Schweigen – aber richtig … Ganz alleine geht es leider nicht.


Kommentator „Gerd“ hat folgenden interessanten Vorschlag:

 

Auch in Deiner Stadt gibt es doch diese Kreuzung, Du weißt schon, wo es in der einen Richtung stadteinwärts und in der anderen zur Autobahn geht. Rechts und links verzweigt es sich dann zu den kleineren Ortschaften, von wo all die lieben Leute kommen, die für den Weg in die Stadt keine Autobahn brauchen. Diese Kreuzung nehmt ihr euch an einem warmen und sonnigen Tag vor.

Es gibt nichts vorzubereiten, außer daß sich verweichlichte Charaktere ein Sitzkissen mitnehmen, denn genau darum geht es: sitzen und schweigen. Außerdem solltest Du einen Freund irgendwo abseits positionieren, der die ganze Sache für YouTube filmt. Wer klug ist, der rufe darüber hinaus vorher bei der örtlichen Zeitung an.

Nun steht ihr vor der Kreuzung und wenn die Fußgängerampel grün zeigt, dann geht ihr los. An der Stelle mitten auf der Kreuzung, dort wo sich kein Auto an euch vorbei drängeln kann, geht ihr in den Schneidersitz, verschränkt die Arme und blickt zu Boden. Damit ist die Kreuzung zunächst blockiert.

Dann heißt es zu Schweigen. Das Schweigen ist wichtig, vielleicht ist es sogar das Wesentliche. Man mag euch vorwerfen, das sei nichtssagend, aber das ist es keineswegs. Schweigen kann tausendmal lauter sein als das größte Geschrei.

Wie viele Gründe zum passiven Widerstand gibt es? Nur ein paar Beispiele (die Reihenfolge stellt keine Wertung dar):

  • – Homoehe
    – Gender-Mainstreaming
    – Euro
    – Bailout
    – ESM
    – Bankenrettung
    – Überfremdung
    – Migrationsgenozid
    – Volkstod
    – Energiewende
    – GEZ
    – Superstaat Europa
    – Souveränität Deutschlands
    – Geschichtsfälschung (Du weißt was ich meine)
    – Schuldkult
    – Bundeswehreinsätze auf der ganzen Welt
    – Papiergeld und Schuldzins
    – und so weiter und so fort…

Und jetzt stell Dir vor, Du würdest für jedes einzelne Thema einen Sitzstreik oder eine Demonstration veranstalten wollen. Wie viele kämen? Die Antwort lehrt uns die Erfahrung. Und wäre das spontan? Keinesfalls! Gerade aber in der Spontanität liegt das Unberechenbare. Das fürchtet das System. Aber dazu später mehr.

Haben Du und Deine Freunde die Kreuzung blockiert, staut sich der Verkehr. Es wird gehupt, manch ein Autofahrer zeigt euch vielleicht die Faust. Dann kommt die Polizei.

Es bleibt dabei: Schneidersitz, Arme verschränken, zu Boden blicken, Schweigen ist Gold.

Die Polizisten werden zunächst verdutzt darüber sein, daß ihr beharrlich schweigt. Dann trägt man euch weg, weil der Stau immer länger wird und vielleicht schon auf die Autobahn hinaus reicht. Was folgt ist klar, man wird eure Personalien aufnehmen.

An der Stelle muß jeder selbst entscheiden, ob er den Mund auftut oder nicht. Weiteres Schweigen hat indes nichts mehr mit der Blockade zu tun und ist im Grunde genommen nicht mehr nötig. Die Polizei bekommt ohnehin heraus, wer ihr seid oder wo ihr wohnt; schlimmstenfalls nehmen sie euch in Gewahrsam, was niemandem mehr hilft.

Ich bin kein Jurist und weiß natürlich auch nicht, welche Strafe einem dafür blüht. Vielleicht aber kann das hier jemand ermitteln? Man will ja vorher wissen, was die Blockade-Karte beim Nachlösen kostet… 😉

Einmal ist keinmal und deshalb – Strafe hin oder her – muß es weitergehen. Ziel jeder einzelnen Aktion ist eine Bewegung der Schweigeblockaden oder anders:

Eskalation der Schweigespirale!

Es muß dem zufälligen Passanten die Möglichkeit gegeben werden daran teilzunehmen. Da ihr schweigt und vollkommen passiv bleibt, kann sich buchstäblich jeder dazu setzen; jeder kennt nur seinen eigenen Grund und davon gibt es viele, siehe oben. Durch euer Schweigen ist es möglich, daß der PI-News-Leser neben dem NPD’ler, der Christ neben dem Atheisten, der Lkw-Fahrer neben dem Studenten und die Hausfrau neben dem Blog-Revolutionär sitzen kann; jeder einzelne mit seinem kleinen Grund.

