Österreichische Medien im »Bilderberg-Fieber«


MYSTERY BABYLON THE GREAT=THE BILDERBERG GROUP
THE BILDERBERG GROUP

Andreas von Rétyi

Die Türen haben sich geschlossen, das Westfields-Marriott-Hotel ist von einem Sperrbereich umgeben und rundum abgeriegelt.

Derweil nimmt das Bilderberger-Treffen in den Räumlichkeiten der US-Herberge bei Washington seinen Verlauf. Mit von der Partie auch der österreichische Kanzler Werner Faymann. Es ist nicht seine erste Teilnahme an der geheimen Tagung, doch dieses Mal zeigen sich die österreichischen Medien am Reisegrund ihres Kanzlers besonders interessiert.

Am Donnerstag, 31. Mai 2012, stieg Werner Faymann in die Maschine nach Washington. Kein Allerwelts-Termin, den er dort wahrnimmt. Die Österreicher registrieren derzeit genauer als zuvor, wo ihr Kanzler nun zu Gast ist. Österreichische Medien berichten in auffallendem Umfang über dessen Teilnahme am Treffen der Bilderberg-Gruppe, die seit dem Jahr 2002 nunmehr zum dritten Male Chantilly bei Washington als Konferenzort auserkoren hat.

Fast scheint im Blätterwald so etwas wie »Verschwörungsstimmung« ausgebrochen zu sein – denn wer berichtet denn sonst schon über die dubiosen Bilderberger? Und, ganz ernsthaft: Was hätten wir überhaupt zu jenen jährlichen Konferenzen erfahren können, wären nicht alternative Medien beharrlich auf den Spuren der Machtelite geblieben! Nur durch diesen permanenten Druck dringt das Thema langsam auch ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit. Wer bisher glaubte, jene mysteriösen Versammlungen seien ins Reich der Fiktion zu verweisen, wird eines Besseren belehrt. Doch der Nachholbedarf ist weiterhin groß. Denn auch jetzt hängt keines der einschlägigen »Qualitätsmedien« die Bilderberg-Konferenzen wirklich an die große Glocke. Immerhin aber muss nun selbst der Mainstream bedingt auf Bilderberg eingehen, wenn auch häufig mit dem altbekannten, pseudoamüsierten Unterton diverse »Verschwörungstheorien« betreffend – doch das gehört einfach zum festgefügten Schema. Man muss eben die Distanz wahren und sich vor allem weiterhin klar dem Mainstream verpflichtet zeigen.

Nun berichten ORF, Der Standard (!), Die Presse, oe24 oder das Wirtschaftsblatt sowie zahlreiche andere Organe über Faymanns ganz besonderen Ausflug nach Washington. Der Pressesprecher des Kanzlers betonte allerdings, Faymann nehme nicht als Regierungs- oder Parteichef an Bilderberg teil, sondern »als Privatperson«. Was soll das bedeuten? Will sich

der österreichische Kanzler davon distanzieren, ein »echter« Bilderberger zu sein? Die gesamte Konferenz wird als private Zusammenkunft charakterisiert, als ein zwangloser Austausch. Einen anderen Status nimmt auch Faymann nicht ein. In der stets fast gleichlautenden, sehr oberflächlichen offiziellen Presseerklärung zu den Bilderberg-Tagungen heißt es nicht umsonst, die private Atmosphäre dort habe keinen anderen Zweck, als den Teilnehmern zu erlauben, ihre Ansichten offen und frei zu äußern. Die anwesende Presse ist strikt eingeschworen, von ihr ist nichts zu befürchten.

Was aber ist privater als privat? Faymann befindet sich völlig regulär auf der endgültigen Teilnehmerliste, wie sie jetzt von Bilderberg herausgegeben wurde. Hier wird er genau wie alle anderen »privaten« Teilnehmer aufgeführt.

