prof. berger: finanzkrise, eurokrise und auswege


prof. wolfgang berger spricht über die wahren ursachen der finanz- bzw. eurokrise und mögliche auswege wie zb. durch das „fließende geld“;

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wenn ich das alles richtig verstanden habe brauchen wir nur abzuwarten bis sich das alles mit einem knall von selbst erledigt.

im moment ist die arbeitende bevölkerung wie nutzvieh und alle staaten auf der erde die rohstoffe besitzen und zu schwach sind sich zu verteidigen sind über den doller nur Farmen die geerntet werden.

ich kann einfach nicht mehr glauben was hier abläuft bzw weiß ich auch nicht was man tun sollte.

wehrkuh vor 5 Tagen

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Gacker-Hacker gegen ‘kreuz.net’ ………Anonymous’ hatte von Anfang an keine Chance


Die Niederlage war total, brutal und fatal: Die Wichtigtuer von ‘Anonymous’ haben sich an ‘kreuz.net’ unsterblich blamiert und ihren Ruf als Hühnerhof-Hacker zementiert.

(kreuz.net) Seit einer Wocheschlagen sich ‘Anonymous’-Stümper in ihrem Kampf gegen die übermächtige Internet-Bastion ‘kreuz.net’ ihre Schneidezähne ein.

In der Vergangenheit hat bereits der deutsche ‘Chaos Computer Club’ beim ‘Chaos Communication Congress’ in den Jahren 2009, 2010 und 2011 eine ähnliche Demütigung erlitten.

‘kreuz.net’ ist unbesiegbar

„Ihre Seite ist tatsächlich recht gut geschützt, aber früher oder später kommen wir da schon durch“ – will ‘Suomy Nona’ auf ‘facebook.com’ sein Versagen nicht zur Kenntnis nehmen.

„Die haben es ja richtig drauf. Seid ihr euch sicher, daß die nicht eine Nummer zu groß sind?“ – holte ihn ‘Kein Mensch’ auf den Boden der Realität zurück.

Es sei schlimm genug, daß die ‘Anonymous’-Amateure „noch ohne Erfolg“ versucht hätten, den ‘kreuz.net’-Server zu Fall zu bringen – versucht ‘Desperado Nick MonTana’ die Blamage kleinzureden.

„Wie wäre es mit fire, fire, fire?“, hofft ‘Kevin Seth’ auf jene, die alle Munition verschossen haben.

Bitte beachten: Die offenen Ports sind alle offengelegt

Aus Mitleid mit den ‘Anonymous’-Eseln gab ‘kreuz.net’ vergangene Woche alle offenen Ports auf seinem Server bekannt.

Doch ‘Anonymous’ ist offenbar völlig unbelehrbar: Am Samstag versuchten vier und am Sonntag neun Hühnerhof-Hacker die längst bekannten Ports auf die harte Tour zu ermitteln – natürlich vergebens.

Ein ‘Anonymous’-Schlaumeier durchsuchte ‘kreuz.net’ mit dem Werkzeug „DRKSpider – Website link validator“ – aus unerklärlichen Gründen – nach toten Links.

Offenkundig ist ‘Anonymous’ mit seinem Latein am Ende.

Hack-Qaida sucht Beschäftigungstherapie

Unterdessen tauchte auf der Internet-Müllhalde ‘pastebin.com’ eine neue Drohbotschaft auf:

Im Zuge von #FuckNazisFriday: Wie wäre es wenn man ‘kreuz.net’ als massives Ziel miteinbeziehen würde?

Es scheint ein Dedicated Server zu sein, das heißt, wir bräuchten richtig fetten Background um den Server zu downen. Gestern ist leider ein Versuch gescheitert.

Ich habe aktuell Kontakt zu @Anon_Mannheim – hier wäre auch schweres Interesse vorhanden und auch schon einiges an „Freunden“ organisiert.

Solange diese Internet-Bettnässer ‘kreuz.net’ hühner-hacken, sind

sie wenigstens beschäftigt.

Quantität statt Können

Fünf ‘Anonymous’-Hacker strengten sich am Wochenende mit dem Programm „Low Orbit Ion Cannon“ an.

Der erste erzeugte 21.801 Zugriffe innerhalb von zehn Minuten, der zweite 3.633 Zugriffe innerhalb von zwei Minuten, der dritte 3.369 Anfragen innerhalb von vier Minuten.

Eine Person aus Karlsruhe in Baden-Württemberg gab nach einer Minute und 2.308 Anfragen auf.

Besonders hartnäckig agiert eine eine chinesische IP-Adresse.

