Sozialismus an unseren Schulen: Grüne Bildungselite auf der Flucht


Das grüne Bürgertum misst mit zweierlei Maß.

Während Öko-Alarmisten
mit Bionade-Tick die Einheitsschule

für Otto Normalschüler gerade
gut genug erscheint,

werden für die eigenen Kinder ganz andere, elitäre
Schulformen gewünscht.

Für die Spießbürger vom Prenzlauer Berg bis
zum Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt ist alles klar.

Es gibt eine aktuelle Studie, die sich mit
dem Thema der ethnischen Mischung innerhalb
der Berliner Schulen beschäftigt.

Nach den Ergebnissen der Forscher vom
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen
für Integration und Migration »gehen in
Berlin fast zwei Drittel der Kinder mit Migrationshintergrund
auf eine Grundschule, in
der die meisten ihrer Mitschüler ebenfalls
nichtdeutscher Herkunft sind.

Hingegen besuchen
sechs von sieben Kindern ohne Migrationshintergrund
eine Grundschule, in der
mehrheitlich Kinder mit deutschen Wurzeln
lesen, rechnen und schreiben lernen.«

Die ethnische Entmischung
Die Grundschulen befinden sich auf direktem
Weg in Richtung konsequenter ethnischer
Entmischung. Das Gegenteil war
einst gefordert worden.

Ethnische Trennung
erschien als ein Relikt Ergangener dunkler
Zeiten. Doch weit gefehlt.

Im boomenden
Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, in
dem zuletzt 35 Prozent der Wahlberechtigten
die Grünen wählten und seit 2006 ein
grüner Bezirksbürgermeister regiert, ist die
ethnische Trennung besonders stark vorangeschritten.

Lediglich fünf der 31 Direktoren
staatlicher Grundschulen in Friedrichshain-
Kreuzberg können mit Fug und Recht behaupten

dass ihre Anstalt die ethnische
Mischung des umliegenden Wohnviertels
widerspiegelt.

Die restlichen 26 Grundschulen
sind entweder Auffangbecken für
sozial schwache Migrantenkinder oder sie
entwickeln sich zu grünbürgerlichen Eliteschulen,
vor denen jeden Morgen allerlei elterliche
Fahrzeuge die Straßen verstopfen.

Zunehmende Ghettoisierung
Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen
für Integration und Migration kritisiert
die nicht zu verharmlosenden Folgen der
ethnischen Segregation.

Negative Rollenvorbilder
verfestigten die Lern- und Verhaltensprobleme
vieler Schüler aus sozial
schwachen Familien, wenn sie nicht mehr
in Kontakt kommen mit Schülern aus dem
Bürgertum.

Die Segregation behindere die
sprachliche Integration und die Lernförderung.
Die ethnische Entmischung werde
laut Gutachten zudem nicht mehr durch
die zunehmende Ghettoisierung, sondern
vielmehr durch die elterliche Wahl der
Grundschule verschärft.

Das Motto »kurze
Beine, kurze Wege« zählt anscheinend
nur noch wenig. Statt zur Grundschule im
Kiez nehmen viele Eltern weite Schulwege
in Kauf.

Die Besserverdiener bleiben wieder
unter sich. Auch dies ist ein klares
Zeichen des voranschreitenden Sozialismus
in Deutschland.

Markenzeichen einer
freien Marktwirtschaft war und ist immer
die Durchlässigkeit der Gesellschaft nach
unten und nach oben, wie zahlreiche Statistiken
über die Einkommensmobilität in
unterschiedlichen Ländern aufzeigen.

Im
wahren Kapitalismus ist es möglich, vom
Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen –
Talent und Einsatzwille vorausgesetzt. Geringe
Einkommensmobilität ist immer Markenzeichen
einer Planwirtschaft. Diese hat

längst in Deutschland Fuß gefasst. Und das
mittlerweile grüne Bürgertum bringt seine
Kinder nun mit dem Fahrrad oder dem SUV
in die etwas besseren Grundschulen, hält
sie fern von Einflüssen fremder Lebenswelten.

Ein herausragendes Beispiel für grünelitäres
Schulleben ist die Charlotte-Salomon-
Schule in Friedrichshain-Kreuzberg. Ihr
Ausländeranteil lag im Schuljahr 2011/12
bei gerade einmal 2,5 Prozent, obwohl 13,9
Prozent aller Kinder im direkten Umfeld der
Schule einen Migrationshintergrund haben.

Die Charlotte-Salomon-Schule wirbt stolz
damit, mannigfaltige Integration zu betreiben.
Stets ist aber die Rede von Kindern
mit Behinderung. Migrantenkinder sind anscheinend
nicht Ziel der Integrationsbemühungen.

Die Grundschule in der Großbeerenstraße
ist seit Kurzem auch gänzlich
kreidefrei. Bis zum Herbst 2012 wurden alle
Klassen mit interaktiven Whiteboards ausgestattet.
Die Kleinsten lernen hier rundum
digitalisiert, wobei staatliche Förderungen
sprudeln. Die Einrichtung ist Partnerschule
im »Education Masterplan« für Berlin.

Wie
in der Planwirtschaft üblich wurde dieser
Masterplan auf fünf Jahre angelegt. Finanziert
wird er aus Mitteln der Stiftung Deutsche
Klassenlotterie Berlin (DKLB-Stiftung)
sowie des Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE). Der Etat für das Haushaltsjahr
2012/13 liegt bei 1,285 Millionen
Euro. Deutsche Klassenlotterie Berlin?

Da
liegt die Vermutung nahe, dass so manch
glücksspielsüchtiger Papa den Tablet-PC eines
Stammhalters grünbürgerlicher Besserverdiener
finanziert.

Idyllen nur noch auf dem Papier
In Berlins Brennpunktbezirken stehen die
Einzugsbereiche der Grundschulen bei näherer
Betrachtung nur noch auf dem Papier.

Die Eltern treten die Flucht an, um eine
vermeintlich bessere Schule für ihr Kind zu
bekommen.

So verschärft sich die Trennung
von Kindern nach ihrer ethnischen und sozialen
Herkunft. Um bis zu 500 Prozent
weicht etwa in Kreuzberg die Migrantenquote
einer Schule von der Quote im Einzugsgebiet
ab.

Dies ist das Ergebnis einer
Analyse von Schul- und Einwohnerdaten
von mehr als 100 Berliner Grundschulen.
Fachleuten ist klar, dass diese Entwicklung
nicht nur in Berlin anzutreffen ist.

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nachzulesen in Kopp-Exklusiv Nr. 51-2012