In einem Schreiben an die Präsidentin des Nationalrats erklärte Faymann bereits am 17. Juli 2009 anlässlich seiner damaligen Bilderberg-Teilnahme und einer diesbezüglichen parlamentarischen Anfrage: »Ich weise darauf hin, dass ich an diesem Treffen nicht [in] meiner Funktion als Bundeskanzler der Republik Österreich teilgenommen habe, weshalb die in der gegenständlichen Anfrage gestellten Fragen auch nicht Gegenstand der Vollziehung des Bundeskanzleramtes bilden.« Auf den inoffiziellen Charakter des Treffens kann sich

Stellv. Chinesische Aussenministerin Fu Ying – 

allerdings jeder Teilnehmer berufen – was auch ein gutes Gewissen hinsichtlich der Kosten suggeriert. So stellte Faymann im gleichen Schreiben fest: »Meine Reisekosten wurden nicht aus dem Budget des Bundeskanzleramts getragen.« Bemerkenswert auch die Antwort zu den abschließenden Fragen, ob der Kanzler etwas von Verhaftungen von Journalisten sowie Beschlagnahmungen von Filmen gewusst habe und wie er zu solchen Aktionen stehe. Faymann führte damals aus: »Ich habe weder von Verhaftungen von Journalisten noch von Beschlagnahmungen von Filmen gewusst. Ohne in der Lage zu sein, zu einem Sachverhalt Stellung zu nehmen, den ich im Detail nicht kenne, möchte ich doch mit Deutlichkeit festhalten, dass ich in jedem Zusammenhang dafür eintrete, das Recht auf Freiheit der Meinungsäußerung zu wahren und zu respektieren und dass ich es auch für eine staatliche Verpflichtung halte, alle Vorkehrungen zu treffen, die die Ausübung dieses Rechts und insbesondere die Berichterstattung der Medien sicherstellen und gewährleisten.« Ob Bilderberg die richtige Adresse hierfür ist? Zur Frage, wie Faymann zu den Bilderberg-Treffen stehe, verwies er auf seine allgemeinen Eingangsbemerkungen zur gegenständlichen Anfragebeantwortung. Diese wenigen Sätze entsprechen den Floskeln der üblichen offiziellen Pressemeldungen zu Bilderberg. So erklärte der österreichische Kanzler: »Diese – privat organisierten – Zusammenkünfte dienen dem Meinungsaustausch über aktuelle politische und wirtschaftliche Fragestellungen, die auch für die Zukunft Österreichs von Bedeutung sind.« Kaum erschöpfender fiel auch die Reaktion auf Anfragen zur Teilnahme 2011 aus.

Was Faymann eigentlich bei Bilderberg »verloren hat«, will nun für 2012 die FPÖ wissen und hierzu erneut eine parlamentarische Anfrage einbringen. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky äußerte die Vermutung, der österreichische Kanzler sei zur »Befehlsausgabe der internationalen Finanzszene« geladen worden, so berichtete am Donnerstag Die Presse.

Faymann trifft auf einige wenige Landsleute im Westfields Marriott, das nunmehr für die kommenden Tage zum Sperrgebiet für die Öffentlichkeit erklärt wurde. Während seine Vorgänger Franz Vranitzky und Alfred Gusenbauer bei früheren Treffen anwesend waren, so wie auch der einstige österreichische Außenminister Peter Jankowitsch und der ehemalige Finanzminister Hannes Androsch, gesellen sich jetzt zur aktuellen Konferenz die bereits mehrfach geladenen Gäste Oscar Bronner (Der Standard) und Rudolf Scholten (Österreichische Kontrollbank). Ein weiterer österreichischer Teilnehmer ist Willibald Cernko (UniCredit Bank Austria).

Aus Deutschland sind diesmal mit von der Partie: Josef Ackermann (Deutsche Bank), Thomas Enders (Airbus), Wolfgang Ischinger (Allianz), Roland Koch (Bilfinger Berger), Peter Löscher (Siemens), Matthias Naß (ZEIT), Wolfgang Reitzle (Linde) und nicht zuletzt Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen).

Insgesamt nehmen am aktuellen Bilderbergertreffen etwa 145 Persönlichkeiten teil. »Urgestein« David Rockefeller ist diesmal nicht gelistet.

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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/andreas-von-r-tyi/oesterreichische-medien-im-bilderberg-fieber-.html

EU-Kommission: “Einwanderung wird in den nächsten Jahren zunehmen!”