Seit Samstag 03:40 wurden bis dato 52.654 Zugriffe abgefeuert – ohne jedes Resultat.

Der Kampf ist aussichtslos

Der ‘Anonymous’-Volkssturm benützt dagegen die Online-Version von „Low Orbit Ion Cannon“.

Diese kann ohne Computer-Kenntnisse bedient werden.

Ein Kamikaze-Kämpfer mit der IP-Adresse ‘92.205.78.95’ aus Leverkusen in Nordrhein-Westfalen benützte dazu die Internetseite „loshackers.webnode.es/loic-online/“. Er überlebte dreizehn Minuten.

Die IP-Adresse ‘87.179.90.37’ aus Erfurt in Thüringen benützte den Dienst ‘cisko.fr’ um innerhalb von sieben Stunden 1.978.690 Anfragen abzufeuern.

Hoffentlich hat er sich damit wenigstens abreagieren können.

Gefährliche Maulhelden

Die IP-Adresse ‘84.181.20.45’ aus Ebersbach im Bundesland Sachsen erzeugte mit demselben Dienst innerhalb von zehn Minuten 2.550 Zugriffe.

Als Mitteilung gab er an: „Kreuz.net wurde nun gekreuzigt!“.

Danke für die Information: Sonst hätte der unbezwingbare ‘kreuz.net’-Server seine Anwesenheit wohl gar nicht zur Kenntnis genommen.

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http://www.kreuz.net/article.15535-id.12993.html

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Linke Kacker sind eben nur Hühnerhof-Gacker, Holzhacker…nein, Holzhacker nicht, das wäre ja Arbeit………………

Das Finanzgeschehen, Konsequenzen und Möglichkeiten für den Einzelnen


WICHTIG! Nehmt Euch DIE ZEIT, SCHAUT EUCH DAS VIDEO AN!

LEICHT UND FACHLICH VERSIERT ERKLÄRT: DER WAHNSINN „EU“ UND EURO:::::

NEUTRAL BERICHTET AUS DER SCHWEIZ:
DEUTSCHLAND AUS DER SICHT VON SCHWEIZER EXPERTEN:

NEUTRAL UND ABSOLUT FACHLICH KORREKT:::::

WAHNSINN PUR WAS MIT UNS GEMACHT WIRD:::::KOHL BIS MERKEL SIND HOCHGRADIGE VERRÄTER UND VERBRECHER!!!KEIN SCHERZ!!!

GREMIUM IN BRÜSSEL NACH ESM-FESTLEGUNG MIT ABSOLUTER NARRENFREIHEIT; KEINE STRAFVERFOLGUNG MÖGLICH; ABER ALLE RECHTE BIS HIN ZUR VERNICHTUNG EINES ODER MEHRERER STAATEN!!!!!

Thema der Sendung: Hintergründe der Finanzkrise beleuchtet, im Gespräch mit Manfred Petritsch „Freeman“,
Initiator der Internetplattform http://www.schallundrauch.info

Kampf um die deutsche Reststaatlichkeit: Karlsruhes Europafreundlichkeit stößt an Verfassungsgrenzen


Auf die Karlsruher
Richter
ist europapolitisch
stets
Verlaß gewesen
– wie ein
Blick auf deren
Europa-Judikatur
lehrt.

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Ein Staatenverbund
meint begrifflich
lediglich
eine dauerhafte
Verbindung
„souverän
bleibender
Staaten“.

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TOBIAS KRETSCHMANN

Wie wird das Bundesverfassungsgericht
(BVerfG)
über die Klagen gegen
den Fiskalpakt und den
dauerhaften Rettungsmechanismus
(ESM) entscheiden? Wie werden die
Richter des für Staatsorganisationsfragen
zuständigen Zweiten Senats unter Vorsitz
von Andreas Voßkuhle in dem zunächst
von Bürgern und Parlamentariern
angestrengten Eilverfahren entscheiden?
Gewiß ist nur: Der nach der mündlichen
Verhandlung vom letzten Dienstag vielleicht
noch in diesem Monat zu erwartende
Beschluß, der Bundespräsident
Joachim Gauck daran hindern könnte,
mit seiner Unterschrift die
„Euro-Rettung“ der Bundesregierung
in völkerrechtlich
verbindliche Verpflichtungen
zu transformieren,
dürfte als folgenschwerste
Karlsruher Entscheidung
seit Bestehen des BVerfG
zu bewerten sein.
In den Reihen der Bundesregierung
gibt man sich
betont zuversichtlich. Offensichtlich
deswegen, weil
auf die roten Roben europapolitisch
stets Verlaß gewesen
ist – wie ein beruhigender Blick
zurück auf die Europa-Judikatur des
Zweiten Senats seit nunmehr vier Jahrzehnten
rasch lehrt. Es begann mit den
wenig spektakulären Beschlüssen „Solange
I“ (1974) und „Solange II“ (1986),
die zwar fast beiläufig den Vorrang der
nationalen vor den zwischenstaatlichen,
Brüsseler Hoheitsrechten bekräftigten,
die aber in der Kommentarliteratur
gleichwohl als „europafreundlich“ gelten.
Erst der Vertrag von Maastricht, der
die Wirtschaftskooperation von 1957
auf die höhere Integrationsebene der
Europäischen Union hob, der die Vergemeinschaftung
auf Außen- und Sicherheitspolitik,
auf Innen- und Rechtspolitik

