Wie wäre es mit ein wenig Mitleidstourismus in ein islamisches Land?


Man muß nicht jedes Mal gleich die Pyramiden besuchen wollen. Wenn man den ägyptischen Tourismus unterstützen will, reicht ein Badeurlaub zum Roten Meer.

Wer denkt, dass es in Europa wirtschaftlich schlecht geht, der weiß nicht, was echte Finanzprobleme sind. Der Zerfall des Euro und die Schuldlasten der EU-Staaten sind ein Papperlapapp in Vergleich mit dem Dolchstoß, den die wegbleibenden Touristen auf die Wirtschaft solcher Staaten wie Ägypten ausüben.  Man soll sich nur überlegen. Aber bitte erst mal die Mitleidbrille aufsetzen, so kurz vor Weihnachten. Und dann soll man eine passende Nachrichtenseite aussuchen, die ein Herz für andere Kulturen hat. Nehmen wir zum Beispiel die Deutsche Welle:

Der Tourismus ist Ägyptens wichtigster Wirtschaftszweig. Jeder sechste Ägypter arbeitet in der Reisebranche. Doch seit den Unruhen der letzten Wochen fürchten die Hoteliers einen erneuten Einbruch der Besucherzahlen.

Arme Ägypter! Arme “jede Sechsten”, die von der Touristenbranche leben! Sie können schließlich nicht dafür, was die anderen getan haben, jeder Zweite von ihnen.

Touristenrummel an den Pyramiden 2

Denn die Bösen sind immer nur die paar Islamisten, während die vielen anderen – jeder Sechste – nichts dafür können:

2006 zündeten Selbstmordattentäter in dieser Idylle drei Splitterbomben. Mehr als 20 Menschen, die meisten Einheimische, starben. Der Tourismus brach massiv ein.

Und noch schlimmer! Die, die dort richtig leiden, sind die Deutschen und die Schweizer:

“Letztes Jahr war das erste Jahr nach den Bombenanschlägen, in dem das Geschäft wieder belebter war”, erinnert sich Stefan Böhmler, Betreiber eines kleinen Restaurants. Eigentlich seien damals alle zufrieden gewesen. “Dann kam die Revolution.”

Eine Woche später, erzählt der Schweizer Böhmler, war Dahab leer. Das Tourismusgeschäft brach erneut komplett zusammen.

Ihr kennt schon die propagandistische Methode, ein Einzelschicksal hervorzuheben, wenn man Herzen erweichen will, genügend. Erst neulich bemerkte Jemand in einem Kommentar, dass der ZDF auf einmal anhand einer deutschen Familie mit 9 Kinder beweisen wollte, wie kinderfeindlich die deutsche Gesellschaft gegen die vielen muslimischen kinderreichen Familien ist.

So auch in diesem Fall, läßt die Deutsche Welle den Eindruck entstehen, dass jeder sechste wegen der Tourismusflaute leidende Ägypter ein Stefan Böhmler ist.

Also, nur Mut! Ihr alle, die ihr noch nicht gebucht habt, ab nach Ägypten! Touristen brauchen dort nichts zu befürchten, trotz alle Warnungen des Auswärtigen Amtes:

“Ausländer sind sicher”

Die Orte am Roten Meer aber seien alle sicher. “Außerdem richtet sich unsere Revolution nicht gegen Touristen oder Ausländer, es geht hier um das politische System, um die Regierung.” Ausländer, unterstreicht el Said, seien “wirklich sicher”.

Gibt euch einen Ruck. Wenn ihr kein Geld habt, macht im Gottes Namen Schulden, denn die EU-Zone ist eh schon total bankrott. Ein wenig mehr Schulden ändern auch nichts mehr. Und bitte nicht vergessen, dass ihr damit die junge islamische Demokratie untersützt:

El Said lebt seit zwölf Jahren in Dahab. Er begrüßt die Revolution. Hofft auf Demokratie, Freiheit und ein Ende der allgegenwärtigen Korruption. Die von ihm geführte Tauchbasis mit angeschlossenem Hotel ist besonders bei Deutschen beliebt.


Deutsche Welle

Natürlich sollte der mitleidige Tourist sich mit den Badeorten begnügen, die im Grunde nicht anders sind, als jene von den Canarischen Inseln, nur dass hier das Bier und der Wein viel mehr kostet. Die Pyramiden? Was will der deutsche Banause die Pyramiden sehen?

Er soll wegen der islamische Demokratie nach Ägypten fahren, nicht wegen den Pyramiden.

Ein schöner Bericht. Die Deutsche Welle bringt uns richtig in Weihnachtsstimmung.

http://www.kybeline.com/2011/12/13/wie-ware-es-mit-ein-wenig-mitleidstourismus-in-ein-islamisches-land/

Über deutschelobby

Eine Lobby für die Deutschen-Österreichischen-Südtiroler-Schweizer Kulturen und Lebensarten – gegen LINKS-EXTREMISMUS UND ISLAMismus. Themen: EU, Euro, EU-Politik, Transferunion, vereintes Europa, Allgemein, Soziales, Islam, Islamismus, Vaterland, Patriotismus, Konservative
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2 Antworten zu Wie wäre es mit ein wenig Mitleidstourismus in ein islamisches Land?

  1. heika schreibt:

    lange genug hat der tourist ,sein geld dorthin gebracht und ist richtig abgezogt
    worden …… mit gefahren inklusiv !!!!!
    es könnte ein richtiger abendteuerurlaub werden ……..wo man um sein leben
    fürchten muss ……….

  2. Cajus Pupus schreibt:

    Ägypten ist zugegebener Weise ein sehr schönes und interessantes Land. Normaler Weise würde ich sagen: Immer eine Reise wert!

    Doch wenn man einmal hinter die Kulissen schaut und dabei die Christenverfolgung sieht, grenzt es schon an Mittäterschaft, wenn man durch eine Reise nach Ägypten diese Machenschaften durch die Devisen unterstütz!

    Darum rufe ich zu einem Boykott der Ägypten Reisen auf! Denn nur durch Geldentzug kann man evtl. diese Machenschaften verringern!

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