Wenn diese Frau aus Brüssel spricht, ziehen meistens dunkle Wolken am Himmel über Europa auf:

Ihre Schönheit und Ausstrahlung in Prozent von 1 bis 100 entspricht in etwa ihrem IQ……

EU-Kommission macht Druck für EU-Asylsystem

Die EU-Kommission macht weiter Druck für die Schaffung eines gemeinsamen Asylsystems, das nach bisherigen Plänen der EU noch 2012 eingerichtet werden soll. EU-Innenkommissarin Malmström sagte, 90 Prozent aller Asylanträge in der EU würden in zehn Ländern, darunter Österreich, gestellt. Dies bedeute, dass die restlichen 17 EU-Staaten “mehr tun könnten”, sagte sie.

Malmström zeigte sich überzeugt, dass der Aufbau eines europäischen Asylsystems in diesem Jahr noch zu schaffen wäre. Dies setze aber Kompromissbereitschaft vom EU-Parlament und von den EU-Innenministern voraus. Bei den zehn Staaten, in denen 90 Prozent aller Asylanträge in der EU gestellt werden, handelt es sich nach Angaben der EU-Kommissarin um Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Schweden, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Griechenland und Polen. Laut dem Bericht wurden 2011 in den EU-Mitgliedstaaten über 302.000 Asylanträge gestellt, was im Vergleich zu 2010 einen erheblichen Anstieg um 16,2 Prozent darstellt.

Jetzt kommt es ganz dick:

Die EU-Kommissarin forderte Politiker auf, sich von einer immer weiter verbreiteten “Anti-Migrations-Rhetorik” zu verabschieden. Die Einwanderung nach Europa werde in den kommenden Jahren eher zunehmen, sagte sie. Man müsse auch klar machen, welchen Beitrag Einwanderer für die europäische Wirtschaft und für Wachstum leisteten.

Die Schätzungen für illegale Einwanderer in der EU würden zwischen 2 Millionen bis 4,5 Millionen liegen.  Quelle….

Man ist da nur mehr sprachlos! Während überall in Europa die Arbeitslosenzahlen explodieren, fordert diese Gut-Frau noch mehr Einwanderer weil diese einen Beitrag für die europäische Wirtschaft und Wachstum leisten würden!

Verkehrte Welt – zur selben Stunde als diese Meldung online ging, vermeldet die Austria Presse Agentur die aktuellen Statistiken der Arbeitslosigkeit in Österreich:

Arbeitslosigkeit steigt bei Älteren und Ausländern

Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt bleibt angespannt: Die Zahl der Arbeitslosen ist per Ende Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,4 Prozent oder 9.708 Personen auf 231.077 gestiegen. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Schulungsteilnehmer um 4.858 (+7,4 Prozent) auf 70.638. Insgesamt waren damit 301.715 Menschen in Österreich ohne Job, 5,1 Prozent mehr als im Mai 2011.

Ältere Arbeitnehmer und Ausländer waren vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mai besonders betroffen. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg um 11,3 Prozent (!!!) auf 49.556 Personen. Zum Vergleich: 181.521 Inländer (+2,6 Prozent) waren arbeitslos gemeldet . Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,6 Prozent auf 54.035. Der demografische Wandel und der längere Verbleib von Älteren am Arbeitsmarkt zeigten sich in den Mai-Zahlen deutlich.  Siehe….

Zusätzlich folgte heute früh diese Meldung über  Spaniens Jugend:

Verlorene Generation“ bangt um ihre Zukunft

Die Situation der jungen Spanier ist erdrückend. Beinahe jeder Zweite unter 25 ist arbeitslos. Viele suchen ihr Glück im Ausland.
Quelle: Handelsblatt

Bei diesen Zahlen an weitere Einwanderungswellen nach Europa nur zu denken, überschreitet wirklich jeden gesunden Hausverstand!

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http://sosheimat.wordpress.com/2012/06/01/eu-kommission-einwanderung-wird/

Neuer Streit um Hagia Sophia am Eroberungs-Jahrestag


Die Hagia Sophia in Istanbul ist heute keine Kirche mehr, sondern ein Museum

Aus Anlass des Jahrestages der osmanischen Eroberung von Konstantinopel im 15. Jahrhundert haben muslimische Gruppen in der Türkei gefordert, die Hagia Sophia im heutigen Istanbul wieder als Moschee für Gottesdienste zu öffnen.