ausdehnte und der vor allem die
Tore für die Währungsunion und die
halsbrecherische Einführung des Euro
öffnete, zwang die deutschen Verfassungshüter
zur prinzipiellen Fixierung
der Grenzen jener Entstaatlichung, die
Brüsseler, Bonner und Berliner Euromanen
bis heute vorantreiben.
Die nun schon unter vielen juristischen
Exegeten eher als „europafeindlich“
klassifizierte Maastricht-Entscheidung
von 1993 fiel trotzdem zugunsten
der Bundesregierung aus, weil das Verfassungsgericht
mit der Masse der deutschen
Kompetenzübertragungen „noch
nicht“ die Entscheidungs- und Kontrollzuständigkeiten
des Bundestages in Gefahr
sah. Die seien mit Maastricht „noch
nicht in einer Weise entleert, die das
Demokratieprinzip, soweit es Artikel
79 Absatz 3 Grundgesetz
(GG) für unantastbar erkläre,
verletze. Insoweit wahre
Deutschland ungeachtet
weitgehender europäischer
Einbindung seine „Qualität
als souveräner Staat“.
In Entscheidungen, die
in der breiten Öffentlichkeit
weniger Aufmerksamkeit
fanden, wie der Beschluß
zur EU-Bananenmarktordnung
(2000), die
Würdigung der Bindungswirkung
von Urteilen des
Straßburger Menschenrechtsgerichtshofs
(2004) und zum Europäischen
Haftbefehl (2005), ist Karlsruhe dieser
europafreundlichen, den auf Auflösung
des Nationalstaates versessenen
Kurs der Berliner Allparteienkoalition
nie blockierenden Rechtsprechung treu
geblieben. Für Irritationen unter Europas
Musterknaben sorgte 2005 lediglich
die Kassation des ersten EU-Haftbefehlsgesetzes,
das erst in der 2006 nachgebesserten
Fassung grundgesetzlichen
Anforderungen entsprach.
Auch dieses Urteil zeugt nicht primär
von antieuropäischer Karlsruher Widerborstigkeit.
Aber es weist immerhin auf
die jüngste Entscheidung vom 19. Juni
2012 voraus, das der Merkel-Regierung

vorhielt, in der europäische Staatsschuldenkrise
das Parlament ausschalten zu
wollen und im Vorgriff auf die politische
Union auf die „Entdemokratisierung“
des Bundestags hinzuarbeiten.
Eine ähnliche Tendenz zur Entmündigung
der Volksvertreter monierten die
Verfassungsrichter 2005. Nur zeigen die
Verhandlungsprotokolle von damals
weniger die „Anatomie einer Hintergehung“
(Christian Geyer, FAZ vom
21. Juni 2012) durch die Bundesregierung
als die Selbstpreisgabe des Bundestags
auf. Mußte ein zwischen Trotz
und Zerknirschtheit schwankender Volker
Kauder (CDU) als Vorsitzender des
Rechtsausschusses sich vom Senatsmitglied
Udo Di Fabio nahezu höhnisch
abfertigen lassen, bei der Umsetzung des
Brüsseler Rahmenbeschlusses sei keinen
„Augenblick“ nachgedacht
worden, bevor man EUVorgaben
„durchgewunken“
habe.
Kauders Rechtfertigung
bestätigte diesen Vorwurf,
dem Gericht einen wahrhaft
„schönen Einblick in
die parlamentarische Praxis“
gewährt zu haben. Denn
der sich auf „Zeitnot“ berufende
Schwabe gestand,
als Jurist und „seit 26 Jahren
Strafrechtler“, sich nicht
zugetraut zu haben, binnen
drei Tagen „die feinen Verästelungen des
Europäischen Haftbefehlsgesetzes auch
nur in Ansätzen zu verstehen“. Dabei
agierte der derart kapitulierende Bundestag
2005 europapolitisch noch in ruhigem
Fahrwasser. Denn gemessen an der
hochkomplexen Materie der seit 2010
im gefühlten Wochentakt durch das Parlament
gepeitschten „Rettungsschirm“-
Gesetze, die Konstruktionsplänen für
ein Atomkraftwerk ähneln, mutet der
EU-Haftbefehl an wie die Bauanleitung
für ein Ikea-Regal.
Mit dem nächsten großen, vom Berichterstatter
Di Fabio konzipierten, im
Juni 2009 ergangenen Europa-Urteil
zum Verfassungsvertrag von Lissabon,
schien die forcierte Berliner Integrationspolitik