In diesem Fall ist es einfach, den ‘Agent Provocateur’ zu erkennen, denn wer nicht schweigt, der gehört nicht zu euch! All die ‘Künstler’, die Politiker, die staatlichen Schlägertrupps der so genannten “Antifa”, die Berufsdemonstranten, die Gewerkschaftler, überhaupt jeder dessen Meinung bekannt ist, jeder der eine Fahne zeigt, jeder der nicht völlig passiv bleibt oder anfängt sich mit anderen zu streiten, stellt sich selbst ins Abseits.

Natürlich ist es hilfreich für Schweigeblockaden zu werben. Man kann die Anleitung dazu als Flugblatt an jede Kirchentür nageln, solange man nicht eine konkrete Aktion ankündigt. Wenn sich der erste Fußgänger, der zufällig vorbeikommt, zu euch setzt – dann habt ihr gewonnen, denn an diesem Punkt beginnt die Unberechenbarkeit der Spontanität.

In der Geometrie ist eine Gerade immer unendlich lang. Mein Gott, was habe ich mich mit meinem Mathematiklehrer darüber gestritten! Ich sagte: „Meine Gerade ist aber nur 21 cm lang!“ Die Erklärung lautete, daß eine Gerade deshalb immer unendlich lang sein muß, weil man sonst nie weiß, ob sie sich zu einer anderen Geraden als Passante, Tangente oder Parallele verhält. Aha! Das nennt man wohl wissenschaftliche Denkweise. Wenn ich nun nach diesem kurzen Ausflug in die Geometrie sage, was bei Schweigeblockaden herauskommen kann, so ist das als wissenschaftlich zu verstehen…

Genügend Teilnehmer, Planung und extreme Sicherheitsvorkehrungen vorausgesetzt, kann man mit Schweigeblockaden sogar das Frankfurter Kreuz, den Münchner Ring oder den so genannten Ruhrschnellweg (auf dem zumeist ohnedies nur stehender Verkehr herrscht) vorübergehend schließen. Wenn man es soweit gebracht hat, kann man die ganze Bundesrepublik komplett lähmen. Bedenkt man etwa das Frankfurter Kreuz und den nahen Flughafen, könnten solche Proteste nicht nur dieses System in die Knie zwingen, sie wären in der ganzen Welt spürbar. Und jetzt stelle man sich noch eine schweigende Masse von einigen zehntausend Menschen vor, still, unbeweglich, passiv und zäh. Das ist so unendlich bedrohlich, so unendlich finster und ernst, das bekommt kein Staat mehr in den Griff.

Das war bloß ein Vorschlag und vermutlich wird er zerredet. Ich kenne das. Man wird sagen: „Das bringt nichts.“ Oder: „Ich habe keine Zeit.“

Aber wir müssen anfangen, es ist schon fast egal mit was, warum nicht mit Schweigeblockaden?

Mit freundlichen Grüßen
Gerd

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3 Kommentare

  1. @ Konservativer

    Zitat: „Ein paar Fragen: Ist es ein Erfahrungsbericht, d. h. sind die Sitzblokaden, gfs. mit der Teilnahme zufälliger Passanten, bereits in der Praxis erprobt worden? Wenn ja: Mit welchem Erfolg“

    Da es sich um meine Idee handelt und sich diese wiederum mangels Verbreitung noch nicht herumgesprochen haben kann, gibt es keinerlei Erfahrungswerte.

    Zitat: „Wie erfährt die Öffentlichkeit überhaupt die Gründe für die Blockade des Verkehrs, ohne Plakate und einer Schweigepflicht wie in einem Karthäuser-Kloster?“

    Die Öffentlichkeit soll nichts über die Gründe erfahren, die kennt jeder Teilnehmer nur von sich selbst. Und so muß es auch bleiben. Es ist – glaube ich – nicht nötig daran zu erinnern, was geschähe, wenn die Blockierer auch nur einen der oben dankenswerterweise grün hervorgehobenen Gründe nennen würden.

    Natürlich ist es notwendig (…und alternativlos 🙂 ) das Konzept (!) des ‚lauten Schweigens‘ zu verbreiten. Ich schrieb ja schon: Man kann die Anleitung dazu als Flugblatt an jede Kirchentür nageln… . Das Volk muß wissen, daß diese Leute nicht ohne Grund dort sitzen und daß sie schweigen, damit sich jeder Unzufriedene dazusetzen kann. Das nicht genannte Motiv gibt dem Widerstand Breite.