Mehrere Dutzend Muslime absolvierten ihr Morgengebet demonstrativ vor dem geschlossenen Tor des Gotteshauses im Zentrum Istanbuls, wie der Nachrichtensender CNN-Türk meldete. Sie forderten dem Sender zufolge die Aufhebung des Gebetsverbots in dem im Jahr 537 errichteten Gebäude.

Die Hagia Sophia wurde als christliche Basilika gebaut und fungierte ein Jahrtausend lang als wichtigste Kirche des Byzantinischen Reiches. Am 29. Mai 1453 eroberten die muslimischen Osmanen das damalige Konstantinopel und machten die Hagia Sophia zur Moschee. Nach mehreren hundert Jahren als muslimisches Gotteshaus wurde der Bau nach Gründung der säkularen türkischen Republik im Jahr 1923 zum Museum erklärt, aus dem alle Religionen verbannt sind.  Quelle….

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Der Fall Konstantinopels

Heute (29. Mai) jährt sich zum 559. Male der Tag der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen. Konstantinopel war Hauptstadt des Byzantinischen Reiches und seit dem Schisma im Jahr 1054 Zentrum der östlichen Christenheit. Die Heerführer in der letzten Schlacht waren Kaiser Konstantin XI auf Seiten der Byzantiner, dem Unterstützung von der Republik Genua zuteil wurde, und Mehmet II. der “Eroberer” auf Seiten der Osmanen, dem unter anderem der serbische Despot Đurad Branković und dessen berittene Truppen beistanden. 4000 der 7000 an der Schlacht teilnehmenden Soldaten verloren dabei ihr Leben. Mit dem Fall Konstantinopels verschwand das Byzantinische Reich aus der Weltgeschichte. Konstantinopel wurde eine moslemische Stadt und in Stambul(moderne Schreibweise: Istanbul) umbenannt.

Während der 1123 Jahre, die das byzantinische Reich währte, wurde die Stadt Konstantinopel öfters belagert, aber nur einmal, während des vierten Kreuzzugs im Jahre 1204, eingenommen. In der Folge wurde ein fragiler lateinischer Staat errichtet, der das Gebiet von und um Konstantinopel umfasste, während das Byzantinische Reich in eine Reihe von griechischen Nachfolgestaaten zerfiel. Die griechischen Staaten kämpften als Verbündete gegen das lateinische Zentrum, aber auch untereinander als Konkurrenten um den byzantinischen Thron. Die Griechen von Nizäa eroberten Konstantinopel im Jahre 1261 und stellten das Byzantinische Reich wieder her, das in Hinkunft mit den Lateinern, Serben, Bulgaren, vor allem aber mit den Osmanen in Konfrontation stand. Die Pest tötete in den Jahren von 1346 und 1349 fast die Hälfte der Einwohner Konstantinopels; von 1453 an wurde das byzantinische Reich zunehmend schwächer und bestand bald nur mehr aus ein paar Quadratmeilen Fläche außerhalb der eigentlichen Stadt Konstantinopel, den Prinzeninseln im Marmarameer und dem Peloponnes mit dem kulturellen Zentrum Mystras.

