Mali, Frankreich und das deutsche Gold…die Hintergründe der Mali-Aktualität


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gold deutsche reich 1914

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Das Gold des Deutschen Reiches

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Die Frankfurter Bundesbank hat angekündigt, einen Teil der deutschen Goldreserven aus dem Ausland heimholen zu wollen. Dort herrscht nun Aufregung bei jenen, die das Gold bislang verwahren sollten.

Die Deutsche Bundesbank hat den zweit­größten Goldschatz der Welt, es sind im­merhin 3.391 Tonnen. Davon lagern 1.536 Tonnen (etwa 45 Prozent) bei der amerika­nischen Nationalbank Fed, 445 Tonnen bei der Bank of England (13 Prozent) und wei­tere 374 Tonnen (elf Prozent) bei der fran­zösischen Nationalbank. Den Rest (1.036 Tonnen) hat die Deutsche Bundesbank im Inland in eigenen Tresoren. Insgesamt sind es 109 Millionen Feinunzen, die derzeit einen Verkaufswert von jeweils rund 1.300 Euro hätten, und 270.869 Barren. Die Bun­desbank hat nun angekündigt, alles deut­sche Gold aus Frankreich (374 Tonnen) abzuziehen. Und aus New York sollen wei­tere 300 Tonnen nach Deutschland in die Tresore der Bundesbank gebracht werden. Die Bundesbank will damit dann fünfzig Prozent ihrer Goldreserven im Inland la­gern. In einer Mitteilung der Bundesbank heißt es dazu schlicht: »Die Auflösung des

Lagerortes Paris trägt den seit Einführung des Euro geänderten Rahmenbedingungen Rechnung.« In Paris und New York sorgte diese Mitteilung nicht nur für Verärgerung, sie sorgte vor allem für Ratlosigkeit. Nach übereinstimmenden Angaben aus Kreisen des Bundesnachrichtendienstes und der Bundesbank besteht seit Langem schon der Verdacht, dass Frankreich und auch die Ver­-

einigten Staaten die deutschen Goldreser­ven zumindest nicht mehr vollständig ha­ben. Sie sind offenbar schon zu Beginn der Schuldenkrise beliehen und als Sicherhei­ten in andere Länder überführt worden. Vor diesem Hintergrund gewinnen aktuelle Er­eignisse eine ganz andere Bedeutung.

Das westafrikanische Mali ist der drittgröß­te Goldproduzent Afrikas. Der südafrikani­sche Konzern Randgold Resources und der britisch-südafrikanische Minenriese Anglo Gold Ashanti sind die größten Minenbetrei­ber des Landes. Randgold Resources be­treibt einige hundert Kilometer außerhalb der Hauptstadt Bamako die Loulo Mine, die ergiebigste Förderstätte für Gold im Norden Afrikas. Die frühere Kolonialmacht Frank­reich wusste schon seit Monaten von dem

wachsenden innenpolitischen Druck auf die Deutsche Bundesbank, das eingelagerte deutsche Gold zurückzugeben. Weil man es jedoch derzeit physisch nicht mehr hat, bat man als frühere Kolonialmacht die Re­gierung in Mali um Hilfe. Mali produziert derzeit etwa 55 Tonnen Gold im Jahr und könnte den Franzosen somit diskret inner­halb weniger Jahre aushelfen. Im Gegenzug dafür forderte die Regierung in Bamako mi­litärische Hilfe bei ihrem Kampf gegen die sie bedrängenden Rebellen.

Deutschland sichert Goldtransporte

Frankreich hat seine Armee in Marsch ge­setzt, um jene Islamisten zu bekämpfen, die ohne das französische Eingreifen wohl bin­nen Kurzem die Regierung stürzen würden. Und Deutschland hilft bei der Operation mit

zwei Militärtransportern des Typs Transall; aber nicht, um Soldaten zu transportieren, sondern um Gold aus Mali nach Europa zu fliegen. Bis 2020 hat Frankreich nach An­gaben der Bundesbank Zeit, das deutsche Gold zurückzugeben. Die gleiche Zeitspan­ne wurde der Fed in New York gewährt. Und die USA gedenken auch, diese Zeit auszu­nutzen. Sie erklärten, dass sie bis zu sieben Jahre benötigen werden, um das Gold zu­rückzugeben. Die naheliegende Schlussfol­gerung lautet vor diesem Hintergrund na­türlich, dass die Amerikaner das deutsche Gold gar nicht in New York haben. Seit Jah­ren schon wird behauptet, dass man in New York das von ausländischen Zentralbanken eingelagerte Gold für »Interventionen« ge­nutzt habe, so wie Banken auch Geldeinla­gen weiterverleihen.

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nachzulesen bei Kopp-Exklusiv 04-2013

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Autor: Wiggerl

Eine Lobby für die Deutschen-Österreichischen-Südtiroler-Schweizer Kulturen und Lebensarten – Themen: Heimat, Deutsche Reich, Geschichte