erneuten Ansporn zu erfahren,
rechtzeitig vor der Serie von „Euro-
Rettungsmaßnahmen“, die Karlsruhe
mit der Entscheidung vom 7. September
2011 ebenfalls abnickte. Und wieder
mußte die Maastrichter „Noch-nicht“-
Formel herhalten, um den Deutschen zu
versichern, die Brüsseler Finanztransaktionen
führten nicht zum „Substanzverlust“
ihrer verfassungsrechtlich gefügten
Herrschaftsgewalt, die sie als Wahlbürger
gemäß Artikel 38 Grundgesetz durch ihre
Abgeordneten im Bundestag ausüben.
Gleichzeitig tat der Senatsvorsitzende
Voßkuhle indes per TV- und Zeitungsinterviews
kund, daß weitere Schritte
Richtung politischer Union mit Artikel
23 Grundgesetz nicht mehr vereinbar
wären, da die dort erteilte Ermächtigung
zum Ausbau der europäischen Integration
sich nur auf einen Staatenverbund
erstreckt. Ein
Verbund, so bekräftigte das
Lissabon-Urteil, meine begrifflich
lediglich eine dauerhafte
Verbindung „souverän
bleibender Staaten“. Da
aber Fiskalpakt und ESM
nun „Automatismen“ installieren,
die den Bundestag
definitiv entmachten
und „Demokratie und Sozialstaat
zerstören“ (Sahra
Wagenknecht), dürften die
Spielräume des Karlsruher
„Kernstaatlichkeits“-Modells, das auf
die zu Maastricht-Zeiten amtierenden
„Etatisten“ Ernst-Wolfgang Böckenförde
und Paul Kirchhof zurückgeht, ausgereizt
sein.
Erkannt hat dies selbst der sozialdemokratische
Herzenseuropäer Voßkuhle,
ein wissenschaftlich wenig profilierter
Verwaltungsrechtler und intellektuelles
Fliegengewicht, das zu gern die großen
Fußspuren des Staatsdenkers Böckenförde
verlassen würde – am liebsten per
Volksabstimmung, die ihn freilich auch
als letzten Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts
in die Rechtsgeschichte
eingehen ließe, denn in einem europäischen
Superstaat braucht’s auch keine
deutschen Verfassungshüter mehr

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aus Junge Freiheit online Nr. 29-2012

Sarrazin: „Sparguthaben werden stark entwertet“


Deutsch: Thilo Sarrazin am 3. Juli 2009
Thilo Sarrazin

BERLIN. Das frühere Bundesbankvorstandsmitglied
Thilo Sarrazin
rechnet angesichts der Finanz- und
Euro-Krise mit einer starken
Entwertung der deutschen Sparguthaben.
„Die internationalen
Volkswirte sind sich darin einig,
daß die Strukturkluft innerhalb der
Währungsunion nur dann aufgehoben
werden kann, wenn die Inflation
in den Nordstaaten einige
Zeit lang höher ist als die in den
Südstaaten“, erklärte der ehemalige
Berliner Finanzsenator im Wiener
Standard. Das bedeute, daß die Inflationsrate
in den südlichen Euro-
Staaten niemals unter zwei Prozent
liegen werde. „In den Nordstaaten
werden wir in einem Zeitraum
von fünf bis acht Jahren weitaus
höhere Inflationsraten haben als
bisher – in der Größenordnung
von sechs Prozent“, erläuterte der
SPD-Politiker. „Das heißt nichts
anderes, als daß die Sparguthaben
in Deutschland und Österreich in
den nächsten zehn Jahren um 40
bis 50 Prozent entwertet werden.“
Das sei der Preis, den Deutschland
und Österreich für die Erhaltung
des Euro zu zahlen hätten. „Eine
gemeinsame Währung ist schädlich,
wenn nicht in allen Ländern
ähnliche Mentalitäten und Wettbewerbsbedingungen
herrschen“,
meinte Sarrazin.