Im Frühjahr 1451 wurde Mehmet II. zum Sultan des Osmanischen Reiches ausgerufen. Man hielt ihn zunächst für einen schwachen Herrscher und meinte, er würde die christlichen Besitzungen auf dem Balkan und in der Ägäis nicht bedrohen. Doch Mehmet II. errichtete bereits im Frühjahr 1452 eine Festung mehrere Meilen nördlich von Konstantinopel, also auf der europäischen Seite des Bosporus, und verband diese mit der seinerzeit von Bayezid gebauten Festung auf der asiatischen Seite, wodurch er die osmanische Herrschaft über die Meerenge festigte und jeden Entsatz der Stadt durch Hilfstruppen aus den genuesischen Kolonien an der Küste des Schwarzen Meeres unterband. Im Oktober 1452 schickte Mehmet II. seinen Truppenführer Turkhan Beg und dessen Söhne Ahmed und Omar mit einer starken Heeresmacht auf den Peloponnes, den er den ganzen Winter über belagern ließ, um die dortigen Despoten Thomas und Demetrios davon abzuhalten, ihrem Bruder Konstantin während der Belagerung von Konstantinopel Hilfe zu leisten. Konstantin XI rief danach Westeuropa um Hilfe, doch seine Bitte verhallte zunächst ungehört – eine Spätfolge des im Jahre 1054 erfolgten Schismas zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche, nachdem Wiedervereinigungsversuche beider Kirchen in den Jahren 1274 und 1439 fehlgeschlagen waren.

Im Sommer 1452 war Mehmets Festung Rumeli Hisari bereits vollendet. Da er die drohende Gefahr für das Byzantinische Reich erkannte, schrieb Konstantin an Papst Nikolaus V. und versprach diesem eine Wiedervereinigung beider Kirchen, die am 12. Dezember 1452 durch ein halbherziges Hofdekret auch in Kraft gesetzt wurde. In Wirklichkeit hatte Papst Nikolaus V. jedoch keinerlei Machtbefugnisse über die Byzantiner und die spärliche Militärhilfe, die aus dem Westen kam, war ebenfalls nicht geeignet, um ein Gegengewicht zu den starken Truppenkräften der Osmanen zu schaffen. Bloß einige private Adelige kamen zu Hilfe, um die Stadt Konstantinopel zu verteidigen, darunter im Januar 1453 ein Kontingent von 700 bewaffneten Männern unter dem Genuesen Giovanni Giustiniani Longo [Ioannes Iustinianus Longus], einem Spezialisten für Festungsverteidigung, dem der Kaiser das Oberkommando über die Verteidigung der landwärts gerichteten Befestigungswälle übertrug. Versprochene Hilfe aus Venedig traf hingegen nicht ein, und Konstantins Versuche, den Sultan mit Tributzahlungen zu beschwichtigten, scheiterten ebenso, da letzterer die kaiserlichen Unterhändler enthaupten liess.

Aus Angst vor einem Angriff vom Meer entlang der Ufern des Goldenen Horns befahl Kaiser Konstantin, den Hafen mit einer Kette abzusichern, um auf diese Weise Überraschungsangriffe der osmanischen Flotte zu verhindern und um Zeit für die Ankunft der ausländischen Entsatzflotte zu gewinnen, die allerdings nie eintraf. Der Kaiser befahl auch Reparatur und Verstärkung der landwärts gerichteten Befestigungswälle. Das Byzantinische Reich verfügte über 7000 Soldaten, darunter 2000 ausländische Söldner, sowie über 26 Schiffe; die Stadt Konstantinopel wurde durch 20 Kilometer Festungsmauern und eine Reihe kleinerer Kanonen verteidigt. Die Osmanen verfügten hingegen über 80.000 Soldaten, darunter 5000-6000 Janitscharen und 1500 serbische Kavalleristen unter der Führung von Đurad Branković, ferner über 126 Schiffe und mittlere Kanonen.

Die Belagerung der Stadt begann am 6. April 1453, nachdem osmanische Soldaten bereits ab 2. April außerhalb der Stadt Lager aufgeschlagen hatten. Am Beginn der Belagerung schickte Mehmet II. seine besten Truppen, um die außerhalb der Stadt noch verbleibenen byzantinischen Festung Therapia am Bosporus und eine kleinere Burg in der Nähe des Marmara-Meeres einzunehmen. Sie fielen binnen weniger Tage, während es der Flotte von Admiral Balthoglu gelang, die Prinzeninseln einzunehmen. Das Eindringen ins Goldene Horn misslang der Flotte jedoch vorerst und am 20. April gelang sogar einer christlichen Entsatzflottille von vier Schiffen der Durchbruch durch die Blockade. Gegen die Festungsanlagen ging Mehmet mit wochenlangem massiven Kanonenfeuer vor, doch die byzantinischen Verteidiger waren in der Lage, die meisten Schäden binnen kurzem auszubessern und dadurch die Wirkung der Kanonade zu reduzieren.