    Letztlich geht nur darum, daß die Masse mit ihrem provozierenden Schweigen die Schweigespirale brechen kann. Den Mund zu halten und dennoch die Aussage eines allgemeinen Widerstands zu transportieren ist ein absolutes Novum.

    Zitat: „Und wo nimmt man so viel Geld, um die viiiielen Bußgelder für die viiiielen Behinderungen des Straßenverkehrs? Wird man als Wiederholungstäter nicht in die Psychiatrie zur Überprüfung eingeliefert? Was sagt der Arbeitgeber dazu oder zum evtl. Arbeitsausfall (unbezahlt!) während der U-Haft? Riskiert man damit evtl. die Entlassung und Arbeitslosigkeit (H IV)?
    Übrigens: Den Führerschein kann man auch als Fußgänger verlieren, auch wenn man gar kein Auto hat, wenn man – insbesondere als Wiederholungstäter – gegen die Straßenverkehrsordnung versößt.
    – Fragen über Fragen….“

    Du hast mit allen Deinen Bedenken vollkommen recht. Zugleich jedoch offenbarst Du in kompakter Form die Ursache der ganzen Misere.

    In der Tat, all das kann passieren. Verhaftung, Gerichtsverhandlung, Strafe – es warten jede Menge Konsequenzen. Und mehr noch: Die Ersten wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf irgendeine Weise erwischen.

    Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, denn wer argumentiert wie Du; wer seine Ängstlichkeit in Kritik umzudeuten versucht, der wird nie etwas erreichen. Du willst Deutschland verändern, bist aber nicht bereit mehr zu leisten, als ein lächerliches Kreuz auf einem Wahlschein zu machen; darin liegt Deine Revolution und Du stellst es auch noch so dar, als sei es eine große Sache. Du solltest Dich schämen.

    Der straf- und konsequenzfreie Widerstand ist eine Illusion!

    Wer in den Widerstand geht – der im Sinne Camus Revoltierende – der braucht am Ende nicht nur die Bereitschaft sich für sein Ideal buchstäblich jeden Knochen im Leib zu brechen. In letzter Konsequenz muß er bereit sein in den Tod zu gehen. Ja, von den Ersten verlangen die Götter Opferbereitschaft.

    Die Dinge sind wie sie sind, weil niemand etwas riskieren will.

    Aber um Dich zu beruhigen, vielleicht sind zunächst keine Straßenblockaden notwendig. Vielleicht reicht es zuerst aus, schweigend einen Platz zu besetzen. Mitzieheffekt. Ziel ist es ohnedies nur, dem Volk ein Widerstandsangebot zu machen.

    Natürlich braucht es mehr als diese Beiträge, damit aus dem ‚lauten Schweigen‘ ein Selbstläufer wird und das Volk in Bewegung kommt. Das Konzept sollte über alle Kanäle verbreitet werden, vom Flugblatt bis zu YouTube.

    Ziel ist es jenen Scheitelpunkt zu erreichen, an dem der Staat die von Dir beschriebenen Maßnahmen der schieren Masse wegen nicht mehr durchsetzen kann. Dann sind auch Straßenblockaden möglich. Es geht nicht ohne einem Stück Anarchie.

    Auf die Frage, wo der Jakobsweg beginnt, antworten die Spanier: Bei dir vor der Haustür. Dasselbe gilt auch für den Widerstand.

    Wenn wir allerdings weitermachen wie bisher, dann werden wir AUSGELÖSCHT!

    Mit freundlichen Grüßen
    Gerd

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  2. Ein paar Fragen: Ist es ein Erfahrungsbericht, d. h. sind die Sitzblokaden, gfs. mit der Teilnahme zufälliger Passanten, bereits in der Praxis erprobt worden? Wenn ja: Mit welchem Erfolg?

    Wie erfährt die Öffentlichkeit überhaupt die Gründe für die Blockade des Verkehrs, ohne Plakate und einer Schweigepflicht wie in einem Karthäuser-Kloster?
    Und wo nimmt man so viel Geld, um die viiiielen Bußgelder für die viiiielen Behinderungen des Straßenverkehrs? Wird man als Wiederholungstäter nicht in die Psychiatrie zur Überprüfung eingeliefert? Was sagt der Arbeitgeber dazu oder zum evtl. Arbeitsausfall (unbezahlt!) während der U-Haft? Riskiert man damit evtl. die Entlassung und Arbeitslosigkeit (H IV)?
    Übrigens: Den Führerschein kann man auch als Fußgänger verlieren, auch wenn man gar kein Auto hat, wenn man – insbesondere als Wiederholungstäter – gegen die Straßenverkehrsordnung versößt.
    – Fragen über Fragen….

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