Südtirol: Wachsende Spannungen mit Rom


South Tyrolean Freedom

BOZEN. Der Süd-Tiroler Landtagsabgeordnete
Sven Knoll hat
Landeshauptmann Luis Durnwalder
(Südtiroler Volkspartei)
aufgefordert, sich endlich offiziell
von Italien loszusagen. Die Klagen
Durnwalders, Italien trete die
Autonomie Süd-Tirols mit Füßen
und drücke sein Sparprogramm
durch, sei „nutzloses Gejammer“,
wenn man nicht den Mut habe,
die Konsequenzen zu ziehen. Der
Politiker der Süd-Tiroler Freiheit
möchte im nächsten Jahr ein landesweites
Selbstbestimmungsreferendum
initiieren. „Süd-Tirol hat
von Italien nichts mehr zu erwarten.
Je früher man sich von diesem
Staat verabschiedet, desto besser“,
so Knoll.

Ferdos Forudastan…. Die Sarrazin- Kritikerin wird neue Sprecherin Joachim Gaucks



Die
Falsche

STEFAN HUG

Menschenverachtende Ergüsse“
in einem „krausen
Buch mit falschen Zahlen und
biologistischen Thesen“, das ein
„feindseliges und verrohtes Bürgertum“
in Deutschland gerne
annehme, da der Autor „gegen
Türken und Araber hetzt“. So
verriß Ferdos Forudastan in der
Frankfurter Rundschau Thilo Sarrazins
Bestseller „Deutschland
schafft sich ab“.
Die wütende Reaktion kam
nicht von ungefähr – gehört die
Journalistin, die Jura und Politik
studiert hat, doch seit vielen
Jahren zu jener Multikulti- und
Integrationslobby, für die ungeregelte
Massenzuwanderung und
die Neudefinition Deutschlands
als Vielvölkerstaat zum unantastbaren
Credo gehören. Sarrazins
nüchterne Befunde und empiriegesättigte
Analysen über die
Fehlentwicklungen der jüngeren
Einwanderungsgeschichte,
sein unaufgeregtes Bekenntnis
zur deutschen Kultur, mußten da
wie ein rotes Tuch wirken.
Forudastan, 1960 in Freiburg
im Breisgau als Tochter eines Iraners
und einer Deutschen geboren,
arbeitet unermüdlich daran,
die Identität der Deutschen
in Frage zu stellen beziehungsweise
als hybrid zu definieren.
Auch für die hierzulande angeblich
diskriminierten Muslime
wirft sie sich in die Bresche.
Ein Grundtenor ihrer Publikationen
und Aussagen: Ethnische
und religiöse Konfliktlinien sind
allein auf soziale Benachteiligung
zurückzuführen, der natürlich
nur mit gezielter Förderung des
ausländischen Nachwuchses beizukommen.
Ihre Arbeit betreibt
sie von einer etablierten Position
aus; sie ist ein rühriger Medienprofi.
Forudastan moderiert im
Deutschlandfunk und im WDR,
schreibt für die Badische Zeitung,
taz, Frankfurter Rundschau und
andere Zeitungen. Bereits 1989
erhielt sie den renommierten
Theodor-Wolff-Preis, sechs Jahre
später den Pressepreis des Deutschen
Anwaltvereins. An Hochschulen
in Hamburg und Dortmund
lehrt sie Journalismus.
Für eine gute Vernetzung
bürgt auch ihr Ehemann Michael
Vesper, mit dem sie drei
Kinder hat und in Köln lebt. Der
Diplom-Soziologe, Gründungsmitglied
der Grünen, ehemalige
Minister in NRW und heutige
Sportfunktionär fiel zur Olympiade
2008 übrigens dadurch
auf, daß er die Zensur in China
damit rechfertigte, daß ja auch
in Deutschland rechtsradikale
Internetseiten gesperrt würden.
Am 1. September wird Forudastan
nun neue Sprecherin
von Bundespräsident Joachim
Gauck. Das konservative Lager
in Deutschland hatte gehofft,
daß der Nachfolger Wulffs für
Überraschungen gut sei. Eine
Überraschung ist die Ernennung
Forudastans durchaus.
Eine Frau mit dieser Haltung
zur Sprecherin zu küren, hätte
man eher einem Präsidenten
mit sozialdemokratischem oder
grünem Hintergrund zugetraut.
Die Zukunft wird zeigen, ob diese
quotengerechte Personalentscheidung
eine einmalige Volte
Gaucks bleibt oder ob sie Indiz
wird für seine Anpassung an den
politischen Zeitgeist.

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aus Junge Freiheit online Nr. 29-2012