Mehmet versuchte, die Sperrkette auf der Nordseite des Goldenen Horns durch den Bau einer quer über Galata geführten provisorischen Straße  aus gefetteten Balken zu umgehen, über die seine Schiffen am 22. April gerollt wurden. Dadurch wurden die genuesischen Hilfslieferungen aus der neutral gebliebenen Kolonie Pera gefährdet. Am 28. April versuchten die byzantinischen Verteidiger, die ins Goldene Horn eingedrungenen osmanischen Schiffe mit Feuerschiffen zu zerstören, was aber misslang. Mehrere osmanische Angriffe auf die landwärts gerichteten Befestigungswälle konnten unter schweren Verlusten zurückgeschlagen werden. Über die Angriffe der Osmanen liegt uns eine Beschreibung des venezianischen Arztes Nicolo Barbaro vor:

Die Türken drangen bis unmittelbar unter die Mauern vor und suchten den Kampf, vor allem die Janitscharen. Wenn einer oder zwei von ihnen getötet wurden, kamen weitere Türken und bargen die Toten, ohne im Geringsten auf die gefährliche Nähe der Stadtmauern zu achten. Unsere Männer schossen mit Gewehren und Armbrüsten auf die türkischen Bergekräfte, sodass bald auch diese tot darniederlagen. Aber es kamen wieder andere Türken zur Bergung und keiner hatte Angst vor dem Tod. Eher ließen sie zu, dass zehn von ihnen getötet wurden, als die Schande auf sich zu nehmen, auch nur einen einzigen türkischen Toten vor den Stadtmauern zurückzulassen.

Die Osmanen versuchten, die Stadtmauern durch den Bau von unteridischen Tunneln und durch Minen zu durchbrechen, scheiterten aber an der Technik eines auf byzantinischer Seite kämpfenden Ingenieurs namens Johannes Grant, der Gegenminen vergraben ließ; zudem gelang es den byzantinischen Verteidigern in einem Handstreich, zwei osmanische Offiziere festzunehmen, die ihnen die Lage der osmanischen Tunnels preisgaben, sodass diese zerstört werden konnten.

Am 21. Mai sandte Mehmet II. einen Unterhändler in die Stadt Konstantinopel und bot die Aufhebung der Belagerung der Stadt, freies Geleit für den Kaiser und alle anderen Einwohner samt ihrer Habe und Anerkennung des Kaisers als Herrscher über den Peloponnes an; auch die Bevölkerung, die in der Stadt verbleiben würde, sollte verschont bleiben. Doch Konstantin wies dieses Angebot zurück und gelobte, weiter zu kämpfen.

Nach dreitägigen Vorbereitungen begann sodann am 29. Mai eine allumfassende Angriffsoperation gegen die Stadt, wobei an der Spitze des Osmanischen Heeres irreguläre Truppen und Anatolier angriffen. Den Anatoliern gelang der Durchbruch durch die Mauern, auch wenn sie nach dem Eindringen in die Stadt rasch wieder vertrieben werden konnten. In der Folge griffen die Janitscharen die Stadtmauern an, worauf sich Giustinianis Truppen in die Stadt und zum Hafen zurückzogen, so dass Konstantin und seine Truppen die Rückendeckung verloren. Sie hielten den Janitscharen noch eine Weile stand, konnten aber den Fall der Stadt nicht mehr verhindern. Der Kaiser selbst starb in der Schlacht. Die Plünderungen der Stadt Konstantinopel durch die osmanischen Truppen dauerten drei Tage, bis Mehmet II. befahl, diese einzustellen. Hier ist eine Beschreibung des Falls von Konstantinopel:

Mehrere tausend Überlebende hatten Zuflucht in der Kathedrale gesucht: Adlige, Knechte, gewöhnliche Bürger, ihre Frauen und Kinder, Priester und Nonnen. Sie versperrten die riesigen Tore, beteten und warteten. Mehmet hatte seinen Truppen freie Hand gegeben. Eine Orgie von Vergewaltigungen, selbst von Nonnen, und ein Blutbad riesigen Ausmaßes war die Folge. Mindestens viertausend Menschen wurden getötet, bevor Mehmet zu Mittag befahl, das Massaker einzustellen. Er befahl einem Muezzin, von der Kanzel der Hagia Sophia zum Gebet aufzurufen und das Gebäude Allah zu weihen. So wurde die Hagia Sophia zur Moschee. Fünfzigtausend Einwohner, somit mehr als die Hälfte der Bevölkerung, wurden zusammengetrieben und zu Sklaven gemacht. Sklaven blieben noch längere Zeit danach die billigste Ware auf den Märkten der Türkei. Mehmet befahl des weiteren, den Leichnam des toten Kaisers zu ihm zu bringen. Türkische Soldaten fanden ihn in einem Haufen von Leichen, wo sie Konstantin an den auf seinen Stiefeln aufgestickten goldenen Adlern erkannten. Der Sultan befahl ihm den Kopf abzuschneiden und ließ diesen zwischen die Beine des Pferdes unter der bronzenen Reiterstatue des Kaisers Justinian legen. Der Kopf wurde später einbalsamiert und in den größeren Städten des Osmanischen Reiches zur Schau gestellt. Als nächstes befahl Mehmet den Großherzog Notaras, der überlebt hatte, zu sich und ließ sich von ihm die Namen aller führenden Adligen, Beamten und Bürger geben. Sie wurden alle verhaftet und enthauptet. Mehmet kaufte sogar aus purem Sadismus einzelne hochrangige Gefangene, die versklavt worden waren, seinen Kommandeuren, also ihren nunmehrigen Besitzern, ab, um sich daran zu ergötzen, dass diese vor ihm enthauptet wurden.

Das Byzantinische Reich war somit nach mehr als 1000jähriger Dauer seiner Existenz aus der Geschichte verschwunden. Die Eroberung von Konstantinopel bedeutete einen schweren Schlag für die abendländische Christenheit, der nun durch die Osmanen unter Mehmet II. eine Bedrohung von der Flanke her drohte. Es sollte auch nicht lange andauern, bis dieser zur Eroberung von Mitteleuropa ansetzte…

Quelle….

Deutschland: Petition “Schutz vor Inländerdiskriminierung”!


Im Rahmen der blu-News Kampagne Ein Land – ein Gesetz hat unser Mitbegründer Christian Jung eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht, die jeder online mitzeichnen kann.

Ziel der Petition ist eine Günstigkeitsklausel für Deutsche, so dass die Bürger dieses Landes von ihren eigenen Behörden und ihrer Justiz nicht schlechter gestellt werden dürfen als EU-Bürger von außerhalb Deutschlands, oder auch als Ausländer aus Staaten, die nicht der EU angehören.

Dies ist der Fall im Zusammenhang mit dem Strafrecht, oder bei der Höhe von Gebühren für Behörden und nicht zuletzt beim Familiennachzug. blu-News ruft seine Leser auf, für die Petition zu werben und möglichst viele zur Mitzeichnung zu gewinnen. Damit sich der Bundestag unserer Forderung anschließt und dafür sorgt, das ein Recht für alle gilt.

Der Text der Petition lautet:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, das Gleichheitsgebot um eine Günstigkeitsklausel für Deutsche zu erweitern, um Verwaltung und Justiz auch dann auf europäisches Recht zu verweisen, wenn sich kein Grenzbezug ergibt und die europäischen Normen für Deutsche günstiger sind als nationales Recht.

Begründung:

Europäische Staatsbürger unterliegen in Deutschland europäischem Recht.

So können sich Europäer auf die ihnen zustehende Niederlassungsfreiheit berufen. Das hat zur Folge, dass Europäer bei Genehmigungen für ihr Gewerbe, ihren Betrieb, oder einfach ihre Tätigkeit nur bis zu der Höhe mit Gebühren belastet werden, die den Behörden als tatsächliche Kosten entstehen. Der errechnete Betrag ist gleichzeitig die fixe Gebühr für die Genehmigungen.

