seiner Internetseite schreibt er hierzu: »Der damalige Abdruck war nicht autorisiert und im Sinn durch eine freie Redigierung vom Herausgeber verfälscht. Nach meiner Erinnerung ist das Justitiariat der Grünen Fraktion damals gegen Verlag und/oder Herausgeber vorgegangen: Eine Durchsetzung der Nichtverbreitung war wohl nicht erreichbar, aber eine Neuauflage des Werkes mit diesem Artikel wurde untersagt. Unterlagen aus dieser Zeit vor 25 Jahren liegen mir nicht vor. Heute ärgere ich mich, daß ich Skripte und andere Unterlagen von damals nicht besser gesichert und aufbewahrt habe.«39 Detaillierte Fragen zu dem Text beantwortet Beck jedoch nicht. So zum Beispiel, wie es zu dem Artikel kam. Ob er diesen als Privatperson oder als Mitarbeiter der Grünen-Bundestagsfraktion verfaßte, für die er damals als Schwulenreferent tätig war. Auch darüber, welche Passagen genau verfälscht wurden und nicht seiner damaligen Auffassung entsprachen, schweigt sich Beck aus. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau gestand Beck im Mai dieses Jahres jedoch, daß er in den achtziger Jahren Auffassungen zur Pädophilie vertreten habe, die falsch gewesen seien. »Gleichwohl war auch ich in jener Zeit in dem Irrtum gefangen, daß sexueller Mißbrauch und manche pädophile Handlungen unterschiedliche Tatbestände seien.«40 Bereits 1988/89 habe ihm aber die Arbeit mit Opferhilfe-Organisationen die Augen geöffnet, so Beck: »Seitdem sage ich ganz klar: Praktizierte Pädophilie ist in jedem Fall ein Verbrechen. Auch in der politischen Schwulenbewegung hat man viel zu lange über die strukturelle Asymmetrie der Erwachsenen-Kind-Beziehung hinwegschwadroniert.

4.3 Der Auslöser

Wie erwähnt, waren die Fälle Cohn-Bendit und Beck schon länger bekannt, dennoch geriet die pädophile Vergangenheit der grünen Partei im Frühjahr 2013 erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. Anlaß war die bevorstehende Verleihung des Theodor-Heuss-Preises an Cohn-Bendit. Geplant war, daß der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, die Laudatio auf den Preisträger halten sollte. Doch Mitte März zog Voßkuhle seine Zusage zurück. Er habe zu dem Zeitpunkt, als er zugesagt hatte, nicht gewußt, daß Cohn-Bendit den Preis erhalten solle, begründete er seine Entscheidung. Dieser habe sich aber »in nicht unproblematischer Weise zur Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern« geäußert. Das Bundesverfassungsgericht sei »in ganz besonderer Weise gehalten, jeden Anschein zu vermeiden, es würde solche Aussagen billigen«, sagte ein Sprecher des Gerichts.42 Dennoch hielt die Stiftung an Cohn-Bendit als Preisträger fest. Diesem gelinge es, »stets neue Wege in der Demokratie zu beschreiten«. Kuratoriumsvorsitzende Gesine Schwan sagte: »Die aktuell erneut vorgebrachten Vorwürfe des Mißbrauchs von Kindern hält die Stiftung für unbegründet und ehrenrührig. Die Entscheidung der Stiftung wiederum brachte die CDU im baden-württembergischen Landtag auf den Plan. Sie forderte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auf, der Preisverleihung am 20. April im Neuen Schloß in Stuttgart fernzubleiben. »Kindesmißbrauch ist kein Kavaliersdelikt, den man leicht abtun kann. Doch genau das geschieht durch das Verhalten der Grünen derzeit. Der Fall Cohn-Bendit ist noch nicht aufgearbeitet«, sagte Fraktionschef Peter Hauk. Wer die Geschehnisse von damals als Lappalie abtue, schlage den Opfern sexueller Übergriffe ins Gesicht. Die Verleihung des Theodor-Heuss-Preises an Cohn-Bendit sei nicht tragbar, kritisierte Hauk. Ministerpräsident Kretschmann müsse sich nun endlich öffentlich bekennen und sich klar von den Äußerungen Cohn-Bendits distanzieren. »Er muß sein Grußwort bei der Verleihung absagen. Das ist man den Opfern von damals schuldig. Seine Pflicht ist es, Schaden von seinem Amt, vor allem aber von Baden-Württemberg abzuwenden.«44 Doch Kretschmann kam zu der Preisverleihung und hielt auch eine Ansprache, während vor dem Neuen Schloß Demonstranten, unter ihnen auch CDU-Fraktionschef Hauk, mit Transparenten wie »Heuss-Preis für Kindersex« gegen die Veranstaltung demonstrierten. Kretschmann betonte in seiner Ansprache, es habe während der Achtundsechziger-Zeit Tabubrüche gegeben, die richtig gewesen seien. Früher sei Homosexualität strafbar gewesen, heute dagegen könnten bekennende Schwule Bundesminister und Ministerpräsident werden. Allerdings höre »bei Sex mit Kindern« der »Tabubruch auf«? Es sei jedoch ein »elementarer Unterschied«, ob Cohn-Bendits Irrtümer verbaler Natur seien oder tatsächlich stattgefunden hätten.

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2 Kommentare

  1. Die Genderisten, die Grünen, die meisten SPD- Bonzen und die schwarzen Affenärsche um die ehemalige FDJ-Agitatorin Angelika Merkel wollen Steuermittel einsetzen, um für die künstliche Besamung von Lesben und Bisexuellen. Sind die alle bescheuert ?

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