Widerstand ist machbar, Herr Nachbar


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Frankreich

Bürgerlicher Massenprotest in Frankreich

»Es ist zu wünschen, daß der Funke des Protestes aus Frankreich zu uns überspringt.«

  Hunderttausende protestieren gegen Homo-Ehe  

. In Paris sind zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um sich für die traditionelle Ehe stark zu machen.

nehmen wir einmal an, es gäbe in einem anderen

europäischen Land, sagen wir Großbritannien, eine linke Großdemonstration gegen die bürgerliche Regierung Cameron. Es gingen über 500.000 Menschen auf die Straße und protestierten gegen ein gesellschaftspolitisches Vorhaben – wäre das nicht der Aufmacher für die Nachrichtensendungen und Zeitungen? Nun waren es keine Linken, sondern ein breites bürgerliches Bündnis, das am vergangenen Sonntag über eine halbe Million Franzosen zu einer Großdemonstration gegen die Politik des sozialistischen Präsidenten Hollande auf das Marsfeld vor dem Eiffelturm führte. Und die deutschen Medien? Sie spielten das Ganze herunter und meldeten es an unprominenter Stelle.

Der Widerstand entzündet sich am Vorhaben der völligen Gleichstellung homosexueller Partnerschaften durch eine „Ehe für alle“. Es ist nun eine neue Erfahrung, daß es nicht mehr nur linke „gesellschaftliche Bündnisse“ gibt, die Bürger mobilisieren, auf die Straße zu gehen, sondern auch konservative. Ein in dieser Größenordnung noch nicht gekanntes Phänomen. Besonders für uns Deutsche, wo ein

lethargisches Bürgertum sich bislang oft damit begnügt, die Faust in der Tasche zu ballen, um dann doch am Wahltag wieder das Kreuz beim „kleineren Übel“ zu machen, das sich immer wieder als das größere entpuppt.

Dieses Phlegma provozierte Arnulf Baring vor zehn Jahren zu seinem pathetischen Appell „Bürger, auf die Barrikaden!“, der jedoch, vom plüschigen Logenplatz des FAZ-Feuilletons aus ins Parkett hinabgerufen, folgenlos verhallte. In Deutschland scheitern Revolutionen nicht wie einst aus Mangel an

gelösten Bahnsteigkarten, sondern unter anderem, weil das Bürgertum nach zwei verlorenen Weltkriegen ein geistig gebrochenes Rückgrat hat. Weshalb es in Deutschland im Gegensatz zu Frankreich auch nicht die selbstverständliche Legitimität einer politischen „Rechten“ gibt, der gleichberechtigte politische Partizipation zugestanden wird.

Die föderalistische Zersplitterung, die Mentalitätsverschiebung zwischen Ost und West, aber auch die Entchristlichung und konfessionelle Spaltung Deutschlands tun ihr übriges: Frankreich ist trotz seiner traditionell ausgeprägten Trennung von Kirche und Staat noch immer zu drei Vierteln katholisch geprägt, und der laizistische Staat hat die Kirche nicht wie in Deutschland durch den komfortablen Kirchensteuereinzug fett und feige werden lassen, sondern in Opposition gehalten. Daß deutsche Bistümer in die Organisation eines gesellschaftlichen Protestes gegen die Homo-Ehe und zur Verteidigung der Familie einsteigen – derzeit unvorstellbar.

Es ist zu wünschen, daß der Funke aus Frankreich überspringt und wir uns vom phantasievollen Protest und Widerstandsgeist unserer gallischen Nachbarn inspirieren lassen.

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nachzulesen bei Junge Freiheit Nr. 03-2013

Autor: deutschelobby

Eine Lobby für die Deutschen-Österreichischen-Südtiroler-Schweizer Kulturen und Lebensarten – Themen: Heimat, Deutsche Reich, Geschichte

2 Kommentare zu „Widerstand ist machbar, Herr Nachbar“

  1. Die Tunten-„Ehe“ haben wir schon, jetzt fehlt nur noch die Legalisierung der „Ehe“ mit Tieren. Kommt bestimmt auch noch… – die Zoophilen dürfen gegenüber den Schwuchteln ja nicht benachteiligt werden! – Mal sehen, welche Partei sich hier dafür einsetzen wird. (Ich hab‘ schon so einen leisen Verdacht… 😉 )

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  2. Das ist ja das, was ich auch immer wieder ins Kalkül bringe. Der Deutsche ist bis auf wenige Ausnahmen faul, träge, vollgefressen und vollgesoffen! Der bewegt sich erst, wenn der Sessel unter dem Arsch brennt!
    Sie sagen zwar alle sie wären patriotisch! Aber wenn es hart auf hart kommt, ziehen sie den Schwanz ein und schauen sich den Scheiß in der Flimmerkiste an und denken dabei: „Lass das mal die anderen machen! Ich will meine Ruhe haben!“
    Ferner schimpfen sie alle über die Regierung, aber am Wahltag steht ja jetzt schon der Sieger fest: Schwarz/rot oder rot/grün! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Dazu kommt noch der Wahlbetrug an den Urnen bzw. bei der Stimmauszählung…
    Den Rest könnt Ihr Euch auch alle zusammenreimen!

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