Deutsche hingegen gelten zunächst einmal im eigenen Land nicht als Europäer. Als Europäer gelten sie nur, wenn sich ein sogenannter Grenzbezug ergibt. Wer die deutsche Grenze überschreitet, um in Deutschland tätig zu sein, erfüllt diesen Grenzbezug. Da Deutsche die Grenze nicht überschreiten, um ihre Dienstleistung anzubieten, ergibt sich auch kein Zusammenhang mit der Dienstleistungsfreiheit nach europäischem Recht. Daher unterliegen Deutsche ausschließlich der deutschen Rechtsordnung.

Das hat zum Beispiel bei der Gaststättenerlaubnis zur Folge, dass die Behörde bei Europäern nur ihre eigenen tatsächlichen Kosten als Gebühr verlangen darf.
Bei Deutschen kann die Behörde nicht nur mehr verlangen, sie verlangt tatsächlich auch mehr – wie das Beispiel der Verwaltung in München zeigt.

An anderer Stelle – wie dem Austausch über Strafregisterauszüge – sind Europäer (einschließlich der Deutschen) gegenüber Ausländern aus Nicht-EU-Staaten benachteiligt. Bei Europäern werden alle Straftaten, wie zum Beispiel eine Alkoholfahrt, europaweit gesammelt und für die Strafverfolgung im Register eingetragen.

Die einzige Gruppe, die in beiden Fällen zu den Benachteiligten gehört, sind die Deutschen. Daher sollte die Günstigkeitsklausel Deutsche im eigenen Land gleichstellen, um die Diskriminierung gegenüber EU-Bürgern und Nicht-EU-Bürgern zu beenden. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, im eigenen Land nicht schlechter gestellt zu werden als andere.

Eine Gleichstellung aller Staatsangehörigen mit den Europäern ist nicht ratsam, da damit weltweit jeder, wie die Europäer, Zugang zum Arbeitsmarkt und auch zu sozialer Versorgung hätte. Legal in Deutschland lebende Ausländer würden allerdings ohnehin über das Gleichbehandlungsgebot des Art. 3 GG – wenn auch über Umwegen – von der Günstigkeitsklausel profitieren.

Hier geht es zur Petition:

Schutz vor Inländerdiskriminierung

Dirk Müller: “Rennet, rettet, flüchtet!”


Nach den Aussagen von Mister DAX zu urteilen, brennt jetzt wirklich “da Huat”:

Bereits vor drei Wochen hat Dirk Müller gemeint, die Lage in Europa wird sich dramatisch zuspitzen. Die Entwicklung von DAX und Euro zuletzt scheint ihm Recht zu geben. Und die Talfahrt dürfte laut Müller weitergehen: “Der Euro auf dem Weg nach unten, charttechnisch Platz bis 1,12, also von daher: Die Sorge um den Euro ist da”, so Müller.
Mehr dazu im Exklusiv-Interview.

Die Eurobonds sind ein Wahnsinn! Damit werden nur weiter Schulden gemacht – der Fiskalpakt ist nicht einmal sein Papier wert!

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, warnt davor, die Lage in Spanien und Italien zu unterschätzen. Während Griechenland lediglich einen Blechschaden verursachen würde, könnten Spanien und Italien einen “Totalschaden” anrichten, so Mayer. Beide Länder seien einfach zu groß, um aufgefangen zu werden.

Marktexperte Dirk Müller hält sogar einen Bankrun in Europa für möglich: “Die Griechen plündern schon seit geraumer Zeit die Konten. Das ist noch überschaubar, wird von der griechischen Nationalbank noch durch Gelddrucken ausgeglichen, das sie sich natürlich über die EZB bei den anderen wieder holt”, so Müller. “

Aber was ist denn, wenn tatsächlich Griechenland aus dem Euro austritt – von dem im Moment schon alle ausgehen -, die Drachme zurückkommt, die Konten umgestellt werden? Ob dann nicht die Spanier sagen: Moment mal, wir sind doch in der gleichen Diskussion! Wer sagt denn, dass wir nicht in zwei Monaten aufwachen und haben plötzlich die Pesata”, so Müller weiter. “

Das Thema Euro und die Krise wird uns noch einige Zeit beschäftigen.”